Dynamo zieht souverän in die zweite Pokalrunde ein

DFB-Pokal

Erste Runde des DFB-Pokals souverän gelöst

Dynamo Dresden hat durch ein 6:0 bei Westfalia Rhynern die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Der Zweitligist feierte dabei den höchsten Pokalsieg seiner Vereinsgeschichte. Sechs Tore, viel Ballbesitz und kaum Gegenwehr: Dresden lässt beim Underdog Rhynern von Beginn keine Zweifel aufkommen und entscheidet früh die Pokalpartie in der ersten Runde.

Beim völlig überforderten westfälischen Regionalliga-Neuling Westfalia Rhynern, der aus seinem kleinen Sportpark in Hamm in das rund 35 Kilometer Luftlinie entfernte Preußenstadion in Münster umgezogen war, war Dynamo eine Nummer zu groß und gnadenlos. Für den Viertligisten Rhynern dagegen war es die erste DFB-Pokal-Teilnahme überhaupt – und zugleich eine sportliche Lehrstunde. Rhynern, dessen Trainer Marco Stiepermann als Spieler von Borussia Dortmund 2011 deutscher Meister unter Jürgen Klopp geworden war, hatte den hoch seriös auftretenden Dresdnern und deren zunehmender Spielfreude nichts entgegenzusetzen. Dynamo übertraf trotz gemäßigterer Gangart in der zweiten Halbzeit seinen bisherigen Rekordsieg aus der Saison 1991/1992 – ein 5:0 gegen den Suhler SV.

Spielerisch leicht und effizient

Dynamo-Trainer Thomas Stamm zeigte bereits mit der Aufstellung, dass er den Viertliga-Aufsteiger sehr ernst nimmt. Es spielte die Formation, die in dieser Saison die Zweitliga-Partien bestritt und vor einer Woche gegen Darmstadt 98 den ersten Saisonsieg geholt hatte. Bis auf den mit muskulären Problemen in der Wade ausfallenden Christoph Daferner war auch die Wechselbank wie immer besetzt.

Und Dynamo zeigte von der ersten Minute an, dass man sich auf keinerlei Risiko einlassen wollte. Das hohe Pressing bekam dem Underdog, der eigentlich mutig und eklig auftreten wollte, überhaupt nicht. Als dann Sterner bereits nach acht Minuten ungehindert nach der zweiten Ecke einköpfen konnte, war der Widerstand – sofern vorhanden – gebrochen. Es dauerte gerade mal acht Minuten, da lag nach einer Ecke von rechts der Ball zum ersten Mal im Tor. Jonas Sterner setzte sich per Kopf gegen zwei Spieler durch. Und es ging weiter nur in eine Richtung. Dynamo spielte dabei zeitweise richtig schön anzuschauenden Fußball. Kapitän Niklas Hauptmann erhöhte in der 17. Minute mit einem trockenen Flachschuss ins rechte Eck auf 2:0.

Nach einer halben Stunde lief Ben Bobzien links zur Grundlinie, seine butterweiche Eingabe köpfte Vincent Vermeij aus fünf Metern ins linke Eck. Und Bobzien belohnte sich vier Minuten später selbst, als er diesmal den Ball von Hauptmann bekam und ins rechte Eck zum 4:0 vollendete. Einen starken Angriff veredelten die Gäste noch: Kaan Inanoglu schloss nach einer tollen Ballstafette über die linke Seite aus Nahdistanz ab. Die SGD kombinierte sich bis zur Pause zu den Toren zwei bis fünf, wobei sich auch Neuzugang Inanoglu erstmals im Dynamo-Trikot feiern lassen durfte. Von Rhynern kam bis zum Pausenpfiff nichts, weil die Dresdner sehr konzentriert alle Angriffsbemühungen schon im Keim erstickten.

