News-11

Dresden will Hoti zurück, Magdeburg abwartend

Noch wird offenbar über die Ablösesumme gestritten

Das Dauer-Gezerre um Andi Hoti, der gerne nach Dresden zurückkehren will, aber (noch) nicht darf, sorg weiterhin für Zündstoff. Die Frage ist: Kommt er erst nach dem Ost-Klassiker oder kommt er gar nicht?

Der Zwischenstand: Andi Hoti, in der Rückrunde der vergangenen Saison von Dynamo aus Magdeburg ausgeliehen, möchte nach Dresden zurückkehren. Beim 1. FCM wurde er aussortiert, nachdem er seinen Wechselwunsch angemeldet hatte. Dynamo soll ein Angebot für den Verteidiger in Höhe von 250.000 Euro abgegeben haben, das Magdeburg jedoch abgelehnt hat.
Warum Ja oder Nein?: Hoti würde zu einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt wechseln. Eine erneute Leihe ist nicht möglich, da sein Vertrag in Magdeburg zum Saisonende auslaufen soll. Der Abwehrspieler müsste also fest verpflichtet werden.
Wie geht es weiter?Zum 30-Mann-Kader von Dynamo gehören bereits sechs Innenverteidiger. Bevor Hoti kommt, müsste zunächst ein anderer gehen. Ein Kandidat soll Claudio Kammerknecht sein, dessen Vertrag eigentlich verlängert werden sollte. Die Wechselperiode endet am 2. Februar.

Nach dem 2:1-Sieg beim 1. FC Magdeburg am Samstagabend hat sich Dynamo Dresden klar zu einem möglichen Winter-Transfer von Andi Hoti geäußert. Den Elb-Clasico zwischen 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden erlebte Andi Hoti nur als Zuschauer. Der Verteidiger ist beim FCM bekanntlich aussortiert und will zu Dynamo wechseln. Am Rande des Spiels am Samstagabend redete Sören Gonther, Geschäftsführer Sport bei Dynamo Dresden, Klartext zur Personalie.

Wir haben ein konkretes Angebot Anfang des Monats hinterlegt, das hat man abgelehnt„, sagte er und fügte an, dass der „Ball jetzt auf Magdeburger Seite“ liege. Hoti spielt unter Sander beim FCM derzeit eine untergeordnete Rolle und kommt nur auf fünf Einsätze in der Liga. Bereits in der vergangenen Spielzeit war der 22-Jährige in der Rückrunde nach Dresden verliehen worden und schaffte mit den Sachsen den Aufstieg.

 

 

 

News-13

Dynamo gewinnt Elb-Clasico und holt zweiten Sieg in Folge

Dynamo dreht hitziges Ostduell in Magdeburg

Perfekt in die Rückrunde der 2. Bundesliga gestartet, Spiel gedreht, Derby gewonnen, Pyro-Wahnsinn mit Zwangspausen. So geht Elb-Clasico!

Dynamo Dresden hat sich am Samstagabend in einem umkämpften Ostduell mit 2:1 gegen den 1. FC Magdeburg durchgesetzt. Kofi Amoaka (34.) und Thomas Keller (45.+3) drehten vor ausverkauften Rängen die hitzige Partie. Mateusz Zukowski (29.) hatte die leicht favorisierten Magdeburger in Führung gebracht.

Schon vor Spielbeginn zünden die Magdeburger bei ihrer Choreo ein riesiges Feuerwerk, verzögern so den Anpfiff um wenige Minuten. Dynamo, aus Anlass des 75. Geburtstages der 2022 verstorbenen Vereinslegende Hans-Jürgen «Dixie» Dörner in einem schwarzen Sondertrikot auflief, begann sehr offensiv und hatte durch Jakob Lemmer (5.) die erste gute Möglichkeit. Die Gastgeber brauchten 20 Minuten, um sich auf das hohe Pressing der Gäste einzustellen. Nach einem Konter traf Zukowski (22.) den Innenpfosten, sieben Minuten später machte er es besser. Dresdens Jonas Sterner unterlief eine lange Flanke, Baris Atik bediente den Polen, der stark traf.

Jetzt kommt Dynamo – Ausgleich und Führung

Die SGD aber schlug nach einem Eckball zurück, zunächst scheiterte Amoako noch an der Latte, dann traf er. Er ist der 100. Dresdner Zweitliga-Torschütze. FCM-Keeper Reimann sieht bei beiden Gegentoren nicht gut aus. Erst springt er an einer Rossipal-Ecke vorbei. Amoako knallt die Kugel im Nachschuss ins Netz – 1:1 (34.). Dann hat Magdeburgs Pesch Pech bei seinem Pfostenschuss (36.). Mit dem Halbzeitpfiff haut Reimann Keller eine Hereingabe von Amoako vor die Füße, der nur noch einschieben muss – 1:2 (45. + 3). Der Innenverteidiger kam erst im Winter von Heidenheim, hat bereits beim 2:0 gegen Fürth getroffen.

Pyro-Unterbrechung

Aufgrund einer starken Rauchentwicklung nach dem Abbrennen von Pyrotechnik im Gästeblock kurz nach der Pause wurde das Duell neun Minuten lang unterbrochen.

