Vermeij schiesst Dynamo Dresden zum Klassenerhalt

News-3

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sichern die Schwarz-Gelben ihren Verbleib in der 2. Bundesliga. Durch das 2:1 gegen Holstein Kiel gelang es aus eigener Kraft. Doppeltorschütze Vincent Vermeij ragte aus einem sehr überzeugenden Kollektiv heraus. Emotional wurde es schon vor dem Spiel, als Stefan Kutschke von den Fans verabschiedet wurde. Dynamo Dresden war in der Hinrunde schon totgesagt, ist nach einer bärenstarken Rückrunde aber wieder auferstanden und spielt auch in der neuen Saison in der 2. Bundesliga. Die KSV Holstein, die im vergangenen Jahr aus der Bundesliga abgestiegen war, beendete eine schwierige Zweitliga-Saison auf dem zwölften Tabellenplatz.

Abschied für Stefan Kutschke

So aber war es vor ausverkauftem Haus (30.644 Zuschauer) ein rundum gelungenes Fußballfest und ein perfekter Abschluss für Stefan Kutschke. Der 37-jährige Dresdner „Fußballgott“ beendete am Sonntag (17. Mai) seine Karriere nach 182 Spielen und 52 Toren im Dynamo-Dress. Er war schon vor dem Spiel zu Tränen gerührt, als sich die Fans mit einer tollen Choreografie verabschiedeten.

Vermeij macht Klassenerhalt klar

Schon früh zeigte sich, welches Team noch Punkte für den Klassenerhalt brauchte und welches nicht mehr. Dresden drängte die „Störche“ sofort in deren eigene Hälfte zurück und hatte durch den ehemaligen Holstein-Profi Robert Wagner nach sechs Minuten eine exzellente Torchance, die Ivan Nekic aber zunichte machte. Bei einer Ecke des früheren Rostockers Alexander Rossipal stellten sich die Norddeutschen bald darauf aber nicht gut an. Vincent Vermeij sprang der Ball auf den Oberschenkel und von dort zum 1:0 ins Kieler Tor (14.). Hatte der Niederländer in der Situation noch etwas Glück gehabt, zeigte er in der 36. Minute eindrucksvoll sein Durchsetzungsvermögen. Vermeij sprang entschlossen in die nicht leicht zu erreichende Flanke des gebürtigen Hannoveraners Kofi Amoako und köpfte zum 2:0 ein.

Dass Dynamo mit dem Vorsprung auch in die Kabine ging, hatten sie Tim Schreiber zu verdanken. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verhinderte der SGD-Torhüter das 1:2. Er parierte einen Strafstoß von Alexander Bernhardsson saustark. Er lenkte den Schuss zuerst an den Pfosten – von dort sprang der Ball an die Unterkante der Latte und zurück ins Spielfeld.

Harres trifft für die Störche

Nach der Pause und dem Blick auf die anderen Plätze – Fürth führte mit 3:0 gegen Düsseldorf – konnte es Dynamo gelassener angehen. Es gab zwar hin und wieder den Hauch von Torchancen, aber eben keine zwingenden Aktionen. Dresden hatte nach einer Stunde eine Chance durch Rossipal, doch Holstein-Schlussmann Timo Weiner war zur Stelle. Die Kieler erhöhten in der Schlussphase noch einmal das Engagement und kamen auch noch zum Anschlusstreffer. Angreifer Phil Harres sorgte in der 81. Minute mit einem schönen Schuss aus der Drehung in den linken oberen Torwinkel für das 1:2 aus Kieler Sicht. Mehr ließen die Gastgeber aber nicht zu.

Am Ende jubelte aber die SGD – über den Klassenerhalt nach einer famosen Rückrunde. Gemeinsam mit den Fans feierten die Spieler ein weiteres Jahr in der 2. Liga noch lange nach dem Abpfiff. Kutschke genoss das Bad im Fanblock und wird von seinem Trainer Thomas Stamm schon jetzt vermisst. „Er wird als Persönlichkeit fehlen.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 34
| Rudolf Harbig Stadion | 17.Mai.2026-15:30
Dynamo Dresden
S S N S N
2 : 1
Endstand
Holstein Kiel
S S S S N
Vincent Vermeij
14'
Vincent Vermeij
36'
Phil Harres
81'
Tore
Tor
36'
81'
Tor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
5'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
Holstein Kiel
Am Tor vorbei 8
Schüsse auf das Tor 2
Schüsse auf das Tor 3
Am Tor vorbei 6
2 Tore 1
40 Ballbesitz 60
57% Zweikampfquote 43%
3 Ecken 9
14 Fouls 17
4 Abseits 0
2 Gelbe Karten 3
347 Pässe 509
10 Torschüsse gesamt 9
2 Schüsse auf das Tor 3
8 Schüsse neben das Tor 6
26 Einwürfe 23
17 Freistöße 14
19 Dribblings 20
10 Flanken 16

 

 

Dynamo holt wichtigen Sieg im Abstiegskampf gegen Kaiserslautern

Heimsieg

Dynamo Dresden hat am Samstag einen wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm gewann vor 31.403 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte Vincent Vermeij in der 68. Minute. Der 1. FC Kaiserslautern kann seinen Negativlauf nicht stoppen und geht in der Schlussphase der Saison zum dritten Mal hintereinander komplett leer aus.

Dynamo in Halbzeit eins das bessere Team

Die Ausgangslage war klar. Dresden brauchte im Abstiegskampf jeden Punkt, für Kaiserlautern ging es tabellarisch um nicht mehr allzu viel. Nachdem sich beide Teams in den ersten Minuten intensiv im Mittelfeld duellierten, kamen die Gäste erstmals gefährlich in die Nähe des SGD-Kastens. Bevor es jedoch richtig brenzlig wurde, konnte Friedrich Müller vor Mergim Berisha klären (10.). Nach dieser Aktion übernahmen die noch gegen den Abstieg kämpfende SGD das Kommando. In der 13. Minute war Krahl gegen Niklas Hauptmann zur Stelle, der nach einem langen Ball frei durch war. Kurz darauf zischte ein Schuss von Robert Wagner knapp über die Querlatte (15.). Mit fortschreitender Spielzeit wurde Dynamos Außenstürmer und Mainz-Leihgabe Ben Bobzien immer stärker. In der 24. Minute dribbelte der 23-Jährige gleich zwei FCK-Verteidiger aus, setzte seinen Abschluss aber deutlich über das Tor.

Die Pfälzer kamen über kleine Nadelstiche nicht hinaus. Lautern meldete sich nach einer halben Stunde erstmals ernsthaft vorne an. Nach Zuspiel von Fabian Kunze schloss Semih Sahin im Strafraum mal direkt ab, der Ball flog aber am Tor vorbei (29.). Vier Minuten später nahm Bobzien einen Fehlpass von FCK-Keeper Krahl an, stürmte in den Strafraum, schoss aber deutlich links am Kasten vorbei (33.). Auch die beste Chance der ersten 45 Minuten vergab der gebürtige Gießener. Seinen Abschluss Richtung kurzes Eck parierte Krahl stark via Fußabwehr (38.). Bis zur Pause sorgte vor allem Ben Bobzien immer wieder für Unruhe vor dem Kaiserslauterer Tor. Die Gäste waren deshalb mit dem 0:0 zur Halbzeit gut bedient. 60 Prozent Ballbesitz für Dynamo bei 9:1 Torschüssen standen da zu Buche.

