Gut gespielt, aber am Ende fehlte die Kraft, Hertha schlägt Dynamo

Niederlage

Dynamo hat das Topspiel der 2. Bundesliga gegen Hertha BSC mit 1:2 (1:1) verloren

Der gebürtige Berliner Patrice Covic (10.) brachte Dresden früh in Führung, aber Jon Dagur Thorsteinsson (29., 80.) drehte die Partie zugunsten der Gäste. Damit holte sich die Hertha die Tabellenführung vom 1. FC Nürnberg (16 Punkte) zurück. Dresden hat weiterhin nur einen Sieg auf dem Konto, bleibt mit vier Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Im Dresdner Stadion, das aufgrund der Krawalle beim vorangegangenen Aufeinandertreffen mit Pufferzonen versehen wurde, sahen gut 29.100 Zuschauer die Flutlichtpartie.

Pufferzonen auf den Tribünen in Dresden

Nach dem Skandalspiel vor einem halben Jahr mit Platzsturm und Beinahe-Abbruch waren große Pufferzonen neben dem Gästeblock eingerichtet worden. Dort fanden sich nur etwa 7.000 Hertha-Fans, weil viele dem Boykottaufruf der aktiven Berliner Fanszene folgten.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm hatte für gleich drei Zweitliga-Startelfdebüts gesorgt, beorderte Covic, Till Neininger und Simon Straudi in die erste Elf. Nach einer Anfangsphase mit sehr wenigen Ballberührungen in den eigenen Reihen konnte sich Dynamo ein wenig mehr Spielanteile verschaffen und ging mit dem ersten gut vorgetragenen Angriff in Führung. Und ausgerechnet Covic sorgte für die Führung. Nach einem Doppelpass mit Vincent Vermeij traf er aus zwölf Metern, sein Schuss war noch abgefälscht. Patrice Covic ist der Sohn von Ante Covic, einer Hertha-Klublegende. Er arbeitet aktuell als U19-Coach bei den Berlinern.

Thorsteinsson eiskalt

Trotz des frühen Rückstands blieben die Gäste ruhig und übernahmen zunehmend die Spielkontrolle. Jon Dagur Thorsteinsson bestätigte dann seine starke Form der vergangenen Wochen: Nach einem Pass von Josip Brekalo guckte sich der Isländer an der Strafraumkante die linke Torecke aus. Sein Flachschuss wurde noch leicht von einem Dresdner Bein abgefälscht und schlug so unhaltbar zum Ausgleich ein (29.). Die Berliner waren im Stile eines Spitzenreiters vor allem cleverer, bewegten sich bewusster, waren dennoch sehr intensiv unterwegs.

Mads Pedersen hatte bei seinem Bodycheck gegen den durchstartenden Ben Bobzien Glück, nur gelb statt rot zu sehen – immerhin war der Däne der letzte Verteidiger vor dem Hertha-Gehäuse. Kurz zuvor hatte Pedersen bereits Covic umgesenst und war mit einer Verwarnung davongekommen. Auch Brekalo sorgte für Unmut bei den Dresdnern, als er seine offene Sohle durchaus robust auf das Sprunggelenk von Simon Straudi stellte. Das 1:1 zur Pause war leistungsgerecht, die Verteilung der gelben Karten mit 2:2 nicht unbedingt.

Dynamo gleich zwei Mal mit viel Glück

Die zweite Hälfte begann gegensätzlich zur ersten. Diesmal hatte Dynamo den Ball, die Hertha lief meist hinterher und versuchte es nach Balleroberung mit schnellem Spiel nach vorne. Das wäre in der 53. Minute fast von Erfolg gekrönt worden, aber der eingewechselte Gustaf Nilsson brachte die Kugel – ähnlich wie Mario Gomez 2008 – aus vier Metern freistehend nicht im Tor unter. Kurz darauf bejubelten die Gäste die vermeintliche Führung, nachdem Adewumi eine schöne Hereingabe von Josip Brekalo am zweiten Pfosten einköpfte. Beschwerden gab es keine, aber dem Videoassistenten Patrick Hanslbauer fiel etwas auf: Von Adeyumis Kopf war der Ball noch leicht an seinen linken Arm geprallt und von dort aus ins Tor. In solch einem Fall ist ein Handspiel immer strafbar, Schiedsrichter Christian Dingert nahm den Treffer deshalb ohne Ansicht der Bilder zurück.

Hertha am Drücker, Dynamo müde

Die Hertha war jetzt das deutlich bessere Team mit den klar besseren Chancen. Bei den Dresdnern schwanden zunehmend die Kräfte. Hertha probierte es weiter, kam allen voran durch Nilsson zu weiteren Chancen (70., 72., 73.). Dresden konzentrierte sich beinahe vollständig aufs Verteidigen. Als die Verzweiflung der Blau-Weißen immer größer wurde und Dresdens Torwart Schreiber immer mehr über sich hinauswuchs, packte Thorsteinsson nach einem Sololauf den Hammer aus und nagelte den Ball unhaltbar ins rechte Toreck zum 2:1 für seine Berliner (80.).

Obwohl Dynamo inklusive Nachspielzeit noch rund 15 Minuten blieben, blieb ein Aufbäumen aus. Es fehlte schlicht die Kraft, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Fast alle Dynamos waren konditionell im roten Bereich. Eine aussichtsreiche Offensivaktion sprang nicht mehr heraus. Damit wird Dynamo die dreiwöchige Spielpause durch den langen Länderspielblock auf dem vorletzten Platz verbringen müssen. Allerdings ist da unten noch alles sehr dicht beieinander. Insgesamt fünf andere Teams haben wie die SGD vier Punkte auf dem Konto. Trotzdem wartet auf Thomas Stamm eine Menge Arbeit in der spielfreien Zeit.

Dynamo in Osnabrück, Hertha gegen Fürth

Dynamo ist nach der langen Länderspielpause am Samstagmittag beim VfL Osnabrück zu Gast (10. Oktober, 13 Uhr). Die Hertha empfängt am Sonntagmittag Greuther Fürth (13.30 Uhr).

 

| Rudolf Harbig Stadion | 19.Sep..2026-20:30
Dynamo Dresden
S S N N U
1 : 2
Endstand
Hertha BSC
S S S S S
Patrice Covic
10'
Jon Dagur Thorsteinsson
29'
Jon Dagur Thorsteinsson
80'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
Tor
10'

Dynamo muss sich Bochum geschlagen geben

Niederlage

Keine Punkte im Top-Spiel

Dynamo Dresden musste sich am Samstagabend dem VfL Bochum vor heimischer Kulisse mit 1:2 (1:2) geschlagen geben. Bitterer Abend für Dynamo: Gegen den VfL Bochum verliert die SGD zuhause mit 1:2, patzen sich mit der dritten Pleite im vierten Saisonspiel zum Zweitliga-Fehlstart. Kōji Miyoshi wurde mit seinem Doppelpack (3., 25.) am Samstagabend zum Mann des Spiels für die Gäste, Ben Bobzien (41.) konnte nur noch verkürzen.

