Befreiungsschlag von Dynamo gegen Darmstadts Lilien

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Erst zweimal in dieser Spielzeit gewann Dynamo daheim

Gegen das Spitzenteam aus Darmstadt lief es nach Wunsch. Dynamo Dresden hat ein weiteres Ausrufezeichen in der 2. Bundesliga gesetzt und dem SV Darmstadt 98 den Sprung an die Tabellenspitze verwehrt. Die Sachsen gewannen gegen den Tabellenzweiten 3:1 (2:0) und verließen vorübergehend die Abstiegsplätze. Vincent Vermeij (45., 45.+1) hatte die Sachsen mit einem Doppelpack unmittelbar vor der Pause in Führung geschossen.

40 Minuten lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe, das eher wenige Chancen bereithielt. Die Zuschauer sahen zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Dresden erwischte den besseren Start, dann kamen die Gäste auf. In der 7. Minute haderten die Darmstädter nach einem Zupfer an Lidberg mit der Gelben Karte für Keller. Sie hätten da gerne Rot gesehen, weil der Torjäger freie Bahn gehabt hätte.  SGD-Torwart Schreiber war ab und an gefordert. Bei einem Abschluss von Niklas Schmidt reagierte der gebürtige Sachse stark (20.). Auch Hiroki Akiyama (39.) fand in Dynamo-Torhüter Tim Schreiber seinen Meister. Auf der Gegenseite hatte Robert Wagner (28./34.) mit seinen Versuchen kein Glück. Der völlig berechtigte Platzverweis für Pfeiffer – nach eigenem Ballverlust vor dem Strafraum hatte er als letzter Mann Ben Bobzien zu Fall gebracht – veränderte alles. Die Konfusion in der Gäste-Abwehr nutzten die Dresdner in Person von Vermeij, der per Kopf und Direktabnahme traf  (45., 45.+1) , mit einem Doppelpack unmittelbar vor der Pause.

Blitz-Gelb-Rot und noch zwei Tore

Nach der Pause sah dann Lemmer nach zwei Fouls in kurzer Zeit Blitz-Gelb-Rot (54.). Dennoch kontrollierten die Gastgeber danach das Geschehen und ließen kaum etwas zu.  Da Dynamo die numerische Überlegenheit aber schnell wieder hergab, bekam Darmstadt die Chance, zurück ins Spiel zu finden. Der Druck der Gäste nahm zu, die Fehlerquote der Sachsen auch. Schreiber (68.) musste sein Team vor einem Eigentor von Julian Pauli bewahren. Erst danach fingen sich die Dresdner wieder und versuchten ihr Glück mit Kontern. Daferner staubte dann zum 3:0 ab (81.). In der Nachspielzeit verkürzte Furukawa (90+2). Dynamo fügte Darmstadt die erste Niederlage nach 13 ungeschlagenen Auftritten zu. Das Team von Thomas Stamm sammelte im Jahr 2026 zwölf Punkte in sieben Partien. Wichtige Zähler auf dem Weg zum erhofften Klassenerhalt. Die Gastgeber verbesserten sich vorerst von Rang 17 auf 13

Nach dem Sieg von Dynamo Dresden ist Gegner Darmstadt 98 extrem sauer auf Referee Erbst. Coach Kohfeldt macht seinem Ärger Luft. SGd-Trainer Stamm zeigt großes Verständnis.

Thomas Stamm (Trainer Dynamo Dresden): „Ich bin heute unheimlich stolz auf die Truppe. Wir wussten, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft wie Darmstadt über die Schmerzgrenze gehen müssen. Vincent Vermeij hat vorne genau die Kaltschnäuzigkeit gezeigt, die uns zuletzt manchmal gefehlt hat. Die Rote Karte gegen Darmstadt hat uns natürlich in die Karten gespielt, aber auch nach unserem eigenen Platzverweis haben wir die Ordnung behalten und den Sieg verdient nach Hause gebracht.“

