Heimsieg

Dynamo erkämpft Sieg gegen Waldhof Mannheim

Dynamo Dresden triumphiert mit 2:1

… gegen den SV Waldhof Mannheim und bleibt damit weiterhin ungeschlagen im heimischen Stadion.

Dynamo Dresden schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Die Sachsen kämpften Waldhof Mannheim nieder und hatten vor allem nach dem Wechsel auch das nötige Quäntchen Glück. Der Lohn ist die vorübergehende Tabellenführung.

Dresdens Cheftrainer Thomas Stamm sah keinen Grund, die Startformation im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Bielefeld zu ändern. Schon in der 10. Minute bringt Niklas Hauptmann die Gastgeber in Führung. Christoph Daferner spielt auf der rechten Seite zu Lemmer, der den Ball scharf und flach an den kurzen Pfosten bringt. Hauptmann grätscht die Flanke spektakulär aus spitzem Winkel in die lange Ecke. Vom Innenpfosten rollt der Ball ins Tor. Mannheim hat zunächst Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, doch nach und nach kommen sie besser in die Partie.

Nach einer Ecke traf Julian Rieckmann aus neun Metern einen eigenen Spieler, den Abpraller erwischte dann zum Glück Samuel Abifade nicht voll (17.). Nach 25 Minuten befreiten sich die Dresdner wieder, konnten den vielen Ballbesitz aber nicht in klare Chancen ummünzen. Und Dynamo musste immer auf der Hut sein, hatte Glück, dass Lukas Klünter in der 41. Minute den Ball aus 14 Metern nicht richtig erwischte. Auf der Gegenseite hätte Hauptmann nach einem tollen Pass in der Nachspielzeit den Doppelpack schnüren können, scheiterte mit seinem Flachschuss aus 14 Metern aber an Keeper Jan-Christoph Bartels.

Mannheim mit Latte und Ausgleich

Die Gäste starten stark in die zweite Halbzeit. Schon in der 49. Minute das erste Achtungszeichen. Ein Knaller von Abifade aus 16 Metern landete an der Lattenunterkante. Dynamo kam in dieser Phase kaum hinten raus und kassierte fast folgerichtig in der 51. Minute den Ausgleich. Sascha Voelcke schnappte sich nach einem abgewehrten Schuss den Ball, marschierte in den Strafraum und schloss überlegt ins rechte Eck ab. Jetzt war es ein offener Schlagabtausch, ein Ritt auf der Rasierklinge.

Doch Dresden lässt sich nicht beirren. In der 65. Minute erzielt Jakob Lemmer das 2:1. Daferner setzt ihn kurz vor dem Strafraum in Szene, und Lemmer zieht mit voller Wucht aus halbrechter Position ab. Der Ball schlägt mittig im Tor an der Unterkante der Latte ein und geht von da ins Tor. Ein echtes Traumtor! Waldhof Mannheim gibt nicht auf und versucht bis zum Schluss, den Ausgleich zu erzielen. In der 79. Minute die dicke Ausgleichschance: Kennedy Okpala zog ab, Keeper Schreiber und Jonas Oehmichen klärten gemeinsam vor der Linie. Doch viel mehr ließ Dynamo nicht mehr zu und nach fünf Nachspielminuten durfte das Stadion jubeln. Auch die fünf Minuten Nachspielzeit bringen keine Veränderung mehr.

3. Liga 2024-2025 | Spieltag 18
| Rudolf Harbig Stadion | 13.Dez..2024-19:00
Dynamo Dresden
U S U S S
2 : 1
Endstand
Waldhof Mannheim
U N S N N
Niklas Hauptmann
10'
Jakob Lemmer
65'
Sascha Voelcke
51'
Tore
Tor
10'
65'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
1'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
5'

 

Heimsieg

Pokalhelden aus Bielefeld geschlagen, Dynamo nicht zu schlagen

Ein überzeugender 3:0-Heimsieg

Dynamo Dresden hat den Drittliga-Hit gegen Arminia Bielefeld nach einer vor allem in der ersten Hälfte starken Vorstellung mit 3:0 gewonnen. Die Sachsen bleiben zuhause ungeschlagen und erster Jäger von Überraschungs-Spitzenreiter Energie Cottbus.

Beide Teams suchten von Beginn an den Weg nach vorne. Und das ohne zu viele Schleifchen. Dresden stellte sich dabei besser an, besonders Jonas Oehmichen über links war nur schwer zu bremsen. Defensiv standen die Schwarz-Gelben gegen die Gäste, die in der Woche DFB-Pokal Bundesligist Freiburg 3:1 geschlagen hatten, glänzend und ließen fast nichts zu. Daran änderten auch die zeitweise 61 Prozent Ballbesitz der Arminen nichts.

Die offensiven Akzente setzte Dresden. Nach Balleroberung von Lukas Boeder flankte Jakob Lemmer von rechts flach in die Mitte, wo Dynamos Eigengewächs Oehmichen den Ball über die Linie drückte (19.). Das zweite Tor in Folge für den 20-Jährigen. Vor der Pause machten die Sachsen dann mächtig Betrieb. Das 2:0 lag in der Luft – und es fiel auch. Diesmal bediente Sascha Risch von links Angreifer Christoph Daferner, und der Mittelstürmer ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen. Nach sieben Auswärtstreffern endlich wieder ein Tor im Harbig-Stadion für den Dynamo-Rückkehrer.

Die Arminia bis dahin ohne eine einzige Chance

Nach der Halbzeit bringt Bielefeld-Trainer Michél Kniat drei frische Kräfte, doch auch das bringt nicht den gewünschten Erfolg. Fast im gleichen Moment wurde Bielefelds Top-Torjäger Julian Kania ausgewechselt – er sah gegen die Dresdner Abwehrwand keinen Stich. Das sagt eigentlich alles. In der 64. Minute macht Meißner mit dem 3:0 alles klar. Nach einem starken Solo von Oehmichen scheitert Daferner zunächst an Keeper Kersken, doch Meißner ist zur Stelle und trifft aus zehn Metern. Bielefeld hat in der zweiten Hälfte einige gute Chancen, doch die letzte Präzision fehlt. Besonders Biankadi und Corboz verpassen in der 81. Minute den Ehrentreffer, als beide am zweiten Pfosten eine perfekte Hereingabe nicht verwerten können.