Die Gastgeber mit drei Änderungen zur Vorwoche in Heidenheim: Muhamedbegovic ersetzt den gesperrten Keller (Gelb/Rot) in der Innenverteidigung, Lemmer beginnt für Inanoglu auf der rechten Außenbahn und Rapp kehrt für Boeder ins Team zurück. Die Gäste begannen aggressiv und bestraften Dresdner Abwehrfehler zweimal eiskalt.  Schon kurz nach dem Anpfiff durfte sich der Revierclub in Person des späteren Doppeltorschützen Koji Miyoshi sein erstes Präsent abholen, als sich Nicolai Rapp am eigenen Sechzehner einen haarsträubenden Aussetzer gegen Enis Cokaj leistete, der nur noch auf den Japaner ablegen musste. Dynamo war die Verunsicherung nach der 3:5-Niederlage in Heidenheim anzumerken. Nach vorn wurde kein Risiko gegangen, hinten wurde die Verantwortung mit Quer- und Rückpässen immer wieder auf den Nebenmann geschoben.

Dresden danach gegen früh attackierende Gäste mit großen Problemen im Spielaufbau. Die Pässe im Mittelfeld oft schlampig, lange Bälle finden kaum einen Abnehmer. So kommt Bochum immer wieder viel zu leicht in die Gefahrenzone, schlägt eiskalt zu. Wieder entwischt Miyoshi nach einem Steilpass, schiebt freistehend zum 0:2 ein (25.). Auch, weil Müller das Abseits aufhebt. Die Dynamos sichtlich geschockt, es läuft kaum was zusammen. Einzig Kapitän Hauptmann zerrt immer wieder an den Ketten. Kurz vor der Pause ist die Hoffnung aber plötzlich zurück: Rapp und Hauptmann machen den Ball schnell, Bobzien vollendet aus halblinker Position (42.).

Aufholjagd wird nicht belohnt

Nach dem Seitenwechsel entwickelten beide Teams mehr Torgefahr. Dynamo hatte Glück, dass ein Schuss von Gerrit Holtmann (58.) an den Pfosten ging. Auf der Gegenseite brannte es bei Konterversuchen von Bobzien und Hauptmann (60.) und einem Kopfball von Vincent Vermeij (62.) lichterloh. Die größte Möglichkeit zur Vorentscheidung verhinderte Dynamo-Torwart Tim Schreiber, der einen Schuss von Miyoshi (65.) glänzend parierte.

Dynamo drückte auf den Ausgleich. Hauptmann (68.) traf nur den Innenpfosten nach Hackenablage von Vermeij. Auch Neuzugang Kennedy Okpala (83.) traf aus günstiger Position das Tor nicht. Dynamo muss sich vorhalten lassen, das Flügelspiel massivst vernachlässigt und es damit der Bochumer Abwehr leicht gemacht zu haben. Von den Gästen kam nur noch selten Entlastung. In der Schlussviertelstunde rennt Dynamo mit dem Mute der Verzweiflung an, die 30.500 Fans im Hexenkessel Harbig-Stadion haben mehrfach den Torschrei auf den Lippen. Doch der Ball will einfach nicht mehr zum inzwischen verdienten Ausgleich über die Linie.

So kassiert das Stamm-Team nach zuletzt vier Zweitliga-Heimsiegen in Folge eine Pleite, die richtig wehtut. Und die SGD erstmal dahin bugsiert, wo sie nicht hinwollten – in den Tabellenkeller. Nüchternes Fazit von Coach Stamm „Nächste Woche in Braunschweig zu gewinnen, würde helfen…“

| Rudolf Harbig Stadion | 05.Sep..2026-20:30
Dynamo Dresden
S N S S N
1 : 2
Endstand
VfL Bochum
S N S S N
Ben Bobzien
41'
Koji Miyoshi
4'
Koji Miyoshi
25'
Tore
4'
Tor
Koji Miyoshi (Vorlage von: Enis Cokaj)
25'
Tor
Koji Miyoshi (Vorlage von: Tom Meyer)
Tor
41'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
1'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'

Dynamo verliert mit Rot und Eigentor trotz Führung in Heidenheim

Niederlage

Rot, Eigentor, fünf Gegentreffer

Platzverweis, Eigentor, fünf Gegentore in einer Halbzeit! Die 3:5-Abreibung für Dynamo Dresden beim 1. FC Heidenheim war nichts anderes als ein unfassbarer Einbruch nach einer starken ersten Hälfte. Unter der Woche noch die Frauenkirche gerockt, am Samstag in Heidenheim im Sondertrikot war es eher ein Ritt auf der Rasierklinge, bei dem Dynamo zuvor am Boden liegende Hausherren immer wieder zum Tanz aufforderte und aufbaute. Beim 3:5 (1:0) offenbarten sich aber so einige Schwächen in der Choreografie. Erste Halbzeit hui, durchgewirbelt wurde in Durchgang zwei nur die SGD.  Diese 3:5 (1:0)-Niederlage gegen den FC Heidenheim wird man bei Dynamo Dresden so schnell nicht vergessen.

Als Schiedsrichter Felix Bickel die Partie auf dem Schlossberg abpfiff, beendete er 45 Minuten bester Fußball-Unterhaltung im Stadion des 1. FC Heidenheim. 5:3 (0:1) hatte das Team von Trainer Frank Schmidt die Gäste aus Dresden am Ende geschlagen, sieben der acht Tore an diesem Nachmittag fielen in der zweiten Hälfte.

Die Dresdner mussten auf Nicolaj Rapp und Christoph Daferner verzichten. Rapp fiel kurzfristig wegen Achillessehnenbeschwerden aus, Daferner muss nach einem Zeckenbiss Antibiotika einnehmen.  Zur Pause führte die SGD, die anlässlich des 300. Jubiläums ihrer Grundsteinlegung mit der Frauenkirche auf dem Trikot auflaufen, verdient.  Die Gäste gingen zweimal in Führung – sogar in Unterzahl. Nach einem kuriosen Eigentor der Dresdner drehten die Heidenheimer die Partie aber noch und holten nach zwei Pflichtspielniederlagen wieder drei wichtige Punkte. Vincent Vermeij brachte Dynamo in der 30. Minute in Führung. Thomas Dähne, der im Heidenheimer Tor den Vorzug vor Frank Feller erhalten hatte, kam an den Kopfball des Niederländers nicht mehr heran. Dynamo konnte eigentlich ein Tor höher vorn liegen, doch Niklas Hauptmann (17./40.) und Kaan Inanoglu (33.) ließen dicke Bretter am Strafraum aus.

