Nach Ausschreitungen: Dynamo ergreift Maßnahmen

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Nach den Ausschreitungen im Spiel gegen Hertha BSC treibt Dynamo Dresden die Aufarbeitung voran. Erste Konsequenzen soll es schon am Samstag gegen den VfL Bochum geben. Alle Gremien des Vereins positionierten sich eindeutig und vertreten gemeinsam die sechs Rigoros-Reaktionen auf die Gewaltexzesse.

Gegen alle Personen, die beim Platzsturm beteiligt waren und identifiziert werden, wird es strikte Stadionverbotsverfahren geben. „Für uns gibt es hierbei keinerlei Diskussionspotenzial“, sagt SGD-Geschäftsführer Stephan Zimmermann. Im Rahmen einer verabredeten Hooligan-Schlägerei zwischen Nürnberg- und Dynamo-Chaoten am Samstagabend in Thüringen wurde eine große Anzahl von Personendaten erfasst. Für alle Dresdner Fälle wird der Klub ein Hausverbot für das Rudolf-Harbig-Stadion erteilen. Der DFB ist bei Ereignissen an Drittorten für Stadionverbote zuständig.

Dynamo droht weiterhin seinen Anhängern nach den Krawallen im Zweitliga-Spiel gegen Hertha BSC mit dem Entzug der Mitgliedschaft. „Wer derartige Verfehlungen vorweist, kann nicht länger Teil unserer Sportgemeinschaft sein„, sagte Präsident Ronny Rehn. Man werde „beim Ehrenrat dafür plädieren, diesen Personen die Mitgliedschaft zu entziehen.“

Umbauten im Stadion, mehr Security

Um den Gästebereich besser zu sichern, wird der linke Sitzplatzblock im unteren Teil nicht mehr besetzt, sondern stattdessen mit einer Plane überzogen, sodass der Übertritt ins Stadioninnere nicht mehr möglich ist. Zusätzlich wird an dieser wichtigen Stelle die Zahl an Ordnern erhöht. Auch das Sicherheitskonzept für die Heimspiele der SGD inklusive der Einlasssituation im Rudolf-Harbig-Stadion wird nach den Vorkommnissen überarbeitet. So sollen bei Hochrisikospielen Mitarbeiter des Ordnungsdienstes auch vor dem Bereich des K-Blocks den Innenraum absichern. Zimmermann wird deutlich: „Die Hemmschwelle muss steigen, weil sie ehrlich gesagt bei manchem so gut wie gar nicht vorhanden scheint.

Ein Kritikpunkt nach den Hertha-Ausschreitungen war, dass zu wenig Ordner und die Polizei zu langsam vor Ort war. Bei den Aufarbeitungen kam heraus, dass durch Auseinandersetzungen hinter dem Gästeblock zu Beginn der Partie Teile des Sicherheitspersonals vom Innenraum in den Stadionumlauf versetzt wurden. Dies soll künftig so nicht mehr passieren.

Pufferbereiche im Heimbereich rund um den Gästeblock werden erweitert, der Sitzplatzbereich des Auswärtsblocks soll eingegrenzt werden. Erste Maßnahmen nach Gesprächen mit Vertretern der Verbände, Polizei, Sicherheitsträgern, Fanszene und Fanprojekt, Hertha BSC sowie dem Innenministerium und der Landeshauptstadt Dresden sollen schnellstens umgesetzt und teilweise bereits beim kommenden Heimspiel am Samstag (13 Uhr/Sky) gegen den VfL Bochum greifen. Bei Hochrisikospielen werden Polizeikräfte direkt im Stadion positioniert und Ordnungsdienstmitarbeiter sollen vor dem Bereich des K-Blocks, wo der harte Kern der Dynamo-Fans steht, den Innenraum absichern.

Durch die Sichtung von Foto- und Videomaterial konnten wir zahlreiche Erkenntnisse der Abläufe gewinnen„, sagte Zimmermann. Bei dem Spiel am 4. April waren Anhänger beider Mannschaften über Absperrzäune geklettert und hatten sich im Innenraum des Stadions unter anderem mit Feuerwerkskörpern attackiert. Polizisten schritten daraufhin ein, trennten die Lager und sicherten das Spielfeld. Auch die Vorkommnisse vor dem Spiel beim 1. FC Nürnberg, als sich mehr als 200 Anhänger von Dynamo und dem Club vor dem als Hochrisikospiel eingestuften Duell zu einer Schlägerei in einem Gewerbegebiet in der Nähe von Eisfeld verabredet hatten, sollen mit aufgearbeitet werden. Schuster erwarte für die Beteiligten von „DFB/DFL eine schnelle Entscheidung zu bundesweiten Stadionverboten.“

Aufsichtsratsboss Michael Ziegenbalg: „Wir waren schockiert darüber, derartige Szenen beobachten zu müssen. Dass erstmals seit dem Stadionneubau 2009 eine solche Eskalation passieren konnte, hat alle erschüttert. Wenn Vertrauen missbraucht und deutliche Grenzen überschritten werden, sind wir als Verein in der Verantwortung, grundsätzliche Vorgehensweisen zu ändern.“ Bei weiteren Vorfällen drohen zudem Sponsorenverluste und dauerhafte Schäden.

Eigentor und guter Konter, Dynamo erspielt 3 Punkte in Nürnberg

Auswärtssieg

Friedliches Beisammen im Hochsicherheits-Spiel

Im Stadion ist es ruhig geblieben und es ist zu keinen nennenswerten Vorkommnissen gekommen. Mehr als 200 Anhänger von Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg haben sich vor dem als Hochrisikospiel eingestuften Duell der beiden Fußball-Zweitligisten zu einer Schlägerei verabredet. Als die Polizei in der Nacht an einem Gewerbegebiet in der Nähe von Eisfeld im Süden Thüringens rund 130 Kilometer von Nürnberg eintraf, habe die Auseinandersetzung schon angefangen, hieß es von den Beamten. Die rivalisierenden Lager seien getrennt worden.

Dynamo Dresden hat in Nürnberg einen Auswärtssieg gefeiert und damit wichtige Punkte im Abstiegskampf eingefahren. Während die Hausherren einen Platz im gesicherten Mittelfeld belegten, steckten die Gäste noch im tiefen Abstiegskampf. Nach zwei Niederlagen für die Sachsen galt es, wieder in die Spur zu finden. Trotz einiger Ausfälle gelingt der Stamm-Elf ein Auswärtssieg beim 1. FC Nürnberg. Dynamo hatte allerdings Glück, dass der Schiedsrichter beim Stand von 0:0 eine Notbremse von Julian Pauli ungeahndet ließ.

Nach dem 1:1-Remis gegen Eintracht Braunschweig beließ FCN-Coach Miroslav Klose die Startelf unangetastet und schickte zum dritten Mal in Serie die gleiche Formation auf den Platz. Auch Nzingoula, der in der Vorwoche getroffen hatte, stand wieder in der Startelf. Auf der Gegenseite war Dynamo-Trainer Thomas Stamm nach der 0:1-Niederlage gegen Hertha BSC zu Wechseln gezwungen, denn sowohl Amoako als auch Wagner fehlten gelbgesperrt, Hauptmann und Keller angeschlagen. Dafür begannen Herrmann, Boeder, Menzel und Müller.

