SV Darmstadt 98

Land
Adresse
Nieder-Ramstädter Straße 170 - 64285 Darmstadt
Webseite
Gegründet
22.05.1898
Stadion
Club Foto
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Kadergröße
29
Vereinsfarben
blau-weiß
Mitglieder
8.000
aktueller Marktwert
32,80 Mio €
Legionäre
11
A-Nationalspieler
1
Social Media
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Fynn-Luca Lakenmacher
Sturm
- 10.Mai.2000
TSV 1860 München
10.Mai.2000
30.Jun.2024
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TSV 1860 München
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Luca Marseiler
Sturm
- 18.Feb.1997
Viktoria Köln
18.Feb.1997
30.Jun.2024
450 Tsd. €
Viktoria Köln
30.Jun.2024 450 Tsd. €
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Paul Will
Mittelfeld
- 01.Mrz.1999
Dynamo Dresden
01.Mrz.1999
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500 Tsd. €
Dynamo Dresden
01.Jul.2024 500 Tsd. €
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Aaron Seydel
Adrian Stanilewicz
André Leipold
Benjamin Goller
Braydon Manu
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Emir Karic
Ensar Arslan
Erich Berko
Fabian Holland
Fabian Schnellhardt
Frank Ronstadt
Jannik Müller
John Peter Sesay
Klaus Gjasula
Lasse Sobiech
Leon Müller
Luca Pfeiffer
Marcel Schuhen
Marvin Mehlem
Mathias Honsak
Matthias Bader
Morten Behrens
Nemanja Celic
Patric Pfeiffer
Philipp Sonn
Phillip Tietz
Steve Kroll
Thomas Isherwood
Till Streller
Tim Skarke
Tobias Kempe

Geburtstage
Jun 17
Jahre
27
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Matthias Bader
17.Jun.1997
D98 D98
-
Abwehr
Der Sportverein Darmstadt 1898 e. V. – kurz SV Darmstadt 98 – ist der bekannteste Sportverein in Darmstadt. Er wurde am 22. Mai 1898 gegründet und wird aufgrund der Lilie im Vereinslogo, dem das Darmstädter Stadtwappen als Vorbild diente, auch Die Lilien genannt.Bekannt wurde der SV Darmstadt 98 durch seine Fußballabteilung, die in den Spielzeiten 1977/78 und 1980/81 die Meisterschaft der 2. Bundesliga gewann. In der Saison 2023/24 tritt der Verein wieder in der Bundesliga an. Die Mannschaft trägt ihre Heimspiele im Stadion am Böllenfalltor aus. Mit 14.000 Mitgliedern zählt der Verein zu den 50 größten Sportvereinen Deutschlands.

Neben Fußball werden noch weitere Sportarten wie Tischtennis, Basketball, Futsal oder eSports angeboten.

Geschichte
1898–1919: Entstehung eines Darmstädter Sportvereins

Das mit dem 22. Mai 1898 notierte Gründungsdatum entspricht dem des FK Olympia 1898 Darmstadt, der von Professor Leopold Ensgraber, vier seiner fünf Söhnen Bernhard, Karl, Wilhelm und Ernst sowie acht anderen Schülern, hauptsächlich Gymnasiasten, die sich mit den Ensgrabern gelegentlich zum Fußballspielen auf dem Schlossgartenplatz trafen, gegründet wurde. Der Verein wurde jedoch nur von Magister, Oberlehrer am alten Realgymnasium sowie Privatlehrer der großherzoglichen Familie Leopold Ensgraber eingetragen, da keiner seiner Söhne volljährig war. Die Vereinsfarben des FKO waren Schwarz-Weiß, das Logo zierte ein schwarzes O und der Verein wies insgesamt eine akademische Prägung auf. Mit Bezugnahme auf seinen Vorgängerverein zählt der SV 98 zu den ältesten Vereinen in der deutschen Fußball-Landschaft und im Rhein-Main-Gebiet.