Lautern wird besser, Vermeij sorgt für Dresdner Jubel

Beide Teams kamen ohne personelle Veränderungen aus der Pause und wieder war es der starke Bobzien, der für das erste Ausrufezeichen der zweiten Hälfte sorgte. Er setzte sich mit einem überragenden Dribbling gegen vier Gegenspieler durch und spielte den Ball dann auf Vincent Vermeij, der an Krahl scheiterte, aber ohnehin wohl im Abseits stand (54.). Doch nach einer Stunde war klar: Auch Lautern spielte mit.  Der FCK war insgesamt präsenter und gab durch Joly nach knapp einer Stunde einen nicht ganz ungefährlichen Distanzschuss ab (56.). In der 66. Minute brachte Lieberknecht Norman Bassette und David Schramm aus der U21 für Ritter und Robinson. Nachdem Maxwell Gyamfi im Laufduell gegen Vincent Vermeij geklammert hatte, beließ es Schiedsrichter Patrick Alt bei der gelben Karten (61.).

Nur zwei Minuten später gerieten die Gäste dann in Rückstand. Wieder ging es über Bobzien. Der legte den Ball zurück auf Alexander Rossipal und dessen Hereingabe verwertete in der Mitte Vermeij, indem er einfach den Fuß reinstellte und zur verdienten Führung ins lange Eck traf (68.).

SGD verpasst das 2:0

Mit dem Rückstand und zahlreichen Wechseln auf beiden Seiten, nahm die Partie spürbar an Fahrt auf. Die Gäste wurden aktiver, wirkliche Torgefahr ging von den Pfälzern allerdings nicht aus, man kam nur zu Halbchancen, weil Dresden konsequent dagegenhielt. Für die Sachsen eröffneten sich dadurch Räume, die sie aber nicht zu nutzen wussten. Die SGD ließ allerdings alle Chancen auf ein 2:0 und damit eine Vorentscheidung aus: Der Abschluss des eingewechselten Luca Herrmann wurde im allerletzten Moment geblockt (81.) und auch Christoph Daferners Flachschuss fand nicht den Weg ins FCK-Tor (87.). In der Shlussphase ging es zwar hin und her, vor den Toren tat sich aber nichts mehr.

Nach dem Sieg steht die SGD bei soliden 38 Zählern. Die Sachsen müssen allerdings auch in den beiden verbliebenen Partien bei Eintracht Braunschweig und gegen Holstein Kiel punkten, um den Klassenerhalt endgültig klarzumachen. Kaiserslautern, das die dritte Niederlage in Serie kassierte, bleibt mit 46 Zählern Siebter.

Stimmen

„Schön, dass wir uns heute belohnen“, sagte Dresdens Trainer Stamm. Was der Sieg wert sei, könne er nach dem letzten Spieltag sagen. Sein Team habe vor allem Geduld gezeigt. „Heute war Druck drauf, deshalb sind wir erleichtert. Aber wissen auch, dass es noch nicht durch aus“, sagte auch Niklas Hauptmann mit Blick auf den Abstiegskampf.

Lauterns Trainer Torsten Lieberknecht erklärte: „Uns fehlt aktuell die Leichtigkeit und die Frische in den Köpfen, um hier offensiv besser in Erscheinung zu treten. Es war ein ausgeglichenes Spiel, dann waren wir den einen Moment unachtsam.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 32
| Rudolf Harbig Stadion | 02.Mai.2026-13:00
Dynamo Dresden
N N S S N
1 : 0
Endstand
1.FC Kaiserslautern
N S S N N
Vincent Vermeij
68'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
7'
Tore

 

 

Bochum schwach, Dynamo Dresden mit souveränen Sieg

News-13

Dynamo Dresden trotzt einmal mehr personellen Rückschlägen. Kurzfristig fällt Stammtorwart Tim Schreiber aus. Die Mannschaft lässt sich nicht beirren – und gewinnt hochverdient gegen den VfL Bochum. Der Erfolg ist hochverdient in einem sehr stimmungsvollen, fußballerisch sehr ansehnlichen Spiel. Der Tabellenletzte der Hinrunde gewinnt sein Heimspiel gegen den VfL Bochum mit 2:0 (1:0) und macht vier Spieltage vor Saisonschluss einen großen Schritt zum Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga. Auf den ersten direkten Abstiegsplatz hat die SGD fünf Punkte Vorsprung. Zudem rückt sie bis auf einen Zähler an Bochum ran.

Torwart-Alarm bei Dynamo Dresden

Für das wichtige Heimspiel am Samstag gegen den VfL Bochum fielen gleich vier Keeper aus! Auch Stammtorwart Schreiber verletzte sich, die etatmäßige Nummer eins verletzte sich am Freitag beim Abschlusstraining. Nach Informationen wurde wohl ein kleiner Muskelfaserriss diagnostiziert. Auch Winter-Verpflichtung Elias Bethke (23) kann ihn nicht ersetzen. Der Ex-Cottbuser, der beim Drittligisten fast die komplette Hinrunde wegen eines Sehnenrisses ausfiel, hatte sich im März erneut verletzt. Die Bauchmuskelzerrung macht noch immer Probleme, auch er musste am Freitag das Training abbrechen. Lennart Grill (27), der im Sommer von Union Berlin kam und im Herbst Schreiber aus dem Tor verdrängt hatte, ist nach seiner schweren Knieverletzung vom November erst im Aufbautraining, kann ebenfalls nicht einspringen.

Und als ob das alles noch nicht reichen würde, darf auch Maximus Fritzsche (17) nicht ran. Das Riesen-Talent – im doppelten Sinne, denn er ist 2,03 Meter groß – trainierte zuletzt zwar regelmäßig bei den Profis mit. Sah aber am vergangenen Wochenende im U19-Spiel bei Viktoria Berlin (3:1) die rote Karte, ist damit gesperrt. Bedeutet: Daniel Mesenhöler (30) feiert gegen Bochum seine Zweitliga-Premiere für Dynamo Dresden. Der zweite Ersatz-Torwart ist in der laufenden Saison noch ohne Pflichtspiel-Einsatz. Im Januar 2024 aus der Vereinslosigkeit verpflichtet, kam er bisher zu vier Partien im Sachsenpokal und einer in der dritten Liga. Trainer Thomas Stamm betont immer wieder, dass Mesenhöler ein wichtiger Bestandteil des Profi-Kaders ist, lobte bereits mehrfach seinen Trainingsfleiß und die Tatsache, sich ohne zu Murren hintenanzustellen. Auf der Bank sitzt als Ersatztorwart diesmal Marlon Grafe (19), der sonst das Tor des U23-Teams in der Sachsenliga hütet (20 Saisonspiele, zwölf Mal zu null).

Erste Chance, erstes Tor für Dynamo

Die Partie begann mit einer beeindruckenden Choreo der Dynamo-Fans zu Ehren der Stadtgeschichte. Die Choreo war noch nicht abgebaut, da stand es schon 1:0.  Nach nur wenigen Minuten passte Bobzien von links flach in die Mitte. Niklas Hauptmann verpasste noch, aber Ceka traf mit links aus gut sieben Metern flach ins rechte Eck. Es war das zweite Tor für den Winterneuzugang aus Elversberg. Zehn Minuten später hätte Dresden mit großer Wahrscheinlichkeit einen Elfmeter zugesprochen bekommen – hätte sich Kofi Amoako im Strafraum fallen lassen, als ihn Bochums Francis Onyeka klar am Trikot festhielt. Amoako blieb stabil und am Ball, scheiterte aber aus spitzem Winkel.