Andere 2. Hälfte kippt Spiel

Zwar hat Heidenheim Glück, dass Mathias Honsak für zwei Foulspiele binnen einer Minute nicht mit Gelb-Rot runterflog (52./53.). Doch die SGD verlor schon in dieser Phase mit und ohne Ball die ganze Kontrolle. Im weiteren Verlauf einer Ecke kann Jan Schöppner viel zu einfach aus Kurzdistanz zum 1:1 einköpfen (68.). Lukas Boeder, der Mittelfeld-Abräumer Nicolai Rapp (leichte Achillessehnenbeschwerden) in der ersten Hälfte noch sehr gut vertrat, sieht dabei ganz alt aus. Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43) reagierte nun mit den ersten überfälligen Wechseln, brachte Jakob Lemmer für Inanoglu und Jonas Oehmichen für Boeder (68.). Doch die Partie kippte weiter.

Tragischer Keller fliegt vom Platz

Dann wurde es wild: Dresdens Thomas Keller (69.) sah für ein Foul Gelb-Rot. Keller meinte danach: „Das ist echt bitter. Ich sehe ihn nicht, falle, glaube ich, auf seinen Fuß!“. Nur kurze Zeit später stellte Robert Wagner auf 2:1 für Dynamo (73.). Heidenheim schlug in Überzahl aber zurück. Friedrich Müller bugsierte den Ball im hohen Bogen ins eigene Tor (77.). Nach dem Eigentor hat das Spiel eine gewisse Dynamik angenommen. „Wir haben es nicht geschafft, Heidenheim über fünf, sechs Minuten zu zermürben. Und schließlich war dann jeder Schuss ein Treffer“, sagte Dynamo-Trainer Thomas Stamm.

Alles riecht da noch nach Plus-Punkten für die SGD. Frank Schmidt meint: „Das Eigentor war psychologisch für uns wichtig.“ Vor allem in Kombination mit dem Platzverweis und dem nun bestehenden Keller-Loch in der Defensive ist es zu viel für Dresden auf einmal. Offensichtliches Problem: Beim 3:2-Volleyschuss von Oualid Mhamdi (87.) steht Dynamo hinten nicht eng und massiv genug, um den einen Punkt zu retten. Außerdem fehlen mit Rapp, Keller sowie den ausgewechselten Hauptmann und Vermeij (Fröling kam kurz zuvor) quasi alle Führungsspieler in der zentralen Achse auf dem Feld. So bricht Dresden aus dem Nichts komplett ein, kassiert durch Julian Niehues (90.) und Maximilian Breunig (90.+2) noch zwei weitere Treffer und damit drei binnen fünf Minuten. Sterners Anschlusstor zum 3:5-Endstand ist Kosmetik, weil sich die SGD die lange Zeit gute Leistung selbst kaputtmachte.

Robert Wagner äußerte sich selbstkritisch: „Wir müssen mit einem Mann weniger einfach cleverer spielen. Das müssen wir uns vorwerfen. Wir sind teilweise vorn angelaufen, wo es einfach keinen Sinn ergeben hat.“ Dynamo muss am kommenden Samstag im Abendspiel gegen den VfL Bochum zeigen, das man aus Fehlern lernt. Heiden reist nach Fürth zum Auswärtsspiel.

| Voith-Arena | 29.Aug..2026-13:00
1. FC Heidenheim
S N S N N
5 : 3
Endstand
Dynamo Dresden
N S N S S
Jan Schöppner
67'
Friedrich Müller
77'
Oualid Mhamdi
87'
Julian Niehues
89'
Maximilian Breunig
90'+1'
Vincent Vermeij
30'
Robert Wagner
73'
Jonas Sterner
90'+7'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
7'
Tore
30'
Tor
Tor
67'
73'
Tor
Tor
89'
90'
+7
Tor

Dynamo chancenlos in Nürnberg, Ali Zoma mit 3 Treffern

Niederlage

Dynamo startet mit Niederlage in die Zweitliga-Saison

Mohamed Ali Zoma erzielte alle drei Treffer für den 1. FC Nürnberg und bescherte der SG Dynamo einen ernüchternden Auftakt. Der italienische Offensivstürmer der Nürnberger entschied das Spiel mit drei Toren im Alleingang. Bitter für die Nürnberger: Die Begehrlichkeiten an Ali Zoma werden steigen, er wird aktuell von zahlreichen europäischen Vereinen umworben und könnte vor Ende des Transferfensters noch wechseln – wobei der „Club“ gut beraten ist, seinen Unterschiedsspieler zu halten. Doch zunächst überwiegt die Freude über den Auftaktsieg, während die als Geheimfavorit gehandelten Dresdener noch viel Arbeit vor sich haben.

Dynamo verpasst Blitzstart, Ali Zoma trifft früh

Bis zur ersten Chance dauerte es gerade mal zwölf Sekunden. Da setzte sich Dresdens Ben Bobzien auf der linken Seite durch und legte den Ball in den Rückraum auf Jakob Lemmer, doch dessen Schuss strich am Tor vorbei. Auch in der Folge blieb das Tempo hoch, beide Teams suchten schnell den Weg nach vorne. Ein frühes Tor lag also in der Luft, und die Nürnberger machten es dann auch. Nach schönem Zusammenspiel mit Fin Becker nahm Zoma auf dem linken Flügel Fahrt auf, zog unwiderstehlich in die Mitte und schloss aus zwölf Metern satt und flach ab – 1:0 für den „Club“. Dabei machte Dresden kein allzu schlechtes Spiel. Nach dem ersten Gegentreffer hatte Dynamo eine starke Antwort parat und war zunächst sogar die bessere Mannschaft, die letzte Wucht im offensiven Drittel fehlte jedoch. Schnell zeigt sich jedoch: Auf der rechten Abwehrseite hatte Dynamo an diesem Tag Probleme. Mehrfach konnten die Nürnberger schon in der Anfangsphase von dort Flanken in den Strafraum schlagen.

Dresden war um eine schnelle Antwort bemüht, doch zunächst scheiterte Lemmer und dann war Nürnbergs Neuzugang Fynn Otto bei einer Hereingabe mit einer perfekt getimten Grätsche im letzten Moment vor Vincent Vermeij am Ball. Überhaupt machte es die neuformierte Nürnberger Abwehrreihe gut gegen die eingespielte Offensive der Sachsen. Denn auch Alexios Kalogeropoulos, der zweite neue Innenverteidiger im Team, verteidigte souverän.