Nach dem Wechsel übernahm Magdeburg die Initiative. Man kombinierte sich immer wieder bis an den Strafraum heran und versuchte sich dann mit Abschlüssen aus der zweiten Reihe. Die waren aber lange Zeit zu unsauber. Von den Gästen kam nach vorn sehr wenig, vielmehr versuchte man, den Vorsprung durch das Zurückziehen in die eigne Hälfte zu verteidigen.  Gegen wild anrennende Gastgeber hatte die vielbeinige Dynamo-Abwehr immer wieder das bessere Ende für sich. Mit einem Konter hatte Vincent Vermeij (75.) die Chance zum 3:1, doch Reimann klärte mit einer Fußabwehr. Bei einem Kopfball von Marcus Mathisen in der 9. Minute der Nachspielzeit hatten die Zuschauer den Torschrei auf den Lippen, doch Torhüter Tim Schreiber hielt den Sieg in der elfminütigen Nachspielzeit fest.

Magdeburg verpasst es auch im 10. Anlauf in der Zweitliga-Geschichte drei Spiele in Folge zu gewinnen. Dagegen feiert Dynamo Dresden den 2. Sieg in Serie, nimmt den Schwung nach dem Heimsieg gegen Fürth mit. Am kommenden Sonntag steigt aus Sicht der Dresdner der nächste Keller-Knaller im heimischen Stadion gegen Bielefeld. Magdeburg trifft bereits am Freitag im Heimspiel auf Hannover 96.

Thomas Stamm, Trainer von Dynamo Dresden: „Wir hatten eine sehr gute Startphase mit vielen guten Pressingmomenten. Wir waren dadurch sehr gut im Spiel gegen eine der aktuell spielstärksten Mannschaften. Manchmal war die Zuteilung nicht so wie gewünscht. Dann gehen wir in Rückstand und ich bin froh, dass wir durch den Standard zurückkommen. Es war eine ausgeglichene zweite Halbzeit mit mehr Ballbesitz bei Magdeburg. Durch Umschaltmomente haben wir noch zwei richtig dicke Chancen, mit denen wir den Deckel drauf machen können. Ich bin sehr stolz, wie wir heute hier aufgetreten sind nach einer nicht einfachen Vorrunde.“

Petrik Sander, Trainer des 1. FC Madegburg: „Wir sind nicht so ins Spiel gekommen, wie wir das wollten. Dynamo ist gut angelaufen, aggressiv angelaufen, wir sind dadurch nicht in die Räume gekommen, um unser Spiel zu entwickeln. Wir haben Pech mit dem Pfostenball. Die Führung müssen wir besser verwalten und ausspielen. Die Konzentration darf man bei den Standards nicht verlieren, das haben wir heute getan. Wir waren nicht hundertprozentig bei der Sache. Wir waren in der zweiten Halbzeit besser im Spiel, es war dann Abnutzungskampf. Beide sind an ihre Grenzen gegangen, man hat gesehen, dass das Spiel Spuren hinterlässt. Wir werden das aufarbeiten und trotzdem nicht mit hängenden Köpfen rumlaufen.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 19
| Avnet Arena | 24.Jan..2026-20:30
1. FC Magdeburg
N S U S S
1 : 2
Endstand
Dynamo Dresden
S N N N S
Mateusz Zukowski
29'
Kofi Amoako
34'
Thomas Keller
45'+3'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
5'
Tore
Tor
29'
45'
+3
Tor

 

 

Heimsieg

Dynamo feiert Kantersieg gegen Greuther Fürth

Pünktlich zum Spiel beim 1. FC Magdeburg hat Dynamo Dresden das Tabellenende der 2. Bundesliga verlassen. Die SGD holt im Kellerduell gegen Greuther Fürth drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga und spielt erstmals zu Null. Neuzugang Thomas Keller hatte die SGD in Front gebracht (35.), Jakob Lemmer kurz nach der Pause schon zum Endstand getroffen (49.). Erstmals in dieser Saison der 2. Fußball-Bundesliga gelang dem Aufsteiger, ohne Gegentor zu bleiben. Dadurch verdrängten die Sachsen die Franken auf den letzten Tabellenplatz, sind nun Vorletzter. Defensiv zeigten sich die Hausherren deutlich verbessert, wobei den im Hinrundenduell noch mit 3:2 erfolgreichen „Kleeblättern“ allerdings auch nur wenig gelang.

Fürth mit etwas besserem Start

Dass es im Heimspiel des Schlusslichts gegen den Tabellenvorletzten um sehr viel geht, machten auch viele Dresdner Fans klar, die zu Tausenden geschlossen vom Hauptbahnhof zum vorab nicht ganz ausverkauften, aber dennoch mit 30.811 Zuschauern besetzten Rudolf-Harbig-Stadion liefen. Es war ein echtes Kellerduell, auch weil für die Kleeblätter Aaron Keller und bei der SGD Winter-Neuzugang Thomas Keller in der Startelf stand. Auch die anderen drei Feldspieler, die die Schwarz-Gelben kurz vorm Beginn der Vorbereitung ausliehen, feierten ihr Pflichtspieldebüt im Dresdner Trikot. Der neue Torwart Elias Bethke fehlte hingegen ebenso wie Friedrich Müller und Claudio Kammerknecht im Kader, Tim Schreiber stand im Gehäuse.

