2 Elfmeter, 6 Tore – Karlsruhe und Dynamo trennen sich 3:3

Unentschieden

Was für ein irres Fußballspiel!

Das 3:3 von Dynamo Dresden beim Karlsruher SC war Spektakel pur. Und sorgt für viel Gesprächsstoff darüber, ob es ein gewonnener oder zwei verlorene Punkte für die SGD waren. Argumente gibt es für beide Varianten. Die Tatsache, dass die Dresdner eine astreine erste Halbzeit hinlegten und verdient mit 3:1 führten, spricht für einen vergebenen Sieg. Das Team von Thomas Stamm war da wacher, direkter, ballsicherer. Belohnte sich dafür mit einem tollen Hauptmann-Doppelpack und Bobziens Tor-Premiere. Schon das Vorrundenduell endete 3:3.

In der ersten Hälfte hatten die Badener von Trainer Christian Eichner vor 33.180 Zuschauern im ausverkauften Stadion enttäuscht. Dank zweier Tore von Niklas Hauptmann hatte Dynamo zuvor schon wie der Sieger ausgesehen. Ersatztorhüter Himmelmann kam nach 63 Spielen auf der Bank wegen der Gelbsperre von Stammkeeper Hans Christian Bernat erstmals für den KSC zum Einsatz und musste schon in Hälfte eins drei Gegentore hinnehmen. Die KSC-Fans präsentierten eine große Choreo, den Spruch: „Wer nicht aufpasst, wird zur Beute“ und einen – Dynamo-Schal. Postwendend „erbeutete“ Dresden in der 3. Minute das 1:0: Niklas Hauptmann zog von halblinks ab – die Kugel rutschte Keeper Himmelmann unter dem Körper durch. In der ersten Viertelstunde machten die Schwarz-Gelben die Musik, ließen Ball und Gegner laufen.

Elfmeter KSC und wieder Dynamo

Von den Gastgebern war zunächst nicht viel zu sehen. Doch eine Ecke führte dann gleich zu einem Elfmeter, nach einem Foul von Schreiber an Kobald. Den Strafstoß verwandelte Wanitzek, einer der besten Scorer der 2. Liga (22.). Dynamo schüttelte sich kurz und ging dann wieder in die Offensive. Und eine Flanke von Ceka spitzelte Bobzien dann auch zum 2:1 ins Netz (29.). Die Mannschaft von Thomas Stamm spielte auch danach groß auf. Und erhöhte noch vor der Pause: Hauptmann lief schnell durch das Mittelfeld, nach einem anspruchsvollen Doppelpass-Lupfer von Mittelstürmer Vermeij lief der Ex-Kölner durch und spitzelte den Ball ins linke Eck (43.).

Karlsruhe wacht auf

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte die SGD zunächst noch alles im Griff. Doch im Laufe der Halbzeit brachte KSC-Trainer Eichner neues Personal, und seine Elf drängte Dynamo immer mehr in deren Hälfte. Der Aufsteiger bekam nur noch wenig Entlastung hin. Youngster Loyey Ben Farhat machte es mit dem sehenswerten Anschluss zum 2:3 wieder spannend (68.), ehe es turbulenter wurde. Zwei Minuten später flog ein Kopfball von Simic an den rechten Dynamo-Innenpfosten. Jetzt auch wieder Dresden, Sterner kam mit seinem freien Abschluss von rechts aber nicht an Himmelmann vorbei (74.). Der Routinier ersetzte den gelbsperrten Stammtorhüter Bernat. Zum Ende schienen die Schwarz-Gelben den Sieg über die Zeit retten zu können.

Und wieder Farhat, er jubelte in der Nachspielzeit nur kurz über das vermeintliche Siegtor, das wegen Abseits nicht zählte. Doch dann foulte Rossipal direkt auf der Strafraumlinie Egloff. Der zunächst gegebene Freistoß wurde nach Videosichtung einkassiert. Den fälligen Elfmeter verwandelte erneut KSC-Topscorer Wanitzek, in der 4. Minute der Nachspielzeit. Fast hätte Dynamo Dresden sogar noch mit ganz leeren Händen dagestanden, denn Ben Farhat ließ das Wildparkstadion mit dem vermeintlichen 4:3 förmlich explodieren. Zum Glück für die Gäste stand er bei seinem Treffer knapp im Abseits. Insofern ist der Zähler dann doch auch irgendwie gerechtfertigt.

So bleibt der Aufsteiger als einziges Team der 2. Liga in diesem Jahr auswärts ungeschlagen, hat jetzt schon so viele Punkte geholt, wie in der kompletten Hinrunde. Ceka: „Im Abstiegskampf ist jeder Punkt wichtig.“ Kommenden Sonntag im Kellerduell gegen Münster dürfen es dann aber gern wieder drei Punktesein…

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 25
| BBBank Wildpark | 08.März.2026-13:30
Karlsruher SC
N U N S S
3 : 3
Endstand
Dynamo Dresden
U U N U S
Marvin Wanitzek
23'
Louey Ben Farhat
68'
Marvin Wanitzek
90'+4'
Niklas Hauptmann
3'
Ben Bobzien
28'
Niklas Hauptmann
44'
Tore
Elfmetertor
23'
28'
Tor
Ben Bobzien (Vorlage von: Jason Ceka)
44'
Tor
68'
Elfmetertor
90'
+4
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
7'

Nullnummer in Hannover, Dynamo entführt Punkt im müden Spiel

News-6

Immerhin kein Gegentor: Dynamo Dresden hat sich beim Zweitliga-Spitzenteam Hannover 96 gut behauptet und einen Punkt gesichert. Am Ende stand ein torloses Remis zu Buche. Bei der Nullnummer gegen Hannover 96 ragt ein Spieler von Dynamo Dresden heraus, der in dieser Saison schon in der Kritik stand. Tim Schreiber heute mit der Bestnote und rettet Dynamo den Punktgewinn. Da Hannovers Aufstiegskonkurrenten Schalke, Darmstadt und Elversberg bereits am Sonnabend gewannen und Paderborn am Sonntag Hertha BSC 5:2 wegfegte, hat 96 gegen Dresden an Boden auf die anderen Spitzenteams verloren. Dynamo selbst bleibt an vorletztter Position in der Tabelle.

