Dynamo leiht Patrice Covic von Werder Bremen aus

Spielerleihe

Patrice Čović kommt auf Leihbasis zur SGD

Wir sind von Patrice absolut überzeugt. Es liegt aber auch in unserer Verantwortung abzuwägen, was die sinnvollste Perspektive für eine weitere Entwicklung ist. Für ihn geht es darum, jetzt regelmäßig Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln. Daher haben wir gemeinsam mit ihm für eine Leihe entschieden. Dresden bietet ein sehr gutes Umfeld, in dem er den nächsten Schritt gehen kann. Dabei werden wir ihn unterstützen“, erklärt Peter Niemeyer. Leiter Profifußball bei Werder.

Patrice Čović wechselte 2024 von Hertha BSC in die Jugend des SV Werder Bremen. Mit der U19 der Grün-Weißen gewann er 2025 den DFB-Junioren-Pokal und debütierte im August desselben Jahres in der Lizenzmannschaft des SV Werder im DFB-Pokal und in der Bundesliga. Insgesamt stand er bislang 16 Mal in der höchsten deutschen Spielklasse auf dem Feld und erzielte dabei ein Tor.

Mit Patrice bekommen wir einen sehr talentierten Spieler, der technisch und fußballerisch eine super Ausbildung genossen hat. Durch seine Spielweise konnte er sich bereits mit seinen ersten Bundesligaeinsätzen belohnen und soll jetzt bei uns den nächsten Schritt in der Entwicklung gehen„, teilte Gonther mit.

Jonas Oehmichen verlässt Dynamo, Kennedy Okpala kommt per Leihe

Spielerwechsel

Dynamo gibt Jonas Oehmichen fix zu Alemannia Aachen ab

Jonas Oehmichen schliesst sich der Alemannia endgültig an. Der Mittelfeldakteur, der in der Rückrunde 2025/26 als Leihgabe bei den Aachenern zu überzeugen wusste (15 Spiele, zwei Tore, fünf Assists, kicker-Note 2,71), verlässt Stammverein Dynamo Dresden und unterschreibt bei der Alemannia einen Dreijahresvertrag. Über die genaue Ablösesumme wurde von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart. Azzouzi und Selimbegovic loben die Ballsicherheit und die taktische Flexibilität des 22-Jährigen. Oehmichen selbst hat sich während seiner Leihe „sowohl menschlich als auch fußballerisch wachsen“ sehen und benennt das große Bemühen und das Vertrauen der Verantwortlichen als ausschlaggebend für seine Rückkehr.

Kennedy Okpala per Leihe von Paderborn

Dynamo Dresden hat am letzten Tag des Sommertransferfensters noch einmal Verstärkung für die Offensive an Land gezogen und sich die Dienste von Kennedy Okpala gesichert. Er kommt leihweise vom Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn zur SGD und wird für die Sachsen mit der Rückennummer 7 auflaufen. „Kennedy bringt in der Offensive eine große Variabilität und vor allem eine enorme Geschwindigkeit mit„, beschreibt Dresdens Sport-Geschäftsführer Sören Gonther die Stärken des Neuzugangs. „Mit seiner Qualität können wir in der letzten Linie noch flexibler auftreten und somit die Torgefahr erhöhen.“

Okpala war erst zu Beginn dieses Jahres von Drittligist Waldhof Mannheim zu den Ostwestfalen gekommen, seine Ankunft war allerdings von einigen Nebengeräuschen begleitet. Letztlich konnten sich alle Beteiligten kurz vor einem beim DFB anberaumten Schlichtungsverfahren doch noch einigen.

Aussicht auf Spielzeit in Paderborn begrenzt

In der Rückrunde der vergangenen Spielzeit kam Okpala zu zwölf Einsätzen in der 2. Liga, in denen ihm ein Tor gelang. In den bisherigen Pflichtspielen der noch jungen Saison 2026/27 war für ihn aber kein Platz im Kader von SCP-Coach Ralf Kettemann, seit dem Aufstieg in die Bundesliga sind seine Perspektiven nicht unbedingt besser geworden. „Kenny ist bei uns nach seinem Wechsel aus Mannheim menschlich sehr gut angekommen. Sportlich kam er bisher allerdings nicht auf die Einsatzzeit, die wir und er sich erhofft hatten„, sagte Paderborns Sport-Geschäftsführer Sebastian Lange. „Wir sind davon überzeugt, dass die Leihe zu Dynamo Dresden der richtige Schritt ist, um ihm die notwendige und wichtige Spielpraxis zu ermöglichen.“

Dynamo verliert mit Rot und Eigentor trotz Führung in Heidenheim

Niederlage

Rot, Eigentor, fünf Gegentreffer

Platzverweis, Eigentor, fünf Gegentore in einer Halbzeit! Die 3:5-Abreibung für Dynamo Dresden beim 1. FC Heidenheim war nichts anderes als ein unfassbarer Einbruch nach einer starken ersten Hälfte. Unter der Woche noch die Frauenkirche gerockt, am Samstag in Heidenheim im Sondertrikot war es eher ein Ritt auf der Rasierklinge, bei dem Dynamo zuvor am Boden liegende Hausherren immer wieder zum Tanz aufforderte und aufbaute. Beim 3:5 (1:0) offenbarten sich aber so einige Schwächen in der Choreografie. Erste Halbzeit hui, durchgewirbelt wurde in Durchgang zwei nur die SGD.  Diese 3:5 (1:0)-Niederlage gegen den FC Heidenheim wird man bei Dynamo Dresden so schnell nicht vergessen.