Die Gäste erwischten auf dem frisch verlegten Rasen den etwas besseren Beginn und hatten nach einem Freistoß von Julian Green durch Noel Futkeu eine erste gute Chance, doch der Ball ging knapp vorbei (7.). Dynamo tauchte in Minute 25 erstmals gefährlich vorm gegnerischen Tor auf. Nach einem weiten Freistoß von Hannover-Leihgabe Jonas Sterner bediente setzte Jakob Lemmer den mit aufgerückten neuen Abwehrchef Thomas Keller in Szene, der allerdings seinem Gegenspieler Philipp Ziereis aus kurzer Distanz an den Rücken schoss (25.). Leihgabe Nummer drei Robert Wagner sah kurz darauf eine Gelbe Karte nach taktischem Foul gegen seinen Ex-Verein aus Franken, für den er bis 2024 am Ball war.

Thomas Keller trifft zur Führung

In Minute 29 schallte erstmals lauter Torjubel durch das weite Rund. Vincent Vermeij traf, stand zuvor aber knapp im Abseits. Schiedsrichter Felix Prigan verweigerte dem Treffer korrekterweise die Anerkennung. Auf der anderen Seite war dann nach einer gespielten halben Stunde auch mal wieder Fürth im Angriff zu sehen, doch der Kopfball von Felix Klaus ging drüber. Von Dynamo hingegen kam mehr nach vorn, allerdings ging Hauptmanns Hereingabe ein wenig in den Rücken von Sturmspitze Vincent Vermeij (34.). Der Eckball danach brachte aber den ersehnten Erfolg: Alexander Rossipal fand Thomas Keller. Der platzierte Kopfball der Heidenheimer Leihgabe schlug zum 1:0 ein (35.).

Auch die Franken hatten sich viel vorgenommen, waren kämpferisch auf der Höhe, aber in ihren Mitteln zu beschränkt. Anders die Sachsen: Keller gab der Abwehr neue Sicherheit und setzte vorn den nächsten Nadelstich, als er einen Eckball, der in seinen Rücken kam, trotzdem noch gefährlich per Kopf aufs Tor brachte und Schlussmann Timo Schlieck zu einer Parade zwang (43.). Dynamos erste Halbzeit konnte sich sehen lassen, auch Dresdens Neuzugang Nummer vier, Jason Ceka, ließ sein Können im Mittelfeld aufblitzen. Die neue Defensivachse mit Keller und Wagner davor sorgte für Stabilität. Die knappe Pausenführung ging in Ordnung.

Deutlich besser 2. Hälfte

In Durchgang zwei kam die Sportgemeinschaft deutlich besser aus den Startlöchern und es dauerte nur vier Minuten, bis Jakob Lemmer mit seinem fünften Saisontor auf 2:0 stellte. Julian Pauli hatte den Ball erobert und auf den Flügelflitzer weitergeleitet, der diesmal im Zentrum durchstartete und aus 30 Metern einfach mal abzog. Sein Distanzschuss landete platziert im Eck, Schlussmann Schlieck hatte den eventuell noch leicht abgefälschten Ball wohl erst spät gesehen. Jetzt hatten die Hausherren alle Trümpfe auf ihrer Seite. Nur nicht das Schiedsrichtergespann, das ein Handspiel von Green im eigenen Strafraum etwas zweifelhaft als angelegten Arm wertete und der SGD keinen Strafstoß gab (56.).

Cheftrainer Thomas Stamm wechselte danach, brachte zunächst Christoph Daferner für Vincent Vermeih (69.) und etwas später Konrad Faber und Luca Herrmann für Jason Ceka und Niklas Hauptmann (75.). In der Schlussphase verpassten Kofi Amoako (78.), Luca Herrmann (82.) und Christoph Daferner (84.) mit guten Torchancen jeweils das 3:0. Kurz darauf wäre fast der Anschluss der Fürther gefallen, doch bei deren bester Chance des Spiels traf der eingewechselte Omar Sillah (86.) nur den linken Pfosten, der Abpraller landete genau in den Armen von Tim Schreiber. Kurz vor Schluss erhielt Torschütze Lemmer bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus, Lars Bünning kam für die Schlusssekunden.

Nach knapp fünf Minuten Nachspielzeit war Schluss. Die Dresdner Fans feierten mit der Mannschaft einen hochverdienten Erfolg und den ersten von vielen notwendigen Schritten im Kampf gegen den Abstieg. Dynamo zog Greuther Fürth mit dem zweiten Treffer den Stecker und hat drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg sicher.

