Niederlage

Dynamo verspielt Führung gegen Elversberg, Serie gerissen

Valentinstag für Dynamo Dresden ohne Happy-End!

Die Sportgemeinschaft hat eine frühe Führung vor heimischer Kulisse am Samstagabend gegen die SV Elversberg aus der Hand gegeben und das Zweitliga-Topspiel am Ende mit 1:2 (1:0) verloren. Damit endete die Serie von vier ungeschlagenen Partien am Stück für Schwarz-Gelb mit der ersten Pleite des Jahres 2026 – und ohne Punkte, die im Abstiegskampf so wichtig gewesen wären. Die SG Dynamo Dresden wollte im eigenen Stadion wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln. Und nach dem frühen Führungstreffer sah es für die Hausherren lange gut aus, doch nach der Pause kippte der Spielverlauf in der 2. Bundesliga heute und der SV 07 Elversberg nahm am Ende die Punkte mit.

Dass Dresden zu den Teams des Jahres in der 2. Liga gehört, hatten vermutlich nicht viele auf dem Zettel – doch das bekam auch Elversberg zu spüren. Mit acht Punkten aus den ersten vier Partien in diesem Jahr empfing Dynamo die Gäste aus dem Saarland, die im Kampf um den Aufstieg zuletzt patzten, und machten von Beginn an klar, dass die vermeintlich kleine Hürde beim Vorletzten eine enorm große werden würde.

Fußballerisch war Dresden in den vergangenen Partien nicht besonders aufgefallen und so war es auch gegen Elversberg, doch die Qualitäten liegen in anderen Dingen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm zeigte wieder großen Einsatz auf dem ganzen Feld – und dann auch die nötige Kaltschnäuzigkeit im richtigen Moment. Eigentlich fand die Mannschaft von Thomas Stamm dabei sehr gut in die Partie und belohnte sich früh durch einen 114-km/h-Hammer von Alexander Rossipal (12.). Im Anschluss blieb Elversberg die fußballerisch deutlich bessere Mannschaft, Dynamo schlug aber durch Jason Ceka erneut zu – allerdings ergaben die Videobilder, dass der Offensivspieler zuvor im Abseits gestanden hatte, der Treffer zählte nicht (25.). Es blieb also beim 1:0 und auch beim Werdegang des Spiels. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz, mehr Schüsse, gewannen sogar mehr Zweikämpfe, aber Dresden war eben dann zur Stelle, wenn es wichtig war.

Elverbergs Doppelschlag

Nach dem Seitenwechsel legten die Saarländer dann aber den Schalter um, drängten vehement zunächst auf den Ausgleich. In der 49. Minute ging es dann mal zu schnell für die Dynamo-Defensive, doch Felix Keidel schloss einen tollen Elversberger Angriff mit vielen Direktpässen zu ungenau ab, der Schuss des Rechtsverteidigers ging nur ans Außennetz. Und auch Lukas Petkov versagten im Abschluss die Nerven, aus kurzer Distanz ging sein Schuss drüber (56.). Die guten Momente häuften sich, sie blieben jedoch unvollendet.

Doch das änderte sich in der 58. Minute, als Nicholas Mickelson den Gästen den hochverdienten Ausgleich bescherte. So einfach wie in dieser Situation war es den Elversbergern vorher nicht gemacht worden, nach nur einem langen Ball stand der linke Verteidiger frei vor Tim Schreiber und behielt im Gegensatz zu seinen Mitspielern zuvor die Kontrolle über den Ball beim Abschluss.

Angesichts des bisherigen Spielverlaufs war zu erwarten, dass sich die Partie nun komplett wenden würde – doch das bestätigte sich zunächst nicht. Elversberg verlor etwas den Faden und Dresden zeigte sich plötzlich wieder in der Offensive, die Partie war offen, wenn auch nicht reich an Chancen. Doch die nächste Gelegenheit sorgte dann tatsächlich für die Wende. Dynamo zog sich bis zum 1:2 komplett zurück, attackierte nicht mehr im Mittelfeld, ließ zu, dass Elversberg über alle Positionen hinweg den Druck erhöhen konnte. In dieser Phase fehlte auch die Laufbereitschaft, um Lücken zu schließen.  Lasse Günther scheiterte erst an Schreiber, doch Petkov bekam den Rebound und staubte zum 2:1 ab (78.).

Rettungstaten gegen Dynamos späten Ansturm

Gerade bei Standardsituation geriet diese Führung in Gefahr und dass sie hielt, hatte Elversberg auch Petkov zu verdanken. In der 83. Minute nahm der Torschütze Christoph Daferner die Kugel zwei Meter vor dem eigenen Tor noch mit der Fußspitze vom Bauch, sonst hätte der Dresden-Stürmer den Ball locker reingedrückt. Eine unglaubliche Tat, für die sich Petkov zu Recht ein zweites Mal feiern ließ. Den Bruch im Dresdner-Spiel nach dem Seitenwechsel wollen und müssen die Dynamos schnellstens analysieren. Denn mit Hannover 96 und Darmstadt 98 warten in den nächsten Wochen weitere Spitzenteams der Liga.

Positive Erkenntnisse aus der Niederlage aber sind ohne Frage da. Dynamo kann gegen Spitzenteams und enorm spielstarke Mannschaften mithalten. Die fußballerischen Mittel, die die Dresdner seit der Winterpause offerieren, bringen auch Teams aus dem ersten Tabellendrittel in Verlegenheit. Auch, dass man nach einem Rückstand nicht mehr in Lethargie verfällt, sondern sofort in den Angriffsmodus übergeht, ist eine neue schwarz-gelbe Tugend.

Dynamo Dresden-Trainer Thomas Stamm: „Es ist uns der zweiten Hälfte nicht mehr gelungen, mit der nötigen Intensität Druck draufzubekommen, da war öfters mal der Fuß frei beim Gegner. Elversberg hatte die Effektivität, die wir diesmal nicht hatten. Die brauchst du, um gegen eine sehr, sehr gute Mannschaft Punkte mitzunehmen. (…) Wenn du weißt, welche Muster und welche Abläufe sie spielen, müssen wir es am Ende besser verteidigen.“

SV Elversberg-Trainer Vincent Wagner: „Wir waren in diesem tollen Stadion der glückliche Gewinner. Nicht unverdient, aber glücklich. Bekommen wir hinten raus den Ausgleich, dürfen wir uns nicht beschweren. (…) Die Dresdner pressen mittlerweile außerordentlich gut. Das haben sie in der Vorrunde auch schon gemacht, jetzt sind sie echt mit einer geilen Intensität unterwegs. Das 1:0 war zudem ein gutes Tor, er knallt ihn brutal ins Eck.“

Dynamo-Torhüter Tim Schreiber: „In der zweiten Halbzeit haben wir den Faden verloren. Uns hat der Ball gefehlt, wir waren zu unsauber in den Zweikämpfen, haben die Fifty-Fifty-Zweikämpfe leider nicht gewonnen. Wenn du dann noch die leichten Fehler im Spielaufbau in der zweiten Kette machst, wird es schwierig.“

Alexander Rossipal (Dynamo Dresden): „Die Elversberger wissen, glaube ich, selbst nicht, warum sie da so ein Glück haben. Dass diese zwei Dinger nicht reingehen, schmerzt schon.“

Dynamo-Kapitän Niklas Hauptmann: „Wir werden dieses Spiel, genau wie die vergangenen erfolgreichen Partien in der Rückrunde, aufarbeiten. Wir haben einiges zu analysieren.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 22
| Rudolf Harbig Stadion | 14.Feb..2026-20:30
Dynamo Dresden
N S S U U
1 : 2
Endstand
SV 07 Elversberg
U N U S N
Alexander Rossipal
12'
Nicholas Mickelson
58'
Lukas Petkov
78'
Tore
12'
58'
78'
Tor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
10'

 

News-12

Dynamo Dresden mit Punkt gegen Arminia Bielefeld

Dynamo Dresden hat in der 2. Bundesliga heute den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Im Duell mit Mitaufsteiger Arminia Bielefeld endet 1:1 Unentschieden. Nach zuletzt zwei Siegen punktet Dynamo Dresden auch im Heimspiel gegen Bielefeld. Dabei mussten die Gastgeber die letzten Minuten in Unterzahl überstehen. Für die Gastgeber traf Christoph Daferner nach einer Ecke (43.). Tim Handwerker sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter für den Ausgleich. Somit bleibt Dynamo auch im dritten Pflichtspiel des Jahres ungeschlagen und verbessert sich so auf Relegationsrang 16. Den ganz großen Wurf im Kampf um den Klassenverbleib haben die Gastgeber aber verpasst.

