DFB Pokal Spiel

2. Runde im DFB-Pokal ist ausgelost

Titelverteidiger und Rekordsieger Bayern München reist in der zweiten Runde des DFB-Pokals zum Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel. Das ergab die Auslosung am Sonntag in Köln durch die frühere Europameisterin Inka Grings.

Bei den Spielen am 22. und 23. Dezember kommt es zudem zu drei Bundesligaduellen: Der FC Augsburg trifft auf RB Leipzig, der VfB Stuttgart spielt gegen den SC Freiburg, Bayer Leverkusen empfängt Eintracht Frankfurt.

Vizemeister Borussia Dortmund muss bei Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig ran, BVB-Erzrivale Schalke 04 trifft nach seinem Arbeitssieg in der ersten Runde gegen den 1. FC Schweinfurt erneut auf einen Vertreter aus der Regionalliga, das Los bescherte den Knappen ein Auswärtsspiel beim SSV Ulm.

Zu einem traditionsreichen Nordduell kommt es bei der Partie Hannover 96 gegen Werder Bremen. Viertligist Rot-Weiss Essen empfängt Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf.

Die zweite Runde findet am 22. und 23. Dezember statt.

Bundesliga gegen Bundesliga
Heim Gast
VfB Stuttgart SC Freiburg
Bayer Leverkusen Eintracht Frankfurt
FC Augsburg RB Leipzig
2. Bundesliga gegen Bundesliga
Heim Gast
1. FC Union Berlin SC Paderborn
Eintracht Braunschweig Borussia Dortmund
Hannover 96 SV Werder Bremen
1. FC Köln VfL Osnabrück
1. FSV Mainz 05 VfL Bochum
Holstein Kiel Bayern München
TSG 1899 Hoffenheim SpVgg Greuther Fürth
VfL Wolfsburg SV Sandhausen
Regionalliga gegen Bundesliga
Heim Gast
SSV Ulm FC Schalke 04
SV Elversberg Borussia Mönchengladbach
3. Liga gegen 2. Bundesliga
Heim Gast
SV Wehen Wiesbaden SSV Jahn Regensburg
Dynamo Dresden SV Darmstadt 98
Regionalliga gegen 2. Bundesliga
Heim Gast
Rot-Weiss Essen Fortuna Düsseldorf

Das Finale in Berlin ist für den 13. Mai 2021 angesetzt. Hier der Zeitplan im Überblick.

Termine DFB-Pokal (Männer)
Runde Termin
2. Runde 22./23. Dezember 2020
Achtelfinale 2./3. Februar 2021
Viertelfinale 2./3. März 2021
Halbfinale 1./2. Mai 2021
Finale in Berlin 13. Mai 2021

 

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt
DFB Pokal Spiel

Toni Leistner entschuldigt sich nach Blocksturm

Der Hamburger SV blamierte sich im Pokal bei der 1:4-Niederlage bei Dynamo Dresden. Toni Leistner brannten danach die Sicherungen durch.

Das TV-Interview war gerade in vollem Gange, dann sprang Toni Leistner über die Brüstung, lief die Stufen der Tribüne hoch und schnappte sich einen Fan von Dynamo Dresden. Der Innenverteidiger des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV packte den Anhänger am Kragen und stieß ihn zu Boden. Ein Ordner griff danach ein. “Meine Familie wurde massiv beleidigt“, erklärte Leistner nach der 1:4-Pokalniederlage des HSV beim Drittligisten bei “Sky” seinen Ausraster.

Beleidigung hin oder her, diese Aktion dürfte für den 30 Jahre alten Neuzugang ein Nachspiel haben, auch wenn sich der neue Trainer Daniel Thioune zunächst zurückhaltend äußerte. “Ich habe nichts mitbekommen. Ich habe nur gesehen, dass Toni Leistner den Rückweg angetreten hat von der Tribüne. Da muss im Vorfeld sicher etwas passiert sein. Aber das kann ich nicht bewerten, ich habe weder Bilder noch von was das Ganze ausgegangen ist“, sagte Thioune. Leistner ist in Dresden geboren und spielte von 2010 bis zum Zweitligaabstieg 2014 bei den Sachsen.

Einige Stunden nach Spielschluss entschuldigte sich Leistner via Instagram. Es sei “massiv unter die Gürtellinie” gegangen, ihm seien die Sicherungen durchgebrannt. Das dürfe jedoch nicht passieren, entschuldigte sich Leistner.

Die ganze Szenerie passte jedenfalls zu einem völlig gebrauchten Abend der Norddeutschen. Was als Neustart gedacht war, endete in einer Blamage. Die Hanseaten offenbarten vor dem Ligastart am Freitag (18:30 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf riesige Probleme.