Dynamo begann forsch und erspielte sich in der Anfangsphase ein Übergewicht. Erstmals richtig gefährlich wurde es in der 18. Minute als SGD-Verteidiger Friedrich Müller aus per Kopf aus kurzer Distanz scheiterte. Kurz darauf kam auch der Club zu seiner ersten Großchance. Aus guter Position setzte Julian Justvan eine Direktabnahme über das Dresdner Tor (23.). Zum Ende der ersten Hälfte hatte Dynamo zweimal Glück. Erst sah Julian Pauli für eine Notbremse gegen Mohamed Zoma nicht eimal Gelb (36.) und auch den letzten Abschluss des ersten Durchgangs hatte Zoma zu verantworten, der sich an Boeder vorbeidrehte, die Kugel jedoch nicht richtig traf (45.+2)

Eigentor und Konter bringen den Sieg

Nach Wiederanpfiff riss der Club wieder früh den Ballbesitz an sich – und einer machte dem neutralen Zuschauer Spaß: Zoma bestach immer wieder mit seiner Dynamik und Tempo. Seine Vorlage konnte Markhiev nicht im Tor unterbringen (52.). Kurz darauf klingelte es dennoch auf der anderen Seite: Vermeij suchte in der Mitte Bobzien, doch Koudossou drückte den Ball bei der Klärungsaktion über die eigene Linie (56.). Nürnberg übernahm danach die Spielkontrolle und schnürte Dynamo zeitweise hinten ein. Die Clubberer wurden aber nur noch einmal richtig gefährlich. In der 64. Minute vergab Piet Scobel eine Großchance per Kopf. Für die SGD ergaben sich Räume und Möglichkeiten. Eine davon nutzte Ben Bobzien, der nach einem Konter unhaltbar zum 2:0-Endstand (83.) einschoss.

Bis zum Ende versuchten es die Franken nochmal, doch am Ergebnis änderte sich nichts. So feierte Dresden enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf. Beide Teams sind am kommenden Samstag wieder gefordert: Nürnberg ist auf der Alm in Bielefeld zu Gast, Dresden empfängt Bochum (13 Uhr).

SGD-Cheftrainer Thomas Stamm: „Wir sind sehr froh darüber, dass wir uns in einem sehr ausgeglichenen Spiel belohnen konnten. Nürnberg hatte ihre Szenen, die wir überleben mussten und in denen wir gut nachverteidigen mussten. Die Jungs, die in den letzten Wochen etwas hintendran waren, konnten sich heute beweisen und haben sich mit diesem Sieg belohnt.“

Miroslav Klose mit seinem Fazit:  „Die Mannschaft hat heute nicht gezeigt, was in ihr steckt, was sie eigentlich kann. Es war so ein ähnliches Spiel wie zuhause gegen Düsseldorf, in dem wenig ging und viele falsche Entscheidungen getroffen wurden. Dann kannst du nicht gefährlich werden.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 29
| Max-Morlock-Stadion | 11.Apr..2026-13:00
1. FC Nürnberg
N N S S U
0 : 2
Endstand
Dynamo Dresden
S U S N N
Henri Koudossou
55'
Ben Bobzien
83'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
2'
Tore
55'
Eigentor
83'
Tor

Platzsturm, Ausschreitungen, Hertha siegt in Dresden

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Überschattet von Ausschreitungen hat Dynamo Dresden das Zweitliga-Topspiel gegen Hertha BSC am Samstagabend mit 0:1 (0:0) verloren. Spielerisch zeigten beide Teams lange magere Kost und lieferten kaum nennenswerte Chancen. Im zweiten Durchgang flog dann erst Brekalo vom Platz, ehe Dynamo vom Punkt die Führung liegen ließ und schließlich sogar den entscheidenden Gegentreffer kassierte.

Pyro schon zu Beginn und Abbruch

Schon in den ersten Minuten hatten beide Fanlager großflächig Pyrotechnik gezündet. Aus dem Berliner Gästeblock war dichter blau-weißer Rauch aufgestiegen, während Dresdner Anhänger hinter dem Ultrablock außerhalb des Stadions ein Feuerwerk abbrannten. Aufgrund der eingeschränkten Sicht stellte Schiedsrichter Sven Jablonski die Begegnung nach drei Minuten erstmals vorübergehend ein.  Knapp 18 Minuten lang war es ein intensives Spiel, in dem Hertha ein wenig die Oberhand hatte, es ingesamt aber weit mehr hitzige Duelle als Torchancen gab. Fußballerisch war sie kein Leckerbissen, abseits des Balles aber höchst problematisch. In der Anfangsphase gab es immer wieder Pyro- und Böller-Geknalle und eine kurze Unterbrechung, doch so schlimm diese Situation auch war, in der 19. Minute wurde es noch viel schlimmer.

Zuschauer stürmen das Feld

Zunächst war im Hertha-Block ein lauter Knall zu hören, anschließend sprangen sowohl Dresdner als auch Berliner Anhänger über die Zäune. Mehrere Dynamo-Fans liefen quer über das Spielfeld in Richtung des Gästeblocks. Jablonski unterbrach das Spiel sofort und schickte beide Mannschaften in die Kabinen. Polizisten versuchten, die auf den Platz gelangten Dresdner Anhänger zurück in ihren Block zu drängen. Insgesamt mehr als 100 Beamte stellten sich in zwei Reihen in der Dynamo-Hälfte auf, mit Blick auf den Ultrablock. Die Stimmung im Rudolf-Harbig-Stadion war zu diesem Zeitpunkt stark aufgeheizt. Der gelbgesperrte Dresdner Kapitän Stefan Kutschke versuchte unterdessen, zu vermitteln und auf die Ränge einzuwirken. Nach rund 20 Minuten zogen die Einsatzkräfte vom Rasen ab. Der Stadionsprecher kündigte an, dass die Partie fortgesetzt werde, was dann auch geschah.

Herthas Geschäftsführer Peter Görlich sagte in der Halbzeitpause bei Sky, ein solcher Fahnenklau sei aus Sicht des Klubs der Auslöser dafür gewesen, dass Berliner Anhänger den Innenraum hätten stürmen wollen. Ob es sich dabei um eine zentrale Zaunfahne der Hertha-Ultras handelte, blieb jedoch weiterhin unklar. Im Dresdner Block war während der Unterbrechung jedoch zu sehen, wie eine Hertha-Fahne verbrannt wurde. Gesänge wie „Haha, wo ist eure Fahne hin…“ bestätigten dies offenbar. In der Ultra-Kultur gilt das Erbeuten gegnerischer Fahnen als schwerwiegende Provokation und führt häufig zu weiterer Eskalation.