Die Partie gegen Dynamo Dresden wird in den Geschichtsbüchern von Hannover 96 wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen. Genau wie das Ergebnis. Das 0:0 zwischen den Niedersachsen und den Gästen aus Sachsen dürfte nur die abstiegsbedrohten Dresdner erfreuen – und bei den Hannoveranern vor allem Frust ob der enttäuschenden Leistung erzeugen.

Müder Kick bei Dauerregen

Hannover startete mit vier Ligasiegen in Folge im Rücken in die Partie. Doch in der ersten Hälfte wurde das Team von Titz kaum gefährlich. Nach verhaltener Anfangsviertelstunde, in der sich beide Teams erst einmal beschnupperten, hatte zunächst lange Daisuke Yokota die einzige Tor-Chance für 96 (16.). Erst kurz vorm Pausenpfiff ergaben sich für Tomiak (39.), Noel Aseko Nkili (42.) und Elias Saad (43.) weitere Möglichkeiten. Genutzt wurde aber keine. Dynamo stand ebenbürtig tapfer dagegen. Es dauerte 43 Minuten, bis sich die erste, zumindest erwähnenswerte Torszene in dieser Partie abzeichnete. Nach einem Ballverlust der Dresdner am eigenen Strafraum kam Hannovers Angreifer Elias Saad aus zehn Metern Torentfernung an den Ball, sein Schuss wurde aber von einem Dresdner zur Ecke abgefälscht.  Ohne echte Torchancen ging es nach einer bis dahin eher unansehnlichen Partie in die Kabinen.

Hannover stärker, Dynamo hält dagegen

Die rund 40.000 Zuschauer, darunter 4.500 Fans aus Sachsen, benötigten viel Leidenskraft, um die Darbietung auf dem sehr nassen Rasen ertragen zu können. Nach dem Pausentee erhöhte Hannover den Druck. Es fehlte aber weiter das Glück im Abschluss.  Zumindest nach einer Stunde erhöhte das Titz-Team das Tempo und versuchte Torgefahr zu entwickeln. Winterzugang Elias Saad scheiterte am gut aufgelegten Dresdner Schlussmann Tim Schreiber (63.). Der Keeper reagierte auch gegen den frei vor ihm auftauchenden Boris Tomiak glänzend (71.).  Nur fünf Minuten später knallte der 96-Verteidiger dann nach unabsichtlichem Luft-Bodycheck von Noll vor dem eigenen Tor zu Boden und blieb minutenlang mit starken Schmerzen liegen. Tomiak musste vom Platz getragen werden. Nach Abpfiff gab es die niederschmetternde Diagnose: Ausgekugelter Ellenbogen.

Die Hannoveraner waren energetischer und darum bemüht, einen Treffer zu erzielen, Dynamo zog sich dagegen immer weiter zurück und verteidigte vor allem ihr Tor. Kurz vor Spielschluss dann doch noch die große Chance auf das Siegtor für 96: Stefan Thordarson kam frei vorm Dresden-Gehäuse zum Kopfball. Aber wieder war Schreiber zur Stelle und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen noch über die Latte (90.+4). Ansonsten hatte der Dresdener Torhüter an diesem Nachmittag überraschend wenig zu tun. So blieb es beim torlosen Remis.

Thomas Stamm, Trainer Dynamo Dresden: Ich hoffe, dass es bei Tomiak nicht ganz so schlimm ist. Gute Besserung von der Seite. Wir sind die ersten 30 Minuten gut dringewesen, haben Hannover zu einigen Fehlern oder zumindest langen Bällen zwingen können. Hatten nicht die glasklaren Chancen, aber ein, zwei Momente, in denen wir am Ende zu unsauber sind. Gegeneinen sehr starken Gegner haben wir eine gute erste Halbzeit hingekriegt. In der zweiten Halbzeit hatten wir nicht ganz so die Kontrolle reinbekommen. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit der Art und Weise, wir waren gerade in der zweiten Halbzeit im Vergleich zur letzten Woche mutiger in der Ballbesitzphase. Wir wissen, wo wir gespielt haben und wie wichtig der Punkt sein kann.

Christian Titz, Trainer Hannover 96: Wir hatten uns schwergetan, in den ersten 30 Minuten ins Spiel reinzufinden, weil wir Vermeij als Zielspieler da noch nicht gut verteidigt haben. Wir haben es bis auf Minute vier, als es eine Chance für Dynamo Dresden gab, konsequent verteidigt. Wir wussten, es wird wahrscheinlich über die Zeit gehen. Nach der Halbzeitpause hatten wir den Gegner vermehrt hinten reingedrängt und drei hochkarätige Chancen herausgespielt. Dresden hat sehr engmaschig und gut verteidigt. Das ist nicht nur Elfmeter, sondern auch ein Platzverweis, denn dann kriegst du die zweite gelbe Karte. Trotzdem hatten wir genug andere Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden. Das ist uns nicht gelungen.

Alexander Rossipal, Dynamo-Außenverteidiger: Wir haben ihre Serie durchbrochen. Es war das erwartet schwere Spiel, aber ich glaube, wir haben es gut gemacht, hatten viele Umschaltsituationen, wo wir auch gute Abschlüsse hatten. Klar haben sie uns nach der Halbzeit schon auch reingedrückt, aber bis auf ein, zwei sehr gute Taten von Tim haben wir relativ wenig zugelassen.

Tim Schreiber, Dynamo-Torwart: Es ist auf jeden Fall wichtig, jetzt mal wieder ein Spiel zu Null zu haben. Schade, dass es am Ende nicht gereicht hat, um irgendwie noch mal ein Tor zu schießen. Aber ich denke, darauf können wir wieder aufbauen, defensiv standen wir gut. Wir schauen dann, wie wir es nächste Woche gestalten. Ich denke, die defensive Stabilität ist erst mal das Wichtigste.

Thomas Keller, Dynamo-Innenverteidiger: Ich glaube, wir haben gefightet bis zum Schluss. Es war klar, dass Hannover, nach dem 0:0 zur Halbzeit, versuchen wird, in der zweiten Halbzeit mehr Druck zu machen. Wir haben es gut ausgehalten, gut wegverteidigt. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung heute. Es war ein sehr schwieriges Auswärtsspiel hier, wir haben es gut gemacht. Offensiv gab es natürlich ein paar Situationen, die wir besser ausspielen können, gerade im Umschaltverhalten. Aber alles in allem ist jeder Punkt wichtig für uns. Deswegen bin ich mit der Leistung heute zufrieden.