Florian Kohfeldt (Lilien-Coach): „Glückwunsch an Dynamo, sie haben heute mit Herz und Leidenschaft gespielt. Für uns ist das Ergebnis extrem bitter, weil wir durch die Rote Karte früh den Plan anpassen mussten. Wenn du kurz vor der Pause diesen Doppelschlag kassierst, wird es im Dresden-Stadion natürlich eine Mammutaufgabe. Die Jungs haben in Unterzahl Moral bewiesen, aber heute hat uns die letzte Präzision gefehlt, um nach dem Anschluss noch einmal wirklich zurückzukommen.“

Vincent Vermeij (Doppeltorschütze zum 1:0 & 2:0): „Das war ein unglaublicher Abend. Bei den beiden Toren stand ich einfach dort, wo ein Stürmer stehen muss, aber die Vorarbeit von Ben und Niklas war überragend. Wir haben heute als Einheit funktioniert. Nach der Gelb-Roten Karte gegen uns mussten wir noch mal richtig beißen, aber die Fans haben uns getragen. Dieser Dreier im Abstiegskampf gibt uns enorm viel Selbstvertrauen für die kommenden Wochen.“

Niklas Hauptmann (Vorlagengeber): „Man hat von der ersten Minute an gespürt, dass wir heute etwas holen können. Wir haben Darmstadt kaum Raum zur Entfaltung gelassen. Es war wichtig, dass wir nach dem 3:0 durch Christoph ruhig geblieben sind und uns nicht haben hektisch machen lassen. Wir belohnen uns heute endlich mal für eine richtig gute Leistung gegen einen Top-Gegner.“

Yosuke Furukawa (Torschütze zum 3:1): „Natürlich freue ich mich über mein Tor, aber am Ende zählt das Ergebnis, und das passt heute leider gar nicht. Wir wollten unsere Serie ausbauen, aber Dresden hat uns heute den Schneid abgekauft. Die Niederlage schmerzt sehr, aber wir dürfen jetzt nicht den Kopf hängen lassen. Wir stehen immer noch gut da und müssen nächste Woche eine Reaktion zeigen.“

Marcel Schuhen: „Es ist schwer zu akzeptieren, weil wir uns viel vorgenommen hatten. Die Unterzahl über so lange Zeit hat uns viel Kraft geraubt. Dresden war heute griffiger in den Zweikämpfen und hat die Fehler, die wir gemacht haben, eiskalt bestraft. Wir müssen das jetzt sachlich analysieren. 13 Spiele ohne Niederlage waren eine starke Serie, jetzt müssen wir eben eine neue starten.“

Dynamo reist am kommenden Sonntag nach Karlsruhe und hofft wieder auf Punkte, Darmstadt spielt zu Hause gegen Kiel.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 24
| Rudolf Harbig Stadion | 27.Feb..2026-18:30
Dynamo Dresden
S U U N U
3 : 1
Endstand
SV Darmstadt 98
S U S U S
Vincent Vermeij
45'
Vincent Vermeij
45'+2'
Christoph Daferner
81'
Yosuke Furukawa
90'
Tore
Tor
45'
45'
+2
90'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
2'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'

Lidberg und Hornby führen Lilien zum Heimsieg gegen Dynamo

Niederlage

Dynamo Dresden hat Spitzenreiter Darmstadt Paroli geboten, am Ende aber verdient verloren. Damit endete auch eine kleine Serie – gegen Tabellenführer hatte die SGD in dieser Saison schon zwei Mal gepunktet. Dynamo Dresden kann beim SV Darmstadt einfach nicht gewinnen. Am Freitagabend (26. September) verlor die Elf von Thomas Stamm verdient mit 0:2 (0:1) beim abgezockten Zweitliga-Spitzenreiter. Maßgeblich daran beteiligt war das überragende Sturmduo der Lilien.

SVD-Trainer Florian Kohfeldt musste seine Startelf auf einer Position umbauen: Fabian Nürnberger fiel verletzt aus, Leon Klassen feierte dafür sein Startelf-Debüt auf der linken Abwehrseite. Dresden-Coach Thomas Stamm bringt gleich mal vier Neue für die Start-Elf (Kammerknecht, Amoako, Oehmichen, Casar ). Und er lässt sein Team hinten zwischen Vierer- und Fünferkette hin- und her switchen. Die SGD spielte 45 Minuten stark auf, verbuchte aber nicht eine echte Torchance.

