Vermeij schiesst Dynamo Dresden zum Klassenerhalt

News-3

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sichern die Schwarz-Gelben ihren Verbleib in der 2. Bundesliga. Durch das 2:1 gegen Holstein Kiel gelang es aus eigener Kraft. Doppeltorschütze Vincent Vermeij ragte aus einem sehr überzeugenden Kollektiv heraus. Emotional wurde es schon vor dem Spiel, als Stefan Kutschke von den Fans verabschiedet wurde. Dynamo Dresden war in der Hinrunde schon totgesagt, ist nach einer bärenstarken Rückrunde aber wieder auferstanden und spielt auch in der neuen Saison in der 2. Bundesliga. Die KSV Holstein, die im vergangenen Jahr aus der Bundesliga abgestiegen war, beendete eine schwierige Zweitliga-Saison auf dem zwölften Tabellenplatz.

Abschied für Stefan Kutschke

So aber war es vor ausverkauftem Haus (30.644 Zuschauer) ein rundum gelungenes Fußballfest und ein perfekter Abschluss für Stefan Kutschke. Der 37-jährige Dresdner „Fußballgott“ beendete am Sonntag (17. Mai) seine Karriere nach 182 Spielen und 52 Toren im Dynamo-Dress. Er war schon vor dem Spiel zu Tränen gerührt, als sich die Fans mit einer tollen Choreografie verabschiedeten.

Vermeij macht Klassenerhalt klar

Schon früh zeigte sich, welches Team noch Punkte für den Klassenerhalt brauchte und welches nicht mehr. Dresden drängte die „Störche“ sofort in deren eigene Hälfte zurück und hatte durch den ehemaligen Holstein-Profi Robert Wagner nach sechs Minuten eine exzellente Torchance, die Ivan Nekic aber zunichte machte. Bei einer Ecke des früheren Rostockers Alexander Rossipal stellten sich die Norddeutschen bald darauf aber nicht gut an. Vincent Vermeij sprang der Ball auf den Oberschenkel und von dort zum 1:0 ins Kieler Tor (14.). Hatte der Niederländer in der Situation noch etwas Glück gehabt, zeigte er in der 36. Minute eindrucksvoll sein Durchsetzungsvermögen. Vermeij sprang entschlossen in die nicht leicht zu erreichende Flanke des gebürtigen Hannoveraners Kofi Amoako und köpfte zum 2:0 ein.

Dass Dynamo mit dem Vorsprung auch in die Kabine ging, hatten sie Tim Schreiber zu verdanken. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verhinderte der SGD-Torhüter das 1:2. Er parierte einen Strafstoß von Alexander Bernhardsson saustark. Er lenkte den Schuss zuerst an den Pfosten – von dort sprang der Ball an die Unterkante der Latte und zurück ins Spielfeld.

Harres trifft für die Störche

Nach der Pause und dem Blick auf die anderen Plätze – Fürth führte mit 3:0 gegen Düsseldorf – konnte es Dynamo gelassener angehen. Es gab zwar hin und wieder den Hauch von Torchancen, aber eben keine zwingenden Aktionen. Dresden hatte nach einer Stunde eine Chance durch Rossipal, doch Holstein-Schlussmann Timo Weiner war zur Stelle. Die Kieler erhöhten in der Schlussphase noch einmal das Engagement und kamen auch noch zum Anschlusstreffer. Angreifer Phil Harres sorgte in der 81. Minute mit einem schönen Schuss aus der Drehung in den linken oberen Torwinkel für das 1:2 aus Kieler Sicht. Mehr ließen die Gastgeber aber nicht zu.

Am Ende jubelte aber die SGD – über den Klassenerhalt nach einer famosen Rückrunde. Gemeinsam mit den Fans feierten die Spieler ein weiteres Jahr in der 2. Liga noch lange nach dem Abpfiff. Kutschke genoss das Bad im Fanblock und wird von seinem Trainer Thomas Stamm schon jetzt vermisst. „Er wird als Persönlichkeit fehlen.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 34
| Rudolf Harbig Stadion | 17.Mai.2026-15:30
Dynamo Dresden
S S N S N
2 : 1
Endstand
Holstein Kiel
S S S S N
Vincent Vermeij
14'
Vincent Vermeij
36'
Phil Harres
81'
Tore
Tor
36'
81'
Tor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
5'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
Holstein Kiel
Am Tor vorbei 8
Schüsse auf das Tor 2
Schüsse auf das Tor 3
Am Tor vorbei 6
2 Tore 1
40 Ballbesitz 60
57% Zweikampfquote 43%
3 Ecken 9
14 Fouls 17
4 Abseits 0
2 Gelbe Karten 3
347 Pässe 509
10 Torschüsse gesamt 9
2 Schüsse auf das Tor 3
8 Schüsse neben das Tor 6
26 Einwürfe 23
17 Freistöße 14
19 Dribblings 20
10 Flanken 16

 

 

Dynamo holt wichtigen Sieg im Abstiegskampf gegen Kaiserslautern

Heimsieg

Dynamo Dresden hat am Samstag einen wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm gewann vor 31.403 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte Vincent Vermeij in der 68. Minute. Der 1. FC Kaiserslautern kann seinen Negativlauf nicht stoppen und geht in der Schlussphase der Saison zum dritten Mal hintereinander komplett leer aus.

Dynamo in Halbzeit eins das bessere Team

Die Ausgangslage war klar. Dresden brauchte im Abstiegskampf jeden Punkt, für Kaiserlautern ging es tabellarisch um nicht mehr allzu viel. Nachdem sich beide Teams in den ersten Minuten intensiv im Mittelfeld duellierten, kamen die Gäste erstmals gefährlich in die Nähe des SGD-Kastens. Bevor es jedoch richtig brenzlig wurde, konnte Friedrich Müller vor Mergim Berisha klären (10.). Nach dieser Aktion übernahmen die noch gegen den Abstieg kämpfende SGD das Kommando. In der 13. Minute war Krahl gegen Niklas Hauptmann zur Stelle, der nach einem langen Ball frei durch war. Kurz darauf zischte ein Schuss von Robert Wagner knapp über die Querlatte (15.). Mit fortschreitender Spielzeit wurde Dynamos Außenstürmer und Mainz-Leihgabe Ben Bobzien immer stärker. In der 24. Minute dribbelte der 23-Jährige gleich zwei FCK-Verteidiger aus, setzte seinen Abschluss aber deutlich über das Tor.

Die Pfälzer kamen über kleine Nadelstiche nicht hinaus. Lautern meldete sich nach einer halben Stunde erstmals ernsthaft vorne an. Nach Zuspiel von Fabian Kunze schloss Semih Sahin im Strafraum mal direkt ab, der Ball flog aber am Tor vorbei (29.). Vier Minuten später nahm Bobzien einen Fehlpass von FCK-Keeper Krahl an, stürmte in den Strafraum, schoss aber deutlich links am Kasten vorbei (33.). Auch die beste Chance der ersten 45 Minuten vergab der gebürtige Gießener. Seinen Abschluss Richtung kurzes Eck parierte Krahl stark via Fußabwehr (38.). Bis zur Pause sorgte vor allem Ben Bobzien immer wieder für Unruhe vor dem Kaiserslauterer Tor. Die Gäste waren deshalb mit dem 0:0 zur Halbzeit gut bedient. 60 Prozent Ballbesitz für Dynamo bei 9:1 Torschüssen standen da zu Buche.