Nach der halbstündigen Unterbrechung betraten beide Teams wieder das Feld, arbeiteten sich in den verbleibenden 25 Minuten jedoch hauptsächlich aneinander ab, ohne wirklich gefährlich zu werden. Mit dem zweiten Schuss von Reese hatte Schreiber erneut keine Probleme (25.), beim Zuspiel von Alexander Rossipal stand der gut positionierte Ben Bobzien knapp im Abseits und traf zudem den Ball nicht, sodass es zur Pause beim 0:0 blieb.

Großchancen für beide Teams, Brekalo sieht Rot

Fernab dieser Thematik ging es in der zweiten Halbzeit sportlich um sehr viel. Dresden brauchte im Abstiegskampf jeden Punkt und Hertha benötigte unbedingt einen Sieg, um im Aufstiegskampf der 2. Liga eine gewichtigere Rolle spielen zu können. Die größte Chance auf die Führung hatte schließlich Dynamo in der 62. Minute, als Kofi Amoako den Ball perfekt auf Ben Bobzien flankte, der aber knapp am Tor vorbeischoss.

Unmittelbar danach vergab Dawid Kownacki die größte Hertha-Gelegenheit, als er aus der Drehung zu hektisch abschloss (63.). Nach den schlimmen Fan-Szenen der ersten Halbzeit gab es kurz danach eine ganz schlimme sportliche Szene: Josip Brekalo trat Robert Wagner mit der der Sohle voll aufs Schienbein und sah völlig zu Recht die Rote Karte (66.). Der für Berlin so wichtige Sieg war nun ganz weit weg und Dresden eröffnete sich die Möglichkeit, Big Points im Keller zu holen. Nach einer Ecke ging der Ball an den zu hohen Arm von Paul Seguin. Den fälligen Strafstoß nahm sich Vincent Vermeij, der mit seinem halbhohen Schuss jedoch an Tjark Ernst scheiterte (78.).

Zehn Minuten vor Ende sorgte ein Hertha-Vorstoß für das spielentscheidende Tor: Eine Flanke von Reese fand Marten Winkler, dessen Kopfball fälschte Alexander Rossipal mit dem Hinterkopf unglücklich ab. Die daraus resultierende Bogenlampe landete unhaltbar für Tim Schreiber zum 0:1 im Netz. In Überzahl versuchte Dresden bis zum Schluss noch einmal alles, kam jedoch nicht mehr zu zwingenden Chancen und musste sich mit 0:1 geschlagen geben.

Dresdens Trainer Thomas Stamm haderte: „Auch den Elfmeter ausgenommen, müssen wir das auch so für uns entscheiden.“ Der Grund dafür sei die fehlende Effizienz gewesen, so Stamm. Herthas Stefan Leitl freute sich über das glücklichere Ende seiner Mannschaft nach einer „klaren Roten Karte“ und dem Elfmeter: „Trotzdem kommen die Jungs dann zurück und belohnen sich über einen großen Einsatz und große Disziplin.“ Und so baute das Team von Leitl seine starke Form auf 13 Punkte aus den vergangenen fünf Spielen aus, der Rückstand auf die Plätze zwei und drei beträgt vor den Sonntagsspielen nur noch vier Zähler. Mit einem Sieg am nächsten Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern (13 Uhr) will Hertha noch mehr Druck auf die Top drei machen. Dresden muss gleichzeitig beim 1. FC Nürnberg punkten, sonst droht die Rückkehr auf die Abstiegsplätze.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 28
| Heinz-Steyer-Stadion | 04.Apr..2026-20:30
Dynamo Dresden
U S U S N
0 : 1
Endstand
Hertha BSC
N S S U S
Alexander Rossipal
80'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
3'
Tore
80'
Eigentor

 

Das Dynamo-Land trauert um Vereinslegende Hans-Jürgen Kreische

Stadion

DDR-Ikone Hansi Kreische (78) verstorben

Hans-Jürgen Kreische

Der Fußball-Osten trauert um einen seiner größten Stars: Hans-Jürgen Kreische ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Der Ex-Nationalspieler gehörte zu den besten Kickern des Ostens, war neben Dixie Dörner (†70) wohl der bekannteste Profi, den Dynamo Dresden jemals hervorgebracht hat. Dynamo bestätigte den Tod von Kreische am Mittwochmittag. Dynamos Präsident Ronny Rehn sagt: „Auch wenn ich nicht mehr das Glück hatte, ‚Hansi‘ Kreische selbst auf dem Rasen erleben zu dürfen, so waren die Geschichten um die von ihm geschlagenen Schlachten legendär. Mit großem Interesse lauschte ich seinen Anekdoten, die immer für einen Schmunzler zu haben waren. Die Sportgemeinschaft ist Dir auf ewig zu größter Dankbarkeit verpflichtet, Hansi! Ruhe in Frieden!

Vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC am Samstagabend wird es eine Gedenkminute zu Ehren von Hans-Jürgen Kreische geben. Die Mannschaft wird in der Partie zudem mit Trauerflor auflaufen.

Kreische wurde fünfmal DDR-Meister

Die Karriere von Kreische war unfassbar: Fünfmal wurde er mit Dynamo Dresden DDR-Meister, viermal Torschützenkönig der DDR-Oberliga. Er besiegte bei der WM 1974 mit der DDR die Bundesrepublik, war Olympia-Dritter 1972. Und beendete seine Karriere – typisch Kreische – mit einem Paukenschlag. 1977 lief er sich im Topspiel gegen Magdeburg eine gefühlte Ewigkeit warm, die Fans forderten lautstark seine Einwechslung. Aber Meistertrainer Walter Fritzsch brachte Kreische nicht. Eine Demütigung, die das Verhältnis der beiden endgültig zu dem machte, was es danach blieb: keins! Der Star knallte seinem Trainer wutentbrannt die Fußballschuhe vor die Füße – und zog sie nie wieder an. Aus und vorbei! Danach machte er sein Trainer-Diplom, arbeitete für Dynamo im Nachwuchsbereich. Und rückte nach der Wende sogar zu den Profis auf. Allerdings unter schwierigen Umständen.

Legendär: Als er 1995 Dynamo nach dem Bundesliga-Zwangsabstieg übernahm, war die Truppe ein Trümmerhaufen. Trotzdem sollte er die No-Name-Kicker sofort wieder raus aus der Regionalliga führen. Kreische gab sein Bestes – aber es reichte nicht ansatzweise. Der Kader gab es nicht her. Was ihn genervt zur inzwischen legendären Aussage bewegte: „Ich kann aus Scheiße keine Bonbons machen!“ Geradlinigkeit, Impulsivität, eine klare, ungeschminkte Meinung. Das zeichnete den Mann mit dem eingebauten Torinstinkt auf dem Rasen aus – und auch neben dem Platz. Das zeichnete ihn später auch als Scout aus, als er für den Hamburger SV und auch RB Leipzig arbeitete. Ab 2020 war er Übergangskoordinator im Nachwuchsbereich von Dynamo.

