Fürth bleibt 2. Liga, Essens Traum vom Aufstieg geplatzt

Relegation

Rot-Weiss Essen bleibt der ersehnte Aufstieg in die 2. Bundesliga verwehrt. Die Essener verlieren bei Greuther Fürth mit 0:2. Es ist ein Relegationskrimi. Nach Zittermomenten rettet sich Greuther Fürth doch noch. Rot-Weiss Essen bleibt in der 3. Liga. Zwei Stürmer machen ihren Fans Abschiedsgeschenke.

Die SpVgg Greuther Fürth hat dank ihrer Vorzeigestürmer Noel Futkeu und Branimir Hrgota den ersten Absturz in die Drittklassigkeit nach 29 Jahren doch noch abgewendet. Der ewige Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga bezwang nach einem Stotterstart und späten Zittermomenten Rot-Weiss Essen im Relegationsrückspiel am Ende verdient mit 2:0 (1:0).

Die im Abschluss erschreckend schwachen Gäste aus dem Ruhrgebiet verspielten ihr knappes 1:0 aus dem Hinspiel und verpassten die Rückkehr nach 19 Jahren in die Zweitklassigkeit. Der Video-Referee nahm in der 68. Minute ein vermeintliches Tor von Jaka Cuber Potocnik wegen Abseits zurück. Nach einem Pfostentreffer scheiterte dann auch noch Torben Müsel per Kopf (81.) vor dem leeren Tor.

Die Fürther wurden vor 16.126 Zuschauern zunächst von ihrem Torwart Silas Prüfrock im Spiel gehalten. Dann machten Futkeu (29. Minute) und Hrgota (47.) den Kleeblatt-Fans mit ihren Toren Abschiedsgeschenke: Die beiden Angreifer verlassen die Franken in diesem Sommer als Relegationshelden.

Futkeu – wer sonst!?

Futkeu hatte sich im Hinspiel aufgerieben. Auch aus Sorge um eine Gelbsperre kam der 23 Jahre alte Angreifer, der sich mit 19 Treffern zum Zweitligatorschützenkönig gekürt hatte, gegen die Essener so gut wie gar nicht zum Zug. Diesmal zeigte er wieder seine Klasse. Futkeu, der nach zwei Jahren die Fürther in Richtung Eintracht Frankfurt verlässt, traf wie ein echter Goalgetter aus kurzer Distanz. Die Vorarbeit verdeutlichte die Willensstärke der Franken. Kapitän Branimir Hrgota, der als Rekordtorschütze des Vereins nach sieben Jahren eine neue Herausforderung sucht, rackerte sich über die rechte Seite in den Strafraum. Felix Klaus stocherte dessen Vorarbeit gerade noch so zu Futkeu. Die Fürther Fans tickten für einen Moment aus.

„Die Mannschaft hat mehrfach in der Saison Charakter bewiesen und das wird sie auch heute tun“, äußerte sich der Fürther Geschäftsführer Holger Schwiewagner vor dem Nervenspiel bei Sky zuversichtlich. Sein Team, das sich erst am letzten Spieltag in die Relegation gerettet hatte, hatte zunächst zwar mehr Ballbesitz. Doch die dicken Chancen zur Führung besaßen die Essener. Gianluca Swajkowski tauchte in der zehnten Minute allein vor Kleeblatt-Keeper Prüfrock auf. Doch der 21 Jahre alte Schlussmann wehrte den scharfen Schuss aus elf Metern noch sensationell ab.

Immer wieder Prüfrock

Nur drei Minuten danach lenkte Prüfrock einen mittigen Volleyschuss von Müsel, der im Hinspiel mit einem Traumfreistoß für das Siegtor gesorgt hatte, über die Latte. Fürth durfte sich bei Prüfrock bedanken. Allmählich kamen aber die Hausherren ins Rollen. Eine Flanke von Jannik Dehm (19.) von der rechten Seite senkte sich schlagartig und klatschte auf die Latte. Glück für Essen und Torwart Jakob Golz. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet bekamen nun immer mehr Probleme mit der fränkischen Offensivwucht um Futkeu, Hrgota, Klaus und Sayfallah Ltaief, der anfangs auf der linken Seite nicht zu kontrollieren war.

Während nach dem Seitenwechsel Pyrotechnik aus dem Essener Fanblock flog, sorgte der nächste scheidende Fürther Stürmer für Jubel bei seinen Fans. Hrgota legte sich den Ball im Sechzehnereck auf den starken linken Fuß zurecht und schlenzte ihn unwiderstehlich ins Tor. Die Essener hatten dennoch weiter ihre Gelegenheiten. Abschlüsse wie von Michael Kostka (50.) waren aber viel zu schwach. Auf der Gegenseite rettete Golz gegen den dauergefährlichen Futkeu (56.). Die Fürther Defensive war nicht immer sicher – sie hielt dem Schlussdruck aber stand.

Rudelbildung nach dem Schlusspfiff

Nicht zuletzt das Rückspiel war am Ende extrem hitzig. Nach dem Schlusspfiff gab es auch noch eine Rudelbildung unter anderen um den Essener Ruben Reisig. Der herbei gelaufene frühere Fürther Dickson Abiama stieß dann auch noch Kleeblatt-Profi Paul Will, der zu Boden fiel. Bei den Essenern blieb viel Frust, einige Spieler vergossen sogar Tränen. Nach dem 1:0 im Hinspiel verpassten sie den Sprung in die 2. Bundesliga nach 19 Jahren – obwohl sie beste Chancen hatten. Hüning, der Essen auf den letzten Drücker erst in die Relegation geschossen hatte, fühlte sich am Ende „komplett leer“. Torwart Jakob Golz räumte ein: „Es tut unfassbar weh.“ Trainer Uwe Koschinat empfand aber auch viel Stolz: „RWE hat Eindruck in Deutschland hinterlassen. Das bleibt irgendwann, wenn der Schmerz vorbei ist.“

Paderborn steigt auf, Wolfsburg spielt 2. Bundesliga

Relegation

Der SC Paderborn hat den dritten Bundesliga-Aufstieg seiner Vereinsgeschichte perfekt gemacht

Der VfL Wolfsburg hat die Relegation gegen den SC Paderborn dramatisch verloren und steigt zum ersten Mal in seiner Geschichte aus der Fußball-Bundesliga ab. Die lange in Unterzahl spielende Mannschaft von Coach Dieter Hecking unterlag den Ostwestfalen im Rückspiel mit 1:2 (1:1, 1:1) nach Verlängerung. Der SCP bejubelte den dritten Aufstieg in die Erstklassigkeit nach 2014 und 2019. Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Paderborner Stadion erzielten Filip Bilbija (38. Minute) und Laurin Curda (100.) die Tore für die von Ralf Kettemann trainierten Gastgeber. Anders als beim 0:0 im Hinspiel präsentierte sich der SCP diesmal offensiv druckvoll.

