Meister 3.Liga

Dynamo siegt gegen Wehen Wiesbaden und ist 3-Liga Meister

Knapper Sieg reicht Dynamo Dresden zum Meister-Titel

Der Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden verliert gegen Meister Dynamo Dresden, die bereits vor der Partie als Aufsteiger feststanden, 0:1 (0:1).
Dynamo’s Pascal Sohm (21.) erzielte das Tor des Tages nach einer Ecke, während der SVWW vor dem gegnerischen Tor zu harmlos blieb und immer wieder den letzten oder vorletzten Pass nicht anbrachte. So konnten die nie aufsteckenden Hessen das äußerst stabile Dresdner Defensivbollwerk letztlich nicht knacken.

Pascal Sohm machte Dynamo Dresden somit in Hessen zum Titelträger der 3. Liga. Getrübt wurden die Feiern von der schweren Knieverletzung von Ransford Königsdörffer. Alle nicht zum Spieltagskader gehörenden Spieler saßen auf der Tribüne, außer Marco Hartmann, er hatte Kinderdienst. Tim Knipping fehlte in Wiesbaden aus privaten Gründen. Dafür rückte Paul Will in die Abwehrzentrale und agierte, als hätte er noch nie woanders gespielt. Das war souverän.Das war im Grunde der gesamte Auftritt der diesmal in Gelb und Weiß spielendenden Dresdner. Die machten mit ihrer Aggressivität schnell klar, dass die Luft nach dem Aufstieg noch nicht raus war.Dynamo wollte mindestens mit einem Remis die Meisterschaft in Liga drei sichern. Beide Mannschaften waren dementsprechend noch voll im Wettkampfmodus und es entwickelte sich zu Beginn eine intensive Partie, in der Panagiotis Vlachodimos (10./direkter Freistoß) und Jonathan Meier (12.) erste Chancen für die Dresdner hatten. Ehe der Aufsteiger und kommende Zweitligist nach einer Ecke zuschlug, am Ende war es wohl Sohm, der seinen Fuß reinstellte und den Ball ins SVWW-Tor lenkte – Dresden führte 1:0 (21.).

Auch in der Folge hatte Dynamo in Hessen alles im Griff, hätte gut und gern höher führen können. Nach einer Meier-Flanke sprang Jakov Medic (26.) der Ball im Strafraum an die ausgestreckte Hand. Schiri Patrick Hanslbauer pfiff nicht.

Boss verhindert gedankenschnell das 0:2

Und dann hätten sich die Wiesbadener das Ei fast selbst ins Netz gelegt. Florian Carstens (39.) Rückgabe von der Strafraumgrenze auf seinen Keeper Tim Boss ging an diesem vorbei und trudelte gemächlich an den Innenpfosten, Boss schlug den Ball von der Linie. Durch einen missglückten Rückpass wäre Florian Carstens beinahe ein kurioses Eigentor unterlaufen, doch der Ball trudelte an den Pfosten und der gedankenschnelle Keeper Tim Boss klärte – es blieb beim verdienten 0:1 zur Pause.

Die Aufgabe für den SVWW in Halbzeit zwei: Mehr Torgefahr entwickeln. Meier, Sohm und Christoph Daferner blieben in der Kabine. Sechs Minuten später muss Trainer Alexander Schmidt zwangsläufig wechseln: Ransford Königsdörffer blieb im Rasen hängen, wurde mit der Trage weggebracht. Das riecht leider nach einer schwereren Verletzung im rechten Knie. Bitter! Für ihn kam „Agy“ Diawusie.
Kapitän Johannes Wurtz (49.) rutschte an einer Hereingabe zunächst knapp vorbei, die Angriffe des SVWW – der durch Gianluca Korte (60.) beste Chance hatte – wurden etwas zielstrebiger. Doch auch der Versuch von Phillip Tietz (71.) wurde geblockt. Dresden ließ aber keine Großchancen zu. Der Aufsteiger arbeitete sich aber wieder rein und zog das Geschehen wieder an sich. Eine gute Gelegenheit zum 2:0 hatte Löwe (64.), dessen Direktabnahme aus 13 Metern zischte knapp drüber.

In den letzten Minuten rückte Wiesbaden noch einmal an, doch die Schmidt-Serie hielt. Seit er im Amt ist, kassierte Dynamo kein Gegentor mehr.

Dynamo Dresden durfte nach dem Spiel den Pokal zur Drittligameisterschaft in Emfpang nehmen und den verdienten Aufstieg feiern.

