Dynamo verpflichtet Robert Wagner fest

Verpflichtung

Nach 4 Leihen: Wagner wechselt zu Dynamo Dresden

Mittelfeldspieler Robert Wagner verlässt seinen Jugendklub SC Freiburg nach vier Leihen fest und wechselt zur SG Dynamo Dresden, wie diese am Dienstag mitteilte. Beim Zweitligisten hatte der 22-Jährige schon die vergangene Rückrunde verbracht, 15 Spiele absolviert und seinen Marktwert von 2 Millionen auf 2,5 Millionen Euro gesteigert.

Eine Ablöse in dieser Höhe wäre für die Sachsen nicht realistisch gewesen, laut der „Bild“ hat man sich mit den Freiburgern deshalb auf ein kreatives Modell geeinigt. Die Basisablöse für Wagner beziffert die Zeitung auf 800.000 bis 900.000 Euro. Gelingt Dresden erneut der Klassenerhalt würde der Sport-Club davon finanziell noch einmal profitieren. Auch mit gerundet 850.000 Euro ist der dreifache deutsche U21-Nationalspieler der teuerste Dynamo-Zugang seit Alexander Jeremejeff (32), der 2019 eine Mio. Euro gekostet hatte. Freiburg soll sich zudem eine Rückkaufoption gesichert haben.

Wagner war im Winter nach einer vorzeitig beendeten Leihe bei Holstein Kiel für die Rückrunde nach Dresden gewechselt. Bei den Sachsen entwickelte er sich schnell zu einem wichtigen Faktor im Zentrum, verpasste nach seinem Wechsel lediglich zwei Ligaspiele aufgrund von Sperren. Der Profi hatte bereits nach dem letzten Heimspiel gegen Ex-Verein Kiel deutlich gemacht, dass für ihn in Dresden das Gesamtpaket passe. „Bei jeder Station ist der Trainer wichtig – vor allem, ob man sich wohlfühlt und ob die Spielidee passt. Das stimmt hier“, sagte Wagner“.

Zum Transfer: Das sagen Wagner & Gonther

Nun meinte Wagner: „Ich bin sehr glücklich, dass die Zeit in Dresden noch nicht zu Ende ist. Die Mannschaft, das Trainerteam, die Stadt und die Fans haben mir in der kurzen Zeit ein extrem gutes Gefühl gegeben. Jetzt steht eine neue Spielzeit mit neuen Aufgaben an, auf die wir uns gemeinsam gut vorbereiten wollen, um im Kampf um den Klassenerhalt von Beginn an da zu sein.“

Sportchef Sören Gonther sagte: „Wir haben von Beginn an betont, dass wir Robert gern über die Saison hinaus bei uns behalten möchten. Er hat in der Rückrunde nachgewiesen, welche herausragende Qualität er mitbringt. Robert kann ein Unterschiedsspieler in unserem Zentrum werden. Umso erfreulicher ist es, dass er direkt große Motivation nachgewiesen hat, auch zukünftig für Schwarz-Gelb aufzulaufen und wir uns darüber hinaus mit dem SC Freiburg in sehr angenehmen Verhandlungen einigen konnten. Jetzt freuen wir uns, ihn von Beginn an dabei zu haben.“

Auch Muhamedbegovic vor Wechsel zu Dynamo Dresden

Wagner ist der fünfte Zugang für den Dynamo-Kader 2026/27 nach Brooklyn Ezeh (25, Hannover 96), Nicolai Rapp (29, KSC), Simon Straudi (27, Energie Cottbus) sowie Kaan Inanoglu (20, Eintracht Frankfurt II) und der erste, der eine substanzielle Ablöse kostet. Ablösefrei zu haben ist derweil Innenverteidiger Ahmet Muhamedbegovic vom NK Olimpija Ljubljana. Laut „Sky“ in Österreich steht der 27-Jährige vor der Unterschrift in Dresden und, soll bereits zum Medizincheck angereist sein.