Die restliche erste Hälfte verlief dann eher im Plätschermodus. Die Bochumer verzeichneten ein paar Halbchancen, aber Mats Pannewig (18.) und Koji Miyoshi (23.) fanden ihren Meister in Dresdens Schlussmann Daniel Mesenhöler. „Wir hatten viele Halbchancen, Schüsse aufs Tor und Ecken – aber wir waren heute im gegnerischen Strafraum einfach zu harmlos“, meinte Bochums Trainer Uwe Rösler.

Vermeij erhöht mit Traum-Tor

Auch die zweite Hälfte begann ereignisarm – und dann reichte den Gastgebern wie im ersten Abschnitt eine gute Aktion zum Torerfolg. Nach unwiderstehlichem Bobzien-Solo verlängerte Vermeij die Kugel ungewöhnlich per Hacke und Solo über die Linie (58.). Der Angreifer schien den erfolgreichen Drall selbst nicht glauben zu können. Danach konterte das Team von Thomas Stamm, der seine Mannschaft auf Rang drei der Rückrundentabelle geführt hat, immer wieder erfolgsversprechend. Nur die sonst gewohnte Effizienz fehlte nun. Der starke Bobien scheiterte nach Lemmer-Vorlage an Torhüter Horn (73.). Dessen Gegenüber Mesenhöler bestand bei einem wuchtigen Abschluss von Onyeka auch seine letzte Bewährungschance (80.).

Dresden in Düsseldorf, Bochum gegen Fürth

An den letzten vier Spieltagen muss Dresden noch gegen Kaiserslautern sowie die direkten Konkurrenten Kiel, Braunschweig und Düsseldorf ran. Zu den Fortunen, deren neuer Trainer Alexander Ende erst vor kurzem mit Münster 0:6 in Dresden verlor, geht es am Freitag. Bochum empfängt am Sonntagmittag Greuther Fürth (13.30 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 30
| Rudolf Harbig Stadion | 18.Apr..2026-13:00
Dynamo Dresden
U S N N S
2 : 0
Endstand
VfL Bochum
S U N N S
Jason Ceka
5'
Vincent Vermeij
58'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
4'
Tore
Tor
Jason Ceka (Vorlage von: Ben Bobzien)
5'
Tor
58'

 

Dynamo schreibt Geschichte mit 6-Tore Sieg gegen Münster

News-3

Was für ein Nachmittag für Dynamo Dresden

Der Aufschwung von Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga hat seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.  Mit einer sensationellen Sechs-Tore-Gala hat Dynamo Dresden im Kampf um den Klassenerhalt ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Vor 31.010 Zuschauern feierte die Mannschaft von Chefcoach Thomas Stamm gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Preußen Münster am Sonntag einen furiosen 6:0-Erfolg, kletterte damit hoch bis auf Rang 12. Die SG Dynamo Dresden hat den SC Preußen Münster mit 6:0 (3:0) besiegt. Gleichzeitig stellte die SGD mit dem höchsten Zweitliga-Sieg der Vereinsgeschichte einen neuen Rekord auf. Zuvor hatte ein 5:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart am 15. Oktober 2016 als Bestwert gegolten.Ben Bobzien (14., 18.), Niklas Hauptmann (31., 57.), Vincent Vermeij (59.) und Jason Ceka (74.) trafen für die Gastgeber.

Von Beginn an übernahm die SG Dynamo Dresden das Kommando und setzte die Gäste unter Druck. In der 14. Minute gelang Ben Justus Bobzien nach Zuspiel von Niklas Hauptmann der Führungstreffer. Bobzien ließ Jano ter Horst mit einer Tempoverschärfung stehen und traf durch die Beine von Johannes Schenk zum 1:0. Nur vier Minuten später erhöhte Bobzien auf 2:0. Dresden presste hoch, Marco Meyerhöfer verlor den Ball gegen Hauptmann, der frei vor Schenk uneigennützig zum mitgelaufenen Bobzien querlegte, der nur noch einschieben musste. Der SC Preußen Münster fand überhaupt nicht ins Spiel und kassierte in der 31. Minute das 3:0, als Hauptmann nach einem langen Ball von Alexander Rossipal den herauseilenden Schenk überlupfte.

Keller rettet auf der Linie

Erst vor der Pause verzeichneten die Münsteraner eine kleine Druckphase: Beim Abschluss von Mees schlug Dynamo’s Verteidiger Keller den Ball von der Linie (41.). Fast wäre Ben Bobzien auch noch sein drittes Tor gelungen, doch ausgerechnet als Vermeij ihn frei anspielen konnte, rutschte er aus. Die 31.010 Zuschauer beim Familienspieltag bekamen jede Menge Unterhaltung geboten.

Dynamo schraubt am Ergebnis

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielverlauf. Dresden blieb überlegen und erhöhte in der 57. Minute auf 4:0. Vincent Vermeij behauptete sich stark gegen Paul Jaeckel und legte für Hauptmann auf, der cool blieb und aus 14 Metern ins rechte untere Eck traf. Nur zwei Minuten später nutzte Vermeij einen katastrophalen Fehlpass von Schenk und umkurvte den Keeper, bevor er zum 5:0 einschob. Die völlig überforderten Münsteraner hatten auch in der Folge nichts entgegenzusetzen. In der 74. Minute setzte Jason Ceka mit einem sehenswerten Distanzschuss in den linken oberen Winkel den Schlusspunkt zum 6:0-Endstand.

Durch den Sieg klettert Dresden aus dem Tabellenkeller auf Platz 12, während Münster auf den Relegationsplatz 16 abrutscht.

SCP-Trainer Alexander Ende (46): „Fällt natürlich schwer nach so einem Spiel dann vielleicht die richtigen Worte zu finden – gibt es die richtigen Worte? Was mir ganz, ganz wichtig ist: Dass mir schon bewusst ist, dass hier echt viele Fans einen Weg nach Dresden auf sich genommen haben, heute Nacht sich in den Zug gesetzt haben und viele, viele Stunden investieren“, erklärte der 46-Jährige. „Sorry für so ein Spiel, wo die Jungs, die uns die ganze Saison supportet haben, definitiv mehr verdient gehabt hätten, deutlich mehr verdient gehabt hätten.“

Dynamos Coach Thomas Stamm (43): „Zwei sehr stabile Halbzeiten gesehen. Für mich entscheidend, dass du zweimal relativ in kurzer Zeit nach dem ersten Tor nachlegen kannst. Dann haben wir einen Gegner – was auch uns, wenn uns das betrifft, ein Stück weit den Stecker ziehen kann. Dann wird es zweimal ein Doppelschlag, was dir hilft, Ruhe ins Spiel zu bekommen. Sehr griffig gewesen über die kompletten 90 Minuten heute.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 26
| Rudolf Harbig Stadion | 15.März.2026-13:30
Dynamo Dresden
U N U S U
6 : 0
Endstand
Preußen Münster
U U N S N
Ben Bobzien
14'
Ben Bobzien
18'
Niklas Hauptmann
31'
Niklas Hauptmann
57'
Vincent Vermeij
59'
Jason Ceka
75'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
6'
Tore
Tor
14'
Tor
18'
57'
Tor
75'

 

 

 

 

Befreiungsschlag von Dynamo gegen Darmstadts Lilien

News-4

Erst zweimal in dieser Spielzeit gewann Dynamo daheim

Gegen das Spitzenteam aus Darmstadt lief es nach Wunsch. Dynamo Dresden hat ein weiteres Ausrufezeichen in der 2. Bundesliga gesetzt und dem SV Darmstadt 98 den Sprung an die Tabellenspitze verwehrt. Die Sachsen gewannen gegen den Tabellenzweiten 3:1 (2:0) und verließen vorübergehend die Abstiegsplätze. Vincent Vermeij (45., 45.+1) hatte die Sachsen mit einem Doppelpack unmittelbar vor der Pause in Führung geschossen.