Die weiteren Entscheidungen am letzten Spieltag

Neben Dresden ist Hansa Rostock direkt aufgestiegen, der FC Ingolstadt zieht erneut in die Aufstiegsrelegation ein – dem TSV 1860 München bleibt nur Platz vier. Derweil müssen Unterhaching, Lübeck, Bayern II und Meppen den bitteren Gang in die Regionalliga antreten.
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Dynamo News

Dynamo gegen Türkgücü auf Sonntag wegen „Querdenker“ verlegt

Dynamo Dresden muss sein möglicherweise entscheidendes Spiel im Kampf um den Aufstieg wohl um einen Tag verschieben

Die Dresdner Polizei sprach sich am Dienstag für eine Verlegung der Partie gegen Türkgücü München von Samstag auf Sonntag aus. Hintergrund ist der für Samstag vermutete Aufenthalt mehrerer „Querdenker“ in der Stadt.

Eine Verlegung sei „die einzige geeignete, erforderliche und verhältnismäßige Maßnahme, um eine die Infektionsgefahr katalysierende Verbindung zwischen der Fanszene der SG Dynamo Dresden und den Anhängern der Querdenken-Bewegung zu unterbinden“, teilte die Polizei mit. Ein „milderes Mittel“ stehe nicht zur Verfügung.

Querdenker werden trotz Verbot erwartet

Für Samstag hat die Initiative „Querdenken351“ mehrere Versammlungen angezeigt. Die Landeshauptstadt Dresden hat diese zwar verboten, dennoch werden zahlreiche Personen erwartet.

Sollte Dynamo gewinnen, wäre dem Klub der Aufstieg nicht mehr zu nehmen Für diesen Fall erwartet die Polizei eine spontane Aufstiegsfeier in der Stadt.

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Heimsieg

Dynamo siegt sich einen Schritt weiter Richtung 2. Liga

Dynamo Dresden nach Sieg gegen Viktoria Köln vor Zweitliga-Rückkehr

Bei Spitzenreiter und Aufstiegs-Favorit Dynamo Dresden gab’s für das Team von Coach Olaf Janßen (54) beim 0:2 nichts zu holen. Die Dresdner nutzten derweil die Patzer der Aufstiegs-Konkurrenz und bauten den Vorsprung auf den dritten Rang auf vier Zähler aus. Vor dem Anpfiff sorgte derweil ein unerwarteter „Stadiongast“ für Wirbel. Es war eine richtig kuriose Szene: Denn auf den Rängen des Dresdner Rudolf-Harbig-Stadions war vor dem Anpfiff ein Fuchs unterwegs!

Die SG Dynamo gewann das erste von drei Endspielen gegen Viktoria Köln mit 2:0, nach einer vor allem in der ersten Halbzeit aufstiegsreifen Leistung. Am kommenden Wochenende kann Dynamo mit einem Heimsieg gegen Türkgücü München bereits den Aufstieg perfekt machen. Mit 69 Punkten führt Dynamo das Klassement zwei Spieltage vor dem Ende souverän an.

Ransford Königsdörffer und Heinz Mörschel standen im Vergleich zu Verl-Spiel neu in der Startelf. „Er machte einen guten Eindruck und soll alles reinwerfen„, sagte Dynamo-Coach Alexander Schmidt vor dem Anpfiff bei Magenta Sport. Einen guten Eindruck machten die Gastgeber dann auch ab der ersten Minute. Agyemang Diawusie hatte früh die Führung auf dem Fuß. Doch nach einem starken Solo brachte er den Ball nicht an Keeper Sebastian Mielitz vorbei.

Heinz Mörschel (23) in der zehnten und Philipp Hosiner (31) per Foulelfmeter nach etwas mehr als einer halben Stunde (31.) schossen die Sachsen mit ihren Treffern zum Sieg.

Schon nach elf Minuten jubelten die Schwarz-Gelben: Mörschel spitzelte die Kugel aus 14 Metern ins rechte untere Eck, der Ball wurde noch einen Hauch abgefälscht. Und Dresden blieb dran, ließ die Viktoria – immerhin seit zehn Spielen ohne Niederlage – nicht einmal richtig gefährlich vor das Tor von Kevin Broll kommen. Nach 28 Minuten war der Tank bei Königsdörffer aber schon leer, es kam Panagiotis Vlachodimos. Und der holte nur zwei Minuten später den Elfmeter, als er das ausgestreckte Bein von Kai Klefisch dankend annahm. Philipp Hosiner verwandelte sicher ins rechte Eck zum 2:0.