Für Wolfsburg reicht es dagegen nur zu einem schnellen Tor. Der Führungstreffer von Dzenan Pejcinovic (3.) war zu wenig. Joakim Maehle sah Gelb-Rot (14.) und schwächte seine Mannschaft, die ihre Aufholjagd der vergangenen Wochen nicht vollenden konnte, entscheidend. Erst mit acht Punkten aus den letzten fünf Bundesligaspielen hatte sich der VfL überhaupt die Chance in den Entscheidungsspielen erarbeitet. Am Ende einer von Anfang an völlig verkorksten Saison stehen nun Trauer und Enttäuschung. In den kommenden Wochen muss beim millionenschweren Volkswagen-Club eine umfassende Aufarbeitung der Spielzeit erfolgen.„Wir müssen heute einen drauflegen, wenn wir in der Liga bleiben wollen“, hatte Hecking vor dem Spiel bei Sat.1 gesagt. Und seine Mannschaft nahm den 61-Jährigen zu Beginn der Partie beim Wort. Wolfsburg legte einen Traumstart hin. Adam Daghim sprintete die linke Außenbahn entlang, legte zurück und Pejcinovic ließ die mitgereisten VfL-Fans mit einem platzierten Flachschuss ins Eck jubeln.

Paderborn ließ sich durch den frühen Rückstand jedoch nicht nachhaltig beeindrucken. Die Ostwestfalen, die von ihren Fans mit einem Busempfang und Feuerwerk auf das Spiel eingestimmt worden waren, zeigten eine gute Reaktion und erarbeiteten sich Feldvorteile. Der Lohn war zunächst zwar kein Tor, aber die Überzahl. Maehle, der kurz zuvor erst bei einer Rudelbildung Gelb gesehen hatte, ging übermotiviert in einen Zweikampf mit Mattes Hansen. Schiedsrichter Felix Zwayer zögerte nicht und schickte den Dänen vom Platz.

Paderborn belohnt sich für hohen Aufwand

In Unterzahl zog sich Wolfsburg zurück, Paderborn baute Druck auf. Der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. Ein Schuss von Mika Baur rauschte noch knapp am Tor vorbei. Bei einem Versuch von Santiago Castaneda war Kamil Grabara im Wolfsburger Tor zur Stelle. Dann ließ Bilbija die Arena erzittern. Der 26-Jährige traf nach einem verlängerten Einwurf per Kopf. Das Spiel auf ein Tor setzte sich nach der Halbzeit fort. Jeanuel Belocian und Christian Eriksen retteten bei einer Paderborner-Doppelchance in höchster Not für Wolfsburg. Sebastian Klaas traf mit einem wuchtigen Schuss nur den Pfosten.

Von Wolfsburg kam offensiv quasi nichts. Angesichts des Kader-Potenzials des Bundesligisten war das trotz der Unterzahl erstaunlich. Ein Beleg für die Einseitigkeit der Partie war auch die Statistik: Nach einer guten Stunde hatte der SCP 13 Ecken getreten, der VfL eine. 19:2 standen am Ende in der Statistik. Ähnlich deutlich die Verteilung der Torschüsse. Paderborn hatte 39, Wolfsburg acht.

Trotz der Unterlegenheit retteten sich die Gäste irgendwie in die Verlängerung, auch weil Sven Michel für Paderborn in der Nachspielzeit erneut nur den Pfosten traf. Doch in der Verlängerung kassierten die Niedersachsen das 1:2. Curda brachte den Zweitligisten verdient in Führung und verwandelte das kleine Paderborner Stadion in ein Tollhaus.

Dynamo zahlt 91.200 Euro Strafe & Teilausschluss für Ausschreitungen

News-2

Der DFB hat am Mittwoch die Strafe für die beiden Vereine bekannt gegeben: Dresden muss 91.200 Euro zahlen, wovon 30.400 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwendet werden dürfen. Außerdem gibt es beim folgenden Heimspiel einen Zuschauer-Teilausschluss. Die „K-Blöcke“ (Blöcke K 1 bis K 5) im Rudolf-Harbig-Stadion werden dann geschlossen sein. Ein weiteres Spiel mit einem derartigen Teilausschluss wurde als Strafe auf Bewährung verhängt – die Bewährungszeit läuft bis zum 30. Juni 2027. Hertha BSC muss 152.000 Euro Strafe zahlen, wovon 50.500 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwendet werden dürfen.

Die „K-Blöcke“ (Blöcke K 1 bis K 5) werden geschlossen

Außerdem wurde beiden Vereinen auferlegt, unter Einbeziehung der Abteilung Sicherheit des DFB ein gemeinsames Sicherheitskonzept zu erstellen und durchzusetzen. Teil dessen ist, dass bei den nächsten beiden Spielen zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC in der folgenden Saison – unabhängig davon, ob in der 2. Liga oder im DFB-Pokal – jeweils nur die Hälfte des zulässigen Kartenkontingents des Gästebereichs verkauft werden darf. Zudem müssen die Gästetickets personalisiert werden. Und Hertha und Dynamo müssen mindestens 30 eigene qualifizierte Ordnungskräfte im Rahmen des jeweiligen Auswärtsspiels einsetzen. Die Vereine können gegen die Entscheidung des DFB innerhalb von 24 Stunden Einspruch einlegen.