Hannover in Bielefeld, Dresden gegen Darmstadt

Hannover ist am Samstagmittag bei Arminia Bielefeld zu Gast (13 Uhr). Dresden empfängt am Freitagabend den SV Darmstadt (18.30 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 23
| Heinz von Heiden Arena | 22.Feb..2026-13:30
Hannover 96
N S S S S
0 : 0
Endstand
Dynamo Dresden
S S U U N
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
8'

 

 

SGD belohnt sich gegen Schalke, weiterhin ungeschlagen

Unentschieden

Dynamo Dresden holt bei Tabellenführer FC Schalke 04 ein Remis und bleibt in der Rückrunde der 2. Bundesliga ungeschlagen. Edin Dzeko gelingt zwar ein Doppelpack, aber die SGD schlägt zurück. Schalke04 ist nun seit fünf Spielen sieglos, Dynamo seit Start der Rückrunde bleibt ungeschlagen. Die SGD kam dank eines späten Treffers von Thomas Keller doch noch zum 2:2 (0:0)-Remis und belohnte sich für einen mutigen Auftritt. 61 624 Zuschauer sorgten am Samstagnachmittag bei milden Temperaturen von zehn Grad für prächtige Fußballstimmung in der ausverkauften Schalker Veltins-Arena. Darunter waren etwa 6000 Dynamo-Fans.

Mutiger Auftritt

Nach drei Niederlagen gegen die Königsblauen in der 2. Bundesliga wollte Dynamo Dresden endlich punkten gegen Schalke 04. Die Gastgeber hingegen wollten ihre Position an der Tabellenspitze verteidigen. Für Aufsehen sorgte Edin Džeko, der nach zwei Jokereinsätzen erstmals von Beginn an für Schalke auflief und damit zum ältesten Feldspieler mit einem Startelfeinsatz in der 2. Bundesliga seit Mirko Votava 1997 wurde. Bei den Gästen kehrte Kapitän Niklas Hauptmann nach seiner Sperre zurück. Außerdem feierte Moussa N’Diaye, erst am Montag von Anderlecht gekommen, sein Debüt auf der linken Abwehrseite der Schalker.

Mit dem Support von 5.700 Dynamo-Fans im Rücken begann die SGD mutig in der ausverkauften Veltins-Arena: In der ersten Hälfte erarbeiteten sich beide Teams nur wenige klare Chancen. Schon in der sechsten Minute hatte Jakob Lemmer die Führung auf dem Fuß, doch sein Schlenzer von der Strafraumgrenze landete auf dem Tornetz. Auf der Gegenseite köpfte Nikola Katić nach einem Freistoß von Mertcan Ayhan über das Tor (8.).  Das Team von Thomas Stamm beherrschte Ball und Gegner scheinbar nach Belieben, hatte eine klare Hoheit im Mittelfeld und spielte kluge Angriffe über die Außen. Einziges Manko: Der letzte Pass in den Strafraum zum freien Mann kam nicht an oder die Angreifer standen schlecht gestaffelt auf einer Linie. Hinten stand Dynamo weitgehend sicher, hatte aber Glück, dass Edin Dzeko nach einem missglückten Rückpass von Jonas Sterner über das leere Tor schoss (23.).

Die beste Möglichkeit hatte jedoch Edin Džeko, der einen zu kurz geratenen Rückpass von Jonas Sterner abfing, aber aus spitzem Winkel das Ziel verfehlte (25.). Dynamo übernahm mit 59 Prozent Ballbesitz immer mehr die Kontrolle, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. In der 41. Minute holte sich Niklas Hauptmann nach einem unnötigen Foul an Timo Becker die erste Gelbe Karte des Spiels ab.

Dzeko-Doppelpack

Das änderte sich in der zweiten Halbzeit. Mit Adil Aouchiche für Christian Gomis kamen die Schalker deutlich druckvoller aus der Kabine. Diese Energie wurde schnell belohnt: Schalke kam mit erheblich mehr Druck und einem neuen System aus der Kabine. Dynamo hatte nun alle Hände voll zu tun, um den eigenen Kasten zu verteidigen. Ausgehebelt wurde die Deckung aber erst bei einer konterähnlichen Situation über die linke Seite. Der zur Pause eingewechselte Adil Aouchiche sah am Elfmeterpunkt Dzeko völlig frei stehend, der direkt verwandelte (52.). Und 18 Minuten später noch einmal nachlegte. Aus dem Stand versenkte er den Ball unhaltbar zum vermeintlich sicheren Sieg.

Dresden reagierte umgehend und brachte Vincent Vermeij für Christoph Daferner (57.). Doch es waren die Gastgeber, die weiter Druck machten. In der 58. Minute verpasste Timo Becker das 2:0, als er aus zwölf Metern links vorbeischoss. In der 70. Minute sorgte erneut Dzeko mit einem Distanzschuss aus 18 Metern für das 2:0. SGD-Torhüter Tim Schreiber hatte den Angriff mit einem ungenauen Pass ins Zentrum eingeleitet.

Irre Aufholjagd

Trainer Miron Muslić reagierte prompt und nahm seinen Doppel-Torschützen vom Platz, für ihn kam Moussa Sylla (71.). Doch der Spielverlauf nahm eine dramatische Wendung: Beim Dresdner Anschlusstreffer fälschte Hasan Kurucay eine Flanke ins eigene Tor ab (1:2, 78.). Nur wenige Minuten später verpasste Sylla die Entscheidung, als er allein vor Tim Schreiber scheiterte (86.). Eine scharfe Hereingabe von Alexander Rossipal von der Grundlinie prallte unglücklich von Hasan Hasan Kurucay zum 2:1 ins eigene Tor, und Dresden machte weiter Druck. Dieser Druck wurde spät belohnt:  Loris Karius kam nicht an den Ball, Stefan Kutschke verlängerte und Keller musste nur noch einnicken – bereits zum fünften Mal in Folge traf Dresden nach einer Ecke. In der langen Nachspielzeit von acht Minuten, die vor allem wegen mehrerer Kopfverletzungen zustande kam, konnte keines der Teams mehr den Siegtreffer erzielen.

