Vermeij schiesst Dynamo Dresden zum Klassenerhalt

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Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sichern die Schwarz-Gelben ihren Verbleib in der 2. Bundesliga. Durch das 2:1 gegen Holstein Kiel gelang es aus eigener Kraft. Doppeltorschütze Vincent Vermeij ragte aus einem sehr überzeugenden Kollektiv heraus. Emotional wurde es schon vor dem Spiel, als Stefan Kutschke von den Fans verabschiedet wurde. Dynamo Dresden war in der Hinrunde schon totgesagt, ist nach einer bärenstarken Rückrunde aber wieder auferstanden und spielt auch in der neuen Saison in der 2. Bundesliga. Die KSV Holstein, die im vergangenen Jahr aus der Bundesliga abgestiegen war, beendete eine schwierige Zweitliga-Saison auf dem zwölften Tabellenplatz.

Abschied für Stefan Kutschke

So aber war es vor ausverkauftem Haus (30.644 Zuschauer) ein rundum gelungenes Fußballfest und ein perfekter Abschluss für Stefan Kutschke. Der 37-jährige Dresdner „Fußballgott“ beendete am Sonntag (17. Mai) seine Karriere nach 182 Spielen und 52 Toren im Dynamo-Dress. Er war schon vor dem Spiel zu Tränen gerührt, als sich die Fans mit einer tollen Choreografie verabschiedeten.

Vermeij macht Klassenerhalt klar

Schon früh zeigte sich, welches Team noch Punkte für den Klassenerhalt brauchte und welches nicht mehr. Dresden drängte die „Störche“ sofort in deren eigene Hälfte zurück und hatte durch den ehemaligen Holstein-Profi Robert Wagner nach sechs Minuten eine exzellente Torchance, die Ivan Nekic aber zunichte machte. Bei einer Ecke des früheren Rostockers Alexander Rossipal stellten sich die Norddeutschen bald darauf aber nicht gut an. Vincent Vermeij sprang der Ball auf den Oberschenkel und von dort zum 1:0 ins Kieler Tor (14.). Hatte der Niederländer in der Situation noch etwas Glück gehabt, zeigte er in der 36. Minute eindrucksvoll sein Durchsetzungsvermögen. Vermeij sprang entschlossen in die nicht leicht zu erreichende Flanke des gebürtigen Hannoveraners Kofi Amoako und köpfte zum 2:0 ein.

Dass Dynamo mit dem Vorsprung auch in die Kabine ging, hatten sie Tim Schreiber zu verdanken. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verhinderte der SGD-Torhüter das 1:2. Er parierte einen Strafstoß von Alexander Bernhardsson saustark. Er lenkte den Schuss zuerst an den Pfosten – von dort sprang der Ball an die Unterkante der Latte und zurück ins Spielfeld.

Harres trifft für die Störche

Nach der Pause und dem Blick auf die anderen Plätze – Fürth führte mit 3:0 gegen Düsseldorf – konnte es Dynamo gelassener angehen. Es gab zwar hin und wieder den Hauch von Torchancen, aber eben keine zwingenden Aktionen. Dresden hatte nach einer Stunde eine Chance durch Rossipal, doch Holstein-Schlussmann Timo Weiner war zur Stelle. Die Kieler erhöhten in der Schlussphase noch einmal das Engagement und kamen auch noch zum Anschlusstreffer. Angreifer Phil Harres sorgte in der 81. Minute mit einem schönen Schuss aus der Drehung in den linken oberen Torwinkel für das 1:2 aus Kieler Sicht. Mehr ließen die Gastgeber aber nicht zu.

