Auftrag Wiedergutmachung gelungen
Dynamo Dresden hat nach der Niederlage gegen Stuttgart wieder in die Erfolgsspur gefunden. Im Heimspiel gegen 1860 München glänzten die Schwarz-Gelben mit einer bärenstarken Offensive. Mit nun 45 Punkten bleibt die SGD erster Verfolger von Spitzenreiter Energie Cottbus. In seinem vierten Spiel als Trainer des TSV 1860 München kassiert Trainer Patrick Glöckner seine erste Niederlage mit den Löwen. Beim Tabellenzweiten Dynamo Dresden werden die Münchner zeitweise überrumpelt. Ein Klassenunterschied ist erkennbar.
Über nahezu 90 Minuten präsentierte sich Dynamo Dresden beim 5:2 (3:1) im Heimspiel gegen den TSV 1860 München wie ein Aufsteiger. Die kämpferisch überzeugenden Sachsen entwickelten eine spielerische Wucht, der die Gäste aus München einfach nicht standhalten konnten.
Daferners Doppelpack nur der Anfang
In einer turbulenten ersten Hälfte ging Dresden schon nach sechs Minuten in Führung: Über die rechte Seite kombinierten sich die Gelb-Schwarzen gut durch. Lemmer bediente Daferner am kurzen Pfosten, der sich in Torjäger-Manier geschickt von seinem Gegenspieler Jesper Verlaat löste und das Leder unhaltbar für Marco Hiller unter die Latte hämmerte (6.).
Ein schönes Tor und der erste, aber längst nicht letzte wuchtige Angriff der Sachsen. Erst antworteten aber die Löwen: Nach einem Eckstoß konnte Dynamo nicht final klären, die erneute Hereingabe köpfte Dresdens Andi Hoti gegen seinen eigenen rechten Pfosten – Leroy Kwadwo schaltete am schnellsten und vollendete aus spitzem Winkel (9.).
TSV 1860 überfordert – Pechvogel Kwadwo
In der Folge gestaltete sich die Partie ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Hausherren, die sich erneut durch Daferner (32.) und Hoti (39.) belohnten. Die Löwen hatten dabei immer wieder Problemen bei hohen Bällen Richtung Strafraum, woraus auch zwei der drei Tore resultierten. Dynamo hatte weitere Chancen, um weiter zu erhöhen, doch noch blieben die Münchner im Spiel. Das änderte sich in der 63. Minute, als Tony Menzel nach einer unglücklichen Abwehraktion von Kwadwo zum 4:1 einschoss. Spätestens jetzt war die Partie entschieden. Und nun wurde es für die Gäste sogar ein kleines Debakel, denn Lemmer erhöhte noch auf 5:1, Menzel traf zudem noch die Latte (79.). In der Nachspielzeit verwandelte Wolfram einen Handelfmeter sicher zum 5:2-Endstand.
Durch die erste Niederlage unter dem neuen Trainer Patrick Glöckner verweilen die Münchner auf dem 14. Tabellenplatz, allerdings nur noch drei Punkte vor der Abstiegszone. Dynamo sichert sich weiterhin den 2. Platz hinter Energie Cottbus. Nächste Woche geht es daheim gegen Arminia, was alles andere als ein Selbstläufer ist. Dynamo wird an der Ostseeküste von Hansa Rostock empfangen.
Es habe die bessere Mannschaft gewonnen, meint Patrick Glöckner, in dieser Höhe wäre dies allerdings brutal. „Wir hatten zwei gute Spielphasen. Das war nach dem 1:1, wo wir zehn bis 15 Minuten selbstsicher gespielt haben. Und zu Beginn der 2. Halbzeit, als wir den Gegner höher angelaufen sind und aggressiver waren.“ Doch genau in diese gute Phase fiel der vierte Gegentreffer. „Danach habe ich viele Dinge gesehen, die wir eigentlich gar nicht machen wollten, die uns nicht auszeichnen.“ Man sei zu verspielt gewesen, war im eigenen Ballbesitz zu unsicher und hätte nicht kompromisslos verteidigt. „Wir haben bei den Gegentoren überhaupt nicht gut ausgesehen.“