Kreische war mit Dynamo Dresden in den 70er Jahren fünf Mal DDR-Meister und einmal Pokalsieger geworden. Zudem stand der Angreifer 50 Mal im Trikot der DDR-Nationalmannschaft auf dem Platz. Bei der einzigen WM-Teilnahme der DDR absolvierte er drei der sechs Spiele. 1973 wurde er zum Fußballer des Jahres gekürt. Kreisches Weggefährte und Ehrenspielführer Ralf Minge würdigte den Menschen Kreische: „Hansi war ohne Zweifel einer der größten Sportler seiner Zeit. Als junge Kerle haben wir zu ihm aufgeblickt, wie zu kaum jemand anderem. Wenn er den Platz betrat, waren magische Momente nicht weit. Auch nach seiner aktiven Zeit hat er sich in den Dienst der Sportgemeinschaft gestellt, als Cheftrainer, Scout und Unterstützer des Nachwuchses.“

Kreisches Karriereende mit 30 Jahren

Kreische war Mittelfeldstratege und Stürmer in einem, Torschützenkönig und Spielmacher zugleich, seine Mitspieler nannten ihn einen „echten Straßenfußballer“. Für Dynamo Dresden war er in den „goldenen Siebzigern“ der prägende Spieler, einer, der das Spiel las wie ein Schachbrett. Und das alles, obwohl Kreische seine Karriere als Fußballer mit 30 Jahren beendete.

Der am 19. Juli 1947 geborene Kreische schloss sich bereits mit zehn Jahren der SG Dynamo Dresden an und kam mit 17 gegen den SC Leipzig zu seinem ersten Einsatz in der Männermannschaft. Dabei erzielte er gleich sein erstes Tor. Mit 21 wurde Kreische bereits zur Nationalmannschaft berufen. In der Saison 1970/71 schoss er Dynamo Dresden mit seinen 17 Toren zum Double. Die Torjägerkanone sicherte sich Kreische 1971, 1972, 1973 und 1976. Mit 30 beendete er seine aktive Karriere. Seine Abschlussstatistik liest sich phänomenal: 344 Spiele, davon 37 im Europapokal, 188 Tore, 74 Vorlagen. Der Stürmer blieb auch danach Dynamo treu, sprang in der dunklen Zeit in der Oberliga 1995/96 als Cheftrainer ein. 2014 holte ihn Sportgeschäftsführer Minge zurück zum Verein.

Hamburg, 1974. Als ganz Deutschland hinsah, war Hans-Jürgen Kreische mittendrin. Das 1:0 der DDR gegen die Bundesrepublik bei der Fußball-WM elektrisierte ein geteiltes Land. Kreische stand im Volksparkstadion auf dem Rasen. Ein Symbol für den ostdeutschen Fußball, aber auch für Individualität im System. „Man spürte: Hier geht es um mehr als nur Fußball“, sagte der Dresdener Spielmacher später. „Hansi“, wie ihn seine Freunde und Teamkollegen nannten, war eine Ikone des DDR-Fußballs. BRD-Mitbesieger bei der WM 1974, Olympia-Dritter 1972 in München, 50-maliger Auswahlspieler, viermaliger Torschützenkönig der DDR-Oberliga.

Auch international hinterließ Kreische Spuren: Vor allem das WM-Spiel 1974 gegen den großen Nachbarn sorgte für einige Anekdoten wie die sogenannte „Whisky-Affäre“. „Wir flogen nach dem 1:0 gegen die BRD von Hamburg nach Düsseldorf. Neben mir saß ein Herr, mit dem ich ins Gespräch kam. Er fragte mich, wer Weltmeister werden würde. Ich tippte auf die BRD, worauf mein Nachbar mir fünf Flaschen Whisky versprach, falls dies eintreffen würde“, sagte Kreische.

Eine Mischung aus Verbissenheit und Charme

Er gewann die Wette und wurde ein paar Wochen später auf die Dynamo-Geschäftsstelle zitiert, wo mehrere Stasi-Mitarbeiter warteten. „Sie forderten eine Erklärung für den Whisky, der angekommen war. Ich wusste ja nicht, dass der Herr im Flugzeug der damalige BRD-Finanzminister Hans Apel war.“ Diese Episode kostete ihn die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1976 in Montreal und damit auch die Goldmedaille, die die DDR dort holte, mutmaßte Kreische später mit Blick auf seine Nichtnominierung. Erst mehr als 30 Jahre später trafen sich Apel und Kreische mit ihren Ehefrauen in Fuhlsbüttel wieder, dort befindet sich der Hamburger Flughafen.

Kreische betrieb auch schon eine eigene Fußballschule in seinem Heimatort Weißig bei Dresden.

Patzer in Paderborn, Dynamo gibt Führung aus der Hand

Niederlage

Dynamo‘ Mega Serie reißt in Paderborn

Nach zuletzt zwei Siegen und zwei Unentschieden in Folge hat die SG Dynamo Dresden am Samstag beim SC Paderborn eine Niederlage kassiert. Und das, obwohl die Stamm-Truppe lange die Oberhand hatte. Trotz eines frühen Führungstors hat die SG Dynamo Dresden eine schmerzhafte 1:2-(1:0)-Niederlage beim SC Paderborn erlitten. Vor 15.000 Zuschauern in der Home-Deluxe-Arena verpasste die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm damit wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Dabei hatte alles so gut begonnen: In der ersten Hälfte war Dynamo das bessere Team. Bereits nach vier Minuten setzte Jonas Sterner nach Vorlage von Kofi Amoako den ersten Akzent, verzog aber deutlich. Die Gäste hatten viel Ballbesitz, doch erst Vincent Vermeij sorgte in der 9. Minute für echte Torgefahr, ehe Paderborns Laurin Curda im Gegenzug die große Chance zur Führung vergab. Im weiteren Verlauf gab es Großchancen auf beiden Seiten, doch die Dresdner Effektivität machte den Unterschied: Nach einer Ecke köpfte Vermeij in der 32. Minute sein siebtes Saisontor zum 1:0 für Dresden.

Steffen Tigges macht beide Tore für Paderborn

Doch in der zweiten Halbzeit verpasste die SGD es trotz zahlreicher guter Gelegenheiten, den zweiten Treffer nachzulegen, und wurde dafür prompt bestraft. Doch zunächst traf Dynamo noch die Latte, nachdem sich der quirlige Ben Justus Bobzien im Eins-gegen-eins wunderbar durchgesetzt hatte (54.). Die nächste Riesenchance zur vermeintlichen Vorentscheidung vergab Christoph Daferner in der 63. Minute, als er völlig frei vor dem Tor stand – ein Moment, der sich rächen sollte. Nach reichlich einer Stunde segelt eine Flanke aus dem Halbfeld in den Dynamo-Strafraum, Schreiber eilt aus seinem Tor und kommt zu spät. Steffen Tigges köpft zum 1:1 ein.