Am Ende jubelte aber die SGD – über den Klassenerhalt nach einer famosen Rückrunde. Gemeinsam mit den Fans feierten die Spieler ein weiteres Jahr in der 2. Liga noch lange nach dem Abpfiff. Kutschke genoss das Bad im Fanblock und wird von seinem Trainer Thomas Stamm schon jetzt vermisst. „Er wird als Persönlichkeit fehlen.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 34
| Rudolf Harbig Stadion | 17.Mai.2026-15:30
Dynamo Dresden
S S N S N
2 : 1
Endstand
Holstein Kiel
S S S S N
Vincent Vermeij
14'
Vincent Vermeij
36'
Phil Harres
81'
Tore
Tor
36'
81'
Tor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
5'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
Holstein Kiel
Am Tor vorbei 8
Schüsse auf das Tor 2
Schüsse auf das Tor 3
Am Tor vorbei 6
2 Tore 1
40 Ballbesitz 60
57% Zweikampfquote 43%
3 Ecken 9
14 Fouls 17
4 Abseits 0
2 Gelbe Karten 3
347 Pässe 509
10 Torschüsse gesamt 9
2 Schüsse auf das Tor 3
8 Schüsse neben das Tor 6
26 Einwürfe 23
17 Freistöße 14
19 Dribblings 20
10 Flanken 16

 

 

Noch kein Klassenerhalt, Dynamo ohne BigPoints in Braunschweig

Niederlage

Klassenerhalt vertagt

Dynamo verliert letztes Auswärtsspiel der Saison in Braunschweig. Beim 2:1 (1:0)-Sieg gegen Dynamo Dresden wurde Braunschweigs Keeper Ron-Thorben Hoffmann zum Helden. Nach der 1:2-Niederlage bei Eintracht Braunschweig spricht Dynamo-Trainer Thomas Stamm über vergebene Chancen, personelle Sorgen und feste Elfmeterschützen. Dynamo hat damit im Kampf um den Klassenerhalt alles in den eigenen Händen.

Dresden, nach zuvor drei Siegen aus vier Spielen schon fast aller Abstiegssorgen entledigt, startete selbstbewusst und ballsicher. Die Eintracht spielte zunächst einmal voll auf Absicherung und lauerte auf Umschaltsituationen.Erstmals gefährlich wurde es aber erst durch eine Dresdner Unachtsamkeit, die Braunschweig sofort zur Führung nutzte: Die Gäste klärten eine Hereingabe zentral vor den eigenen Strafraum, Lino Tempelmann schnappte sich die Kugel, die auf Umwegen bei Flick landete – der vollendete aus rund 14 Metern flach zum 1:0 ins linke Eck. Dresden schaffte fast die schnelle Antwort: Im Gegenzug lief Robert Wagner über rechts durch und steckte durch auf den freistehenden Vincent Vermeij, doch Keeper Hoffmann rettete mit einem starken Reflex. Ceka hatte eine weitere Chance zum Ausgleich, doch erneut klärte Hoffmann (34.). Die Dresdner blieben auch bis zur Pause das offensivere Team, aber Braunschweig stand gut und ließ wenig zu.

Braunschweig eiskalt, R.T. Hoffmann wird zum Held

Dafür schlug Braunschweig wie schon vor der Pause auch in Halbzeit zwei beim ersten Angriff zu, wieder sah die Dynamo-Abwehr schlecht aus: Fabio Kaufmann konnte ungehindert von der rechten Seite an den Fünfmeterraum flanken, Keeper Tim Schreiber bewegte sich zu spät von der Linie, Alidou drückte den Ball zum umjubelten 2:0 über die Linie. Dresden hatte sich zum zweiten Mal im fremden Stadion auskontern lassen – bekam aber durch eine umstrittene Elfmeterentscheidung die Chance, zurück ins Spiel zu kommen: Kaufmann traf bei einem Befreiungsschlag im Strafraum den hinter ihm heraneilenden Vermeij mit dem Arm am Kopf. Niemals Absicht, zumal der Ball schon längst weg war. Christian Dingert wurde trotzdem an den Monitor geschickt, um sich die Szene anzuschauen – und entschied auf Elfmeter. Kutschke schoss scharf, aber nicht platziert genug. Keeper Hoffmann war im richtigen Eck und lenkte die Kugel ab.

