Heimsieg

Heimfluch beendet, Sieg gegen Fortuna Düsseldorf

Großer Jubel bei der SG Dynamo Dresden

Dynamo veredelte den Auswärtssieg in Bochum und fährt gegen Düsseldorf den ersten Heimdreier ein. Getrübt wurde die Freude durch die schwere Knieverletzung von Lennart Grill. Außerdem gab es eine rassistische Beleidigung gegen einen Düsseldorfer Spieler, bestätigte Dresdens Coach Thomas Stamm nach der Partie.

Es ist geschafft! Zweitligist Dynamo Dresden schafft im siebten Anlauf den ersehnten ersten Heimsieg, haut Fortuna Düsseldorf verdient mit 2:1 weg. Aber das Spiel endete dramatisch. Die spannende Frage vor dem Spiel war, ob Vinko Sapina und Christoph Daferner in die Startelf zurückkehren. Erstmals in dieser Saison änderte Trainer Thomas Stamm sein Team nicht, ließ die gleiche Elf wie beim 2:1-Sieg in Bochum los. Zunächst passierte allerdings auf dem Feld nicht viel, das Geschehen auf den Rängen des wieder mit knapp 31.000 Zuschauern gefüllten Harbig-Stadions war deutlich interessanter. In den ersten 12 Minuten auch in Dresden der Fan-Protest gegen die geplante Sicherheits-Verschärfung der Innenminister. Gespenstische Stille, dazu ein Plakat mit der Aufschrift: „Ist es das, was ihr wollt?“

Danach wurde es zwar wieder laut, aber erst in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit spannend. Erst die Fortuna um Ex-Dynamo-Coach Markus Anfang mit einem Itten-Kopfball an den Außenpfosten (40.). Doch kurz vor der Pause schlug die Stunde von Alexander Rossipal (45. Minute). Konrad Faber brachte den Ball von der Grundlinie in den Strafraum, wo der heranrauschende Alexander Rossipal mit voller Wucht aus elf Metern unter die Latte vollendete.  Schon der dritte Treffer des Linksverteidigers!

Vermeij legt nach

Mit der Führung im Rücken ging es in die Kabine, aus der die SGD deutlich überzeugender zurückkehrte und nur acht Minuten nach Wiederanpfiff den zweiten Treffer durch Vincent Vermeij nachlegte. Von Hauptmann perfekt bedient, verstolperte er fast den Ball, um ihn dann eiskalt über die Linie zu drücken (53.). Das zweite Tor in Folge für die Holland-Latte. Und das gegen seinen Ex-Klub! Das Spiel schien entschieden, weil der Fortuna in der Offensive lange nicht viel einfiel. Doch es sollte noch einmal eng werden. Zunächst hatte Dynamo in der 70. Minute Glück, als sich ein Abwehrspieler in den Schuss von Klaus Suso warf. Dann nutzten die eingewechselten Vinko Sapina und Nils Fröling ihre guten Chancen nicht, um den Deckel draufzumachen.

Rasmusson mit „Köpfchen“

Das sollte sich fast rächen, denn in der 85. Minute gelang Christian Rasmusson per Kopf der Anschluss. Danach standen die Sachsen sehr tief, konnten aber dicke Chancen der Gäste verhindern. In der fünften Nachspielminute ging plötzlich Keeper Lennart Grill zu Boden, er hatte sich im Rasen das rechte Knie verdreht, sackte auf den Boden und musste auf der Trage raus. Dynamo Dresden allerdings hatte schon alle Wechsel aufgebraucht, deshalb musste ein Feldspieler rein. Eigentlich sollten die Profis unter sich klären, wer den Job übernimmt. Aber als Konrad Faber sich das Torwart-Trikot überstreifte, griff Trainer Thomas Stamm doch ein. Er beorderte Aljaz Casar aus taktischen Gründen zwischen die Pfosten. Doch es sollte reichen. Nach weiteren sieben Minuten war Schluss und die Dresdner Spieler lagen sich in den Armen. Dynamo klettert durch den zweiten Sieg in Folge auf Nichtabstiegs-Platz 15.

Düsseldorfs Iyoha rassistisch beleidigt

Negativer Höhepunkt der dramatischen Schlussphase war ein Rassismus-Vorfall. Düsseldorfs Emmanuel Iyoha, der während Grills Abtransport an der Seitenlinie wartete, um den Einwurf auszuführen, wurde wohl rassistisch beleidigt. Er informierte umgehend den Schiedsrichter, der den Vorfall im Spielberichtsbogen vermerkte. Bedeutet: Auf Dresden dürfte eine zusätzliche Strafe zukommen.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm: „Von mir die Bitte an die Leute, die sowas äußern, nicht mehr ins Stadion zu kommen. Und die drumherum sitzen, bitte so mutig sein, dass man weiß, wer es war. Sowas hat im Fußball gar nichts verloren. Ich bin wirklich fast sprachlos.“