Am Karsamstag 2026 war Hertha BSC am 28. Spieltag der 2. Bundesliga bei Dynamo Dresden zu Gast. Es kam zu ungewohnt heftigen Ausschreitungen einzelner Fan-Gruppierungen beider Vereine: Dynamo-Fans liefen über den Platz zum Hertha-Block und warfen pyrotechnische Gegenstände auf die Tribüne. Die Berliner Fans warfen ihrerseits ebenfalls mit pyrotechnischen Gegenständen auf die Dresdner, die sich im Stadioninnenraum befanden. Die Polizei schaffte es zwar, die Situation zu beruhigen, aber die Partie war insgesamt 19 Minuten lang unterbrochen und es gab mindestens 17 verletzte Personen.

Die zuständigen Verbandsverantwortlichen fanden zu dem Sachverhalt deutliche Worte: „Ich kann mich an kaum einen Fall erinnern, bei dem Pyrotechnik in einem solchen Ausmaß als Waffe gegen Menschen eingesetzt wurde. Das ist nicht tolerierbar, dafür kann es keine Entschuldigung, keine Ausrede und auch keine Nachsicht geben. Damit wurde eine Grenze überschritten. Da der Fall kein Standardfall ist, muss auch die Sanktion vom Standard abweichen“, sagte Stephan Oberholz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts. Der Zuschauer-Teilausschluss sei eine harte Sanktion, diese beschränke sich aber gezielt auf die Tribünenbereiche, aus denen die Unruhestifter bei den Ausschreitungen kamen.

Auch Thomas Bergmann, DFB-Vizepräsident für Rechtsangelegenheiten, äußerte sich: „Wir reden über einen Gewaltexzess, der uns alle fassungslos macht.“ Der Dialog und Austausch mit den Vereinen sei weiterhin zentrales Element der DFB-Politik, aber: „Wenn niedrigschwellige Maßnahmen erkennbar nicht greifen, wenn auch die Selbstregulierung in den Fanszenen nicht wirkt, dann muss dies fühlbare Konsequenzen haben.“ Es seien „drastische Maßnahmen“, die aber ein Großteil der friedlichen Fußballfans befürworte: „Denn: Was in Dresden passiert ist, darf sich nicht wiederholen.“

Vermeij schiesst Dynamo Dresden zum Klassenerhalt

News-3

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sichern die Schwarz-Gelben ihren Verbleib in der 2. Bundesliga. Durch das 2:1 gegen Holstein Kiel gelang es aus eigener Kraft. Doppeltorschütze Vincent Vermeij ragte aus einem sehr überzeugenden Kollektiv heraus. Emotional wurde es schon vor dem Spiel, als Stefan Kutschke von den Fans verabschiedet wurde. Dynamo Dresden war in der Hinrunde schon totgesagt, ist nach einer bärenstarken Rückrunde aber wieder auferstanden und spielt auch in der neuen Saison in der 2. Bundesliga. Die KSV Holstein, die im vergangenen Jahr aus der Bundesliga abgestiegen war, beendete eine schwierige Zweitliga-Saison auf dem zwölften Tabellenplatz.

Abschied für Stefan Kutschke

So aber war es vor ausverkauftem Haus (30.644 Zuschauer) ein rundum gelungenes Fußballfest und ein perfekter Abschluss für Stefan Kutschke. Der 37-jährige Dresdner „Fußballgott“ beendete am Sonntag (17. Mai) seine Karriere nach 182 Spielen und 52 Toren im Dynamo-Dress. Er war schon vor dem Spiel zu Tränen gerührt, als sich die Fans mit einer tollen Choreografie verabschiedeten.

Vermeij macht Klassenerhalt klar

Schon früh zeigte sich, welches Team noch Punkte für den Klassenerhalt brauchte und welches nicht mehr. Dresden drängte die „Störche“ sofort in deren eigene Hälfte zurück und hatte durch den ehemaligen Holstein-Profi Robert Wagner nach sechs Minuten eine exzellente Torchance, die Ivan Nekic aber zunichte machte. Bei einer Ecke des früheren Rostockers Alexander Rossipal stellten sich die Norddeutschen bald darauf aber nicht gut an. Vincent Vermeij sprang der Ball auf den Oberschenkel und von dort zum 1:0 ins Kieler Tor (14.). Hatte der Niederländer in der Situation noch etwas Glück gehabt, zeigte er in der 36. Minute eindrucksvoll sein Durchsetzungsvermögen. Vermeij sprang entschlossen in die nicht leicht zu erreichende Flanke des gebürtigen Hannoveraners Kofi Amoako und köpfte zum 2:0 ein.

Dass Dynamo mit dem Vorsprung auch in die Kabine ging, hatten sie Tim Schreiber zu verdanken. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verhinderte der SGD-Torhüter das 1:2. Er parierte einen Strafstoß von Alexander Bernhardsson saustark. Er lenkte den Schuss zuerst an den Pfosten – von dort sprang der Ball an die Unterkante der Latte und zurück ins Spielfeld.

Harres trifft für die Störche

Nach der Pause und dem Blick auf die anderen Plätze – Fürth führte mit 3:0 gegen Düsseldorf – konnte es Dynamo gelassener angehen. Es gab zwar hin und wieder den Hauch von Torchancen, aber eben keine zwingenden Aktionen. Dresden hatte nach einer Stunde eine Chance durch Rossipal, doch Holstein-Schlussmann Timo Weiner war zur Stelle. Die Kieler erhöhten in der Schlussphase noch einmal das Engagement und kamen auch noch zum Anschlusstreffer. Angreifer Phil Harres sorgte in der 81. Minute mit einem schönen Schuss aus der Drehung in den linken oberen Torwinkel für das 1:2 aus Kieler Sicht. Mehr ließen die Gastgeber aber nicht zu.