Yannick Stark (3.), Robin Becker (16.), Christoph Daferner (53.) und Sebastian Mai (90.+2./Handelfmeter) erzielten die Treffer vor 10.053 Zuschauern für den siebenmaligen Pokalsieger der DDR. “Wir haben in den ersten Minuten grobe Schnitzer gemacht”, sagte Leistner.

Die Hamburger, die den Bundesligaaufstieg in der Rückrunde der vergangenen Saison leichtfertig verspielt hatten, vergaben hingegen gute Möglichkeiten und standen in der Defensive unsicher. Amadou Onana (89.) gelang nur das zwischenzeitliche 1:3.

Stark nutzte die erste Lücke in der neu formierten HSV-Abwehr. Daferner traf acht Minuten später nur den Pfosten, ehe Becker erhöhte. Der dreimalige Pokalsieger kam nach einer halben Stunde besser ins Spiel. Tim Leibold (36.) und Lukas Hinterseer (37.) ließen zwei gute Chancen aber ungenutzt.

Die Gäste starteten in der zweiten Halbzeit offensiv, wurden durch Daferners Distanzschuss aber überrascht. Trotz des Rückschlags versuchten die Hamburger aber noch einmal alles, hatten beim Pfostenschuss von Khaled Narey (68.) aber Pech. Nach dem Abpfiff folgte dann die Szene, die für Leistner Folgen haben dürfte.

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt
DFB Pokal Spiel

Dynamo Dresden schockt Hamburger SV mit 4:1-Sieg

Dresden gelingt in der ersten Pokalrunde gegen den HSV die Sensation

Der Hamburger SV gerät in Sachsen förmlich unter die Räder. Auch für Bundesligist Arminia Bielefeld ist das Abenteuer DFB-Pokal bereits wieder beendet.

Zum Saisonstart erlebt der Hamburger SV im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden ein Debakel. In der ersten Runde zeigt die Mannschaft von Neu-Trainer Daniel Thioune enorme Schwächen, die Gastgeber bestrafen diese brutal – zur Freude von mehr als 10.000 Fans auf den Rängen.

Vor der größte Kulisse der 1. Pokalrunde feierte Drittligist SG Dynamo Dresden den Einzug in die 2. Runde. Das Team von Trainer Markus Kauczinski ließ dem Hamburger SV beim 4:1 (2:0) keine Chance. Vor rund 10.000 Zuschauern erzielten Yannick Stark (3.), Robin Becker (16.), Christoph Daferner (53.) und Sebastian Mai in der 5. Minute der Nachspielzeit per Handelfmeter die Tore für die Sachsen. In der 89. Minute gelang Amadou Onana der Anschlusstreffer für den Zweitligisten.

Paul Will setzte im Mittelfeld Hamburgs Jeremy Dudziak so unter Druck, dass er den Ball an Panagiotis Vlachodimos verlor – und schon ging die Post nach vorn ab. Über Patrick Weihrauch kam der Ball zurück an Vlachodimos, der auf der linken Seite an der Grundlinie den einstigen Dresdner Toni Leistner alt aussehen ließ und mit seiner Flanke den am langen Pfosten einlaufenden Yannick Stark fand. Der nahm den Ball volley – unhaltbar für Daniel Heuer Fernandes im HSV-Kasten und das frühe 1:0 (3.).

Zwar hätte Dudziak seinen Fehler im direkten Gegenzug fast wiedergutgemacht, doch sein Kopfball ging knapp daneben. Dynamo war von Beginn an hellwach und spielte munter und ohne jeden Respekt vorm favorisierten Zweitliga-Spitzenteam nach vorn. Schon in der 8. Minute bot sich sogar die Chance zum 2:0, als Christoph Daferner nach Vlachodimos-Vorarbeit Keeper Heuer Fernandes schon aus seinem Kasten rausgelockt hatte, beim anschließenden Pass ins Strafraumzentrum aber keinen Abnehmer fand.

Und erneut brannte es im direkten Gegenzug im Dresdner Strafraum, weil Aaron Hunt auf dem Weg in den 16er Dynamos neuen Kapitän Sebastian Mai tunnelte und auch den einschussbereiten Hinterseer fand, doch Mais Innenverteidiger-Nebenmann Tim Knipping bekam im letzten Moment noch den Fuß dazwischen und fälschte den Schuss zur Ecke ab (9.).

Es war eine extrem lebhafte Anfangsphase mit Chancen auf beiden Seiten, aber nur die Mannschaft von der Oberelbe hatte damit Erfolg. Die Hanseaten hingegen verfehlten durch Vagnomans Kopfball gegen Mai (10.) das Tor von Schlussmann Kevin Broll erneut knapp – schon die dritte gute Hamburger Chance.