Starke Standards von Dynamo

Dynamo schaffte es, den Schwung aus den ersten beiden Spielen des Jahres mit in die Partie zu nehmen. Die Sachsen waren vor allem nach Standards gefährlich – etwa als Jason Ceka nach einer Ecke an Jonas Kersken im Bielefelder Tor scheiterte. (8.). Auch Jakob Lemmer sorgte kurz vor dem Ende der Halbzeit über die linke Seite für zwei gefährliche Abschlüsse. Den ersten konnte Kersken zwar abwehren, die anschließende Ecke nutzte Daferner jedoch zur Führung.

Bielefeld mit starker zweiten Hälfte

Die Bielefelder kamen einige Minuten vor den Dynamos zurück aus der Kabine und schworen sich noch mal ein. Anschließend drückte Arminia auf den Ausgleich. Dynamo lauerte auf Konter, wobei diese aus Sicherheitsgründen zumeist nur von drei, vier Spielern „gefahren“ wurden. Dass diese Sicherheitsvariante wichtig war, zeigte die Bielefelder, die sich teilweise vor dem Dynamo-Strafraum festsetzten, dann aber immer wieder an der vielbeinigen Abwehr hängen blieben.

Nach der Führung durch das sechste Saisontor von Christoph Daferner (43.) glich die Arminia durch einen von Handwerker verwandelten Strafstoß aus (67.). Vorausgegangen war ein vermeintliches Foul von Rossipal an Momuluh. Schiri Felix Wagner zeigte sofort auf den Punkt, VAR Guido Winkmann bestätigte den Elfer nach kurzem Check. Der eingewechselte Tim Handwerker war es dann, der in der 67. Minute den Elfmeter zum Ausgleich verwandelte. Alexander Rossipal hatte den unmittelbar zuvor eingewechselten Monju Momuluh gefoult. Die Entscheidung sorgte auf Dresdner Seite für reichlich Unmut. Das 1:1 war auch der Endstand, obwohl insbesondere Bielefeld in der Schlussphase noch auf den Sieg drängte.

Die Schlussminuten musste Dynamo dann in Unterzahl überstehen. Robert Wagner war Mitte in der ersten Halbzeit verwarnt worden. Kurz vor der Pause wurde er nach einem Foul erneut ermahnt. Als der Mittelfeldspieler dann kurz vor Spielende bei einem Freistoß der Gäste am Bielefelder den Ball wegschlug, folgte die Ampelkarte. Diese blieb jedoch ohne Folgen, Dynamo rettete das Unentschieden über die Zeit. Der eine Punkt ist für die SGD enorm wichtig im Abstiegskampf. Dank der mehr erzielten Tore überholen die Schwarz-Gelben den 1. FC Magdeburg und verlassen damit den direkten Abstiegsplatz 17.

Am kommenden Samstag reist Dynamo nach Gelsenkirchen (Anstoß auf Schalke ist 13:00), Bielefeld erwartet am Sontag Eintracht Braunschweig.

Stimmen zum Spiel

Thomas Stamm (Dynamo Dresden): „Ich finde, wir haben eine sehr ordentliche erste Halbzeit gespielt. Mit dem Elfmeter hat sich das Spiel dann ein bisschen gedreht. Wir hatten dann nicht mehr die Entlastungsmomente und die Chancen, die man braucht. Vor allem im letzten Drittel waren wir nicht sauber genug, um einen Dreier mitzunehmen.“

Mitch Kniat (Arminia Bielefeld): „Alles gut, außer das Ergebnis. …. (Aber:) Wenn man das ganze Spiel betrachtet, können wir relativ zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit sind wir mit mehr Risiko aus der Kabine gekommen und haben uns belohnt, auch wenn wir das Spiel natürlich gern gewonnen hätten. Wir fahren jetzt mit dem Punkt nach Hause. Diesen Punkt haben wir uns auch hart erarbeitet. Es war ein giftiges Spiel mit vielen Zweikämpfen, vor allem im Zentrum.“

Christoph Daferner (Torschütze zum 1:0): „Den einen Punkt nehmen wir mit, auch wenn wir natürlich gern mit einem Sieg weitergemacht hätten. Mit sieben Punkten aus drei Spielen kann man trotzdem zufrieden sein. Man sieht, dass wir uns speziell bei den Standards verbessert haben. Ich glaube, 40, 50 Prozent der Tore fallen über Standards. Das wird auch weiterhin ein wichtiger Punkt sein, damit wir am Ende der Saison die Klasse halten.“

Robert Wagner (nach Gelb-Rot gesperrt): „So, wie das Spiel verlaufen ist, können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben jetzt in drei Spielen sieben Punkte geholt. Das ist sehr positiv. Wir haben wieder nicht verloren. Das können wir mit in die nächsten Spiele nehmen.“

Robin Knoche (Neuzugang aus Nürnberg): „Hier in Dresden nach einem Rückstand zurückzukommen, ist gar nicht so einfach. In der zweiten Halbzeit waren wir kurz davor, das Spiel zu drehen. Das nehmen wir als positive Sache mit. Die Mannschaft hat eine gute Mentalität, irgendwann werden wir uns belohnen.“

Marius Wörl (Mittelfeldspieler): „Natürlich hätten wir gern gewonnen. Aber so wie der Spielverlauf mit dem Rückstand war, sind wir froh, dass wir einen Punkt mitgenommen haben. Insgesamt können wir mit dem Spielverlauf zufrieden sein. Zum Schluss haben wir dann gedrückt und hätten auch noch gewinnen können.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 20
| Rudolf Harbig Stadion | 01.Feb..2026-13:30
Dynamo Dresden
N N N S S
1 : 1
Endstand
Arminia Bielefeld
N U U N U
Christoph Daferner
43'
Tim Handwerker
67'
Tore
43'
67'
Elfmetertor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
1'
Heimsieg

Dynamo feiert Kantersieg gegen Greuther Fürth

Pünktlich zum Spiel beim 1. FC Magdeburg hat Dynamo Dresden das Tabellenende der 2. Bundesliga verlassen. Die SGD holt im Kellerduell gegen Greuther Fürth drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga und spielt erstmals zu Null. Neuzugang Thomas Keller hatte die SGD in Front gebracht (35.), Jakob Lemmer kurz nach der Pause schon zum Endstand getroffen (49.). Erstmals in dieser Saison der 2. Fußball-Bundesliga gelang dem Aufsteiger, ohne Gegentor zu bleiben. Dadurch verdrängten die Sachsen die Franken auf den letzten Tabellenplatz, sind nun Vorletzter. Defensiv zeigten sich die Hausherren deutlich verbessert, wobei den im Hinrundenduell noch mit 3:2 erfolgreichen „Kleeblättern“ allerdings auch nur wenig gelang.