Anfangs spielte die Mannschaft auf dem Platz der heutigen Elisabethenkirche. 1901 untersagten die höheren Darmstädter Schulen ihren Schülern das als englisch angesehene Fußballspielen. Doch die Verbreitung dieses Sports war auch in Darmstadt nicht mehr aufzuhalten, sodass das Verbot bereits 1903 wieder fallen gelassen wurde. Nach dem Baubeginn der Elisabethenkirche zog die Mannschaft zunächst nach Arheilgen auf den Platz an der Täubcheshöhe. Später zogen die Olympianer nach Weiterstadt auf den dortigen Exerzierplatz an der Riedbahn. Danach ließ man sich auf dem „Exert“ in Darmstadt nieder, wo auch bereits andere Fußballvereine trainierten. Durch die Duelle mit anderen Mannschaften aus der Stadt gewann die Olympia 1905 gegen die international besetzte Mannschaft des Darmstadt Football Club 1897 mit 5:0. Der Verein galt in der Stadt viele Jahre als bester Verein. Kurz nach dem Spiel löste sich der Verein auf und mehrere Spieler schlossen sich der Olympia an. Überregional feierte man 1908 mit der Westkreismeisterschaft der B-Klasse den ersten Erfolg, unter anderem nach einem 14:1-Sieg gegen den amtierenden Saarmeister Völklingen 03. Bis 1913 spielten die „Olympier“ dann zwar in der obersten Spielklasse, konnten sich dort aber gegen die ambitionierteren Vereine aus Mannheim, Ludwigshafen und Kaiserslautern nicht durchsetzen; der fünfte Rang in der Spielzeit 1909/10 war die beste Platzierung. Das erste Match gegen einen internationalen Gegner fand im Jahr 1910 statt. Zu Gast in Darmstadt war der Pariser Meister Club Athlétique de Vitry. Das Spiel endete 5:0 für die Darmstädter Mannschaft.

Durch die Einberufung zahlreicher Spieler in die Armee während des Ersten Weltkriegs entstanden auch in Darmstadt Spielgemeinschaften, sogenannte Kriegsmannschaften. Als Folge der positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit der Darmstädter Vereine während des Krieges fusionierte der FK Olympia mit dem Stadtkonkurrenten SC Darmstadt 1905, der ein proletarisches Milieu ansproch und dessen Wappentier einen roten Löwen zeigte, am 11. November 1919 letztendlich auch offiziell. Mit jetzt 1.000 Mitgliedern größter Sportverein Darmstadts war der SV Darmstadt 1898 entstanden. Bei der Fusion entschied man sich, die Stadtfarben Blau-Weiß anzunehmen und ebenfalls die Lilie des Stadtwappens ins Logo zu übernehmen, um die Repräsentation der gesamten Stadt zu gewährleisten.

Der sportlichen Entwicklung Rechnung tragend, entstand in der Folge das Stadion am Böllenfalltor als neue Heimstatt des SV 98, wobei die Spiele zwischenzeitlich auch auf dem Gelände der Radrennbahn ausgetragen wurden.

Die komplette Geschichte bei Wiki

Erfolge
Süddeutscher Meister: 1973, 1978, 1981, 2011
Hessischer Meister: 1950, 1962, 1964, 1971, 1999, 2004, 2008
Hessenpokal-Sieger: 1966 (Amateure), 1999, 2001, 2006, 2007, 2008, 2013
Meister der 2. Bundesliga: 1978, 1981
Aufstieg in die Bundesliga: 1978, 1981, 2015, 2023
Aufstieg in die 2. Bundesliga: 1974, 2014
Aufstieg in die 3. Liga: 2011DFB-Pokal

Der größte Erfolg in diesem Wettbewerb, der Einzug ins Viertelfinale, datiert aus der Saison 1986/87. Die Lilien schafften es zuletzt in der Saison 2022/23 ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Den höchsten Sieg erzielten die Lilien 1980 beim 10:0 gegen die Amateure des FSV Hemmersdorf. Dreimal mussten sich die Lilien mit fünf Toren Unterschied geschlagen geben, davon zweimal bei Werder Bremen (jeweils 0:5) und zuletzt 1988/89 in Köln beim 1. FC (1:6). Eine Entscheidung im Elfmeterschießen gab es dreimal in der Pokalgeschichte. 2001/02 wurde der Bundesligist SC Freiburg am Böllenfalltor mit 6:4 besiegt, ein weiterer Sieg folgte in der Saison 2013/14 ebenfalls gegen einen Bundesligisten: Mit einem 5:4 wurde Borussia Mönchengladbach geschlagen. Das Spiel der 2. Runde gegen FC Schalke 04 (1:3) wurde live in der ARD zur Hauptsendezeit ausgestrahlt. In der 2. Runde des DFB-Pokals 2022/23 traf man erneut am Böllenfalltor auf Borussia Mönchengladbach. Der 2:1-Heimsieg wurde live in der ARD zur Hauptsendezeit übertragen.

Vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga mussten sich die Lilien über den Hessenpokal für den DFB-Pokal qualifizieren. Für den Hessenpokal war der SV 98 als Drittligist automatisch qualifiziert, zu Ober- und Regionalligazeiten musste sich der Verein zunächst mit dem Sieg im Regionalpokal (ehemals Bezirkspokal) für den Hessenpokal qualifizieren. Doch um am Regionalpokal teilnehmen zu können, war wiederum der Sieg im Kreispokal der Vorsaison nötig. Bis auf eine Ausnahme schafften es die 98er immer, sich für den Hessenpokal zu qualifizieren; am 20. April 2010 unterlag man unter Živojin Juškić als Regionalligist dem Gruppenligisten Germania Pfungstadt im Halbfinale des Kreispokals mit 5:6 nach Elfmeterschießen. Mit diesem Ausscheiden im Kreispokal 2009/10 war keine Teilnahme am Regionalpokal 2010/11 möglich, damit auch der Hessenpokal 2010/11 verbaut und die Teilnahme am DFB-Pokal 2011/12 ausgeschlossen. In der Saison 2022/23 erreichte der Verein nach Spielen gegen Drittligist FC Ingolstadt 04 (3:0) und Erstligist Borussia Mönchengladbach (2:1) das Achtelfinale gegen die Eintracht Frankfurt, das mit 4:2 im Deutschen Bank Park verloren wurde. Dabei wurde sowohl das Spiel gegen Mönchengladbach als auch gegen Frankfurt live in der ARD zur Hauptsendezeit übertragen.

Fankultur
Fans und Fanclubs

Der SV Darmstadt 98 hat eine sehr breite Fanszene. Seit Anfang Oktober 2023 hat der Verein 14.000 Mitglieder und 83 aktive - auf der Internetseite des Verein vermerkte - Fanclubs mit über 1.500 Mitgliedern. Der Fanclub mit den meisten Mitgliedern sind Die Siedler mit 120 Mitgliedern. Ältester SV98 Fan-Club ist der 1973 gegründete Fan-Club Blau-Weiß, der nach einer Auflösung 2008 neu gegründet wurde. Die Fanclubs Blue Violence (1984), Grohe United (1994) und Fußball, Ficken, Alkohol (1997) waren Vorreiter in der Etablierung einer eigenen Fankultur im späten 20. Jahrhundert.

Hauptverantwortlich für den akustischen und optischen Support bei Heim- und Auswärtsspielen sind die Ultras im zur Saison 2012/13 gegründeten Block 1898, der sich aus Fangruppen wie den Usual Suspects (ehemals Allesfahrer Darmstadt) sowie deren Nachwuchsgruppe Deliquents, Ultrà de Lis und Underdogs zusammensetzt. In Darmstadt legten die Ultras Darmstadt (2003) den Grundstein dieser Subkultur. Im Laufe der Saison 2016 zog die aktive Fanszene in die neu überdachte Südkurve und firmiert seitdem unter dem Namen Südtribüne Darmstadt.

Weitere aktive Bestandteile der Fanszene sind S.H.A.R.P. (Skinheads Against Racial Prejudice) Darmstadt oder der A-Block mit mehreren Gruppen, der für seinen Oldschool-Support nach britischem Vorbild bekannt ist.

Seit Mai 2013 existiert eine eigene Fan- und Förderabteilung beim Verein. Für Kinder und junge Fans werden seit 2016 Aktionen unter dem Namen Bölle Bande organisiert. Durch den anhaltenden Erfolg nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga 2014 stiegen auch die Zuschauerzahlen, sodass das Stadion meistens ausgelastet ist.

Angebote für Fans

Seit April 2002 verfügt verfügt der Verein über ein Fanprojekt, welches in die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte eingegliedert ist und vom Internationalen Bund getragen wird. Dieses bietet unter der Woche eine Anlaufstelle für Fußballfans sowie Interessierte und ist auch an den Spieltagen im Stadion zugegen. Ziel des Fanprojekts ist es, die Anhänger des Vereins im Rahmen der Sozialen Arbeit zu unterstützen. Dabei wird versucht, besonders junge oder marginalisierte Gruppen zu erreichen.