Lautern wird besser, Vermeij sorgt für Dresdner Jubel

Beide Teams kamen ohne personelle Veränderungen aus der Pause und wieder war es der starke Bobzien, der für das erste Ausrufezeichen der zweiten Hälfte sorgte. Er setzte sich mit einem überragenden Dribbling gegen vier Gegenspieler durch und spielte den Ball dann auf Vincent Vermeij, der an Krahl scheiterte, aber ohnehin wohl im Abseits stand (54.). Doch nach einer Stunde war klar: Auch Lautern spielte mit.  Der FCK war insgesamt präsenter und gab durch Joly nach knapp einer Stunde einen nicht ganz ungefährlichen Distanzschuss ab (56.). In der 66. Minute brachte Lieberknecht Norman Bassette und David Schramm aus der U21 für Ritter und Robinson. Nachdem Maxwell Gyamfi im Laufduell gegen Vincent Vermeij geklammert hatte, beließ es Schiedsrichter Patrick Alt bei der gelben Karten (61.).

Nur zwei Minuten später gerieten die Gäste dann in Rückstand. Wieder ging es über Bobzien. Der legte den Ball zurück auf Alexander Rossipal und dessen Hereingabe verwertete in der Mitte Vermeij, indem er einfach den Fuß reinstellte und zur verdienten Führung ins lange Eck traf (68.).

SGD verpasst das 2:0

Mit dem Rückstand und zahlreichen Wechseln auf beiden Seiten, nahm die Partie spürbar an Fahrt auf. Die Gäste wurden aktiver, wirkliche Torgefahr ging von den Pfälzern allerdings nicht aus, man kam nur zu Halbchancen, weil Dresden konsequent dagegenhielt. Für die Sachsen eröffneten sich dadurch Räume, die sie aber nicht zu nutzen wussten. Die SGD ließ allerdings alle Chancen auf ein 2:0 und damit eine Vorentscheidung aus: Der Abschluss des eingewechselten Luca Herrmann wurde im allerletzten Moment geblockt (81.) und auch Christoph Daferners Flachschuss fand nicht den Weg ins FCK-Tor (87.). In der Shlussphase ging es zwar hin und her, vor den Toren tat sich aber nichts mehr.

Nach dem Sieg steht die SGD bei soliden 38 Zählern. Die Sachsen müssen allerdings auch in den beiden verbliebenen Partien bei Eintracht Braunschweig und gegen Holstein Kiel punkten, um den Klassenerhalt endgültig klarzumachen. Kaiserslautern, das die dritte Niederlage in Serie kassierte, bleibt mit 46 Zählern Siebter.

Stimmen

„Schön, dass wir uns heute belohnen“, sagte Dresdens Trainer Stamm. Was der Sieg wert sei, könne er nach dem letzten Spieltag sagen. Sein Team habe vor allem Geduld gezeigt. „Heute war Druck drauf, deshalb sind wir erleichtert. Aber wissen auch, dass es noch nicht durch aus“, sagte auch Niklas Hauptmann mit Blick auf den Abstiegskampf.

Lauterns Trainer Torsten Lieberknecht erklärte: „Uns fehlt aktuell die Leichtigkeit und die Frische in den Köpfen, um hier offensiv besser in Erscheinung zu treten. Es war ein ausgeglichenes Spiel, dann waren wir den einen Moment unachtsam.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 32
| Rudolf Harbig Stadion | 02.Mai.2026-13:00
Dynamo Dresden
N N S S N
1 : 0
Endstand
1.FC Kaiserslautern
N S S N N
Vincent Vermeij
68'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
7'
Tore

 

 

Bochum schwach, Dynamo Dresden mit souveränen Sieg

News-13

Dynamo Dresden trotzt einmal mehr personellen Rückschlägen. Kurzfristig fällt Stammtorwart Tim Schreiber aus. Die Mannschaft lässt sich nicht beirren – und gewinnt hochverdient gegen den VfL Bochum. Der Erfolg ist hochverdient in einem sehr stimmungsvollen, fußballerisch sehr ansehnlichen Spiel. Der Tabellenletzte der Hinrunde gewinnt sein Heimspiel gegen den VfL Bochum mit 2:0 (1:0) und macht vier Spieltage vor Saisonschluss einen großen Schritt zum Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga. Auf den ersten direkten Abstiegsplatz hat die SGD fünf Punkte Vorsprung. Zudem rückt sie bis auf einen Zähler an Bochum ran.

Torwart-Alarm bei Dynamo Dresden

Für das wichtige Heimspiel am Samstag gegen den VfL Bochum fielen gleich vier Keeper aus! Auch Stammtorwart Schreiber verletzte sich, die etatmäßige Nummer eins verletzte sich am Freitag beim Abschlusstraining. Nach Informationen wurde wohl ein kleiner Muskelfaserriss diagnostiziert. Auch Winter-Verpflichtung Elias Bethke (23) kann ihn nicht ersetzen. Der Ex-Cottbuser, der beim Drittligisten fast die komplette Hinrunde wegen eines Sehnenrisses ausfiel, hatte sich im März erneut verletzt. Die Bauchmuskelzerrung macht noch immer Probleme, auch er musste am Freitag das Training abbrechen. Lennart Grill (27), der im Sommer von Union Berlin kam und im Herbst Schreiber aus dem Tor verdrängt hatte, ist nach seiner schweren Knieverletzung vom November erst im Aufbautraining, kann ebenfalls nicht einspringen.

Und als ob das alles noch nicht reichen würde, darf auch Maximus Fritzsche (17) nicht ran. Das Riesen-Talent – im doppelten Sinne, denn er ist 2,03 Meter groß – trainierte zuletzt zwar regelmäßig bei den Profis mit. Sah aber am vergangenen Wochenende im U19-Spiel bei Viktoria Berlin (3:1) die rote Karte, ist damit gesperrt. Bedeutet: Daniel Mesenhöler (30) feiert gegen Bochum seine Zweitliga-Premiere für Dynamo Dresden. Der zweite Ersatz-Torwart ist in der laufenden Saison noch ohne Pflichtspiel-Einsatz. Im Januar 2024 aus der Vereinslosigkeit verpflichtet, kam er bisher zu vier Partien im Sachsenpokal und einer in der dritten Liga. Trainer Thomas Stamm betont immer wieder, dass Mesenhöler ein wichtiger Bestandteil des Profi-Kaders ist, lobte bereits mehrfach seinen Trainingsfleiß und die Tatsache, sich ohne zu Murren hintenanzustellen. Auf der Bank sitzt als Ersatztorwart diesmal Marlon Grafe (19), der sonst das Tor des U23-Teams in der Sachsenliga hütet (20 Saisonspiele, zwölf Mal zu null).

Erste Chance, erstes Tor für Dynamo

Die Partie begann mit einer beeindruckenden Choreo der Dynamo-Fans zu Ehren der Stadtgeschichte. Die Choreo war noch nicht abgebaut, da stand es schon 1:0.  Nach nur wenigen Minuten passte Bobzien von links flach in die Mitte. Niklas Hauptmann verpasste noch, aber Ceka traf mit links aus gut sieben Metern flach ins rechte Eck. Es war das zweite Tor für den Winterneuzugang aus Elversberg. Zehn Minuten später hätte Dresden mit großer Wahrscheinlichkeit einen Elfmeter zugesprochen bekommen – hätte sich Kofi Amoako im Strafraum fallen lassen, als ihn Bochums Francis Onyeka klar am Trikot festhielt. Amoako blieb stabil und am Ball, scheiterte aber aus spitzem Winkel.

Die restliche erste Hälfte verlief dann eher im Plätschermodus. Die Bochumer verzeichneten ein paar Halbchancen, aber Mats Pannewig (18.) und Koji Miyoshi (23.) fanden ihren Meister in Dresdens Schlussmann Daniel Mesenhöler. „Wir hatten viele Halbchancen, Schüsse aufs Tor und Ecken – aber wir waren heute im gegnerischen Strafraum einfach zu harmlos“, meinte Bochums Trainer Uwe Rösler.