In der Schlussphase drängte Paderborn immer stärker. Zunächst vergab Stefano Marino die hundertprozentige Chance (79.) Dann die 85. Minute: Nach einem Eckball bildet sich ein Pulk von Spielern am kurzen Pfosten. Schreiber versucht, an den Ball zu kommen, was erneut misslingt. Wieder ist Tigges zur Stelle, der nach einem Eckball mit dem Hinterkopf zum entscheidenden 2:1 einköpfte. Damit hat Paderborn hat das Spiel gedreht!. Dynamo warf in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne, doch Friedrich Müllers Kopfball nach einem Freistoß von Sterner landete in den Armen von Keeper Seimen (90.+4).

Das Fazit

Das Abfallen in der zweiten Halbzeit – wie schon so oft in dieser Saison – blieb dem Trainer der SGD aber auch nicht verborgen. „Der Unterschied zwischen erster und zweiter Halbzeit ist zu extrem bei uns. Wir haben in der Kabine gerade einige Dinge deutlich angesprochen“, erklärt er. Welche das genau sind, will er nicht verraten. Dabei schien das Problem spätestens nach der 6:0-Torgala vorige Woche gegen Preußen Münster überwunden zu sein. In Paderborn kehrte es nun zurück. „Wir sollten den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken“, sagt Schreiber zum Schluss, der beide gegentreffer auf seine Kappe nimmt. Trotz der Niederlage bleibt Dynamo in der Länderspielpause auf dem zwölften Platz. Allerdings hat es die Mannschaft verpasst, sich von den Abstiegsrängen abzusetzen. So bleibt es verdammt eng.

Thomas Stamm, Trainer Dynamo Dresden: Glückwunsch zum Sieg! Ich hab ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Sind wir heute effizienter, haben wir zur 60. Minute einen klaren Vorsprung auf unserer Seite. Wir hatten extrem gute Umschaltmomente, sind aber bei den Abschlüssen im letzten Drittel nicht so gut. Wir hatten drei richtig gute Dinger, die wir leider nicht machen. Wir haben es nicht geschafft, gegen einen sehr guten Gegner das 1:0 zu verteidigen.

Ralf Kettemann, Trainer SC Paderborn: Das waren ein bisschen unterschiedliche Halbzeiten, auch wenn ich die erste Halbzeit nicht komplett schlecht fand. Aber damit waren wir nicht zufrieden. Ich hatte den Eindruck, dass uns die Überzeugung fehlt. Wir hatten absolut Glück, Dresden konnte hier das 2:0 machen. Unsere Mannschaft hat ausgestrahlt, dass wir heute gewinnen wollen. Gegen eine sehr starke Mannschaft, die einen sehr guten Moment hat. Ich bin sehr happy, dass wir heute gewonnen haben.

 

 

Dynamo schreibt Geschichte mit 6-Tore Sieg gegen Münster

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Was für ein Nachmittag für Dynamo Dresden

Der Aufschwung von Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga hat seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.  Mit einer sensationellen Sechs-Tore-Gala hat Dynamo Dresden im Kampf um den Klassenerhalt ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Vor 31.010 Zuschauern feierte die Mannschaft von Chefcoach Thomas Stamm gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Preußen Münster am Sonntag einen furiosen 6:0-Erfolg, kletterte damit hoch bis auf Rang 12. Die SG Dynamo Dresden hat den SC Preußen Münster mit 6:0 (3:0) besiegt. Gleichzeitig stellte die SGD mit dem höchsten Zweitliga-Sieg der Vereinsgeschichte einen neuen Rekord auf. Zuvor hatte ein 5:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart am 15. Oktober 2016 als Bestwert gegolten.Ben Bobzien (14., 18.), Niklas Hauptmann (31., 57.), Vincent Vermeij (59.) und Jason Ceka (74.) trafen für die Gastgeber.

Von Beginn an übernahm die SG Dynamo Dresden das Kommando und setzte die Gäste unter Druck. In der 14. Minute gelang Ben Justus Bobzien nach Zuspiel von Niklas Hauptmann der Führungstreffer. Bobzien ließ Jano ter Horst mit einer Tempoverschärfung stehen und traf durch die Beine von Johannes Schenk zum 1:0. Nur vier Minuten später erhöhte Bobzien auf 2:0. Dresden presste hoch, Marco Meyerhöfer verlor den Ball gegen Hauptmann, der frei vor Schenk uneigennützig zum mitgelaufenen Bobzien querlegte, der nur noch einschieben musste. Der SC Preußen Münster fand überhaupt nicht ins Spiel und kassierte in der 31. Minute das 3:0, als Hauptmann nach einem langen Ball von Alexander Rossipal den herauseilenden Schenk überlupfte.

Keller rettet auf der Linie

Erst vor der Pause verzeichneten die Münsteraner eine kleine Druckphase: Beim Abschluss von Mees schlug Dynamo’s Verteidiger Keller den Ball von der Linie (41.). Fast wäre Ben Bobzien auch noch sein drittes Tor gelungen, doch ausgerechnet als Vermeij ihn frei anspielen konnte, rutschte er aus. Die 31.010 Zuschauer beim Familienspieltag bekamen jede Menge Unterhaltung geboten.

Dynamo schraubt am Ergebnis

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielverlauf. Dresden blieb überlegen und erhöhte in der 57. Minute auf 4:0. Vincent Vermeij behauptete sich stark gegen Paul Jaeckel und legte für Hauptmann auf, der cool blieb und aus 14 Metern ins rechte untere Eck traf. Nur zwei Minuten später nutzte Vermeij einen katastrophalen Fehlpass von Schenk und umkurvte den Keeper, bevor er zum 5:0 einschob. Die völlig überforderten Münsteraner hatten auch in der Folge nichts entgegenzusetzen. In der 74. Minute setzte Jason Ceka mit einem sehenswerten Distanzschuss in den linken oberen Winkel den Schlusspunkt zum 6:0-Endstand.

Durch den Sieg klettert Dresden aus dem Tabellenkeller auf Platz 12, während Münster auf den Relegationsplatz 16 abrutscht.

SCP-Trainer Alexander Ende (46): „Fällt natürlich schwer nach so einem Spiel dann vielleicht die richtigen Worte zu finden – gibt es die richtigen Worte? Was mir ganz, ganz wichtig ist: Dass mir schon bewusst ist, dass hier echt viele Fans einen Weg nach Dresden auf sich genommen haben, heute Nacht sich in den Zug gesetzt haben und viele, viele Stunden investieren“, erklärte der 46-Jährige. „Sorry für so ein Spiel, wo die Jungs, die uns die ganze Saison supportet haben, definitiv mehr verdient gehabt hätten, deutlich mehr verdient gehabt hätten.“

Dynamos Coach Thomas Stamm (43): „Zwei sehr stabile Halbzeiten gesehen. Für mich entscheidend, dass du zweimal relativ in kurzer Zeit nach dem ersten Tor nachlegen kannst. Dann haben wir einen Gegner – was auch uns, wenn uns das betrifft, ein Stück weit den Stecker ziehen kann. Dann wird es zweimal ein Doppelschlag, was dir hilft, Ruhe ins Spiel zu bekommen. Sehr griffig gewesen über die kompletten 90 Minuten heute.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 26
| Rudolf Harbig Stadion | 15.März.2026-13:30
Dynamo Dresden
U N U S U
6 : 0
Endstand
Preußen Münster
U U N S N
Ben Bobzien
14'
Ben Bobzien
18'
Niklas Hauptmann
31'
Niklas Hauptmann
57'
Vincent Vermeij
59'
Jason Ceka
75'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
6'
Tore
Tor
14'
Tor
18'
57'
Tor
75'

 

 

 

 

2 Elfmeter, 6 Tore – Karlsruhe und Dynamo trennen sich 3:3

Unentschieden

Was für ein irres Fußballspiel!

