Testspiel gegen Grazer AK erfolgreich mit 5:0 Sieg

Testspiel

Dynamo weiter makellos

Vor rund 700 Zuschauern in der DANA Arena (darunter über die Hälfte Dynamo-Fans) traten die Dresdner im XXL-Test über zweimal 60 Minuten wieder mit zwei komplett verschiedenen Teams pro Halbzeit an. Bei optimalen Fußball-Wetter (24 Grad, bewölkt) hatte die SGD in der ersten Hälfte deutlich mehr vom Spiel, dazu ein klares Chancen-Plus. Nach dem überzeugenden 5:0 gegen den Grazer AK wächst die Euphorie rund um Dynamo Dresden. Im Trainingslager zeigt sich, dass die vielen Neuzugänge bereits gut integriert sind. Dynamo-Trainer Thomas Stamm zieht eine positive Zwischenbilanz des Trainingslagers in Windischgarsten: „Es ist viel Leben in der Mannschaft.“

Zur Halbzeit führte das Team von Thomas Stamm bereits 2:0. Rückkehrer Jonas Sterner zielte am Strafraum genau, die Kugel klatschte an den linken Innenpfosten und von da ins Tor (27.). „Das hat sich ganz gut angefühlt. Früher haben sie zu mir immer gesagt, nicht so viel dribbeln. Jetzt hab ich mal einen Trick gemacht und es hat geklappt“, freute sich Sterner. Und verriet auch, warum: „Ich habe im Urlaub mit meinen Kollegen relativ viel Torschuss gemacht.“ In der Nachspielzeit von Halbzeit eins staubte Youngster Niklas Remus nach einem Keller-Freistoß zum 2:0 ab (62.). Vom GAK, der schon kommendes Wochenende mit einem Pokalspiel in die neue Saison startet, kam wenig Zwingendes. Dynamos Defensive war zumeist auf der Höhe.

Nach dem Seitenwechsel konnte Graz die Partie etwas offener gestalten, doch die Tore schossen weiter die Dresdner. Erst traf Niklas Hauptmann nach toller Vorarbeit von Kaan Inanoglu (96.), Robert Wagner legte nach (109.) und Alex Rossipal netzte zum Endstand ein (119.). Auf der anderen Seite sorgten Keeper Elias Bethke und der Pfosten dafür, dass auch im vierten Test der Vorbereitung wieder bis zum Abpfiff die Null stand. Dynamo bestimmte die Partie über weite Strecken, ließ Ball und Gegner laufen und erspielte sich zahlreiche Chancen. Die Dresdner nutzten jedoch zunächst nicht alle Möglichkeiten konsequent. Erst in der Schlussphase bauten sie den Vorsprung auch ergebnistechnisch deutlich aus.

Es gibt noch Dinge, die wir in der Kommunikation untereinander besser machen können, aber genau dafür ist diese Vorbereitung da. Trotzdem glaube ich, dass man von einem gelungenen Test sprechen kann“, meinte Hauptmann nach dem Spiel. Sah auch Trainer Thomas Stamm so: „Ein paar Dinge waren gut, ein paar müssen wir perspektivisch aber noch besser machen. In der ersten Halbzeit haben wir drei richtig dicke Dinger zugelassen, die eigentlich unnötig waren. Aber was die Umsetzung anbelangt, sind wir auf einem guten Weg.“

Dynamo bleibt noch bis Donnerstag im Trainingslager in Österreich, ehe es zurück nach Dresden geht. Bis zum Saisonstart am 9. August in Nürnberg folgen jetzt noch zwei Testspiele: Kommenden Samstag übt Dynamo Dresden über zweimal 90 Minuten gegen Liga-Konkurrent Cottbus, eine Woche darauf steigt dann die Generalprobe gegen Bundesligist Union Berlin.