Dynamo spart Energie – Köln hat wenig Ideen

Mit zwei frischen Leuten, Niklas Kreuzer und Luka Stor, startete Dynamo in die zweite Halbzeit. Die Marschroute war klar: Es mussten nach den kräftezehrenden Spielen zuletzt Kräfte gespart werden. Köln übernahm nun die Szenerie, Dynamo hielt den Laden hinten dicht, es gab am Ende nur zwei Schüsschen, die Broll vor keine Probleme stellten. Viktoria mühte sich bis vor den Strafraum, fand aber keine Lösungen gegen den nun dichten Riegel der SGD.

Im vierten Spiel holte er den dritten Sieg, dabei haben die Dynamos unter Schmidt noch kein Gegentor kassiert. Der Spitzenreiter hat bei noch zwei ausstehenden Spieltagen nun beste Karten im Aufstiegsrennen, schon am kommenden Samstag (14 Uhr) kann im Heimspiel gegen Schmidts Ex-Verein Türkgücü München die Zweitliga-Rückkehr perfekt gemacht werden. „Ich freu mich drauf“, sagte der Dynamo-Coach.

Die Kölner die den Klassenerhalt längst gesichert haben, bleiben in der Drittliga-Tabelle im gesicherten Mittelfeld auf Rang neun.

Und die Verforger?

Verfolger Hansa Rostock kam gegen den FSV Zwickau über eine Nullnummer nicht hinaus und weist jetzt zwei Punkte Rückstand auf Dresden auf. Dritter ist 1860 München mit 65 Punkten nach dem 1:1 (0:1) beim SV Wehen Wiesbaden. Rang vier belegt der FC Ingolstadt nach dem 0:0 gegen den 1. FC Saarbrücken.

Die Schanzer (65) haben ebenfalls vier Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter. Heinz Mörschel (11.) und Philipp Hosiner (31., Foulelfmeter) trafen für Dresden gegen Viktoria. Johannes Wurtz (32.) traf für den SVWW gegen die Münchner Löwen zum 1:0, Phillipp Steinhart (80.) glich für die Gäste aus. Zwickaus Davy Frick (85.) sah die Gelb-Rote in Rostock.

Stimmen zum Spiel

Olaf Janßen (Köln): „Es war schön, wieder nach Dresden zu kommen. 30.000 haben aber gefehlt. Ich war gerne hier. Es war ein anderes Spiel als sonst. Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen, dass ich mir das anders vorgestellt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns Halbchancen erspielt. Das waren wir in der ersten nicht, haben da verdient die Tore bekommen. Wenn man nicht mit der Einstellung reingeht, wird man bestraft. Ich gönne dem Verein, der Stadt und den Fans den Aufstieg.“

Alexander Schmidt (Dresden): „Die Mannschaft ist sehr willig. Sie geben jeden Blutstropfen. Königsdörffer hat angezeigt, dass nichts mehr geht. Bei der Spielweise, die wir an den Tag gelegt haben, kann ich nicht lange warten und muss einen Frischen bringen. Ich schaue nur auf meine Mannschaft. Wir haben es in der Hand. Wir haben die Ergebnisse und die Tabelle gesehen, das pusht uns noch mehr. Jeder weiß, was hier los ist, wenn wir aufsteigen. Der Druck ist automatisch da. Man muss es drehen, nur auf das nächste Spiel schauen.“

Niklas Kreuzer: „Wir haben am Wochenende eine große Chance, das muss jedem bewusst sein. Da mache ich mir keine Sorgen, wenn wir die Mentalität an den Tag legen wie heute. Vor dem Spiel hat der Trainerstab ein Video gezeigt, als wir nach Magdeburg nach Hause gefahren sind, Dresden unter Feuer stand. Ich habe jedem der Jungs erzählt, was los ist, wenn du das erreichst. Nach dem Sieg heute vor ausverkauftem Haus, das will sich keiner vorstellen, was da los gewesen wäre. Der Druck hier in Dresden ist sehr hoch. Da kann man auch mal eine Träne verdrücken.“

Rudolf Harbig Stadion 08.Mai.2021 14:00
Dynamo Dresden
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Viktoria Köln
08.Mai.2021 14:00
Rudolf Harbig Stadion
SGD
2
0
VKÖ
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Dynamo News

Vierkampf in der 3. Liga zum Endspurt um den Aufstieg

Bekommt die 2. Liga in der nächsten Saison einen Traditions-Schub?

Während Schalke bereits als Bundesliga-Absteiger feststeht, werden auch aus der 3. Liga namhafte Traditionsklubs hochkommen. Mindestens einer, aber drei könnten es werden.