Katastrophenpass von Hauptmann

Ein kapitaler Fehler ebnete den Weg zur Führung für Darmstadt. Hornby, der einen Volley auf Vorlage von Klassen über das Tor haute (22.). Im Anschluss wurden die Hausherren zwar etwas stärker, die Führung kam dennoch aus dem berühmten Nichts. Marco Richter fing einen Dynamo-Angriff ab, schaltete blitzschnell um und schickte Lidberg, der auf dem Weg Richtung Dresdner Keeper Tim Schreiber nicht zu stoppen war und im Abschluss cool blieb – 1:0 (37.). Es war bereits der siebte Saisontreffer des Schweden und zugleich der Halbzeitstand.

Dynamo ungefährlich und ohne Torschuß

In den zweiten Durchgang starteten die Lilien entschlossen – und brachten diese Entschlossenheit direkt auf die Anzeigetafel. Richter passte per Hacke zu Killian Corredor, der Hornby in Szene setzte. Der ließ sich die Chance nicht entgehen und markierte sein erstes Saisontor (48.). Das Sturmduo der Darmstädter war nun so richtig auf den Geschmack gekommen. Eine sehenswerte Kombination von Hornby und Lidberg schloss der Schotte ab, Schreiber konnte parieren (57.). Drei Minuten später waren es wieder die beiden, die sich gemeinsam Richtung Tor spielten – dieses Mal schoss Lidberg, Schreiber war wieder zur Stelle.

Wir waren bis zum Gegentor die klar bessere Mannschaft und haben gegen sehr effiziente Darmstädter verloren„, sagte SGD-Trainer Stamm, der sich über die unsaubere Spielweise im letzten Drittel ärgerte. Dresden danach zwar weiter bemüht und engagiert, die Moral stimmt. Aber der SVD, der wohl selbst nicht weiß, wieso er plötzlich 2:0 führt, spielt das Ding jetzt souverän runter. Insgesamt war Dresden aber offensiv zu harmlos, Torhüter Schuhen musste nicht einen gefährlichen Ball halten und spielte bereits zum vierten Mal in dieser Saison zu null.

VoDynamo kam kaum noch etwas. In der 68. Minute musste dann auch mal Lilien-Keeper Marcel Schuhen ran, als er eine gefährliche Hereingabe entschärfte. Weil Dynamo nicht konnte und Darmstadt nicht mehr musste, endete das Spiel so unspektakulär, wie es begonnen hatte – zur Freude der Lilien-Fans, die einen ungefährdeten Heimsieg feiern durften.

Gute Moral, kaum Effektivität

Betrachtet man es positiv, hat Dynamo Dresden nach den Remis gegen Elversberg und Hannover (je 2:2) nur eins von drei Hammer-Spielen gegen die absolute Zweitliga-Spitze verloren. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass trotz guter Spielanlage kaum echte Gefahr vorm gegnerischen Tor aufkam. Und dass es langsam ungemütlich wird im Tabellenkeller. Deshalb muss sich die SGD jetzt dringend mal mit einem Sieg für den Aufwand und das durchaus couragierte Auftreten belohnen. Ob die wenigen, aber gravierenden Fehler eine Konzentrations- oder Qualitätsfrage sind, werden die kommenden Spiele zeigen.

Für Dynamo Dresden geht es am Samstag (20:30 Uhr) mit dem nächsten Flutlichtspiel weiter. Zu Gast ist der Karlsruher SC. Ob Dynamo im vierten Anlauf der erste Heimsieg gelingt? Darmstadt reist ebenfalls am Samstag zum 13 Uhr-Spiel nach Kiel.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 7
| Merck-Stadion am Böllenfalltor | 26.Sep..2025-18:30
SV Darmstadt 98
S U N S S
2 : 0
Endstand
Dynamo Dresden
N S N U U
Isac Lidberg
37'
Fraser Hornby
48'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
Tor
37'
48'

Dynamo unterliegt im Pokalkrimi dem SV Darmstadt

DFB-Pokal

Nach einem Nervenkrimi steht Darmstadt 98 im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der Bundesliga-Absteiger, der sich unter dem neuen Trainer Florian Kohfeldt wieder deutlich stabilisiert hat, setzte sich in der zweiten Runde beim Drittligisten Dynamo Dresden nach Verlängerung durch das Tor von Isac Lidberg (98.) mit 3:2 (2:2, 0:0) durch. Aleksandar Vukotić (56. Minute), Tobias Kempe (90+2) und Isac Lidberg (98.) trafen beim 3:2-Sieg für die Gäste aus Hessen, Jakob Lemmer (85./90+11) machte die Tore für den Drittligisten aus Dresden.