Am Ende jubelte aber die SGD – über den Klassenerhalt nach einer famosen Rückrunde. Gemeinsam mit den Fans feierten die Spieler ein weiteres Jahr in der 2. Liga noch lange nach dem Abpfiff. Kutschke genoss das Bad im Fanblock und wird von seinem Trainer Thomas Stamm schon jetzt vermisst. „Er wird als Persönlichkeit fehlen.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 34
| Rudolf Harbig Stadion | 17.Mai.2026-15:30
Dynamo Dresden
S S N S N
2 : 1
Endstand
Holstein Kiel
S S S S N
Vincent Vermeij
14'
Vincent Vermeij
36'
Phil Harres
81'
Tore
Tor
36'
81'
Tor
1. Halbzeit
45' 15' 30'
5'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
Holstein Kiel
Am Tor vorbei 8
Schüsse auf das Tor 2
Schüsse auf das Tor 3
Am Tor vorbei 6
2 Tore 1
40 Ballbesitz 60
57% Zweikampfquote 43%
3 Ecken 9
14 Fouls 17
4 Abseits 0
2 Gelbe Karten 3
347 Pässe 509
10 Torschüsse gesamt 9
2 Schüsse auf das Tor 3
8 Schüsse neben das Tor 6
26 Einwürfe 23
17 Freistöße 14
19 Dribblings 20
10 Flanken 16

 

 

Noch kein Klassenerhalt, Dynamo ohne BigPoints in Braunschweig

Niederlage

Klassenerhalt vertagt

Dynamo verliert letztes Auswärtsspiel der Saison in Braunschweig. Beim 2:1 (1:0)-Sieg gegen Dynamo Dresden wurde Braunschweigs Keeper Ron-Thorben Hoffmann zum Helden. Nach der 1:2-Niederlage bei Eintracht Braunschweig spricht Dynamo-Trainer Thomas Stamm über vergebene Chancen, personelle Sorgen und feste Elfmeterschützen. Dynamo hat damit im Kampf um den Klassenerhalt alles in den eigenen Händen.

Dresden, nach zuvor drei Siegen aus vier Spielen schon fast aller Abstiegssorgen entledigt, startete selbstbewusst und ballsicher. Die Eintracht spielte zunächst einmal voll auf Absicherung und lauerte auf Umschaltsituationen.Erstmals gefährlich wurde es aber erst durch eine Dresdner Unachtsamkeit, die Braunschweig sofort zur Führung nutzte: Die Gäste klärten eine Hereingabe zentral vor den eigenen Strafraum, Lino Tempelmann schnappte sich die Kugel, die auf Umwegen bei Flick landete – der vollendete aus rund 14 Metern flach zum 1:0 ins linke Eck. Dresden schaffte fast die schnelle Antwort: Im Gegenzug lief Robert Wagner über rechts durch und steckte durch auf den freistehenden Vincent Vermeij, doch Keeper Hoffmann rettete mit einem starken Reflex. Ceka hatte eine weitere Chance zum Ausgleich, doch erneut klärte Hoffmann (34.). Die Dresdner blieben auch bis zur Pause das offensivere Team, aber Braunschweig stand gut und ließ wenig zu.

Braunschweig eiskalt, R.T. Hoffmann wird zum Held

Dafür schlug Braunschweig wie schon vor der Pause auch in Halbzeit zwei beim ersten Angriff zu, wieder sah die Dynamo-Abwehr schlecht aus: Fabio Kaufmann konnte ungehindert von der rechten Seite an den Fünfmeterraum flanken, Keeper Tim Schreiber bewegte sich zu spät von der Linie, Alidou drückte den Ball zum umjubelten 2:0 über die Linie. Dresden hatte sich zum zweiten Mal im fremden Stadion auskontern lassen – bekam aber durch eine umstrittene Elfmeterentscheidung die Chance, zurück ins Spiel zu kommen: Kaufmann traf bei einem Befreiungsschlag im Strafraum den hinter ihm heraneilenden Vermeij mit dem Arm am Kopf. Niemals Absicht, zumal der Ball schon längst weg war. Christian Dingert wurde trotzdem an den Monitor geschickt, um sich die Szene anzuschauen – und entschied auf Elfmeter. Kutschke schoss scharf, aber nicht platziert genug. Keeper Hoffmann war im richtigen Eck und lenkte die Kugel ab.

Es war bereits der dritte Elfmeter in der laufenden Saison, den Hoffmann parieren konnte. Der Eintracht-Keeper verschwand danach in einer Jubeltraube – die Braunschweiger feierten den gehaltenen Elfer schon wie den vorzeitigen Klassenerhalt. Die Gastgeber mussten aber weiter zittern, ihr starker Keeper blieb im Blickpunkt: Hoffmann lenkte einen gefährlichen Schuss von Jakob Lemmer über die Latte (82.) – und war dann vier Minuten vor dem Ende doch geschlagen: Nach einer Ecke von Alexander Rossipal köpfte Kutschke den Ball zum 1:2 ins lange Eck. Dresden blieb bis zum Schluss am Drücker, Ben Bobzien hatte in der fünften Minute der Nachspielzeit noch einmal die Riesenschance zum Ausgleich, aber Hoffmann wehrte erneut ab. Im Anschluss traf Tony Menzel noch einmal den Querbalken – am Ende brachte Braunschweig den Vorsprung auch mit Glück über die Zeit. „Typisch Eintracht“, nannte Hoffmann den Sieg seines Team: „Immer dann, wenn wir müssen, sind wir da.“ Und haben nun alles in den eigenen Händen.

Dynamos Klassenerhalt in der 2. Bundesliga, der mit einem Sieg oder Unentschieden sicher gewesen wäre, ist damit vertagt. Spielt die Konkurrenz mit, könnte Dynamo schon morgen den Klassenerhalt feiern. Andernfalls muss die SGD den zweiten Matchball im letzten Spiel der Saison zu Hause gegen Kiel nutzen. Die Niedersachsen haben die vermeintlich schlechtere Karte, sie müssen am letzten Spieltag zu Bundesliga-Aufsteiger und Zweitliga-Meister FC Schalke 04.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 33
| Eintracht-Stadion | 09.Mai.2026-13:00
Eintracht Braunschweig
U N U S N
2 : 1
Endstand
Dynamo Dresden
N S S N S
Florian Flick
20'
Stefan Kutschke
86'
Tore
86'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
1'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
3'

Dynamo holt wichtigen Sieg im Abstiegskampf gegen Kaiserslautern

Heimsieg

Dynamo Dresden hat am Samstag einen wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm gewann vor 31.403 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte Vincent Vermeij in der 68. Minute. Der 1. FC Kaiserslautern kann seinen Negativlauf nicht stoppen und geht in der Schlussphase der Saison zum dritten Mal hintereinander komplett leer aus.