Dynamo ohne „Jagdtrieb“

Die 41.622 Zuschauer mussten beim zweiten Treffer des 22-Jährigen Zoma gespannt auf ein Ergebnis warten. Einen Lattenschuss von Tim Janisch staubte Zoma (45.+3) ab. Wegen vermeintlicher Abseitsposition musste aber der Videoschiedsrichter erst noch grünes Licht geben. Das Schiedsrichterteam um Jarno Wienefeld entschied zunächst auf Abseits, nahm das nach VAR-Überprüfung aber wieder zurück. Mit 2:0 für Nürnberg ging es in die Pause. Dynamo hatte zwar teilweise gut mitgespielt, doch es fehlten vorne die Durchschlagskraft und die letzte Konsequenz.

Das blieb auch im zweiten Durchgang so.  Nach dem Seitenwechsel fand Dresden überhaupt kein Durchkommen mehr, nur drei Torschüsse gab Dynamo nach der Pause ab. Und Dynamo scheute sich, ins Risiko zu gehen. Die Angst vor dem dritten Gegentor war groß. Das bedeutete aber auch, dass es kaum noch gute Strafraumszenen und Torchancen gab. Ab der 65. Minute hatten die Dresdner dann eine kleine Drangphase, doch Christoph Daferner brachte den Ball nicht im Tor unter. Auf der anderen Seite hatten die Gäste Glück, dass die Nürnberger einen Konter nicht gut zu Ende spielten – Tobias Heß traf nur das Außensetz.

Zoma bekam Dynamo auf der rechten Seite nie in den Griff. Im Mittelfeld der Nürnberger agierte Adam Markhiev als umsichtiger Taktgeber. Da waren auch kleinere Abstimmungsprobleme in der neuen Innenverteidigung aus Fynn Otto und Alexios Kalogeropoulos gegen offensiv weitgehend harmlose Dresdner zu verschmerzen.

Tim Schreiber pariert Elfmeter, ALi Zoma im Nachschuss

Die Entscheidung fiel dann in der 75. Minute. Simon Straudi hatte seinen Gegenspieler Rafael Lubach im Strafraum gefoult und Schiedsrichter Wienefeld auf Strafstoß entschieden. Zoma scheiterte erst an Torwart Tim Schreiber, brachte den Nachschuss dann aber im Tor unter – der Dreierpack und die Entscheidung. Mit dem ersten Auftaktsieg in der 2. Liga seit sieben Jahren springt Nürnberg auf den 2. Tabellenplatz und darf sich also direkt oben anmelden. Nach einem Spieltag hat die Tabelle aber natürlich noch keine Aussagekraft. Das gilt auch für die SGD, die nun auf Rang 17 steht.

Nürnberg muss in Fürth ran, Dynamo spielt das 1. Heimspiel gegen Darmstadt

Nürnberg kann am nächsten Spieltag am Samstagmittag mit viel Selbstbewusstsein im Frankenderby bei Greuther Fürth antreten (13 Uhr). Dynamo Dresden empfängt zum zweiten Sonntagmittag den SV Darmstadt 98 (13.30 Uhr).

| Max-Morlock-Stadion | 09.Aug..2026-13:30
1. FC Nürnberg
U S U S U
3 : 0
Endstand
Dynamo Dresden
S N S N S
Mohamed Ali Zoma
9'
Mohamed Ali Zoma
45'+3'
Mohamed Ali Zoma
75'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
9'
Tor
45'
+3

Dynamo Dresden unterliegt Fortuna Düsseldorf im Abstiegskracher

News-10

Die SG Dynamo Dresden hat den Abstiegskracher bei Fortuna Düsseldorf mit 1:3 (0:2) verloren. Über weite Strecken zeigte sich die Stamm-Elf zwar mehr am Ball, war jedoch nicht zielstrebig genug, um gegen ein höchst effektives Düsseldorf zu punkten. Im Mittelpunkt stand zudem ein starker Florian Kastenmeier, der nicht nur mit Paraden, sondern auch mit einer Vorlage glänzte.

Kastenmeier leitet Düsseldorfs Führung ein

Im Duell des Rückrundentabellen-Fünfzehnten gegen den -Vierten startete Dynamo mit der Favoritenrolle und den zuletzt starken Ergebnissen im Rücken selbstbewusst in die Partie. Durchaus offensiv positioniert lauerte Schwarz-Gelb auf Fehler: einen zu kurz geratenen Fehlpass setzte Vincent Vermeij per Lupfer jedoch neben das Tor (3.) und auch Kofi Amoako nutzte die Räume hinter der Kette nicht gut genug (8.). Dann ein langer Abschlag von Keeper Florian Kastenmeier rutschte durch bis zu Itten, der frei auf das Dresdner Tor zulief. Souverän überwand der mit Abstand beste Torschütze der Düsseldorfer Schlussmann Tim Schreiber. Per Lupfer traf der Top-Torjäger der Fortuna mit der ersten echten Chance zum 1:0 (11.). Die Dresdner versuchten zu antworten: Jason Ceka hatte die erste gute Chance nach einer Ecke, verzog aber aus aussichtsreicher Position (16.).

Iyoha mit dem zweiten Tor vor der Pause

Es lief weiter alles für die Fortuna, die direkt im Gegenzug bei einer Ecke mehr Glück hatte: Iyoha fiel der Ball vor die Füße, sein Schuss wurde noch von Robert Wagner abgefälscht und trudelte zum 2:0 ins rechte Eck. Die Dresdner wirkten durch den Rückstand angestachelt, verstärkten den Druck. Die Fortuna wackelte: Ein Klärungsversuch von Tim Oberdorf per Kopf hätte fast den Anschluss gebracht, der Ball flog nur knapp am eigenen Kasten vorbei (29.). Fünf Minuten später hatte Wagner die beste Chance zum Anschlusstreffer, Kastenmeier parierte glänzend. In einem unterhaltsamen Spiel hatte auch Dynamo seine Chancen. So scheiterte Wagner am starken Kastenmeier (34.), auf der Gegenseite parierte Schreiber gegen Itten (41.).

Joker macht den Deckel drauf

Zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte sich mit ballbesitzorientieren Dresdnern und lauernden Fortunen ein unverändertes Bild. Die Dresdner blieben auch nach der Pause am Drücker, versuchten einen Weg in dieses Spiel zu finden: Ben Bobzien hatte die nächste gute Möglichkeit zum Anschluss, kam aber auch nicht am erneut starken Kastenmeier vorbei. Die Chance zum Anschluss entstand jedoch schnell aus einem hohen Ballgewinn durch Alexander Rossipal, der mit seinem Steckpass Ben Bobzien fand. Aus spitzem Winkel scheiterte der Dribbler aber am stark aufspielenden Kastenmeier. Viel mehr im Stile einer Spitzenmannschaft, als in der eines Abstiegskandidaten, nutzte die Fortuna die dritte echte Chance zum dritten Tor: Nach einem Einwurf kochte Itten auf der Außenbahn Julian Pauli ab und spielte anschließend flach in Richtung Elfmeterpunkt, wo der eingewechselte Luca Raimund zur Vorentscheidung nur noch die Innenseite hinhalten musste (58.).