Monatlich erscheint der Lilienkurier. Diese kostenlose Publikation wird an den Heimspielen verteilt, ist aber auch digital verfügbar, und enthält Informationen über die Aktivitäten des Vereins und seines Umfeldes. Seit der Saison 2012/13 betreibt die Fan- und Förderabteilung ein ehrenamtliches Fanradio.

1921 wurde beim Stadionbau das Vereinsheim und die berühmte Vereinsgaststätte Jung als Holzbude gebaut. 1967 wurde aus der Gaststätte Jung die Lilienschänke. Diese bekam für rund 450.000 DM ein Keller- und Erdgeschoss, moderne Umkleidekabinen und Räume für die Vereinsjugend. Das frühere Vereinsheim wird seit den 1980er Jahren durch das Restaurant „Amato“ genutzt. Die heutige Lilienschänke Sportsbar wird von Roger Menzer geleitet.

Seit der Saison 2014/15 veranstaltet der SV98 gemeinsam mit PEAK, einem Technologieunternehmen, eine Spendenaktion für soziale Projekte in der Region um Darmstadt. Hauptsächlich findet diese bei den Spielen der Lilien, aber auch bei Golfturnieren, Benefizkonzerten oder Theateraufführungen statt. Im September 2021 wurde die Spendenmarke von einer Million Euro erreicht.

Seit März 2022 besitzt der Verein die eigene App WirLilien, die Nachrichten und weitere Angebote des Vereins auf dem Smartphone zusammenfasst. Mittlerweile umfasst diese einen Newsfeed, einen Medienbereich, wo Podcast, Videos, Lieder sowie Radio und der Lilienkurier zugänglich sind. Außerdem besteht direkter Zugang zum Onlineshop und zu einer digitalen Ticketplattform.

Der Verein betreibt seit September 2023 ein digitales Vereinsmuseum.

Vereinslieder und Gesänge

Ein/Ausblenden Mehr zu den Fans

Das aktuelle offizielle Vereinslied ist Die Sonne scheint! von Alberto Colucci. Dieses hat der Verein im Jahr 2021 in Zusammenarbeit mit der Schauspielerin und Dolmetscherin für Deutsche Gebärdensprache Kathrin-Marén Enders in Gebärdensprache übersetzt und als Video aufgenommen, sodass es im Stadion auch Fans mit Hörbeeinträchtigung nähergebracht werden kann.

Weitere bekannte Vereinslieder sind Allez les bleus & Lilienfieber von Decubitus, Lilie Schuss von Hessefred und Nur der Sportverein von Der Ingenieur.

Angestimmt werden nahezu alle Lieder auf der Südtribüne. Auch im Unterrang der Gegengerade befinden sich aktive Fans, während sich die Zuschauer in den Sitzplatzbereichen meist passiv verhalten. Dies ist besonders auf der Haupttribüne der Fall.

Im November 2022 veröffentlichte der Verein in Zusammenarbeit mit Maladd in de tête das Album Lilien-Lieder mit neun Fanliedern, die von Fans, Spielern und dem Trainerteam eingesungen wurden.

Fanrivalitäten und -freundschaften

Die größte Rivalität des SV Darmstadt 98 besteht zu den Kickers Offenbach (OFC) und hat eine lange, traditionsreiche Geschichte. Nachdem jedoch in der Saison 2007/08 der OFC in der 2. Bundesliga gespielt hatte und der SVD noch in der Oberliga Hessen antreten musste, trafen sich die beiden rivalisierenden Mannschaften erst 2011/12 (beide Ligaspiele endeten Remis) und 2012/13 (Darmstadt gewann beide Ligaspiele) in der 3. Fußball-Liga wieder. Als zum Ende der Drittligasaison 2012/13 die Offenbacher keine Lizenz für die 3. Liga erhielten, profitierten ausgerechnet die Lilien; sie konnten durch deren Lizenzentzug den Klassenerhalt feiern. Nachdem die Kickers in die Fußball-Regionalliga Südwest abgestiegen waren, stieg der SV 98 in die 2. Bundesliga auf. Diese Rivalität beeinflusst auch das Verhältnis zu den Anhängern von Bayer 04 Leverkusen negativ, da diese eine Freundschaft zum OFC pflegen.