Die Dresdner Fans feiern bereits auf den Rängen, während die Mannschaft das Ergebnis souverän über die Zeit bringt. Auch die Umstellung auf eine Fünferkette in der Schlussphase zeigt die defensive Stabilität der Gastgeber. Der Arminia, für viele Experten derzeit die stärkste Drittliga-Mannschaft, war spätestens mit dem dritten Gegentor der Stecker gezogen. Dynamo dagegen nach dem zweiten Sieg in Folge gegen einen Mit-Aufstiegskonkurrenten so richtig unter Strom.

Weiter geht es für die Dynamos schon am Freitag vor heimischer Kulisse gegen Waldhof Mannheim. Bei einem Sieg wäre die Tabellenführung zumindest für zwei Nächte perfekt. Spitzenreiter Cottbus erwartet am Sonntag Hansa Rostock.

Mitch Kniat, Trainer Arminia Bielefeld: Der Sieg für Dynamo geht in Ordnung, vielleicht die Höhe nicht ganz. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht ganz stattgefunden. Schade, dass wir mit 0:2 in die Pause gehen. Danach haben wir den Anschluss verpasst. Mit dem 0:3 war der Deckel drauf. Danach haben wir alles versucht, noch mal ranzukommen. Man braucht nichts schönzureden. Die Einstellung war extrem gut, aber am heutigen Tag war Dynamo eine Nummer zu groß. Dynamo war sehr gut vorbereitet. Lob an meinen Kollegen.

Thomas Stamm, Trainer Dynamo Dresden: Ich habe ein sehr reifes Spiel gesehen. In der zweiten Halbzeit gab es eine Phase, in der wir zwei, drei Chancen zu viel zulassen. Zu Beginn haben wir etwas gebraucht, mit dem 1:0 hatten wir dann ein bisschen mehr Selbstvertrauen und Klarheit dringehabt. In der zweiten Halbzeit hatten wir gute Möglichkeiten, aber da waren wir zu unsauber. Nach dem 3:0 war es sehr offen, das hätte ich mir ein bisschen klarer gewünscht. Wir freuen uns, dass wir hier zu Hause mal wieder einen Sieg einfahren konnten.

Sascha Risch, Linksverteidiger Dynamo Dresden: Es war ein schweres Spiel, ein intensives Spiel. Ich glaube, dafür haben wir es ganz gut gemacht. Es war ein sehr verdienter Sieg, auch im Ergebnis. Wir hatten sogar noch ein, zwei Chancen. Aber klar, mit einem 3:0 sind wir zufrieden. Wir versuchen, jedes Spiel so gut wie möglich zu verteidigen, wollen immer zu Null spielen. Umso wichtiger, dass es heute geklappt hat. Man braucht nicht immer drei Tore, wenn man zu Null spielt, aber natürlich ist es auch schön, wenn man 3:0 gewinnt.

Christoph Daferner, Dynamo-Topstürmer: Es ging schon darum, dass wir zu Hause wieder ein Stück weit Leichtigkeit reinkriegen, weil es oftmals bisschen zu verkrampft war. Klar haben wir zu Hause nicht verloren, aber es war nicht so, dass es in den letzten Heimspielen aus einem Guss war. Heute war es ein guter Auftritt. Die Anfangsphase haben wir ein bisschen verschlafen, da sind wir ein bisschen hinerhergerannt, aber dann sind wir immer besser reingekommen. Was heute super war, war die Körpersprache, wie wir in den Zweikämpfen da waren und uns gepusht haben.

Jonas Oehmichen, Dynamo-Torschütze: Endlich habe ich zu Hause getroffen. Das war ein Supergefühl. Da ist ein Kindheitstraum einfach in Erfüllung gegangen. Spielerisch war es heute vielleicht nicht immer das Beste, gegen einen sehr, sehr guten Gegner. Aber wir haben eben heute die Chancen genutzt. Es gibt immer wieder Phasen, wo der Gegner besser im Spiel ist – dementsprechend war es so wichtig, dass wir unsere Chancen heute genutzt und uns belohnt haben.

3. Liga 2024-2025 | Spieltag 17
| Rudolf Harbig Stadion | 08.Dez..2024-16:30
Dynamo Dresden
N U S U S
3 : 0
Endstand
Arminia Bielefeld
U S N S S
Jonas Oehmichen
19'
Christoph Daferner
41'
Robin Meißner
64'
Tore
Tor
19'
41'
64'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Heimsieg

Dynamo kann auch gewinnen und dreht Rückstand

Dynamo Dresden mit später Erlösung

der erste Sieg nach einem Monat! Dynamo Dresden hat die Negativ-Serie gestoppt und zu Hause gegen Hannover 96 II mit 2:1 (0:1) gewonnen. Mit 2:1 (0:1) setzten sich die Dresdner vor heimischer Kulisse gegen den Aufsteiger durch. Die Niedersachsen boten den zuletzt viermal sieglosen Schwarz-Gelben einen tollen Kampf, konnten aber gegen erneut spät treffende Sachsen nichts Zählbares zurück mit nach Hannover nehmen. Auf der anderen Seite hat sich Dynamo wieder auf den Relegationsplatz geschoben und den Abwärtstrend beendet.