Stimmen zum Spiel

„Wir haben uns auch vor 60 000 Zuschauern nicht eingeschissen und sind mutig geblieben. Das war Bundesliga-Format, auf das du hier triffst. Da brauchst du Mut und Überzeugung“, lobte Kapitän Stefan Kutschke, der nach nach seiner Einwechslung an beiden Toren beteiligt war. Torschütze Thomas Keller meinte: „Wir können stolz sein, dass wir hier einen Punkt mitnehmen, gerade nach dem 0:2-Rückstand. Im Abstiegskampf zählt jeder Punkt.“

Die Bilanz von Trainer Thomas Stamm: „Ich habe eine sehr gute erste Halbzeit von uns gesehen. Wir haben uns nicht versteckt, sondern mutig agiert. Es war ein ausgeglichenes Spiel gegen eine sehr starke Mannschaft und gegen eine gewisse Wucht, die von außen kommt.“

Das Fazit

Dynamo Dresden wendet die erste Rückrunden-Niederlage doch noch ab und holt verdient einen Punkt auf Schalke. Die SGD startete mutig und übernahm in der ersten Halbzeit sogar stellenweise die Spielkontrolle. Nach der Pause wurde der Schalker Druck größer, aber die Schlussphase gehörte wieder der SGD, sodass die Sieglos-Serie in der Rückrunde weitergeht. So endete die Partie mit einem aus Dresdner Sicht gefühlten Sieg und aus Schalker Perspektive mit zwei verlorenen Punkten.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 21
| Veltins-Arena | 07.Feb..2026-13:00
FC Schalke 04
S N U U N
2 : 2
Endstand
Dynamo Dresden
N N S S U
Edin Džeko
52'
Edin Džeko
70'
Hasan Kurucay
78'
Thomas Keller
87'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
Tor
52'
70'
78'

Dynamo Dresden mit Punkt gegen Arminia Bielefeld

News-12

Dynamo Dresden hat in der 2. Bundesliga heute den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Im Duell mit Mitaufsteiger Arminia Bielefeld endet 1:1 Unentschieden. Nach zuletzt zwei Siegen punktet Dynamo Dresden auch im Heimspiel gegen Bielefeld. Dabei mussten die Gastgeber die letzten Minuten in Unterzahl überstehen. Für die Gastgeber traf Christoph Daferner nach einer Ecke (43.). Tim Handwerker sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter für den Ausgleich. Somit bleibt Dynamo auch im dritten Pflichtspiel des Jahres ungeschlagen und verbessert sich so auf Relegationsrang 16. Den ganz großen Wurf im Kampf um den Klassenverbleib haben die Gastgeber aber verpasst.

Starke Standards von Dynamo

Dynamo schaffte es, den Schwung aus den ersten beiden Spielen des Jahres mit in die Partie zu nehmen. Die Sachsen waren vor allem nach Standards gefährlich – etwa als Jason Ceka nach einer Ecke an Jonas Kersken im Bielefelder Tor scheiterte. (8.). Auch Jakob Lemmer sorgte kurz vor dem Ende der Halbzeit über die linke Seite für zwei gefährliche Abschlüsse. Den ersten konnte Kersken zwar abwehren, die anschließende Ecke nutzte Daferner jedoch zur Führung.

Bielefeld mit starker zweiten Hälfte

Die Bielefelder kamen einige Minuten vor den Dynamos zurück aus der Kabine und schworen sich noch mal ein. Anschließend drückte Arminia auf den Ausgleich. Dynamo lauerte auf Konter, wobei diese aus Sicherheitsgründen zumeist nur von drei, vier Spielern „gefahren“ wurden. Dass diese Sicherheitsvariante wichtig war, zeigte die Bielefelder, die sich teilweise vor dem Dynamo-Strafraum festsetzten, dann aber immer wieder an der vielbeinigen Abwehr hängen blieben.

Nach der Führung durch das sechste Saisontor von Christoph Daferner (43.) glich die Arminia durch einen von Handwerker verwandelten Strafstoß aus (67.). Vorausgegangen war ein vermeintliches Foul von Rossipal an Momuluh. Schiri Felix Wagner zeigte sofort auf den Punkt, VAR Guido Winkmann bestätigte den Elfer nach kurzem Check. Der eingewechselte Tim Handwerker war es dann, der in der 67. Minute den Elfmeter zum Ausgleich verwandelte. Alexander Rossipal hatte den unmittelbar zuvor eingewechselten Monju Momuluh gefoult. Die Entscheidung sorgte auf Dresdner Seite für reichlich Unmut. Das 1:1 war auch der Endstand, obwohl insbesondere Bielefeld in der Schlussphase noch auf den Sieg drängte.

Die Schlussminuten musste Dynamo dann in Unterzahl überstehen. Robert Wagner war Mitte in der ersten Halbzeit verwarnt worden. Kurz vor der Pause wurde er nach einem Foul erneut ermahnt. Als der Mittelfeldspieler dann kurz vor Spielende bei einem Freistoß der Gäste am Bielefelder den Ball wegschlug, folgte die Ampelkarte. Diese blieb jedoch ohne Folgen, Dynamo rettete das Unentschieden über die Zeit. Der eine Punkt ist für die SGD enorm wichtig im Abstiegskampf. Dank der mehr erzielten Tore überholen die Schwarz-Gelben den 1. FC Magdeburg und verlassen damit den direkten Abstiegsplatz 17.

Am kommenden Samstag reist Dynamo nach Gelsenkirchen (Anstoß auf Schalke ist 13:00), Bielefeld erwartet am Sontag Eintracht Braunschweig.

Stimmen zum Spiel

Thomas Stamm (Dynamo Dresden): „Ich finde, wir haben eine sehr ordentliche erste Halbzeit gespielt. Mit dem Elfmeter hat sich das Spiel dann ein bisschen gedreht. Wir hatten dann nicht mehr die Entlastungsmomente und die Chancen, die man braucht. Vor allem im letzten Drittel waren wir nicht sauber genug, um einen Dreier mitzunehmen.“

Mitch Kniat (Arminia Bielefeld): „Alles gut, außer das Ergebnis. …. (Aber:) Wenn man das ganze Spiel betrachtet, können wir relativ zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit sind wir mit mehr Risiko aus der Kabine gekommen und haben uns belohnt, auch wenn wir das Spiel natürlich gern gewonnen hätten. Wir fahren jetzt mit dem Punkt nach Hause. Diesen Punkt haben wir uns auch hart erarbeitet. Es war ein giftiges Spiel mit vielen Zweikämpfen, vor allem im Zentrum.“

Christoph Daferner (Torschütze zum 1:0): „Den einen Punkt nehmen wir mit, auch wenn wir natürlich gern mit einem Sieg weitergemacht hätten. Mit sieben Punkten aus drei Spielen kann man trotzdem zufrieden sein. Man sieht, dass wir uns speziell bei den Standards verbessert haben. Ich glaube, 40, 50 Prozent der Tore fallen über Standards. Das wird auch weiterhin ein wichtiger Punkt sein, damit wir am Ende der Saison die Klasse halten.“