Eine reichliche Viertelstunde war gespielt, als die Dynamos mit ihrem Konzept zum zweiten Mal Erfolg hatten. Wieder leistete sich Hamburg unter Druck einen Ballverlust. Diesmal ließ sich Hinterseer von Daferner den Ball abknöpfen und Dynamos Rechtsverteidiger Robin Becker suchte den direkten Weg zum Tor – und fand ihn.

Wie Daferner fünf Minuten zuvor zog er rechts aus recht spitzem Winkel einfach mal ab. Innenverteidiger David fälschte diesmal die Kugel unhaltbar für Heuer Fernandes ins eigene Tor ab – 2:0 in der 16. Minute und die Stimmung im Rudolf-Harbig-Stadion kochte über! Mit einer entschlossenen und energischen Leistung machten die Gastgeber die ersten Schritte hin zu einer Überraschung, weil sie Hamburgs Fehler eiskalt bestraften und bei den durchaus vorhandenen Offensivaktionen des HSV das nötige Geschick und Glück hatten.

Vlachodimos mit zwei Torvorlagen

Dynamo blieb weiter griffig und giftig, auch wenn große Torchancen erst mal nicht mehr zu Stande kamen. Die hatte dann Hamburg, doch Hinterseer hatte mit seiner Doppel-Großchance jeweils aus sieben Metern keinen Erfolg (36./37.). In dieser Phase waren die Schützlinge von Gäste-Coach Daniel Thioune nun spielbestimmend und hatten mehr Ballbesitz, doch die Dresdner standen hinten sicher und hatten teils auch Schiedsrichter Florian Badstübner auf ihrer Seite, der dem HSV gegen Ende der ersten Halbzeit zwei klare Eckbälle verwehrte. So ging es nach einer insgesamt starken Leistung mit einem letztlich etwas schmeichelhaften 2:0-Vorsprung für Dynamo in die Pause, nach der beide Mannschaften unverändert aus den Kabinen kamen.

Rudolf-Harbig-Stadion kocht über

Eine Minute später hätte Daferner dann wirklich das 2:0 auf dem Fuß, als er mit seinem rotzfrechen Versuch aus spitzem Winkel ins kurze Torwarteck Heuer Fernandes düpierte. Der Ball krachte aber nur an den Pfosten (11.) – Riesenglück für den HSV, zumal Vagnoman den Abpraller mit einer Slapstick-Einlage fast ins eigene Tor gestolpert hätte ! Mit offensivem Pressing blieben die Schwarz-Gelben aber weiter bestimmend. Sie brachten die Defensive der Gäste immer wieder arg in Bedrängnis und zwangen sie zu teils haarsträubenden Fehlern im Spielaufbau.

Wirklich klare Chancen waren aber auch nach der Pause selten, stattdessen traf Dynamo mit einem satten Fernschuss und beruhigte damit das eigene Spiel. Danach zog sich der Gastgeber zurück und lauerte auf Konter, der ideenlose HSV konnte mit der optischen Überlegenheit nichts anfangen.

Und die Hanseaten wurden stärker. Bei Wintzheimers Schuss aufs Torwarteck machte es Broll besser als sein Gegenüber Heuer Fernandes und klärte zur Ecke (50.). Als eine Minute später Knipping seinen Gegenspieler Hinterseer aus den Augen verlor, sprang Robin Becker ein und blockte den Versuch des Hamburgers (51.).

In den Gesichtern der Dresdner Fans zeichneten sich erste Sorgenfalten ab, doch die wichen schnell der puren Ekstase. Denn Vlachodimos gelang seine zweite Torvorbereitung des Tages. Er marschierte an Ex-Nationalspieler Aaron Hunt vorbei und legte den Ball zurück auf Christoph Daferner, der wuchtig aus 25 Metern abzog und ins linke untere Eck traf – 3:0 (53.) und das Stadion stand endgültig Kopf. Der Treffer fiel genau im richtigen Moment – und dem HSV fiel fortan weniger ein.

Keine Anzeichen für Aufholjagd

Chefcoach Daniel Thioune reagierte nach einer Stunde Spielzeit mit einem Dreifach-Wechsel: Mittelstürmer Terodde, Narey und Onana kamen für Hinterseer, Hunt und Dudziak in die Partie (60.). Doch Dynamo ließ hinten zunächst weiter wenig anbrennen. In der 66. Minute hatte Torschütze Daferner dann Feierabend. Für ihn brachte SGD-Trainer Markus Kauczinski den Slowenen Luka Stor.

