Die SGD verpflichtet Kenneth Schmidt von F. Düseldorf

Verpflichtung

Dynamo Dresden holt K. Schmidt von Fortuna Düsseldorf

Die Transferoffensive von Dynamo Dresden geht weiter. Nachdem am Mittwoch bereits Jonas Sterner von Hannover 96 und Tobias Raschl von Preußen Münster verpflichtet wurden, präsentiert der Klub am Donnerstag den neunten Zugang für die kommende Saison. Von Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf kommt Kenneth Schmidt an die Elbe.

Der 24 Jahre alte Verteidiger wechselte im Sommer 2025 für 400.000 Euro von seinem Jugendklub SC Freiburg zu Fortuna Düsseldorf, wo er in der abgelaufenen Saison 20 Partien absolvierte. Seit Mitte Februar fehlte Schmidt mit einem Kreuzbandriss, weshalb er noch länger auf seinen ersten Einsatz für Dynamo warten werden muss. Eine Ablöse müssen die Dresdener nicht zahlen, denn Schmidts Vertrag in Düsseldorf besitzt für die 3. Liga keine Gültigkeit.

Kenneth bringt sehr gute Geschwindigkeit und einen technisch versierten Spielaufbau mit. Nicht umsonst kam er in Freiburg bereits zu ersten Einsätzen in der Bundesliga. Nach der Knieverletzung werden wir die Geduld haben und ihn zunächst auf dem finalen Weg seiner Reha begleiten, um ihn dann Stück für Stück an unser Mannschaftstraining heranführen. Wir wollten ihn bewusst bereits vom Beginn der Vorbereitung mit im Kreis der Mannschaft haben, damit er von Beginn an ein Teil der Gruppe ist“, sagte Geschäftsführer Sören Gonther. Bisher zahlte Dynamo 1,25 Millionen Euro für Zugänge, sechs kamen ablösefrei.

Schmidt, der bei der U23 Freiburgs 71-mal unter Dynamo-Coach Thomas Stamm zum Einsatz kam, ergänzte: „Natürlich freue ich mich wieder mit Thomas als Trainer zusammenzuarbeiten und einige bekannte Gesichter in der Kabine zu sehen, mit denen man immer wieder im Kontakt war. Der Verein hat mir trotz meiner aktuell schwierigen Situation früh signalisiert, dass sie mit mir zusammenarbeiten und mich vor allem auf meinem Reha-Prozess vollends unterstützen möchten. Jetzt liegt mein voller Fokus auf der Rückkehr auf den Platz, damit ich schnellstmöglich die Wucht im Stadion erleben kann.“

Tobias Raschl wechselt von Preußen Münster zu Dynamo

Verpflichtung

Tobias Raschl wechselt von Absteiger Preußen Münster zur SG Dynamo. Dies bestätigten die Dresdner am Mittwochabend. Der 26-jährige Mittelfeldspieler ist nach Simon Straudi (Abwehr, Energie Cottbus), Brooklyn Ezeh (Abwehr, Hannover 96), Ahmet Muhamedbegovic (Abwehr, Olimpija Ljubljana), Nicolai Rapp (Mittelfeld, Karlsruher SC) und Kaan Inanoglu (Sturm, Eintracht Frankfurt II) der sechste Neuzugang in Elbflorenz für die Saison 2026/27. Hinzu kommen die Fest-Verpflichtungen von Robert Wagner (SC Freiburg) und Jonas Sterner (Hannover 96). Letztere verkündeten die Sachsen ebenfalls am Mittwoch.

Wir haben schnell gemerkt, dass ein gemeinsamer Weg sehr reizvoll ist. Umso leichter fiel mir dann die Entscheidung„, wird Raschl in einer Mitteilung der Dresdner zitiert. „Jetzt freue ich mich, die Mannschaft und das Umfeld schnellstmöglich kennenzulernen, um dann gemeinsam eine erfolgreiche Saison zu spielen.“

Nur sieben Einsätze in Münster

Raschl konnte sich nach seinem Winterwechsel vom 1. FC Kaiserslautern zu den Preußen nicht durchsetzen. Insgesamt bestritt der ehemalige U-Nationalspieler nur sieben Liga-Spiele für die Adlerträger, stand dabei lediglich zweimal in der Startformation. Nach Borussia Dortmund, der SpVgg Greuther Fürth, dem FCK und Preußen Münster ist Dynamo Dresden nun die fünfte Profistation in der Karriere Raschls.