Vermeij erhöht mit Traum-Tor

Auch die zweite Hälfte begann ereignisarm – und dann reichte den Gastgebern wie im ersten Abschnitt eine gute Aktion zum Torerfolg. Nach unwiderstehlichem Bobzien-Solo verlängerte Vermeij die Kugel ungewöhnlich per Hacke und Solo über die Linie (58.). Der Angreifer schien den erfolgreichen Drall selbst nicht glauben zu können. Danach konterte das Team von Thomas Stamm, der seine Mannschaft auf Rang drei der Rückrundentabelle geführt hat, immer wieder erfolgsversprechend. Nur die sonst gewohnte Effizienz fehlte nun. Der starke Bobien scheiterte nach Lemmer-Vorlage an Torhüter Horn (73.). Dessen Gegenüber Mesenhöler bestand bei einem wuchtigen Abschluss von Onyeka auch seine letzte Bewährungschance (80.).

Dresden in Düsseldorf, Bochum gegen Fürth

An den letzten vier Spieltagen muss Dresden noch gegen Kaiserslautern sowie die direkten Konkurrenten Kiel, Braunschweig und Düsseldorf ran. Zu den Fortunen, deren neuer Trainer Alexander Ende erst vor kurzem mit Münster 0:6 in Dresden verlor, geht es am Freitag. Bochum empfängt am Sonntagmittag Greuther Fürth (13.30 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 30
| Rudolf Harbig Stadion | 18.Apr..2026-13:00
Dynamo Dresden
U S N N S
2 : 0
Endstand
VfL Bochum
S U N N S
Jason Ceka
5'
Vincent Vermeij
58'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
4'
Tore
Tor
Jason Ceka (Vorlage von: Ben Bobzien)
5'
Tor
58'

 

Befreiungsschlag von Dynamo gegen Darmstadts Lilien

News-4

Erst zweimal in dieser Spielzeit gewann Dynamo daheim

Gegen das Spitzenteam aus Darmstadt lief es nach Wunsch. Dynamo Dresden hat ein weiteres Ausrufezeichen in der 2. Bundesliga gesetzt und dem SV Darmstadt 98 den Sprung an die Tabellenspitze verwehrt. Die Sachsen gewannen gegen den Tabellenzweiten 3:1 (2:0) und verließen vorübergehend die Abstiegsplätze. Vincent Vermeij (45., 45.+1) hatte die Sachsen mit einem Doppelpack unmittelbar vor der Pause in Führung geschossen.

40 Minuten lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe, das eher wenige Chancen bereithielt. Die Zuschauer sahen zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Dresden erwischte den besseren Start, dann kamen die Gäste auf. In der 7. Minute haderten die Darmstädter nach einem Zupfer an Lidberg mit der Gelben Karte für Keller. Sie hätten da gerne Rot gesehen, weil der Torjäger freie Bahn gehabt hätte.  SGD-Torwart Schreiber war ab und an gefordert. Bei einem Abschluss von Niklas Schmidt reagierte der gebürtige Sachse stark (20.). Auch Hiroki Akiyama (39.) fand in Dynamo-Torhüter Tim Schreiber seinen Meister. Auf der Gegenseite hatte Robert Wagner (28./34.) mit seinen Versuchen kein Glück. Der völlig berechtigte Platzverweis für Pfeiffer – nach eigenem Ballverlust vor dem Strafraum hatte er als letzter Mann Ben Bobzien zu Fall gebracht – veränderte alles. Die Konfusion in der Gäste-Abwehr nutzten die Dresdner in Person von Vermeij, der per Kopf und Direktabnahme traf  (45., 45.+1) , mit einem Doppelpack unmittelbar vor der Pause.

Blitz-Gelb-Rot und noch zwei Tore

Nach der Pause sah dann Lemmer nach zwei Fouls in kurzer Zeit Blitz-Gelb-Rot (54.). Dennoch kontrollierten die Gastgeber danach das Geschehen und ließen kaum etwas zu.  Da Dynamo die numerische Überlegenheit aber schnell wieder hergab, bekam Darmstadt die Chance, zurück ins Spiel zu finden. Der Druck der Gäste nahm zu, die Fehlerquote der Sachsen auch. Schreiber (68.) musste sein Team vor einem Eigentor von Julian Pauli bewahren. Erst danach fingen sich die Dresdner wieder und versuchten ihr Glück mit Kontern. Daferner staubte dann zum 3:0 ab (81.). In der Nachspielzeit verkürzte Furukawa (90+2). Dynamo fügte Darmstadt die erste Niederlage nach 13 ungeschlagenen Auftritten zu. Das Team von Thomas Stamm sammelte im Jahr 2026 zwölf Punkte in sieben Partien. Wichtige Zähler auf dem Weg zum erhofften Klassenerhalt. Die Gastgeber verbesserten sich vorerst von Rang 17 auf 13

Nach dem Sieg von Dynamo Dresden ist Gegner Darmstadt 98 extrem sauer auf Referee Erbst. Coach Kohfeldt macht seinem Ärger Luft. SGd-Trainer Stamm zeigt großes Verständnis.

Thomas Stamm (Trainer Dynamo Dresden): „Ich bin heute unheimlich stolz auf die Truppe. Wir wussten, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft wie Darmstadt über die Schmerzgrenze gehen müssen. Vincent Vermeij hat vorne genau die Kaltschnäuzigkeit gezeigt, die uns zuletzt manchmal gefehlt hat. Die Rote Karte gegen Darmstadt hat uns natürlich in die Karten gespielt, aber auch nach unserem eigenen Platzverweis haben wir die Ordnung behalten und den Sieg verdient nach Hause gebracht.“

Florian Kohfeldt (Lilien-Coach): „Glückwunsch an Dynamo, sie haben heute mit Herz und Leidenschaft gespielt. Für uns ist das Ergebnis extrem bitter, weil wir durch die Rote Karte früh den Plan anpassen mussten. Wenn du kurz vor der Pause diesen Doppelschlag kassierst, wird es im Dresden-Stadion natürlich eine Mammutaufgabe. Die Jungs haben in Unterzahl Moral bewiesen, aber heute hat uns die letzte Präzision gefehlt, um nach dem Anschluss noch einmal wirklich zurückzukommen.“

Vincent Vermeij (Doppeltorschütze zum 1:0 & 2:0): „Das war ein unglaublicher Abend. Bei den beiden Toren stand ich einfach dort, wo ein Stürmer stehen muss, aber die Vorarbeit von Ben und Niklas war überragend. Wir haben heute als Einheit funktioniert. Nach der Gelb-Roten Karte gegen uns mussten wir noch mal richtig beißen, aber die Fans haben uns getragen. Dieser Dreier im Abstiegskampf gibt uns enorm viel Selbstvertrauen für die kommenden Wochen.“

Niklas Hauptmann (Vorlagengeber): „Man hat von der ersten Minute an gespürt, dass wir heute etwas holen können. Wir haben Darmstadt kaum Raum zur Entfaltung gelassen. Es war wichtig, dass wir nach dem 3:0 durch Christoph ruhig geblieben sind und uns nicht haben hektisch machen lassen. Wir belohnen uns heute endlich mal für eine richtig gute Leistung gegen einen Top-Gegner.“

Yosuke Furukawa (Torschütze zum 3:1): „Natürlich freue ich mich über mein Tor, aber am Ende zählt das Ergebnis, und das passt heute leider gar nicht. Wir wollten unsere Serie ausbauen, aber Dresden hat uns heute den Schneid abgekauft. Die Niederlage schmerzt sehr, aber wir dürfen jetzt nicht den Kopf hängen lassen. Wir stehen immer noch gut da und müssen nächste Woche eine Reaktion zeigen.“

Marcel Schuhen: „Es ist schwer zu akzeptieren, weil wir uns viel vorgenommen hatten. Die Unterzahl über so lange Zeit hat uns viel Kraft geraubt. Dresden war heute griffiger in den Zweikämpfen und hat die Fehler, die wir gemacht haben, eiskalt bestraft. Wir müssen das jetzt sachlich analysieren. 13 Spiele ohne Niederlage waren eine starke Serie, jetzt müssen wir eben eine neue starten.“

Dynamo reist am kommenden Sonntag nach Karlsruhe und hofft wieder auf Punkte, Darmstadt spielt zu Hause gegen Kiel.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 24
| Rudolf Harbig Stadion | 27.Feb..2026-18:30
Dynamo Dresden
S U U N U
3 : 1
Endstand
SV Darmstadt 98
S U S U S
Vincent Vermeij
45'
Vincent Vermeij
45'+2'
Christoph Daferner
81'
Yosuke Furukawa
90'
Tore
Tor
45'
45'
+2
90'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
2'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'

Dynamo verspielt Führung gegen Elversberg, Serie gerissen

Niederlage

Valentinstag für Dynamo Dresden ohne Happy-End!