Kurz darauf dann die Dresdner im Glück, als der frisch eingewechselte Narey nur den Pfosten traf (68.). Auf der Gegenseite hätte Stor mit seiner ersten Aktion alles klar machen können, doch nach Knippings Traumpass ließ er zwar Innenverteidiger David stehen, verzog dann aber. Der Ball trudelte links am HSV-Kasten vorbei (70.) – nichts war es mit der möglichen Vorentscheidung zum 4:0.

Kauczinski sorgte dann mit einem Doppelwechsel für weitere Entlastung in Dresdens Offensive: Sascha Horvath und Pascal Sohm kamen für Patrick Weihrauch und Agyemang Diawusie. Der HSV ließ unterdessen den klaren Willen vermissen – Anzeichen für eine Aufholjagd waren nicht zu sehen. Stattdessen packte Ex-Dynamo Toni Leistner die Rasierklinge aus. Innerhalb von drei Minuten räumte er zweimal Luka Stor ab und verdiente sich damit den gelben Karton (76.).

Neu-Kapitän Mai verwandelt Elfmeter

Auch der Wechsel von Bobby Wood für Wintzheimer (77.) brachte nicht die Wende. Broll hielt Teroddes gefährliche, aber zu zentral platzierte Direktabnahme fest (80.) und Kittel scheiterte aus aussichtsreicher Position per Kopf (81.). Erst in der 89. Minute gelang dem HSV ein Tor, doch das war zu spät: Leibolds Flanke verlängerte Terodde per Kopf an den zweiten Pfosten. Dort stand Onana goldrichtig und drückte den Ball ebenfalls per Kopf über die Linie.

Erst kurz vor Ende gelang dem eingewechselten Hamburger Onana das 3:1 (89.), doch Sebastian Mai per Handelfmeter machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf (90.+6). So zieht die SGD in die nächste Pokalrunde ein. Neun Neuzugänge standen in der Startelf der Sportgemeinschaft, aus deren Zweitliga-Kader der Vorsaison lediglich Torwart Kevin Broll und Linksverteidiger Chris Löwe im Anfangsaufgebot waren.

So steht Dynamo absolut verdient in der zweiten Runde des DFB-Pokals und ließ sich von seinen Fans feiern. Diesen Saisonstart kann die Sportgemeinschaft getrost als rundum gelungen bezeichnen. Am Freitag eröffnen die Schwarz-Gelben mit ihrem Gastspiel beim 1. FC Kaiserslautern die neue Drittliga-Spielzeit.

Alles zum Spiel

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt
DFB Pokal Spiel

DFB-Pokal steht: Bayer Leverkusen vs Bayern München

FC Bayern zittert sich ins DFB-Pokalfinale

Erst dominant, dann leichtsinnig, am Ende aber erfolgreich: Bayern München hat dank Stürmerstar Robert Lewandowski zum dritten Mal nacheinander das Endspiel um den DFB-Pokal erreicht.

“Wir müssen deutlich höher führen in der ersten Halbzeit”, sagte der Münchner Thomas Müller in der “ARD” und sprach von “geschlauchten” Bayern. “Gefühlt bin ich alles andere als zufrieden heute. Summa summarum war es eines der pomadigsten Halbfinals, die ich so in Erinnerung habe.”

Der Frankfurter Sebastian Rode ärgerte sich am “Sky”-Mikrofon nach der guten zweiten Hälfte der Eintracht über das Ausscheiden: “Die Chance wäre heute da gewesen.”

In einer Neuauflage des Finales von 2018 besiegte der Rekordmeister und Rekordpokalsieger seinen damaligen Bezwinger Eintracht Frankfurt mit 2:1 (1:0) und strebt auf dem Weg zu einem möglichen Triple am 4. Juli im Olympiastadion von Berlin zunächst nach seinem mittlerweile 13. deutschen Double. Gegner wird dann Bayer Leverkusen sein. Vergangenen Samstag siegten die Bayern bei der Werkself mit 4:2.

FC Bayern verpasst frühe Vorentscheidung

Der Siegtreffer von Lewandowski (75.) bedurfte wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung erst der Überprüfung von Bibiana Steinhaus im Kölner Keller. Zuvor hatten die Münchner freilich alle Chancen, das Spiel vorzeitig zu entscheiden: Nach dem Führungstor von Ivan Perisic (14.), der den angeschlagenen Serge Gnabry ersetzte, versäumten sie es, schon in der starken ersten Halbzeit für die Entscheidung zu sorgen.