Als Schiedsrichter Felix Bickel die Partie auf dem Schlossberg abpfiff, beendete er 45 Minuten bester Fußball-Unterhaltung im Stadion des 1. FC Heidenheim. 5:3 (0:1) hatte das Team von Trainer Frank Schmidt die Gäste aus Dresden am Ende geschlagen, sieben der acht Tore an diesem Nachmittag fielen in der zweiten Hälfte.

Die Dresdner mussten auf Nicolaj Rapp und Christoph Daferner verzichten. Rapp fiel kurzfristig wegen Achillessehnenbeschwerden aus, Daferner muss nach einem Zeckenbiss Antibiotika einnehmen.  Zur Pause führte die SGD, die anlässlich des 300. Jubiläums ihrer Grundsteinlegung mit der Frauenkirche auf dem Trikot auflaufen, verdient.  Die Gäste gingen zweimal in Führung – sogar in Unterzahl. Nach einem kuriosen Eigentor der Dresdner drehten die Heidenheimer die Partie aber noch und holten nach zwei Pflichtspielniederlagen wieder drei wichtige Punkte. Vincent Vermeij brachte Dynamo in der 30. Minute in Führung. Thomas Dähne, der im Heidenheimer Tor den Vorzug vor Frank Feller erhalten hatte, kam an den Kopfball des Niederländers nicht mehr heran. Dynamo konnte eigentlich ein Tor höher vorn liegen, doch Niklas Hauptmann (17./40.) und Kaan Inanoglu (33.) ließen dicke Bretter am Strafraum aus.

Andere 2. Hälfte kippt Spiel

Zwar hat Heidenheim Glück, dass Mathias Honsak für zwei Foulspiele binnen einer Minute nicht mit Gelb-Rot runterflog (52./53.). Doch die SGD verlor schon in dieser Phase mit und ohne Ball die ganze Kontrolle. Im weiteren Verlauf einer Ecke kann Jan Schöppner viel zu einfach aus Kurzdistanz zum 1:1 einköpfen (68.). Lukas Boeder, der Mittelfeld-Abräumer Nicolai Rapp (leichte Achillessehnenbeschwerden) in der ersten Hälfte noch sehr gut vertrat, sieht dabei ganz alt aus. Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43) reagierte nun mit den ersten überfälligen Wechseln, brachte Jakob Lemmer für Inanoglu und Jonas Oehmichen für Boeder (68.). Doch die Partie kippte weiter.

Tragischer Keller fliegt vom Platz

Dann wurde es wild: Dresdens Thomas Keller (69.) sah für ein Foul Gelb-Rot. Keller meinte danach: „Das ist echt bitter. Ich sehe ihn nicht, falle, glaube ich, auf seinen Fuß!“. Nur kurze Zeit später stellte Robert Wagner auf 2:1 für Dynamo (73.). Heidenheim schlug in Überzahl aber zurück. Friedrich Müller bugsierte den Ball im hohen Bogen ins eigene Tor (77.). Nach dem Eigentor hat das Spiel eine gewisse Dynamik angenommen. „Wir haben es nicht geschafft, Heidenheim über fünf, sechs Minuten zu zermürben. Und schließlich war dann jeder Schuss ein Treffer“, sagte Dynamo-Trainer Thomas Stamm.

Alles riecht da noch nach Plus-Punkten für die SGD. Frank Schmidt meint: „Das Eigentor war psychologisch für uns wichtig.“ Vor allem in Kombination mit dem Platzverweis und dem nun bestehenden Keller-Loch in der Defensive ist es zu viel für Dresden auf einmal. Offensichtliches Problem: Beim 3:2-Volleyschuss von Oualid Mhamdi (87.) steht Dynamo hinten nicht eng und massiv genug, um den einen Punkt zu retten. Außerdem fehlen mit Rapp, Keller sowie den ausgewechselten Hauptmann und Vermeij (Fröling kam kurz zuvor) quasi alle Führungsspieler in der zentralen Achse auf dem Feld. So bricht Dresden aus dem Nichts komplett ein, kassiert durch Julian Niehues (90.) und Maximilian Breunig (90.+2) noch zwei weitere Treffer und damit drei binnen fünf Minuten. Sterners Anschlusstor zum 3:5-Endstand ist Kosmetik, weil sich die SGD die lange Zeit gute Leistung selbst kaputtmachte.

Robert Wagner äußerte sich selbstkritisch: „Wir müssen mit einem Mann weniger einfach cleverer spielen. Das müssen wir uns vorwerfen. Wir sind teilweise vorn angelaufen, wo es einfach keinen Sinn ergeben hat.“ Dynamo muss am kommenden Samstag im Abendspiel gegen den VfL Bochum zeigen, das man aus Fehlern lernt. Heiden reist nach Fürth zum Auswärtsspiel.

| Voith-Arena | 29.Aug..2026-13:00
1. FC Heidenheim
S N S N N
5 : 3
Endstand
Dynamo Dresden
N S N S S
Jan Schöppner
67'
Friedrich Müller
77'
Oualid Mhamdi
87'
Julian Niehues
89'
Maximilian Breunig
90'+1'
Vincent Vermeij
30'
Robert Wagner
73'
Jonas Sterner
90'+7'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
7'
Tore
30'
Tor
Tor
67'
73'
Tor
Tor
89'
90'
+7
Tor

Dynamo zieht souverän in die zweite Pokalrunde ein

DFB-Pokal

Erste Runde des DFB-Pokals souverän gelöst

Dynamo Dresden hat durch ein 6:0 bei Westfalia Rhynern die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Der Zweitligist feierte dabei den höchsten Pokalsieg seiner Vereinsgeschichte. Sechs Tore, viel Ballbesitz und kaum Gegenwehr: Dresden lässt beim Underdog Rhynern von Beginn keine Zweifel aufkommen und entscheidet früh die Pokalpartie in der ersten Runde.