Aktuell führt drei Spieltage vor Ende Dynamo Dresden die Tabelle punktgleich mit Hansa Rostock (beide 66 Punkte) an. Auf Platz drei lauert zudem 1860 München (64) auf Ausrutscher des FC Ingolstadt (ebenfalls 64).

Und die Chancen der Münchner Löwen stehen nicht schlecht, schließlich hat der FCI das heftigste Restprogramm mit direkten Duellen gegen 1860 am letzten Spieltag.

Dynamo Dresden

Nach vier Spielen in Folge ohne Sieg (3 Pleiten, ein Remis) war die Tabellenführung plötzlich futsch – und Trainer Markus Kauczinski seinen Job los. Nachfolger Alex Schmidt änderte sofort das System, ließ hoch anlaufen, satt hinten abzuwarten. Prompt kam in den Nachholern gegen Duisburg (1:0) und Uerdingen (2:0) der Erfolg zurück, danach gegen Verl ein 0:0, geht Dynamo wieder als Tabellenführer in die letzten dre Spiele.

Vorteil Dynamo: Sie sind unter Schmidt nicht mehr ausrechenbar, spielen offensiv verschiedene Taktiken. Sie haben es selbst in der Hand, sind Stand jetzt nicht von Patzern der Konkurrenz abhängig. Und haben dazu mit Köln, Türkgücü und Wehen das vermeintlich leichteste Restprogramm. Alles Teams, für die es quasi um nichts mehr geht. Prognose: Dynamo marschiert als Erster oder Zweiter auf direktem Weg zurück in die 2. Liga!

Hansa Rostock

Typisch norddeutsch, bei Hansa trauen sie der ganzen Sache noch nicht so recht. Viel zu oft in den letzten Jahren machten sich die Hansa-Fans Hoffnungen – und wurden enttäuscht. Aber diesmal, nach neun Jahren Drittklassigkeit, scheint es wirklich so weit zu sein: Hansa Rostock hat beste Aufstiegschancen!

Mit einer herausragenden Rückrunde (nur eine Niederlage in 15 Spielen) arbeitete sich Hansa ganz oben ran – und blieb dort. Das Erfolgsrezept: Solide, ruhige Arbeit. Erstmals seit Frank Pagelsdorf (2005 bis 2008) bleibt ein Trainer länger als anderthalb Jahre im Amt, Jens Härtel (51) ist seit Januar 2019 dabei, hat kürzlich bis 2022 verlängert. Ihm vertrauen die Rostocker Bosse – weil er mit Magdeburg schon einmal den Sprung in die 2. Liga packte (2018).

Was für Rostock spricht: ein unglaubliches Selbstvertrauen. Fast immer, wenn Hansa in dieser Saison mit 1:0 in Führung ging, wurde gewonnen, nur gegen Wiesbaden gab es ein 1:1. Dazu die Last-Minute-Kraft! Hansa hat oft in der Nachspielzeit gewonnen (gegen Verl, Kaiserslautern, zuletzt 3:2 in Meppen) – eine Art Aufstiegs-Dusel.

Noch ein möglicher Trumpf: Nach dem Kracher gegen Konkurrent Ingolstadt (1:1) geht es nur noch gegen vermeintlich kleine Teams. Heimspiel gegen Zwickau, an den letzten beiden Spieltagen in Unterhaching und gegen Lübeck, die dann womöglich schon als Absteiger feststehen. Um es mit den Worten von Abräumer Jan Löhmannsröben (30) auszudrücken: „Wenn wir das Ding jetzt nicht ziehen, sind wir selber blöd.“

1860 München

Die Löwen schweigen weiter! Bei 1860 gilt das Motto: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Keiner spricht vom Aufstieg – und genau das macht die Löwen zuletzt so stark. Alle ziehen mit, halten sich eisern daran. Seit acht Spielen sind die Löwen ungeschlagen – auch Dank Sascha Mölders, der mit 36 Jahren jetzt schon 21 Mal getroffen hat. Der Ex-Bundesliga-Profi macht den Unterschied aus, reißt die ganze Mannschaft mit.