Viel Pyrotechnik im K-Block

Ein stimmungsvoller Pokalabend war es trotz der Niederlage. Statt der Pfiffe wie zuletzt beim 2:1-Heimsieg in der 3. Liga gegen Hannover 96 II gab es lautstarke Unterstützung für die SGD und ganz viel Rauch im Rudolf-Harbig-Stadion. „Alle in Gelb“ lautete das Fanmotto für diesen Pokalabend. Die aktive Fanszene hatte außerdem zu einem Marsch in Richtung Stadion aufgerufen. Der Heimbereich im Rudolf-Harbig-Stadion war komplett ausverkauft. Vor dem Anpfiff und auch während des Spiels brannte der K-Block reichlich Pyrotechnik ab. Es dürfte aufgrund der zu erwartenden Geldstrafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) also auch ein teurer Pokalabend für Dynamo Dresden werden.

Bei der SGD gab es eine Änderung im Vergleich zum Sieg gegen Hannover 96 II. Robin Meißner begann anstelle von Jakob Lemmer in der Startelf. Oliver Batista Meier, der am Samstag in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt hatte, saß zunächst ebenso auf der Bank wie Kapitän Stefan Kutschke. Die 31.000 Fans im Rudolf-Harbig-Stadion sahen in der ersten Halbzeit eine äußerst maue Partie. In der torlosen ersten Halbzeit hatte der Favorit aus Darmstadt zwar etwas mehr Ballbesitz, konnte damit aber nicht viel anfangen. Dynamo setzte auf Zweikampfstärke und eine gut strukturierte Defensive. Allerdings hatte die SGD auch Glück: Beim Rettungsversuch von Robin Meißner in der 45. Minute landete der Ball an der Latte.

Dynamo gleicht wieder aus

In der zweiten Halbzeit lösten beide Mannschaften ihre Grundordnung auf und spielten mehr nach vorne. Dennoch fiel die Gäste-Führung überraschend. Nach der dritten Ecke nutzte Vukotic seine Körpergröße und köpfte unhaltbar ein. Nur zwei Minuten später wäre er beinahe ein zweites Mal erfolgreich gewesen, doch sein Schuss ging über das Tor. Nach dem Führungstreffer für Darmstadt 98 durch Aleksandar Vukotic in der 57. Minute verpassten es die Gäste, den Vorsprung auszubauen. Die Riesenchance auf der anderen Seite von Jonas Sterner in der 75. Minute ging dann beinahe im Nebel unter, weil im K-Block wieder die Pyrotechnik brannte: Darmstadt Torhüter Marcel Schuhen lenkte den Schuss von Sterner an die Latte.

Die Gastgeber erhöhten jetzt den Druck und wurden mit dem 1:1-Ausgleich durch den eingewechselten Jakob Lemmer belohnt (85.). In der Schlussphase wurde es dann dramatisch. Nach einem Foul von Jonas Sterner an Isac Lidberg gab es zunächst Foulelfmeter für Darmstadt – Tobias Kempe traf vom Punkt zum 2:1 (90.+2). Aber Dynamo schlug mit dem späten Ausgleich durch den zweiten Treffer von Jakob Lemmer in der zehnten Minute der Nachspielzeit erneut zurück und erzwang die Verlängerung.

Wilde Nachspielzeit

Nach dem Ausgleich wurde es wild. Nach einem Foul von Jonas Sterner an Lidberg gab es kurz vor Schluss Elfmeter, den Tobias Kempe im Tor versenkte. Doch als sich Darmstadts Trainer Florian Kohfeldt schon eine Runde weiter wähnte, schlug Dynamo erneut zurück. Wieder war es Lemmer, der in der elften Minute der Nachspielzeit nach einer Ecke ins Tor traf und das Stadion zum Beben brachte – mit einem satten Schuss in den Winkel. Ein Traumtor in letzter Sekunde der regulären Spielzeit.