Beim völlig überforderten westfälischen Regionalliga-Neuling Westfalia Rhynern, der aus seinem kleinen Sportpark in Hamm in das rund 35 Kilometer Luftlinie entfernte Preußenstadion in Münster umgezogen war, war Dynamo eine Nummer zu groß und gnadenlos. Für den Viertligisten Rhynern dagegen war es die erste DFB-Pokal-Teilnahme überhaupt – und zugleich eine sportliche Lehrstunde. Rhynern, dessen Trainer Marco Stiepermann als Spieler von Borussia Dortmund 2011 deutscher Meister unter Jürgen Klopp geworden war, hatte den hoch seriös auftretenden Dresdnern und deren zunehmender Spielfreude nichts entgegenzusetzen. Dynamo übertraf trotz gemäßigterer Gangart in der zweiten Halbzeit seinen bisherigen Rekordsieg aus der Saison 1991/1992 – ein 5:0 gegen den Suhler SV.

Spielerisch leicht und effizient

Dynamo-Trainer Thomas Stamm zeigte bereits mit der Aufstellung, dass er den Viertliga-Aufsteiger sehr ernst nimmt. Es spielte die Formation, die in dieser Saison die Zweitliga-Partien bestritt und vor einer Woche gegen Darmstadt 98 den ersten Saisonsieg geholt hatte. Bis auf den mit muskulären Problemen in der Wade ausfallenden Christoph Daferner war auch die Wechselbank wie immer besetzt.

Und Dynamo zeigte von der ersten Minute an, dass man sich auf keinerlei Risiko einlassen wollte. Das hohe Pressing bekam dem Underdog, der eigentlich mutig und eklig auftreten wollte, überhaupt nicht. Als dann Sterner bereits nach acht Minuten ungehindert nach der zweiten Ecke einköpfen konnte, war der Widerstand – sofern vorhanden – gebrochen. Es dauerte gerade mal acht Minuten, da lag nach einer Ecke von rechts der Ball zum ersten Mal im Tor. Jonas Sterner setzte sich per Kopf gegen zwei Spieler durch. Und es ging weiter nur in eine Richtung. Dynamo spielte dabei zeitweise richtig schön anzuschauenden Fußball. Kapitän Niklas Hauptmann erhöhte in der 17. Minute mit einem trockenen Flachschuss ins rechte Eck auf 2:0.

Nach einer halben Stunde lief Ben Bobzien links zur Grundlinie, seine butterweiche Eingabe köpfte Vincent Vermeij aus fünf Metern ins linke Eck. Und Bobzien belohnte sich vier Minuten später selbst, als er diesmal den Ball von Hauptmann bekam und ins rechte Eck zum 4:0 vollendete. Einen starken Angriff veredelten die Gäste noch: Kaan Inanoglu schloss nach einer tollen Ballstafette über die linke Seite aus Nahdistanz ab. Die SGD kombinierte sich bis zur Pause zu den Toren zwei bis fünf, wobei sich auch Neuzugang Inanoglu erstmals im Dynamo-Trikot feiern lassen durfte. Von Rhynern kam bis zum Pausenpfiff nichts, weil die Dresdner sehr konzentriert alle Angriffsbemühungen schon im Keim erstickten.

Dynamo nimmt Tempo raus

Dynamo nahm in Halbzeit zwei das Tempo etwas heraus, lief aber nie Gefahr, überrascht zu werden. Den ersten, völlig ungefährlichen Schuss auf das Tor von Tim Schreiber gaben die Gastgeber in der 47. Minute ab. Den ersten Eckball verzeichnete der Oberliga-Meister in der 50. Minute.  Nach dem Seitenwechsel markierte Robert Wagner (54.) mit seinem ersten Tor in einem Pokalspiel den sechsten Treffer in einer einseitigen Partie. Zwar nahmen die Gäste anschließend etwas Tempo aus dem Spiel, behielten aber mit viel Ruhe weiterhin die Kontrolle. Die Rhynerner Mannschaft mit Ex-Bundesligaprofi Marco Stiepermann auf der Trainerbank hatte im gesamten Spiel nur ganz Ballbesitz und konnten sich keine echte Torchance erspielen.

Wie gehts weiter?

Kommenden Samstag geht es für Dynamo in der 2. Bundesliga weiter. Dann gastiert die SGD beim Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim. Die waren im DFB-Pokal böse ausgerutscht, kassierten bei Nord-Regionalligist SSV Jeddeloh II eine 2:5-Packung.