Die Löwen agieren mit Herz, Hunger und Humor. Herz, weil sie bis zur letzten Sekunde kämpfen und endlich auch enge Spiele gewinnen. Hunger, weil sie die meisten Tore schießen. Trifft Mölders mal nicht, bereitet er eben vor. Humor, weil Trainer Michael Köllner es vormacht: Seit der 0:1-Pleite gegen Duisburg rasiert er sich nicht mehr. „Damals war ich so sauer, dass ich nicht mal mehr Bock hat zum Rasierer zu greifen. Der Bart wächst und wächst, meine Frau leidet“, sagt er. Ob es am Ende ein Aufstiegsbart wird? Das Restprogramm hat es in sich, die zwei Derbys gegen FC Bayern II und am letzten Spieltag in Ingolstadt werden über den Aufstieg entscheiden. Aber Aufstiegsrelegation können die Löwen. Das haben sie nach dem Absturz in die Regionalliga 2018 gezeigt.

FC Ingolstadt/Nicolas Linner

Der FC Ingolstadt ist nach Hansa Rostock zwar das beste Rückrundenteam der 3. Liga., doch im direkten Topduell gegen die Kogge (1:1) , war’s das wohl mit dem direkten Aufstieg. Zu heftig war die jüngste Ergebnis-Delle samt Rumpelfußball (nur sechs Punkte aus fünf Spielen) und zu leicht ist das Restprogramm von Dynamo und Hansa.

Ohne Sieg wackelt sogar das Minimalziel 3. Platz, der schon bei einem Remis an 1860 verloren gehen könnte. Die letzte Hoffnung in diesem Fall ist das direkte Duell mit den Löwen am 38. Spieltag – als beste Heimmannschaft der Liga könnte der FCI dann zu Hause einen missratenen Endspurt wettmachen und wenigstens die Relegation zurückerobern.

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Sebastian Mai fällt bis Ende der Saison verletzt aus

Das ist ganz bitter!

Dynamo muss im Aufstiegs-Endspurt ausgerechnet auf Sebastian Mai (27) verzichten. Der Kapitän hat sich am Innenband des linken Knies verletzt.

Mai zog sich die Verletzung beim Spiel gegen den KFC Uerdingen (2:0) zu, konnte deshalb schon am Dienstag gegen Verl (0:0) nicht mehr mitspielen. Er sah die Partie von der Tribüne aus, humpelte an Krücken ins Stadion.

Nach der Ankunft in Dresden ging´s sofort in die Klinik. Dort ergab die MRT-Untersuchung die traurige Diagnose.

Leider kann ich der Mannschaft aufgrund meiner Verletzung vorerst nicht mehr auf dem Platz helfen. Ich werde die Jungs aber neben dem Feld mit vollem Einsatz weiter unterstützen, damit wir unser gemeinsames Ziel erreichen“, erklärte Sebastian Mai.

Ironie des Schicksals: Schon im Dezember erlitt Mai eine ähnliche Verletzung – im Hinspiel gegen Uerdingen! Damals traf es damals das rechte Knie.

Sportchef Ralf Becker: Der Ausfall von Basti ist in der Endphase der Saison natürlich umso bitterer, denn sowohl auf als auch neben dem Platz ist er als Kapitän ein wichtiger Spieler für unser Team. Wir wünschen ihm einen optimalen Heilungsverlauf. Einmal mehr ist nun das gesamte Team gefordert, sein Fehlen aufzufangen.

Sebastian Mai stand in der laufenden Saison 25 Mal in der 3. Liga auf dem Platz und erzielte dabei ein Tor. Zudem war Dynamos Mannschaftskapitän auch Teil der Mannschaft, die den Hamburger SV in der 1. Runde des DFB-Pokals bezwingen konnte. Mai erzielte dabei per Elfmeter den 4:1-Endstand für die SGD.

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Kevin Broll

SC Verl mit starkem Auftritt gegen Dynamo Dresden

Der SC Verl hat Dynamo Dresden am Dienstagabend mit einem starken Auftritt einen Dämpfer im Kampf um den Aufstieg verpasst

Trotz einer ganzen Reihe hochkarätiger Chancen mussten sich die Verler allerdings mit einem torlosen Remis begnügen.

Die Verler begannen druckvoll. Mit Kasim Rabihic (14 Vorlagen/5. Gelbe Karte), Aygün Yildirim (14 Tore/verletzt) und dem besten Scorer Zlatko Janic (14 Tore/8 Vorlagen), der erstmal auf der Ersatzbank saß, fehlten wichtige Offensivspieler. Doch den Vorwärtsgang fand Verl auch ohne sie.

Corboz mit erstem Ausrufezeichen

Das erste Ausrufezeichen setzte Mael Corboz bereits in der ersten Spielminute. Dynamo-Keeper Kevin Broll konnte seinen Schuss nur nach vorne abprallen lassen, hatte aber Glück, dass er nicht vor Verler Füßen landete.