Die Dresdner waren nach dem dritten Konter-Gegentor bedient, der Sieg für die Fortuna hätte am Ende auch noch deutlicher ausfallen können: Dynamo-Keeper Schreiber verhinderte das 0:4, lenkte einen Kopfball von Anouar El Azzouzi an die Latte (69.). Dynamo bewies Moral, arbeitete weiter am Tor und belohnte sich kurz vor Schluss noch mit dem 1:3: nach Flanke von Bobzien lief der eingewechselte Jakob Lemmer passgenau ein und köpfte ins Netz (90.). Kurz darauf verpasste Herrmann noch den unmittelbaren Anschluss, sodass es beim 1:3 blieb.

„Ich will kein schlechter Verlierer sein, Glückwunsch an die Fortuna“, holte Stürmer Vincent Vermeij nach seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte aus. „Aber die Art und Weise ist sehr ärgerlich. Das war vom Gefühl her nicht verdient. Wir waren klar besser, haben unsere Chancen aber nicht genutzt. Düsseldorf dagegen hat halbe Chancen und unsere Fehler genutzt.“

Sorgen um Jonas Sterner

„Es gibt Sachen, auf die wir keinen Einfluss haben. Wir hätten meiner Meinung nach einen klaren Elfmeter an Robert Wagner bekommen müssen, der zuerst im 16er mit der Brust den Ball spielt und dann das hohe Bein an die Brust bekommt. Bei der Ecke zum 0:2 ist es vorher ein klares Foul an Niklas Hauptmann und dann eben die Sache mit Jonas. Müssen wir akzeptieren. Der Schiedsrichter hat diese Linie gewählt“, so Stamm, der damit auch einen nicht geahndeten Ellenbogenschlag von Cedric Itten gegen Jonas Sterner kurz vor Schluss ansprach.

„Eine klare Tätlichkeit. Dass die Szene nicht gecheckt wird, ist Wahnsinn“, ärgerte sich Stamm einerseits und muss andererseits um seinen Rechtsverteidiger bangen, bei dem kurz nach Spielende der Verdacht auf eine schwere Gesichtsverletzung vorlag. Nicht ausgeschlossen, dass der ins Krankenhaus gebrachte Sterner den Saisonendspurt deshalb verpasst.

Düsseldorf auf Schalke, Dresden gegen Kaiserslautern

Fazit nach dem alles in allem verkorksten Abend, der durch den Braunschweig-Sieg in Kaiserslautern nicht besser wurde: Schnell abhaken und weitermachen! Stamm: „Wir können in den letzten drei Spielen mit der nötigen Effizienz immer punkten, haben es immer noch selber in der Hand. Das hat uns vor ein paar Wochen keiner zugetraut. So müssen wir in die nächsten Spiele gehen.“ Am besten schon nächsten Samstag gegen Lautern!

Die Düsseldorfer schöpften mit dem Sieg neue Hoffnung, das Restprogramm hat es aber in sich: Mit Schalke und Elversberg muss die Fortuna noch gegen zwei Aufstiegsapiranten spielen. Das Gastspiel beim FC Schalke steht in der kommenden Woche am 32. Spieltag an, im Topspiel am Samstagabend (20.30 Uhr). Dresden empfängt am Samstagmittag (13 Uhr) den 1. FC Kaiserslautern.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 31
| Merkur Spiel-Arena | 24.Apr..2026-18:30
Fortuna Düsseldorf
N N N N N
3 : 1
Endstand
Dynamo Dresden
S N N S S
Cedric Itten
11'
Emmanuel Iyoha
17'
Luca Raimund
58'
Jakob Lemmer
90'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
1'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
11'
17'
Tor
58'
90'
Tor

 

Patzer in Paderborn, Dynamo gibt Führung aus der Hand

Niederlage

Dynamo‘ Mega Serie reißt in Paderborn

Nach zuletzt zwei Siegen und zwei Unentschieden in Folge hat die SG Dynamo Dresden am Samstag beim SC Paderborn eine Niederlage kassiert. Und das, obwohl die Stamm-Truppe lange die Oberhand hatte. Trotz eines frühen Führungstors hat die SG Dynamo Dresden eine schmerzhafte 1:2-(1:0)-Niederlage beim SC Paderborn erlitten. Vor 15.000 Zuschauern in der Home-Deluxe-Arena verpasste die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm damit wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Dabei hatte alles so gut begonnen: In der ersten Hälfte war Dynamo das bessere Team. Bereits nach vier Minuten setzte Jonas Sterner nach Vorlage von Kofi Amoako den ersten Akzent, verzog aber deutlich. Die Gäste hatten viel Ballbesitz, doch erst Vincent Vermeij sorgte in der 9. Minute für echte Torgefahr, ehe Paderborns Laurin Curda im Gegenzug die große Chance zur Führung vergab. Im weiteren Verlauf gab es Großchancen auf beiden Seiten, doch die Dresdner Effektivität machte den Unterschied: Nach einer Ecke köpfte Vermeij in der 32. Minute sein siebtes Saisontor zum 1:0 für Dresden.

Steffen Tigges macht beide Tore für Paderborn

Doch in der zweiten Halbzeit verpasste die SGD es trotz zahlreicher guter Gelegenheiten, den zweiten Treffer nachzulegen, und wurde dafür prompt bestraft. Doch zunächst traf Dynamo noch die Latte, nachdem sich der quirlige Ben Justus Bobzien im Eins-gegen-eins wunderbar durchgesetzt hatte (54.). Die nächste Riesenchance zur vermeintlichen Vorentscheidung vergab Christoph Daferner in der 63. Minute, als er völlig frei vor dem Tor stand – ein Moment, der sich rächen sollte. Nach reichlich einer Stunde segelt eine Flanke aus dem Halbfeld in den Dynamo-Strafraum, Schreiber eilt aus seinem Tor und kommt zu spät. Steffen Tigges köpft zum 1:1 ein.

In der Schlussphase drängte Paderborn immer stärker. Zunächst vergab Stefano Marino die hundertprozentige Chance (79.) Dann die 85. Minute: Nach einem Eckball bildet sich ein Pulk von Spielern am kurzen Pfosten. Schreiber versucht, an den Ball zu kommen, was erneut misslingt. Wieder ist Tigges zur Stelle, der nach einem Eckball mit dem Hinterkopf zum entscheidenden 2:1 einköpfte. Damit hat Paderborn hat das Spiel gedreht!. Dynamo warf in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne, doch Friedrich Müllers Kopfball nach einem Freistoß von Sterner landete in den Armen von Keeper Seimen (90.+4).