Die Auslosung zur 2. Runde des DFB-Pokal’s ist am 5. September.

| Preußenstadion | 23.Aug..2026-15:30
Westfalia Rhynern
0 : 6
Endstand
Dynamo Dresden
S N S N S
Jonas Sterner
8'
Niklas Hauptmann
17'
Vincent Vermeij
30'
Ben Bobzien
34'
Kaan Inanoglu
39'
Robert Wagner
54'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
4'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
1'
Tore
8'
17'
30'
Tor
34'
Tor
39'
54'
Tor

 

 

Erster Heimsieg, Dynamo schlägt im harmlosen Spiel den SV Darmstadt

Heimsieg

Der erste Heimdreier der Saison

Dynamo Dresden hat nach dem misslungenen Saisonauftakt beim 1. FC Nürnberg den ersten Sieg eingefahren. Das Team von Trainer Thomas Stamm setzte sich vor 30.849 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion mit 1:0 gegen den SV Darmstadt 98 durch.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm nahm im Vergleich zur 0:3-Niederlage in Nürnberg nur eine Änderung vor: Kaan İnanoğlu ersetzte Jakob Lemmer in der Startelf. Darmstadts Trainer Florian Kohfeldt setzte mit seiner Aufstellung ein Ausrufezeichen: Der erst am Freitag verpflichtete Milan Smit (kam per Leihe von Stoke City) stand direkt in der Startelf. Er ersetzte Fynn Lakenmacher, der im Kader fehlte, nachdem er in der Woche nicht voll trainiert hatte. Auch Carlo Sickinger gab sein Pflichtspieldebüt: Er lief für Hiroki Akiyama im zentralen Mittelfeld auf, der erkrankt ausfiel. Ansonsten schickte Kohfeldt die gleiche Elf aufs Feld wie in der vergangenen Woche.

Früher Treffer von Jonas Sterner

Die Gastgeber, die nach dem 0:3 in der Vorwoche gegen den 1. FC Nürnberg eine Reaktion wollten, drückten sofort. Nach einer Ablage von Vincent Vermeij blockte die Darmstädter Abwehr Ben Bobziens Abschluss (3.). Der SV 98 kam dann besser in die Partie und hatte längere Ballbesitzphasen, ohne jedoch zu Torchancen zu kommen. Die hatten dann die Hausherren, die eiskalt zuschlugen: Dresden spielte blitzschnell durch die Mitte und nach einem Doppelpass mit Vermeij traf Jonas Sterner (12.) zur Dynamo-Führung. Beim Abschluss aus kurzer Distanz war Lilien-Keeper Marcel Schuhen ohne Chance.

Dresden ließ daraufhin nicht nach: Erneut zog Bobzien ab (16.), aber für Schuhen war beim abgefälschten Schuss zur Stelle. Im Anschluss neutralisierten sich beide Mannschaften, Torchancen blieben auf beiden Seiten aus. Dresden hielt die Lilien, die ideenlos wirkten, in dieser Spielphase vom eigenen Tor weg und verwaltete so geschickt die Führung. Der SV 98 war wieder um Spielkontrolle bemüht, fand aber keine Lösungen, um die dichtgestaffelte Dynamo-Defensive vor Probleme zu stellen. Auch das Pressing der Lilien verpuffte. Eine leichte Torannäherung der Darmstädter gab es kurz vor der Halbzeit nach einer Ecke, doch Patric Pfeiffer (42.) köpfte in Rücklage weit über das Tor. Symptomatisch für die schwache erste Halbzeit der Lilien: Florian Kleinhansls Freistoß von der Strafraumkante wurde von der Dresdener Mauer geblockt. In der 44. Minute zog Florian Kleinhansl einen Freistoß mit links auf den ersten Pfosten, doch Robert Wagner klärte mit dem Knie. Mit einem verdienten 1:0 für die Gastgeber ging es in die Pause. Dynamo hatte 63 Prozent Ballbesitz und war im Schnitt zehn Sekunden schneller im Rückerobern verlorener Bälle als Darmstadt.

Klefisch sieht gelb-rot

Die zweite Hälfte begann wie die erste: Bobzien tauchte wieder gefährlich vor dem Darmstädter Tor auf, doch Schuhen parierte (47.). Die darauffolgende Hereingabe klärte Sickinger zur Ecke. Dresdens Hauptmann probierte es danach mit einem Schlenzer aus halbrechter Position. Der Schuss ging aber deutlich vorbei. Weißhaupt forderte auf seiner neuen Position mehr Bälle und ergriff die Initiative, sein Schuss aus etwa 20 Metern wurde aber geblockt (56.). Die Lilien waren in der Folge engagierter im Spiel und erarbeiteten sich einige Standardsituationen. Nach einer Freistoßflanke von Kehl (62.) entstand kurz Chaos im Dresdener Strafraum. Dynamo klärte unter Bedrängnis zur Ecke.

Jetzt die erste Chance für die Lilien: Dynamo erlaubte sich einen Ballverlust im Spielaufbau, woraufhin Smit von rechts aufs Tor lief. Aus spitzem Winkel verhinderte Dresdens Keeper Tim Schreiber allerdings einen möglichen Ausgleich (68.). Auf der Gegenseite parierte Schuhen gegen Alexander Rossipal (70.). Kurz darauf sollte das Unterfangen der Lilien, noch etwas Zählbares aus Dresden mitzunehmen, deutlich erschwert werden. Darmstadt dezimierte sich selbst: Kai Klefisch (71.) sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Er war bis zu diesem Zeitpunkt der einzige Darmstädter, der eine Verwarnung erhalten hatte. Schuhen sah für seinen Diskussionsbedarf ebenfalls Gelb. Der Platzverweis stoppte den Darmstädter Schwung abrupt. In der 79. Minute wechselte Stamm dreifach: Jakob Lemmer, Luca Herrmann und Lukas Boeder kamen für İnanoğlu, Nicolai Rapp und Hauptmann. Auch Kohfeldt reagierte mit drei Wechseln. In der 88. Minute scheiterte Lemmer nach einem Dribbling aus rund 17 Metern mit einem Flachschuss am Pfosten. In einer schwachen Partie in der zweiten Fußball-Bundesliga spielte Dynamo Dresden die Führung gegen einen harmlosen SV Darmstadt 98 ohne große Mühe über die Zeit.