Es war bereits der dritte Elfmeter in der laufenden Saison, den Hoffmann parieren konnte. Der Eintracht-Keeper verschwand danach in einer Jubeltraube – die Braunschweiger feierten den gehaltenen Elfer schon wie den vorzeitigen Klassenerhalt. Die Gastgeber mussten aber weiter zittern, ihr starker Keeper blieb im Blickpunkt: Hoffmann lenkte einen gefährlichen Schuss von Jakob Lemmer über die Latte (82.) – und war dann vier Minuten vor dem Ende doch geschlagen: Nach einer Ecke von Alexander Rossipal köpfte Kutschke den Ball zum 1:2 ins lange Eck. Dresden blieb bis zum Schluss am Drücker, Ben Bobzien hatte in der fünften Minute der Nachspielzeit noch einmal die Riesenschance zum Ausgleich, aber Hoffmann wehrte erneut ab. Im Anschluss traf Tony Menzel noch einmal den Querbalken – am Ende brachte Braunschweig den Vorsprung auch mit Glück über die Zeit. „Typisch Eintracht“, nannte Hoffmann den Sieg seines Team: „Immer dann, wenn wir müssen, sind wir da.“ Und haben nun alles in den eigenen Händen.

Dynamos Klassenerhalt in der 2. Bundesliga, der mit einem Sieg oder Unentschieden sicher gewesen wäre, ist damit vertagt. Spielt die Konkurrenz mit, könnte Dynamo schon morgen den Klassenerhalt feiern. Andernfalls muss die SGD den zweiten Matchball im letzten Spiel der Saison zu Hause gegen Kiel nutzen. Die Niedersachsen haben die vermeintlich schlechtere Karte, sie müssen am letzten Spieltag zu Bundesliga-Aufsteiger und Zweitliga-Meister FC Schalke 04.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 33
| Eintracht-Stadion | 09.Mai.2026-13:00
Eintracht Braunschweig
U N U S N
2 : 1
Endstand
Dynamo Dresden
N S S N S
Florian Flick
20'
Stefan Kutschke
86'
Tore
86'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
1'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
3'

Dynamo holt wichtigen Sieg im Abstiegskampf gegen Kaiserslautern

Heimsieg

Dynamo Dresden hat am Samstag einen wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm gewann vor 31.403 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte Vincent Vermeij in der 68. Minute. Der 1. FC Kaiserslautern kann seinen Negativlauf nicht stoppen und geht in der Schlussphase der Saison zum dritten Mal hintereinander komplett leer aus.

Dynamo in Halbzeit eins das bessere Team

Die Ausgangslage war klar. Dresden brauchte im Abstiegskampf jeden Punkt, für Kaiserlautern ging es tabellarisch um nicht mehr allzu viel. Nachdem sich beide Teams in den ersten Minuten intensiv im Mittelfeld duellierten, kamen die Gäste erstmals gefährlich in die Nähe des SGD-Kastens. Bevor es jedoch richtig brenzlig wurde, konnte Friedrich Müller vor Mergim Berisha klären (10.). Nach dieser Aktion übernahmen die noch gegen den Abstieg kämpfende SGD das Kommando. In der 13. Minute war Krahl gegen Niklas Hauptmann zur Stelle, der nach einem langen Ball frei durch war. Kurz darauf zischte ein Schuss von Robert Wagner knapp über die Querlatte (15.). Mit fortschreitender Spielzeit wurde Dynamos Außenstürmer und Mainz-Leihgabe Ben Bobzien immer stärker. In der 24. Minute dribbelte der 23-Jährige gleich zwei FCK-Verteidiger aus, setzte seinen Abschluss aber deutlich über das Tor.

Die Pfälzer kamen über kleine Nadelstiche nicht hinaus. Lautern meldete sich nach einer halben Stunde erstmals ernsthaft vorne an. Nach Zuspiel von Fabian Kunze schloss Semih Sahin im Strafraum mal direkt ab, der Ball flog aber am Tor vorbei (29.). Vier Minuten später nahm Bobzien einen Fehlpass von FCK-Keeper Krahl an, stürmte in den Strafraum, schoss aber deutlich links am Kasten vorbei (33.). Auch die beste Chance der ersten 45 Minuten vergab der gebürtige Gießener. Seinen Abschluss Richtung kurzes Eck parierte Krahl stark via Fußabwehr (38.). Bis zur Pause sorgte vor allem Ben Bobzien immer wieder für Unruhe vor dem Kaiserslauterer Tor. Die Gäste waren deshalb mit dem 0:0 zur Halbzeit gut bedient. 60 Prozent Ballbesitz für Dynamo bei 9:1 Torschüssen standen da zu Buche.