Kapitän Niklas Hauptmann sprach nach dem Sieg von „körperlicher und mentaler Leere„, aber auch davon, dass es „unfassbar wichtig war, dass wir das Ding hier gedreht haben.“

Wallner schockt Dynamo nach Ecke

Dynamo hatte sich einiges vorgenommen, ersetzte den rotgesperrten Stefan Kutschke mit Jakob Lemmer und den wegen muskulären Problemen ausgefallenen Lars Bünning mit Aljaz Casar. Die erste Chance hatte allerdings der Aufsteiger und Außenseiter: Robin Kalem setzte sich auf der linken Dresdner Seite stark durch und spielte in die Mitte, wo Husseyn Charkoun zuerst an den Ball kam. Doch Jonas Sterner konnte so eben noch zur Ecke klären. Die SGD hatte in der Folge die Kugel fest im Griff, fand allerdings keine Lücken im Angriffsdrittel und scheiterte mit hohen Hereingaben Mal um Mal. Auch Standards brachten keine Gefahr für das Tor der 96er. Das junge Team von Trainer Daniel Stendel machte es auf der anderen Seite besser. Eine Ecke wurde von Fynn Arkenberg per Kopf leicht verlängert, Lukas Wallner kam mit dem Fuß an den Ball und netzte zur Führung (17.).

Dresden wirkte kaum geschockt, auch wenn der Unmut auf den Rängen lauter wurde. Die Elf von Thomas Stamm bemühte sich, kam aber kaum zu Chancen. Hannover hätte dagegen beinahe nach einem schlimmen Ballverlust von Lukas Boeder durch Chakroun erhöht, doch Claudio Kammerknecht konnte soeben noch retten (31. Minute). Dresden rannte an, wirkte aber zu verkrampft und kam außer durch eine starke Direktabnahme von Casar (41.), die Hayate Matsuda per Kopf rettete, zu keiner weiteren richtig zwingenden Chance. Nach einer Ecke landete der Ball eher zufällig noch einmal am Pfosten (42. Minute).

Meißner und Batista Meier drehen Spiel

Dynamo kam mit Wucht aus der Kabine und zu einer Doppelchance durch Boeder und Christoph Daferner, der an 96-Keeper Toni Stahl und dessen Torpfosten scheiterte (52. Minute). Nur vier Minuten später verpassten Daferner und Tony Menzel eine flache Hereingabe. Doch dann verflachten die Angriffsbemühungen der Schwarz-Gelben, Hannover hielt die Sachsen vom eigenen Kasten fern. Thomas Stamm reagierte und brachte mit Oliver Batista Meier und Robin Meißner zwei neue Offensivkräfte. Besonders letzterer sorgte umgehend für Gefahr: In der 76. Minute setzte sich Menzel auf rechts durch und legte zurück, Meißners Schuss konnte Stahl noch ebenso entschärfen.

Drei Minuten später war der Keeper dann aber chancenlos, als eine Flanke von Philip Heise den Kopf von Meißner fand, der zum Ausgleich traf (79.). Es begann eine wilde Schlussphase mit Chancen auf beiden Seiten, in der eine weitere Heise-Flanke die Entscheidung brachte: Diesmal fand der Außenverteidiger Batista Meier, der am kurzen Pfosten blank zum Sieg für Dynamo einköpfte.

Am Mittwoch geht es im Pokal schon weiter. Dort kommt Zweitligist Darmstadt 98 ins Harbig-Stadion (20:45 Uhr live im Ticker hier bei uns).

3. Liga 2024-2025 | Spieltag 12
| Rudolf Harbig Stadion | 26.Okt..2024-14:00
Dynamo Dresden
U N N U N
2 : 1
Endstand
Hannover 96 II
N S U S N
Robin Meißner
79'
Oliver Batista-Meier
90'+2'
Lukas Wallner
17'
Tore
17'
Tor
Tor
79'
90'
+2
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
2'
Heimsieg

Dynamo feiert ungefährdeten Sieg gegen VfB Stuttgart II

Ein früher Treffer leitet den Heimerfolg von Dynamo Dresden über die Zweitvertretung des Bundesliga-Vizemeisters ein, ein Platzverweis für die Gäste sorgt für die Entscheidung.  Nach der Derby-Niederlage in Aue feiert Dynamo Dresden einen versöhnlichen Heimsieg. Gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart – jüngst aus der Regionalliga Südwest aufgestiegen und bis zum Spiel gegen die Dresdner noch ungeschlagen – gewinnen die Schwarz-Gelben souverän mit 2:0.

Daferner trifft für die SGD mit der ersten großen Torchance

In den ersten Minuten passierte nicht viel im Spiel zwischen den Gästen aus Stuttgart und der Heimmannschaft aus Dresden. Es war ein Abtasten im Mittelfeld, Dresden zog sich im eigenen Stadion zurück und stand kompakt. Der VfB fand in den ersten Aktionen keine Lösungen, um die Defensive zu überwinden. Der erste Abschluss der Dresdner landete dann direkt im Stuttgarter Tor. Nach einem schönen Pass in die Tiefe war Christoph Daferner frei im Strafraum der Stuttgarter und brachte mit einem Heber Dynamo Dresden in Führung (15.)

Beim VfB war Benjamin Boakye der auffälligste Akteur in der Offensive. Sein Abschluss kurz nach dem Gegentor wurde im Strafraum abgeblockt. Der Ball wurde flog hoch – Dresdens Torhüter Schreiber klärte die Situation etwas kurios (21.).

VfB Stuttgart II im ersten Durchgang harmlos

Im Nachgang agierte die SGD im Stile einer Spitzenmannschaft, ließ die Schwaben kaum mehr zur Entfaltung kommen. Sowohl Niklas Hauptmann (19.) als auch Sapina (31.) hätten die Führung ausbauen können. In die Pause ging es dennoch denkbar knapp mit 1:0 für die überlegenen Gastgeber. Bis auf viele Zweikämpfe und eine kurze Rudelbildung im Mittelfeld passierte in der letzten Viertelstunde des ersten Durchgangs nichts mehr und Schiedsrichter Mario Hildenbrandt pfiff den ersten Durchgang ab. Die Zweite Mannschaft des VfB Stuttgart ging gegen die SG Dynamo Dresden mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeitpause.