Dem eingewechselten Danny da Costa (69.) gelang gegen ein wenig zu sorglose Bayern beinahe folgerichtig der Ausgleich – weckte die Gastgeber aber wieder auf.

Eiskalte Werkself beendet Saarbrückens Pokal-Märchen

Mit der Dominanz eines entschlossenen Topteams hat Bayer Leverkusen das Pokal-Märchen des 1. FC Saarbrücken schon vor dem letzten Kapitel beendet.

Der Fußball-Bundesligist gewann das Halbfinale 3:0 (2:0) beim ersten Viertligisten, der jemals die Vorschlussrunde erreicht hat. Bayer steht zum vierten Mal im Endspiel und greift nach seinem zweiten Titel.

Moussa Diaby (11.), Lucas Alario (19.) und Karim Bellarabi (58.) trafen für den Pokalsieger von 1993, der im Finale am 4. Juli in Berlin auf den FC Bayern München oder Eintracht Frankfurt trifft. Zudem ist Bayer eine Prämie von über drei Millionen Euro sicher.

Dagegen ist der FCS beim vierten Anlauf zum vierten Mal an der letzten Hürde vor dem Endspiel gescheitert.

Dennoch haben die Saarländer, die nach dem Saisonabbruch der Regionalliga Südwest als Aufsteiger in die 3. Liga feststehen, deutsche Fußballgeschichte geschrieben.

Dafür sorgte der Siegeszug des Bundesliga-Gründungsmitglieds, dem Jahn Regensburg, der 1. FC Köln, der Karlsruher SC und Fortuna Düsseldorf zum Opfer gefallen waren.

Das Finale

Das Finale wird am 4.07.2020 im Berliner Olympiastadion ‘Unter Ausschluss der Öffentlichkeit‘ ausgetragen.

Die Spiele in der Übersicht

Bayern München gegen Eintracht Frankfurt (2:1)

1.FC Saarbrücken gegen Bayer Leverkusen (0:3)

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt
DFB Pokal Spiel

Halbfinale im DFB-Pokal-Gegner stehen fest

SGE löst Halbfinal-Ticket

Eintracht Frankfurt steht als letzter Halbfinal-Club zum dritten Mal in den vergangenen vier Anläufen im Halbfinale. André Silva (45.+6) verwandelte den regelkonformen Strafstoß, den Schiedsrichter Felix Zwayer aber erst nach extrem ausführlicher Ansicht der Videobilder gegeben hatte. Zudem traf Daichi Kamada (60.).

Leverkusen dreht das Spiel nach Union-Platzverweis

Bayer Leverkusen darf weiter vom ersten DFB-Pokalsieg seit 27 Jahren träumen.

Das Team von Trainer Peter Bosz bezwang Union Berlin im Viertelfinale dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient mit 3:1 (0:1) und steht zum zweiten Mal in den vergangenen drei Jahren in der Runde der letzten Vier.

Joker Karim Bellarabi (72.), Charles Aránguiz (86.) und Moussa Diaby (90.+1) sorgten für den fünften Sieg im fünften Duell mit den Eisernen, Marcus Ingvartsen (39.) hatte die Köpenicker vor der Pause in Führung gebracht. Unions Christopher Lenz (71.) sah vor den beiden Gegentreffern wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

Saarbrücken feiert “größte Sensation seit Christi Geburt”

Vereins-Ikone Dieter Ferner verzog sich in eine zumindest halbwegs ruhige Ecke, blickte ungläubig durch das in den Grundfesten wackelnde Völklinger Stadion und rieb sich immer wieder Tränen aus den Augen.

“Das ist die größte Sensation seit Christi Geburt”, sagte der frühere Bundesliga-Torhüter, zweimalige Chef-Trainer und aktuelle Vize-Präsident des 1. FC Saarbrücken der “Deutschen Presse-Agentur”. Dann stürzte sich auch der 71-Jährige in eine der größten Fußball-Partys, die das Saarland je erlebt hat.

Bis weit in den Mittwochmorgen hinein feierte der Regionalligist seinen historischen Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals. “Das hier ist einfach geiler Scheiß”, sagte Trainer Lukas Kwasniok: “Ich habe weinende Erwachsene gesehen, die schon schwere OPs über sich ergehen lassen mussten und viele Schlachten geschlagen haben.”

Durch das 7:6 in einem Elfmeterkrimi mit 20 Schüssen gegen den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf erreichte der FCS als erster Viertliga-Klub die Vorschlussrunde. Und nun hofft das Saarland auf den ganz großen Coup.