40 Minuten lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe, das eher wenige Chancen bereithielt. Die Zuschauer sahen zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Dresden erwischte den besseren Start, dann kamen die Gäste auf. In der 7. Minute haderten die Darmstädter nach einem Zupfer an Lidberg mit der Gelben Karte für Keller. Sie hätten da gerne Rot gesehen, weil der Torjäger freie Bahn gehabt hätte.  SGD-Torwart Schreiber war ab und an gefordert. Bei einem Abschluss von Niklas Schmidt reagierte der gebürtige Sachse stark (20.). Auch Hiroki Akiyama (39.) fand in Dynamo-Torhüter Tim Schreiber seinen Meister. Auf der Gegenseite hatte Robert Wagner (28./34.) mit seinen Versuchen kein Glück. Der völlig berechtigte Platzverweis für Pfeiffer – nach eigenem Ballverlust vor dem Strafraum hatte er als letzter Mann Ben Bobzien zu Fall gebracht – veränderte alles. Die Konfusion in der Gäste-Abwehr nutzten die Dresdner in Person von Vermeij, der per Kopf und Direktabnahme traf  (45., 45.+1) , mit einem Doppelpack unmittelbar vor der Pause.

Blitz-Gelb-Rot und noch zwei Tore

Nach der Pause sah dann Lemmer nach zwei Fouls in kurzer Zeit Blitz-Gelb-Rot (54.). Dennoch kontrollierten die Gastgeber danach das Geschehen und ließen kaum etwas zu.  Da Dynamo die numerische Überlegenheit aber schnell wieder hergab, bekam Darmstadt die Chance, zurück ins Spiel zu finden. Der Druck der Gäste nahm zu, die Fehlerquote der Sachsen auch. Schreiber (68.) musste sein Team vor einem Eigentor von Julian Pauli bewahren. Erst danach fingen sich die Dresdner wieder und versuchten ihr Glück mit Kontern. Daferner staubte dann zum 3:0 ab (81.). In der Nachspielzeit verkürzte Furukawa (90+2). Dynamo fügte Darmstadt die erste Niederlage nach 13 ungeschlagenen Auftritten zu. Das Team von Thomas Stamm sammelte im Jahr 2026 zwölf Punkte in sieben Partien. Wichtige Zähler auf dem Weg zum erhofften Klassenerhalt. Die Gastgeber verbesserten sich vorerst von Rang 17 auf 13

Nach dem Sieg von Dynamo Dresden ist Gegner Darmstadt 98 extrem sauer auf Referee Erbst. Coach Kohfeldt macht seinem Ärger Luft. SGd-Trainer Stamm zeigt großes Verständnis.

Thomas Stamm (Trainer Dynamo Dresden): „Ich bin heute unheimlich stolz auf die Truppe. Wir wussten, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft wie Darmstadt über die Schmerzgrenze gehen müssen. Vincent Vermeij hat vorne genau die Kaltschnäuzigkeit gezeigt, die uns zuletzt manchmal gefehlt hat. Die Rote Karte gegen Darmstadt hat uns natürlich in die Karten gespielt, aber auch nach unserem eigenen Platzverweis haben wir die Ordnung behalten und den Sieg verdient nach Hause gebracht.“

Florian Kohfeldt (Lilien-Coach): „Glückwunsch an Dynamo, sie haben heute mit Herz und Leidenschaft gespielt. Für uns ist das Ergebnis extrem bitter, weil wir durch die Rote Karte früh den Plan anpassen mussten. Wenn du kurz vor der Pause diesen Doppelschlag kassierst, wird es im Dresden-Stadion natürlich eine Mammutaufgabe. Die Jungs haben in Unterzahl Moral bewiesen, aber heute hat uns die letzte Präzision gefehlt, um nach dem Anschluss noch einmal wirklich zurückzukommen.“

Vincent Vermeij (Doppeltorschütze zum 1:0 & 2:0): „Das war ein unglaublicher Abend. Bei den beiden Toren stand ich einfach dort, wo ein Stürmer stehen muss, aber die Vorarbeit von Ben und Niklas war überragend. Wir haben heute als Einheit funktioniert. Nach der Gelb-Roten Karte gegen uns mussten wir noch mal richtig beißen, aber die Fans haben uns getragen. Dieser Dreier im Abstiegskampf gibt uns enorm viel Selbstvertrauen für die kommenden Wochen.“

Niklas Hauptmann (Vorlagengeber): „Man hat von der ersten Minute an gespürt, dass wir heute etwas holen können. Wir haben Darmstadt kaum Raum zur Entfaltung gelassen. Es war wichtig, dass wir nach dem 3:0 durch Christoph ruhig geblieben sind und uns nicht haben hektisch machen lassen. Wir belohnen uns heute endlich mal für eine richtig gute Leistung gegen einen Top-Gegner.“

Yosuke Furukawa (Torschütze zum 3:1): „Natürlich freue ich mich über mein Tor, aber am Ende zählt das Ergebnis, und das passt heute leider gar nicht. Wir wollten unsere Serie ausbauen, aber Dresden hat uns heute den Schneid abgekauft. Die Niederlage schmerzt sehr, aber wir dürfen jetzt nicht den Kopf hängen lassen. Wir stehen immer noch gut da und müssen nächste Woche eine Reaktion zeigen.“

Marcel Schuhen: „Es ist schwer zu akzeptieren, weil wir uns viel vorgenommen hatten. Die Unterzahl über so lange Zeit hat uns viel Kraft geraubt. Dresden war heute griffiger in den Zweikämpfen und hat die Fehler, die wir gemacht haben, eiskalt bestraft. Wir müssen das jetzt sachlich analysieren. 13 Spiele ohne Niederlage waren eine starke Serie, jetzt müssen wir eben eine neue starten.“

Dynamo reist am kommenden Sonntag nach Karlsruhe und hofft wieder auf Punkte, Darmstadt spielt zu Hause gegen Kiel.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 24
| Rudolf Harbig Stadion | 27.Feb..2026-18:30
Dynamo Dresden
S U U N U
3 : 1
Endstand
SV Darmstadt 98
S U S U S
Vincent Vermeij
45'
Vincent Vermeij
45'+2'
Christoph Daferner
81'
Yosuke Furukawa
90'
Tore
Tor
45'
45'
+2
90'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
2'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'

Dynamo feiert Kantersieg gegen Greuther Fürth

Heimsieg

Pünktlich zum Spiel beim 1. FC Magdeburg hat Dynamo Dresden das Tabellenende der 2. Bundesliga verlassen. Die SGD holt im Kellerduell gegen Greuther Fürth drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga und spielt erstmals zu Null. Neuzugang Thomas Keller hatte die SGD in Front gebracht (35.), Jakob Lemmer kurz nach der Pause schon zum Endstand getroffen (49.). Erstmals in dieser Saison der 2. Fußball-Bundesliga gelang dem Aufsteiger, ohne Gegentor zu bleiben. Dadurch verdrängten die Sachsen die Franken auf den letzten Tabellenplatz, sind nun Vorletzter. Defensiv zeigten sich die Hausherren deutlich verbessert, wobei den im Hinrundenduell noch mit 3:2 erfolgreichen „Kleeblättern“ allerdings auch nur wenig gelang.