Die Sportgemeinschaft hat eine frühe Führung vor heimischer Kulisse am Samstagabend gegen die SV Elversberg aus der Hand gegeben und das Zweitliga-Topspiel am Ende mit 1:2 (1:0) verloren. Damit endete die Serie von vier ungeschlagenen Partien am Stück für Schwarz-Gelb mit der ersten Pleite des Jahres 2026 – und ohne Punkte, die im Abstiegskampf so wichtig gewesen wären. Die SG Dynamo Dresden wollte im eigenen Stadion wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln. Und nach dem frühen Führungstreffer sah es für die Hausherren lange gut aus, doch nach der Pause kippte der Spielverlauf in der 2. Bundesliga heute und der SV 07 Elversberg nahm am Ende die Punkte mit.

Dass Dresden zu den Teams des Jahres in der 2. Liga gehört, hatten vermutlich nicht viele auf dem Zettel – doch das bekam auch Elversberg zu spüren. Mit acht Punkten aus den ersten vier Partien in diesem Jahr empfing Dynamo die Gäste aus dem Saarland, die im Kampf um den Aufstieg zuletzt patzten, und machten von Beginn an klar, dass die vermeintlich kleine Hürde beim Vorletzten eine enorm große werden würde.

Fußballerisch war Dresden in den vergangenen Partien nicht besonders aufgefallen und so war es auch gegen Elversberg, doch die Qualitäten liegen in anderen Dingen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm zeigte wieder großen Einsatz auf dem ganzen Feld – und dann auch die nötige Kaltschnäuzigkeit im richtigen Moment. Eigentlich fand die Mannschaft von Thomas Stamm dabei sehr gut in die Partie und belohnte sich früh durch einen 114-km/h-Hammer von Alexander Rossipal (12.). Im Anschluss blieb Elversberg die fußballerisch deutlich bessere Mannschaft, Dynamo schlug aber durch Jason Ceka erneut zu – allerdings ergaben die Videobilder, dass der Offensivspieler zuvor im Abseits gestanden hatte, der Treffer zählte nicht (25.). Es blieb also beim 1:0 und auch beim Werdegang des Spiels. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz, mehr Schüsse, gewannen sogar mehr Zweikämpfe, aber Dresden war eben dann zur Stelle, wenn es wichtig war.

Elverbergs Doppelschlag

Nach dem Seitenwechsel legten die Saarländer dann aber den Schalter um, drängten vehement zunächst auf den Ausgleich. In der 49. Minute ging es dann mal zu schnell für die Dynamo-Defensive, doch Felix Keidel schloss einen tollen Elversberger Angriff mit vielen Direktpässen zu ungenau ab, der Schuss des Rechtsverteidigers ging nur ans Außennetz. Und auch Lukas Petkov versagten im Abschluss die Nerven, aus kurzer Distanz ging sein Schuss drüber (56.). Die guten Momente häuften sich, sie blieben jedoch unvollendet.

Doch das änderte sich in der 58. Minute, als Nicholas Mickelson den Gästen den hochverdienten Ausgleich bescherte. So einfach wie in dieser Situation war es den Elversbergern vorher nicht gemacht worden, nach nur einem langen Ball stand der linke Verteidiger frei vor Tim Schreiber und behielt im Gegensatz zu seinen Mitspielern zuvor die Kontrolle über den Ball beim Abschluss.

Angesichts des bisherigen Spielverlaufs war zu erwarten, dass sich die Partie nun komplett wenden würde – doch das bestätigte sich zunächst nicht. Elversberg verlor etwas den Faden und Dresden zeigte sich plötzlich wieder in der Offensive, die Partie war offen, wenn auch nicht reich an Chancen. Doch die nächste Gelegenheit sorgte dann tatsächlich für die Wende. Dynamo zog sich bis zum 1:2 komplett zurück, attackierte nicht mehr im Mittelfeld, ließ zu, dass Elversberg über alle Positionen hinweg den Druck erhöhen konnte. In dieser Phase fehlte auch die Laufbereitschaft, um Lücken zu schließen.  Lasse Günther scheiterte erst an Schreiber, doch Petkov bekam den Rebound und staubte zum 2:1 ab (78.).

Rettungstaten gegen Dynamos späten Ansturm

Gerade bei Standardsituation geriet diese Führung in Gefahr und dass sie hielt, hatte Elversberg auch Petkov zu verdanken. In der 83. Minute nahm der Torschütze Christoph Daferner die Kugel zwei Meter vor dem eigenen Tor noch mit der Fußspitze vom Bauch, sonst hätte der Dresden-Stürmer den Ball locker reingedrückt. Eine unglaubliche Tat, für die sich Petkov zu Recht ein zweites Mal feiern ließ. Den Bruch im Dresdner-Spiel nach dem Seitenwechsel wollen und müssen die Dynamos schnellstens analysieren. Denn mit Hannover 96 und Darmstadt 98 warten in den nächsten Wochen weitere Spitzenteams der Liga.

Positive Erkenntnisse aus der Niederlage aber sind ohne Frage da. Dynamo kann gegen Spitzenteams und enorm spielstarke Mannschaften mithalten. Die fußballerischen Mittel, die die Dresdner seit der Winterpause offerieren, bringen auch Teams aus dem ersten Tabellendrittel in Verlegenheit. Auch, dass man nach einem Rückstand nicht mehr in Lethargie verfällt, sondern sofort in den Angriffsmodus übergeht, ist eine neue schwarz-gelbe Tugend.

Dynamo Dresden-Trainer Thomas Stamm: „Es ist uns der zweiten Hälfte nicht mehr gelungen, mit der nötigen Intensität Druck draufzubekommen, da war öfters mal der Fuß frei beim Gegner. Elversberg hatte die Effektivität, die wir diesmal nicht hatten. Die brauchst du, um gegen eine sehr, sehr gute Mannschaft Punkte mitzunehmen. (…) Wenn du weißt, welche Muster und welche Abläufe sie spielen, müssen wir es am Ende besser verteidigen.“

SV Elversberg-Trainer Vincent Wagner: „Wir waren in diesem tollen Stadion der glückliche Gewinner. Nicht unverdient, aber glücklich. Bekommen wir hinten raus den Ausgleich, dürfen wir uns nicht beschweren. (…) Die Dresdner pressen mittlerweile außerordentlich gut. Das haben sie in der Vorrunde auch schon gemacht, jetzt sind sie echt mit einer geilen Intensität unterwegs. Das 1:0 war zudem ein gutes Tor, er knallt ihn brutal ins Eck.“

Dynamo-Torhüter Tim Schreiber: „In der zweiten Halbzeit haben wir den Faden verloren. Uns hat der Ball gefehlt, wir waren zu unsauber in den Zweikämpfen, haben die Fifty-Fifty-Zweikämpfe leider nicht gewonnen. Wenn du dann noch die leichten Fehler im Spielaufbau in der zweiten Kette machst, wird es schwierig.“