In der Defensive waren die Verler ebenfalls hellwach. Als Panagiotis Vlachodimos an der Strafraumgrenze zum Schlenzer ansetzte, jagte ihn Daniel Mikic den Ball mit einer sauberen Grätsche ab, und SC-Keeper Robin Brüseke entschärfte die Situation endgültig (6. Minute).

Eilers verpasst Verler Führung aus kurzer Distanz

Nachdem Justin Eilers bereits mit einem noch harmlosen Schuss auf sich aufmerksam gemacht hatte (8.), hätte er zehn Minuten später die Führung erzielen müssen. Nach einer Flanke von Mehmet Kurt kam er im Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball, traf aber nur Brolls linken Arm, von wo dieser gegen die Latte klatschte.

In der 36. Minute gab es mal einen der wenigen Dynamo-Lichtblicke. Nach schöner Vorarbeit von Agyemang Diawusie setzte Christoph Daferner den Ball neben Brüsekes Tor.

Dynamo-Keeper rettet Remis in die Pause

Spätestens in der 42. Minute war klar, dass Dresden mit dem 0:0 zur Pause gut bedient war. Kurt passte auf Corboz am Strafraum, wo sich dieser sich Richtung Tor drehte und abzog. Seinen abgefälschten Schuss konnte Broll über die Latte lenken. Und bei der folgenden Ecke war er erneut zur Stelle, als Kevin Ehlers sie um ein Haar mit der Hacke ins eigene Tor gelenkt hätte.

Nach dem Seitenwechwel hatte Philipp Sander die ersten guten Chancen für Verl. erst verfehlte er das Tor knapp (53.), dann scheiterte er aus spitzem Winkel an Broll (61.).

Starker Auftritt der Verler wird nicht belohnt

Fünf Minuten später verpasste erneut Corboz die Führung. Von Berkan Taz im Strafraum angespielt, zog er nach kurzer Ballannahme sofort ab und jagte den Ball übers Toreck. Dynamo durfte sich im Kampf um den Aufstieg eigentlich keinen Ausrutscher leisten, aber der Aufsteiger aus Verl, der den Klassenerhalt bereits sicher hat, musste sich ärgern, nicht längst zu führen.

In der Schlussphase warf Verl noch Janjic ins Rennen – auch das ohne Erfolg. In der 90. Minute zog Linksverteidiger Lars Ritzka zwar noch einmal beherzt Richtung Dynamo-Tor, doch auch sein Schuss verfehlte das Ziel knapp. Letztlich durften sich die Gastgeber nicht über die drei Punkte freuen, die verdient gewesen wären, aber immerhin über einen sehr starken Auftritt gegen einen ganz heißen Aufstiegskandidaten.

 

SPORTCLUB Arena 04.Mai.2021 19:00
SC Verl
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Dynamo Dresden
04.Mai.2021 19:00
SPORTCLUB Arena
SCV
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SGD
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Heimsieg

Dynamo schlägt den MSV Duisburg mit 1:0 im Nachholspiel

Dynamo Dresden schlägt den MSV Duisburg und klettert auf Rang drei

Dynamo Dresden hat beim Debüt von Trainer Alexander Schmidt in die Erfolgsspur zurückgefunden. Die Sachsen bezwangen den MSV Duisburg nach zuvor vier Spielen ohne Sieg und Tor mit 1:0 (0:0). Christoph Daferner (77.) erlöste nach 435 torlosen Minuten die Mannschaft des zunächst bis Saisonende verpflichteten Schmidt.

Drei Tage nach der Beurlaubung von Markus Kauczinski kletterte Dynamo mit jetzt 62 Punkten auf Rang drei. Die Dresdner haben zudem ein Spiel weniger absolviert als Hansa Rostock (65) und der FC Ingolstadt (63), die aktuell die direkten Aufstiegsplätze belegen. Der MSV Duisburg, der zuvor sechs Spiele lang ungeschlagen war, bleibt mit 42 Punkten auf Rang 13.

Wunderdinge kann auch ein neuer Trainer nur selten bewirken. Auch Alexander Schmidt ist kein Zauberer. Der neue Coach von Dynamo Dresden hat es aber mit einer beherzten Ansprache, ein paar Umstellungen und mit einer Portion Glück geschafft, sein Team mental aufzurichten und zum ersten Dreier nach vier sieglosen Spielen zu führen. Gegen den MSV Duisburg gewann Dynamo mühevoll, aber nicht unverdient mit 1:0 (0:0). Christoph Daferner gelang das Tor des Tages in der 77. Minute, nachdem seine Mannschaft 515 Minuten ohne Treffer geblieben war. Dynamo kann bereits am Samstag im zweiten Nachholspiel beim KFC Uerdingen die Tabellenführung übernehmen.