Stimmen der Trainer

Thomas Stamm (Dynamo Dresden): „In der Startphase waren wir etwas behäbig. Wir haben aber schon da viel Kontrolle gehabt, auch in der Defensive. Es war gut, dass wir gleich nach der Pause das 2:0 nachlegen konnten. Hintenraus hätten wir es etwas klarer wegverteidigen müssen. Aber wir haben sehr viel dafür getan, dass heute die Null steht. Über die 90 Minuten gesehen, haben wir uns den Sieg verdient. Wir nehmen heute sehr wichtige Punkte gegen einen direkten Kontrahenten mit. Das gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Woche.“

Heiko Vogel (Greuther Fürth): „Ich bin sehr wütend. Ich muss aufpassen, dass ich die richtige Wortwahl treffe. Mir tut es sehr leid für unsere Fans. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier von tausend Fans unterstützt werden. Und dann geht man mit null Punkten heim und hat nicht das Gefühl, dass man alles so investiert hat, wie es der Abstiegskampf verlangt. Das dulde ich nicht. Deswegen habe ich eine großes Wut. Wir werden das mit der Mannschaft aufarbeiten und die Zügel anziehen. Es wird im Training ein anderer Wind wehen, als das bisher der Fall war.“

Reaktionen von Spielern

Thomas Keller (Dynamo Dresden): „Für mich als Verteidiger ist es wichtig, dass hinten die Null steht. Dass ich zusätzlich vorne einen reinmache, ist natürlich umso schöner. Ich freue mich, der Mannschaft geholfen zu haben damit. Dieser Sieg sollte uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele geben.“

Jakob Lemmer (Dynamo Dresden): „Es fühlt sich gut an. Es war wichtig, dass wir heute mit einem Sieg hier zu Hause starten und auch noch die Null gehalten haben. Natürlich freue ich mich auch über mein Tor. Ich glaube, ich hatte jetzt schon ein paar gute Distanzschüsse. Deswegen habe ich das Selbstvertrauen, einfach mal abzuziehen.“

Tim Schreiber (Dynamo Dresden): „Der Sieg ist wichtig und wir haben zu Null gespielt. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Es war ein geschlossener Auftritt – auf und neben dem Platz. Das tut gut. Wir haben uns heute belohnt. Die neuen Spieler haben sofort eingeschlagen.“

Philipp Zierreis (Greuther Fürth bei Sky): „Im Endeffekt waren wir vorn zu harmlos über das ganze Spiel, wir kriegen dann hinten so ein Eiertor rein zum 0:2. Dynamo macht dann nicht mehr viel in der zweiten Halbzeit, aber es reicht, weil sie gut stehen. Es war ein sehr, sehr bitterer Auftritt für uns heute. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir müssen mehr investieren, um Punkte zu holen.“

Dynamo bereit für den Elbclasico beim 1. FC Magdeburg!

Für Ex-FCM-Profi Jason Ceka kommt es zum Wiedersehen mit Magdeburg. Durch den Sieg hat Dresden nun 16 Punkte auf dem Konto, der FCM steht aktuell bei 20.

Testspiel

Dynamo-Generalprobe gegen Drittligist Rot-Weiss Essen

Dynamo Dresden konnte sich bei der Generalprobe für den Rückrunden-Auftakt kein Erfolgserlebnis verschaffen. Zum Abschluss des Türkei-Camps gab´s gegen Drittligist Rot-Weiss Essen nur ein 1:1.

Trainer Thomas Stamm lässt im XXL-Test (2 x 60 Minuten) die gleiche Elf starten, wie schon beim ersten Test gegen den FC Aarau. Also wieder mit allen vier Neuzugängen und Vincent Vermeij als einzige echte Spitze. Das vermeintliche A-Team legt gleich druckvoll los, hat mehrere gute Einschussmöglichkeiten. Aber Fröling findet mehrfach in RWE-Keeper Golz seinen Meister, Hauptmann ebenso. Danach verflacht das Spiel vor rund 500 Zuschauern auf dem „Never give up“-Trainingszentrum in Antalya Lara etwas. Erst in der Schlussphase der ersten 60 Minuten kommt Dresden durch Ceka und Amoako (Lattenfreistoß) einem Treffer nochmal näher.

Doch der fällt kurz vor Abpfiff auf der Gegenseite. Und mal wieder durch einen ärgerlichen Defensiv-Patzer. Innenverteidiger Pauli vertändelt den Ball, Essens Schmidt sagt danke – 0:1 (59.). Damit bleibt die SGD auch in den Camp-Tests nicht ohne Gegentreffer. So holt sich die Abwehr, die ansonsten kaum was zuließ, nicht gerade Sicherheit. Zur zweiten Halbzeit wechselt Dresden komplett durch, mit einigen interessanten Personalien. So spielt Lemmer auf Linksaußen, rechts dafür der nach einer Ellenbogenverletzung wiedergenesene Menzel. Ganz vorn jetzt die Doppelspitze Daferner/Kutschke.

Bezeichnend: Claudio Kammerknecht sitzt auch beim vermeintlichen zweiten Anzug erstmal nur auf der Bank. Der Defensivmann, der zu den Abgangs-Kandidaten zählt, darf erst in den letzten 30 Minuten ran.

Daferner mit dem Ausgleich

Immerhin gelingt nach schönem Spielzug der verdiente Ausgleich. Daferner verwertet eine Top-Flanke von Faber per Kopf zum 1:1 (77.). Sturm-Partner Kutschke dann fast sogar mit der Führung, doch sein Schuss klatscht nach Menzel-Vorlage an den rechten Pfosten (94.). Gegen Ende der Partie dann nochmal der Drittliga-Vierte am Drücker, das Remis geht letztlich in Ordnung.