Wie geht es weiter?

Für beide Vereine steht am Sonntag die 1. Runde des DFB-Pokals auf dem Programm. Dresden tritt um 15.30 Uhr bei Westfalia Rhynern an. Zeitgleich spielt Darmstadt beim FC Carl Zeiss Jena.

| Rudolf Harbig Stadion | 16.Aug..2026-13:30
Dynamo Dresden
N S N S N
1 : 0
Endstand
SV Darmstadt 98
U N U N U
Jonas Sterner
12'
Tore
Tor
12'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
1'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
3'

Dynamo chancenlos in Nürnberg, Ali Zoma mit 3 Treffern

Niederlage

Dynamo startet mit Niederlage in die Zweitliga-Saison

Mohamed Ali Zoma erzielte alle drei Treffer für den 1. FC Nürnberg und bescherte der SG Dynamo einen ernüchternden Auftakt. Der italienische Offensivstürmer der Nürnberger entschied das Spiel mit drei Toren im Alleingang. Bitter für die Nürnberger: Die Begehrlichkeiten an Ali Zoma werden steigen, er wird aktuell von zahlreichen europäischen Vereinen umworben und könnte vor Ende des Transferfensters noch wechseln – wobei der „Club“ gut beraten ist, seinen Unterschiedsspieler zu halten. Doch zunächst überwiegt die Freude über den Auftaktsieg, während die als Geheimfavorit gehandelten Dresdener noch viel Arbeit vor sich haben.

Dynamo verpasst Blitzstart, Ali Zoma trifft früh

Bis zur ersten Chance dauerte es gerade mal zwölf Sekunden. Da setzte sich Dresdens Ben Bobzien auf der linken Seite durch und legte den Ball in den Rückraum auf Jakob Lemmer, doch dessen Schuss strich am Tor vorbei. Auch in der Folge blieb das Tempo hoch, beide Teams suchten schnell den Weg nach vorne. Ein frühes Tor lag also in der Luft, und die Nürnberger machten es dann auch. Nach schönem Zusammenspiel mit Fin Becker nahm Zoma auf dem linken Flügel Fahrt auf, zog unwiderstehlich in die Mitte und schloss aus zwölf Metern satt und flach ab – 1:0 für den „Club“. Dabei machte Dresden kein allzu schlechtes Spiel. Nach dem ersten Gegentreffer hatte Dynamo eine starke Antwort parat und war zunächst sogar die bessere Mannschaft, die letzte Wucht im offensiven Drittel fehlte jedoch. Schnell zeigt sich jedoch: Auf der rechten Abwehrseite hatte Dynamo an diesem Tag Probleme. Mehrfach konnten die Nürnberger schon in der Anfangsphase von dort Flanken in den Strafraum schlagen.

Dresden war um eine schnelle Antwort bemüht, doch zunächst scheiterte Lemmer und dann war Nürnbergs Neuzugang Fynn Otto bei einer Hereingabe mit einer perfekt getimten Grätsche im letzten Moment vor Vincent Vermeij am Ball. Überhaupt machte es die neuformierte Nürnberger Abwehrreihe gut gegen die eingespielte Offensive der Sachsen. Denn auch Alexios Kalogeropoulos, der zweite neue Innenverteidiger im Team, verteidigte souverän.

Dynamo ohne „Jagdtrieb“

Die 41.622 Zuschauer mussten beim zweiten Treffer des 22-Jährigen Zoma gespannt auf ein Ergebnis warten. Einen Lattenschuss von Tim Janisch staubte Zoma (45.+3) ab. Wegen vermeintlicher Abseitsposition musste aber der Videoschiedsrichter erst noch grünes Licht geben. Das Schiedsrichterteam um Jarno Wienefeld entschied zunächst auf Abseits, nahm das nach VAR-Überprüfung aber wieder zurück. Mit 2:0 für Nürnberg ging es in die Pause. Dynamo hatte zwar teilweise gut mitgespielt, doch es fehlten vorne die Durchschlagskraft und die letzte Konsequenz.

Das blieb auch im zweiten Durchgang so.  Nach dem Seitenwechsel fand Dresden überhaupt kein Durchkommen mehr, nur drei Torschüsse gab Dynamo nach der Pause ab. Und Dynamo scheute sich, ins Risiko zu gehen. Die Angst vor dem dritten Gegentor war groß. Das bedeutete aber auch, dass es kaum noch gute Strafraumszenen und Torchancen gab. Ab der 65. Minute hatten die Dresdner dann eine kleine Drangphase, doch Christoph Daferner brachte den Ball nicht im Tor unter. Auf der anderen Seite hatten die Gäste Glück, dass die Nürnberger einen Konter nicht gut zu Ende spielten – Tobias Heß traf nur das Außensetz.

Zoma bekam Dynamo auf der rechten Seite nie in den Griff. Im Mittelfeld der Nürnberger agierte Adam Markhiev als umsichtiger Taktgeber. Da waren auch kleinere Abstimmungsprobleme in der neuen Innenverteidigung aus Fynn Otto und Alexios Kalogeropoulos gegen offensiv weitgehend harmlose Dresdner zu verschmerzen.