Mit der Erfahrung und Qualität von Tobi konnten wir einen weiteren Baustein für unsere Mittelfeldzentrale sichern. Mit seiner Laufstärke und Variabilität hat er sich über bereits viele Jahre in der 2. Bundesliga etabliert und kann für uns von Beginn an eine Verstärkung sein„, beschreibt SGD-Geschäftsführer Sören Gonther den Neuzugang. „Wir blicken mit großer Vorfreude auf die gemeinsame Zeit„.

Diese startet schon am morgigen Donnerstag, wenn Trainer Thomas Stamm seine Mannschaft zum ersten Training versammelt. Das erste Mal in einem Spiel zum Einsatz kommen könnte Raschl am Freitag, den 3. Juli (18.30 Uhr). Dann nämlich tritt Dynamo im ersten Test der neuen Saison bei Budissa Bautzen an.

Dynamo Dresden verpflichtet Jonas Sterner fest

Verpflichtung

Zweitligist Dynamo Dresden hat Jonas Sterner fest unter Vertrag genommen. Jetzt ist es offiziell: Nachdem die SGD am Dienstag bereits den festen Verbleib von Robert Wagner bekanntgegeben hatte, folgte am Mittwoch die nächste gute Nachricht. Auch Jonas Sterner bleibt Dynamo Dresden erhalten. Der Rechtsverteidiger wechselt nach zwei Leihstationen nun dauerhaft zur SGD.

Sportgeschäftsführer Sören Gonther erklärt: „Nach intensiven Verhandlungen ist es uns gelungen, Jonas dahin zu bringen, wo sein Herz ihn haben möchte. Er war sowohl beim Aufstieg als auch in der erfolgreichen Rückrunde zuletzt ein entscheidender Faktor in unserer Defensivreihe. Jetzt kann er erstmals auch eine komplette Sommervorbereitung bei uns absolvieren und sich so optimal mit der Mannschaft auf die Spielzeit fokussieren.“

Sterner war in den vergangenen Jahren gleich zweimal an Dynamo ausgeliehen. In seiner ersten Leihsaison hatte er großen Anteil am Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der vergangenen Rückrunde kehrte er im Winter nach Dresden zurück und half mit, den Klassenerhalt zu sichern. Mit seinen Leistungen spielte sich der Rechtsverteidiger schnell in die Herzen der Fans. Nun folgt der logische nächste Schritt: Sterner bleibt dauerhaft in Dresden.

Vinko Sapina wechselt zum FC Ingolstadt

Spielerwechsel

117 Spiele in der 3. Liga

Für den defensiven Mittelfeldspieler ist es die Rückkehr in die 3. Liga, nachdem er bereits für Verl, Essen und Dresden in der höchsten DFB-Spielklasse aufgelaufen war. In 117 Spielen erzielte Sapina dabei acht Tore und bereitete zwölf weitere Treffer vor. Beim FCI werden für den gebürtigen Ulmer, der neben dem SSV auch beim VfB Stuttgart ausgebildet worden war, nun weitere Einsätze hinzukommen.

„Vinko Sapina war bei seinen bisherigen Vereinen in der 3. Liga stets eine entscheidende Säule auf dem Platz, aber auch abseits des Rasens“, weiß Rigo Hof, Koordinator Kaderplanung und Scouting. Durch die Zweikampfstärke und Robustheit sorge der 30-Jährige für defensive Stabilität und bringe neben der kämpferischen Komponente auch „eine hohe Ballsicherheit“ sowie ein „sehr gutes Spielverständnis“ mit, so Hof. „Daher sind wir umso glücklicher, dass sich Vinko für den FC Ingolstadt 04 entschieden hat und den gemeinsamen Weg mit uns gehen möchte.“

Neuzugang Nummer 3

Nachdem Sapina bei der SGD in der vergangenen Saison meist nur Joker war und es lediglich auf 14 Einsätze und 833 Spielminuten brachte, will er beim FCI nun wieder durchstarten: „Ich habe mich ganz bewusst für den FC Ingolstadt 04 und die mir aufgezeigte Spielidee, von der ich sofort begeistert war, entschieden“, sagt der 30-Jährige.