Fürth mit etwas besserem Start

Dass es im Heimspiel des Schlusslichts gegen den Tabellenvorletzten um sehr viel geht, machten auch viele Dresdner Fans klar, die zu Tausenden geschlossen vom Hauptbahnhof zum vorab nicht ganz ausverkauften, aber dennoch mit 30.811 Zuschauern besetzten Rudolf-Harbig-Stadion liefen. Es war ein echtes Kellerduell, auch weil für die Kleeblätter Aaron Keller und bei der SGD Winter-Neuzugang Thomas Keller in der Startelf stand. Auch die anderen drei Feldspieler, die die Schwarz-Gelben kurz vorm Beginn der Vorbereitung ausliehen, feierten ihr Pflichtspieldebüt im Dresdner Trikot. Der neue Torwart Elias Bethke fehlte hingegen ebenso wie Friedrich Müller und Claudio Kammerknecht im Kader, Tim Schreiber stand im Gehäuse.

Die Gäste erwischten auf dem frisch verlegten Rasen den etwas besseren Beginn und hatten nach einem Freistoß von Julian Green durch Noel Futkeu eine erste gute Chance, doch der Ball ging knapp vorbei (7.). Dynamo tauchte in Minute 25 erstmals gefährlich vorm gegnerischen Tor auf. Nach einem weiten Freistoß von Hannover-Leihgabe Jonas Sterner bediente setzte Jakob Lemmer den mit aufgerückten neuen Abwehrchef Thomas Keller in Szene, der allerdings seinem Gegenspieler Philipp Ziereis aus kurzer Distanz an den Rücken schoss (25.). Leihgabe Nummer drei Robert Wagner sah kurz darauf eine Gelbe Karte nach taktischem Foul gegen seinen Ex-Verein aus Franken, für den er bis 2024 am Ball war.

Thomas Keller trifft zur Führung

In Minute 29 schallte erstmals lauter Torjubel durch das weite Rund. Vincent Vermeij traf, stand zuvor aber knapp im Abseits. Schiedsrichter Felix Prigan verweigerte dem Treffer korrekterweise die Anerkennung. Auf der anderen Seite war dann nach einer gespielten halben Stunde auch mal wieder Fürth im Angriff zu sehen, doch der Kopfball von Felix Klaus ging drüber. Von Dynamo hingegen kam mehr nach vorn, allerdings ging Hauptmanns Hereingabe ein wenig in den Rücken von Sturmspitze Vincent Vermeij (34.). Der Eckball danach brachte aber den ersehnten Erfolg: Alexander Rossipal fand Thomas Keller. Der platzierte Kopfball der Heidenheimer Leihgabe schlug zum 1:0 ein (35.).

Auch die Franken hatten sich viel vorgenommen, waren kämpferisch auf der Höhe, aber in ihren Mitteln zu beschränkt. Anders die Sachsen: Keller gab der Abwehr neue Sicherheit und setzte vorn den nächsten Nadelstich, als er einen Eckball, der in seinen Rücken kam, trotzdem noch gefährlich per Kopf aufs Tor brachte und Schlussmann Timo Schlieck zu einer Parade zwang (43.). Dynamos erste Halbzeit konnte sich sehen lassen, auch Dresdens Neuzugang Nummer vier, Jason Ceka, ließ sein Können im Mittelfeld aufblitzen. Die neue Defensivachse mit Keller und Wagner davor sorgte für Stabilität. Die knappe Pausenführung ging in Ordnung.

Deutlich besser 2. Hälfte

In Durchgang zwei kam die Sportgemeinschaft deutlich besser aus den Startlöchern und es dauerte nur vier Minuten, bis Jakob Lemmer mit seinem fünften Saisontor auf 2:0 stellte. Julian Pauli hatte den Ball erobert und auf den Flügelflitzer weitergeleitet, der diesmal im Zentrum durchstartete und aus 30 Metern einfach mal abzog. Sein Distanzschuss landete platziert im Eck, Schlussmann Schlieck hatte den eventuell noch leicht abgefälschten Ball wohl erst spät gesehen. Jetzt hatten die Hausherren alle Trümpfe auf ihrer Seite. Nur nicht das Schiedsrichtergespann, das ein Handspiel von Green im eigenen Strafraum etwas zweifelhaft als angelegten Arm wertete und der SGD keinen Strafstoß gab (56.).

Cheftrainer Thomas Stamm wechselte danach, brachte zunächst Christoph Daferner für Vincent Vermeih (69.) und etwas später Konrad Faber und Luca Herrmann für Jason Ceka und Niklas Hauptmann (75.). In der Schlussphase verpassten Kofi Amoako (78.), Luca Herrmann (82.) und Christoph Daferner (84.) mit guten Torchancen jeweils das 3:0. Kurz darauf wäre fast der Anschluss der Fürther gefallen, doch bei deren bester Chance des Spiels traf der eingewechselte Omar Sillah (86.) nur den linken Pfosten, der Abpraller landete genau in den Armen von Tim Schreiber. Kurz vor Schluss erhielt Torschütze Lemmer bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus, Lars Bünning kam für die Schlusssekunden.

Nach knapp fünf Minuten Nachspielzeit war Schluss. Die Dresdner Fans feierten mit der Mannschaft einen hochverdienten Erfolg und den ersten von vielen notwendigen Schritten im Kampf gegen den Abstieg. Dynamo zog Greuther Fürth mit dem zweiten Treffer den Stecker und hat drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg sicher.

Stimmen der Trainer

Thomas Stamm (Dynamo Dresden): „In der Startphase waren wir etwas behäbig. Wir haben aber schon da viel Kontrolle gehabt, auch in der Defensive. Es war gut, dass wir gleich nach der Pause das 2:0 nachlegen konnten. Hintenraus hätten wir es etwas klarer wegverteidigen müssen. Aber wir haben sehr viel dafür getan, dass heute die Null steht. Über die 90 Minuten gesehen, haben wir uns den Sieg verdient. Wir nehmen heute sehr wichtige Punkte gegen einen direkten Kontrahenten mit. Das gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Woche.“

Heiko Vogel (Greuther Fürth): „Ich bin sehr wütend. Ich muss aufpassen, dass ich die richtige Wortwahl treffe. Mir tut es sehr leid für unsere Fans. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier von tausend Fans unterstützt werden. Und dann geht man mit null Punkten heim und hat nicht das Gefühl, dass man alles so investiert hat, wie es der Abstiegskampf verlangt. Das dulde ich nicht. Deswegen habe ich eine großes Wut. Wir werden das mit der Mannschaft aufarbeiten und die Zügel anziehen. Es wird im Training ein anderer Wind wehen, als das bisher der Fall war.“

Reaktionen von Spielern

Thomas Keller (Dynamo Dresden): „Für mich als Verteidiger ist es wichtig, dass hinten die Null steht. Dass ich zusätzlich vorne einen reinmache, ist natürlich umso schöner. Ich freue mich, der Mannschaft geholfen zu haben damit. Dieser Sieg sollte uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele geben.“

Jakob Lemmer (Dynamo Dresden): „Es fühlt sich gut an. Es war wichtig, dass wir heute mit einem Sieg hier zu Hause starten und auch noch die Null gehalten haben. Natürlich freue ich mich auch über mein Tor. Ich glaube, ich hatte jetzt schon ein paar gute Distanzschüsse. Deswegen habe ich das Selbstvertrauen, einfach mal abzuziehen.“

Tim Schreiber (Dynamo Dresden): „Der Sieg ist wichtig und wir haben zu Null gespielt. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Es war ein geschlossener Auftritt – auf und neben dem Platz. Das tut gut. Wir haben uns heute belohnt. Die neuen Spieler haben sofort eingeschlagen.“

Philipp Zierreis (Greuther Fürth bei Sky): „Im Endeffekt waren wir vorn zu harmlos über das ganze Spiel, wir kriegen dann hinten so ein Eiertor rein zum 0:2. Dynamo macht dann nicht mehr viel in der zweiten Halbzeit, aber es reicht, weil sie gut stehen. Es war ein sehr, sehr bitterer Auftritt für uns heute. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir müssen mehr investieren, um Punkte zu holen.“

Dynamo bereit für den Elbclasico beim 1. FC Magdeburg!