Dynamo in Halbzeit eins das bessere Team

Die Ausgangslage war klar. Dresden brauchte im Abstiegskampf jeden Punkt, für Kaiserlautern ging es tabellarisch um nicht mehr allzu viel. Nachdem sich beide Teams in den ersten Minuten intensiv im Mittelfeld duellierten, kamen die Gäste erstmals gefährlich in die Nähe des SGD-Kastens. Bevor es jedoch richtig brenzlig wurde, konnte Friedrich Müller vor Mergim Berisha klären (10.). Nach dieser Aktion übernahmen die noch gegen den Abstieg kämpfende SGD das Kommando. In der 13. Minute war Krahl gegen Niklas Hauptmann zur Stelle, der nach einem langen Ball frei durch war. Kurz darauf zischte ein Schuss von Robert Wagner knapp über die Querlatte (15.). Mit fortschreitender Spielzeit wurde Dynamos Außenstürmer und Mainz-Leihgabe Ben Bobzien immer stärker. In der 24. Minute dribbelte der 23-Jährige gleich zwei FCK-Verteidiger aus, setzte seinen Abschluss aber deutlich über das Tor.

Die Pfälzer kamen über kleine Nadelstiche nicht hinaus. Lautern meldete sich nach einer halben Stunde erstmals ernsthaft vorne an. Nach Zuspiel von Fabian Kunze schloss Semih Sahin im Strafraum mal direkt ab, der Ball flog aber am Tor vorbei (29.). Vier Minuten später nahm Bobzien einen Fehlpass von FCK-Keeper Krahl an, stürmte in den Strafraum, schoss aber deutlich links am Kasten vorbei (33.). Auch die beste Chance der ersten 45 Minuten vergab der gebürtige Gießener. Seinen Abschluss Richtung kurzes Eck parierte Krahl stark via Fußabwehr (38.). Bis zur Pause sorgte vor allem Ben Bobzien immer wieder für Unruhe vor dem Kaiserslauterer Tor. Die Gäste waren deshalb mit dem 0:0 zur Halbzeit gut bedient. 60 Prozent Ballbesitz für Dynamo bei 9:1 Torschüssen standen da zu Buche.

Lautern wird besser, Vermeij sorgt für Dresdner Jubel

Beide Teams kamen ohne personelle Veränderungen aus der Pause und wieder war es der starke Bobzien, der für das erste Ausrufezeichen der zweiten Hälfte sorgte. Er setzte sich mit einem überragenden Dribbling gegen vier Gegenspieler durch und spielte den Ball dann auf Vincent Vermeij, der an Krahl scheiterte, aber ohnehin wohl im Abseits stand (54.). Doch nach einer Stunde war klar: Auch Lautern spielte mit.  Der FCK war insgesamt präsenter und gab durch Joly nach knapp einer Stunde einen nicht ganz ungefährlichen Distanzschuss ab (56.). In der 66. Minute brachte Lieberknecht Norman Bassette und David Schramm aus der U21 für Ritter und Robinson. Nachdem Maxwell Gyamfi im Laufduell gegen Vincent Vermeij geklammert hatte, beließ es Schiedsrichter Patrick Alt bei der gelben Karten (61.).

Nur zwei Minuten später gerieten die Gäste dann in Rückstand. Wieder ging es über Bobzien. Der legte den Ball zurück auf Alexander Rossipal und dessen Hereingabe verwertete in der Mitte Vermeij, indem er einfach den Fuß reinstellte und zur verdienten Führung ins lange Eck traf (68.).

SGD verpasst das 2:0

Mit dem Rückstand und zahlreichen Wechseln auf beiden Seiten, nahm die Partie spürbar an Fahrt auf. Die Gäste wurden aktiver, wirkliche Torgefahr ging von den Pfälzern allerdings nicht aus, man kam nur zu Halbchancen, weil Dresden konsequent dagegenhielt. Für die Sachsen eröffneten sich dadurch Räume, die sie aber nicht zu nutzen wussten. Die SGD ließ allerdings alle Chancen auf ein 2:0 und damit eine Vorentscheidung aus: Der Abschluss des eingewechselten Luca Herrmann wurde im allerletzten Moment geblockt (81.) und auch Christoph Daferners Flachschuss fand nicht den Weg ins FCK-Tor (87.). In der Shlussphase ging es zwar hin und her, vor den Toren tat sich aber nichts mehr.

Nach dem Sieg steht die SGD bei soliden 38 Zählern. Die Sachsen müssen allerdings auch in den beiden verbliebenen Partien bei Eintracht Braunschweig und gegen Holstein Kiel punkten, um den Klassenerhalt endgültig klarzumachen. Kaiserslautern, das die dritte Niederlage in Serie kassierte, bleibt mit 46 Zählern Siebter.

Stimmen

„Schön, dass wir uns heute belohnen“, sagte Dresdens Trainer Stamm. Was der Sieg wert sei, könne er nach dem letzten Spieltag sagen. Sein Team habe vor allem Geduld gezeigt. „Heute war Druck drauf, deshalb sind wir erleichtert. Aber wissen auch, dass es noch nicht durch aus“, sagte auch Niklas Hauptmann mit Blick auf den Abstiegskampf.

Lauterns Trainer Torsten Lieberknecht erklärte: „Uns fehlt aktuell die Leichtigkeit und die Frische in den Köpfen, um hier offensiv besser in Erscheinung zu treten. Es war ein ausgeglichenes Spiel, dann waren wir den einen Moment unachtsam.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 32
| Rudolf Harbig Stadion | 02.Mai.2026-13:00
Dynamo Dresden
N N S S N
1 : 0
Endstand
1.FC Kaiserslautern
N S S N N
Vincent Vermeij
68'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
7'
Tore

 

 

Dynamo Dresden unterliegt Fortuna Düsseldorf im Abstiegskracher

News-10

Die SG Dynamo Dresden hat den Abstiegskracher bei Fortuna Düsseldorf mit 1:3 (0:2) verloren. Über weite Strecken zeigte sich die Stamm-Elf zwar mehr am Ball, war jedoch nicht zielstrebig genug, um gegen ein höchst effektives Düsseldorf zu punkten. Im Mittelpunkt stand zudem ein starker Florian Kastenmeier, der nicht nur mit Paraden, sondern auch mit einer Vorlage glänzte.