Alexander Rossipal (Dynamo Dresden): „Die Elversberger wissen, glaube ich, selbst nicht, warum sie da so ein Glück haben. Dass diese zwei Dinger nicht reingehen, schmerzt schon.“

Dynamo-Kapitän Niklas Hauptmann: „Wir werden dieses Spiel, genau wie die vergangenen erfolgreichen Partien in der Rückrunde, aufarbeiten. Wir haben einiges zu analysieren.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 22
| Rudolf Harbig Stadion | 14.Feb..2026-20:30
Dynamo Dresden
N S S U U
1 : 2
Endstand
SV 07 Elversberg
U N U S N
Alexander Rossipal
12'
Nicholas Mickelson
58'
Lukas Petkov
78'
Tore
12'
58'
78'
Tor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
10'

 

Dynamo Dresden mit Punkt gegen Arminia Bielefeld

News-12

Dynamo Dresden hat in der 2. Bundesliga heute den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Im Duell mit Mitaufsteiger Arminia Bielefeld endet 1:1 Unentschieden. Nach zuletzt zwei Siegen punktet Dynamo Dresden auch im Heimspiel gegen Bielefeld. Dabei mussten die Gastgeber die letzten Minuten in Unterzahl überstehen. Für die Gastgeber traf Christoph Daferner nach einer Ecke (43.). Tim Handwerker sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter für den Ausgleich. Somit bleibt Dynamo auch im dritten Pflichtspiel des Jahres ungeschlagen und verbessert sich so auf Relegationsrang 16. Den ganz großen Wurf im Kampf um den Klassenverbleib haben die Gastgeber aber verpasst.

Starke Standards von Dynamo

Dynamo schaffte es, den Schwung aus den ersten beiden Spielen des Jahres mit in die Partie zu nehmen. Die Sachsen waren vor allem nach Standards gefährlich – etwa als Jason Ceka nach einer Ecke an Jonas Kersken im Bielefelder Tor scheiterte. (8.). Auch Jakob Lemmer sorgte kurz vor dem Ende der Halbzeit über die linke Seite für zwei gefährliche Abschlüsse. Den ersten konnte Kersken zwar abwehren, die anschließende Ecke nutzte Daferner jedoch zur Führung.

Bielefeld mit starker zweiten Hälfte

Die Bielefelder kamen einige Minuten vor den Dynamos zurück aus der Kabine und schworen sich noch mal ein. Anschließend drückte Arminia auf den Ausgleich. Dynamo lauerte auf Konter, wobei diese aus Sicherheitsgründen zumeist nur von drei, vier Spielern „gefahren“ wurden. Dass diese Sicherheitsvariante wichtig war, zeigte die Bielefelder, die sich teilweise vor dem Dynamo-Strafraum festsetzten, dann aber immer wieder an der vielbeinigen Abwehr hängen blieben.

Nach der Führung durch das sechste Saisontor von Christoph Daferner (43.) glich die Arminia durch einen von Handwerker verwandelten Strafstoß aus (67.). Vorausgegangen war ein vermeintliches Foul von Rossipal an Momuluh. Schiri Felix Wagner zeigte sofort auf den Punkt, VAR Guido Winkmann bestätigte den Elfer nach kurzem Check. Der eingewechselte Tim Handwerker war es dann, der in der 67. Minute den Elfmeter zum Ausgleich verwandelte. Alexander Rossipal hatte den unmittelbar zuvor eingewechselten Monju Momuluh gefoult. Die Entscheidung sorgte auf Dresdner Seite für reichlich Unmut. Das 1:1 war auch der Endstand, obwohl insbesondere Bielefeld in der Schlussphase noch auf den Sieg drängte.

Die Schlussminuten musste Dynamo dann in Unterzahl überstehen. Robert Wagner war Mitte in der ersten Halbzeit verwarnt worden. Kurz vor der Pause wurde er nach einem Foul erneut ermahnt. Als der Mittelfeldspieler dann kurz vor Spielende bei einem Freistoß der Gäste am Bielefelder den Ball wegschlug, folgte die Ampelkarte. Diese blieb jedoch ohne Folgen, Dynamo rettete das Unentschieden über die Zeit. Der eine Punkt ist für die SGD enorm wichtig im Abstiegskampf. Dank der mehr erzielten Tore überholen die Schwarz-Gelben den 1. FC Magdeburg und verlassen damit den direkten Abstiegsplatz 17.

Am kommenden Samstag reist Dynamo nach Gelsenkirchen (Anstoß auf Schalke ist 13:00), Bielefeld erwartet am Sontag Eintracht Braunschweig.

Stimmen zum Spiel

Thomas Stamm (Dynamo Dresden): „Ich finde, wir haben eine sehr ordentliche erste Halbzeit gespielt. Mit dem Elfmeter hat sich das Spiel dann ein bisschen gedreht. Wir hatten dann nicht mehr die Entlastungsmomente und die Chancen, die man braucht. Vor allem im letzten Drittel waren wir nicht sauber genug, um einen Dreier mitzunehmen.“

Mitch Kniat (Arminia Bielefeld): „Alles gut, außer das Ergebnis. …. (Aber:) Wenn man das ganze Spiel betrachtet, können wir relativ zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit sind wir mit mehr Risiko aus der Kabine gekommen und haben uns belohnt, auch wenn wir das Spiel natürlich gern gewonnen hätten. Wir fahren jetzt mit dem Punkt nach Hause. Diesen Punkt haben wir uns auch hart erarbeitet. Es war ein giftiges Spiel mit vielen Zweikämpfen, vor allem im Zentrum.“

Christoph Daferner (Torschütze zum 1:0): „Den einen Punkt nehmen wir mit, auch wenn wir natürlich gern mit einem Sieg weitergemacht hätten. Mit sieben Punkten aus drei Spielen kann man trotzdem zufrieden sein. Man sieht, dass wir uns speziell bei den Standards verbessert haben. Ich glaube, 40, 50 Prozent der Tore fallen über Standards. Das wird auch weiterhin ein wichtiger Punkt sein, damit wir am Ende der Saison die Klasse halten.“

Robert Wagner (nach Gelb-Rot gesperrt): „So, wie das Spiel verlaufen ist, können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben jetzt in drei Spielen sieben Punkte geholt. Das ist sehr positiv. Wir haben wieder nicht verloren. Das können wir mit in die nächsten Spiele nehmen.“

Robin Knoche (Neuzugang aus Nürnberg): „Hier in Dresden nach einem Rückstand zurückzukommen, ist gar nicht so einfach. In der zweiten Halbzeit waren wir kurz davor, das Spiel zu drehen. Das nehmen wir als positive Sache mit. Die Mannschaft hat eine gute Mentalität, irgendwann werden wir uns belohnen.“

Marius Wörl (Mittelfeldspieler): „Natürlich hätten wir gern gewonnen. Aber so wie der Spielverlauf mit dem Rückstand war, sind wir froh, dass wir einen Punkt mitgenommen haben. Insgesamt können wir mit dem Spielverlauf zufrieden sein. Zum Schluss haben wir dann gedrückt und hätten auch noch gewinnen können.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 20
| Rudolf Harbig Stadion | 01.Feb..2026-13:30
Dynamo Dresden
N N N S S
1 : 1
Endstand
Arminia Bielefeld
N U U N U
Christoph Daferner
43'
Tim Handwerker
67'
Tore
43'
67'
Elfmetertor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
1'

Dynamo feiert Kantersieg gegen Greuther Fürth

Heimsieg

Pünktlich zum Spiel beim 1. FC Magdeburg hat Dynamo Dresden das Tabellenende der 2. Bundesliga verlassen. Die SGD holt im Kellerduell gegen Greuther Fürth drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga und spielt erstmals zu Null. Neuzugang Thomas Keller hatte die SGD in Front gebracht (35.), Jakob Lemmer kurz nach der Pause schon zum Endstand getroffen (49.). Erstmals in dieser Saison der 2. Fußball-Bundesliga gelang dem Aufsteiger, ohne Gegentor zu bleiben. Dadurch verdrängten die Sachsen die Franken auf den letzten Tabellenplatz, sind nun Vorletzter. Defensiv zeigten sich die Hausherren deutlich verbessert, wobei den im Hinrundenduell noch mit 3:2 erfolgreichen „Kleeblättern“ allerdings auch nur wenig gelang.