Für Ex-FCM-Profi Jason Ceka kommt es zum Wiedersehen mit Magdeburg. Durch den Sieg hat Dresden nun 16 Punkte auf dem Konto, der FCM steht aktuell bei 20.

Heimsieg

Heimfluch beendet, Sieg gegen Fortuna Düsseldorf

Großer Jubel bei der SG Dynamo Dresden

Dynamo veredelte den Auswärtssieg in Bochum und fährt gegen Düsseldorf den ersten Heimdreier ein. Getrübt wurde die Freude durch die schwere Knieverletzung von Lennart Grill. Außerdem gab es eine rassistische Beleidigung gegen einen Düsseldorfer Spieler, bestätigte Dresdens Coach Thomas Stamm nach der Partie.

Es ist geschafft! Zweitligist Dynamo Dresden schafft im siebten Anlauf den ersehnten ersten Heimsieg, haut Fortuna Düsseldorf verdient mit 2:1 weg. Aber das Spiel endete dramatisch. Die spannende Frage vor dem Spiel war, ob Vinko Sapina und Christoph Daferner in die Startelf zurückkehren. Erstmals in dieser Saison änderte Trainer Thomas Stamm sein Team nicht, ließ die gleiche Elf wie beim 2:1-Sieg in Bochum los. Zunächst passierte allerdings auf dem Feld nicht viel, das Geschehen auf den Rängen des wieder mit knapp 31.000 Zuschauern gefüllten Harbig-Stadions war deutlich interessanter. In den ersten 12 Minuten auch in Dresden der Fan-Protest gegen die geplante Sicherheits-Verschärfung der Innenminister. Gespenstische Stille, dazu ein Plakat mit der Aufschrift: „Ist es das, was ihr wollt?“

Danach wurde es zwar wieder laut, aber erst in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit spannend. Erst die Fortuna um Ex-Dynamo-Coach Markus Anfang mit einem Itten-Kopfball an den Außenpfosten (40.). Doch kurz vor der Pause schlug die Stunde von Alexander Rossipal (45. Minute). Konrad Faber brachte den Ball von der Grundlinie in den Strafraum, wo der heranrauschende Alexander Rossipal mit voller Wucht aus elf Metern unter die Latte vollendete.  Schon der dritte Treffer des Linksverteidigers!

Vermeij legt nach

Mit der Führung im Rücken ging es in die Kabine, aus der die SGD deutlich überzeugender zurückkehrte und nur acht Minuten nach Wiederanpfiff den zweiten Treffer durch Vincent Vermeij nachlegte. Von Hauptmann perfekt bedient, verstolperte er fast den Ball, um ihn dann eiskalt über die Linie zu drücken (53.). Das zweite Tor in Folge für die Holland-Latte. Und das gegen seinen Ex-Klub! Das Spiel schien entschieden, weil der Fortuna in der Offensive lange nicht viel einfiel. Doch es sollte noch einmal eng werden. Zunächst hatte Dynamo in der 70. Minute Glück, als sich ein Abwehrspieler in den Schuss von Klaus Suso warf. Dann nutzten die eingewechselten Vinko Sapina und Nils Fröling ihre guten Chancen nicht, um den Deckel draufzumachen.

Rasmusson mit „Köpfchen“

Das sollte sich fast rächen, denn in der 85. Minute gelang Christian Rasmusson per Kopf der Anschluss. Danach standen die Sachsen sehr tief, konnten aber dicke Chancen der Gäste verhindern. In der fünften Nachspielminute ging plötzlich Keeper Lennart Grill zu Boden, er hatte sich im Rasen das rechte Knie verdreht, sackte auf den Boden und musste auf der Trage raus. Dynamo Dresden allerdings hatte schon alle Wechsel aufgebraucht, deshalb musste ein Feldspieler rein. Eigentlich sollten die Profis unter sich klären, wer den Job übernimmt. Aber als Konrad Faber sich das Torwart-Trikot überstreifte, griff Trainer Thomas Stamm doch ein. Er beorderte Aljaz Casar aus taktischen Gründen zwischen die Pfosten. Doch es sollte reichen. Nach weiteren sieben Minuten war Schluss und die Dresdner Spieler lagen sich in den Armen. Dynamo klettert durch den zweiten Sieg in Folge auf Nichtabstiegs-Platz 15.

Düsseldorfs Iyoha rassistisch beleidigt

Negativer Höhepunkt der dramatischen Schlussphase war ein Rassismus-Vorfall. Düsseldorfs Emmanuel Iyoha, der während Grills Abtransport an der Seitenlinie wartete, um den Einwurf auszuführen, wurde wohl rassistisch beleidigt. Er informierte umgehend den Schiedsrichter, der den Vorfall im Spielberichtsbogen vermerkte. Bedeutet: Auf Dresden dürfte eine zusätzliche Strafe zukommen.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm: „Von mir die Bitte an die Leute, die sowas äußern, nicht mehr ins Stadion zu kommen. Und die drumherum sitzen, bitte so mutig sein, dass man weiß, wer es war. Sowas hat im Fußball gar nichts verloren. Ich bin wirklich fast sprachlos.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 14
| Rudolf Harbig Stadion | 30.Nov..2025-13:30
Dynamo Dresden
U N N N S
2 : 1
Endstand
Fortuna Düsseldorf
N N U N S
Alexander Rossipal
45'
Vincent Vermeij
53'
Christian Rasmussen
84'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
12'
Tore
45'
53'
84'
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
Fortuna Düsseldorf
Am Tor vorbei 12
Schüsse auf das Tor 4
Schüsse auf das Tor 2
Am Tor vorbei 11
2 Tore 1
42 Ballbesitz 58
44% Zweikampfquote 56%
4 Ecken 0
12 Fouls 13
2 Abseits 3
1 Gelbe Karten 2
355 Pässe 488
16 Torschüsse gesamt 13
4 Schüsse auf das Tor 2
12 Schüsse neben das Tor 11
18 Einwürfe 25
13 Freistöße 12
11 Dribblings 16
18 Flanken 24
News-9

Pleite gegen Paderborn, Heimfluch geht weiter

Dynamo Dresden bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga weiter ohne Heimsieg.  Wieder engagiert, wieder ohne Punkte: Dynamo Dresden zeigt zu Hause Kampfgeist, nutzt seine Chancen aber nicht. Paderborn bleibt kaltschnäuziger – und siegt mit Effizienz. Die Enttäuschung bei der SGD ist entsprechend groß.

Es war eine stolze Serie. 42 Spiele in Folge hatte Dynamo bei Partien, bei denen die Mannschaft das 1:0 erzielte, nicht verloren. Eine Niederlage nach einer Führung kassierten die Dresdner zuletzt beim 1:4 in Meppen – und verspielten dort im Mai 2023 den Aufstieg. Nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn am Samstag spielt Dynamo eine Klasse höher nun gegen den Abstieg – und baut eine andere Serie aus, allerdings eine Negativserie: Sieben Spiele in Folge haben die Schwarz-Gelben nicht gewonnen und warten weiter auf den ersten Sieg im heimischen Stadion.