Das Fazit

Das Abfallen in der zweiten Halbzeit – wie schon so oft in dieser Saison – blieb dem Trainer der SGD aber auch nicht verborgen. „Der Unterschied zwischen erster und zweiter Halbzeit ist zu extrem bei uns. Wir haben in der Kabine gerade einige Dinge deutlich angesprochen“, erklärt er. Welche das genau sind, will er nicht verraten. Dabei schien das Problem spätestens nach der 6:0-Torgala vorige Woche gegen Preußen Münster überwunden zu sein. In Paderborn kehrte es nun zurück. „Wir sollten den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken“, sagt Schreiber zum Schluss, der beide gegentreffer auf seine Kappe nimmt. Trotz der Niederlage bleibt Dynamo in der Länderspielpause auf dem zwölften Platz. Allerdings hat es die Mannschaft verpasst, sich von den Abstiegsrängen abzusetzen. So bleibt es verdammt eng.

Thomas Stamm, Trainer Dynamo Dresden: Glückwunsch zum Sieg! Ich hab ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Sind wir heute effizienter, haben wir zur 60. Minute einen klaren Vorsprung auf unserer Seite. Wir hatten extrem gute Umschaltmomente, sind aber bei den Abschlüssen im letzten Drittel nicht so gut. Wir hatten drei richtig gute Dinger, die wir leider nicht machen. Wir haben es nicht geschafft, gegen einen sehr guten Gegner das 1:0 zu verteidigen.

Ralf Kettemann, Trainer SC Paderborn: Das waren ein bisschen unterschiedliche Halbzeiten, auch wenn ich die erste Halbzeit nicht komplett schlecht fand. Aber damit waren wir nicht zufrieden. Ich hatte den Eindruck, dass uns die Überzeugung fehlt. Wir hatten absolut Glück, Dresden konnte hier das 2:0 machen. Unsere Mannschaft hat ausgestrahlt, dass wir heute gewinnen wollen. Gegen eine sehr starke Mannschaft, die einen sehr guten Moment hat. Ich bin sehr happy, dass wir heute gewonnen haben.

 

 

Dynamo verspielt Führung gegen Elversberg, Serie gerissen

Niederlage

Valentinstag für Dynamo Dresden ohne Happy-End!

Die Sportgemeinschaft hat eine frühe Führung vor heimischer Kulisse am Samstagabend gegen die SV Elversberg aus der Hand gegeben und das Zweitliga-Topspiel am Ende mit 1:2 (1:0) verloren. Damit endete die Serie von vier ungeschlagenen Partien am Stück für Schwarz-Gelb mit der ersten Pleite des Jahres 2026 – und ohne Punkte, die im Abstiegskampf so wichtig gewesen wären. Die SG Dynamo Dresden wollte im eigenen Stadion wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln. Und nach dem frühen Führungstreffer sah es für die Hausherren lange gut aus, doch nach der Pause kippte der Spielverlauf in der 2. Bundesliga heute und der SV 07 Elversberg nahm am Ende die Punkte mit.

Dass Dresden zu den Teams des Jahres in der 2. Liga gehört, hatten vermutlich nicht viele auf dem Zettel – doch das bekam auch Elversberg zu spüren. Mit acht Punkten aus den ersten vier Partien in diesem Jahr empfing Dynamo die Gäste aus dem Saarland, die im Kampf um den Aufstieg zuletzt patzten, und machten von Beginn an klar, dass die vermeintlich kleine Hürde beim Vorletzten eine enorm große werden würde.

Fußballerisch war Dresden in den vergangenen Partien nicht besonders aufgefallen und so war es auch gegen Elversberg, doch die Qualitäten liegen in anderen Dingen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm zeigte wieder großen Einsatz auf dem ganzen Feld – und dann auch die nötige Kaltschnäuzigkeit im richtigen Moment. Eigentlich fand die Mannschaft von Thomas Stamm dabei sehr gut in die Partie und belohnte sich früh durch einen 114-km/h-Hammer von Alexander Rossipal (12.). Im Anschluss blieb Elversberg die fußballerisch deutlich bessere Mannschaft, Dynamo schlug aber durch Jason Ceka erneut zu – allerdings ergaben die Videobilder, dass der Offensivspieler zuvor im Abseits gestanden hatte, der Treffer zählte nicht (25.). Es blieb also beim 1:0 und auch beim Werdegang des Spiels. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz, mehr Schüsse, gewannen sogar mehr Zweikämpfe, aber Dresden war eben dann zur Stelle, wenn es wichtig war.

Elverbergs Doppelschlag

Nach dem Seitenwechsel legten die Saarländer dann aber den Schalter um, drängten vehement zunächst auf den Ausgleich. In der 49. Minute ging es dann mal zu schnell für die Dynamo-Defensive, doch Felix Keidel schloss einen tollen Elversberger Angriff mit vielen Direktpässen zu ungenau ab, der Schuss des Rechtsverteidigers ging nur ans Außennetz. Und auch Lukas Petkov versagten im Abschluss die Nerven, aus kurzer Distanz ging sein Schuss drüber (56.). Die guten Momente häuften sich, sie blieben jedoch unvollendet.

Doch das änderte sich in der 58. Minute, als Nicholas Mickelson den Gästen den hochverdienten Ausgleich bescherte. So einfach wie in dieser Situation war es den Elversbergern vorher nicht gemacht worden, nach nur einem langen Ball stand der linke Verteidiger frei vor Tim Schreiber und behielt im Gegensatz zu seinen Mitspielern zuvor die Kontrolle über den Ball beim Abschluss.

Angesichts des bisherigen Spielverlaufs war zu erwarten, dass sich die Partie nun komplett wenden würde – doch das bestätigte sich zunächst nicht. Elversberg verlor etwas den Faden und Dresden zeigte sich plötzlich wieder in der Offensive, die Partie war offen, wenn auch nicht reich an Chancen. Doch die nächste Gelegenheit sorgte dann tatsächlich für die Wende. Dynamo zog sich bis zum 1:2 komplett zurück, attackierte nicht mehr im Mittelfeld, ließ zu, dass Elversberg über alle Positionen hinweg den Druck erhöhen konnte. In dieser Phase fehlte auch die Laufbereitschaft, um Lücken zu schließen.  Lasse Günther scheiterte erst an Schreiber, doch Petkov bekam den Rebound und staubte zum 2:1 ab (78.).