Seine erste Bewährungsprobe ging Schmidt mit nur zwei personellen Änderungen in der Startelf an. Er wolle die Mannschaft nicht mit Neuerungen überfrachten, hatte der Augsburger vorab erklärt. So beließ er es dabei, den zuletzt gesperrten Kapitän Sebastian Mai wieder in die Viererkette einzubauen, aus der Niklas Kreuzer weichen musste. Vorn erhielt Philipp Hosiner den Vorzug vor Marvin Stefaniak, doch dem Österreicher hatte Schmidt einen neuen Job zugedacht. Der Eisenstädter spielte auf der Zehnerposition hinter dem Sturmduo Luka Stor/Christoph Daferner. Paul Will und Julius Kade agierten im Mittelfeld offensiver, Yannick Stark spielte allein auf der Sechserposition.

Dynamo übernimmt die Initiative

In neuem System begann Dynamo druckvoll, hatte aber Glück, nicht schon früh in Rückstand zu geraten. Nach einem Fehlpass von Torwart Kevin Broll kam Aziz Bouhaddouz (12.) frei zum Schuss, traf aber nur den Pfosten. Rund 20 Minuten später rette Dynamos Schlussmann jedoch mit einem sehenswerten Reflex nach einem Abpraller von Mitspieler Sebastian Mai. Ein Kopfballtor von des Dresdners Tim Knipping (22.) wurde wegen vermeintlichem Foulspiel von Schiedsrichter Asmir Osmanagic nicht anerkannt.

Pech für Dynamo, das wenig später aber Glück hatte, dass Broll ein Eigentor von Mai verhinderte (31.). Bouhaddouz senste dabei Mai um, doch dafür sah er nicht mal Gelb und Duisburg bekam einen Eckball (33.). Weitere fragwürdige Entscheidungen des Referees machten das Spiel kaputt, viel passierte bis zur Pause nicht mehr. Daferner hatte noch eine Chance, kam aber nicht richtig an den Ball, Weinkauf parierte (33.).

Daferner rettet den Abend

In der Pause reagierte Schmidt, nahm den taktisch überforderten Stor runter und brachte Agyemang Diawusie in die Partie. Dynamo hatte mehr vom Spiel, Will eine Schusschance, aber der Ball wurde noch von einem Duisburger zur Ecke abgefälscht (52.). Dann musste der Rotschopf runter, für ihn kam Kreuzer rein (53.). Es half nicht viel, vorn blieb Dynamo harmlos. Die Einwechslung von Panagiotis Vlachodimos (63./für Hosiner) war die Folge. Der Deutsch-Grieche hatte alsbald auch einen Konter, doch er verdaddelte den Ball im Strafraum anstatt zu schießen (64.). Da hatte der MSV mehr zu bieten: Bouhaddouz schoss nach einem Konter drüber (63.), Maximilian Jansen prüfte Broll nach einer Ecke per Kopf (67.), Vincent Vermeij schoss freistehend über das Tor (68.). Da hatten die Gastgeber Riesendusel.

Doch das Schöne am Fußball ist: Es kommt oft anders und zweitens, als man denkt. In der 77. Minute flankte Vlachodimos von der Eckfahne, Daferner verwandelte die Eingabe am kurzen Pfosten zum 1:0. Der Jubel war unbeschreiblich und fiel nach dem Abpfiff erst recht euphorisch aus. Dynamo überholte mit dem 19. Saisonsieg 1860 München und rückte auf Platz drei vor. Der Einstand von Alexander Schmidt ist geglückt, am Wochenende kann sein Team mit einem Sieg beim KFC Uerdingen sogar wieder Tabellenführer werden.

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Spieler Neuverpflichtung

Dynamo Dresden verpflichtet Alexander Schmidt als Chef-Trainer

Dynamo Dresden ist auf der Suche nach einem neuen Chef-Trainer schnell fündig geworden.

Nur einen Tag nach der Beurlaubung von Markus Kauczinski verpflichteten die Sachsen Alexander Schmidt. Der 52-Jährige übernimmt zunächst bis zum Ende der laufenden Saison und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021.

Alexander Schmidt hat sofort seine Bereitschaft signalisiert, als erfahrener Trainer gemeinsam mit uns unsere Ziele in den verbleibenden sechs Spielen anzugehen„, sagte Sport-Geschäftsführer Ralf Becker und ergänzte: „Er kennt die 3. Liga und steht für eine offensive Grundidee des Fußballs.