Zudem kündigt der Deutsch-Kosovare an: „Ich werde alles daransetzen, meinen Teil beizutragen, dass wir die uns gemeinsam gesteckten Ziele erreichen und als Mannschaft erfolgreich sind. Ich freue mich riesig, auf die erste Einheit mit meinen neuen Teamkollegen sowie den gesamten Klub mit seinem Umfeld in den nächsten Tagen und Wochen noch besser kennenzulernen.“ Beim FC Ingolstadt ist der defensive Mittelfeldspieler nach Jong-min Seo und Lars Lokotsch der dritte Neuzugang für die anstehende Saison.

Dresden Dresden verpflichtet Ahmet Muhamedbegovic

Verpflichtung

Bei Dynamo geht es vor dem Trainingsauftakt Schlag auf Schlag

Der Zweitligist krallt sich Abwehr-Kante Ahmet Muhamedbegovic (27) vom slowenischen Erstligisten NK Olimpija. Der 1,86-Meter-Verteidiger hat seinen Medizincheck in Dresden abgehalten. Der Österreicher ist ablösefrei und wurde bei St. Pölten ausgebildet. 2021 ging er nach Streda in die Slowakei, 2023 weiter nach Slowenien. Bei Olimpija kam er auf 120 Einsätze mit vier Toren und fünf Vorlagen. Muhamedbegovic war komplette Stammkraft, stand auch in der Champions League Qualifikation und in der UEFA Conference League auf dem Platz. Er kommt im besten Fußballer-Alter mit jeder Menge Erstliga-Erfahrung aus insgesamt drei europäischen Ländern sowie zusätzlichen Eindrücken aus internationalen Auftritten. In der 2. Bundesliga dürften dem erfahrenen Abwehrmann daher nicht so schnell die Knie schlottern.

Der 1,86 Meter große Abwehrspieler bringt Europapokal-Erfahrung an die Elbe, kam in den Saisons 23/24 und 24/25 in 14 Conference-League-Spielen zum Einsatz, auch in der Qualifikation zur Champions League lief der Defensivmann in den Jahren 2023 und 2025 insgesamt achtmal auf. „Auf der Position des Innenverteidigers haben wir durch die Abgänge Handlungsbedarf gehabt„, stellt SGD-Sportdirektor Sören Gonther (39) fest.

Nach dem Ende der Leihen von Thomas Keller (26) und Julian Pauli (20), dem Abgang von Claudio Kammerknecht (26) und der Erkrankung von Lars Bünning (28) musste die SGD in der Abwehr dringend etwas tun. Mit Muhamedbegovic vollzieht Dynamo Dresden außerdem erstmals seit langem wieder einen Wechsel aus dem osteuropäischen Raum. Der Ostklub stellte sich in den letzten Monaten im Scouting breiter auf und scheint nun auch wieder vermehrt im Ausland aktiv zu werden.

Umso glücklicher sind wir, dass wir mit Ahmet einen international erfahrenen Spieler für uns begeistern konnten, der den Konkurrenzkampf auf ein hervorragendes Level heben kann. Er wird unser Spiel durch sein Tempo sowie die Qualität im Spielaufbau bereichern„, beschreibt der Sportchef die Stärken des Neuzugangs. Dem neuen Abwehrspieler gelang bei SKN Sankt Pölten in Österreich der Sprung in den Profibereich. „Nach der ersten Kontaktaufnahme war ich sofort begeistert von der neuen Aufgabe. Dynamo ist international bekannt und bringt eine enorme Wucht mit sich„, war der 27-Jährige direkt angetan von einem Engagement in Dresden.