Das 3:3 von Dynamo Dresden beim Karlsruher SC war Spektakel pur. Und sorgt für viel Gesprächsstoff darüber, ob es ein gewonnener oder zwei verlorene Punkte für die SGD waren. Argumente gibt es für beide Varianten. Die Tatsache, dass die Dresdner eine astreine erste Halbzeit hinlegten und verdient mit 3:1 führten, spricht für einen vergebenen Sieg. Das Team von Thomas Stamm war da wacher, direkter, ballsicherer. Belohnte sich dafür mit einem tollen Hauptmann-Doppelpack und Bobziens Tor-Premiere. Schon das Vorrundenduell endete 3:3.

In der ersten Hälfte hatten die Badener von Trainer Christian Eichner vor 33.180 Zuschauern im ausverkauften Stadion enttäuscht. Dank zweier Tore von Niklas Hauptmann hatte Dynamo zuvor schon wie der Sieger ausgesehen. Ersatztorhüter Himmelmann kam nach 63 Spielen auf der Bank wegen der Gelbsperre von Stammkeeper Hans Christian Bernat erstmals für den KSC zum Einsatz und musste schon in Hälfte eins drei Gegentore hinnehmen. Die KSC-Fans präsentierten eine große Choreo, den Spruch: „Wer nicht aufpasst, wird zur Beute“ und einen – Dynamo-Schal. Postwendend „erbeutete“ Dresden in der 3. Minute das 1:0: Niklas Hauptmann zog von halblinks ab – die Kugel rutschte Keeper Himmelmann unter dem Körper durch. In der ersten Viertelstunde machten die Schwarz-Gelben die Musik, ließen Ball und Gegner laufen.

Elfmeter KSC und wieder Dynamo

Von den Gastgebern war zunächst nicht viel zu sehen. Doch eine Ecke führte dann gleich zu einem Elfmeter, nach einem Foul von Schreiber an Kobald. Den Strafstoß verwandelte Wanitzek, einer der besten Scorer der 2. Liga (22.). Dynamo schüttelte sich kurz und ging dann wieder in die Offensive. Und eine Flanke von Ceka spitzelte Bobzien dann auch zum 2:1 ins Netz (29.). Die Mannschaft von Thomas Stamm spielte auch danach groß auf. Und erhöhte noch vor der Pause: Hauptmann lief schnell durch das Mittelfeld, nach einem anspruchsvollen Doppelpass-Lupfer von Mittelstürmer Vermeij lief der Ex-Kölner durch und spitzelte den Ball ins linke Eck (43.).

Karlsruhe wacht auf

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte die SGD zunächst noch alles im Griff. Doch im Laufe der Halbzeit brachte KSC-Trainer Eichner neues Personal, und seine Elf drängte Dynamo immer mehr in deren Hälfte. Der Aufsteiger bekam nur noch wenig Entlastung hin. Youngster Loyey Ben Farhat machte es mit dem sehenswerten Anschluss zum 2:3 wieder spannend (68.), ehe es turbulenter wurde. Zwei Minuten später flog ein Kopfball von Simic an den rechten Dynamo-Innenpfosten. Jetzt auch wieder Dresden, Sterner kam mit seinem freien Abschluss von rechts aber nicht an Himmelmann vorbei (74.). Der Routinier ersetzte den gelbsperrten Stammtorhüter Bernat. Zum Ende schienen die Schwarz-Gelben den Sieg über die Zeit retten zu können.

Und wieder Farhat, er jubelte in der Nachspielzeit nur kurz über das vermeintliche Siegtor, das wegen Abseits nicht zählte. Doch dann foulte Rossipal direkt auf der Strafraumlinie Egloff. Der zunächst gegebene Freistoß wurde nach Videosichtung einkassiert. Den fälligen Elfmeter verwandelte erneut KSC-Topscorer Wanitzek, in der 4. Minute der Nachspielzeit. Fast hätte Dynamo Dresden sogar noch mit ganz leeren Händen dagestanden, denn Ben Farhat ließ das Wildparkstadion mit dem vermeintlichen 4:3 förmlich explodieren. Zum Glück für die Gäste stand er bei seinem Treffer knapp im Abseits. Insofern ist der Zähler dann doch auch irgendwie gerechtfertigt.

So bleibt der Aufsteiger als einziges Team der 2. Liga in diesem Jahr auswärts ungeschlagen, hat jetzt schon so viele Punkte geholt, wie in der kompletten Hinrunde. Ceka: „Im Abstiegskampf ist jeder Punkt wichtig.“ Kommenden Sonntag im Kellerduell gegen Münster dürfen es dann aber gern wieder drei Punktesein…

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 25
| BBBank Wildpark | 08.März.2026-13:30
Karlsruher SC
N U N S S
3 : 3
Endstand
Dynamo Dresden
U U N U S
Marvin Wanitzek
23'
Louey Ben Farhat
68'
Marvin Wanitzek
90'+4'
Niklas Hauptmann
3'
Ben Bobzien
28'
Niklas Hauptmann
44'
Tore
Elfmetertor
23'
28'
Tor
Ben Bobzien (Vorlage von: Jason Ceka)
44'
Tor
68'
Elfmetertor
90'
+4
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
7'

Befreiungsschlag von Dynamo gegen Darmstadts Lilien

News-4

Erst zweimal in dieser Spielzeit gewann Dynamo daheim

Gegen das Spitzenteam aus Darmstadt lief es nach Wunsch. Dynamo Dresden hat ein weiteres Ausrufezeichen in der 2. Bundesliga gesetzt und dem SV Darmstadt 98 den Sprung an die Tabellenspitze verwehrt. Die Sachsen gewannen gegen den Tabellenzweiten 3:1 (2:0) und verließen vorübergehend die Abstiegsplätze. Vincent Vermeij (45., 45.+1) hatte die Sachsen mit einem Doppelpack unmittelbar vor der Pause in Führung geschossen.