Schalke verliert gegen die Bayern

Der FC Bayern München steht nach einem glanzlosen 1:0-Sieg auf Schalke erneut im Halbfinale des DFB-Pokals! Ein Kimmich-Treffer aus Durchgang eins reicht dem Titelverteidiger, um tapfere Knappen letztlich in die Knie zu zwingen. S04 hielt auch nach der Pause gut dagegen und kam durchaus zu Chancen. Die beste vergab der gerade eingewechselte Benito Raman frei vor Manuel Neuer. Ansonsten verteidigten die Hausherren leidenschaftlich und machten den Bayern immer wieder das Leben schwer.

Die Gäste verpassten es, mit ihren wenigen guten Chancen den Sack zuzumachen und mussten so am Ende sogar noch ein wenig zittern. Letztlich geht der Sieg aber völlig in Ordnung und die Bayern bleiben das Team der Stunde. Schalke hat sich gut verkauft, bleibt aber unter dem Strich schon wieder ohne Tor und ohne Sieg.

Schult lost DFB-Pokal-Halbfinale aus

Nationaltorhüterin Almuth Schult ist am kommenden Sonntag ab 18 Uhr als Losfee in der “ARD”-Sportschau im Einsatz und wird die Begegnungen im Halbfinale des DFB-Pokals auslosen.

Als Ziehungsleiter fungiert DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. Die Auslosung, die traditionell im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund stattfindet, moderiert Julia Scharf.

Regionalligist 1. FC Saarbrücken, der Fortuna Düsseldorf am Dienstag im Elfmeterschießen (7:6) aus dem Wettbewerb warf, hat in der Vorschlussrunde auf jeden Fall Heimrecht.

Die Halbfinalspiele werden am 21. und 22. April ausgetragen. Das Finale ist für den 23. Mai 2020 im Olympiastadion Berlin terminiert.

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt
Dynamo gegen Hertha im DFB Pokal

Dynamo verpasst den Einzug ins Achtelfinale knapp

Hertha BSC jubelt nach wildem Spiel gegen Dynamo

Dabei spielen die Berliner beim 8:7-Sieg nach Elfmeterschießen (3:3 nach 120 Minuten) gegen Dresden im eigenen Stadion. Aber die Dynamo-Fans machen das Pokal-Duell im Olympia-Stadion zur Heimspiel-Party.

Der Wahnsinn in Zahlen: 35000 Dresden-Anhänger in der Hauptstadt. Darunter sogar Fans aus Schweden, Österreich und Luxemburg. 10000 PKW rollen nach Berlin. Kurios: Für die Mega-Karawane wird sogar ein Parkplatz des unfertigen Flughafens BER genutzt.

Das Hochsicherheits-Spiel bewachen mehr als 1000 Polizisten. Dazu 500 weitere Sicherheitskräfte. Eine spektakuläre Dresden-Choreo inklusive Pyro-Show gibt's trotzdem.

Der gelbe Wahnsinn zeigt Wirkung.

Hertha beginnt ordentlich, muss nach sieben Minuten in Führung gehen. Aber Kalou haut den Ball aus kurzer Distanz drüber. Danach findet Dynamo ins Spiel und geht in Führung.

36. Minute: Nach einem Hertha-Eckball spielt Dresden über Atik schnell nach vorn. Moussa Koné taucht frei vor Kraft auch und schiebt den Ball rein – ein Bilderbuchkonter!

Dafür erwischen die Berlin einen Blitzstart in den zweiten Durchgang. Hertha kommt nach einem Broll-Abschlag schnell an den Ball. Duda schickt Wolf, der schiebt den Ball in die Mitte zu Lukebakio – 1:1 (48.)!

Danach spielt fast nur noch Hertha. Innerhalb von drei Minuten scheitern Dilrosun und Kalou am Aluminium (56./59.). Ein Duda-Elfmeter (85.) scheint die Partie spät zu entscheiden, aber dann bekommt auch Dresden einen Foul-Elfer.

Ex-Hertha-Mann Ebert schießt Dynamo mit Glück in die Verlängerung (90.).

In der macht sich eingewechselte Luka Stor zum Helden. Zumindest kurzfristig. Die erneute Dynamo-Führung (107.) reicht trotzdem nicht.

Hertha kommt in letzter Sekunde zurück. Torunarigha schweißt den Ball in der Nachspielzeit der Verlängerung rein, rettet Berlin ins Elfmeterschießen.

Torunarigha rettet Berlin - Stor darf zweimal ran

In einer über weite Strecken ereignislosen ersten Hälfte der Verlängerung wagte sich keines der Teams aus der Deckung. In Hälfte zwei geschah dann alles umso schneller: Dynamo-Joker Luka Stor traf zum 3:2 für die Gäste (107.). Kurz vor Ende der Verlängerung sorgte Jordan Torunarigha noch im letzten Moment per traumhafter Volley-Direktabnahme ins lange Eck für das 3:3 (120.+2).