Fürth mit etwas besserem Start

Dass es im Heimspiel des Schlusslichts gegen den Tabellenvorletzten um sehr viel geht, machten auch viele Dresdner Fans klar, die zu Tausenden geschlossen vom Hauptbahnhof zum vorab nicht ganz ausverkauften, aber dennoch mit 30.811 Zuschauern besetzten Rudolf-Harbig-Stadion liefen. Es war ein echtes Kellerduell, auch weil für die Kleeblätter Aaron Keller und bei der SGD Winter-Neuzugang Thomas Keller in der Startelf stand. Auch die anderen drei Feldspieler, die die Schwarz-Gelben kurz vorm Beginn der Vorbereitung ausliehen, feierten ihr Pflichtspieldebüt im Dresdner Trikot. Der neue Torwart Elias Bethke fehlte hingegen ebenso wie Friedrich Müller und Claudio Kammerknecht im Kader, Tim Schreiber stand im Gehäuse.

Die Gäste erwischten auf dem frisch verlegten Rasen den etwas besseren Beginn und hatten nach einem Freistoß von Julian Green durch Noel Futkeu eine erste gute Chance, doch der Ball ging knapp vorbei (7.). Dynamo tauchte in Minute 25 erstmals gefährlich vorm gegnerischen Tor auf. Nach einem weiten Freistoß von Hannover-Leihgabe Jonas Sterner bediente setzte Jakob Lemmer den mit aufgerückten neuen Abwehrchef Thomas Keller in Szene, der allerdings seinem Gegenspieler Philipp Ziereis aus kurzer Distanz an den Rücken schoss (25.). Leihgabe Nummer drei Robert Wagner sah kurz darauf eine Gelbe Karte nach taktischem Foul gegen seinen Ex-Verein aus Franken, für den er bis 2024 am Ball war.

Thomas Keller trifft zur Führung

In Minute 29 schallte erstmals lauter Torjubel durch das weite Rund. Vincent Vermeij traf, stand zuvor aber knapp im Abseits. Schiedsrichter Felix Prigan verweigerte dem Treffer korrekterweise die Anerkennung. Auf der anderen Seite war dann nach einer gespielten halben Stunde auch mal wieder Fürth im Angriff zu sehen, doch der Kopfball von Felix Klaus ging drüber. Von Dynamo hingegen kam mehr nach vorn, allerdings ging Hauptmanns Hereingabe ein wenig in den Rücken von Sturmspitze Vincent Vermeij (34.). Der Eckball danach brachte aber den ersehnten Erfolg: Alexander Rossipal fand Thomas Keller. Der platzierte Kopfball der Heidenheimer Leihgabe schlug zum 1:0 ein (35.).

Auch die Franken hatten sich viel vorgenommen, waren kämpferisch auf der Höhe, aber in ihren Mitteln zu beschränkt. Anders die Sachsen: Keller gab der Abwehr neue Sicherheit und setzte vorn den nächsten Nadelstich, als er einen Eckball, der in seinen Rücken kam, trotzdem noch gefährlich per Kopf aufs Tor brachte und Schlussmann Timo Schlieck zu einer Parade zwang (43.). Dynamos erste Halbzeit konnte sich sehen lassen, auch Dresdens Neuzugang Nummer vier, Jason Ceka, ließ sein Können im Mittelfeld aufblitzen. Die neue Defensivachse mit Keller und Wagner davor sorgte für Stabilität. Die knappe Pausenführung ging in Ordnung.

Deutlich besser 2. Hälfte

In Durchgang zwei kam die Sportgemeinschaft deutlich besser aus den Startlöchern und es dauerte nur vier Minuten, bis Jakob Lemmer mit seinem fünften Saisontor auf 2:0 stellte. Julian Pauli hatte den Ball erobert und auf den Flügelflitzer weitergeleitet, der diesmal im Zentrum durchstartete und aus 30 Metern einfach mal abzog. Sein Distanzschuss landete platziert im Eck, Schlussmann Schlieck hatte den eventuell noch leicht abgefälschten Ball wohl erst spät gesehen. Jetzt hatten die Hausherren alle Trümpfe auf ihrer Seite. Nur nicht das Schiedsrichtergespann, das ein Handspiel von Green im eigenen Strafraum etwas zweifelhaft als angelegten Arm wertete und der SGD keinen Strafstoß gab (56.).

Cheftrainer Thomas Stamm wechselte danach, brachte zunächst Christoph Daferner für Vincent Vermeih (69.) und etwas später Konrad Faber und Luca Herrmann für Jason Ceka und Niklas Hauptmann (75.). In der Schlussphase verpassten Kofi Amoako (78.), Luca Herrmann (82.) und Christoph Daferner (84.) mit guten Torchancen jeweils das 3:0. Kurz darauf wäre fast der Anschluss der Fürther gefallen, doch bei deren bester Chance des Spiels traf der eingewechselte Omar Sillah (86.) nur den linken Pfosten, der Abpraller landete genau in den Armen von Tim Schreiber. Kurz vor Schluss erhielt Torschütze Lemmer bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus, Lars Bünning kam für die Schlusssekunden.

Nach knapp fünf Minuten Nachspielzeit war Schluss. Die Dresdner Fans feierten mit der Mannschaft einen hochverdienten Erfolg und den ersten von vielen notwendigen Schritten im Kampf gegen den Abstieg. Dynamo zog Greuther Fürth mit dem zweiten Treffer den Stecker und hat drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg sicher.