Fürth mit etwas besserem Start

Dass es im Heimspiel des Schlusslichts gegen den Tabellenvorletzten um sehr viel geht, machten auch viele Dresdner Fans klar, die zu Tausenden geschlossen vom Hauptbahnhof zum vorab nicht ganz ausverkauften, aber dennoch mit 30.811 Zuschauern besetzten Rudolf-Harbig-Stadion liefen. Es war ein echtes Kellerduell, auch weil für die Kleeblätter Aaron Keller und bei der SGD Winter-Neuzugang Thomas Keller in der Startelf stand. Auch die anderen drei Feldspieler, die die Schwarz-Gelben kurz vorm Beginn der Vorbereitung ausliehen, feierten ihr Pflichtspieldebüt im Dresdner Trikot. Der neue Torwart Elias Bethke fehlte hingegen ebenso wie Friedrich Müller und Claudio Kammerknecht im Kader, Tim Schreiber stand im Gehäuse.

Die Gäste erwischten auf dem frisch verlegten Rasen den etwas besseren Beginn und hatten nach einem Freistoß von Julian Green durch Noel Futkeu eine erste gute Chance, doch der Ball ging knapp vorbei (7.). Dynamo tauchte in Minute 25 erstmals gefährlich vorm gegnerischen Tor auf. Nach einem weiten Freistoß von Hannover-Leihgabe Jonas Sterner bediente setzte Jakob Lemmer den mit aufgerückten neuen Abwehrchef Thomas Keller in Szene, der allerdings seinem Gegenspieler Philipp Ziereis aus kurzer Distanz an den Rücken schoss (25.). Leihgabe Nummer drei Robert Wagner sah kurz darauf eine Gelbe Karte nach taktischem Foul gegen seinen Ex-Verein aus Franken, für den er bis 2024 am Ball war.

Thomas Keller trifft zur Führung

In Minute 29 schallte erstmals lauter Torjubel durch das weite Rund. Vincent Vermeij traf, stand zuvor aber knapp im Abseits. Schiedsrichter Felix Prigan verweigerte dem Treffer korrekterweise die Anerkennung. Auf der anderen Seite war dann nach einer gespielten halben Stunde auch mal wieder Fürth im Angriff zu sehen, doch der Kopfball von Felix Klaus ging drüber. Von Dynamo hingegen kam mehr nach vorn, allerdings ging Hauptmanns Hereingabe ein wenig in den Rücken von Sturmspitze Vincent Vermeij (34.). Der Eckball danach brachte aber den ersehnten Erfolg: Alexander Rossipal fand Thomas Keller. Der platzierte Kopfball der Heidenheimer Leihgabe schlug zum 1:0 ein (35.).

Auch die Franken hatten sich viel vorgenommen, waren kämpferisch auf der Höhe, aber in ihren Mitteln zu beschränkt. Anders die Sachsen: Keller gab der Abwehr neue Sicherheit und setzte vorn den nächsten Nadelstich, als er einen Eckball, der in seinen Rücken kam, trotzdem noch gefährlich per Kopf aufs Tor brachte und Schlussmann Timo Schlieck zu einer Parade zwang (43.). Dynamos erste Halbzeit konnte sich sehen lassen, auch Dresdens Neuzugang Nummer vier, Jason Ceka, ließ sein Können im Mittelfeld aufblitzen. Die neue Defensivachse mit Keller und Wagner davor sorgte für Stabilität. Die knappe Pausenführung ging in Ordnung.

Deutlich besser 2. Hälfte

In Durchgang zwei kam die Sportgemeinschaft deutlich besser aus den Startlöchern und es dauerte nur vier Minuten, bis Jakob Lemmer mit seinem fünften Saisontor auf 2:0 stellte. Julian Pauli hatte den Ball erobert und auf den Flügelflitzer weitergeleitet, der diesmal im Zentrum durchstartete und aus 30 Metern einfach mal abzog. Sein Distanzschuss landete platziert im Eck, Schlussmann Schlieck hatte den eventuell noch leicht abgefälschten Ball wohl erst spät gesehen. Jetzt hatten die Hausherren alle Trümpfe auf ihrer Seite. Nur nicht das Schiedsrichtergespann, das ein Handspiel von Green im eigenen Strafraum etwas zweifelhaft als angelegten Arm wertete und der SGD keinen Strafstoß gab (56.).

Cheftrainer Thomas Stamm wechselte danach, brachte zunächst Christoph Daferner für Vincent Vermeih (69.) und etwas später Konrad Faber und Luca Herrmann für Jason Ceka und Niklas Hauptmann (75.). In der Schlussphase verpassten Kofi Amoako (78.), Luca Herrmann (82.) und Christoph Daferner (84.) mit guten Torchancen jeweils das 3:0. Kurz darauf wäre fast der Anschluss der Fürther gefallen, doch bei deren bester Chance des Spiels traf der eingewechselte Omar Sillah (86.) nur den linken Pfosten, der Abpraller landete genau in den Armen von Tim Schreiber. Kurz vor Schluss erhielt Torschütze Lemmer bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus, Lars Bünning kam für die Schlusssekunden.

Nach knapp fünf Minuten Nachspielzeit war Schluss. Die Dresdner Fans feierten mit der Mannschaft einen hochverdienten Erfolg und den ersten von vielen notwendigen Schritten im Kampf gegen den Abstieg. Dynamo zog Greuther Fürth mit dem zweiten Treffer den Stecker und hat drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg sicher.

Stimmen der Trainer

Thomas Stamm (Dynamo Dresden): „In der Startphase waren wir etwas behäbig. Wir haben aber schon da viel Kontrolle gehabt, auch in der Defensive. Es war gut, dass wir gleich nach der Pause das 2:0 nachlegen konnten. Hintenraus hätten wir es etwas klarer wegverteidigen müssen. Aber wir haben sehr viel dafür getan, dass heute die Null steht. Über die 90 Minuten gesehen, haben wir uns den Sieg verdient. Wir nehmen heute sehr wichtige Punkte gegen einen direkten Kontrahenten mit. Das gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Woche.“

Heiko Vogel (Greuther Fürth): „Ich bin sehr wütend. Ich muss aufpassen, dass ich die richtige Wortwahl treffe. Mir tut es sehr leid für unsere Fans. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier von tausend Fans unterstützt werden. Und dann geht man mit null Punkten heim und hat nicht das Gefühl, dass man alles so investiert hat, wie es der Abstiegskampf verlangt. Das dulde ich nicht. Deswegen habe ich eine großes Wut. Wir werden das mit der Mannschaft aufarbeiten und die Zügel anziehen. Es wird im Training ein anderer Wind wehen, als das bisher der Fall war.“

Reaktionen von Spielern

Thomas Keller (Dynamo Dresden): „Für mich als Verteidiger ist es wichtig, dass hinten die Null steht. Dass ich zusätzlich vorne einen reinmache, ist natürlich umso schöner. Ich freue mich, der Mannschaft geholfen zu haben damit. Dieser Sieg sollte uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele geben.“

Jakob Lemmer (Dynamo Dresden): „Es fühlt sich gut an. Es war wichtig, dass wir heute mit einem Sieg hier zu Hause starten und auch noch die Null gehalten haben. Natürlich freue ich mich auch über mein Tor. Ich glaube, ich hatte jetzt schon ein paar gute Distanzschüsse. Deswegen habe ich das Selbstvertrauen, einfach mal abzuziehen.“

Tim Schreiber (Dynamo Dresden): „Der Sieg ist wichtig und wir haben zu Null gespielt. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Es war ein geschlossener Auftritt – auf und neben dem Platz. Das tut gut. Wir haben uns heute belohnt. Die neuen Spieler haben sofort eingeschlagen.“

Philipp Zierreis (Greuther Fürth bei Sky): „Im Endeffekt waren wir vorn zu harmlos über das ganze Spiel, wir kriegen dann hinten so ein Eiertor rein zum 0:2. Dynamo macht dann nicht mehr viel in der zweiten Halbzeit, aber es reicht, weil sie gut stehen. Es war ein sehr, sehr bitterer Auftritt für uns heute. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir müssen mehr investieren, um Punkte zu holen.“

Dynamo bereit für den Elbclasico beim 1. FC Magdeburg!