Im Elfmeterschießen behielt Berlin die Nerven und siegte dort mit 5:4. Kurios: Stor durfte nach seinem verschossenen Elfmeter noch einmal ran - Kraft hatte sich zu früh von der Linie bewegt, dafür sah er Gelb. Im zweiten Versuch traf Stor sicher. Kevin Ehlers' Elfmeter lenkte Kraft an den Pfosten, es war nach der Parade gegen Jannik Müller sein zweiter gehaltener Elfer. Marko Grujic machte für die Hertha dann alles klar. "Wir haben zwei Helden, Jordan und Thomas", beteuerte Grujic nach Abpfiff.

Keiner hatte dem Team aus Dresden nach den schwachen Partien zuvor solch eine Schlacht zugetraut. 1:0 zur Pause, 2:2 nach 90 Minuten, 3:3 nach 120.

Im Elfmeterschießen 7:8 gegen den Bundesligisten verloren und doch haben die Dresdner gewonnen - nämlich die Herzen ihrer Fans!

Dieser Schulterschluss ist nicht ganz ohne, wichtig für die Meisterschaft! 35.000 im Olympiastadion und weitere Tausende daheim an den Bildschirmen waren begeistert. Das kann, das sollte für die Zukunft tragen - schon am Sonntag in Stuttgart.

Für die Berliner war es drei Tage vor dem Bundesligaduell mit Stadtrivale Union Berlin (02.11.2019, 18.30 Uhr) der erste Pokal-Heimerfolg seit knapp acht Jahren. Dynamo tritt in der 2. Bundesliga am Sonntag (03.11.2019, 13.30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart an.

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt
DFB Pokal Spiel

Hertha BSC gegen Dynamo im DFB mit Fanflut

Hertha BSC rechnet im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden mit einer Traumkulisse

Beim Pokalspiel am Mittwochabend im Olympiastadion (20.45 Uhr)  erwartete die Hertha rund 30.000 Dynamo-Fans.  Hertha-Manager Michael Preetz aber macht sich keine Sorgen um die Stimmung im Olympia Stadion. “Ich bin mir sehr sicher, dass die Blau-Weißen lauter sein und dafür sorgen werden, dass es ein richtiges Heimspiel ist, egal, wie viele Dynamo-Fans da sein werden“.

Mit ca. 70.000 Fans wäre das Olympiastadion in Berlin (Fassungsvermögen: 74.475 Plätze) bestens und für ein solches Spiel ungewöhnlich gut gefüllt. “Bei solch einer Kulisse hat man das Gefühl, das wäre viel mehr als die zweite Runde im Pokal“, sagte Hertha-Coach Ante Covic, der von einer “tollen Abendkulisse” sprach.

Man warne davor, Dynamo als Zweitligisten zu unterschätzen. “Diese Pokalrunde ist sehr gefährlich, weil der Gegner mit einem einzigen Spiel einen Stimmungswechsel schaffen kann“, sagte Covic und erklärte: “Auf diese Gefahr sind wir vorbereitet.”

Mit Patrick Ebert kehrt mindestens ein alter Bekannter an seinen ehemaligen Arbeitsplatz zurück.

Ebert dazu: “Freue ich mich ganz besonders auf die Begegnung mit Hertha BSC. Ich bekomme jetzt schon Gänsehaut, wenn ich an die Gästekurve im Olympiastion denke. Wir werden für unsere Fans dort ein beherztes Spiel hinlegen“.

Nach dem jüngsten 2:3 in der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim, mit dem Hertha auf Platz elf abrutschte, würde ein überraschendes Pokal-Aus für weitere Ernüchterung sorgen. «Wir sind alle gut beraten, alle Konzentration auf den Mittwoch zu haben», bemerkte Covic. Erst nach dem Pokalspiel soll der Countdown auf das hochemotionale Berliner Derby am Samstag beim Aufsteiger 1. FC Union beginnen.

Wir werden unsere Außenseiterchance beim Bundesligisten suchen und können dabei im Olympiastadion ganz sicher auf eine lautstarke schwarz-gelbe Kurve zählen“, sagte Ralf Minge.