Robert Wagner (nach Gelb-Rot gesperrt): „So, wie das Spiel verlaufen ist, können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben jetzt in drei Spielen sieben Punkte geholt. Das ist sehr positiv. Wir haben wieder nicht verloren. Das können wir mit in die nächsten Spiele nehmen.“

Robin Knoche (Neuzugang aus Nürnberg): „Hier in Dresden nach einem Rückstand zurückzukommen, ist gar nicht so einfach. In der zweiten Halbzeit waren wir kurz davor, das Spiel zu drehen. Das nehmen wir als positive Sache mit. Die Mannschaft hat eine gute Mentalität, irgendwann werden wir uns belohnen.“

Marius Wörl (Mittelfeldspieler): „Natürlich hätten wir gern gewonnen. Aber so wie der Spielverlauf mit dem Rückstand war, sind wir froh, dass wir einen Punkt mitgenommen haben. Insgesamt können wir mit dem Spielverlauf zufrieden sein. Zum Schluss haben wir dann gedrückt und hätten auch noch gewinnen können.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 20
| Rudolf Harbig Stadion | 01.Feb..2026-13:30
Dynamo Dresden
N N N S S
1 : 1
Endstand
Arminia Bielefeld
N U U N U
Christoph Daferner
43'
Tim Handwerker
67'
Tore
43'
67'
Elfmetertor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
1'

Dynamo muss weiter auf einen Sieg hoffen, Unentschieden in Münster

Unentschieden

Dynamo Dresden bringt Führung in Münster nicht ins Ziel

Mit dem 2:2 (0:1)-Remis in Münster blieb für beide Teams der ersehnte Dreier erstmal aus. Die Gastgeber kamen in einer intensiven, aber fahrigen Partie zweimal zurück. Während die Preußen damit weiter im Mittelfeld rangieren, kletterte Dynamo zunächst vom Relegationsplatz, kann aber am Sonntag von Nürnberg wieder überholt werden. Zwei Mal geführt, aber am Ende muss sich Dynamo Dresden auch bei Preußen Münster mit einem Remis begnügen.  Die Zweitliga-Fußballer aus Elbflorenz hatten den Sieg vor Augen, mussten sich aber nach einem Eigentor kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit mit einem 2:2 begnügen.

Dresdens Trainer Thomas Stamm wirbelte die Startaufstellung seines Teams kräftig durcheinander, teilweise gezwungenermaßen wegen Verletzungen. Grill, Rossipal, Bünning, Boeder, Šapina, Menzel und Lemmer ersetzten Schreiber, Risch, Pauli, Kammerknecht, Amoako, Casar und Oehmichen. Sein Gegenüber Alexander Ende veränderte seine Startelf auf zwei Positionen: Für Heuer und Vilhelmsson begannen Scherder und Sertdemir.

Traumtor von Rossipal

Die Gäste begannen mutiger und motivierter, was in der 9. Minute zur ersten Chance führte: Nils Fröling bediente Niklas Hauptmann mit einer perfekten Flanke. Der setzte aber sechs Meter vor dem Tor seinen Kopfball über die Latte. Münster schüttelte sich langsam wach und besaß wenig später zwei Riesenchancen zur Führung. Zunächst parierte der Schreiber-Vertreter Lennart Grill einen Schuss des freien Jano ter Horst aus elf Metern (13.), zwei Minuten darauf traf Lars Lokotsch mit einem abgefälschten Schuss aus 20 Metern nur die Latte. Ein Angriff nach dem anderen rollte, doch der verdiente Führungstreffer fiel nach einem Standard. Rossipal, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder spielte, verwandelte einen Freistoß direkt aus 18 Metern. Der Linksverteidiger zirkelte den Ball unhaltbar über die Mauer ins Eck: 0:1 (23.).

In der Folge verstärkten die Preußen ihre Offensivemühungen, Zählbares sprang aber nicht heraus. So wiesen die Statistiken Ende der ersten Hälfte einen Ballbesitz von 55 Prozent und acht Abschlüsse für Münster auf. Dynamo hatte deren nur vier, lag aber das entscheidende Tor vorne. Beide Mannschaften lieferten sich bis zur Pause einen rasanten Schlagabtausch mit heißen Strafraumszenen. Münster hatte die besseren davon und auch mehr Ballbesitz, Dynamo rettete den knappen Vorsprung in die Kabine.

Münster gleicht aus, aber Dynamo legt wieder vor

Nach der Pause musste Dynamo erst eine bittere Pille schlucken. Preußens Kapitän Jorrit Hendrix nahm den Ball aus der Luft und schweißte ihn aus 15 Metern ein. Grill kam nicht heran. Nach dem 1:1 war das Spiel wieder komplett offen. Beide Kontrahenten öffenten ihre Visiere dann noch weiter, wollten den Dreier. Obwohl die Gastgeber weiter mehr Ballbesitz hatten, blieben auch die Dresdener gefährlich. Und Dynamo konnte sich auf seinen Freistoß-Künstler verlassen. Rossipals geniale Freistoßflanke köpfte Lars Bünning in die Maschen (71.).

Bünning mit dem Eigentor

Danach verbuchte Dynamo acht Torschüsse, traf aber nicht. Anders die Platzherren: Mit dem ersten Schuss seit dem 1:1 jubelte Münster über das 2:2. Bolays Linksschuss landete am rechten Pfosten, der zurückspringende Ball tropfte von Bünnings Oberschenkel unglücklich ins eigene Tor. Trotz neunminütiger Nachspielzeit gelang aber keinem Team mehr der Siegtreffer. Dafür sah Dresdens Stefan Kutschke kurz vor dem Abpfiff noch Rot wegen einer Tätlichkeit (98.).