Fazit: Die Abwehr-Sorgen bleiben bei Dynamo Dresden, das am Sonntag in die Heimat zurückkehrt. Auch dürfte Coach Stamm nach den zwei Testspiel-Stunden nochmal über seine Start-Elf für den Rückrunden-Auftakt kommenden Samstag (13 Uhr) gegen Greuther Fürth ins Grübeln gekommen sein…

Testspiel

Testspiel-Sieg gegen den FC Aarau endet 3:2 für Dynamo

Erster Sieg für Dynamo Dresden im Jahr 2026! Gegen den Schweizer Zweitligisten FC Aarau gewann das Zweitliga-Schlusslicht im Türkei-Camp verdient mit 3:2. Dabei kamen alle vier Neuzugänge zu ihrem Debüt in Schwarz-Gelb. Bei Dynamo gehörte Dominik Kother nicht zum Kader für dieses Testspiel. Kother wird als Abgangskandidat gehandelt. Laut „Bild“ sind zwei österreichische Erstligisten an dem Linksaußen interessiert, einer davon soll Rapid Wien sein. Sascha Risch, Tony Menzel und Jan-Hendrik Marx fehlten wie angekündigt aufgrund des Trainingsrückstandes nach ihren Verletzungen.

Die rund 150 Dynamo-Fans sahen in der ersten Halbzeit eine flotte Partie im „Never give up-Footballcenter“.

Den besseren Start erwischte der FC Aarau, der in der Challenge League auf Platz zwei überwintert. Die Schweizer pressten früh, waren in den Anfangsminuten vor allem über Standards gefährlich. Für Vize-Kapitän Niklas Hauptmann war die Partie gegen den Schweizer Zweitligisten schon nach rund 20 Minuten beendet – allerdings absprachegemäß aufgrund der Belastungssteuerung. Außerdem wollte Trainer Thomas Stamm so vielen Spielern wie möglich Wettkampfpraxis geben. „Es ging wirklich um Belastungssteuerung. Deshalb ich mir mit Stefan die erste Halbzeit geteilt. Wir versuchen so zu steuern, dass ich dann am Samstag gegen Essen 60 Minuten machen kann“, erklärte Hauptmann. „Es geht vor allem darum, sich nicht zu verletzen.“

Die besten Chancen für Dynamo gab es zunächst durch Distanzschüsse sowie einen Kopfball von Stefan Kutschke (35.). Dynamo belohnte sich quasi mit dem Halbzeitpfiff für besser werdende Leistung in der 1. Halbzeit dafür: Vincent Vermeij traf mit sattem Schuss ins linke Eck, da gab‘s nichts zu halten (45.). Vorbereitet wurde der Treffer mit einem tollen Steckpass von Ceka. Die erste Duftmarke des Technikers.

Nach dem Seitenwechsel tauschte Dynamo komplett durch. Die zweite Elf brauchte überhaupt keine Anlaufzeit, stand sofort auf dem Gaspedal. Und hatte auch mehrere Einschussmöglichkeiten. Doch dann Aarau brutal effektiv: Zwei Chancen, zwei Tore. Die SGD wirkte jetzt nicht mehr ganz so sattelfest in der Defensive und kassierte prompt zwei Gegentreffer durch Daniel Afriyie (63.) und  Berdan Senyurt (72.). Aber Dynamo ließ sich nicht unterkriegen, holte sich die Führung mit einem Doppelschlag in nur zwei Minuten zurück. Hauptakteur dabei: Luca Herrmann. Erst legte er technisch gekonnt mit der Hacke für Jakob Lemmer auf (77.), kurz darauf staubte er selber zum 3:2 ab (79.).

Dabei blieb‘s. Der FC Aarau findet darauf keine Antwort mehr und muss sich 2:3 geschlagen geben. Der Sieg für die Dresdner ging absolut in Ordnung, war gut für‘s Selbstvertrauen. Die zwei Gegentore werden dem Coach und seinen Jungs allerdings nicht geschmeckt haben. Das Fazit von Trainer Thomas Stamm: „Wir hatten uns vorgenommen, zu null zu spielen. Das haben wir nicht hinbekommen. Die beiden Gegentore sind aus dem Nichts gefallen. Insgesamt hatten wir das Spiel aber weitgehend unter Kontrolle. Wir wussten, dass der Gegner hoch anläuft, insofern war das ein guter Test. Ich bin insgesamt zufrieden, dass wir keine Verletzungen haben.

Der zweite Camp-Test steigt am Samstag gegen Drittligist Rot-Weiß Essen, dann über zweimal 60 Minuten.

 

 

 

Verpflichtung

Transfer-Dreierpack bei Dynamo und Casar geht

Jonas Sterner ist per Leihe zurück

Wie der Verein am Freitag mitteilte, kommt der 23-Jährige auf Leihbasis bis Saisonende vom Ligakonkurrenten Hannover 96 zur SGD. In der Saison 2024/25 war Sterner bereits von Holstein Kiel an die Dresdner ausgeliehen worden und hatte mit zwei Toren und acht Vorlagen in 32 Spielen in der 3. Liga zum Aufstieg beigetragen.