Dynamo nimmt Tempo raus

Dynamo nahm in Halbzeit zwei das Tempo etwas heraus, lief aber nie Gefahr, überrascht zu werden. Den ersten, völlig ungefährlichen Schuss auf das Tor von Tim Schreiber gaben die Gastgeber in der 47. Minute ab. Den ersten Eckball verzeichnete der Oberliga-Meister in der 50. Minute.  Nach dem Seitenwechsel markierte Robert Wagner (54.) mit seinem ersten Tor in einem Pokalspiel den sechsten Treffer in einer einseitigen Partie. Zwar nahmen die Gäste anschließend etwas Tempo aus dem Spiel, behielten aber mit viel Ruhe weiterhin die Kontrolle. Die Rhynerner Mannschaft mit Ex-Bundesligaprofi Marco Stiepermann auf der Trainerbank hatte im gesamten Spiel nur ganz Ballbesitz und konnten sich keine echte Torchance erspielen.

Wie gehts weiter?

Kommenden Samstag geht es für Dynamo in der 2. Bundesliga weiter. Dann gastiert die SGD beim Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim. Die waren im DFB-Pokal böse ausgerutscht, kassierten bei Nord-Regionalligist SSV Jeddeloh II eine 2:5-Packung.

Die Auslosung zur 2. Runde des DFB-Pokal’s ist am 5. September.

| Preußenstadion | 23.Aug..2026-15:30
Westfalia Rhynern
0 : 6
Endstand
Dynamo Dresden
S N S N S
Jonas Sterner
8'
Niklas Hauptmann
17'
Vincent Vermeij
30'
Ben Bobzien
34'
Kaan Inanoglu
39'
Robert Wagner
54'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
4'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
1'
Tore
8'
17'
30'
Tor
34'
Tor
39'
54'
Tor

 

 

DFB-Pokal Auslosung-Dynamo gegen Westfalia Rhynern

DFB-Pokal

Die Auslosung ist durch!

Am Samstagabend wurde die erste Runde der neuen DFB-Pokalsaison ausgelost. Schiedsrichter Deniz Aytekin, der seine Karriere nach der abgelaufenen Saison beendet hatte, zog die Lose im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Mit dabei: Der amtierende Pokalsieger FC Bayern muss gegen Zweitliga-Aufsteiger Osnabrück ran. Der BVB trifft auf Hamburg-Klub HEBC Hamburg. Und das traditionell aufgeladene Nachbarschafts-Duell zwischen Mannheim und Kaiserslautern sorgt für Zündstoff.

Die erste Runde wird hauptsächlich vom 21. bis zum 24. August ausgetragen. Die Erstrundenpartien der Bayern und des BVB finden allerdings am 1. und 2. September statt, da die beiden Mannschaften am 22. August noch den Franz-Beckenbauer-Supercup in Dortmund ausspielen. Der nächste Pokalsieger wird im Finale am 29. Mai 2027 im Berliner Olympiastadion gekrönt.

Alle 32 Spiele auf einen Blick

SC St. Tönis – Eintracht Frankfurt

Erzgebirge Aue – TSG 1899 Hoffenheim

Eintracht Braunschweig – Union Berlin

Eintracht Trier – RB Leipzig

HEBC Hamburg – Borussia Dortmund

TSV Schott Mainz – Borussia Mönchengladbach

Fortuna Düsseldorf – SC Freiburg

Rot-Weiss Essen – FC St. Pauli

SG Sonnenhof Großaspach – Arminia Bielefeld

SSV Jeddeloh II – 1. FC Heidenheim

SV Wehen Wiesbaden – Bayer 04 Leverkusen

Hallescher FC – FC Schalke 04

Energie Cottbus – FC Augsburg

VfB 1921 Krieschow – 1. FSV Mainz 05

SpVgg Greuther Fürth – VfL Bochum

SV Hemelingen – Hannover 96

SC Preußen Münster – Karlsruher SC

1. FC Saarbrücken – Hertha BSC

FC Viktoria Köln – 1. FC Nürnberg

MSV Duisburg – SV Elversberg

VfL Osnabrück – FC Bayern München

Lüneburger SK Hansa – SV Werder Bremen

SC Verl – Hamburger SV

Hansa Rostock – VfB Stuttgart

Carl Zeiss Jena – SV Darmstadt 98

Bahlinger SC – 1. FC Magdeburg

TSV 1860 München – Holstein Kiel

SV Waldhof Mannheim – 1. FC Kaiserslautern

SV Westfalia Rhynern – Dynamo Dresden

1. FC Phönix Lübeck – SC Paderborn

VSG Altglienicke – VfL Wolfsburg

Würzburger Kickers – 1. FC Köln