Der gebürtige Augsburger Schmidt arbeitete als Trainer schon für 1860 München und Jahn Regensburg, zuletzt war er bis Februar 2021 als Cheftrainer des Drittliga-Aufsteigers Türkgücü München tätig. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit harter Arbeit, positiver Energie und absoluter Leidenschaft am Ende der Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga erreichen können„, sagte Schmidt.

Unter Vorgänger Kauczinski war der achtmalige DDR-Meister auf Rang vier abgerutscht, die Klub-Verantwortlichen befürchteten, dass das Saisonziel Aufstieg außer Reichweite gerät. Kauczinski wurde am Sonntagmorgen beurlaubt.

Schmidt trat bereits am Montag seinen neuen Job mit einer ersten Trainingseinheit an. Am Mittwoch wartet mit dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg (19:00 Uhr) die erste Herausforderung auf den neuen Coach. Die bisherigen Co-Trainer Heiko Scholz und Ferydoon Zandi bleiben Dynamo unter Schmidt erhalten.

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2.liga-Entlassungen

Markus Kauczinski mit sofortiger Wirkung beurlaubt

Cheftrainer Markus Kauczinski muss den Trainerposten räumen

Die SG Dynamo Dresden hat Cheftrainer Markus Kauczinski mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Sportgeschäftsführer Ralf Becker informierte den 51-Jährigen am Sonntagmorgen in einem persönlichen Gespräch über die Entscheidung des Vereins.

Die beiden Co-Trainer Heiko Scholz und Ferydoon Zandi werden das Auslaufen sowie das Spielersatztraining der Drittliga-Profis am Sonntagmorgen um 11 Uhr in der AOK PLUS Walter-Fritzsch-Akademie leiten.

Um kurz nach 11 Uhr verließ Markus Kauczinski am Sonntagmorgen das Trainingsgelände am Messering 18 mit seinem Auto. Damit endet nach 16 Monaten und 15 Tagen die Amtszeit von Kauczinski als Cheftrainer der SG Dynamo Dresden.

Nach der 0:3-Heimniederlage am Samstag gegen den Halleschen FC ist die SGD – bei zwei Spielen weniger als die Konkurrenz – auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht. Becker: „Die Entwicklung zuletzt war nicht gut. Nach dem schwachen Auftritt in Unterhaching wollten wir das Heimspiel gegen Halle unbedingt gewinnen. Das war das Ziel von uns allen – gerade nach den letzten Partien. Leider haben wir das Spiel jedoch deutlich verloren.

In der kommenden Woche stehen dann zwei Nachholspiele auf dem Programm. Am Mittwoch empfangen die Schwarz-Gelben zunächst den MSV Duisburg im Rudolf-Harbig-Stadion, ehe es am Samstag nach Lotte geht, wo Dynamos Drittliga-Team auf den KFC Uerdingen trifft.

Es sind für uns jetzt noch sechs Spiele, in denen wir unbedingt unser Ziel, den Zweitliga-Aufstieg, erreichen wollen. Wir müssen so schnell wie möglich wieder Spiele gewinnen. Dafür werden wir jetzt noch mal alle Kräfte mobilisieren“, so Becker.

Markus Kauczinski hatte am 10. Dezember 2019 das Amt des Cheftrainers bei der SG Dynamo Dresden übernommen und einen Vertrag bis 30. Juni 2021 unterschrieben. In 51 Pflichtspielen unter seiner Verantwortung als SGD-Cheftrainer stehen 24 Siege, neun Unentschieden und 18 Niederlagen zu Buche.

Markus Kauczinski hat sich am Sonntag mit persönlichen Worten vom gesamten Drittliga-Team verabschiedet. Der 51-Jährige bedankte sich bei allen Spielern sowie dem Trainer- und Betreuerstab. Kauczinski wurde zuvor nach einem persönlichen Gespräch mit Sportgeschäftsführer Ralf Becker mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als Cheftrainer bei der SGD beurlaubt.

Es waren 16 sehr ereignisreiche Monate für mich als Dynamo-Cheftrainer. Eine verrückte und intensive Zeit, die ich in meinem Leben nicht missen möchte. Ich habe Dresden und Dynamo lieben gelernt. Ich wünsche der Mannschaft und dem gesamten Verein nur das Beste für die Zukunft“, sagte Dynamos ehemaliger Cheftrainer Markus Kauczinski zum Abschied.

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