Stimmen der Trainer

Thomas Stamm (Dynamo Dresden): „In der Startphase waren wir etwas behäbig. Wir haben aber schon da viel Kontrolle gehabt, auch in der Defensive. Es war gut, dass wir gleich nach der Pause das 2:0 nachlegen konnten. Hintenraus hätten wir es etwas klarer wegverteidigen müssen. Aber wir haben sehr viel dafür getan, dass heute die Null steht. Über die 90 Minuten gesehen, haben wir uns den Sieg verdient. Wir nehmen heute sehr wichtige Punkte gegen einen direkten Kontrahenten mit. Das gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Woche.“

Heiko Vogel (Greuther Fürth): „Ich bin sehr wütend. Ich muss aufpassen, dass ich die richtige Wortwahl treffe. Mir tut es sehr leid für unsere Fans. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier von tausend Fans unterstützt werden. Und dann geht man mit null Punkten heim und hat nicht das Gefühl, dass man alles so investiert hat, wie es der Abstiegskampf verlangt. Das dulde ich nicht. Deswegen habe ich eine großes Wut. Wir werden das mit der Mannschaft aufarbeiten und die Zügel anziehen. Es wird im Training ein anderer Wind wehen, als das bisher der Fall war.“

Reaktionen von Spielern

Thomas Keller (Dynamo Dresden): „Für mich als Verteidiger ist es wichtig, dass hinten die Null steht. Dass ich zusätzlich vorne einen reinmache, ist natürlich umso schöner. Ich freue mich, der Mannschaft geholfen zu haben damit. Dieser Sieg sollte uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele geben.“

Jakob Lemmer (Dynamo Dresden): „Es fühlt sich gut an. Es war wichtig, dass wir heute mit einem Sieg hier zu Hause starten und auch noch die Null gehalten haben. Natürlich freue ich mich auch über mein Tor. Ich glaube, ich hatte jetzt schon ein paar gute Distanzschüsse. Deswegen habe ich das Selbstvertrauen, einfach mal abzuziehen.“

Tim Schreiber (Dynamo Dresden): „Der Sieg ist wichtig und wir haben zu Null gespielt. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Es war ein geschlossener Auftritt – auf und neben dem Platz. Das tut gut. Wir haben uns heute belohnt. Die neuen Spieler haben sofort eingeschlagen.“

Philipp Zierreis (Greuther Fürth bei Sky): „Im Endeffekt waren wir vorn zu harmlos über das ganze Spiel, wir kriegen dann hinten so ein Eiertor rein zum 0:2. Dynamo macht dann nicht mehr viel in der zweiten Halbzeit, aber es reicht, weil sie gut stehen. Es war ein sehr, sehr bitterer Auftritt für uns heute. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir müssen mehr investieren, um Punkte zu holen.“

Dynamo bereit für den Elbclasico beim 1. FC Magdeburg!

Für Ex-FCM-Profi Jason Ceka kommt es zum Wiedersehen mit Magdeburg. Durch den Sieg hat Dresden nun 16 Punkte auf dem Konto, der FCM steht aktuell bei 20.

Heimfluch beendet, Sieg gegen Fortuna Düsseldorf

Heimsieg

Großer Jubel bei der SG Dynamo Dresden

Dynamo veredelte den Auswärtssieg in Bochum und fährt gegen Düsseldorf den ersten Heimdreier ein. Getrübt wurde die Freude durch die schwere Knieverletzung von Lennart Grill. Außerdem gab es eine rassistische Beleidigung gegen einen Düsseldorfer Spieler, bestätigte Dresdens Coach Thomas Stamm nach der Partie.

Es ist geschafft! Zweitligist Dynamo Dresden schafft im siebten Anlauf den ersehnten ersten Heimsieg, haut Fortuna Düsseldorf verdient mit 2:1 weg. Aber das Spiel endete dramatisch. Die spannende Frage vor dem Spiel war, ob Vinko Sapina und Christoph Daferner in die Startelf zurückkehren. Erstmals in dieser Saison änderte Trainer Thomas Stamm sein Team nicht, ließ die gleiche Elf wie beim 2:1-Sieg in Bochum los. Zunächst passierte allerdings auf dem Feld nicht viel, das Geschehen auf den Rängen des wieder mit knapp 31.000 Zuschauern gefüllten Harbig-Stadions war deutlich interessanter. In den ersten 12 Minuten auch in Dresden der Fan-Protest gegen die geplante Sicherheits-Verschärfung der Innenminister. Gespenstische Stille, dazu ein Plakat mit der Aufschrift: „Ist es das, was ihr wollt?“

Danach wurde es zwar wieder laut, aber erst in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit spannend. Erst die Fortuna um Ex-Dynamo-Coach Markus Anfang mit einem Itten-Kopfball an den Außenpfosten (40.). Doch kurz vor der Pause schlug die Stunde von Alexander Rossipal (45. Minute). Konrad Faber brachte den Ball von der Grundlinie in den Strafraum, wo der heranrauschende Alexander Rossipal mit voller Wucht aus elf Metern unter die Latte vollendete.  Schon der dritte Treffer des Linksverteidigers!

Vermeij legt nach

Mit der Führung im Rücken ging es in die Kabine, aus der die SGD deutlich überzeugender zurückkehrte und nur acht Minuten nach Wiederanpfiff den zweiten Treffer durch Vincent Vermeij nachlegte. Von Hauptmann perfekt bedient, verstolperte er fast den Ball, um ihn dann eiskalt über die Linie zu drücken (53.). Das zweite Tor in Folge für die Holland-Latte. Und das gegen seinen Ex-Klub! Das Spiel schien entschieden, weil der Fortuna in der Offensive lange nicht viel einfiel. Doch es sollte noch einmal eng werden. Zunächst hatte Dynamo in der 70. Minute Glück, als sich ein Abwehrspieler in den Schuss von Klaus Suso warf. Dann nutzten die eingewechselten Vinko Sapina und Nils Fröling ihre guten Chancen nicht, um den Deckel draufzumachen.

Rasmusson mit „Köpfchen“

Das sollte sich fast rächen, denn in der 85. Minute gelang Christian Rasmusson per Kopf der Anschluss. Danach standen die Sachsen sehr tief, konnten aber dicke Chancen der Gäste verhindern. In der fünften Nachspielminute ging plötzlich Keeper Lennart Grill zu Boden, er hatte sich im Rasen das rechte Knie verdreht, sackte auf den Boden und musste auf der Trage raus. Dynamo Dresden allerdings hatte schon alle Wechsel aufgebraucht, deshalb musste ein Feldspieler rein. Eigentlich sollten die Profis unter sich klären, wer den Job übernimmt. Aber als Konrad Faber sich das Torwart-Trikot überstreifte, griff Trainer Thomas Stamm doch ein. Er beorderte Aljaz Casar aus taktischen Gründen zwischen die Pfosten. Doch es sollte reichen. Nach weiteren sieben Minuten war Schluss und die Dresdner Spieler lagen sich in den Armen. Dynamo klettert durch den zweiten Sieg in Folge auf Nichtabstiegs-Platz 15.

Düsseldorfs Iyoha rassistisch beleidigt

Negativer Höhepunkt der dramatischen Schlussphase war ein Rassismus-Vorfall. Düsseldorfs Emmanuel Iyoha, der während Grills Abtransport an der Seitenlinie wartete, um den Einwurf auszuführen, wurde wohl rassistisch beleidigt. Er informierte umgehend den Schiedsrichter, der den Vorfall im Spielberichtsbogen vermerkte. Bedeutet: Auf Dresden dürfte eine zusätzliche Strafe zukommen.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm: „Von mir die Bitte an die Leute, die sowas äußern, nicht mehr ins Stadion zu kommen. Und die drumherum sitzen, bitte so mutig sein, dass man weiß, wer es war. Sowas hat im Fußball gar nichts verloren. Ich bin wirklich fast sprachlos.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 14
| Rudolf Harbig Stadion | 30.Nov..2025-13:30
Dynamo Dresden
U N N N S
2 : 1
Endstand
Fortuna Düsseldorf
N N U N S
Alexander Rossipal
45'
Vincent Vermeij
53'
Christian Rasmussen
84'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
12'
Tore
45'
53'
84'
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
Fortuna Düsseldorf
Am Tor vorbei 12
Schüsse auf das Tor 4
Schüsse auf das Tor 2
Am Tor vorbei 11
2 Tore 1
42 Ballbesitz 58
44% Zweikampfquote 56%
4 Ecken 0
12 Fouls 13
2 Abseits 3
1 Gelbe Karten 2
355 Pässe 488
16 Torschüsse gesamt 13
4 Schüsse auf das Tor 2
12 Schüsse neben das Tor 11
18 Einwürfe 25
13 Freistöße 12
11 Dribblings 16
18 Flanken 24

Traumhaftes Tor bringt ersten Sieg gegen Bielefeld

Auswärtssieg

Was für ein Spektakel!