2.Liga 2025-2026 | Spieltag 14
| Rudolf Harbig Stadion | 30.Nov..2025-13:30
Dynamo Dresden
U N N N S
2 : 1
Endstand
Fortuna Düsseldorf
N N U N S
Alexander Rossipal
45'
Vincent Vermeij
53'
Christian Rasmussen
84'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
12'
Tore
45'
53'
84'
Spielstatistiken
Dynamo Dresden
Fortuna Düsseldorf
Am Tor vorbei 12
Schüsse auf das Tor 4
Schüsse auf das Tor 2
Am Tor vorbei 11
2 Tore 1
42 Ballbesitz 58
44% Zweikampfquote 56%
4 Ecken 0
12 Fouls 13
2 Abseits 3
1 Gelbe Karten 2
355 Pässe 488
16 Torschüsse gesamt 13
4 Schüsse auf das Tor 2
12 Schüsse neben das Tor 11
18 Einwürfe 25
13 Freistöße 12
11 Dribblings 16
18 Flanken 24
DFB-Pokal

Dynamo deklassiert die Düsseldorfer Fortuna im Pokal

Fortuna scheidet aus, Dynamo jubelt

Dynamo Dresden hat mit einer engagierten Leistung gegen Fortuna Düsseldorf die 2. Runde des DFB-Pokals erreicht. Düsseldorf verschenkte im DFB-Pokalspiel bei der klassentieferen SG Dynamo Dresden die komplette erste Spielhälfte. Am Ende reichte die Zeit nicht mehr für eine Wende. Das 0:2 bedeutete das verdiente frühe Ausscheiden.

Das Team von Trainer Thomas Stamm warf Zweitligist Fortuna Düsseldorf nach einer brutal starken Leistung in der ersten Runde mit einem 2:0-Sieg aus dem Wettbewerb. Die Tore für Dynamo Dresden erzielten Christoph Daferner (18. Minute) zum 1:0 und Robin Meißner (69.) zum 2:0. Vor allem die erste Hälfte dürfte allen, die es mit der Fortuna halten, noch längere Zeit Rätsel aufgeben. Während die Dresdner mit viel Leidenschaft agierten, kamen die Düsseldorfer alles andere als an ihre Bestleistung heran.

Daferner erzielt die verdiente Führung

Dresden hatte von Beginn an mehr vom Spiel. Die Sachsen versuchten die Partie zu bestimmen, die Düsseldorfer liefen nur nebenher, hatten viele Ballverluste und wirkten insgesamt seltsam unkonzentriert und passiv.

Der Drittligist setzte immer wieder nach und wurde für sein Engagement früh belohnt. Christoph Daferner erzielte aus kurzer Entfernung und spitzem Winkel die 1:0-Führung (17.).

Fortuna nach der Pause stärker

Davon beflügelt versuchte Dynamo das Ergebnis auszubauen. Allerdings schafften es die Düsseldorfer mit Glück und Geschick, einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Eigene Offensivakzente konnte die Fortuna aber nicht setzen. Das einzig Gute aus Sicht der Gäste: Es steht zur Pause nur 0:1. Denn Dresden hätte locker noch ein, zwei Tore mehr schießen können, wenn nicht sogar müssen.

Doch plötzlich wandelte sich das Bild. Fortuna-Trainer Daniel Thioune schien die richtigen Worte an sein Team in der Pause gefunden zu haben. Denn unmittelbar nach Wiederbeginn hatte Düsseldorfs Angreifer Jona Niemiec die große Chance zum Ausgleich, allein vor Dresden-Torhüter Tim Schreiber versagten ihm aber die Nerven.

Drangphase der Fortuna

Nur wenige Augenblicke später musste sich Schreiber ganz lang machen, um einen Schlenzer von Felix Klaus unschädlich zu machen. Bei dem daraus folgenden Eckball musste Dresdens Vinko Sapina nach einem Kopfball in letzter Sekunde auf der Torlinie klären. Je länger die zweite Hälfte dauerte, desto besser gelang es der Stamm-Mannschaft allerdings, sich vom Düsseldorfer Druck zu befreien – und gleichfalls einige gute Möglichkeiten herausarbeiten.