Münster in Magdeburg, Dresden empfängt Paderborn

Münster spielt am Sonntagmittag in Magdeburg (13.30 Uhr). Dresden trifft schon am Samstagmittag auf Paderborn (13.00 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 9
| Preußenstadion | 18.Okt..2025-13:00
Preußen Münster
S N N S N
2 : 2
Endstand
Dynamo Dresden
N U U N U
Jorrit Hendrix
51'
Lars Bünning
85'
Alexander Rossipal
23'
Lars Bünning
71'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
7'

Dynamo holt späten Punkt gegen Karsruher SC

News-12

Dynamo Dresden hat in der Nachspielzeit gegen den Karlsruher SC noch einen Punkt geholt. In einem wilden Zweitliga-Topspiel trennten sich die beiden Teams mit 3:3. Das entscheidende Ausgleichstor für Dynamo erzielte Jakob Lemmer (90.+1). Marcel Beifus (11.), Lilian Egloff (39.) und Fabian Schleusener (61.) trafen für die Gäste, für Dynamo waren neben Lemmer Nils Fröling (8.) und Christoph Daferner (52.) erfolgreich.

Dynamo geht mit erstem Torschuss in Führung

In einer wilden Anfangsphase brachte Fröling Dresden mit einem satten Schuss aus der Distanz in Führung. Die Freude beim euphorisierten Dynamo-Anhang währte aber nicht lange: Karlsruhe zeigte seine Antwort prompt: Nach einer Ecke von David Herold stieg Marcel Beifus zum Kopfball hoch, setzte sich im Pulk auch gegen seine eigenen Mitspieler durch und glich wuchtig und unhaltbar aus. „Beim 0:1 haben wir uns sehr naiv angestellt“, kritisierte Coach Christian Eichner. „Da hat der eine oder andere den defensiven Dienst eingestellt. Das ist ein No-Go!“ Es war der erste Auswärtstreffer der Badener in dieser Saison. Kurz danach hatten zuerst Fabian Schleusener und dann Beifus gute Kopfballmöglichkeiten, trafen aber nicht ins Dynamo-Netz.

Die verdiente Führung für die Blau-Weißen fiel in der 39. Minute: Toller Einsatz von Kapitän Marvin Wanitzek und Philipp Förster, die Kugel kam zu Lilian Egloff, der zum 2:1 einschob. Führung nach einer abgeklärten Leistung.

Karlsruhe schlägt erneut zu

Nach der Pause schöpfte Dynamo Dresden dann wieder Hoffnung auf einen Punktgewinn. Denn Daferner verwertete eine Hereingabe von rechts von Jonas Oehmichen mit einem langen Bein zum Ausgleich. Angefeuert von den Fans witterte die Mannschaft von Thomas Stamm Morgenluft. Doch Daferner verpasste das dritte Dresdner Tor hauchdünn (61.). Dann schlug Schleusener zu – mit einem Tor der Marke „Tor des Monats“: Eine halbhohe Flanke des gerade 18 Jahre alt gewordenen Rafael Pinto Pedrosa verwertete Schleusener direkt mit dem eingesprungenen Außenrist-Wischer.

Mitte der zweiten Hälfte veränderten beide Trainer komplett ihre Taktiken: Eichner setzte auf die Verteidigung des knappen Vorsprungs, Stamm bot an Offensive auf, was sein Kader hergab. Doch um ein Haar hätte erneut der Anhang der Karlsruher gefeiert. Aber Kunstschütze Wanitzek traf bei einem Freistoß aus idealen etwa 23 Metern nur den rechten Pfosten. Dann aber waren die Badener in der Defensive unsortiert, zu inkonsequent und schwach im Stellungsspiel. Die logische Folge: Daferner traf zum 2:2. Die Karlsruher waren nicht mehr spielbestimmend.

Bis zu einer tollen KSC-Kombination nach rund einer Stunde: Rafael Pinto Pedrosa flankte präzise in den Strafraum, „Schleuse“ war mit dem Füßchen da – 3:2 für den KSC. Jetzt waren wieder nur die KSC-Fans zu hören. Der Dreier schien in trockenen Tüchern, auch weil die Gastgeber KSC-Nachlässigkeiten nicht nutzten. Dresden drückte vor 31.611 Fans auf den erneuten Ausgleich, der eingewechselte Dominik Kother vergab aber aus bester Position (68.).

Und Dresden wurde belohnt: Doch dann der späte Ausgleich in der Nachspielzeit. Nach einem Vorstoß von Stefan Kutschke über die linke Seite kam der Ball etwas glücklich zu Lemmer, der etwa elf Meter vor dem Tor platziert abzog und neben dem linken Pfosten ins Tor traf. Dresden gab sich damit nicht zufrieden, wollte noch mehr. Ein viertes Tor kam aber nicht mehr hinzu.

Dynamo spielt in Münster, Karlsruhe empfängt Lautern

Dresden spielt nach der Länderspielpause am Samstagmittag in Münster (13.00 Uhr). Karlsruhe spielt zeitgleich gegen Kaiserslautern (13.00 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 8
| Rudolf Harbig Stadion | 04.Okt..2025-20:30
Dynamo Dresden
S N U U N
3 : 3
Endstand
Karlsruher SC
S U S N S
Nils Fröling
8'
Christoph Daferner
52'
Jakob Lemmer
90'+1'
Marcel Beifus
11'
Lilian Egloff
37'
Fabian Schleusener
61'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
6'
Tore
Tor
8'
11'
Tor
37'

Erkämpfter Punkt gegen Hannover 96 in Unterzahl

Unentschieden

Obwohl Dynamo Dresden gegen Hannover 96 fast eine komplette Halbzeit mit einem Mann weniger spielen musste, reichte es zum Punktgewinnt. Sogar der erste Heimsieg war möglich. Schon in der ersten Hälfte überschlagen sich die Ereignisse: Elfmeter, Eigentor, Traumtor, Latte, Pfosten. Erst führt 96, dann plötzlich Dynamo. Kurz nach dem Wechsel fliegt Dresdens Vinko Sapina mit Rot vom Platz (54.), und am Ende reicht es trotzdem nicht zum 96-Sieg – und die Tabellenführung für 96 ist weg.

Handelfmeter bringt Dynamo in Rückstand

Durch einen diskutablen Elfmeter geriet Dynamo früh in Rückstand. William Kokolo holt bei seinem 96-Debüt die Ecke raus, Enzo Leopold bringt das Ding von links rein und Ime Okon springt am höchsten. Sein Kopfball trifft den abgewinkelten Arm von Dynamo-Verteidiger Konrad Faber (8.). Schiri Max Burda lässt es laufen, wird dann vom VAR alarmiert – und gibt den berechtigten Handelfmeter. In Düsseldorf hatte noch Boris Tomiak verwandelt, jetzt übernimmt Benedikt Pichler. Der Stürmer macht es cool halbhoch in die Mitte – die frühe 1:0-Führung (11.).