Thomas Keller und Robert Wagner weitere Leihspieler

Innenverteidiger Keller absolvierte für den 1. FC Heidenheim bislang zwölf Bundesliga- und 26 Zweitligaspiele. Wagner steht beim SC Freiburg unter Vertrag, der 22-Jährige kam in der Hinrunde aber für Holstein Kiel zum Einsatz. Die Leihe des Mittelfeldspielers, der bislang insgesamt 22 Mal für die deutschen U-Nationalmannschaften auflief, wurde dort aber vorzeitig beendet. Für Wagner stehen bisher 16 Spiele in der Bundesliga sowie 45 Partien im Unterhaus zu Buche.

Aljaz Casar verlässt die SGD

Die SG Dynamo Dresden und Aljaž Casar gehen getrennte Wege. Die Schwarz-Gelben und der Mittelfeldspieler einigten sich auf eine Auflösung des laufenden Vertrages. Der 25-Jährige wechselt zum MSV Duisburg.  „Aljaž ist mit dem Wunsch an uns herangetreten sich für mehr Spielpraxis nach einer Alternative umzuschauen. Dieser Bitte sind wir nachgekommen und konnten uns zur Zufriedenheit aller Beteiligten einigen. Wir wünsche Aljaž für die Zukunft alles erdenklich Gute und bedanken uns für seinen Einsatz bei der Sportgemeinschaft. Der gemeinsame Aufstieg, an dem er einen großen Anteil hatte, wird immer als gemeinsame Verbindung bestehen bleiben“, sagt Sören Gonther, Geschäftsführer Sport der SGD.

Casar wechselte im Sommer 2024 vom Halleschen FC nach Elbflorenz. Für Dynamo absolvierte der 25-Jährige insgesamt 48 Pflichtspiele in der 3. Liga, der 2. Bundesliga, dem DFB-Pokal sowie dem Sachsenpokal in denen er zwei Tore erzielte.

Spielerleihe

Elversberg verleiht Jason Ceka zu Dynamo Dresden

Nach seinem Wechsel im Sommer blieb Jason Ceka bei der SV Elversberg bislang der Durchbruch verwehrt. In der Rückrunde hofft der quirlige Offensivmann nun auf Einsätze bei Dynamo Dresden. Weil er im bislang letzten seiner vier Jahre beim 1. FC Magdeburg nur noch dreimal zum Einsatz kam, entschied sich Jason Ceka im Sommer nach 94 Pflichtspielen und 17 Toren im FCM-Trikot für einen Tapetenwechsel. Bei der SV Elversberg, die ihn mit einem Dreijahresvertrag ausstattete, sollte es für den 26-Jährigen wieder aufwärtsgehen.

Letzter Einsatz Ende Oktober

Zwar kam der Offensivspieler, der im Nachwuchs von Rot-Weiss Essen und dem FC Schalke 04 ausgebildet wurde, im Saarland tatsächlich wieder häufiger zum Zug, seine sieben Zweitliga-Einsätze absolvierte er jedoch allesamt als Joker, der meist erst in den Schlussminuten gezogen wurde: Die bislang längste Spielzeit erhielt Ceka bei der 0:2-Niederlage in Bielefeld, als ihn Trainer Vincent Wagner in der 72. Minute einwechselte.

Das Spiel auf der Alm war sogleich das bislang letzte im SVE-Dress für Ceka, in dem der abermalige Wunsch nach Veränderung reifte. Dynamo Dresden sah nach lediglich 13 Punkten aus 17 Spielen und Tabellenplatz 18 Bedarf nach einer frischen Offensivkraft und präsentierte Ceka am Montag als ersten Winter-Neuzugang. Der quirlige Deutsch-Albaner, der sowohl zentral hinter der Spitze als auch auf den beiden Flügelpositionen eingesetzt werden kann, kommt auf Leihbasis bis Saisonende an die Elbe.

Mehr Flexibilität in der vorderen Linie

„Mit ihm stellen wir uns in der vorderen Linie noch flexibler auf und können die Torgefahr in der anstehenden Rückrunde weiter erhöhen“, erklärte Stephan Zimmermann, Geschäftsführer der SGD. Ceka werde direkt zum Trainingsstart im neuen Jahr zu seinem neuen Team stoßen und somit die gesamte Wintervorbereitung mitmachen können. „Dynamo hat mir seit Beginn der Gespräche ein sehr gutes Gefühl gegeben“, berichtete Ceka und meinte: „Natürlich möchte ich nach zuletzt weniger Spielzeit wieder mehr Einfluss auf dem Platz nehmen und hoffe, dass wir gemeinsam das große Ziel Klassenerhalt realisieren können.“

Dresden geht mit vier Punkten Rückstand auf den Relegations- sowie den ersten Nichtabstiegsplatz in die Winterpause. Am 17. Januar startet die SGD gleich mit dem wichtigen Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten aus Fürth ins neue Jahr.

News-5

Sören Gonther wird neuer Geschäftsführer-Sport

Dynamo Dresden hat wie erwartet Sören Gonther als neuen Sport-Geschäftsführer präsentiert. Der 39-jährige Ex-Profi fungierte zuletzt für rund zweieinhalb Jahre als Geschäftsführer bei Regionalligist Hessen Kassel, bei dem er noch einen Vertrag bis zum Saisonende hatte. Ab 1. Januar 2026 übernimmt Sören Gonther die Position, die seit der Freistellung von Thomas Brendel im November vakant war. Die Verpflichtung von Gonther gab die SGD am Montag (22. Dezember 2025) bekannt. Bereits in der vergangenen Woche hatten verschiedene Medien, darunter die Bild-Zeitung und SPORT IM OSTEN, von der Neubesetzung des Postens durch Gonther berichtet.