Für Ex-FCM-Profi Jason Ceka kommt es zum Wiedersehen mit Magdeburg. Durch den Sieg hat Dresden nun 16 Punkte auf dem Konto, der FCM steht aktuell bei 20.

Heimfluch beendet, Sieg gegen Fortuna Düsseldorf

Heimsieg

Großer Jubel bei der SG Dynamo Dresden

Dynamo veredelte den Auswärtssieg in Bochum und fährt gegen Düsseldorf den ersten Heimdreier ein. Getrübt wurde die Freude durch die schwere Knieverletzung von Lennart Grill. Außerdem gab es eine rassistische Beleidigung gegen einen Düsseldorfer Spieler, bestätigte Dresdens Coach Thomas Stamm nach der Partie.

Es ist geschafft! Zweitligist Dynamo Dresden schafft im siebten Anlauf den ersehnten ersten Heimsieg, haut Fortuna Düsseldorf verdient mit 2:1 weg. Aber das Spiel endete dramatisch. Die spannende Frage vor dem Spiel war, ob Vinko Sapina und Christoph Daferner in die Startelf zurückkehren. Erstmals in dieser Saison änderte Trainer Thomas Stamm sein Team nicht, ließ die gleiche Elf wie beim 2:1-Sieg in Bochum los. Zunächst passierte allerdings auf dem Feld nicht viel, das Geschehen auf den Rängen des wieder mit knapp 31.000 Zuschauern gefüllten Harbig-Stadions war deutlich interessanter. In den ersten 12 Minuten auch in Dresden der Fan-Protest gegen die geplante Sicherheits-Verschärfung der Innenminister. Gespenstische Stille, dazu ein Plakat mit der Aufschrift: „Ist es das, was ihr wollt?“

Danach wurde es zwar wieder laut, aber erst in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit spannend. Erst die Fortuna um Ex-Dynamo-Coach Markus Anfang mit einem Itten-Kopfball an den Außenpfosten (40.). Doch kurz vor der Pause schlug die Stunde von Alexander Rossipal (45. Minute). Konrad Faber brachte den Ball von der Grundlinie in den Strafraum, wo der heranrauschende Alexander Rossipal mit voller Wucht aus elf Metern unter die Latte vollendete.  Schon der dritte Treffer des Linksverteidigers!

Vermeij legt nach

Mit der Führung im Rücken ging es in die Kabine, aus der die SGD deutlich überzeugender zurückkehrte und nur acht Minuten nach Wiederanpfiff den zweiten Treffer durch Vincent Vermeij nachlegte. Von Hauptmann perfekt bedient, verstolperte er fast den Ball, um ihn dann eiskalt über die Linie zu drücken (53.). Das zweite Tor in Folge für die Holland-Latte. Und das gegen seinen Ex-Klub! Das Spiel schien entschieden, weil der Fortuna in der Offensive lange nicht viel einfiel. Doch es sollte noch einmal eng werden. Zunächst hatte Dynamo in der 70. Minute Glück, als sich ein Abwehrspieler in den Schuss von Klaus Suso warf. Dann nutzten die eingewechselten Vinko Sapina und Nils Fröling ihre guten Chancen nicht, um den Deckel draufzumachen.

Rasmusson mit „Köpfchen“

Das sollte sich fast rächen, denn in der 85. Minute gelang Christian Rasmusson per Kopf der Anschluss. Danach standen die Sachsen sehr tief, konnten aber dicke Chancen der Gäste verhindern. In der fünften Nachspielminute ging plötzlich Keeper Lennart Grill zu Boden, er hatte sich im Rasen das rechte Knie verdreht, sackte auf den Boden und musste auf der Trage raus. Dynamo Dresden allerdings hatte schon alle Wechsel aufgebraucht, deshalb musste ein Feldspieler rein. Eigentlich sollten die Profis unter sich klären, wer den Job übernimmt. Aber als Konrad Faber sich das Torwart-Trikot überstreifte, griff Trainer Thomas Stamm doch ein. Er beorderte Aljaz Casar aus taktischen Gründen zwischen die Pfosten. Doch es sollte reichen. Nach weiteren sieben Minuten war Schluss und die Dresdner Spieler lagen sich in den Armen. Dynamo klettert durch den zweiten Sieg in Folge auf Nichtabstiegs-Platz 15.

Düsseldorfs Iyoha rassistisch beleidigt

Negativer Höhepunkt der dramatischen Schlussphase war ein Rassismus-Vorfall. Düsseldorfs Emmanuel Iyoha, der während Grills Abtransport an der Seitenlinie wartete, um den Einwurf auszuführen, wurde wohl rassistisch beleidigt. Er informierte umgehend den Schiedsrichter, der den Vorfall im Spielberichtsbogen vermerkte. Bedeutet: Auf Dresden dürfte eine zusätzliche Strafe zukommen.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm: „Von mir die Bitte an die Leute, die sowas äußern, nicht mehr ins Stadion zu kommen. Und die drumherum sitzen, bitte so mutig sein, dass man weiß, wer es war. Sowas hat im Fußball gar nichts verloren. Ich bin wirklich fast sprachlos.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 14
| Rudolf Harbig Stadion | 30.Nov..2025-13:30
Dynamo Dresden
U N N N S
2 : 1
Endstand
Fortuna Düsseldorf
N N U N S
Alexander Rossipal
45'
Vincent Vermeij
53'
Christian Rasmussen
84'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
12'
Tore
45'
53'
84'
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
Fortuna Düsseldorf
Am Tor vorbei 12
Schüsse auf das Tor 4
Schüsse auf das Tor 2
Am Tor vorbei 11
2 Tore 1
42 Ballbesitz 58
44% Zweikampfquote 56%
4 Ecken 0
12 Fouls 13
2 Abseits 3
1 Gelbe Karten 2
355 Pässe 488
16 Torschüsse gesamt 13
4 Schüsse auf das Tor 2
12 Schüsse neben das Tor 11
18 Einwürfe 25
13 Freistöße 12
11 Dribblings 16
18 Flanken 24

Pleite gegen Paderborn, Heimfluch geht weiter

News-9

Dynamo Dresden bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga weiter ohne Heimsieg.  Wieder engagiert, wieder ohne Punkte: Dynamo Dresden zeigt zu Hause Kampfgeist, nutzt seine Chancen aber nicht. Paderborn bleibt kaltschnäuziger – und siegt mit Effizienz. Die Enttäuschung bei der SGD ist entsprechend groß.

Es war eine stolze Serie. 42 Spiele in Folge hatte Dynamo bei Partien, bei denen die Mannschaft das 1:0 erzielte, nicht verloren. Eine Niederlage nach einer Führung kassierten die Dresdner zuletzt beim 1:4 in Meppen – und verspielten dort im Mai 2023 den Aufstieg. Nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn am Samstag spielt Dynamo eine Klasse höher nun gegen den Abstieg – und baut eine andere Serie aus, allerdings eine Negativserie: Sieben Spiele in Folge haben die Schwarz-Gelben nicht gewonnen und warten weiter auf den ersten Sieg im heimischen Stadion.