Dynamo mit Elfer zur Führung, Paderborn gleicht aus

Die Dresdner mussten erneut auf Torhüter Tim Schreiber verzichten, der sich an der Hand verletzt hatte, und auf Stürmer Stefan Kutschke, der nach seiner Roten Karte in Münster weiter gesperrt ist. Stamm stellte im Vergleich zur Vorwoche nur einmal um: Claudio Kammerknecht rückte für Jakob Lemmer in die Startelf, wodurch das Team in einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette agierte. Paderborns Coach Ralf Kettemann nahm zwei Änderungen vor: Lasse Tjark Scheller ersetzte Calvin Brackelmann, Nick Bätzner begann für Sebastian Klaas.

Paderborn setzte Dynamo früh unter Druck, doch die Gastgeber hielten defensiv zunächst gut dagegen. Die erste Großchance vergab Konrad Faber (22.), dessen Schuss nur das Außennetz traf. Kurz darauf wurde Niklas Hauptmann im Strafraum gefoult – Daferner verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. In Sachen Effektivität spielt Dynamo noch immer wie ein Aufsteiger. Der Ausgleich, mal wieder zum ungünstigen Zeitpunkt kurz vor der Pause, ist umstrittener, vor allem aber fällt er quasi aus dem Nichts. Weder Tony Menzel aus der Distanz (40.) noch Daferner mit einem Drehschuss (41.) konnten ihre guten Chancen nutzen. Stattdessen kam Paderborn noch zum Ausgleich: Dresdens Konrad Faber bekam den Ball nach einem Schuss von Steffen Tigges an den Arm, Biblija ließ sich die Chance nicht nehmen und traf wie zuvor Daferner ins rechte untere Eck (45.+1.).

Ex-Dynamo Baur trifft zum SCP-Sieg

Nach dem Wechsel hatte Dresden zunächst mehr vom Spiel. Gefährlich waren aber die Gäste. Zunächst verhinderte Dynamo-Schlussmann Lennart Grill mit einer starken Parade gegen den eingewechselten Luis Engelns noch den Rückstand der Hausherren (65.). Im Anschluss an die folgende Ecke machte aber Baur (65.) mit einem Volleyschuss das 1:2. Baur, der im Frühjahr noch von Paderborn an Dresden ausgeliehen war, verzichtete auf einen großen Jubel. „Innerlich habe ich mich schon gefreut, aber das muss man ja nicht so raushängen lassen“, sagt er. Die Erklärung, warum er gerade in bestechender Form ist, kann man auch als kleinen Seitenhieb auf seinen Ex-Verein deuten: „Wenn man Vertrauen genießt, kann man befreit aufspielen. Dann hat man Spaß und dann platzt auch der Knoten. Im Moment läuft es richtig gut.“

Keine zwingenden Dynamo-Chancen

Dynamo-Coach Thomas Stamm regierte und wechselte gleich dreimal. Paderborn zog sich nun zurück und wartete auf Konter. Dresden hatte nun mehr Ballbesitz. Die Schwarz-Gelben kamen auch zu Abschlüssen: Kofi Amoako (78.) aus der Distanz (78.) und aus spitzem Winkel (88.) sowie Luca Herrmann im Strafraum (90.+2.) und Vinko Sapina per Kopfball (90.+6.) hatten zwar Tormöglichkeiten, doch keine der Chancen war wirklich zwingend. Die beste Chance nach dem 1:2 hatte sogar Paderborn: Nach einer Ecke brachte Scheller den Ball mit dem Knie aufs Dynamo-Tor: Lars Büning und Dynamo-Keeper Grill kratzen den Ball gemeinsam von der Linie (90.). Trotz später Schlussoffensive blieb der Ausgleich verwehrt: In der achten Minute der Nachspielzeit scheiterte Vinko Sapina per Kopf an SCP-Torwart Dennis Seimen. Damit bleibt Dynamo auch im fünften Heimspiel sieglos.

Trotz der Pleite bleibt Dynamo auf dem Relegationsrang, der VfL Bochum ist nun aber punktgleich. Am deutlichsten spricht Bünning die Situation an: „Wir brauchen es nicht mehr schönreden. Und dass wir den Gegnern mithalten können, kann keiner mehr hören. Mithalten reicht nicht, wir müssen Punkte holen, mal dreckig gewinnen“, fordert er mit Nachdruck.

Ralf Kettemann (Trainer Paderborn): „Es war ein fifty-fifty-Spiel. Es war sehr anspruchsvoll hier. Es gibt schon einen Grund, warum wir hier noch nicht so viel geholt haben. Wenn man einen Lauf hat, dann läuft es. Dann geht auch so ein Schuss wie der von Mika Baur rein. Das Momentum ist bei uns. Das hilft uns. Denn wird haben uns heute schon schwer getan. Das Schöne ist, dass Fußballspiele meist in der zweiten Halbzeit entscheiden werden. Uns hat auch der Moment geholfen, vor der Pause den Ausgleich zu machen. Dresden hat uns überrascht, wie sie gegen den Ball gespielt haben. Trotz der Rekordserie frage ich mich, warum es heute nicht so aufgegangen ist, wie ich es mir vorgestellt habe.“

Thomas Stamm (Trainer Dynamo Dresden): „Wenn man über die 90 Minuten sieht, was wir wollten, nämlich hoch verteidigen und hoch drauf, dann sind die ersten 45 Minuten nicht so, wie wir sie uns vorgestellt haben. Dann fände ich es gut, wenn man es nicht nur am Resultat festmacht. Und dann sind es zwei Gegentore, also zwei im Schnitt im Moment. Das ist Gesamtverbund nicht zweitligatauglich, wie wir verteidigen. Beim ersten Gegentor drehen wir uns weg. Das war die Woche Thema, sich vielleicht einmal nicht wegzudrehen. Es gibt ein paar Themen, die wir besser machen können. Paderborn sehr effizient, wir sind es nicht. Am Ende musst Du hier einen Punkt mitnehmen. In einer Liga, die sehr ausgeglichen ist, auch heute wieder, geht es um Details. Und an diesen Details müssen wir arbeiten.“

Christoph Daferner, Dynamo-Torschütze: „Heute ist die Enttäuschung sehr, sehr groß, weil ich finde, dass wir es heute auch nicht verdient gehabt hätten, mal zu gewinnen. Es war in der zweiten Halbzeit in allen Belangen zu wenig. Da müssen wir schon ehrlich zu uns sein.“

Eine Krise?

Wie kommt Dynamo Dresden jetzt aus diesem Negativ-Strudel raus? Daferner: „Wichtig ist, die Enttäuschung und die Wut zuzulassen. Und uns ins Gesicht zu sagen: Das war einfach gar nichts. Da muss mehr Entschlossenheit rein. Mehr Wille, das Spiel zu gewinnen.“

Das lässt nur einen Schluss zu: Die Krise spitzt sich zu. Und das ausgerechnet vorm Mega-Spiel kommenden Samstag vor knapp 75.000 Zuschauern bei Hertha BSC. Wenn man da auch wieder auf ähnliche Art und Weise mit leeren Händen dasteht, fänden das die über 25.000 mitreisenden Dynamo-Fans wohl gar nicht lustig…

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 10
| Rudolf Harbig Stadion | 25.Okt..2025-13:00
Dynamo Dresden
U U N U U
1 : 2
Endstand
SC Paderborn
S S S S S
Christoph Daferner
26'
Filip Bilbija
45'+2'
Mika Baur
65'
Tore
26'
45'
+2
Elfmetertor
65'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
2'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
6'

 

 

 

News-4

Karaman mit Elfer bringt Schalke den Sieg

Elfmeter entscheidet Spiel

Dynamo Dresden muss weiter auf den ersten Heimpunkt nach dem Zweitliga-Aufstieg warten. Die Schwarz-Gelben kassierten am Sonntag eine unglückliche – aber nicht unverdiente – Heimniederlage gegen Schalke. Der FC Schalke 04 feiert in der 2. Fußball-Bundesliga einen hart erkämpften und am Ende glücklichen Sieg bei Dynamo Dresden.