Unentschieden im Test gegen den SC Freiburg

Testspiel

Dynamo hat bei der Zweitliga-Generalprobe ein 3:3 gegen SC Freiburg geholt

Dabei gab´s erst viel Licht, dann aber auch noch reichlich Schatten. Dynamo Dresden kommt im letzten Testspiel der Saisonvorbereitung gegen den SC Freiburg früh auf Touren, gerät dann spät in Rückstand, aber hat dank Jan-Hendrik Marx das letzte Wort. Zudem gibt Niklas Hauptmann sein Comeback. „Man kann die Generalprobe als gelungen betrachten. Und das gar nicht mal so auf das Resultat bezogen“, resümierte Trainer Thomas Stamm nach den zweimal 60 Minuten.

Im Tor der wiedergenesene Schreiber, davor Faber, Kammerknecht, Bünning und Rossipal in der Viererkette. Sapina und Casar zogen im Zentrum die Fäden, Fröling gab den Offensiv-Part. Vorn wirbelten Oehmichen, Lemmer und in der Mitte Daferner.

Die Truppe machte es in den ersten 60 Minuten richtig stark. Hielt gegen die Freiburger (die allerdings erst drei Wochen später starten) nicht nur mit, sondern war über weite Strecken sogar tonangebend. Vor allem das Angriffs-Pressing war richtig gut, nicht zufällig fiel so auch das 1:0. Freiburgs Philipp spielte von Daferner unter Druck gesetzt einen viel zu kurzen Rückpass auf Keeper Atubolo, Sapina spritzte dazwischen und netzte eiskalt ein (22.). „Wir haben mit und gegen den Ball sehr gut gearbeitet“, so der Torschütze. „Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein.“

Auch defensiv stand die SGD um Abwehr-Chef Bünning größtenteils sicher, ließ kaum was zu. Nur nach Steckpass auf Grifo war sie nicht auf der Höhe, doch der Ex-Dynamo verzog (32.). Als die Dynamos bei eigenem Freistoß weit aufgerückt waren, wurden sie um ein Haar ausgekontert, Lemmer klärte nach Riesen-Sprint stark (50.). Genau diese Tempo-Gegenstöße könnten zur Achillesferse werden.

Sapina und Meißner treffen

Etwas überraschend wechselte Coach Stamm schon zur Pause bis auf Schreiber komplett durch. Erfreulich dabei: Niklas Hauptmann gab nach Blinddarm-OP für 20 Minuten sein Comeback, für ihn kam danach Rückkehrer Luca Herrmann. Und auch mit dem Spielmacher ging die SGD gegen den Europa League-Starter mutig drauf, wurde schnell dafür belohnt: Nach tollem Zuspiel schob Meißner die Kugel von der Strafraumkante ins lange Eck zum 2:0 (70.).

Kurz darauf allerdings holte Dynamo den Gegner zurück ins Spiel: Höler spritzte in einen Risikopass von Schreiber auf Menzel, verkürzte auf 2:1 (82.). Fast im Gegenzug die Chance, den alten Abstand wiederherzustellen. Aber Kutschke scheiterte mit einem Foul-Elfmeter an SC-Torwart Müller. Genau wie Herrmann nach einem Alleingang (91.). Was auf der Gegenseite prompt mit dem Ausgleich durch Matanovic bestraft wurde (95.). Da sah die Dynamo-Defensive um Boeder, Kubatta und Risch allerdings ganz schlecht aus.

Dann ging´s Schlag auf Schlag: Höler traf nach Marx-Fehler gar zum 3:2 für den SC (110.). Doch der Dynamo-Verteidiger machte seinen Patzer vorn wieder gut, traf per Abstauber zum 3:3 (114.). So brachte sich Dynamo Dresden hinten zwar selbst noch um den Sieg. Der Ausgleich und speziell die erste Hälfte machen trotzdem Mut für den Zweitliga-Start kommenden Sonntag in Fürth.