40 Minuten lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe, das eher wenige Chancen bereithielt. Die Zuschauer sahen zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Dresden erwischte den besseren Start, dann kamen die Gäste auf. In der 7. Minute haderten die Darmstädter nach einem Zupfer an Lidberg mit der Gelben Karte für Keller. Sie hätten da gerne Rot gesehen, weil der Torjäger freie Bahn gehabt hätte.  SGD-Torwart Schreiber war ab und an gefordert. Bei einem Abschluss von Niklas Schmidt reagierte der gebürtige Sachse stark (20.). Auch Hiroki Akiyama (39.) fand in Dynamo-Torhüter Tim Schreiber seinen Meister. Auf der Gegenseite hatte Robert Wagner (28./34.) mit seinen Versuchen kein Glück. Der völlig berechtigte Platzverweis für Pfeiffer – nach eigenem Ballverlust vor dem Strafraum hatte er als letzter Mann Ben Bobzien zu Fall gebracht – veränderte alles. Die Konfusion in der Gäste-Abwehr nutzten die Dresdner in Person von Vermeij, der per Kopf und Direktabnahme traf  (45., 45.+1) , mit einem Doppelpack unmittelbar vor der Pause.

Blitz-Gelb-Rot und noch zwei Tore

Nach der Pause sah dann Lemmer nach zwei Fouls in kurzer Zeit Blitz-Gelb-Rot (54.). Dennoch kontrollierten die Gastgeber danach das Geschehen und ließen kaum etwas zu.  Da Dynamo die numerische Überlegenheit aber schnell wieder hergab, bekam Darmstadt die Chance, zurück ins Spiel zu finden. Der Druck der Gäste nahm zu, die Fehlerquote der Sachsen auch. Schreiber (68.) musste sein Team vor einem Eigentor von Julian Pauli bewahren. Erst danach fingen sich die Dresdner wieder und versuchten ihr Glück mit Kontern. Daferner staubte dann zum 3:0 ab (81.). In der Nachspielzeit verkürzte Furukawa (90+2). Dynamo fügte Darmstadt die erste Niederlage nach 13 ungeschlagenen Auftritten zu. Das Team von Thomas Stamm sammelte im Jahr 2026 zwölf Punkte in sieben Partien. Wichtige Zähler auf dem Weg zum erhofften Klassenerhalt. Die Gastgeber verbesserten sich vorerst von Rang 17 auf 13

Nach dem Sieg von Dynamo Dresden ist Gegner Darmstadt 98 extrem sauer auf Referee Erbst. Coach Kohfeldt macht seinem Ärger Luft. SGd-Trainer Stamm zeigt großes Verständnis.

Thomas Stamm (Trainer Dynamo Dresden): „Ich bin heute unheimlich stolz auf die Truppe. Wir wussten, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft wie Darmstadt über die Schmerzgrenze gehen müssen. Vincent Vermeij hat vorne genau die Kaltschnäuzigkeit gezeigt, die uns zuletzt manchmal gefehlt hat. Die Rote Karte gegen Darmstadt hat uns natürlich in die Karten gespielt, aber auch nach unserem eigenen Platzverweis haben wir die Ordnung behalten und den Sieg verdient nach Hause gebracht.“

Florian Kohfeldt (Lilien-Coach): „Glückwunsch an Dynamo, sie haben heute mit Herz und Leidenschaft gespielt. Für uns ist das Ergebnis extrem bitter, weil wir durch die Rote Karte früh den Plan anpassen mussten. Wenn du kurz vor der Pause diesen Doppelschlag kassierst, wird es im Dresden-Stadion natürlich eine Mammutaufgabe. Die Jungs haben in Unterzahl Moral bewiesen, aber heute hat uns die letzte Präzision gefehlt, um nach dem Anschluss noch einmal wirklich zurückzukommen.“

Vincent Vermeij (Doppeltorschütze zum 1:0 & 2:0): „Das war ein unglaublicher Abend. Bei den beiden Toren stand ich einfach dort, wo ein Stürmer stehen muss, aber die Vorarbeit von Ben und Niklas war überragend. Wir haben heute als Einheit funktioniert. Nach der Gelb-Roten Karte gegen uns mussten wir noch mal richtig beißen, aber die Fans haben uns getragen. Dieser Dreier im Abstiegskampf gibt uns enorm viel Selbstvertrauen für die kommenden Wochen.“

Niklas Hauptmann (Vorlagengeber): „Man hat von der ersten Minute an gespürt, dass wir heute etwas holen können. Wir haben Darmstadt kaum Raum zur Entfaltung gelassen. Es war wichtig, dass wir nach dem 3:0 durch Christoph ruhig geblieben sind und uns nicht haben hektisch machen lassen. Wir belohnen uns heute endlich mal für eine richtig gute Leistung gegen einen Top-Gegner.“

Yosuke Furukawa (Torschütze zum 3:1): „Natürlich freue ich mich über mein Tor, aber am Ende zählt das Ergebnis, und das passt heute leider gar nicht. Wir wollten unsere Serie ausbauen, aber Dresden hat uns heute den Schneid abgekauft. Die Niederlage schmerzt sehr, aber wir dürfen jetzt nicht den Kopf hängen lassen. Wir stehen immer noch gut da und müssen nächste Woche eine Reaktion zeigen.“

Marcel Schuhen: „Es ist schwer zu akzeptieren, weil wir uns viel vorgenommen hatten. Die Unterzahl über so lange Zeit hat uns viel Kraft geraubt. Dresden war heute griffiger in den Zweikämpfen und hat die Fehler, die wir gemacht haben, eiskalt bestraft. Wir müssen das jetzt sachlich analysieren. 13 Spiele ohne Niederlage waren eine starke Serie, jetzt müssen wir eben eine neue starten.“

Dynamo reist am kommenden Sonntag nach Karlsruhe und hofft wieder auf Punkte, Darmstadt spielt zu Hause gegen Kiel.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 24
| Rudolf Harbig Stadion | 27.Feb..2026-18:30
Dynamo Dresden
S U U N U
3 : 1
Endstand
SV Darmstadt 98
S U S U S
Vincent Vermeij
45'
Vincent Vermeij
45'+2'
Christoph Daferner
81'
Yosuke Furukawa
90'
Tore
Tor
45'
45'
+2
90'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
2'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'

Nullnummer in Hannover, Dynamo entführt Punkt im müden Spiel

News-6

Immerhin kein Gegentor: Dynamo Dresden hat sich beim Zweitliga-Spitzenteam Hannover 96 gut behauptet und einen Punkt gesichert. Am Ende stand ein torloses Remis zu Buche. Bei der Nullnummer gegen Hannover 96 ragt ein Spieler von Dynamo Dresden heraus, der in dieser Saison schon in der Kritik stand. Tim Schreiber heute mit der Bestnote und rettet Dynamo den Punktgewinn. Da Hannovers Aufstiegskonkurrenten Schalke, Darmstadt und Elversberg bereits am Sonnabend gewannen und Paderborn am Sonntag Hertha BSC 5:2 wegfegte, hat 96 gegen Dresden an Boden auf die anderen Spitzenteams verloren. Dynamo selbst bleibt an vorletztter Position in der Tabelle.