Eine Viertelstunde später hätten die Gäste ihre Führung beinahe ausgebaut. Wieder nach einer Ecke kam Ime Okon zum Kopfball und setzte den Ball an die Querlatte. Dresden tat sich lange schwer Chancen zu kreieren, und kam eher per Zufall zum Ausgleich. Eine Halbfeldflanke von Vinko Sapina aus knapp 35 Metern wurde von Hannovers Virgil-Eugen Ghia zum 1:1 (36.) ins eigene Tor abgelenkt. Danach verpassen es Pichler, der Yokota in der Mitte übersieht und Yokota nach Kokolo-Flanke (beides 29.) das mögliche 2:0.

In acht Minuten drei Tore

Nahuel Noll stand drei Minuten später noch einmal im Mittelpunkt. Nach einer Ecke konnte Noll den Kopfball von Christoph Daferner gerade noch abwehren. Gegen den Nachschuss war er dann aber machtlos. Aus kurzer Distanz schoss Nils Fröling Dynamo zum 2:1 (41.) ein. Nur 122 Sekunden später macht Noel Aseko mit einem Traumtor den 96-Ausgleich. Der Bayern-Leihprofi trifft nach Pass von Maurice Neubauer aus 16 Metern mit links ins obere rechte Eck (43.). In der Nachspielzeit lässt Pichler sogar noch die erneute 96-Führung liegen, trifft bei einem verunglückten Heber-Versuch nur den rechten Pfosten (45.+5).

Sapina sieht Rot

Dynamo kam gut aus der Pause. Niklas Hauptmann verfehlte das Tor mit einem sehenswerten Distanzschuss nur knapp. Kurz darauf schwächte sich die SGD aber selbst. Vinko Sapina flog mit Rot vom Platz, nachdem er 96-Kapitän Enzo Leopold mit offener Sohle von hinten in die Beine gegangen war. In Unterzahl wehrten sich die Schwarz-Gelben wacker, trotzdem kam Hannover zu Möglichkeiten. Nach einer Traumkombination verfehlte Paul Källman das Tor nur knapp (59.). Keine zehn Minuten später (68.) stand Waniss Taibi plötzlich allein vor Schreiber. Der machte das kurze Eck zu, parierte und verhinderte so den Rückstand.

SGD-Trainer Stamm brachte einige frische Kräfte. In der Folge gelang es seiner Mannschaft, einzelne Nadelstiche zu setzen. Der eingewechselte Stefan Kutschke hatte die Führung in der 77. Minute auf dem Kopf. Doch wieder einmal war Hannovers Noll zur Stelle. Die Gäste wollten ihren Vorteil nutzen, rannten immer wieder an, fanden aber kaum Lücken in der dezimierten Dynamo-Defensive. Die beste Chance vergab Hayate Matsuda in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Seinen Schuss aus kurzer Distanz konnte Schreiber abwehren und somit den Punktgewinn perfekt machen.

Die Rote Karte hat das Spiel völlig gedreht. Sie war völlig berechtigt. Dann haben wir richtig gut verteidigt. Wir haben einen Punkt gegen eine richtig gute Mannschaft geholt„, sagte Dynamo-Trainer Thomas Stamm.

Die „Roten“ sind damit nach dem 0:3 gegen Hertha BSC in der Vorwoche seit zwei Partien ohne Sieg und mussten die Tabellenführung abgeben. Am nächsten Sonntag geht es für sie gegen den nächsten Aufsteiger: Arminia Bielefeld kommt um 13.30 Uhr in die Arena am Maschsee. Dynamo reist am Freitag zum Tabellenführer SV Darmstadt. Anstoß ist 18:30 Uhr.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 6
| Rudolf Harbig Stadion | 21.Sep..2025-13:30
Dynamo Dresden
N N S N U
2 : 2
Endstand
Hannover 96
S N S S N
Virgil Ghita
35'
Nils Fröling
41'
Benedikt Pichler
11'
Noel Aseko Nkili
43'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
5'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
11'
Elfmetertor
35'
43'

Dynamo rettet Punkt, Elversberg mit spätem Ausgleich

News-11

Die SV Elversberg hat sich im Heimspiel gegen Dynamo Dresden noch einen Punkt erkämpft. In der Nachspielzeit brachte Younes Ebnoutalib noch den Ausgleich für sein Team. Die Partie endete mit 2:2.

Für Dresden bedeutete dieses Remis zwar einen überraschenden Punktgewinn. Allerdings dürfte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm darüber ärgern, dass sie den späten Ausgleich nicht verhindern konnte. Zweimal hatte Dynamo geführt durch die Tore von Christoph Daferner (3. Minute) und Jakob Lemmer (39.). Elversberg schlug jeweils zurück durch Younes Ebnoutalib (9., 90.+2.).

Frühe Führung für Dynamo

Mit einem spielfreudigen Auftritt wollte die SVE in der Partie am Sonntag an ihre bisherigen Leistungen in dieser Saison – neun Punkte aus vier Spielen – anknüpfen. Tatsächlich waren es dann aber die Gäste von Dynamo Dresden die vorlegen konnten. Nur drei Minuten nach Spielbeginn sicherte Christoph Daferner seinem Team nach einem Spielfehler der Elversberger die Führung. Nach einer Unachtsamkeit vom Elversberger Lukas Pinckert in der gegnerischen Hälfte kam Angreifer Christoph Daferner kurz vor der Mittellinie an an Ball, zog unwiderstehlich über den Platz und verwandelte aus zwölf Metern zum frühen 1:0 (3.) für die Gäste.

Die Gastgeber ließen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und spielten gleich wieder nach vorne. Das zahlte sich aus. In der 9. Minute sorgte Younes Ebnoutalib nach einem Freistoß für den Ausgleich. Nach einem Freistoß aus rund 25 Metern kam Ebnoutalib völlig frei aus fünf Metern Torentfernung zum Kopfball. Dresden-Torhüter Tim Schreiber bekam zwar noch eine Hand an den Ball, dieser aber trudelte an den Innenpfosten und dann über die Torlinie zum 1:1 (9.).

Wieder Abwehrfehler von Elversberg

Danach ging es abwechslungsreich weiter mit großen Chancen auf beiden Seiten. Doch nur Dresden konnte diese auch verwandeln. Dynamo-Torhüter Schreiber konnte mit gleich fünf starken Paraden in Hälfte eins einen weiteren Gegentreffer verhindern. Das Team von Trainer Vincent Wagner ging überaus fahrlässig mit seinen guten Tormöglichkeiten um. Und die Saarländer kassierten nach einem weiteren groben Abwehrfehler wie aus dem Nichts das 1:2 (39.). Jakob Lemmer erzielte aus zehn Metern völlig freistehend die Führung der Gäste.