Lautern wird besser, Vermeij sorgt für Dresdner Jubel

Beide Teams kamen ohne personelle Veränderungen aus der Pause und wieder war es der starke Bobzien, der für das erste Ausrufezeichen der zweiten Hälfte sorgte. Er setzte sich mit einem überragenden Dribbling gegen vier Gegenspieler durch und spielte den Ball dann auf Vincent Vermeij, der an Krahl scheiterte, aber ohnehin wohl im Abseits stand (54.). Doch nach einer Stunde war klar: Auch Lautern spielte mit.  Der FCK war insgesamt präsenter und gab durch Joly nach knapp einer Stunde einen nicht ganz ungefährlichen Distanzschuss ab (56.). In der 66. Minute brachte Lieberknecht Norman Bassette und David Schramm aus der U21 für Ritter und Robinson. Nachdem Maxwell Gyamfi im Laufduell gegen Vincent Vermeij geklammert hatte, beließ es Schiedsrichter Patrick Alt bei der gelben Karten (61.).

Nur zwei Minuten später gerieten die Gäste dann in Rückstand. Wieder ging es über Bobzien. Der legte den Ball zurück auf Alexander Rossipal und dessen Hereingabe verwertete in der Mitte Vermeij, indem er einfach den Fuß reinstellte und zur verdienten Führung ins lange Eck traf (68.).

SGD verpasst das 2:0

Mit dem Rückstand und zahlreichen Wechseln auf beiden Seiten, nahm die Partie spürbar an Fahrt auf. Die Gäste wurden aktiver, wirkliche Torgefahr ging von den Pfälzern allerdings nicht aus, man kam nur zu Halbchancen, weil Dresden konsequent dagegenhielt. Für die Sachsen eröffneten sich dadurch Räume, die sie aber nicht zu nutzen wussten. Die SGD ließ allerdings alle Chancen auf ein 2:0 und damit eine Vorentscheidung aus: Der Abschluss des eingewechselten Luca Herrmann wurde im allerletzten Moment geblockt (81.) und auch Christoph Daferners Flachschuss fand nicht den Weg ins FCK-Tor (87.). In der Shlussphase ging es zwar hin und her, vor den Toren tat sich aber nichts mehr.

Nach dem Sieg steht die SGD bei soliden 38 Zählern. Die Sachsen müssen allerdings auch in den beiden verbliebenen Partien bei Eintracht Braunschweig und gegen Holstein Kiel punkten, um den Klassenerhalt endgültig klarzumachen. Kaiserslautern, das die dritte Niederlage in Serie kassierte, bleibt mit 46 Zählern Siebter.

Stimmen

„Schön, dass wir uns heute belohnen“, sagte Dresdens Trainer Stamm. Was der Sieg wert sei, könne er nach dem letzten Spieltag sagen. Sein Team habe vor allem Geduld gezeigt. „Heute war Druck drauf, deshalb sind wir erleichtert. Aber wissen auch, dass es noch nicht durch aus“, sagte auch Niklas Hauptmann mit Blick auf den Abstiegskampf.

Lauterns Trainer Torsten Lieberknecht erklärte: „Uns fehlt aktuell die Leichtigkeit und die Frische in den Köpfen, um hier offensiv besser in Erscheinung zu treten. Es war ein ausgeglichenes Spiel, dann waren wir den einen Moment unachtsam.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 32
| Rudolf Harbig Stadion | 02.Mai.2026-13:00
Dynamo Dresden
N N S S N
1 : 0
Endstand
1.FC Kaiserslautern
N S S N N
Vincent Vermeij
68'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
7'
Tore