„Im Pokal im Olympiastadion antreten zu dürfen ist ein Traum, auch wenn es schon in der 2. Runde
passiert“, sagte Dynamos Mittelfeldspieler Patrick Ebert. „Natürlich freue ich mich ganz besonders
auf die Begegnung mit meinem Ex-Verein. Ich bekomme jetzt schon Gänsehaut, wenn ich an die
Gästekurve im Olympiastadion denke. Wir werden für unsere Fans dort ein beherztes Spiel hinlegen
und die Hertha so gut es geht ärgern.“

Bisherige Begegnungen

2. Bundesliga
2012/2013 24. Spieltag Dynamo Dresden Hertha BSC 1:0 (1:0) Pierre-Michel Lasogga 38. / Eigentor
2012/2013 7. Spieltag Hertha BSC Dynamo Dresden 1:0 (1:0) Romain Brégerie 5. / Eigentor

Das Spiel der “alten Dame” läuft im Pay-TV auf Sky in der Konferenz sowie auf den Streaming-Angeboten des Bezahlsenders.

  • Wann? 30. Oktober 2019: Hertha BSC vs. Dynamo Dresden
  • Anpfiff: 20:45 Uhr
  • Free-TV: keine Übertragung
  • Pay-TV: Sky Sport 1
  • Live-Stream: Sky Go & Sky Ticket

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt

DFB Pokal Spiel

Zusätzliches Karten-Kontingent gegen Hertha BSC

Erfreuliche Nachricht für alle Fans von Dynamo Dresden: 4200 Anhänger zusätzlich können für das DFB-Pokal-Spiel im Berliner Olympiastadion am 30. Oktober bei Hertha BSC (20.45 Uhr) Karten erwerben.

Das gab die SGD auf ihrer Website bekannt. Demnach gehen die Tickets am 20. September ab 10 Uhr in den freien Verkauf.

Zuvor hatten bereits 11.200 Karten regulär zur Verfügung gestanden.

Besonders brisant wird dieses Duell übrigens für Dynamo-Kicker Patrick Ebert.

Der 32-Jährige durchlief die Nachwuchsabteilungen bei Hertha und schaffte 2006 auch den Sprung zu den Profis, für die er anschließend sechs Jahre aktiv war, 148 Spiele machte (dreizehn Tore, 26 Vorlagen), ehe es ihn in die weite Fußballwelt zu Real Valladolid (Spanien), Spartak Moskau (Russland) und Rayo Vallecano (wieder Spanien) zog.

Dann kehrte er wieder nach Deutschland zurück, wo er erst beim FC Ingolstadt 04 unterkam, bevor er im Sommer 2018 nach Dresden wechselte.

Auf Berliner Seite wird es für Alexander Esswein, Dynamos Aufstiegsheld von 2011, eine ganz besondere Begegnung werden – sofern er spielen darf…

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt
DFB Pokal Spiel

DFB-Pokal 2. Runde ist ausgelost, Dynamo fährt zur Hertha nach Berlin

Im ersten Topf befinden sich alle Teams der 1. und 2. Bundesliga. Die Vereine aus der dritthöchsten Spielklasse und die Amateurklubs sind im zweiten Topf untergebracht. Sobald der zweite Topf leer ist, werden die verbliebenen Profiteams untereinander zugeteilt. Mit dem FC Saarbrücken und dem SC Verl sind allerdings nur noch zwei Amateurklubs vertreten.

Als Losfee agierte Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder

U21-Trainer Stefan Kuntz fungierten als Ziehungsleiter. 16 Bundesligisten, 11 Zweitligisten und fünf Teams aus der dritten und vierten Liga waren noch im Rennen.

Die Spiele der 2. Runde finden am 29.10. und 30.10.2019 statt.

Das Endspiel findet am 23. Mai 2020 im Berliner Olympiastadion statt.

Alle Ansetzungen

1. FC Kaiserslautern vs. 1. FC Nürnberg

SC Verl vs. Holstein Kiel

MSV Duisburg vs. TSG Hoffenheim

1. FC Saarbrücken vs. 1. FC Köln

SV Darmstadt 98 vs. Karlsruher SC

Bayer Leverkusen vs. SC Paderborn

SC Freiburg vs. Union Berlin

Fortuna Düsseldorf vs. Erzgebirge Aue

VfL Bochum vs. FC Bayern München

Arminia Bielefeld vs. FC Schalke 04

Borussia Dortmund vs. Borussia Mönchengladbach

Hertha BSC vs. Dynamo Dresden

VfL Wolfsburg vs. RB Leipzig

Werder Bremen vs. 1. FC Heidenheim

Hamburger SV vs. VfB Stuttgart

FC St. Pauli vs. Eintracht Frankfurt

 

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt

dynamofanseite verwendet Cookies, um für ein optimales Online-Erlebnis zu sorgen. Indem Du unsere Webseite besuchst, stimmst Du der Verwendung von Cookies im Rahmen der Datenschutzerklärung zu.
P