Dynamo Dresden schafft mit einem 2:1-Sieg bei Arminia Bielefeld den Befreiungsschlag, holt sich dank eines Traum-Tores in der Nachspielzeit die ersten drei Zweitliga-Punkte. Ausgerechnet in Bielefeld. Die Arminen hatten nur eines der letzten 18 Pflichtspiele verloren – das Pokal-Finale gegen Stuttgart (2:4). In der Schüco Arena gab’s zuletzt 13 Spiele lang keinen Gästesieg. Und Dynamo? Pfeift darauf. Trotz drei Pleiten (Liga und Pokal) im Gepäck legen die Dresdner stark los – und lassen trotz aller Nackenschläge bis zum Abpfiff nicht locker. Was für ein packendes Spiel auf der Bielefelder Alm: Dynamo Dresden verspielt erst die Führung, profitiert dann von einer Roten Karte und macht mit einem Fallrückzieher in der Nachspielzeit den ersten Saisonsieg perfekt.

Dabei war alles angerichtet für die nächste Party auf der Alm. Zwei Siege zum Auftakt in der 2. Liga, Pokalerfolg gegen Werder Bremen (1:0) – und dann stand plötzlich einer der großen Helden der vergangenen Aufstiegs- und Pokalfinal-Saison vor der Kurve und präsentierte sich als Neuzugang. Die Stimmung in Bielefeld kochte vor dem Anpfiff gegen Dresden auf, weil der Verein die Verpflichtung von Marius Wörl (spielte noch nicht mit) offiziell machte, den Hannover 96 im Sommer zunächst mit einer Rückkaufoption geholt hatte.

Dynamos Hauptmann trifft bei seinem Jubiläum

Dynamo Dresdens Coach Thomas Stamm vertraute der Elf, die sich gegen den FSV Mainz im DFB-Pokal teuer verkauft hatte. Auch auf Seiten von Arminia Bielefeld spielte fast die komplette Pokalelf, nur Leo Oppermann rückte ins Tor für den gesperrten Jonas Kersken. Diese Atmosphäre übertrug sich in der Anfangsphase allerdings nicht. Es war nicht offensichtlich, dass ein perfekt gestartetes Team auf ein punktloses traf, es war sehr zäh und kämpferisch, Höhepunkte gab es nicht, abgesehen von der Lautstärke von den Tribünen. Und dann jubelte ganz plötzlich Dynamo. Tim Handwerker leistete sich einen Fehler, nach dem die DSC-Defensive in ein Chaos verfiel, das Hauptmann in seinem 100. Zweitligaspiel zur Führung nutzte (21.).

Immerhin führte dieser Moment aber dazu, dass die Mannschaft von Trainer Mitch Kniat aktiver und selbst gefährlich wurde. Grodowski hatte die erste gute Gelegenheit für Bielefeld, Dresdens Torhüter Tim Schreiber wehrte den Schuss aus spitzem Winkel allerdings stark ab (26.). Später scheiterte Arminias Stürmer per Kopf, verfehlte das gegnerische Tor knapp (39.). Die Halbzeitführung für die Gäste war dennoch nicht unverdient.

Wilde zweite Halbzeit – Bielefeld gleicht aus

Mit zwei frischen Leuten und deutlich mehr Dampf kam Bielefeld aus der Kabine. Dynamo wurde nun immer weiter in die Defensive gedrängt, die durchaus vorhandenen Konterchancen wurden zudem nicht gut ausgespielt. So kam es in der 57. Minute zum verdienten Ausgleich. Nach einer weiten Eingabe von rechts stand Grodowski am langen Pfosten perfekt und nagelte den Ball aus acht Metern in die Maschen. Dresdens Coach brachte mit Stefan Kutschke, Tony Menzel und Aljaz Casar drei neue Leute. Und die Sachsen kamen zu guten Gelegenheiten. Dominik Kopther und Vinko Sapina vergaben.

Unverständnis und Verwirrung rund um Bielefeld-Platzverweis

Es gelang Dynamo allerdings, dieses Bemühen weitgehend vom eigenen Tor fernzuhalten und mit eigenen Tempoangriffen selbst genügend Gefahr auszustrahlen, um Bielefeld das Gefühl zu vermitteln, nicht voll ins Risiko gehen zu können. Und einer dieser Angriffe endete nicht im Tor, aber zu einem klaren Vorteil für Dresden. Nach einem Foul von Lannert am eigenen Strafraum gab es nämlich nicht nur Freistoß, sondern auch Rot wegen einer vermeintlichen Notbremse (74.). Eine äußerst strittige Entscheidung von Schiedsrichter Tom Bauer, der diese auch nach Ansicht der Videobilder aufrechterhielt. Angeblich sei eine klare Torchance verhindert worden, dabei war Lannert weder letzter Mann noch war die Gelegenheit so groß, dass der gefoulte Kutschke ziemlich sicher beim Abschluss ein Tor erzielt hätte. Zudem deutete die Gestik von Bauer nach dem Blick auf den Bildschirm erst darauf, dass Lannert doch weiterspielen dürfe – die Verwirrung war perfekt.

Dresdens Kutschke trifft, aber jubelt umsonst

Bielefeld bekam aber trotzdem noch den Matchball, den Marvin Mehlem aber vergab. Nach einem Konter stand der Mittelfeldspieler frei vor dem Tor, verfehlte es aber deutlich (82.). Und stattdessen schlug Dresden im Gegenzug zu – durch Kutschke, der kurz zuvor den Platzverweis herausgeholt hatte. In bester Mittelstürmer-Manier streichelte der 36 Jahre alte Routinier den Ball ins Tor – aber der Treffer zählte nicht, weil Tony Menzel nach dem Schuss im Abseits stand (83.). Doch auch diese Entscheidung war nicht für jeden ersichtlich, denn eine Berührung des Balles war von Menzel nicht unbedingt zu erkennen.

Dynamos Herrmann trifft auf unglaubliche Art und Weise

Es sah schon alles danach aus, dass beide Teams nach dem Abpfiff über die Punkteteilung hadern würden – doch dann kam der große Auftritt von Herrmann. Eine Flanke von rechts nahm der Dynamo-Profi direkt mit einem artistischen Fallrückzieher aus der Luft und der Ball landete unhaltbar im langen Eck. Es war ein unglaubliches Tor, zu einem unglaublichen Zeitpunkt (90.+10), das zudem unglaublich wichtig war für die bisher punktlosen Dresdner.

„Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, in der zweiten Halbzeit haben wir dann wieder unser normales Gesicht gezeigt. Die Rote Karte lässt das Spiel dann meiner Meinung nach in die falsche Richtung kippen“, sagte Kniat im Sportschau-Interview. „Ich kenne es nur so, dass es eine Fehlentscheidung ist, wenn der Videoassistent eingreift und er dann rausgeht, sich das anschaut und das revidiert – deswegen war ich auch ganz entspannt. Der Schiedsrichter war aber anderer Meinung – ich glaube, als Einziger.“

Diesen Erfolg will das Team von Trainer Thomas Stamm am vierten Spieltag nächsten Sonntag gegen Schalke 04 (13.30 Uhr) wiederholen, während Arminia einen Tag vorher bei Eintracht Braunschweig (13 Uhr) in die Erfolgsspur zurückwill.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 3
| SchücoArena | 24.Aug..2025-13:30
Arminia Bielefeld
S N S S S
1 : 2
Endstand
Dynamo Dresden
N S N N N
Joel Grodowski
57'
Niklas Hauptmann
21'
Luca Herrmann
90'+10'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
2'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
10'
Tore
90'
+10
Tor

Meistertitel verpasst, aber 3:0 Heimsieg gegen U’haching

Heimsieg

Heimsieg, Aufstieg und Vize-Meister

Die SG Dynamo Dresden gab auch im letzten Saisonspiel eine gute Figur ab und gewann mit 3:0 gegen die SpVgg Unterhaching. An der Favoritenstellung ließ Dresden keine Zweifel aufkommen und trug gegen Unterhaching einen Sieg davon. Partout keine Probleme hatte Dynamo im Hinspiel gehabt, als man einen 3:0-Sieg holte.

Dynamo Dresden hat die Drittliga-Saison 2024/25 als Vizemeister abgeschlossen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm, die schon seit einer Woche als Zweitliga-Aufsteiger feststand, gewann ihr letztes Spiel vor 30.646 Zuschauern gegen die SpVgg Unterhaching nach einer mäßigen ersten Halbzeit am Ende noch klar und deutlich mit 3:0 (0:0). Das reichte aber nicht, um noch an Arminia Bielefeld vorbeizuziehen, denn auch die Ostwestfalen gewannen ihr letztes Spiel.

Dynamo mit drei Änderungen in der Startelf

Die Schwarz-Gelben liefen zum Saison-Finale mit drei Änderungen gegenüber der Startelf vom 0:1 in Mannheim auf. Für die noch im Benz-Stadion aufgebotenen Vinko Sapina, Dominik Kother und David Kubatta durften gegen die Hachinger Aljaz Casar, Mika Baur und der zuletzt gelbgesperrte Lars Bünning ran. Dynamo riss die Initiative auch sofort an sich, marschierte auf das Tor von Gästekeeper Kai Eisele, doch den Gastgebern fehlte die Präzision im letzten Drittel. Klare Chancen konnte sich die Mannschaft nicht herausspielen – auch weil der Absteiger aus der Münchner Vorstadt sehr defensiv ausgerichtet war, sich zum Abschied aus der Liga nicht abschlachten lassen wollte.

Weil die Dresdner nicht die erhoffte Torgefahr entfalten konnten, wurden die Oberbayern langsam mutiger und wagten sich bei Kontern in die gegnerische Hälfte. Und kurz vor der Halbzeitpause bekamen die Hachinger auch noch zwei hochkarätige Chancen. Als Dynamos Abwehr den Ball einmal nicht aus dem eigenen Strafraum bekam, konnte Robin Littig abziehen, schoss aber über das Tor von Tim Schreiber (43.). Noch knapper entgingen die Schwarz-Gelben einem Rückstand, als Lenn Jastremski bei einer ähnlichen Situation den Ball an die Latte donnerte (45.). Der Unparteiische setzte mit dem Halbzeitpfiff dem torlosen Treiben auf dem Feld vorläufig ein Ende.

Dresden dreht auf

Um noch Chancen auf den Meistertitel zu haben, mussten die Tabellenzweiten aus Sachsen in der zweiten Hälfte eine Schippe drauflegen. Jakob Lemmer war in der 55. Minute schon nah am Torerfolg. Er hatte aus spitzem Winkel abgezogen, um den Ball ins lange Eck zu legen, doch Keeper Kai Eisele verhinderte den Einschlag. In der 61. Minute war das Leder dann im Kasten der Hachinger. Mika Bauer schickte mit dem Treffer zum 1:0 ein Empfehlungsschreiben für eine Vertragsverlängerung an die Verantwortlichen. Es war das erste Saisontor für den Leihspieler vom SC Paderborn. Stamm wechselte ihn und Lukas Boeder nach dem Tor aus, brachte Tony Menzel und Jonas Oehmichen. Nur vier Minuten später erhöhte dann Lemmer mit einem Sahnetor auf 2:0. Mit dem rechten Fuß baute Jakob Lemmer den Vorsprung von Dresden in der 65. Minute aus.

Die Gastgeber waren nun heiß auf mehr. Christoph Daferner, der nach einer Leihe fest vom 1. FC Nürnberg nach Sachsen wechselt, knallte das Spielgerät an den rechten Pfosten. Das 3:0 machte dann kurz darauf Claudio Kammerknecht perfekt.

Trotz Sieg konnten die Dresdner in der Tabelle nicht mehr an Bielefeld vorbeiziehen und sind Vizemeister. Die Saison von Dresden war insgesamt von Erfolg gekrönt. Dynamo hat mit dem zweiten Tabellenplatz den Aufstieg perfekt gemacht. Mit einem sehr guten Torverhältnis von 71:40 geht für die SG Dynamo Dresden eine erfolgreiche Saison zu Ende. Sowohl offensiv als auch defensiv wusste man zu überzeugen. Für Dresden lief in dieser Spielzeit nahezu alles nach Plan, wie die Statistik von 20 Siegen, zehn Remis und nur acht Pleiten eindrucksvoll aufzeigt. Dynamo zeigte bis zum Saisonabschluss eine solide Leistung und holte zehn Punkte aus den letzten fünf Spielen.

Mit 72 Gegentreffern stellte die SpVgg Unterhaching die schlechteste Defensive der Liga. Unterhaching absolvierte eine dürftige Spielzeit, an deren Ende der Abstieg steht. Der Offensive von Haching mangelte in dieser Spielzeit an Durchschlagskraft. Lediglich 40 Tore stehen für die SpVgg Unterhaching zu Buche. Die Saisonausbeute von Unterhaching ist mager: Die Bilanz setzt sich aus vier Erfolgen, 13 Remis und 21 Pleiten zusammen. Unterhaching verabschiedet sich damit in die Regionalliga.

Der Titel des Torschützenkönigs ging auch nicht an Christoph Daferner, denn sein Wiesbadener Kontrahent Fatih Kaya traf im letzten Spiel und sicherte sich mit 19 Toren die Kanone des besten Schützen.

3. Liga 2024-2025 | Spieltag 38
| Rudolf Harbig Stadion | 17.Mai.2025-13:30
Dynamo Dresden
N S S U N
3 : 0
Endstand
SpVgg Unterhaching
N U U N N
Mika Baur
61'
Jakob Lemmer
65'
Claudio Kammerknecht
68'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
2'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
1'
Tore
Tor
Mika Baur (Vorlage von: Sascha Risch)
61'
Tor
65'