VfB Stuttgart II kurz nach der Pause in Unterzahl

Nach dem Seitenwechsel kam bei Dresden Robin Meißner für Torschütze Christoph Daferner in das Spiel. Die Stuttgarter blieben personell unverändert. Im Zweiten Abschnitt erwischte Dresden die bessere Anfangsphase. Nach einem groben Fehler des Stuttgarter Kapitäns Dominik Nothnagel im Spielaufbau setzte der bereits verwarnte Samuele di Benedetto zentral vor dem eigenen Tor zur Grätsche an und traf dabei Gegenspieler Tony Menzel. Zuerst ließ Schiedsrichter Hildenbrandt den Vorteil laufen und Dresden traf durch Meißner den Pfosten. Danach sah di Benedetto zurecht die Gelbrote Karte (56.). Die Stuttgarter spielten also danach über eine halbe Stunde in Unterzahl. Danach gab es in der zweiten Halbzeit lange keine Chancen auf beiden Seiten.

Stuttgarts Trainer Markus Fiedler reagierte nach dem Platzverweis und brachte gleich drei neuer Spieler in die Partie. Luan Simnica kam für Christopher Oliver, Frederik Schumann für Tom Barth und Alexander Groiß für Lukas Laupheimer (65.). Die Wechsel blieben in den ersten Minuten allerdings wirkungslos. Dresden war weiterhin das dominante Team und erhöhte in der 72. Spielminute durch Tony Menzel auf 2:0. Sapina ließ im Mittelfeld mit einer Körpertäuschung Stuttgarts Simnica stehen und flankte auf den zweiten Pfosten. Dort lief Menzel völlig frei ein und vollendet per Kopf.

Dynamobringt Sieg sicher nach Hause

Danach ließ die SG Dynamo Dresden nichts mehr anbrennen und brachte den Sieg souverän nach Hause. Die Zweite Mannschaft des VfB Stuttgart schaffe es in 90. Minuten nicht einmal richtig gefährlich vor das Tor der Dresdner zu kommen und verlor verdient mit 0:2. Für die VfB-Reserve geht es in der 3. Liga am 14. September nach der Länderspielpause weiter. Dann trifft das Team Zuhause auf den FC Ingolstadt (14.09.,14:00 Uhr). Die SG Dynamo Dresden spielt als nächstes auswärts beim TSV 1860 München (14.09. / 14:00 Uhr). Am Ende war es ein verdienter Sieg für den Favoriten, der durchaus noch höher hätte ausfallen können.

Nach der Länderspielpause geht es für die Mannschaft von Trainer Markus Fiedler am 14. September mit einem Heimspiel gegen den FC Ingolstadt weiter. Für Dynamo geht es zum Auswärtsspiel nach München, dort wartet 1860, die heute gegen den FC Ingolstadt einen 2:1 Auswärtssieg holen konnten.

| Rudolf Harbig Stadion | 31.Aug..2024-14:00
Dynamo Dresden
S S S S N
2 : 0
Endstand
VfB Stuttgart II
U S U
Christoph Daferner
15'
Tony Menzel
72'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
1'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
15'
Tor
72'
DFB-Pokal

Dynamo deklassiert die Düsseldorfer Fortuna im Pokal

Fortuna scheidet aus, Dynamo jubelt

Dynamo Dresden hat mit einer engagierten Leistung gegen Fortuna Düsseldorf die 2. Runde des DFB-Pokals erreicht. Düsseldorf verschenkte im DFB-Pokalspiel bei der klassentieferen SG Dynamo Dresden die komplette erste Spielhälfte. Am Ende reichte die Zeit nicht mehr für eine Wende. Das 0:2 bedeutete das verdiente frühe Ausscheiden.

Das Team von Trainer Thomas Stamm warf Zweitligist Fortuna Düsseldorf nach einer brutal starken Leistung in der ersten Runde mit einem 2:0-Sieg aus dem Wettbewerb. Die Tore für Dynamo Dresden erzielten Christoph Daferner (18. Minute) zum 1:0 und Robin Meißner (69.) zum 2:0. Vor allem die erste Hälfte dürfte allen, die es mit der Fortuna halten, noch längere Zeit Rätsel aufgeben. Während die Dresdner mit viel Leidenschaft agierten, kamen die Düsseldorfer alles andere als an ihre Bestleistung heran.

Daferner erzielt die verdiente Führung

Dresden hatte von Beginn an mehr vom Spiel. Die Sachsen versuchten die Partie zu bestimmen, die Düsseldorfer liefen nur nebenher, hatten viele Ballverluste und wirkten insgesamt seltsam unkonzentriert und passiv.

Der Drittligist setzte immer wieder nach und wurde für sein Engagement früh belohnt. Christoph Daferner erzielte aus kurzer Entfernung und spitzem Winkel die 1:0-Führung (17.).

Fortuna nach der Pause stärker

Davon beflügelt versuchte Dynamo das Ergebnis auszubauen. Allerdings schafften es die Düsseldorfer mit Glück und Geschick, einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Eigene Offensivakzente konnte die Fortuna aber nicht setzen. Das einzig Gute aus Sicht der Gäste: Es steht zur Pause nur 0:1. Denn Dresden hätte locker noch ein, zwei Tore mehr schießen können, wenn nicht sogar müssen.

Doch plötzlich wandelte sich das Bild. Fortuna-Trainer Daniel Thioune schien die richtigen Worte an sein Team in der Pause gefunden zu haben. Denn unmittelbar nach Wiederbeginn hatte Düsseldorfs Angreifer Jona Niemiec die große Chance zum Ausgleich, allein vor Dresden-Torhüter Tim Schreiber versagten ihm aber die Nerven.

Drangphase der Fortuna

Nur wenige Augenblicke später musste sich Schreiber ganz lang machen, um einen Schlenzer von Felix Klaus unschädlich zu machen. Bei dem daraus folgenden Eckball musste Dresdens Vinko Sapina nach einem Kopfball in letzter Sekunde auf der Torlinie klären. Je länger die zweite Hälfte dauerte, desto besser gelang es der Stamm-Mannschaft allerdings, sich vom Düsseldorfer Druck zu befreien – und gleichfalls einige gute Möglichkeiten herausarbeiten.