Nach Angaben des Vereins entschied sich der Aufsichtsrat der Schwarz-Gelben für Gonther, der zuletzt seit 2023 als Geschäftsführer Sport & Finanzen bei Regionalligist Hessen Kassel tätig war. Aus seinen Verpflichtungen in Kassel musste Gonther nach Angaben von Dynamos Aufsichtsratschef Michael Ziegenbalg „entbunden werden“.

Ziegenbalg begründete die Entscheidung für den 39-jährigen Ex-Spieler von Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue so: „Mit Sören Gonther haben wir einen Fußballfachmann für uns gewinnen können, der sein Können sowohl als aktiver Spieler als auch in den zurückliegenden Jahren als Manager nachgewiesen hat. In Kassel hat er wesentlich zur Professionalisierung des Vereins beigetragen und unter anderem die Verzahnung zwischen Jugend- und Profibereich weiterentwickelt. Er verfügt über ein hervorragendes Netzwerk und kennt unseren Verein aus seiner Zeit als Profispieler.“

Der frühere Innenverteidiger Gonther spielte zwischen 2017 und 2019 für Dynamo und absolvierte 22 Pflichtspiele im schwarz-gelben Dress. Danach lief er bis 2022 für den sächsischen Rivalen Erzgebirge Aue auf, wo er auf 97 Einsätze kam.

Gonther: „Großes Ziel Klassenerhalt“

Gonther selbst wir so in der Mitteilung der Dresdner zitiert: „Meine Vorfreude ist groß, wieder nach Dresden zurückzukehren. Wir haben gemeinsam das große Ziel, mit Dynamo den Klassenerhalt zu realisieren und uns darüber hinaus weiter in der 2. Bundesliga zu stabilisieren. Der sportliche Bereich des Vereins mit der Nachwuchs Akademie und den Frauenteams verspricht für die Zukunft großes Entwicklungspotenzial.“ Dynamo Dresden geht nach zuletzt drei Niederlagen in Serie als Tabellenschlusslicht der 2. Liga in die kurze Winterpause. Offiziell in einer Pressekonferenz vorgestellt werden soll Gonther am 2. Januar 2026. Seinen Job als Experte eines TV-Bezahlsenders legt Gonther für den Job bei Dynamo nieder.

„Meine Vorfreude ist groß, wieder nach Dresden zurückzukehren. Ich habe die SGD in den zurückliegenden Jahren verfolgt und konnte Entwicklungen am Spielfeldrand hautnah begleiten“, sagt er. Und aus diesen Entwicklungen wird er seine Maßnahmen ableiten. Er wird auch vor unpopulären nicht zurückschrecken. „Jetzt gilt es in der Zusammenarbeit gute Entscheidungen zu treffen“, weist er auch schon daraufhin.

Gonther via Trainer

Das geht schon mit dem Trainer los. Thomas Stamm wirkt nach den letzten drei Pleiten am Stück angezählt und machte nicht immer die glücklichste Figur. Gerade Kiel warf Fragen auf. Warum wechselte er nach 74 Minuten beim Stand von 1:2 die defensiven Claudio Kammerknecht und Vinko Sapina ein statt gleich Christoph Daferner und Stefan Kutschke? Beide kamen erst zehn Minuten später. Das verwunderte. Die Spieler stehen hinter dem Coach. „Mit ihm ist alles gut“, sagte Kofi Amoako nach dem Spiel. „Zu 100 Prozent. Wir als Spieler sind jetzt gefordert“, beantwortete Christoph Daferner die Frage, ob Stamm noch der Richtige sei. „Er erreicht uns auf alle Fälle“, konnte auch Konrad Faber nichts Negatives sagen. Sicher wird Gonther mit dem Mannschaftsrat sprechen und sich sein eigenes Bild machen. Aber auch er wird sich fragen, ob ein Trainerwechsel Sinn machen würde.

Weil: So oft bringt das keinen Erfolg. Kontinuität in einer Krise kann oft gewinnbringender sein. Und Stamm hat bewiesen, dass er ein Guter ist. Nur passte das Personal qualitativ nicht – deshalb auch seine stetigen Wechsel. Stamm selbst hat noch Hoffnung, die Kurve zu bekommen. „Die Spiele sind sehr eng, die Jungs sind sehr klar. Die Energie, die ich jeden Tag spüre, gibt mir extrem viel Zuversicht, dass wir in der Rückrunde deutlich mehr Punkte einfahren können.“ Sechs müssen gleich zu Beginn her – gegen Fürth und in Magdeburg.

Sicher mit verändertem Personal. Groß eingreifen kann er in die Wintertransfers nicht mehr, dafür ist es schlichtweg zu spät. Aber er kann sie durchleuchten, für sich schauen, ob sie wirklich Verstärkungen sind, kann sie im schlimmsten Fall blockieren. Und Gonther wird schauen müssen, wer gehen muss, um den Kader nicht zu sehr aufzublähen. Da gibt es einige Kandidaten.