Dieses Spiel wird wohl nur den hartgesottensten Fans in Erinnerung bleiben. Dass der FC Schalke 04 die Begegnung bei Dynamo Dresden in einer schwachen Partie dennoch für sich entscheiden konnte, hatte S04 der kurzfristigen Ungeschicklichkeit des jungen Dresdner Offensivspielers Kofi Amoako und der Coolness von Kenan Karaman zu verdanken. Die Schwarz-Gelben, die in der Vorwoche spektakulär in Bielefeld den ersten Saisonsieg feierten, müssen damit weiter auf den ersten Punkt vor heimischem Publikum warten.

Schalke bereitet Dynamo Probleme

So unglücklich die Dresdner Niederlage durch das späte Gegentor durch einen Elfmeter war – unverdient war sie nicht. Die Sachsen legten beherzt los und versuchten die Schalker gleich zu beeindrucken. Nach 80 Sekunden hatte Dresdens Jonas Oehmichen die erste große Möglichkeit, aber sein Schuss aus abseitsverdächtiger Position aus rund sechs Metern konnte Schalke-Torhüter Loris Karius mit einem bemerkenswerten Reflex seines linken Armes abwehren.

Dresden drückte die Mannschaft von Trainer Muslic in der Anfangsphase recht tief in die eigene Hälfte, ohne dass dabei aber weitere Möglichkeiten entstanden. S04 wirkte kompakt und engagiert, Dynamo voller Tatendrang. Das Team von Schalke-Trainer Miron Muslic übernahm nach einer kurzen Dresdner Druckphase zu Beginn der Partie schnell das Kommando. Die Gäste überzeugten mit hohem Anlaufen und einer sicher stehenden Defensive. Zur Pause hatte Schalke 8:2 Torschüsse, über die 90 Minuten zählte die Statistik 15:5 Chancen für S04.

Erstmals gefährlich wurde es für das Dresdner Tor von Keeper Schreiber durch einen Distanzschuss von Vitalie Becker (13.) und einen Kopfball von Nikola Katic (15.). Später prüfte Becker Schreiber mit einem 25-Meter-Freistoß (25.), einen 16-Meter-Schuss von Emil Höjlund (39.), einen Kopfball von Katic (73.) oder einen 16-Meter-Knaller von Janik Bachmann (75.). Das Tor fiel in eine Schalker Druckphase. Karamann war in der Mitte durch, Dresdens Amoako kam im Strafraum zu spät und fällte den Schalker Kapitän beim Queren (82.).

Rückkehrer Daferner mit Großchance

Doch Dresden war selbst nicht chancenlos. Bei der größten Dynamo-Chance scheiterte Christoph Daferner, der trotz Handbruch in die Startelf zurück kam, aus Nahdistanz an Schalke-Keeper Loris Karius (39.). Später lag der Ball sogar im Schalke-Tor: Der eingewechselte Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke traf nach toller Vorarbeit von Jakob Lemmer. Doch Lemmer stand minimal im Abseits (76.).

Dynamo läuft achtmal ins abseits

Es war nicht die einzige Abseitsposition eines Dresdners. Insgesamt achtmal ließen die Schalker Dresden in die Falle laufen. So zählte auch zwei Dresdener Großchancen aus der Anfangsphase durch Daferner wegen einer Abseitsposition nicht (2./9.). Schalke klettert mit dem Sieg und mit neun Punkten vorerst auf Rang zwei. Dresden steckt mit nur drei Zählern hingegen in der unteren Tabellenhälfte fest, rutschen durch die dritte Saisonniederlauge auf Rang 13 ab.

Das ist nur eine Bestätigung, dass wir auf einem guten Weg sind„, meinte S04-Trainer Miron Muslic gegenüber der Sportschau, „und diesen Weg wollen wir gemeinsam fortsetzen.

Die Dresdner verharren im Mittelfeld der Tabelle. Nach der knappen dritten Niederlage im vierten Zweitligaspiel war Dresdens Trainer Thomas Stamm entsprechenden gefrustet. „Wir haben mehr als nur ein ordentliches Spiel gemacht„, sagte Stamm am Sportschau-Mikrofon, „und es fühlt sich jetzt gerade direkt nach dem Spiel nicht gerecht an.

Dresden in Elversberg, Schalke empfängt Kiel

Dresden spielt nach der Länderspielpause am Sonntagmittag in Elversberg (14.09.2025, 13.30 Uhr). Schalke empfängt Kiel bereits am Samstagmittag (13 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 4
| Rudolf Harbig Stadion | 31.Aug..2025-13:30
Dynamo Dresden
S N N N S
0 : 1
Endstand
FC Schalke 04
N S N S S
Kenan Karaman
84'
Tore
84'
Elfmetertor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
4'
Auswärtssieg

Traumhaftes Tor bringt ersten Sieg gegen Bielefeld

Was für ein Spektakel!

Dynamo Dresden schafft mit einem 2:1-Sieg bei Arminia Bielefeld den Befreiungsschlag, holt sich dank eines Traum-Tores in der Nachspielzeit die ersten drei Zweitliga-Punkte. Ausgerechnet in Bielefeld. Die Arminen hatten nur eines der letzten 18 Pflichtspiele verloren – das Pokal-Finale gegen Stuttgart (2:4). In der Schüco Arena gab’s zuletzt 13 Spiele lang keinen Gästesieg. Und Dynamo? Pfeift darauf. Trotz drei Pleiten (Liga und Pokal) im Gepäck legen die Dresdner stark los – und lassen trotz aller Nackenschläge bis zum Abpfiff nicht locker. Was für ein packendes Spiel auf der Bielefelder Alm: Dynamo Dresden verspielt erst die Führung, profitiert dann von einer Roten Karte und macht mit einem Fallrückzieher in der Nachspielzeit den ersten Saisonsieg perfekt.

Dabei war alles angerichtet für die nächste Party auf der Alm. Zwei Siege zum Auftakt in der 2. Liga, Pokalerfolg gegen Werder Bremen (1:0) – und dann stand plötzlich einer der großen Helden der vergangenen Aufstiegs- und Pokalfinal-Saison vor der Kurve und präsentierte sich als Neuzugang. Die Stimmung in Bielefeld kochte vor dem Anpfiff gegen Dresden auf, weil der Verein die Verpflichtung von Marius Wörl (spielte noch nicht mit) offiziell machte, den Hannover 96 im Sommer zunächst mit einer Rückkaufoption geholt hatte.

Dynamos Hauptmann trifft bei seinem Jubiläum

Dynamo Dresdens Coach Thomas Stamm vertraute der Elf, die sich gegen den FSV Mainz im DFB-Pokal teuer verkauft hatte. Auch auf Seiten von Arminia Bielefeld spielte fast die komplette Pokalelf, nur Leo Oppermann rückte ins Tor für den gesperrten Jonas Kersken. Diese Atmosphäre übertrug sich in der Anfangsphase allerdings nicht. Es war nicht offensichtlich, dass ein perfekt gestartetes Team auf ein punktloses traf, es war sehr zäh und kämpferisch, Höhepunkte gab es nicht, abgesehen von der Lautstärke von den Tribünen. Und dann jubelte ganz plötzlich Dynamo. Tim Handwerker leistete sich einen Fehler, nach dem die DSC-Defensive in ein Chaos verfiel, das Hauptmann in seinem 100. Zweitligaspiel zur Führung nutzte (21.).

