Dynamo leiht Till Neininger aus Wolfsburg

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Neuer Fels für die Innenverteidigung

Neininger war bereits mit elf Jahren zu den Wölfen gewechselt und durchlief dort sämtliche Nachwuchsteams. Der Junioren-Nationalspieler stand auch schon im Profikader des VfL, kam bislang aber noch nicht zum Einsatz. Er führte die Wolfsburger U19 bis ins DFB-Pokalfinale, stand fünfmal im Bundesliga-Kader der Profis – und wechselt nun an die Elbe. Till Neininger kommt auf Leihbasis zu Dynamo. Und er kommt auf eine Position, an der es der SGD zuletzt mangelte.

Er ist 19 Jahre alt, 1,88 Meter groß und trägt ab sofort die Spielernummer 34. Till Neininger wechselt auf Leihbasis vom VfL Wolfsburg zur SG Dynamo Dresden. Über die Modalitäten der Leihe haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart.

Für Sportgeschäftsführer Sören Gonther schließt der Transfer eine Lücke, die zuletzt offen klaffte. „Mit Till bekommen wir einen jungen, sehr gut ausgebildeten Innenverteidiger dazu, dem wir zutrauen, bei uns die nächsten Schritte zu gehen„, sagt er. Neininger bringe körperliche Präsenz und Zweikampfstärke mit – und eine für sein Alter „sehr gut ausgeprägte Übersicht im Spielaufbau„. Mit ihm sei die Innenverteidigung für die kommende Saison komplettiert.

Das Wort ist bemerkenswert, denn genau diese Position war Dynamos größte Baustelle. Zum Trainingsauftakt standen nur zwei nominelle Innenverteidiger im Kader. Am Freitag machte die SGD Thomas Keller nach vorheriger Leihe fest, nun folgt Neininger. Zwei Zugänge in vier Tagen – die Abwehrzentrale ist besetzt.

Neiningers Weg führte über drei Städte, bevor er in Wolfsburg landete. Geboren wurde er am 3. April 2007 in München, aufgewachsen ist er zunächst in Berlin, wo er beim VfB Friedrichshain mit dem Fußball begann. Kurz nach der Einschulung zog die Familie nach Braunschweig, es folgte der BSC Acosta. Mit elf Jahren kam er zum VfL Wolfsburg – und blieb. Sämtliche Nachwuchsmannschaften der Wölfe hat er durchlaufen. Zuletzt führte er die U19 als Kapitän aufs Feld, jene Mannschaft, die in der vergangenen Spielzeit bis ins DFB-Pokalfinale der Junioren vorstieß. Fünfmal stand er im Bundesliga-Kader der Wolfsburger Profis.

Dazu kommt das Trikot mit dem Adler: Seit der U16 lief Neininger in allen Altersklassen für die deutschen Junioren-Nationalmannschaften auf – bislang 24 Einsätze. Till Neininger spricht von einem guten Gefühl. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mir von Beginn an ein gutes Gefühl gegeben„, sagt er. Er sei „maximal motiviert„, ins Training einzusteigen, die neuen Mitspieler kennenzulernen und die Vorbereitung anzugehen.

Wolfsburg-Dresden mit Tradition

2010 kam ein 20-Jähriger von den Wölfen, der dort im Meisterjahr kaum gespielt hatte: Alexander Esswein. Bei Dynamo traf er 17-mal in 31 Drittliga-Spielen, wurde Spieler des Jahres der 3. Liga und schoss die SGD in die 2. Bundesliga. Ein Jahr später war er Bundesliga-Profi in Nürnberg. Zuletzt funktionierte es mit Kofi Amoako. Der Sechser kam im Sommer 2025 aus Wolfsburg, absolvierte 33 Pflichtspiele, traf im Januar in Magdeburg erstmals im Profifußball und hatte Anteil am Klassenerhalt. Im Mai zog der Hamburger SV die Ausstiegsklausel – kolportierte Ablöse: rund zwei Millionen Euro.

Der Weg führt auch in die andere Richtung

Die Wolfsburg-Route hat in Dresden auch Verlierer produziert. 2012 lieh Dynamo einen hochveranlagten Innenverteidiger von den Wölfen aus – dieselbe Position, dieselbe Konstellation wie jetzt. Bjarne Thoelke sollte zwei Jahre bleiben. Nach einer Saison und fünf Zweitligaeinsätzen war die Leihe beendet. Auch Paul Seguin, 2017 für ein Jahr von den Wölfen ausgeliehen, blieb nicht. Und selbst der emotionalste Fall der Reihe wurde keine Erfolgsgeschichte: Marvin Stefaniak, in Dresden ausgebildet, 2017 nach Wolfsburg gewechselt, kehrte im Oktober 2020 leihweise zurück. „Ein Traum“, sagte er damals. Es blieb bei 22 Drittligaeinsätzen.

Der Weg von Wolfsburg an die Elbe ist also kein Automatismus. Er ist eine Chance – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

 

Elversberg verleiht Jason Ceka zu Dynamo Dresden

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Nach seinem Wechsel im Sommer blieb Jason Ceka bei der SV Elversberg bislang der Durchbruch verwehrt. In der Rückrunde hofft der quirlige Offensivmann nun auf Einsätze bei Dynamo Dresden. Weil er im bislang letzten seiner vier Jahre beim 1. FC Magdeburg nur noch dreimal zum Einsatz kam, entschied sich Jason Ceka im Sommer nach 94 Pflichtspielen und 17 Toren im FCM-Trikot für einen Tapetenwechsel. Bei der SV Elversberg, die ihn mit einem Dreijahresvertrag ausstattete, sollte es für den 26-Jährigen wieder aufwärtsgehen.