Robin Meißner mit der Vorentscheidung

Eine davon verwandelte Offensivspieler Robin Meißner per abgefälschtem Distanzschuss aus rund 13 Metern zum 2:0 (69.). In der Folge hatte vor allem Dynamo weitere Möglichkeiten. Der eingewechselte Stürmer Stefan Kutschke hätte kurz hintereinander gleich zwei Mal verwandeln können, zielte aber jeweils zu ungenau. Dynamo Dresden dagegen feiert nach zwei Auftakt-Siegen in der Liga Dank einer überzeugenden Vorstellung auch den Einzug in die zweite Runde. Kein Wunder, dass die knapp 30 000 Fans so richtig Party machen…

Ost-Derby

Dynamo dreht 0:2 im Derby gegen Cottbus zum 4:2 Sieg

Was war das für ein völlig irres Ostderby!

Dynamo Dresden hat im ersten Heimspiel der Saison gegen Energie Cottbus einen 0:2-Rückstand gedreht und am Ende mit 4:2 (2:2) gewonnen.  Dynamo musste zunächst einem frühen Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen, glich diesen in einer atemberaubenden ersten halben Stunde aber schnell wieder aus. Nach dem Seitenwechsel war die SGD überlegen und belohnte sich schließlich dafür.

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz musste nach seinem Platzverweis bei der 1:2-Auftaktniederlage gegen Arminia Bielefeld auf der Tribüne Platz nehmen, seine Startformation blieb identisch. Dynamo-Coach Stamm wechselte nach dem 2:1-Sieg bei Viktoria Köln einmal: Für Christoph Daferner stürmte Stefan Kutschke.

Halbauer bringt Cottbusser Führung – Cigerci mit Traumtor

Das Tempo war sofort hoch, beide Mannschaften spielten mit Vollgas nach vorn. Robin Meißner (3.) und Timmy Thiele (4.) vergaben erste Möglichkeiten. Energie versteckt sich keineswegs und war immer wieder über Konter gefährlich: Thieles Abschluss wurde noch abgefälscht (7.). Die anschließenede Ecke landete vor den Füßen von Phil Halbauer, der sich den Ball an der Strafraumgrenze zurechtlegte und wunderschön zum 0:1 versenkte (8.).

Der frühe Schock für Dresden – und es sollte noch ein zweiter folgen. Nur wenige Minuten später klärte Torwart Tim Schreiber weit vor dem eigenen Gehäuse, allerdings vor die Füße von Tolcay Cigerci, der kurz hinter der Mittellinie sofort abzog und mit dem 0:2 (12.) vielleicht das Tor des Jahres erzielte.

Kutschke versenkt Elfmeter – Menzel erzielt Ausgleich

Dresden berappelte sich nach etwa 24 Minuten: Oliver Batista Meier prüfte Energie-Keeper Elias Bethke mit einem Aufsetzer. Jedoch benötigten die Gastgeber die Hilfe des Gegners, um wieder ins Spiel zurückzufinden: Maximilian Pronichev zupfte Claudio Kammerknecht im Strafraum, Kutschke verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:2 (27.).

Nun waren die Dresdner wieder da – und kamen am Ende einer atemberaubenden ersten halben Stunde tatsächlich zum Ausgleich: Tony Menzel wurde von Jakob Lemmer mit einem Traumpass in Szene gesetzt, umkurvte Bethke und schob ein zum 2:2 (31.). In den letzten Minuten einer weitgehend ausgeglichenen ersten Halbzeit erarbeitete sich Dynamo sogar ein Übergewicht, während sich Cottbus in die Pause rettete: Einen Super-Kopfball von Aljaz Casar klärte Niko Bretschneider auf der Linie an die Unterkatte der Latte (45.).

Dynamo überlegen – Meißner belohnt die Gastgeber

Nach dem Seitenwechsel war Dynamo dann fast komplett überlegen, drängte auf die Führung und hatte auch einige Chancen. Immer wieder war es Menzel, der vor dem Cottbuser Tor auftauchte. Erst bekam er den Ball nach Chip-Pass von Batista Meier aus spitzem Winkel nicht auf das Tor platziert (55.), dann rettete Henry Rorig gerade so vor dem einschussbereiten 19-Jährigen (59.), schließlich setzte Menzel eine Volley-Abnahme über das Tor (61.). Vorher war noch Casar frei zum Schuss gekommen – geblockt (60.).

Dresden vergab die Chancen – und dann hatte Cottbus auf einmal die Riesen-Kontermöglichkeit, doch Thieles Abschluss ging knapp daneben (76.). Und fast im Gegenzug belohnte sich Dynamo schließlich doch noch: Cottbus-Abwehrmann Rorig köpfte eine Flanke zunächst an die Latte, Meißner staubte per Kopf ab zum umjubelten 3:2 (78.). In der Schlussphase konnte Cottbus nicht mehr antworten – im Gegenteil: Dynamo machte alles klar. Philip Heise blieb ganz cool vor Bethke und entschied die Partie in der Nachspielzeit.

| Rudolf Harbig Stadion | 09.Aug..2024-19:00
Dynamo Dresden
N S S S S
4 : 2
Endstand
Energie Cottbus
N N N N
Stefan Kutschke
27'
Tony Menzel
31'
Robin Meißner
78'
Philip Heise
90'+1'
Phil Halbauer
8'
Tolcay Cigerci
12'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
1'
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
Energie Cottbus
Am Tor vorbei 9
Schüsse auf das Tor 12
Schüsse auf das Tor 3
Am Tor vorbei 6
4 Tore 2
54 Ballbesitz 46
6 Ecken 3
10 Fouls 13
2 Abseits 1
1 Gelbe Karten 2
21 Torschüsse gesamt 9
12 Schüsse auf das Tor 3
9 Schüsse neben das Tor 6
23 Einwürfe 21
15 Freistöße 12
140 Dribblings 130
83 Flanken 42
News-4

Dynamo mit Sieg und Einzug beim DFB-Pokal

Dynamo nach Erfolg über Duisburg im DFB-Pokal

Dynamo Dresden hat in der 3. Liga einen versöhnlichen Abschluss gefeiert. Die Schwarz-Gelben schlugen Absteiger MSV Duisburg klar und qualifizierten sich für den DFB-Pokal. – Nur ein einziger Punkt fehlte nach dem Abpfiff auf den Relegationsrang drei, weil Dynamo Dresdens Kicker in der Rückrunde nicht annähernd solche Leistungen zeigten, wie beim 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg. Wie leicht es gehen kann, wenn der Druck erst weg ist, zeigt das letzte Saisonspiel.. Dynamo Dresden kann dem Sachsenpokal-Finale gegen Erzgebirge Aue entspannt entgegenblicken.