Tim Schreiber pariert Elfmeter, ALi Zoma im Nachschuss

Die Entscheidung fiel dann in der 75. Minute. Simon Straudi hatte seinen Gegenspieler Rafael Lubach im Strafraum gefoult und Schiedsrichter Wienefeld auf Strafstoß entschieden. Zoma scheiterte erst an Torwart Tim Schreiber, brachte den Nachschuss dann aber im Tor unter – der Dreierpack und die Entscheidung. Mit dem ersten Auftaktsieg in der 2. Liga seit sieben Jahren springt Nürnberg auf den 2. Tabellenplatz und darf sich also direkt oben anmelden. Nach einem Spieltag hat die Tabelle aber natürlich noch keine Aussagekraft. Das gilt auch für die SGD, die nun auf Rang 17 steht.

Nürnberg muss in Fürth ran, Dynamo spielt das 1. Heimspiel gegen Darmstadt

Nürnberg kann am nächsten Spieltag am Samstagmittag mit viel Selbstbewusstsein im Frankenderby bei Greuther Fürth antreten (13 Uhr). Dynamo Dresden empfängt zum zweiten Sonntagmittag den SV Darmstadt 98 (13.30 Uhr).

| Max-Morlock-Stadion | 09.Aug..2026-13:30
1. FC Nürnberg
U S U S U
3 : 0
Endstand
Dynamo Dresden
S N S N S
Mohamed Ali Zoma
9'
Mohamed Ali Zoma
45'+3'
Mohamed Ali Zoma
75'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
9'
Tor
45'
+3

Generalprobe gegen 1.FC Union mit 2:1 Sieg geglückt

Testspiel

Die Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison laufen bei Dynamo Dresden auf Hochtouren! Nach dem einwöchigen Trainingslager in Windischgarsten ist das Team von Thomas Stamm wieder in Dresden angekommen. Und feierte dort am Samstag eine Generalprobe nach Maß: Im letzten Test vor dem Auftakt in der 2. Bundesliga beim 1. FC Nürnberg (9. August, 13.30 Uhr) drehte die SGD einen Rückstand gegen Bundesligist Union Berlin und siegte am Ende mit 2:1.

Rothes Führungstreffer währt nicht lange

Im Vergleich zum XXL-Test vor einer Woche gegen Cottbus gibt´s nur eine einzige Änderung in der Start-Elf: Kaan Inanoglu erhält auf der rechten Bahn den Vorzug vor Jakob Lemmer. Damit scheinen die Plätze für die Anfangs-Formation zum Liga-Start kommenden Sonntag beim 1. FC Nürnberg mehr oder weniger vergeben zu sein. Den Ton gibt allerdings erstmal Union an. Obwohl die Berliner erst in drei Wochen in die Bundesliga-Saison starten, haben sie deutlich mehr Ballbesitz, lassen die SGD kaum zur Entfaltung kommen.

Im Laufe der ersten Viertelstunde erarbeiteten sich die Köpenicker immer mehr Chancen. In der 18. Minute konnte Tim Schreiber im Dresdner Tor den Versuch von Ljubicic noch parieren. Im Anschluss war er machtlos: Im Nachgang der folgenden Ecke köpfte Linksverteidiger Tom Rothe nach Flanke von Juranovic ein. Die Dresdner ließen sich davon aber nicht beirren und konnten kurze Zeit später den Ausgleich feiern: SGD-Kapitän Niklas Hauptmann reagierte gedankenschneller als Union-Neuzugang Zeno Van Den Bosch und spitzelte eine flache Halbfeldflanke von Jonas Sterner ins kurze Eck zum 1:1. Gegen Ende der ersten Hälfte holte Union zahlreiche Ecken heraus, die allerdings nichts einbrachten. So ging es mit dem 1:1 in die Pause.

Dabei bleibt´s bis zum Pausenpfiff, obwohl Union deutlich mehr vom Spiel hat. „Das ist ein sehr guter Härtetest gegen eine sehr physische Mannschaft. Da müssen wir uns wehren, machen das aber bis jetzt sehr ordentlich“, meinte Sportchef Sören Gonther in der Halbzeitpause im MDR. Ulf Kirsten sah´s zumindest etwas kritischer. „Wir haben uns zu sehr hinten reindrängen lassen, hatten bis auf eine Phase nach dem Ausgleich kaum Ballbesitz und vor allem viele Standards zugelassen“, fand Dynamos Sturm-Legende. „Union hat sehr körperbetont gespielt und den Ball gut laufen lassen. Das ist halt Bundesliga.

Dynamo’s Siegtor, Union ohne Durchschlagskraft

Nach dem Seitenwechsel rückt Elias Bethke für Tim Schreiber ins Tor, der im ersten Durchgang mit zwei guten Reflexen zu überzeugen wusste. Diesmal erwischten die Gastgeber den besseren Start: In der 52. Minute setzte sich Vermeij gegen Tom Rothe durch und traf aus ähnlicher Position wie der Unioner zuvor per Kopf nach Ecke zum 2:1 für Dresden. Der in der ersten Hälfte noch erkennbare Offensiv-Drang von Union flaute in Hälfte zwei deutlich ab.

Vermeij köpft zum 2:1

Und diesmal der Zweitligist mit dem besseren Start. Nach einer Rossipal-Ecke nickt Vincent Vermeij zum 2:1 ein (52.). Da wurde es den Dynamo-Fans unter den 25.000 Zuschauern bei nur 19 Grad und Dauerregen warm ums Herz. Es folgte eine wahre Wechsel-Arie, beide Teams tauschten Mitte der zweiten Halbzeit nahezu ihr komplettes Personal. Bei Union kommt u.a. Ex-Dynamo Dmytro Bohdanov. Im Zuge seines Wechsels vor einem Jahr wurde die Partie ins Ablöse-Paket eingebaut. Ein Klassenunterschied ist danach nicht mehr zu sehen. Dresden verteidigte weiter leidenschaftlich und brachte den 2:1-Sieg über die Zeit. Das Spiel bis zum Schluss ausgeglichen, sogar mit den besseren Chancen für Dresden. Fazit: Das Team von Trainer Thomas Stamm scheint für die neue Zweitliga-Saison gerüstet.