Gonther hatte angekündigt, einen Großteil der Mannschaft bis zum Trainingsauftakt stehen haben zu wollen. Und der Mann macht Nägel mit Köpfen…

Dynamo verpflichtet Robert Wagner fest

Verpflichtung

Nach 4 Leihen: Wagner wechselt zu Dynamo Dresden

Mittelfeldspieler Robert Wagner verlässt seinen Jugendklub SC Freiburg nach vier Leihen fest und wechselt zur SG Dynamo Dresden, wie diese am Dienstag mitteilte. Beim Zweitligisten hatte der 22-Jährige schon die vergangene Rückrunde verbracht, 15 Spiele absolviert und seinen Marktwert von 2 Millionen auf 2,5 Millionen Euro gesteigert.

Eine Ablöse in dieser Höhe wäre für die Sachsen nicht realistisch gewesen, laut der „Bild“ hat man sich mit den Freiburgern deshalb auf ein kreatives Modell geeinigt. Die Basisablöse für Wagner beziffert die Zeitung auf 800.000 bis 900.000 Euro. Gelingt Dresden erneut der Klassenerhalt würde der Sport-Club davon finanziell noch einmal profitieren. Auch mit gerundet 850.000 Euro ist der dreifache deutsche U21-Nationalspieler der teuerste Dynamo-Zugang seit Alexander Jeremejeff (32), der 2019 eine Mio. Euro gekostet hatte. Freiburg soll sich zudem eine Rückkaufoption gesichert haben.

Wagner war im Winter nach einer vorzeitig beendeten Leihe bei Holstein Kiel für die Rückrunde nach Dresden gewechselt. Bei den Sachsen entwickelte er sich schnell zu einem wichtigen Faktor im Zentrum, verpasste nach seinem Wechsel lediglich zwei Ligaspiele aufgrund von Sperren. Der Profi hatte bereits nach dem letzten Heimspiel gegen Ex-Verein Kiel deutlich gemacht, dass für ihn in Dresden das Gesamtpaket passe. „Bei jeder Station ist der Trainer wichtig – vor allem, ob man sich wohlfühlt und ob die Spielidee passt. Das stimmt hier“, sagte Wagner“.

Zum Transfer: Das sagen Wagner & Gonther

Nun meinte Wagner: „Ich bin sehr glücklich, dass die Zeit in Dresden noch nicht zu Ende ist. Die Mannschaft, das Trainerteam, die Stadt und die Fans haben mir in der kurzen Zeit ein extrem gutes Gefühl gegeben. Jetzt steht eine neue Spielzeit mit neuen Aufgaben an, auf die wir uns gemeinsam gut vorbereiten wollen, um im Kampf um den Klassenerhalt von Beginn an da zu sein.“

Sportchef Sören Gonther sagte: „Wir haben von Beginn an betont, dass wir Robert gern über die Saison hinaus bei uns behalten möchten. Er hat in der Rückrunde nachgewiesen, welche herausragende Qualität er mitbringt. Robert kann ein Unterschiedsspieler in unserem Zentrum werden. Umso erfreulicher ist es, dass er direkt große Motivation nachgewiesen hat, auch zukünftig für Schwarz-Gelb aufzulaufen und wir uns darüber hinaus mit dem SC Freiburg in sehr angenehmen Verhandlungen einigen konnten. Jetzt freuen wir uns, ihn von Beginn an dabei zu haben.“

Auch Muhamedbegovic vor Wechsel zu Dynamo Dresden

Wagner ist der fünfte Zugang für den Dynamo-Kader 2026/27 nach Brooklyn Ezeh (25, Hannover 96), Nicolai Rapp (29, KSC), Simon Straudi (27, Energie Cottbus) sowie Kaan Inanoglu (20, Eintracht Frankfurt II) und der erste, der eine substanzielle Ablöse kostet. Ablösefrei zu haben ist derweil Innenverteidiger Ahmet Muhamedbegovic vom NK Olimpija Ljubljana. Laut „Sky“ in Österreich steht der 27-Jährige vor der Unterschrift in Dresden und, soll bereits zum Medizincheck angereist sein.