Robin Meißner mit der Vorentscheidung

Eine davon verwandelte Offensivspieler Robin Meißner per abgefälschtem Distanzschuss aus rund 13 Metern zum 2:0 (69.). In der Folge hatte vor allem Dynamo weitere Möglichkeiten. Der eingewechselte Stürmer Stefan Kutschke hätte kurz hintereinander gleich zwei Mal verwandeln können, zielte aber jeweils zu ungenau. Dynamo Dresden dagegen feiert nach zwei Auftakt-Siegen in der Liga Dank einer überzeugenden Vorstellung auch den Einzug in die zweite Runde. Kein Wunder, dass die knapp 30 000 Fans so richtig Party machen…

Unentschieden

Punkt in Düsseldorf, Dynamo schockt die Fortuna

Dresden erkämpft sich verdienten Punkt in Düsseldorf

Wieder kein Sieg für Dynamo Dresden, dafür aber ein Spiel, das gut für die Moral ist. Dynamo Dresden hat einen 0:2-Pausenrückstand bei Fortuna Düsseldorf wettgemacht und sich einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga gesichert. Die Fortuna verpasste den vorzeitigen Klassenerhalt.

Shinta Appelkamp (26 Minute.) und Jordy de Wijs (31.) hatten die Düsseldorfer am 31. Spieltag in Führung geschossen. Nach der Pause glichen Paul Will (71.) und Ransford Königsdörffer (80.) für die Gäste aus. In einem packenden Schlussspurt hat sich die SGD nach zuvor enttäuschender Leistung noch einen Zähler bei Fortuna Düsseldorf gesichert. In den letzten 20 Minuten holten die Sachsen zwei Tore auf und erkämpften sich am Freitagabend ein 2:2 (0:2). Im Kampf um den direkten Klassenerhalt macht Dynamo damit aber keinen Boden gut. Zudem geht die Sieglos-Serie weiter: Dynamo wartet seit 14 Partien auf einen Erfolg.

Dynamo Dresden offensiv harmlos

SGD-Coach Guerino Capretti nahm gleich fünf Veränderungen an seiner Startaufstellung vor. Guram Giorbelidze, Patrick Weihrauch, Morris Schröter, Brandon Borrello und Julius Kade durften von Anfang an ran.

Die erste Halbzeit gehörte klar den Gastgebern, die von Beginn an viel Druck auf das Dresdner Tor machten. Mitte der ersten Halbzeit sahen die über 25.000 Zuschauer im Düsseldorfer Stadion die Führung der Fortuna nach einem klasse vorgetragenen Angriff über die rechte Seite. In der 26. Minute sollte sich dann auch der Stand auf der Anzeigetafel verändern. Andre Hoffmann gewann in der eigenen Hälfte den Ball, Emmanuel Iyoha setzte sich in der Folge stark durch und schickte Narey auf die Reise. Fortunas bester Scorer der bisherigen Saison ließ sich die Gelegenheit einer weiteren Vorlage nicht nehmen, spielte vor Torhüter Kevin Broll noch einmal quer zu Shinta Appelkamp, der nur noch vollenden musste.

Nur fünf Minuten später der zweite Düsseldorfer Treffer, und diesmal war es eine Premiere. Mit seinem ersten Tor für die Fortuna erhöhte Winterzugang Jordy de Wijs. Nach einer Ecke schaltete der Innenverteidiger am schnellsten und hämmerte den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen. Narey (39.) hatte sogar das 3:0 auf dem Fuß, sein Versuch aus elf Metern verfehlte den linken Winkel um Zentimeter. Zur Halbzeit führte Fortuna in der Torschuss-Statistik mit 8:1.

Dynamo wird stärker und beweist Moral

In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt. Rouwen Hennings hatte zwar noch die Möglichkeit, auf 3:0 zu erhöhen (57.). Doch der Fortuna-Stürmer ließ eine gute Chance aus.  Stattdessen wurden die Sachsen stärker und wurden belohnt, denn so ganz kann Düsseldorf aber doch nicht ohne Spannung. Und so ließ man Dresden in Person von Paul Will nach einem Eckball verkürzen (71.). Dynamo drückte daraufhin mächtig, Fortuna begann kräftig zu wanken – und kassierte tatsächlich noch den Ausgleich. Das Tor gab Dresden sichtbar Auftrieb: Ransford-Yeboah Königsdörffer ließ Florian Kastenmeier frei vor dem Düsseldorfer Tor keine Chance (80.). Der späte Nackenschlag für Fortuna sollte gleichzeitig auch den Endstand darstellen.

Die Schlussphase hatte es nochmal in sich. Beide Teams agierten mit offenem Visier und wollten unbedingt die drei Punkte, die Keeper ließen aber keinen Ball mehr passieren.

Düsseldorf spielt am kommenden Spieltag beim 1. FC Heidenheim (Freitag, 18.30 Uhr). Dresden empfängt Jahn Regensburg (Samstag, 13.30 Uhr).

Tore
Tor
26'
71'
2.Liga 2021-2022 | Spieltag 31
| Merkur Spiel-Arena | 22.Apr..2022-18:30
Fortuna Düsseldorf
U U U S U
2 : 2
Endstand
Dynamo Dresden
U U N N U
Shinta Appelkamp
26'
Jordy de Wijs
31'
Paul Will
71'
Ransford Königsdörffer
80'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
3'