So spielte Dynamo

1. Halbzeit: Schreiber – Ezeh, Muhamedbegovic, Keller, Sterner – Boeder, Herrmann (ab 50. Riedel), Oehmichen – Bobzien (ab 50. Remus), Vermeij, Lemmer

2. Halbzeit: Bethke – Rossipal, Müller, Neininger, Straudi – Wagner, Hauptmann, Rapp – Inanoglu, Daferner, Fröling

Testspiel-Sieg gegen den FC Aarau endet 3:2 für Dynamo

Erster Sieg für Dynamo Dresden im Jahr 2026! Gegen den Schweizer Zweitligisten FC Aarau gewann das Zweitliga-Schlusslicht im Türkei-Camp verdient mit 3:2. Dabei kamen alle vier Neuzugänge zu ihrem Debüt in Schwarz-Gelb. Bei Dynamo gehörte Dominik Kother nicht zum Kader für dieses Testspiel. Kother wird als Abgangskandidat gehandelt. Laut „Bild“ sind zwei österreichische Erstligisten an dem Linksaußen interessiert, einer davon soll Rapid Wien sein. Sascha Risch, Tony Menzel und Jan-Hendrik Marx fehlten wie angekündigt aufgrund des Trainingsrückstandes nach ihren Verletzungen.

Die rund 150 Dynamo-Fans sahen in der ersten Halbzeit eine flotte Partie im „Never give up-Footballcenter“.

Den besseren Start erwischte der FC Aarau, der in der Challenge League auf Platz zwei überwintert. Die Schweizer pressten früh, waren in den Anfangsminuten vor allem über Standards gefährlich. Für Vize-Kapitän Niklas Hauptmann war die Partie gegen den Schweizer Zweitligisten schon nach rund 20 Minuten beendet – allerdings absprachegemäß aufgrund der Belastungssteuerung. Außerdem wollte Trainer Thomas Stamm so vielen Spielern wie möglich Wettkampfpraxis geben. „Es ging wirklich um Belastungssteuerung. Deshalb ich mir mit Stefan die erste Halbzeit geteilt. Wir versuchen so zu steuern, dass ich dann am Samstag gegen Essen 60 Minuten machen kann“, erklärte Hauptmann. „Es geht vor allem darum, sich nicht zu verletzen.“

Die besten Chancen für Dynamo gab es zunächst durch Distanzschüsse sowie einen Kopfball von Stefan Kutschke (35.). Dynamo belohnte sich quasi mit dem Halbzeitpfiff für besser werdende Leistung in der 1. Halbzeit dafür: Vincent Vermeij traf mit sattem Schuss ins linke Eck, da gab‘s nichts zu halten (45.). Vorbereitet wurde der Treffer mit einem tollen Steckpass von Ceka. Die erste Duftmarke des Technikers.

Nach dem Seitenwechsel tauschte Dynamo komplett durch. Die zweite Elf brauchte überhaupt keine Anlaufzeit, stand sofort auf dem Gaspedal. Und hatte auch mehrere Einschussmöglichkeiten. Doch dann Aarau brutal effektiv: Zwei Chancen, zwei Tore. Die SGD wirkte jetzt nicht mehr ganz so sattelfest in der Defensive und kassierte prompt zwei Gegentreffer durch Daniel Afriyie (63.) und  Berdan Senyurt (72.). Aber Dynamo ließ sich nicht unterkriegen, holte sich die Führung mit einem Doppelschlag in nur zwei Minuten zurück. Hauptakteur dabei: Luca Herrmann. Erst legte er technisch gekonnt mit der Hacke für Jakob Lemmer auf (77.), kurz darauf staubte er selber zum 3:2 ab (79.).

Dabei blieb‘s. Der FC Aarau findet darauf keine Antwort mehr und muss sich 2:3 geschlagen geben. Der Sieg für die Dresdner ging absolut in Ordnung, war gut für‘s Selbstvertrauen. Die zwei Gegentore werden dem Coach und seinen Jungs allerdings nicht geschmeckt haben. Das Fazit von Trainer Thomas Stamm: „Wir hatten uns vorgenommen, zu null zu spielen. Das haben wir nicht hinbekommen. Die beiden Gegentore sind aus dem Nichts gefallen. Insgesamt hatten wir das Spiel aber weitgehend unter Kontrolle. Wir wussten, dass der Gegner hoch anläuft, insofern war das ein guter Test. Ich bin insgesamt zufrieden, dass wir keine Verletzungen haben.

Der zweite Camp-Test steigt am Samstag gegen Drittligist Rot-Weiß Essen, dann über zweimal 60 Minuten.