Nach dem Seitenwechsel der Schock: Pauli verletzt sich bei einem Befreiungsschlag am Oberschenkel, muss bei seiner Premiere vorzeitig runter. Das riecht nach Zerrung oder Faserriss und einer längeren Pause. Bitter! Zumal in Halbzeit eins mit Herrmann bereits ein anderer Neuzugang verletzt raus musste. Nach dem Seitenwechsel lief es zunächst weiter nicht richtig rund für das Team von Trainer Vincent Wagner. Trotz Chancen konnten die Gastgeber kein Tor erzielen. den Schwung mitgenommen und Kofi Amoako sowie Niklas Hauptmann scheiterten nur knapp mit ihren Distanzschüssen. Danach drehten die Elversberger wieder auf, versuchten viel, um den Ausgleich zu erzielen. Allerdings blieben sie zu weiterhin ungenau und unkonzentriert im Abschluss. Dresden versuchte nur noch, einen weiteren Treffer zu verhindern. Doch das sollte nicht gelingen.

Ebnoutalib mit Ausgleich

Mit zunehmender Spieldauer zog sich Dynamo an den eigenen Strafraum zurück, die Gastgeber fanden dort gerade noch rechtzeitig die Lücke zum 2:2. In der Nachspielzeit konnten die SVE-Fans dann aber doch noch jubeln. Erneut ist es Ebnoutalib, der Dynamo Dresden den Sieg kurz vor der Zielgeraden noch klaut (93.). Es ist schon der dritte Saisontreffer der SVE nach Ablauf der regulären Spielzeit und rettete seiner Mannschaft damit noch einen Punkt.

Die Elversberger stehen mit zehn Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Für die SV Elversberg geht es am kommenden Samstag weiter. Dann ist das Team bei Eintracht Braunschweig zu Gast. Dynamo Dresden empfängt Hannover am Sonntagnachmittag (13.30 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 5
| Ursapharm-Arena | 14.Sep..2025-13:30
SV 07 Elversberg
S N S S S
2 : 2
Endstand
Dynamo Dresden
N N N S N
Younes Ebnoutalib
9'
Younes Ebnoutalib
90'+2'
Christoph Daferner
3'
Jakob Lemmer
39'
Tore
39'
Tor
90'
+2
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
5'

Unentschieden im Test gegen den SC Freiburg

Testspiel

Dynamo hat bei der Zweitliga-Generalprobe ein 3:3 gegen SC Freiburg geholt

Dabei gab´s erst viel Licht, dann aber auch noch reichlich Schatten. Dynamo Dresden kommt im letzten Testspiel der Saisonvorbereitung gegen den SC Freiburg früh auf Touren, gerät dann spät in Rückstand, aber hat dank Jan-Hendrik Marx das letzte Wort. Zudem gibt Niklas Hauptmann sein Comeback. „Man kann die Generalprobe als gelungen betrachten. Und das gar nicht mal so auf das Resultat bezogen“, resümierte Trainer Thomas Stamm nach den zweimal 60 Minuten.

Im Tor der wiedergenesene Schreiber, davor Faber, Kammerknecht, Bünning und Rossipal in der Viererkette. Sapina und Casar zogen im Zentrum die Fäden, Fröling gab den Offensiv-Part. Vorn wirbelten Oehmichen, Lemmer und in der Mitte Daferner.

Die Truppe machte es in den ersten 60 Minuten richtig stark. Hielt gegen die Freiburger (die allerdings erst drei Wochen später starten) nicht nur mit, sondern war über weite Strecken sogar tonangebend. Vor allem das Angriffs-Pressing war richtig gut, nicht zufällig fiel so auch das 1:0. Freiburgs Philipp spielte von Daferner unter Druck gesetzt einen viel zu kurzen Rückpass auf Keeper Atubolo, Sapina spritzte dazwischen und netzte eiskalt ein (22.). „Wir haben mit und gegen den Ball sehr gut gearbeitet“, so der Torschütze. „Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein.“

Auch defensiv stand die SGD um Abwehr-Chef Bünning größtenteils sicher, ließ kaum was zu. Nur nach Steckpass auf Grifo war sie nicht auf der Höhe, doch der Ex-Dynamo verzog (32.). Als die Dynamos bei eigenem Freistoß weit aufgerückt waren, wurden sie um ein Haar ausgekontert, Lemmer klärte nach Riesen-Sprint stark (50.). Genau diese Tempo-Gegenstöße könnten zur Achillesferse werden.

Sapina und Meißner treffen

Etwas überraschend wechselte Coach Stamm schon zur Pause bis auf Schreiber komplett durch. Erfreulich dabei: Niklas Hauptmann gab nach Blinddarm-OP für 20 Minuten sein Comeback, für ihn kam danach Rückkehrer Luca Herrmann. Und auch mit dem Spielmacher ging die SGD gegen den Europa League-Starter mutig drauf, wurde schnell dafür belohnt: Nach tollem Zuspiel schob Meißner die Kugel von der Strafraumkante ins lange Eck zum 2:0 (70.).

Kurz darauf allerdings holte Dynamo den Gegner zurück ins Spiel: Höler spritzte in einen Risikopass von Schreiber auf Menzel, verkürzte auf 2:1 (82.). Fast im Gegenzug die Chance, den alten Abstand wiederherzustellen. Aber Kutschke scheiterte mit einem Foul-Elfmeter an SC-Torwart Müller. Genau wie Herrmann nach einem Alleingang (91.). Was auf der Gegenseite prompt mit dem Ausgleich durch Matanovic bestraft wurde (95.). Da sah die Dynamo-Defensive um Boeder, Kubatta und Risch allerdings ganz schlecht aus.

Dann ging´s Schlag auf Schlag: Höler traf nach Marx-Fehler gar zum 3:2 für den SC (110.). Doch der Dynamo-Verteidiger machte seinen Patzer vorn wieder gut, traf per Abstauber zum 3:3 (114.). So brachte sich Dynamo Dresden hinten zwar selbst noch um den Sieg. Der Ausgleich und speziell die erste Hälfte machen trotzdem Mut für den Zweitliga-Start kommenden Sonntag in Fürth.