Die Partie gegen Dynamo Dresden wird in den Geschichtsbüchern von Hannover 96 wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen. Genau wie das Ergebnis. Das 0:0 zwischen den Niedersachsen und den Gästen aus Sachsen dürfte nur die abstiegsbedrohten Dresdner erfreuen – und bei den Hannoveranern vor allem Frust ob der enttäuschenden Leistung erzeugen.

Müder Kick bei Dauerregen

Hannover startete mit vier Ligasiegen in Folge im Rücken in die Partie. Doch in der ersten Hälfte wurde das Team von Titz kaum gefährlich. Nach verhaltener Anfangsviertelstunde, in der sich beide Teams erst einmal beschnupperten, hatte zunächst lange Daisuke Yokota die einzige Tor-Chance für 96 (16.). Erst kurz vorm Pausenpfiff ergaben sich für Tomiak (39.), Noel Aseko Nkili (42.) und Elias Saad (43.) weitere Möglichkeiten. Genutzt wurde aber keine. Dynamo stand ebenbürtig tapfer dagegen. Es dauerte 43 Minuten, bis sich die erste, zumindest erwähnenswerte Torszene in dieser Partie abzeichnete. Nach einem Ballverlust der Dresdner am eigenen Strafraum kam Hannovers Angreifer Elias Saad aus zehn Metern Torentfernung an den Ball, sein Schuss wurde aber von einem Dresdner zur Ecke abgefälscht.  Ohne echte Torchancen ging es nach einer bis dahin eher unansehnlichen Partie in die Kabinen.

Hannover stärker, Dynamo hält dagegen

Die rund 40.000 Zuschauer, darunter 4.500 Fans aus Sachsen, benötigten viel Leidenskraft, um die Darbietung auf dem sehr nassen Rasen ertragen zu können. Nach dem Pausentee erhöhte Hannover den Druck. Es fehlte aber weiter das Glück im Abschluss.  Zumindest nach einer Stunde erhöhte das Titz-Team das Tempo und versuchte Torgefahr zu entwickeln. Winterzugang Elias Saad scheiterte am gut aufgelegten Dresdner Schlussmann Tim Schreiber (63.). Der Keeper reagierte auch gegen den frei vor ihm auftauchenden Boris Tomiak glänzend (71.).  Nur fünf Minuten später knallte der 96-Verteidiger dann nach unabsichtlichem Luft-Bodycheck von Noll vor dem eigenen Tor zu Boden und blieb minutenlang mit starken Schmerzen liegen. Tomiak musste vom Platz getragen werden. Nach Abpfiff gab es die niederschmetternde Diagnose: Ausgekugelter Ellenbogen.

Die Hannoveraner waren energetischer und darum bemüht, einen Treffer zu erzielen, Dynamo zog sich dagegen immer weiter zurück und verteidigte vor allem ihr Tor. Kurz vor Spielschluss dann doch noch die große Chance auf das Siegtor für 96: Stefan Thordarson kam frei vorm Dresden-Gehäuse zum Kopfball. Aber wieder war Schreiber zur Stelle und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen noch über die Latte (90.+4). Ansonsten hatte der Dresdener Torhüter an diesem Nachmittag überraschend wenig zu tun. So blieb es beim torlosen Remis.

Thomas Stamm, Trainer Dynamo Dresden: Ich hoffe, dass es bei Tomiak nicht ganz so schlimm ist. Gute Besserung von der Seite. Wir sind die ersten 30 Minuten gut dringewesen, haben Hannover zu einigen Fehlern oder zumindest langen Bällen zwingen können. Hatten nicht die glasklaren Chancen, aber ein, zwei Momente, in denen wir am Ende zu unsauber sind. Gegeneinen sehr starken Gegner haben wir eine gute erste Halbzeit hingekriegt. In der zweiten Halbzeit hatten wir nicht ganz so die Kontrolle reinbekommen. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit der Art und Weise, wir waren gerade in der zweiten Halbzeit im Vergleich zur letzten Woche mutiger in der Ballbesitzphase. Wir wissen, wo wir gespielt haben und wie wichtig der Punkt sein kann.

Christian Titz, Trainer Hannover 96: Wir hatten uns schwergetan, in den ersten 30 Minuten ins Spiel reinzufinden, weil wir Vermeij als Zielspieler da noch nicht gut verteidigt haben. Wir haben es bis auf Minute vier, als es eine Chance für Dynamo Dresden gab, konsequent verteidigt. Wir wussten, es wird wahrscheinlich über die Zeit gehen. Nach der Halbzeitpause hatten wir den Gegner vermehrt hinten reingedrängt und drei hochkarätige Chancen herausgespielt. Dresden hat sehr engmaschig und gut verteidigt. Das ist nicht nur Elfmeter, sondern auch ein Platzverweis, denn dann kriegst du die zweite gelbe Karte. Trotzdem hatten wir genug andere Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden. Das ist uns nicht gelungen.

Alexander Rossipal, Dynamo-Außenverteidiger: Wir haben ihre Serie durchbrochen. Es war das erwartet schwere Spiel, aber ich glaube, wir haben es gut gemacht, hatten viele Umschaltsituationen, wo wir auch gute Abschlüsse hatten. Klar haben sie uns nach der Halbzeit schon auch reingedrückt, aber bis auf ein, zwei sehr gute Taten von Tim haben wir relativ wenig zugelassen.

Tim Schreiber, Dynamo-Torwart: Es ist auf jeden Fall wichtig, jetzt mal wieder ein Spiel zu Null zu haben. Schade, dass es am Ende nicht gereicht hat, um irgendwie noch mal ein Tor zu schießen. Aber ich denke, darauf können wir wieder aufbauen, defensiv standen wir gut. Wir schauen dann, wie wir es nächste Woche gestalten. Ich denke, die defensive Stabilität ist erst mal das Wichtigste.

Thomas Keller, Dynamo-Innenverteidiger: Ich glaube, wir haben gefightet bis zum Schluss. Es war klar, dass Hannover, nach dem 0:0 zur Halbzeit, versuchen wird, in der zweiten Halbzeit mehr Druck zu machen. Wir haben es gut ausgehalten, gut wegverteidigt. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung heute. Es war ein sehr schwieriges Auswärtsspiel hier, wir haben es gut gemacht. Offensiv gab es natürlich ein paar Situationen, die wir besser ausspielen können, gerade im Umschaltverhalten. Aber alles in allem ist jeder Punkt wichtig für uns. Deswegen bin ich mit der Leistung heute zufrieden.

Hannover in Bielefeld, Dresden gegen Darmstadt

Hannover ist am Samstagmittag bei Arminia Bielefeld zu Gast (13 Uhr). Dresden empfängt am Freitagabend den SV Darmstadt (18.30 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 23
| Heinz von Heiden Arena | 22.Feb..2026-13:30
Hannover 96
N S S S S
0 : 0
Endstand
Dynamo Dresden
S S U U N
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
8'