Aufgrund der guten ersten Hälfte bewertete Rani Khedira die Partie in Dresden sehr positiv: „Ich finde in der ersten Halbzeit haben wir viel Gutes auf den Platz bekommen, viele Umschaltmomente, viele Ballgewinne„, so Khedira am ARD-Mikrofon. „In der zweiten Halbzeit hat man den Unterschied in der Vorbereitung gesehen. Aber im Großen und Ganzen war es ein sehr guter Test gegen eine gute Mannschaft aus Dresden.“ Ähnlich sah es sein Trainer Mauro Lustrinelli. Er lobte den Einsatz seiner Mannschaft. „Was fehlt ist, dass wir uns belohnen„, so der Schweizer. Der Trainer kündigte anschließend gegenüber der ARD Neuzugänge auf mehreren Positionen an: „Es ist normal, dass Neuverpflichtungen in den nächsten Wochen kommen werden.“

Für die Gastgeber aus Dresden war es der letzte Test vor dem Zweitliga-Start am 09.08. in Nürnberg. Auf die Eisernen wartet direkt am Sonntag der nächste Härtetest: Um 14 Uhr geht es gegen den italienischen Erstligisten Cagliari Calcio. In die Bundesliga startet Union Berlin am 29.08. zuhause gegen Eintracht Frankfurt.

Dynamo gegen Cottbus im Test: Sieg und Niederlage

Testspiel

Zwei Test-Spiele, zwei Teams, zwei Schiris, zwei Plätze

Nach 180 Minuten steht es zwischen Dynamo Dresden und Energie Cottbus 3:3. Jede Mannschaft gewinnt jeweils ein Spiel. Trainer und Spieler der Vereine sprechen über die Erkenntnisse aus dem XXL-Vergleich.

Wettkampfpraxis wichtig

Beide Vereine hatten diesen Test mit zwei Spielen über die volle Distanz von jeweils 90 Minuten vereinbart, um zwei Wochen vor dem Start der Saison 2026/27 in der 2. Fußball-Bundesliga möglichst vielen Spielern Wettkampfpraxis zu geben. Die Spiele fanden im Dynamo-Trainingszentrum ohne Zuschauer statt.

Während Dresden bereits zwölf Neuzugänge verpflichtet und kaum Verletzungssorgen hat, musste Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz in diesem Testspiel improvisieren. Mit den neu verpflichteten Ryan Malone und Fousseny Doumbia fallen gleich zwei Innenverteidiger aus. Auch Kapitän Axel Borgmann konnte verletzungsbedingt bisher noch kein Testspiel bestreiten. Für beide war es der vorletzte Test vor dem Start der 2. Bundesliga am 9. August. Dynamo Dresden bestreitet die Generalprobe am nächsten Samstag gegen den 1. FC Union Berlin (14:00 Uhr/live im MDR FERNSEHEN). Energie testet ebenfalls am Samstag noch einmal gegen Werder Bremen (15:00 Uhr).

In den ersten 90 Minuten kassierte das Team von Trainer Thomas Stamm nach zuvor vier Testspiel-Siegen mit 37:0 Toren gegen den Zweitliga-Aufsteiger die ersten Gegentore, die letztlich zur ersten Niederlage führte. Das 1:2 dürfte nach der aufgekommenen Euphorie im Umfeld durch die vielen gelungenen Transfers auch ein Dämpfer zur rechten Zeit sein. „Das hoffe ich“, meinte Torjäger Vincent Vermeij nach dem Spiel. „Es war ein intensives Spiel. Der Gegner hatte ein Niveau, das uns in der 2. Liga jede Woche erwartet und an dem wir uns orientieren müssen.

Start-Elf kann nicht überzeugen

Das Ergebnis ist auch deshalb bemerkenswert, weil Dynamo wie von Stamm angekündigt mit einer Mannschaft antrat, die wohl zu großen Teilen auch am 9. August beim Auftakt in Nürnberg auflaufen wird. Viele Überraschungen gab’s dabei nicht, allenfalls der Innenverteidiger-Platz für Youngster Friedrich Müller.Energie kam im Trainingszentrum im Ostpark (Zuschauer waren nicht zugelassen) besser ins Spiel, aber Dresden ging durch Vermeij in Führung (33.). Praktisch im Gegenzug aber der Ausgleich durch Michelbrink (34.). Nach dem Seitenwechsel drehte Pelivan die Partie nach einer Ecke sogar komplett (52.). Dass es dabei blieb, lag letztlich auch an der mangelnden Effektivität der Dresdner, mehrmals wurden selbst beste Chancen vergeben.

Hauptmann: „Waren zu unsauber“

Der Ausgleich war zu einfach, da war das Zentrum nicht gut genug geschlossen. Auch das Standard-Gegentor werden wir uns anschauen“, erklärte Kapitän Niklas Hauptmann. Seine Analyse: „Wir waren über das ganze Spiel im letzten Drittel zu unsauber. Sowohl im Spielaufbau, als auch beim letzten Pass. Da können und müssen wir einfach ein paar Dinge besser machen.“

Für die zweite Partie zog man nicht nur auf den Nachbarplatz um, sogar der Schiedsrichter wurde getauscht: Für den sächsischen Bundesliga-Aufsteiger Richard Hempel pfiff jetzt Michael Näther.