Kastenmeier leitet Düsseldorfs Führung ein

Im Duell des Rückrundentabellen-Fünfzehnten gegen den -Vierten startete Dynamo mit der Favoritenrolle und den zuletzt starken Ergebnissen im Rücken selbstbewusst in die Partie. Durchaus offensiv positioniert lauerte Schwarz-Gelb auf Fehler: einen zu kurz geratenen Fehlpass setzte Vincent Vermeij per Lupfer jedoch neben das Tor (3.) und auch Kofi Amoako nutzte die Räume hinter der Kette nicht gut genug (8.). Dann ein langer Abschlag von Keeper Florian Kastenmeier rutschte durch bis zu Itten, der frei auf das Dresdner Tor zulief. Souverän überwand der mit Abstand beste Torschütze der Düsseldorfer Schlussmann Tim Schreiber. Per Lupfer traf der Top-Torjäger der Fortuna mit der ersten echten Chance zum 1:0 (11.). Die Dresdner versuchten zu antworten: Jason Ceka hatte die erste gute Chance nach einer Ecke, verzog aber aus aussichtsreicher Position (16.).

Iyoha mit dem zweiten Tor vor der Pause

Es lief weiter alles für die Fortuna, die direkt im Gegenzug bei einer Ecke mehr Glück hatte: Iyoha fiel der Ball vor die Füße, sein Schuss wurde noch von Robert Wagner abgefälscht und trudelte zum 2:0 ins rechte Eck. Die Dresdner wirkten durch den Rückstand angestachelt, verstärkten den Druck. Die Fortuna wackelte: Ein Klärungsversuch von Tim Oberdorf per Kopf hätte fast den Anschluss gebracht, der Ball flog nur knapp am eigenen Kasten vorbei (29.). Fünf Minuten später hatte Wagner die beste Chance zum Anschlusstreffer, Kastenmeier parierte glänzend. In einem unterhaltsamen Spiel hatte auch Dynamo seine Chancen. So scheiterte Wagner am starken Kastenmeier (34.), auf der Gegenseite parierte Schreiber gegen Itten (41.).

Joker macht den Deckel drauf

Zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte sich mit ballbesitzorientieren Dresdnern und lauernden Fortunen ein unverändertes Bild. Die Dresdner blieben auch nach der Pause am Drücker, versuchten einen Weg in dieses Spiel zu finden: Ben Bobzien hatte die nächste gute Möglichkeit zum Anschluss, kam aber auch nicht am erneut starken Kastenmeier vorbei. Die Chance zum Anschluss entstand jedoch schnell aus einem hohen Ballgewinn durch Alexander Rossipal, der mit seinem Steckpass Ben Bobzien fand. Aus spitzem Winkel scheiterte der Dribbler aber am stark aufspielenden Kastenmeier. Viel mehr im Stile einer Spitzenmannschaft, als in der eines Abstiegskandidaten, nutzte die Fortuna die dritte echte Chance zum dritten Tor: Nach einem Einwurf kochte Itten auf der Außenbahn Julian Pauli ab und spielte anschließend flach in Richtung Elfmeterpunkt, wo der eingewechselte Luca Raimund zur Vorentscheidung nur noch die Innenseite hinhalten musste (58.).

Die Dresdner waren nach dem dritten Konter-Gegentor bedient, der Sieg für die Fortuna hätte am Ende auch noch deutlicher ausfallen können: Dynamo-Keeper Schreiber verhinderte das 0:4, lenkte einen Kopfball von Anouar El Azzouzi an die Latte (69.). Dynamo bewies Moral, arbeitete weiter am Tor und belohnte sich kurz vor Schluss noch mit dem 1:3: nach Flanke von Bobzien lief der eingewechselte Jakob Lemmer passgenau ein und köpfte ins Netz (90.). Kurz darauf verpasste Herrmann noch den unmittelbaren Anschluss, sodass es beim 1:3 blieb.

„Ich will kein schlechter Verlierer sein, Glückwunsch an die Fortuna“, holte Stürmer Vincent Vermeij nach seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte aus. „Aber die Art und Weise ist sehr ärgerlich. Das war vom Gefühl her nicht verdient. Wir waren klar besser, haben unsere Chancen aber nicht genutzt. Düsseldorf dagegen hat halbe Chancen und unsere Fehler genutzt.“

Sorgen um Jonas Sterner

„Es gibt Sachen, auf die wir keinen Einfluss haben. Wir hätten meiner Meinung nach einen klaren Elfmeter an Robert Wagner bekommen müssen, der zuerst im 16er mit der Brust den Ball spielt und dann das hohe Bein an die Brust bekommt. Bei der Ecke zum 0:2 ist es vorher ein klares Foul an Niklas Hauptmann und dann eben die Sache mit Jonas. Müssen wir akzeptieren. Der Schiedsrichter hat diese Linie gewählt“, so Stamm, der damit auch einen nicht geahndeten Ellenbogenschlag von Cedric Itten gegen Jonas Sterner kurz vor Schluss ansprach.

„Eine klare Tätlichkeit. Dass die Szene nicht gecheckt wird, ist Wahnsinn“, ärgerte sich Stamm einerseits und muss andererseits um seinen Rechtsverteidiger bangen, bei dem kurz nach Spielende der Verdacht auf eine schwere Gesichtsverletzung vorlag. Nicht ausgeschlossen, dass der ins Krankenhaus gebrachte Sterner den Saisonendspurt deshalb verpasst.

Düsseldorf auf Schalke, Dresden gegen Kaiserslautern

Fazit nach dem alles in allem verkorksten Abend, der durch den Braunschweig-Sieg in Kaiserslautern nicht besser wurde: Schnell abhaken und weitermachen! Stamm: „Wir können in den letzten drei Spielen mit der nötigen Effizienz immer punkten, haben es immer noch selber in der Hand. Das hat uns vor ein paar Wochen keiner zugetraut. So müssen wir in die nächsten Spiele gehen.“ Am besten schon nächsten Samstag gegen Lautern!