Immerhin führte dieser Moment aber dazu, dass die Mannschaft von Trainer Mitch Kniat aktiver und selbst gefährlich wurde. Grodowski hatte die erste gute Gelegenheit für Bielefeld, Dresdens Torhüter Tim Schreiber wehrte den Schuss aus spitzem Winkel allerdings stark ab (26.). Später scheiterte Arminias Stürmer per Kopf, verfehlte das gegnerische Tor knapp (39.). Die Halbzeitführung für die Gäste war dennoch nicht unverdient.

Wilde zweite Halbzeit – Bielefeld gleicht aus

Mit zwei frischen Leuten und deutlich mehr Dampf kam Bielefeld aus der Kabine. Dynamo wurde nun immer weiter in die Defensive gedrängt, die durchaus vorhandenen Konterchancen wurden zudem nicht gut ausgespielt. So kam es in der 57. Minute zum verdienten Ausgleich. Nach einer weiten Eingabe von rechts stand Grodowski am langen Pfosten perfekt und nagelte den Ball aus acht Metern in die Maschen. Dresdens Coach brachte mit Stefan Kutschke, Tony Menzel und Aljaz Casar drei neue Leute. Und die Sachsen kamen zu guten Gelegenheiten. Dominik Kopther und Vinko Sapina vergaben.

Unverständnis und Verwirrung rund um Bielefeld-Platzverweis

Es gelang Dynamo allerdings, dieses Bemühen weitgehend vom eigenen Tor fernzuhalten und mit eigenen Tempoangriffen selbst genügend Gefahr auszustrahlen, um Bielefeld das Gefühl zu vermitteln, nicht voll ins Risiko gehen zu können. Und einer dieser Angriffe endete nicht im Tor, aber zu einem klaren Vorteil für Dresden. Nach einem Foul von Lannert am eigenen Strafraum gab es nämlich nicht nur Freistoß, sondern auch Rot wegen einer vermeintlichen Notbremse (74.). Eine äußerst strittige Entscheidung von Schiedsrichter Tom Bauer, der diese auch nach Ansicht der Videobilder aufrechterhielt. Angeblich sei eine klare Torchance verhindert worden, dabei war Lannert weder letzter Mann noch war die Gelegenheit so groß, dass der gefoulte Kutschke ziemlich sicher beim Abschluss ein Tor erzielt hätte. Zudem deutete die Gestik von Bauer nach dem Blick auf den Bildschirm erst darauf, dass Lannert doch weiterspielen dürfe – die Verwirrung war perfekt.

Dresdens Kutschke trifft, aber jubelt umsonst

Bielefeld bekam aber trotzdem noch den Matchball, den Marvin Mehlem aber vergab. Nach einem Konter stand der Mittelfeldspieler frei vor dem Tor, verfehlte es aber deutlich (82.). Und stattdessen schlug Dresden im Gegenzug zu – durch Kutschke, der kurz zuvor den Platzverweis herausgeholt hatte. In bester Mittelstürmer-Manier streichelte der 36 Jahre alte Routinier den Ball ins Tor – aber der Treffer zählte nicht, weil Tony Menzel nach dem Schuss im Abseits stand (83.). Doch auch diese Entscheidung war nicht für jeden ersichtlich, denn eine Berührung des Balles war von Menzel nicht unbedingt zu erkennen.

Dynamos Herrmann trifft auf unglaubliche Art und Weise

Es sah schon alles danach aus, dass beide Teams nach dem Abpfiff über die Punkteteilung hadern würden – doch dann kam der große Auftritt von Herrmann. Eine Flanke von rechts nahm der Dynamo-Profi direkt mit einem artistischen Fallrückzieher aus der Luft und der Ball landete unhaltbar im langen Eck. Es war ein unglaubliches Tor, zu einem unglaublichen Zeitpunkt (90.+10), das zudem unglaublich wichtig war für die bisher punktlosen Dresdner.

„Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, in der zweiten Halbzeit haben wir dann wieder unser normales Gesicht gezeigt. Die Rote Karte lässt das Spiel dann meiner Meinung nach in die falsche Richtung kippen“, sagte Kniat im Sportschau-Interview. „Ich kenne es nur so, dass es eine Fehlentscheidung ist, wenn der Videoassistent eingreift und er dann rausgeht, sich das anschaut und das revidiert – deswegen war ich auch ganz entspannt. Der Schiedsrichter war aber anderer Meinung – ich glaube, als Einziger.“

Diesen Erfolg will das Team von Trainer Thomas Stamm am vierten Spieltag nächsten Sonntag gegen Schalke 04 (13.30 Uhr) wiederholen, während Arminia einen Tag vorher bei Eintracht Braunschweig (13 Uhr) in die Erfolgsspur zurückwill.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 3
| SchücoArena | 24.Aug..2025-13:30
Arminia Bielefeld
S N S S S
1 : 2
Endstand
Dynamo Dresden
N S N N N
Joel Grodowski
57'
Niklas Hauptmann
21'
Luca Herrmann
90'+10'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
2'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
10'
Tore
90'
+10
Tor
Heimsieg

Weiterer Schritt Richtung 2. Liga, Dynamo schlägt Sandhausen

Die SG Dynamo Dresden hat gegen abstiegsbedrohte Sandhäuser einen souveränen Heimsieg eingefahren. Nach einem ganz frühen Doppelschlag ließen die Sachsen in Hälfte zwei etwas nach, brachten die Führung aber über die Zeit. Nach der Niederlage gegen Dynamo Dresden kann der SV Sandhausen einen möglichen Abstieg nicht mehr aus eigener Kraft verhindern.

Nach dem souveränen 4:1-Auswärtserfolg beim direkten Konkurrenten aus Saarbrücken entschied sich SGD-Coach Thomas Stamm gegen Wechsel in der Startelf und vertraute demselben Personal wie in der vergangenen Woche.

Blitzstart sorgt für frühe Entscheidung

Tabellenführer Dynamo Dresden konzentrierte sich von der ersten Spielsekunde an auf sich selbst, um den möglichen Aufstieg in die 2. Liga und zeigte kein Interesse für die Situation des SVS im dunklen Tabellenkeller. Dabei hatte Sandhausen die erste Torchance, den Schuss von Greil blockt Dresdens Kammerknecht. Der anschließende Eckball – nur eine Info für die Statistik. Fast im Gegenzug kombiniert sich Dresden Richtung Sandhausens Strafraum. Aus zehn Metern zielt Dominik Rother, zieht ab und trifft mit einem Kunstschuss – ein wenig glücklich – zum 1:0 (6. Minute) für Dresden. Zwei Minuten später, Sandhausens Abwehr schüttelt und sortiert sich noch, flankt Vinka Sapina in den Strafraum, Niklas Hauptmann köpft unhaltbar für Rehnen zum 2:0 ein (8.). Sandhausen taumelt, aber vielleicht war es dieser Zwischenapplaus von Diekmeier zwischen dem 1:0 und dem 2:0, das seine Mannschaft motiviert. Nie aufgeben. Vor drei Tagen erst hatte Diekmeier mit seiner Frau Dana ein Video veröffentlicht und über eine erfolgreiche Operation bei ihrer an Krebs erkrankten 14-jährigen Tochter berichtet.

Greil mit 60-Meter-Sprint zum Anschluss

Es ist ein Klassiker: Dresden führt 2:0, würde damit die Tabellenführung absichern, drei Spieltage vor Schluss wäre da ein Riesenschritt in Richtung 2. Liga. Doch die Sicherheit bei Dynamo ist dahin. Das merkt das Diekmeier-Team, Sandhausen kommt ins Spiel. In der eigenen Spielhälfte, weit entfernt vom Dresdner Tor erkämpft sich Greil den Ball und läuft los. Nach einem Sprint von knapp 60 Metern zieht er kurz vor dem Dresdner Tor ab und trifft: 2:1 (38.). Sandhausen jubelt, Dresden wackelt.