Rettungstaten gegen Dynamos späten Ansturm

Gerade bei Standardsituation geriet diese Führung in Gefahr und dass sie hielt, hatte Elversberg auch Petkov zu verdanken. In der 83. Minute nahm der Torschütze Christoph Daferner die Kugel zwei Meter vor dem eigenen Tor noch mit der Fußspitze vom Bauch, sonst hätte der Dresden-Stürmer den Ball locker reingedrückt. Eine unglaubliche Tat, für die sich Petkov zu Recht ein zweites Mal feiern ließ. Den Bruch im Dresdner-Spiel nach dem Seitenwechsel wollen und müssen die Dynamos schnellstens analysieren. Denn mit Hannover 96 und Darmstadt 98 warten in den nächsten Wochen weitere Spitzenteams der Liga.

Positive Erkenntnisse aus der Niederlage aber sind ohne Frage da. Dynamo kann gegen Spitzenteams und enorm spielstarke Mannschaften mithalten. Die fußballerischen Mittel, die die Dresdner seit der Winterpause offerieren, bringen auch Teams aus dem ersten Tabellendrittel in Verlegenheit. Auch, dass man nach einem Rückstand nicht mehr in Lethargie verfällt, sondern sofort in den Angriffsmodus übergeht, ist eine neue schwarz-gelbe Tugend.

Dynamo Dresden-Trainer Thomas Stamm: „Es ist uns der zweiten Hälfte nicht mehr gelungen, mit der nötigen Intensität Druck draufzubekommen, da war öfters mal der Fuß frei beim Gegner. Elversberg hatte die Effektivität, die wir diesmal nicht hatten. Die brauchst du, um gegen eine sehr, sehr gute Mannschaft Punkte mitzunehmen. (…) Wenn du weißt, welche Muster und welche Abläufe sie spielen, müssen wir es am Ende besser verteidigen.“

SV Elversberg-Trainer Vincent Wagner: „Wir waren in diesem tollen Stadion der glückliche Gewinner. Nicht unverdient, aber glücklich. Bekommen wir hinten raus den Ausgleich, dürfen wir uns nicht beschweren. (…) Die Dresdner pressen mittlerweile außerordentlich gut. Das haben sie in der Vorrunde auch schon gemacht, jetzt sind sie echt mit einer geilen Intensität unterwegs. Das 1:0 war zudem ein gutes Tor, er knallt ihn brutal ins Eck.“

Dynamo-Torhüter Tim Schreiber: „In der zweiten Halbzeit haben wir den Faden verloren. Uns hat der Ball gefehlt, wir waren zu unsauber in den Zweikämpfen, haben die Fifty-Fifty-Zweikämpfe leider nicht gewonnen. Wenn du dann noch die leichten Fehler im Spielaufbau in der zweiten Kette machst, wird es schwierig.“

Alexander Rossipal (Dynamo Dresden): „Die Elversberger wissen, glaube ich, selbst nicht, warum sie da so ein Glück haben. Dass diese zwei Dinger nicht reingehen, schmerzt schon.“

Dynamo-Kapitän Niklas Hauptmann: „Wir werden dieses Spiel, genau wie die vergangenen erfolgreichen Partien in der Rückrunde, aufarbeiten. Wir haben einiges zu analysieren.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 22
| Rudolf Harbig Stadion | 14.Feb..2026-20:30
Dynamo Dresden
N S S U U
1 : 2
Endstand
SV 07 Elversberg
U N U S N
Alexander Rossipal
12'
Nicholas Mickelson
58'
Lukas Petkov
78'
Tore
12'
58'
78'
Tor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
10'

 

Dynamo auch gegen Holstein Kiel erfolglos

Niederlage

Dynamo Dresden überwintert als Tabellenletzter

Im Auswärtsspiel bei Holstein Kiel geht der Aufsteiger zwar in Führung, gibt die Partie aber aus der Hand. Wendepunkt ist eine Aktion des Dresdner Kapitäns. Dynamo Dresden wollte mit einem Sieg die rote Laterne der 2. Bundesliga abgeben. Doch daraus wurde nichts. Holstein Kiel hat das letzte Samstagabendspiel der 2. Bundesliga im Jahr 2025 gewonnen. Gegen Dynamo Dresden holten die „Störche“ einen 2:1-Heimsieg. Dabei lag Holstein nach nur zwölf Minuten durch zurück.

Dabei hatte alles für die Sachsen so gut begonnen. Nachdem Lemmer den ersten verheißungsvollen Angriff nach einem langen Ball hinter die Abwehrkette noch nicht im Tor untergebracht hatte (11.), schlug Dynamo beim nächsten Versuch zu. Bei der nachfolgenden Ecke wuchtete sich Vermeij in die Hereingabe und brachte sie mit dem Hinterkopf zur 1:0-Führung im Tor unter. Kurz danach hatten die Störche sogar Glück, dass die Gäste einen Patzer von Krumrey nicht ausnutzen konnten. Der Kieler Keeper hatte den Ball direkt in die Füße von Kofi Amoako gespielt, der auf Niklas Hauptmann ablegte. Der Schuss aus rund 16 Metern wurde gerade noch geblockt.

Danach agierten die Gäste aus Sachsen allerdings insgesamt zu passiv. Kiel bekam Stück für Stück Oberwasser, ohne zunächst allzu gefährlich zu werden. Erst nach einer knappen halben Stunde kam das Ausfrufezeichen – allerdings mit starker Unterstüzung der Gäste. Herrmann übersah im Mittelfeld bei der Ballannahme Skrybski. Der Holstein-Kapitän zog auf und davon, legte im Strafraum klug quer und Harres schob zum 1:1 ein.

Holstein bewegte sich nach dem Ausgleich etwas selbstbewusster auf dem Feld, zwingende Torchancen sprangen – wie auch auf der Gegenseite – aber kaum heraus. Beste Möglichkeit war eine Eckenvariante, bei der Schwab den Ball auf den an der Strafraumgrenze lauernden Skrzybski zurücklegte, der volley abzog. Der Schuss wurde jedoch geblockt (33.). Zum Ende des ersten Durchgangs gelang dem Team von Marcel Rapp zum ersten Mal in der Partie eine Druckphase. Die beste Möglichkeit auf die Führung per Kopfball ließ Harres per Kopfball jedoch liegen (45.+2). Auch wenn es lange nicht danach ausgesehen hatte, war das Remis zur Halbzeit eigentlich zu wenig für die Hausherren.