Die Düsseldorfer schöpften mit dem Sieg neue Hoffnung, das Restprogramm hat es aber in sich: Mit Schalke und Elversberg muss die Fortuna noch gegen zwei Aufstiegsapiranten spielen. Das Gastspiel beim FC Schalke steht in der kommenden Woche am 32. Spieltag an, im Topspiel am Samstagabend (20.30 Uhr). Dresden empfängt am Samstagmittag (13 Uhr) den 1. FC Kaiserslautern.

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 31
| Merkur Spiel-Arena | 24.Apr..2026-18:30
Fortuna Düsseldorf
N N N N N
3 : 1
Endstand
Dynamo Dresden
S N N S S
Cedric Itten
11'
Emmanuel Iyoha
17'
Luca Raimund
58'
Jakob Lemmer
90'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
1'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Tore
11'
17'
Tor
58'
90'
Tor

 

Bochum schwach, Dynamo Dresden mit souveränen Sieg

News-13

Dynamo Dresden trotzt einmal mehr personellen Rückschlägen. Kurzfristig fällt Stammtorwart Tim Schreiber aus. Die Mannschaft lässt sich nicht beirren – und gewinnt hochverdient gegen den VfL Bochum. Der Erfolg ist hochverdient in einem sehr stimmungsvollen, fußballerisch sehr ansehnlichen Spiel. Der Tabellenletzte der Hinrunde gewinnt sein Heimspiel gegen den VfL Bochum mit 2:0 (1:0) und macht vier Spieltage vor Saisonschluss einen großen Schritt zum Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga. Auf den ersten direkten Abstiegsplatz hat die SGD fünf Punkte Vorsprung. Zudem rückt sie bis auf einen Zähler an Bochum ran.

Torwart-Alarm bei Dynamo Dresden

Für das wichtige Heimspiel am Samstag gegen den VfL Bochum fielen gleich vier Keeper aus! Auch Stammtorwart Schreiber verletzte sich, die etatmäßige Nummer eins verletzte sich am Freitag beim Abschlusstraining. Nach Informationen wurde wohl ein kleiner Muskelfaserriss diagnostiziert. Auch Winter-Verpflichtung Elias Bethke (23) kann ihn nicht ersetzen. Der Ex-Cottbuser, der beim Drittligisten fast die komplette Hinrunde wegen eines Sehnenrisses ausfiel, hatte sich im März erneut verletzt. Die Bauchmuskelzerrung macht noch immer Probleme, auch er musste am Freitag das Training abbrechen. Lennart Grill (27), der im Sommer von Union Berlin kam und im Herbst Schreiber aus dem Tor verdrängt hatte, ist nach seiner schweren Knieverletzung vom November erst im Aufbautraining, kann ebenfalls nicht einspringen.

Und als ob das alles noch nicht reichen würde, darf auch Maximus Fritzsche (17) nicht ran. Das Riesen-Talent – im doppelten Sinne, denn er ist 2,03 Meter groß – trainierte zuletzt zwar regelmäßig bei den Profis mit. Sah aber am vergangenen Wochenende im U19-Spiel bei Viktoria Berlin (3:1) die rote Karte, ist damit gesperrt. Bedeutet: Daniel Mesenhöler (30) feiert gegen Bochum seine Zweitliga-Premiere für Dynamo Dresden. Der zweite Ersatz-Torwart ist in der laufenden Saison noch ohne Pflichtspiel-Einsatz. Im Januar 2024 aus der Vereinslosigkeit verpflichtet, kam er bisher zu vier Partien im Sachsenpokal und einer in der dritten Liga. Trainer Thomas Stamm betont immer wieder, dass Mesenhöler ein wichtiger Bestandteil des Profi-Kaders ist, lobte bereits mehrfach seinen Trainingsfleiß und die Tatsache, sich ohne zu Murren hintenanzustellen. Auf der Bank sitzt als Ersatztorwart diesmal Marlon Grafe (19), der sonst das Tor des U23-Teams in der Sachsenliga hütet (20 Saisonspiele, zwölf Mal zu null).

Erste Chance, erstes Tor für Dynamo

Die Partie begann mit einer beeindruckenden Choreo der Dynamo-Fans zu Ehren der Stadtgeschichte. Die Choreo war noch nicht abgebaut, da stand es schon 1:0.  Nach nur wenigen Minuten passte Bobzien von links flach in die Mitte. Niklas Hauptmann verpasste noch, aber Ceka traf mit links aus gut sieben Metern flach ins rechte Eck. Es war das zweite Tor für den Winterneuzugang aus Elversberg. Zehn Minuten später hätte Dresden mit großer Wahrscheinlichkeit einen Elfmeter zugesprochen bekommen – hätte sich Kofi Amoako im Strafraum fallen lassen, als ihn Bochums Francis Onyeka klar am Trikot festhielt. Amoako blieb stabil und am Ball, scheiterte aber aus spitzem Winkel.

Die restliche erste Hälfte verlief dann eher im Plätschermodus. Die Bochumer verzeichneten ein paar Halbchancen, aber Mats Pannewig (18.) und Koji Miyoshi (23.) fanden ihren Meister in Dresdens Schlussmann Daniel Mesenhöler. „Wir hatten viele Halbchancen, Schüsse aufs Tor und Ecken – aber wir waren heute im gegnerischen Strafraum einfach zu harmlos“, meinte Bochums Trainer Uwe Rösler.

Vermeij erhöht mit Traum-Tor

Auch die zweite Hälfte begann ereignisarm – und dann reichte den Gastgebern wie im ersten Abschnitt eine gute Aktion zum Torerfolg. Nach unwiderstehlichem Bobzien-Solo verlängerte Vermeij die Kugel ungewöhnlich per Hacke und Solo über die Linie (58.). Der Angreifer schien den erfolgreichen Drall selbst nicht glauben zu können. Danach konterte das Team von Thomas Stamm, der seine Mannschaft auf Rang drei der Rückrundentabelle geführt hat, immer wieder erfolgsversprechend. Nur die sonst gewohnte Effizienz fehlte nun. Der starke Bobien scheiterte nach Lemmer-Vorlage an Torhüter Horn (73.). Dessen Gegenüber Mesenhöler bestand bei einem wuchtigen Abschluss von Onyeka auch seine letzte Bewährungschance (80.).