Dynamo mit Elfer zur Führung, Paderborn gleicht aus

Die Dresdner mussten erneut auf Torhüter Tim Schreiber verzichten, der sich an der Hand verletzt hatte, und auf Stürmer Stefan Kutschke, der nach seiner Roten Karte in Münster weiter gesperrt ist. Stamm stellte im Vergleich zur Vorwoche nur einmal um: Claudio Kammerknecht rückte für Jakob Lemmer in die Startelf, wodurch das Team in einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette agierte. Paderborns Coach Ralf Kettemann nahm zwei Änderungen vor: Lasse Tjark Scheller ersetzte Calvin Brackelmann, Nick Bätzner begann für Sebastian Klaas.

Paderborn setzte Dynamo früh unter Druck, doch die Gastgeber hielten defensiv zunächst gut dagegen. Die erste Großchance vergab Konrad Faber (22.), dessen Schuss nur das Außennetz traf. Kurz darauf wurde Niklas Hauptmann im Strafraum gefoult – Daferner verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. In Sachen Effektivität spielt Dynamo noch immer wie ein Aufsteiger. Der Ausgleich, mal wieder zum ungünstigen Zeitpunkt kurz vor der Pause, ist umstrittener, vor allem aber fällt er quasi aus dem Nichts. Weder Tony Menzel aus der Distanz (40.) noch Daferner mit einem Drehschuss (41.) konnten ihre guten Chancen nutzen. Stattdessen kam Paderborn noch zum Ausgleich: Dresdens Konrad Faber bekam den Ball nach einem Schuss von Steffen Tigges an den Arm, Biblija ließ sich die Chance nicht nehmen und traf wie zuvor Daferner ins rechte untere Eck (45.+1.).

Ex-Dynamo Baur trifft zum SCP-Sieg

Nach dem Wechsel hatte Dresden zunächst mehr vom Spiel. Gefährlich waren aber die Gäste. Zunächst verhinderte Dynamo-Schlussmann Lennart Grill mit einer starken Parade gegen den eingewechselten Luis Engelns noch den Rückstand der Hausherren (65.). Im Anschluss an die folgende Ecke machte aber Baur (65.) mit einem Volleyschuss das 1:2. Baur, der im Frühjahr noch von Paderborn an Dresden ausgeliehen war, verzichtete auf einen großen Jubel. „Innerlich habe ich mich schon gefreut, aber das muss man ja nicht so raushängen lassen“, sagt er. Die Erklärung, warum er gerade in bestechender Form ist, kann man auch als kleinen Seitenhieb auf seinen Ex-Verein deuten: „Wenn man Vertrauen genießt, kann man befreit aufspielen. Dann hat man Spaß und dann platzt auch der Knoten. Im Moment läuft es richtig gut.“

Keine zwingenden Dynamo-Chancen

Dynamo-Coach Thomas Stamm regierte und wechselte gleich dreimal. Paderborn zog sich nun zurück und wartete auf Konter. Dresden hatte nun mehr Ballbesitz. Die Schwarz-Gelben kamen auch zu Abschlüssen: Kofi Amoako (78.) aus der Distanz (78.) und aus spitzem Winkel (88.) sowie Luca Herrmann im Strafraum (90.+2.) und Vinko Sapina per Kopfball (90.+6.) hatten zwar Tormöglichkeiten, doch keine der Chancen war wirklich zwingend. Die beste Chance nach dem 1:2 hatte sogar Paderborn: Nach einer Ecke brachte Scheller den Ball mit dem Knie aufs Dynamo-Tor: Lars Büning und Dynamo-Keeper Grill kratzen den Ball gemeinsam von der Linie (90.). Trotz später Schlussoffensive blieb der Ausgleich verwehrt: In der achten Minute der Nachspielzeit scheiterte Vinko Sapina per Kopf an SCP-Torwart Dennis Seimen. Damit bleibt Dynamo auch im fünften Heimspiel sieglos.

Trotz der Pleite bleibt Dynamo auf dem Relegationsrang, der VfL Bochum ist nun aber punktgleich. Am deutlichsten spricht Bünning die Situation an: „Wir brauchen es nicht mehr schönreden. Und dass wir den Gegnern mithalten können, kann keiner mehr hören. Mithalten reicht nicht, wir müssen Punkte holen, mal dreckig gewinnen“, fordert er mit Nachdruck.

Ralf Kettemann (Trainer Paderborn): „Es war ein fifty-fifty-Spiel. Es war sehr anspruchsvoll hier. Es gibt schon einen Grund, warum wir hier noch nicht so viel geholt haben. Wenn man einen Lauf hat, dann läuft es. Dann geht auch so ein Schuss wie der von Mika Baur rein. Das Momentum ist bei uns. Das hilft uns. Denn wird haben uns heute schon schwer getan. Das Schöne ist, dass Fußballspiele meist in der zweiten Halbzeit entscheiden werden. Uns hat auch der Moment geholfen, vor der Pause den Ausgleich zu machen. Dresden hat uns überrascht, wie sie gegen den Ball gespielt haben. Trotz der Rekordserie frage ich mich, warum es heute nicht so aufgegangen ist, wie ich es mir vorgestellt habe.“

Thomas Stamm (Trainer Dynamo Dresden): „Wenn man über die 90 Minuten sieht, was wir wollten, nämlich hoch verteidigen und hoch drauf, dann sind die ersten 45 Minuten nicht so, wie wir sie uns vorgestellt haben. Dann fände ich es gut, wenn man es nicht nur am Resultat festmacht. Und dann sind es zwei Gegentore, also zwei im Schnitt im Moment. Das ist Gesamtverbund nicht zweitligatauglich, wie wir verteidigen. Beim ersten Gegentor drehen wir uns weg. Das war die Woche Thema, sich vielleicht einmal nicht wegzudrehen. Es gibt ein paar Themen, die wir besser machen können. Paderborn sehr effizient, wir sind es nicht. Am Ende musst Du hier einen Punkt mitnehmen. In einer Liga, die sehr ausgeglichen ist, auch heute wieder, geht es um Details. Und an diesen Details müssen wir arbeiten.“

Christoph Daferner, Dynamo-Torschütze: „Heute ist die Enttäuschung sehr, sehr groß, weil ich finde, dass wir es heute auch nicht verdient gehabt hätten, mal zu gewinnen. Es war in der zweiten Halbzeit in allen Belangen zu wenig. Da müssen wir schon ehrlich zu uns sein.“

Eine Krise?

Wie kommt Dynamo Dresden jetzt aus diesem Negativ-Strudel raus? Daferner: „Wichtig ist, die Enttäuschung und die Wut zuzulassen. Und uns ins Gesicht zu sagen: Das war einfach gar nichts. Da muss mehr Entschlossenheit rein. Mehr Wille, das Spiel zu gewinnen.“

Das lässt nur einen Schluss zu: Die Krise spitzt sich zu. Und das ausgerechnet vorm Mega-Spiel kommenden Samstag vor knapp 75.000 Zuschauern bei Hertha BSC. Wenn man da auch wieder auf ähnliche Art und Weise mit leeren Händen dasteht, fänden das die über 25.000 mitreisenden Dynamo-Fans wohl gar nicht lustig…

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 10
| Rudolf Harbig Stadion | 25.Okt..2025-13:00
Dynamo Dresden
U U N U U
1 : 2
Endstand
SC Paderborn
S S S S S
Christoph Daferner
26'
Filip Bilbija
45'+2'
Mika Baur
65'
Tore
26'
45'
+2
Elfmetertor
65'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
2'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
6'