Aus Karlsruhe wechselt Nicolai Rapp zu Dynamo

Spielerwechsel

Dynamo Dresden hat die Verpflichtung von Mittelfeldspieler Nicolai Rapp bestätigt. Der 29-Jährige kommt dem Vernehmen nach zunächst ablösefrei vom Zweitliga-Konkurrenten Karlsruher SC, der nach Angaben der „Badischen Neuesten Nachrichten“ aber noch auf eine Nachzahlung hoffen kann.

„Nicolai kennt die Liga extrem gut und kann einer Mannschaft mit seiner Spielweise die nötige Stabilität verleihen und darüber hinaus auch offensiv immer wieder wichtige Impulse für den Spielaufbau setzen. Wir freuen uns, dass wir die entstandene Lücke, die der Abgang von Kofi Amoako gebracht hat, mit hervorragender Qualität besetzen konnten“, sagte Sportchef Sören Gonther.

Rapp, der die Erfahrung aus 211 Spielen in der 2. Bundesliga, 16 Partien im DFB-Pokal sowie neun Einsätzen in der Bundesliga mit in die Elbflorenz bringt, ergänzte: „Ich freue mich unglaublich, die Mannschaft sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennenzulernen. Der Verein hat in der Rückrunde beeindruckende Spiele gezeigt und ich bin mir sicher, dass der Spielstil des Trainers sehr gut zu meiner Art und Weise passen kann.“

Nicolai Rapp wurde am 13. Dezember 1996 in Heidelberg geboren. Nach seiner ersten fußballerischen Station beim FC Freya Limbach zog es den heute 29-Jährigen ins Nachwuchsleistungszentrum der TSG 1899 Hoffenheim. Bei der TSG machte er dann erste Schritte im Herrenbereich und sammelte bei der SpVgg Greuther Fürth, dem FC Erzgebirge, dem 1. FC Union Berlin sowie dem SV Darmstadt 98 weitere Erfahrung in der 2. Bundesliga, ehe es ihn zum SV Werder Bremen zog. Mit den Werderanern feierte er 2022 die Rückkehr in die Bundesliga und absolvierte für Bremen seine ersten Bundesliga-Partien. Nach einer Leihe zum 1. FC Kaiserslautern heuerte Rapp 2024 beim Karlsruher SC an.

Dresden legt Berufung gegen DFB-Urteil ein

Die juristischen Querelen um die schweren Ausschreitungen beim Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC gehen weiter. Dynamo zieht vor das DFB-Bundesgericht, nachdem das Sportgericht einen Einspruch der SGD zurückgewiesen hatte. Der Streit zwischen Dynamo Dresden und dem DFB nach den schweren Ausschreitungen im Heimspiel der SGD gegen Hertha BSC geht in die nächste Runde. Fristgerecht legten die Dresdner am Freitag Einspruch gegen das gefällte Urteil des DFB-Sportgerichts ein. Damit erreicht der Fall die nächste Instanz, die Verhandlungen werden nun am Bundesgericht des Verbandes geführt.

Nach Rücksprache mit den Gremien haben wir uns bewusst für diesen Schritt entschieden. Die Verfahrensweise der Verhandlung in Frankfurt entsprach nicht dem, was wir uns als Verein erhofft hatten. Wir sind zuversichtlich, vor dem DFB-Bundesgericht in einer neuen Verhandlungsrunde eine bessere Möglichkeit zu erhalten, Gehör für unsere Argumente zu finden„, wird Stephan Zimmermann, Geschäftsführer der SGD, in einer Vereinsmitteilung zitiert.

„K-Blöcke“  bleiben geschlossen

Auslöser waren die Vorfälle beim 1:0-Sieg der Berliner im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion am 4. April. Dynamo-Fans waren über den Platz zum Hertha-Block gelaufen und hatten pyrotechnische Gegenstände auf die Tribüne geworfen. Die Berliner Fans warfen ihrerseits ebenfalls mit pyrotechnischen Gegenständen auf die Dresdner, die sich im Stadioninnenraum befanden. Nach einem massiven Polizeieinsatz konnte das Spiel erst nach 19 Minuten fortgesetzt werden, mindestens 17 Personen wurden verletzt.