Darmstadt in der Verlängerung souveräner

In der Verlängerung behielt dann der Zweitligist die Oberhand. Philipp Förster konnte im Strafraum noch entscheidend gestört werden, doch dann kam der Ball zu Lidberg, der aus 14 Metern zentraler Position den Ball mithilfe des linken Innenpfostens ins Tor setzte. Dem dritten Treffer der Darmstädter hatten die Dresdener dann nichts mehr hinzuzusetzen.

Das Achtelfinale im DFB-Pokal wird am 3./4. Dezember ausgespielt. Die Auslosung gibt es am Sonntag ab 19.25 Uhr in der Sportschau.

| Rudolf Harbig Stadion | 30.Okt..2024-20:45
Dynamo Dresden
N N U N S
2 : 3
n.V.
SV Darmstadt 98
S S N N S
Jakob Lemmer
85'
Jakob Lemmer
90'+11'
Aleksandar Vukotic
56'
Tobias Kempe
90'+2'
Isac Lidberg
98'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
11'
 
Verlängerung
120' 105'
Tore
85'
90'
+2
Elfmetertor
90'
+11
98'
Tor

Darmstadt befasst sich mit Paul Will

News-6

Der Glaube an einen sportlich versöhnlichen Saisonausklang ist bei Absteiger Darmstadt eher theoretischer Natur. „Ich hoffe, es wird nicht schon schlimmer“, unkte Verteidiger Christoph Klarer nach dem blamablen 0:6 gegen Hoffenheim mit Blick auf den 34. Spieltag beim BVB. Vorab zeigt sich bereits: Die Verletztenmisere begleitet die Lilien bis zum bitteren Ende. Am Mittwoch musste Angreifer Luca Pfeiffer mit schmerzhaft lädiertem Fuß das Training abbrechen. Fabian Nürnberger, der sich gegen Hoffenheim an der Schulter verletzt hat, fällt ebenfalls definitiv aus. Diagnosen sind in beiden Fällen bislang nicht öffentlich kommuniziert.

Dresdens Will rückt ins Lilien-Visier

Mit einer positiven Nachricht könnte der Klub noch vor der letzten Saisonpartie indes womöglich ebenfalls aufwarten. Die seit geraumer Zeit angebahnte Verpflichtung von Angreifer Luca Marseiler (27, Viktoria Köln) steht unmittelbar vor dem Abschluss. Der dribbelstarke 1,76-Meter-Mann kommt ebenso wie Mittelstürmer Fynn Lakenmacher (24, 1860 München) ablösefrei aus der 3. Liga. Dass Sportdirektor Paul Fernie auf solche „Aufsteiger“ setzt, deren Verträge auslaufen, hat offensichtlich Methode: Für die Sechserposition ist Paul Will (25) von Dynamo Dresden ins Darmstädter Visier gerückt. Ein entsprechender Bericht der BILD deckt sich mit kicker-Informationen.

Dynamo Dresden verliert gegen Darmstadt in letzter Sekunde

Niederlage

Dynamo trifft beim Flutlichtspiel am Sonnabend zweimal das Torgestänge

Der einzige Treffer des Abends gelingt den Gästen in der Nachspielzeit. Das war extrem bitter. In letzter Minute hat Dynamo Dresden am Sonnabend eine schmerzliche Niederlage hinnehmen müssen. Mathias Honsak traf in der dritten Nachspielminute des Zweitligaspiels zum 0:1 für den SV Darmstadt 98. Dabei hatten die Schwarz-Gelben lange gut mitgehalten und sich vor 10.024 Zuschauern beim Flutlichtspiel im Rudolf-Harbig-Stadion eigentlich ein Unentschieden verdient. Nicht nur wegen zweier Aluminiumtreffer, sondern auch einer engagierten Leistung gegen das Spitzenteam aus Südhessen.

Dresdens Cheftrainer Alexander Schmidt wollte an die Schlussphase vom 1:1 der Vorwoche gegen Heidenheim anknüpfen und für mehr Kreativität sorgen. Entsprechend begannen Patrick Weihrauch mit seinem ersten Startelfeinsatz seit Dezember 2020 und Batista-Meier. Dafür mussten Drchal und Schröter auf die Bank. Die dritte Änderung betraf Guram Giorbelidze, der den verletzten Linksverteidiger Chris Löwe ersetzte.