Vor 31 189 Zuschauern markierten Paul Will (15. Minute), Jakob Lemmer (16.) und Santiago Castaneda (38./Eigentor) schon vor der Pause die Tore zur Vorentscheidung. Erneut Lemmer (51.) setzte den Schlusspunkt. Damit kann Dynamo dem Sachsenpokal-Finale am nächsten Samstag genauso entspannt entgegenblicken wie Konkurrent FC Erzgebirge Aue, der damit unabhängig vom Ergebnis ebenfalls qualifiziert ist.

Dynamo, das auf die etatmäßigen Torhüter Kevin Broll und Stefan Drljaca verzichtete und dafür Daniel Mesenhöler eine Einsatzchance in der Meisterschaft gab, ließ nie einen Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen wird. Der Ersatz-Keeper Daniel Mesenhöler im Kasten sieht in Halbzeit eins einen wahren Sturmlauf seiner Vorderleute. Bereits nach fünf Minuten verfehlte Youngster Jonas Oehmichen nur knapp. Der Doppelschlag war bereits der K.o. für Duisburg, das nur einmal in der ersten Halbzeit einigermaßen gefährlich vor das Dresdner Tor kam. Die Partie hatte Dynamo von Beginn an im Griff. Etwas Bangen war dennoch angesagt. als Platz vier wegen der Führung von Saarbrücken in Regensburg nach rund zehn Minuten kurz weg war. Dann stellte Dresden aber schnell die Weichen auf Sieg.

Mit Doppelschlag zum Sieg

Zunächst staubte Mittelfeldabräumer Paul Will mit dem rechten Fuß ab (14.). 63 Sekunden später erhöhte Jakob Lemmer, der einen Pass von Youngster Jonas Oehmichen in den Strafraum nutzte (15.). Sieben Minuten später jagte Lemmer eine abgewehrte Ecke an den rechten Pfosten. Dann rasselten Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke sowie die Duisburger Max Braune und Tobias Fleckstein in der Luft zusammen (28.). Kutschke und Braune mussten kurz vor der Pause raus. Davor hatte Stefan Kutschke noch seine Highlight-Momente.

Kutschke legt nach

Zunächst präsentierten die Fans ein Banner (35.): „Identität bewahren – Kutschke verlängern„. Und der 35-Jährige gab die Streicheleinheit postwendend zurück: Indem er fast von der Grundlinie abgefälscht Braune überwand (38.). Lewald hatte mit einem Solo den Treffer klasse vorbereitet. Der Ex-Dresdner Alexander Esswein schob beim einzigen Gäste-Abschluss den Ball knapp am langen Pfosten vorbei (36.). Mit dem 3:0, das Stefan Kutschke mit einer Energieleistung einleitete, war die Partie gelaufen. Kutschke musste kurz darauf ebenso wie Duisburgs Torhüter Maximilian Braune ausgewechselt werden. Beide waren in einer vorangegangenen Szene zusammengeprallt und mussten länger behandelt werden. Die Gastgeber versäumten es, in Halbzeit eins noch mehr Tore aus sehr guten Möglichkeiten zu erzielen.

Spiel nur auf das MSV-Tor

Nach der Pause blieb es ein Spiel auf ein Tor. Und es dauerte auch nicht lange zum 4:0. Lemmer drückte eine Flanke von Niklas Hauptmann am Fünfer ein (51.). Tony Menzel hätte bei seinem Heimspieldebüt fast noch für einen Treffer gesorgt, aber Torwart Vincent Müller rettete bei dem abgefälschten Abschluss glänzend (69.). Zehn Minuten vor dem Ende lautete das Torschussverhältnis 26:1. Weitere Möglichkeiten wurden aber zum Teil kläglich vergeben. In einem Duell zweier Liga-Konkurrenten ist solch eine Bilanz nur selten.

An diesem Nachmittag zündeten Dynamos Anhänger zahlreichen Rauchbomben, die das Stadion ab der 76. Minute einnebelten. Der Verein muss im dritten Jahr 3. Liga hintereinander sparen. Unnötige Geldstrafen sollte man mit solchen Aktionen vermeiden.

3. Liga 2023-2024 | Spieltag 38
| Rudolf Harbig Stadion | 18.Mai.2024-13:30
Dynamo Dresden
U N U N S
4 : 0
Endstand
MSV Duisburg
U N S N U
Paul Will
14'
Jakob Lemmer
15'
Stefan Kutschke
38'
Jakob Lemmer
51'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
Tor
14'
Tor
15'
Tor
38'
Tor
51'
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
MSV Duisburg
Am Tor vorbei 18
Schüsse auf das Tor 8
Schüsse auf das Tor 0
Am Tor vorbei 1
4 Tore 0
62 Ballbesitz 38
10 Ecken 2
7 Fouls 10
0 Abseits 1
2 Gelbe Karten 2
26 Torschüsse gesamt 1
8 Schüsse auf das Tor 0
18 Schüsse neben das Tor 1
19 Einwürfe 14
11 Freistöße 7
100 Dribblings 47
77 Flanken 23

 

 

Heimsieg

Erkämpfter 2:1 Sieg gegen TSV 1860 München

Negativtrend beendet

Hinter Dynamo Dresden liegen turbulente Tage. Der Klub hat durch die Niederlage in Halle den zweiten Platz verloren und ist auf den Relegationsrang gerutscht. Kurz darauf trennt sich die SGD von Sportchef Ralf Becker. Trainer Markus Anfang steht zwar in der Kritik, darf aber vorerst im Amt bleiben. Der TSV 1860 München hat zwar zuletzt gegen den SSV Ulm verloren. Trotzdem bleibt festzuhalten: Die Münchner befinden sich unter dem neuen Trainer Argirios Giannikis im Aufwind. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den der SV Waldhof Mannheim belegt, beträgt aktuell elf Punkte.