Daraufhin sprach der DFB empfindliche Strafen für beide Vereine aus. Hertha BSC musste eine Geldstrafe in Höhe von 152.000 Euro zahlen, Dynamo wurde zu einer Geldstrafe von 91.200 Euro verurteilt. Außerdem werden bei den nächsten beiden Dynamo-Heimspielen die „K-Blöcke“, in denen die organisierte Fanszene der Dresdner steht, geschlossen – der zweite Teilausschluss der Fans ist allerdings bis zum Sommer 2027 zur Bewährung ausgesetzt. Beide Vereine müssen für die kommenden Duelle außerdem ein gemeinsames Sicherheitskonzept erarbeiten und die Gästekontingente reduzieren.

DFB-Sportgericht weist Einspruch zurück

Vor allem aufgrund des Zuschauer-Teilausschlusses als Kollektivstrafe legte Dresden Einspruch gegen das erste Urteil ein. Doch die Argumentation der Sachsen überzeugte das DFB-Sportgericht nicht, am 5. Juni wies dieses den Einspruch ab. Schon bei der ursprünglichen Urteilsbegründung hatte Stephan Oberholz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, betont: „Ich kann mich an kaum einen Fall erinnern, bei dem Pyrotechnik in einem solchen Ausmaß als Waffe gegen Menschen eingesetzt wurde.“

Eine Woche hatte die SGD danach Zeit, erneut Berufung einzulegen. Wie angekündigt, hat der Verein an diesem Freitag weitere rechtliche Schritte folgen lassen.

Mittelstürmer Kaan Inanoglu wechselt zur SGD

Verpflichtung

Kaan Inanoglu bewies bei Eintracht Frankfurt II und dem FC 08 Homburg seine Torjäger-Qualitäten in der Regionalliga. Dynamo Dresden bietet dem gebürtigen Texaner die Chance, in der 2. Bundesliga sein Können zu zeigen. Dynamo Dresden hat seinen Angriff mit Kaan Inanoglu verstärkt. Der 20-Jährige kommt von Eintracht Frankfurt, ging im vergangenen Halbjahr aber leihweise für den FC 08 Homburg in der Regionalliga Südwest auf Torejagd. Mit neun Treffern in 13 Spielen wusste der in Dallas geborene Türke vollauf zu überzeugen.

Sport-Geschäftsführer Sören Gonther erklärt, warum die SG Dynamo auf Inanoglu aufmerksam wurde: „Er hat in den zurückliegenden Jahren eine sehr starke Entwicklung vollzogen und neben seiner fußballerischen Qualität auch den Torinstinkt als junger Spieler in der Regionalliga nachgewiesen.“ Schon für Eintracht Frankfurt II erzielte der Stürmer 2024/25 insgesamt 14 Tore in 33 Viertliga-Partien. Doch Inanoglu möchte höher hinaus, das hat auch Gonther registriert, und macht das an einem konkreten Umstand fest: „Die bewusst frühe Entscheidung, nach Deutschland zu kommen, weit entfernt von der Heimat, zeigt seinen enormen Drang nach Erfolg.“

Inanoglu berichtet, dass seine Vorfreude auf Verein, Stadt und die Menschen riesig sei. Gleichzeitig bekräftigt der Neuzugang: „Ich bin optimistisch, dass für mich hier in Dresden der richtige nächste Schritt sein kann. Die Philosophie des Trainers passt sehr gut zu mir und ich hoffe, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Dynamo auch in der neuen Spielzeit attraktiv und erfolgreich spielt.“ nanoglu soll laut Gonther den Dresdner Konkurrenzkampf beleben, und der ist nicht ohne: Zwar beendet Stefan Kutschke seine Karriere, doch mit Vincent Vermeij (elf Tore) und Christoph Daferner (7) haben zwei weitere Mittelstürmer 2025/26 bewiesen, dass sie in der 2. Bundesliga gut zurechtkommen.