Dresden in Düsseldorf, Bochum gegen Fürth

An den letzten vier Spieltagen muss Dresden noch gegen Kaiserslautern sowie die direkten Konkurrenten Kiel, Braunschweig und Düsseldorf ran. Zu den Fortunen, deren neuer Trainer Alexander Ende erst vor kurzem mit Münster 0:6 in Dresden verlor, geht es am Freitag. Bochum empfängt am Sonntagmittag Greuther Fürth (13.30 Uhr).

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 30
| Rudolf Harbig Stadion | 18.Apr..2026-13:00
Dynamo Dresden
U S N N S
2 : 0
Endstand
VfL Bochum
S U N N S
Jason Ceka
5'
Vincent Vermeij
58'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
3'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
4'
Tore
Tor
Jason Ceka (Vorlage von: Ben Bobzien)
5'
Tor
58'

 

Nach Ausschreitungen: Dynamo ergreift Maßnahmen

News-2

Nach den Ausschreitungen im Spiel gegen Hertha BSC treibt Dynamo Dresden die Aufarbeitung voran. Erste Konsequenzen soll es schon am Samstag gegen den VfL Bochum geben. Alle Gremien des Vereins positionierten sich eindeutig und vertreten gemeinsam die sechs Rigoros-Reaktionen auf die Gewaltexzesse.

Gegen alle Personen, die beim Platzsturm beteiligt waren und identifiziert werden, wird es strikte Stadionverbotsverfahren geben. „Für uns gibt es hierbei keinerlei Diskussionspotenzial“, sagt SGD-Geschäftsführer Stephan Zimmermann. Im Rahmen einer verabredeten Hooligan-Schlägerei zwischen Nürnberg- und Dynamo-Chaoten am Samstagabend in Thüringen wurde eine große Anzahl von Personendaten erfasst. Für alle Dresdner Fälle wird der Klub ein Hausverbot für das Rudolf-Harbig-Stadion erteilen. Der DFB ist bei Ereignissen an Drittorten für Stadionverbote zuständig.

Dynamo droht weiterhin seinen Anhängern nach den Krawallen im Zweitliga-Spiel gegen Hertha BSC mit dem Entzug der Mitgliedschaft. „Wer derartige Verfehlungen vorweist, kann nicht länger Teil unserer Sportgemeinschaft sein„, sagte Präsident Ronny Rehn. Man werde „beim Ehrenrat dafür plädieren, diesen Personen die Mitgliedschaft zu entziehen.“

Umbauten im Stadion, mehr Security

Um den Gästebereich besser zu sichern, wird der linke Sitzplatzblock im unteren Teil nicht mehr besetzt, sondern stattdessen mit einer Plane überzogen, sodass der Übertritt ins Stadioninnere nicht mehr möglich ist. Zusätzlich wird an dieser wichtigen Stelle die Zahl an Ordnern erhöht. Auch das Sicherheitskonzept für die Heimspiele der SGD inklusive der Einlasssituation im Rudolf-Harbig-Stadion wird nach den Vorkommnissen überarbeitet. So sollen bei Hochrisikospielen Mitarbeiter des Ordnungsdienstes auch vor dem Bereich des K-Blocks den Innenraum absichern. Zimmermann wird deutlich: „Die Hemmschwelle muss steigen, weil sie ehrlich gesagt bei manchem so gut wie gar nicht vorhanden scheint.

Ein Kritikpunkt nach den Hertha-Ausschreitungen war, dass zu wenig Ordner und die Polizei zu langsam vor Ort war. Bei den Aufarbeitungen kam heraus, dass durch Auseinandersetzungen hinter dem Gästeblock zu Beginn der Partie Teile des Sicherheitspersonals vom Innenraum in den Stadionumlauf versetzt wurden. Dies soll künftig so nicht mehr passieren.

Pufferbereiche im Heimbereich rund um den Gästeblock werden erweitert, der Sitzplatzbereich des Auswärtsblocks soll eingegrenzt werden. Erste Maßnahmen nach Gesprächen mit Vertretern der Verbände, Polizei, Sicherheitsträgern, Fanszene und Fanprojekt, Hertha BSC sowie dem Innenministerium und der Landeshauptstadt Dresden sollen schnellstens umgesetzt und teilweise bereits beim kommenden Heimspiel am Samstag (13 Uhr/Sky) gegen den VfL Bochum greifen. Bei Hochrisikospielen werden Polizeikräfte direkt im Stadion positioniert und Ordnungsdienstmitarbeiter sollen vor dem Bereich des K-Blocks, wo der harte Kern der Dynamo-Fans steht, den Innenraum absichern.

Durch die Sichtung von Foto- und Videomaterial konnten wir zahlreiche Erkenntnisse der Abläufe gewinnen„, sagte Zimmermann. Bei dem Spiel am 4. April waren Anhänger beider Mannschaften über Absperrzäune geklettert und hatten sich im Innenraum des Stadions unter anderem mit Feuerwerkskörpern attackiert. Polizisten schritten daraufhin ein, trennten die Lager und sicherten das Spielfeld. Auch die Vorkommnisse vor dem Spiel beim 1. FC Nürnberg, als sich mehr als 200 Anhänger von Dynamo und dem Club vor dem als Hochrisikospiel eingestuften Duell zu einer Schlägerei in einem Gewerbegebiet in der Nähe von Eisfeld verabredet hatten, sollen mit aufgearbeitet werden. Schuster erwarte für die Beteiligten von „DFB/DFL eine schnelle Entscheidung zu bundesweiten Stadionverboten.“

Aufsichtsratsboss Michael Ziegenbalg: „Wir waren schockiert darüber, derartige Szenen beobachten zu müssen. Dass erstmals seit dem Stadionneubau 2009 eine solche Eskalation passieren konnte, hat alle erschüttert. Wenn Vertrauen missbraucht und deutliche Grenzen überschritten werden, sind wir als Verein in der Verantwortung, grundsätzliche Vorgehensweisen zu ändern.“ Bei weiteren Vorfällen drohen zudem Sponsorenverluste und dauerhafte Schäden.