Nekic köpft zur Führung, Skrybski wichtiger Antreiber

Dennoch gelang es der KSV, den Schwung mit in die zweite Hälfte zu nehmen. Verdienter Lohn: Im Anschluss an eine Niehoff-Ecke köpfte Innenverteidiger Ivan Nekic zur 2:1-Führung ein (55.). In den Torjubel knallten Raketen aus dem Dresden-Block. Aufgrund von Rauch wurde das Spiel unterbrochen. Dresden suchte verzweifelt den Weg zurück in die Partie. Doch Offensiv fiel den Sachsen gegen gut gestaffelte Gastgeber kaum etwas ein. Kiel kontrollierte die Partie, die vor den Toren allerdings kaum noch Spannendes bot.

Krumrey wird erst zum Schluss geprüft

Erst ganz zum Schluss hatte der eingewechselte Nils Fröling (88.) noch eine gute Schusschance für Dynamo von halbrechts. Doch KSV-Torwart Jonas Krumrey war im kurzen Eck auf dem Posten. Auch Vinko Sapina (90.+2) scheiterte in der neunminütgen Nachspielzeit mit einem Flatterballa aus 22 Metern an Krumrey. Für Dynamo war es die dritte Niederlage in Serie, insgesamt gingen sechs der vergangenen acht Spiele des Aufsteigers verloren. Für Kiel bedeutete der Erfolg hingegen einen kleinen Befreiungsschlag: Die Störche beendeten ihre Negativserie von vier Ligaspielen ohne Sieg und schoben sich zumindest vorübergehend auf Rang zehn vor. Für Dynamo bedeutet die Niederlage, dass die Sachsen das Jahr 2025 auf Rang 18 beenden werden. Mit einem Sieg wäre Dresden an Fürth vorbeigezogen.

Kiel gegen Paderborn, Dresden gegen Fürth

Nach der Winterpause empfängt Holstein Kiel am Sonntagmittag (18.01.2026) den SC Paderborn (13.30 Uhr). Dresden spielt am Samstagmittag das wegweisende Kellerduell gegen den Vorletzten SpVgg Greuther Fürth (13 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 17
| Holstein Stadion | 20.Dez..2025-20:30
Holstein Kiel
N N U U U
2 : 1
Endstand
Dynamo Dresden
N S S N N
Phil Harres
29'
Ivan Nekic
51'
Vincent Vermeij
12'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
12'
Tor
Tor
29'
Tor
51'

 

 

K’Lautern schlägt Dynamo Dresden und bleibt oben dran

Niederlage

Wiedergutmachung für den FCK gelungen

Nach der desaströsen Leistung im DFB-Pokal rehabilitiert sich der 1. FC Kaiserslautern in der 2. Liga gegen Dynamo Dresden. Protagonist war einmal mehr Naatan Skyttä. Der 1. FC Kaiserslautern hat in der zweiten Liga einen 3:1 Sieg gegen Dynamo Dresden eingefahren und bleibt in der Tabelle oben dran. Die Gäste aus Dresden kamen erst sehr spät ins Spiel. Dynamo Dresdens Mini-Serie von zwei Siegen in Folge ist auf dem Betzenberg gerissen.

Skyttä erzielt seinen achten Saisontreffer

Dabei hatte das Spiel für den 23-Jährigen gar nicht so gut begonnen. Nach einem starken Zuspiel von Marlon Ritter war der Mittelfeldspieler frei vor dem Dresdener Tor, besaß aber augenscheinlich zu viele Optionen und während er sich noch in der Entscheidungsfindung befand, war der Ball auch schon wieder weg (3. Minute). In der 17. Minute machte es Skyttä dann besser und traf wenig später nach starker Vorarbeit von Daniel Hanslik mit seinem schwächeren rechten Fuß zum 1:0 für die Roten Teufel. Nach einer lange Flanke von Paul Joly in den Strafraum legte Daniel Hanslik den Ball schön mit dem Kopf dem Finnen auf und der schloss aus fünf Metern halbrechter Position ab.Bereits sein achtes Saisontor.

Und Lautern hätte fast das 2:0 nachgelegt. Skyttä zog eine Ecke auf den langen Pfosten und da stand Hanslik nun wirklich völlig frei und musste per Kopf nur noch einnicken. Schiedsrichter Max Burda entschied nach Hinweis des VAR aber auf Handspiel, der Treffer zählte nicht. Fabian Kunze hatte den Ball von Hanslik leicht abgefälscht. Ansonsten war es eine maue Partie. Viele Fouls, Nickligkeiten und Unterbrechungen störten immer wieder den Spielfluss, das Spiel war zerfahren, die Teams neutralisierten sich im Mittelfeld und es gab kaum Torchancen. Dresden fand in der Offensive kaum statt, und Lautern hatte auch nur die beiden Chancen von Skyttä.

Ritter trifft, Haas legt nach

Nach dem Seitenwechsel kam Kaiserslautern deutlich wacher aus der Kabine und erhöhte in der 52. Minute, nachdem die Dresdner Hintermannschaft einen Standard erneut nicht vernünftig klären konnte. Aus dem Gewühl heraus schob Marlon Ritter überlegt aus elf Metern ins lange Eck. Trainer Stamm reagierte und brachte mit Sapina und Kother frische Impulse. Doch statt des Anschlusstreffers fiel in der 70. Minute das 3:0: Der überragende Skyttä tanzte leichtfüßig durch vier Verteidiger und legte mustergültig für Mika Haas auf, der nur einschieben musste.

Der Dynamo-Ehrentreffer in der 76. Minute durch einen sehenswerten Fernschuss von Jakob Lemmer war dann nur noch Ergebniskosmetik. Nach dem 0:3 tat dann auch Dresden plötzlich mehr in der Offensive. Und prompt fiel der Anschlusstreffer. Lemmer fasste sich aus rund 25 Metern halbrechter Position einfach mal ein Herz und setzte die Kugel ins rechte Eck – ein schönes Tor. Dresden war plötzlich obenauf, Lautern wackelte und es wurde eine offene Partie. Zu mehr reichte es für Dynamo, das viel zu lange viel zu passiv geblieben war, aber nicht. Nach fünf Minuten Nachspielzeit blieb Dresdens Schlussoffensive unbelohnt, sodass eine insgesamt verdiente 1:3-Niederlage stand.

Lautern in Bielefeld, Dresden gegen Braunschweig

Kaiserslautern ist am nächsten Spieltag am Samstagmittag bei Arminia Bielefeld zu Gast (13.00 Uhr). Dresden empfängt am Freitagabend Eintracht Braunschweig (18.30 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 15
| Fritz-Walter-Stadion | 06.Dez..2025-13:00
1.FC Kaiserslautern
U N S N N
3 : 1
Endstand
Dynamo Dresden
N N N S S
Naatan Skyttä
17'
Marlon Ritter
52'
Mika Haas
70'
Jakob Lemmer
76'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
2'
Tore
Tor
17'
76'
Tor