Dynamo Dresden hat den Negativtrend der vergangenen Wochen gestoppt. Drei Tage nach der Entlassung von Sportgeschäftsführer Ralf Becker siegten die Sachsen gegen den TSV 1860 München mit 2:1 und übernahmen vorübergehend wieder die Tabellenspitze der 3. Liga. Stefan Kutschke (8.) hatte die Gastgeber nach einer Ecke in Führung geköpft, Abdenego Nankishi (41.) gelang der Ausgleich. Vor 31 048 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion traf der eingewechselte Lucas Cueto (76.) zur erneuten Dynamo-Führung, die zugleich den Sieg bedeutete. 1860 München hielt lange dagegen, letztlich war der 2:1-Arbeitssieg von Dynamo Dresden aber verdient. Nach drei Spielen ohne Erfolg fuhr die SGD dank Joker Cueto wieder einen Dreier ein.

Dynamo-Coach Markus Anfang wollte nach dem 0:1 gegen den Halleschen FC nicht groß rotieren, zu einer Änderung wurde der Dynamo-Coach aber doch gezwungen: Bünning musste verletzt passen, Lewald gab stattdessen gemeinsam mit Ehlers die Innenverteidigung. Außerdem begann Arslan für Herrmann. Argirios Giannikis stellte seine Mannschaft im Vergleich zum 0:1 gegen den SSV Ulm 1846 hingegen gleich vierfach um. Den rotgesperrten Frey ersetzte im zentralen Mittelfeld Starke, in der Offensive rückte Guttau für Ouro-Tagba (Bank) in die erste Elf. Außerdem durfte Ludewig für Kurt von Beginn an ran, den Posten des erkrankten Glück übernahm Greilinger.

Die Sachsen starteten wuchtig in die Partie. Die Power wurde früh belohnt, Kapitän Stefan Kutschke köpfte nach der dritten Ecke in Folge ein (8.). In seinem 150. Drittliga-Spiel gelang ihm Saisontreffer Nummer elf. 16 Mal führten die Sachsen in dieser Saison – und gewannen immer. Die Gäste schienen beeindruckt und konnten froh sein, dass es nach 32 Minuten nicht 0:2 stand. Verlaat rettete nach einem Lewald-Abschluss auf der Linie.

1860 nutzt weiteren Dynamos Abwehrfehler

Zwei Minuten später machten sich auch die bis dahin unauffälligen Münchner offensiv bemerkbar. Und wie: Talent Nankishi umkurvte nach einer Ecke einen Gegner und traf aus 18 Metern die Latte. Viel hätte auch nicht gefehlt, als Zimmerschied die Kugel versenkte (39.). Bei der Flanke zuvor von rechts stand Kutschke aber knapp im Abseits. So zählte der Treffer nicht. Und zwei Minuten hieß es dann statt 2:0 1:1. Nach einem Pass auf Morris Schröter konnte Jakob Lewald ein Zuspiel des Ex-Dresdners in die Mitte nicht verhindern. Dort nutzte Nankishi seinen großen Freiraum zu einem erfolgreichen Abschluss aus elf Metern (41.).

Zimmerschied mit Lattenkracher

Halbzeit zwei begann mit einem Versuch von Schröter, der aus spitzem Winkel den Ball drüber zog (50.). Es folgte eine umstrittene Situation, als es bei einem Handspiel von Münchens Jesper Verlaat keinen Handelfmeter gab (55.). Die Entscheidung war vertretbar. Im Gegenzug probierte es Schröter aus spitzem Winkel – drüber. Sekunden später kam Zimmerschied an Ludewig links vorbei und knallte die Kugel an die Latte (55.). Die Hausherren probierten es weiter, taten sich im letzten Drittel aber schwer.

Cueto mit zweitem Tor, Broll hält Sieg fest

So brauchte man das Quäntchen Glück, als Joker Lukas Cueto einen Schuss von der Strafraumgrenze im Tor unterbrachte (76.). Mit gütiger Mithilfe von Verteidiger Leroy Kwadwo, der entscheidend abfälschte. Mit der zweitletzten Aktion des Spiels rettete SGD-Keeper Kevin Broll den Sieg, als er einen Kopfball von Zwarts von der Linie kratzte. Der Rest im ausverkauften Harbig-Stadion waren Erleichterung und Jubel. Gegen den direkten Konkurrenten Ulm kann Dresden am nächsten Spieltag einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg machen. Und damit auch die Position von Markus Anfang festigen.

3. Liga 2023-2024 | Spieltag 29
| Rudolf Harbig Stadion | 08.März.2024-19:00
Dynamo Dresden
N S N U N
2 : 1
Endstand
TSV 1860 München
S S S S N
Stefan Kutschke
8'
Lucas Cueto
76'
Abdenego Nankishi
41'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
8'
41'
Tor
76'
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
TSV 1860 München
Am Tor vorbei 6
Schüsse auf das Tor 5
Schüsse auf das Tor 2
Am Tor vorbei 7
2 Tore 1
47 Ballbesitz 53
7 Ecken 6
12 Fouls 11
1 Abseits 4
1 Gelbe Karten 2
11 Torschüsse gesamt 9
5 Schüsse auf das Tor 2
6 Schüsse neben das Tor 7
15 Freistöße 13
89 Dribblings 88
76 Flanken 77
Heimsieg

Dynamo-Spektakel gegen den VfB Lübeck endet 7:2

Dynamo schießt den VfB Lübeck mit 7:2 ab

… und kann Platz 2 in der 3. Liga festigen. Zuletzt gab es für die Sachsen drei Pleiten aus vier Spielen. In einem irren Neun-Tore-Spektakel kann sich Dynamo jetzt aus der Ergebnis-Krise befreien und feiert somit den ersten Heimsieg des Kalenderjahrs 2024. Erst musste Dynamo Dresden auf die Gästefans aus dem hohen Norden warten! Die Busse der mitreisenden Anhänger aus Schleswig-Holstein massiv an der Autobahn kontrolliert. Lübecks Vorstandsvorsitzender Christian Schlichting (48) bestätigte den Grund mittlerweile auch im Interview mit MagentaTV. Mehrere Fan-Reisebusse des Aufsteigers seien an einer Raststätte kontrolliert worden. Dann warfen die gegnerischen Anhänger Böller in den Block der Schwarz-Gelben.