Dabei waren die Gastgeber einem Traumstart nahe. Nach einem Fehlpass von Gäste-Torhüter Marcel Schuhen verpasste Julius Kade (1.) die Führung nur knapp. Darmstadt hatte danach viel Ballbesitz, Dresden blieb zunächst aber gefährlicher. Einen Freistoß von Patrick Weihrauch (16.) lenkte Schuhen mit etwas Glück an die Latte. Die Gäste wurden durch Torjäger Luca Pfeiffer (29.) erstmals richtig gefährlich, auf der anderen Seite verfehlte Oliver Batista Meier (39.) mit einem Freistoß das Tor der Lilien nur knapp. So aber flog die Kugel von der Bande zurück und ließ das Außennetz zappeln, so dass die Fans schon jubelten. Kurz vorm Pausenpfiff tobten sie dann vor Wut, als Florian Lechner keinen Elfmeter für Dynamo pfiff. Yannick Stark war bei einem Zweikampf zu Boden gegangen, Patric Pfeiffer spielte aber einen Bruchteil vor seinem Zusammenprall mit dem Dynamo-Kapitän den Ball (45.+1).

Viele Chancen in der 2. Halbzeit

Diesmal nahm zuerst der gegnerische Trainer einen Doppelwechsel vor. Torsten Lieberknecht brachte mit dem Wiederanpfiff Honsak und Ex-Dynamo-Verteidiger Jannik Müller. Skarke prüfte direkt Mitrjuschkin, doch der wehrte sicher ab (46.). Bei den Sachsen lief in dieser Phase nicht viel nach vorn. In der 56. Minute musste Patrick Weihrauch dann vom Platz, Morris Schröter kam für ihn. Kurz danach wurde die SGD wieder brandgefährlich: Nach einem von Stark verlängerten Batista-Meier-Freistoß köpfte Ehlers aus Nahdistanz an den rechten Pfosten (58.). Zum zweiten Mal Aluminium und Pech für Dynamo!

Die Darmstädter hatten durch Skarke eine gute Gelegenheit, doch der Ball ging aus spitzem Winkel knapp links vorbei (62.). Dynamos nächste Chance war aber noch besser, doch Schuhen parierte Kades Abschluss richtig stark (70.). Giorbelidze hatte sich nach gutem Auftritt ausgepowert und war von Krämpfen geplagt, Robin Becker ersetzte ihn und Michael Akoto wechselte auf die Linksverteidigerposition (76.). In der 82. Minute kam zudem Basti Mai für Ransford Königsdörffer.

Die Darmstädter wechselten unterdessen offensiv und hatten fortan auch die deutlich besseren Torchancen. Holland schoss erst ganz knapp rechts vorbei (82.) und wenig später knallte sein Distanzschuss an die Latte (85.). Nun waren die Dynamos mal im Glück, auch wenn sie in dieser Phase einen Wermutstropfen zu verkraften hatten: Der Ex-Darmstädter Yannick Stark grätschte Tietz um und sah dafür seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison – damit fehlt er nächstes Wochenende gesperrt in Bremen.

Lucky Punch in letzter Sekunde

In der 89. Minute hatte dann plötzlich Julius Kade das Goldene Tor auf dem Fuß, verzog aber freistehend. Hinten verteidigte Dynamo mit viel Aufwand, kämpfte um jeden Ball. Der Letzte jedoch ging verloren. Honsak spitzelte den Ball an Mitrjuschkin vorbei. Das war ein Lucky Punch in letzter Sekunde. Akoto war zuvor geschubst worden, lag am Boden, doch die Gäste spielten weiter. Der Treffer wurde überprüft und schließlich gegeben. Dadurch sind die Hessen Tabellenführer. Und Dynamo taumelt weiter der Abstiegszone entgegen.

Tore
90'
+3
Tor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
4'
2.Liga 2021-2022 | Spieltag 24
| Rudolf Harbig Stadion | 26.Feb..2022-20:30
Dynamo Dresden
U U N U U
0 : 1
Endstand
SV Darmstadt 98
U S N U U
Mathias Honsak
90'+3'