Letzter Einsatz Ende Oktober

Zwar kam der Offensivspieler, der im Nachwuchs von Rot-Weiss Essen und dem FC Schalke 04 ausgebildet wurde, im Saarland tatsächlich wieder häufiger zum Zug, seine sieben Zweitliga-Einsätze absolvierte er jedoch allesamt als Joker, der meist erst in den Schlussminuten gezogen wurde: Die bislang längste Spielzeit erhielt Ceka bei der 0:2-Niederlage in Bielefeld, als ihn Trainer Vincent Wagner in der 72. Minute einwechselte.

Das Spiel auf der Alm war sogleich das bislang letzte im SVE-Dress für Ceka, in dem der abermalige Wunsch nach Veränderung reifte. Dynamo Dresden sah nach lediglich 13 Punkten aus 17 Spielen und Tabellenplatz 18 Bedarf nach einer frischen Offensivkraft und präsentierte Ceka am Montag als ersten Winter-Neuzugang. Der quirlige Deutsch-Albaner, der sowohl zentral hinter der Spitze als auch auf den beiden Flügelpositionen eingesetzt werden kann, kommt auf Leihbasis bis Saisonende an die Elbe.

Mehr Flexibilität in der vorderen Linie

„Mit ihm stellen wir uns in der vorderen Linie noch flexibler auf und können die Torgefahr in der anstehenden Rückrunde weiter erhöhen“, erklärte Stephan Zimmermann, Geschäftsführer der SGD. Ceka werde direkt zum Trainingsstart im neuen Jahr zu seinem neuen Team stoßen und somit die gesamte Wintervorbereitung mitmachen können. „Dynamo hat mir seit Beginn der Gespräche ein sehr gutes Gefühl gegeben“, berichtete Ceka und meinte: „Natürlich möchte ich nach zuletzt weniger Spielzeit wieder mehr Einfluss auf dem Platz nehmen und hoffe, dass wir gemeinsam das große Ziel Klassenerhalt realisieren können.“

Dresden geht mit vier Punkten Rückstand auf den Relegations- sowie den ersten Nichtabstiegsplatz in die Winterpause. Am 17. Januar startet die SGD gleich mit dem wichtigen Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten aus Fürth ins neue Jahr.

Leihe in Verl beendet: Oliver Batista Meier zurück bei Dynamo

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Die Leihe des offensiven Mittelfeldspielers wird vorzeitig beendet.

Mit bärenstarken Leistungen avancierte Oliver Batista Meier (22) beim SC Verl zum Shootingstar der 3. Liga, im neuen Jahr soll er bei Dynamo Dresden daran anknüpfen. Das gab die Sportgemeinschaft am Donnerstag offiziell auf ihrer Website bekannt. Ab dem 1. Januar 2024 steht der 22-Jährige den Schwarz-Gelben damit wieder zur Verfügung.

„Wir haben Oliver nach Verl verliehen, um mit Spielpraxis seine Weiterentwicklung zu fördern. Seine zuletzt gezeigten Leistungen, die erzielten Tore und Vorlagen sprechen für diese Entwicklung. Deshalb haben wir uns bewusst für die vorzeitige Rückkehr entschieden“, erklärte Sportgeschäftsführer Ralf Becker (53) im Statement des Klubs. Bereits zum Trainingsstart am 2. Januar soll er mit der Mannschaft von Coach Markus Anfang (49) in der Walter-Fritzsch-Akademie in die Wintervorbereitung gehen.

Noch am 3. Dezember trat er den Elbstädtern als Gegner gegenüber und fügte ihnen mit seinen Leih-Kollegen aus Ostwestfalen eine schmerzliche 0:1-Auswärtspleite zu. Auch wenn er sich dabei eher zurückhielt und nicht am entscheidenden Treffer beteiligt war, können die Schwarz-Gelben seine Kreativität im Aufstiegsrennen gut gebrauchen. Dass er zum Liga-Restart tatsächlich wieder das Dynamo-Trikot trägt, ist aber nicht in Stein gemeißelt. Als Drittliga-Topscorer mit 19 Torbeteiligungen (neun Treffer, zehn Vorlagen) hat der gebürtige Lauterer Begehrlichkeiten geweckt. So sollen aus der 2. Bundesliga bereits Paderborn und auch der Hamburger SV angeklopft haben. Nach Informationen sind die Hanseaten bereit, 600.000 Euro für die Dienste des Deutsch-Brasilianers auf den Tisch zu legen.

Oliver Batista Meier nimmt zweiten Anlauf bei Dynamo

Batista Meier war im Januar 2022 aus der zweiten Mannschaft des FC Bayern München für 300.000 Euro nach Sachsen gewechselt. Einst als Riesentalent gepriesen und mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber ausgezeichnet, konnte der Edeltechniker seine ins Stocken geratene Karriere in Dresden zunächst aber nicht wieder in Tritt bringen. In insgesamt 20 Pflichtspielen für die SGD gelangen ihm zwar immerhin acht Assists, sechs davon allerdings lediglich im Sachsenpokal gegen unterklassige Kontrahenten.

Nach dem Trainerwechsel von Alexander Schmidt (55) zu Guerino Capretti (41) verlor er schließlich seinen Stammplatz, den er auch nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga unter Anfang nicht zurückgewinnen konnte. Im vergangenen Winter wurde der Rechtsfuß daher für angesetzte anderthalb Jahre nach Verl verliehen, was sich nach kurzer Anlaufzeit als Glücksgriff erwies. In Ostwestfalen agierte er allerdings zumeist als Spielmacher hinter oder Teil einer Doppelspitze, die das aktuelle Dynamo-System nicht hergibt. Ob Anfang ihn trotzdem integrieren kann oder er gleich wieder gewinnbringend veräußert wird, muss sich also erst noch zeigen.