Nachspielzeit läuft. Da stolpert Dresdens Kammerknecht in der eigenen Hälfte über den Ball, David Otto reagiert blitzschnell, schnappt sich den Ball, eine elegante Finte und ab geht’s alleine Richtung Dresdner Tor. Ein Pfiff. Was jetzt? Halbzeit. Sicherlich regelgerecht, aber mit wenig Feingefühl pfeift Schiedsrichter Wolfgang Haslberger zur Halbzeit.

Viel Langeweile in Halbzeit 2

Der Treffer vor der Pause nahm Dynamo zwar die absolute Sicherheit, änderte aber nichts daran, dass die Schwarz-Gelben weiterhin deutlich mehr vom Ball hatten. Anders als im ersten Durchgang suchte die Stamm-Elf jedoch nicht mehr den riskanten Weg zum Tor, sondern spielte im Zweifelsfall den sicheren Ball nach hinten. Das sorgte in der Folge für deutlich weniger Offensivaktionen im zweiten Durchgang. Dresdens Trainer Thomas Stamm muss eine Kabinenansprache gehalten haben, die es wohl in sich hatte. Dresden steht stabil, macht aber nicht mehr als nötig. Sandhausen steht tief, lauert auf Dresdner Fehler aus denen Kontermöglichkeiten entstehen könnten. Der Strafraum scheint zur Sperrzone zu werden, das Spiel findet hauptsächlich im Mittelfeld ab.

Erst als den Kurpfälzern die Zeit etwas davonlief, ergaben sich mehr Räume, doch gefährlich wurde es nur nach einem Standard. Nach etwas Ping-Pong im SVS-Strafraum legte Bünning den Ball im Fünfmeterraum quer zu Claudio Kammerknecht, der drei Meter vor dem Tor eher über den Ball trat und Keeper Nikolai Rehnen so kurz vor der Linie noch zupacken konnte. In der 61. Minute wechseln Kleppinger und Diekmeier zum ersten Mal. Torschütze Greil geht, Dominik Baumann kommt. Die erste wirklich nennenswerte Torchance hat Dresden in der 82. Minute, Kammerknecht muss den Ball nur über die Linie drücken, verfehlt den Ball aber knapp. Auf der Uhr steht „90+1“, die Nachspielzeit läuft, da zieht Sandhausens Weik einfach mal noch ab, doch Dresdens Keeper pariert. Schluss, aus, vorbei.

Den Klassenerhalt kann Sandhausen aber selbst nicht mehr schaffen. Wenn es im Spiel der Punktgleichen zwischen Waldhof Mannheim und dem VfB Stuttgart II (Sonntag, 19:30 Uhr) einen Sieger gibt ist Sandhausen abstiegen. Drei Spieltage vor Schluss wäre der Abstieg in die Regionalliga bereits besiegelt – nur zwei Jahre nachdem Sandhausen aus der 2. Liga abgestiegen war. Besonders bitter für Sandhausen: Im November 2024 war das Team noch Tabellenführer, weniger als ein halbes Jahr später darf Sandhausen nicht vom Aufstieg in die 2. Liga träumen, sondern muss fest mit der Regionalliga planen.

3. Liga 2024-2025 | Spieltag 35
| Rudolf Harbig Stadion | 26.Apr..2025-14:00
Dynamo Dresden
S S U N S
2 : 1
Endstand
SV Sandhausen
N N N N N
Dominik Kother
6'
Niklas Hauptmann
8'
Patrick Greil
38'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
1'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
6'
Tore
Tor
8'
38'
Tor
Heimsieg

Dynamo bleibt auf Aufstiegskurs-Wehen mit Patzern

Dynamo Dresden erobert sich gegen Wehen Wiesbaden die Tabellenführung in der 3. Liga zurück. Die SGD profitiert von Patzern der Gäste. Bei der SG Dynamo Dresden gab es für den SV Wehen Wiesbaden nichts zu holen. Der Gast verlor das Spiel mit 0:2. Was viele voraussagten, trat letztlich auch ein: Dresden wurde der Favoritenrolle gerecht. Das Hinspiel hatte Wehen Wiesbaden mit 1:0 gewonnen.

Lemmer verpasst frühe Entscheidung

Von Beginn an übernahm Dynamo das Spielgeschehen und belohnte sich mit der frühen Führung nach einem Eigentor des Wiesbadeners Flotho. In der zehnten Minute lenkte Moritz Flotho den Ball zugunsten von Dynamo ins eigene Netz. Jakob Lemmer verpasste nur zwei Minuten später das 2:0. Nach einem langen Pass landete sein Heber in den Armen von SVWW-Torhüter Florian Stritzel. Mitte der Halbzeit ließ sich Dynamo etwas zurückfallen, überließ den Gästen weitgehend den Ball und lauerte auf Konter. Der Unparteiische beendete die erste Halbzeit, ohne dass weitere Tore fielen. Die Hessen hielten eigentlich gut mit, der Ballbesitz war gleichmäßig verteilt, der SVWW hatte sogar in der ersten Halbzeit mehr Torabschlüsse. Doch es fehlte dabei an der notwendigen Entschlossenheit und Genauigkeit. Und viele Flanken, auch die von Thijmen Goppel, der ohnehin die meisten Flanken der Liga schlägt, waren zu lang. Eine erreichte aber den Kopf von Fatih Kaya. Doch der 13-Tore-Mann, der seit sechs Spielen torlos ist, brachte nicht genug Druck hinter den Ball.

Nach Wiederanpfiff blieben die Sachsen das spielbestimmende Team, belohnten sich aber nicht für ihren Einsatz. Erst ein Fehler der Gäste brachte die Entscheidung. Der Treffer von Christoph Daferner ließ nach 56 Minuten die 30.267 Zuschauer neuerlich jubeln und vergrößerte den Vorsprung der SG Dynamo Dresden.  Niklas Hauptmann sprintete in einen zu kurz geratenen Rückpass auf den Wehener Torhüter und legte Daferner mustergültig auf. Der musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Das Ergebnis brachte Dynamo sicher über die Zeit.

Dynamo beißt sich in der Aufstiegszone fest. Wer die SG Dynamo Dresden besiegen will, muss vor allem ein Rezept finden, die Hintermannschaft in Bedrängnis zu bringen. Erst 31 Gegentreffer kassierte Dresden. Dynamo sammelt weiterhin fleißig Erfolge, deren Zahl sich mittlerweile auf 16 summiert. In der Bilanz kommen noch acht Unentschieden und sechs Niederlagen dazu. Fünf Spiele währt bereits die Serie, in der die SG Dynamo Dresden ungeschlagen ist. Trotz der Niederlage belegt der SV Wehen Wiesbaden weiterhin den neunten Tabellenplatz. Elf Siege, acht Remis und elf Niederlagen hat Wehen Wiesbaden derzeit auf dem Konto. Der Ertrag der vergangenen fünf Spiele ist überschaubar beim SVWW. Von 15 möglichen Zählern holte man nur vier. Der SVWW steht nach der Pleite weiter auf Platz neun und damit im Niemandsland der Drittliga-Tabelle.

Dresden tritt am Freitag, den 04.04.2025, um 19:00 Uhr, bei der Zweitvertretung von Hannover 96 an. Einen Tag später (14:00 Uhr) empfängt der SV Wehen Wiesbaden den SV Waldhof Mannheim.