SGD-Trainer Markus Anfang nahm trotz drei Niederlagen in vier Spielen nur eine Änderung in der Startformation vor. Kyu-hyun Park begann für Jonathan Meier. Im Spiel lieferten sich Niklas und Marius Hauptmann ein irres Bruder-Duell, trafen zusammen dreifach. Die Partie hatte inklusive Unterbrechung, Platzverweis und zwei Elfmetern extremen Unterhaltungswert.

Dynamo brutal effektiv

Die verspätet angepfiffene Partie startet für die Gastgeber optimal. Bisher war Dynamo diese Saison fürs Chancenversieben bekannt. Diesmal aber schossen die Dresdner in den ersten 30 Minuten dreimal auf die Kiste und dreimal zappelte das Netz! Lübeck wirkte nämlich zu Beginn sogar überlegen, rannte an und die Sachsen schlugen jeweils eher überraschend zu. Zunächst nahm Tom Zimmerschied einen langen Flugball von Paul Will herrlich an, legte für Kyu-hyun Park ab, der quer in die Mitte vors Tor spielte. Doch die Kugel wurde abgefälscht und Niklas Hauptmann lenkte sie letztendlich mit dem Kopf über die Linie – 1:0 (10.). Vier Minuten später zirkelte Luca Herrmann einen Freistoß aus etwa 23 Metern über die Mauer rein – 2:0 (14.). Lübeck hatte durch Pingdwinde Beleme die Riesenmöglichkeit zum Anschluss, aber SGD-Keeper Kevin Broll parierte im Eins-gegen-Eins-Duell stark – (27.).

Hauptmann-Brüder treffen

Auf der Gegenseite marschierte Niklas Hauptmann nach Hackenablage von Zimmerschied auf und davon, spielte quer auf Jakob Lemmer, der überlegt zum 3:0 einschoss (28.). Und plötzlich traf auch der zweite Hauptmann im Bruder-Duell für seine Mannschaft. Marius Hauptmann, wie sein Bruder in Dresden ausgebildet, sorgte mit einem flachen Distanzschuss aus rund 20 Metern für das verdiente 1:3 (32.). Doch Stefan Kutschke wuchtete kurz darauf eine Lemmer-Flanke zum alten Abstand ins Tor – 4:1 (40.)! Auch bei der nächsten Aktion war der Dynamo-Kapitän beteiligt. Denn nach einem eher harmlosen Zweikampf mit Jannik Löhden, musste der Lübecker mit Glatt-Rot vom Feld (43.). Schiedsrichter Wolfgang Haslberger legte den geringfügigen Kontakt am Fuß irgendwie als Tätlichkeit aus – eigentlich völlig überzogen.

Zweite Halbzeit wie die Erste

Im zweiten Durchgang blieb es genauso wild. Erst knallte Marius Hauptmann einen Gewaltschuss an den Pfosten, wurde anschließend von Park gefoult und Beleme schoss den Elfmeter direkt an dieselbe Alu-Stange. Man könnte es sich nicht verrückter ausdenken. Während des Spiels stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine Rasterfahndung im Zusammenhang mit dem Toiletten-Vorfall beim Gastspiel in Aue handelte. Aber in der 55. Minute zeigten sie dann erneut ihr hässliches Gesicht, als die Lübeck-Fans erst Böller in den Block der Dynamo-Anhänger warfen, später auch eine Leuchtrakete auf das Spielfeld. Schiedsrichter Wolfgang Haslberger musste daraufhin die Partie kurz unterbrechen.

Nach dieser Zwangspause fiel das dritte Hauptmann-Tor des Tages. Diesmal war es wieder Dresdens Niklas, dessen abgefälschter Schuss über die Linie trudelte (60.). Postwendend zeigte aber der Referee auf den Strafstoßpunkt. Claudio Kammerknecht sollte seinen Gegner umgezogen haben. Aaron Herzog verwandelte sicher zum 2:5 (63.). Als der eingewechselte Robin Meißner flankte, grätschte Lübecks Tommy Grupe noch das 6:2 in hohem Bogen in die eigene Kiste (82.). Super-Joker Ahmet Arslan legte zum Schlusspunkt Lemmers zweites Tor des Tages zum 7:2-Endstand auf (90.).

Dynamo reist am nächsten Sonntag zum Derby nach Aue (Anstoß: 16.30 Uhr), Lübeck mit Heimspiel am Tag davor gegen Preussen Münster.

3. Liga 2023-2024 | Spieltag 25
| Rudolf Harbig Stadion | 10.Feb..2024-14:00
Dynamo Dresden
S N S N N
7 : 2
Endstand
VfB Lübeck
S S U N U
Niklas Hauptmann
10'
Luca Herrmann
14'
Jakob Lemmer
28'
Stefan Kutschke
38'
Niklas Hauptmann
60'
Tommy Grupe
81'
Jakob Lemmer
90'+2'
Marius Hauptmann
32'
Aaron Herzog
62'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
2'
Tore
10'
Tor
28'
Tor
38'
Tor
60'
62'
Elfmetertor
Eigentor
81'
Tor
90'
+2
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
VfB Lübeck
Am Tor vorbei 10
Schüsse auf das Tor 11
Schüsse auf das Tor 5
Am Tor vorbei 5
7 Tore 2
60 Ballbesitz 40
4 Ecken 3
9 Fouls 8
2 Abseits 1
2 Gelbe Karten 3
0 Rote Karten 1
21 Torschüsse gesamt 10
11 Schüsse auf das Tor 5
10 Schüsse neben das Tor 5
16 Einwürfe 19
9 Freistöße 11
99 Dribblings 75
90 Flanken 44