Ebenso angespannt ist die Situation mit Eintracht Frankfurt. Selbst in den Oberliga- und Regionalligazeiten der Lilien mobilisierten sich beide Fanlager in den Spielen gegen die U23-Mannschaft der Eintracht, ehe man sich in den Bundesligasaisons 2015/16 und 2016/17 wieder gegenüberstand: Zwei Partien gewann Darmstadt, zwei Spiele entschied Frankfurt für sich. Als am Ende der Saison 2015/16 die 98er einen höheren Tabellenplatz als die Eintracht belegte, war der SV 98 in dieser Spielzeit der beste hessische Fußballverein. Mit der zunehmenden Etablierung des SVD in den Ligen der DFL rückte diese Rivalität zunehmend in den Mittelpunkt und wird im sogenannten Hessen-Derby ausgetragen.

Eine weitere, besondere Rivalität besteht zum Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Nachdem man sich bereits in der Oberligasaison 2003/04 um den Aufstiegsplatz in die Regionalliga Süd gestritten hatte, den am Ende Darmstadt für sich verbuchen konnte, folgten Duelle in der drittklassigen Regionalliga, bis die Lilien 2007 wieder in die Oberliga ab-, aber nach einem Jahr wieder aufstiegen; so folgte ein Wiedersehen in der viertklassigen Regionalliga Süd, aus der der KSV Hessen Kassel seit 2008 versucht, in die 3. Fußball-Liga aufzusteigen, allerdings Saison für Saison kurz vor dem Ziel scheitert. 2010/11 war dies der SV Darmstadt 98, der in der Rückrunde einen enormen Punktevorsprung der Nordhessen einholte und aufgrund des zeitgleichen Negativtrends von Kassel am Ende aufstieg. Bis heute muss Kassel in der viertklassigen Regionalliga antreten. Auch diese Rivalität wird aktuell lediglich stellvertretend ausgetragen, da Kassels Anhänger Kontakte zum Zweitligisten Holstein Kiel pflegen.

Des Weiteren sind die Fronten zum SV Waldhof Mannheim, gegen den man letztmals 2008/09 in der Regionalliga Süd antrat, spätestens seit der verlorenen Bundesliga-Relegation 1988 verhärtet. Die Freundschaft zwischen Ultras Mannheim und Ultras Frankfurt hat dieses Verhältnis weiter verschlechtert.

Der nächstgrößte Darmstädter Verein, Rot-Weiß Darmstadt, der in der sechstklassigen Verbandsliga Hessen Süd spielt, sagte den Lilien bei zeitweise nur einer Liga Unterschied (2007/08 und 2010/11 spielten die 98er nur eine Liga über den „Rot-Weißen“) den Kampf an, dies legte sich jedoch aufgrund der folgenden Aufstiege des SV 98. Seit jeher ein freundschaftliches Verhältnis besteht zum drittgrößten Darmstädter Verein 1. FCA Darmstadt, der bis 2013 noch fünftklassig spielte, am Ende der Saison 2016/17 jedoch den Abstieg in die 8. Liga beklagen musste.

Die Ultras des SV 98 unterhalten eine Fanfreundschaft zu den Ultras der Young Boys aus der Ostkurve Bern. Die Fans besuchen regelmäßig die Spiele des jeweils anderen Clubs. Im Zentrum dieser Freundschaft steht die Berner Gruppierung Urban Squad.

Die Darmstädter Skinheads pflegen darüber hinaus eine langjährige Freundschaft mit den Fans des FC St. Pauli und haben Kontakte zu den Unterstützern des FC Hanau 93 sowie zu den lokalen Anhängern des türkischen Clubs Beşiktaş Istanbul. Vor allem der Kontakt in die Hansestadt, der sich in gegenseitigen Spielbesuchen und gemeinsamen Partys ausdrückt, hat das Verhältnis zum Hamburger SV negativ beeinflusst und wird mittlerweile auch von weiten Teilen der Fanlandschaft getragen. Das positive Verhältnis zu Teilen der Bremer Fanszene begünstigt diese Entwicklung zusätzlich.

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