 

Niederlage

Dynamo auch gegen Holstein Kiel erfolglos

Dynamo Dresden überwintert als Tabellenletzter

Im Auswärtsspiel bei Holstein Kiel geht der Aufsteiger zwar in Führung, gibt die Partie aber aus der Hand. Wendepunkt ist eine Aktion des Dresdner Kapitäns. Dynamo Dresden wollte mit einem Sieg die rote Laterne der 2. Bundesliga abgeben. Doch daraus wurde nichts. Holstein Kiel hat das letzte Samstagabendspiel der 2. Bundesliga im Jahr 2025 gewonnen. Gegen Dynamo Dresden holten die „Störche“ einen 2:1-Heimsieg. Dabei lag Holstein nach nur zwölf Minuten durch zurück.

Dabei hatte alles für die Sachsen so gut begonnen. Nachdem Lemmer den ersten verheißungsvollen Angriff nach einem langen Ball hinter die Abwehrkette noch nicht im Tor untergebracht hatte (11.), schlug Dynamo beim nächsten Versuch zu. Bei der nachfolgenden Ecke wuchtete sich Vermeij in die Hereingabe und brachte sie mit dem Hinterkopf zur 1:0-Führung im Tor unter. Kurz danach hatten die Störche sogar Glück, dass die Gäste einen Patzer von Krumrey nicht ausnutzen konnten. Der Kieler Keeper hatte den Ball direkt in die Füße von Kofi Amoako gespielt, der auf Niklas Hauptmann ablegte. Der Schuss aus rund 16 Metern wurde gerade noch geblockt.

Danach agierten die Gäste aus Sachsen allerdings insgesamt zu passiv. Kiel bekam Stück für Stück Oberwasser, ohne zunächst allzu gefährlich zu werden. Erst nach einer knappen halben Stunde kam das Ausfrufezeichen – allerdings mit starker Unterstüzung der Gäste. Herrmann übersah im Mittelfeld bei der Ballannahme Skrybski. Der Holstein-Kapitän zog auf und davon, legte im Strafraum klug quer und Harres schob zum 1:1 ein.

Holstein bewegte sich nach dem Ausgleich etwas selbstbewusster auf dem Feld, zwingende Torchancen sprangen – wie auch auf der Gegenseite – aber kaum heraus. Beste Möglichkeit war eine Eckenvariante, bei der Schwab den Ball auf den an der Strafraumgrenze lauernden Skrzybski zurücklegte, der volley abzog. Der Schuss wurde jedoch geblockt (33.). Zum Ende des ersten Durchgangs gelang dem Team von Marcel Rapp zum ersten Mal in der Partie eine Druckphase. Die beste Möglichkeit auf die Führung per Kopfball ließ Harres per Kopfball jedoch liegen (45.+2). Auch wenn es lange nicht danach ausgesehen hatte, war das Remis zur Halbzeit eigentlich zu wenig für die Hausherren.

Nekic köpft zur Führung, Skrybski wichtiger Antreiber

Dennoch gelang es der KSV, den Schwung mit in die zweite Hälfte zu nehmen. Verdienter Lohn: Im Anschluss an eine Niehoff-Ecke köpfte Innenverteidiger Ivan Nekic zur 2:1-Führung ein (55.). In den Torjubel knallten Raketen aus dem Dresden-Block. Aufgrund von Rauch wurde das Spiel unterbrochen. Dresden suchte verzweifelt den Weg zurück in die Partie. Doch Offensiv fiel den Sachsen gegen gut gestaffelte Gastgeber kaum etwas ein. Kiel kontrollierte die Partie, die vor den Toren allerdings kaum noch Spannendes bot.

Krumrey wird erst zum Schluss geprüft

Erst ganz zum Schluss hatte der eingewechselte Nils Fröling (88.) noch eine gute Schusschance für Dynamo von halbrechts. Doch KSV-Torwart Jonas Krumrey war im kurzen Eck auf dem Posten. Auch Vinko Sapina (90.+2) scheiterte in der neunminütgen Nachspielzeit mit einem Flatterballa aus 22 Metern an Krumrey. Für Dynamo war es die dritte Niederlage in Serie, insgesamt gingen sechs der vergangenen acht Spiele des Aufsteigers verloren. Für Kiel bedeutete der Erfolg hingegen einen kleinen Befreiungsschlag: Die Störche beendeten ihre Negativserie von vier Ligaspielen ohne Sieg und schoben sich zumindest vorübergehend auf Rang zehn vor. Für Dynamo bedeutet die Niederlage, dass die Sachsen das Jahr 2025 auf Rang 18 beenden werden. Mit einem Sieg wäre Dresden an Fürth vorbeigezogen.

Kiel gegen Paderborn, Dresden gegen Fürth

Nach der Winterpause empfängt Holstein Kiel am Sonntagmittag (18.01.2026) den SC Paderborn (13.30 Uhr). Dresden spielt am Samstagmittag das wegweisende Kellerduell gegen den Vorletzten SpVgg Greuther Fürth (13 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 17
| Holstein Stadion | 20.Dez..2025-20:30
Holstein Kiel
N N U U U
2 : 1
Endstand
Dynamo Dresden
N S S N N
Phil Harres
29'
Ivan Nekic
51'
Vincent Vermeij
12'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
12'
Tor
Tor
29'
Tor
51'