Die vermeintliche B-Elf hatte die Führung auf dem Fuß, aber Herrmann traf nur den Pfosten (28.). Besser machten es die Cottbuser. Boziaris jagte einen Freistoß aus 22 Metern in die Maschen – keine Chance für Keeper Bethke (37.). Im zweiten Durchgang zog Dynamo an, Neininger traf nach einer Ecke per Kopf zum 1:1 (53.). Und Oehmichen besorgte sogar noch den 2:1-Siegtreffer (66.).

Fazit: Bis zum scharfen Start werden die Karten auf der einen oder anderen Position womöglich doch nochmal neu gemischt. Kommenden Samstag bei der Generalprobe gegen Union Berlin gibt es darauf vielleicht schon eine Antwort.

So spielte Dynamo Dresden

Erstes Spiel: Schreiber – Rossipal, Müller, Keller, Sterner – Rapp, Hauptmann, Wagner – Bobzien, Vermeij, Lemmer

Zweites Spiel: Bethke – Remus, Muhamedbegovic, Neininger, Straudi – Oehmichen, Herrmann (62. Enold), Boeder – Fröling, Daferner, Inanoglu

 

Testspiel gegen Grazer AK erfolgreich mit 5:0 Sieg

Testspiel

Dynamo weiter makellos

Vor rund 700 Zuschauern in der DANA Arena (darunter über die Hälfte Dynamo-Fans) traten die Dresdner im XXL-Test über zweimal 60 Minuten wieder mit zwei komplett verschiedenen Teams pro Halbzeit an. Bei optimalen Fußball-Wetter (24 Grad, bewölkt) hatte die SGD in der ersten Hälfte deutlich mehr vom Spiel, dazu ein klares Chancen-Plus. Nach dem überzeugenden 5:0 gegen den Grazer AK wächst die Euphorie rund um Dynamo Dresden. Im Trainingslager zeigt sich, dass die vielen Neuzugänge bereits gut integriert sind. Dynamo-Trainer Thomas Stamm zieht eine positive Zwischenbilanz des Trainingslagers in Windischgarsten: „Es ist viel Leben in der Mannschaft.“

Zur Halbzeit führte das Team von Thomas Stamm bereits 2:0. Rückkehrer Jonas Sterner zielte am Strafraum genau, die Kugel klatschte an den linken Innenpfosten und von da ins Tor (27.). „Das hat sich ganz gut angefühlt. Früher haben sie zu mir immer gesagt, nicht so viel dribbeln. Jetzt hab ich mal einen Trick gemacht und es hat geklappt“, freute sich Sterner. Und verriet auch, warum: „Ich habe im Urlaub mit meinen Kollegen relativ viel Torschuss gemacht.“ In der Nachspielzeit von Halbzeit eins staubte Youngster Niklas Remus nach einem Keller-Freistoß zum 2:0 ab (62.). Vom GAK, der schon kommendes Wochenende mit einem Pokalspiel in die neue Saison startet, kam wenig Zwingendes. Dynamos Defensive war zumeist auf der Höhe.

Nach dem Seitenwechsel konnte Graz die Partie etwas offener gestalten, doch die Tore schossen weiter die Dresdner. Erst traf Niklas Hauptmann nach toller Vorarbeit von Kaan Inanoglu (96.), Robert Wagner legte nach (109.) und Alex Rossipal netzte zum Endstand ein (119.). Auf der anderen Seite sorgten Keeper Elias Bethke und der Pfosten dafür, dass auch im vierten Test der Vorbereitung wieder bis zum Abpfiff die Null stand. Dynamo bestimmte die Partie über weite Strecken, ließ Ball und Gegner laufen und erspielte sich zahlreiche Chancen. Die Dresdner nutzten jedoch zunächst nicht alle Möglichkeiten konsequent. Erst in der Schlussphase bauten sie den Vorsprung auch ergebnistechnisch deutlich aus.

Es gibt noch Dinge, die wir in der Kommunikation untereinander besser machen können, aber genau dafür ist diese Vorbereitung da. Trotzdem glaube ich, dass man von einem gelungenen Test sprechen kann“, meinte Hauptmann nach dem Spiel. Sah auch Trainer Thomas Stamm so: „Ein paar Dinge waren gut, ein paar müssen wir perspektivisch aber noch besser machen. In der ersten Halbzeit haben wir drei richtig dicke Dinger zugelassen, die eigentlich unnötig waren. Aber was die Umsetzung anbelangt, sind wir auf einem guten Weg.“

Dynamo bleibt noch bis Donnerstag im Trainingslager in Österreich, ehe es zurück nach Dresden geht. Bis zum Saisonstart am 9. August in Nürnberg folgen jetzt noch zwei Testspiele: Kommenden Samstag übt Dynamo Dresden über zweimal 90 Minuten gegen Liga-Konkurrent Cottbus, eine Woche darauf steigt dann die Generalprobe gegen Bundesligist Union Berlin.

So spielte Dynamo

1. Halbzeit: Schreiber – Ezeh, Muhamedbegovic, Keller, Sterner – Boeder, Herrmann (ab 50. Riedel), Oehmichen – Bobzien (ab 50. Remus), Vermeij, Lemmer

2. Halbzeit: Bethke – Rossipal, Müller, Neininger, Straudi – Wagner, Hauptmann, Rapp – Inanoglu, Daferner, Fröling