Generalprobe gegen 1.FC Union mit 2:1 Sieg geglückt

Testspiel

Die Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison laufen bei Dynamo Dresden auf Hochtouren! Nach dem einwöchigen Trainingslager in Windischgarsten ist das Team von Thomas Stamm wieder in Dresden angekommen. Und feierte dort am Samstag eine Generalprobe nach Maß: Im letzten Test vor dem Auftakt in der 2. Bundesliga beim 1. FC Nürnberg (9. August, 13.30 Uhr) drehte die SGD einen Rückstand gegen Bundesligist Union Berlin und siegte am Ende mit 2:1.

Rothes Führungstreffer währt nicht lange

Im Vergleich zum XXL-Test vor einer Woche gegen Cottbus gibt´s nur eine einzige Änderung in der Start-Elf: Kaan Inanoglu erhält auf der rechten Bahn den Vorzug vor Jakob Lemmer. Damit scheinen die Plätze für die Anfangs-Formation zum Liga-Start kommenden Sonntag beim 1. FC Nürnberg mehr oder weniger vergeben zu sein. Den Ton gibt allerdings erstmal Union an. Obwohl die Berliner erst in drei Wochen in die Bundesliga-Saison starten, haben sie deutlich mehr Ballbesitz, lassen die SGD kaum zur Entfaltung kommen.

Im Laufe der ersten Viertelstunde erarbeiteten sich die Köpenicker immer mehr Chancen. In der 18. Minute konnte Tim Schreiber im Dresdner Tor den Versuch von Ljubicic noch parieren. Im Anschluss war er machtlos: Im Nachgang der folgenden Ecke köpfte Linksverteidiger Tom Rothe nach Flanke von Juranovic ein. Die Dresdner ließen sich davon aber nicht beirren und konnten kurze Zeit später den Ausgleich feiern: SGD-Kapitän Niklas Hauptmann reagierte gedankenschneller als Union-Neuzugang Zeno Van Den Bosch und spitzelte eine flache Halbfeldflanke von Jonas Sterner ins kurze Eck zum 1:1. Gegen Ende der ersten Hälfte holte Union zahlreiche Ecken heraus, die allerdings nichts einbrachten. So ging es mit dem 1:1 in die Pause.

Dabei bleibt´s bis zum Pausenpfiff, obwohl Union deutlich mehr vom Spiel hat. „Das ist ein sehr guter Härtetest gegen eine sehr physische Mannschaft. Da müssen wir uns wehren, machen das aber bis jetzt sehr ordentlich“, meinte Sportchef Sören Gonther in der Halbzeitpause im MDR. Ulf Kirsten sah´s zumindest etwas kritischer. „Wir haben uns zu sehr hinten reindrängen lassen, hatten bis auf eine Phase nach dem Ausgleich kaum Ballbesitz und vor allem viele Standards zugelassen“, fand Dynamos Sturm-Legende. „Union hat sehr körperbetont gespielt und den Ball gut laufen lassen. Das ist halt Bundesliga.

Dynamo’s Siegtor, Union ohne Durchschlagskraft

Nach dem Seitenwechsel rückt Elias Bethke für Tim Schreiber ins Tor, der im ersten Durchgang mit zwei guten Reflexen zu überzeugen wusste. Diesmal erwischten die Gastgeber den besseren Start: In der 52. Minute setzte sich Vermeij gegen Tom Rothe durch und traf aus ähnlicher Position wie der Unioner zuvor per Kopf nach Ecke zum 2:1 für Dresden. Der in der ersten Hälfte noch erkennbare Offensiv-Drang von Union flaute in Hälfte zwei deutlich ab.

Vermeij köpft zum 2:1

Und diesmal der Zweitligist mit dem besseren Start. Nach einer Rossipal-Ecke nickt Vincent Vermeij zum 2:1 ein (52.). Da wurde es den Dynamo-Fans unter den 25.000 Zuschauern bei nur 19 Grad und Dauerregen warm ums Herz. Es folgte eine wahre Wechsel-Arie, beide Teams tauschten Mitte der zweiten Halbzeit nahezu ihr komplettes Personal. Bei Union kommt u.a. Ex-Dynamo Dmytro Bohdanov. Im Zuge seines Wechsels vor einem Jahr wurde die Partie ins Ablöse-Paket eingebaut. Ein Klassenunterschied ist danach nicht mehr zu sehen. Dresden verteidigte weiter leidenschaftlich und brachte den 2:1-Sieg über die Zeit. Das Spiel bis zum Schluss ausgeglichen, sogar mit den besseren Chancen für Dresden. Fazit: Das Team von Trainer Thomas Stamm scheint für die neue Zweitliga-Saison gerüstet.

Aufgrund der guten ersten Hälfte bewertete Rani Khedira die Partie in Dresden sehr positiv: „Ich finde in der ersten Halbzeit haben wir viel Gutes auf den Platz bekommen, viele Umschaltmomente, viele Ballgewinne„, so Khedira am ARD-Mikrofon. „In der zweiten Halbzeit hat man den Unterschied in der Vorbereitung gesehen. Aber im Großen und Ganzen war es ein sehr guter Test gegen eine gute Mannschaft aus Dresden.“ Ähnlich sah es sein Trainer Mauro Lustrinelli. Er lobte den Einsatz seiner Mannschaft. „Was fehlt ist, dass wir uns belohnen„, so der Schweizer. Der Trainer kündigte anschließend gegenüber der ARD Neuzugänge auf mehreren Positionen an: „Es ist normal, dass Neuverpflichtungen in den nächsten Wochen kommen werden.“

Für die Gastgeber aus Dresden war es der letzte Test vor dem Zweitliga-Start am 09.08. in Nürnberg. Auf die Eisernen wartet direkt am Sonntag der nächste Härtetest: Um 14 Uhr geht es gegen den italienischen Erstligisten Cagliari Calcio. In die Bundesliga startet Union Berlin am 29.08. zuhause gegen Eintracht Frankfurt.

4:0 im Test gegen Hessen Kassel, Dynamo siegt weiter

Testspiel

Die Reise durchs Dynamoland ist beendet

Nach Bautzen und Neustadt/Spree machte Dynamo Dresden nun in Großenhain Station, spielte dort vor 3500 Zuschauern in der ausverkauften Jahnkampfbahn gegen Südwest-Regionalligist Hessen Kassel und gewann die Partie mit 4:0 (1:0). „Wir wissen ja, dass es Dynamo-Fans nicht nur in der Stadt gibt, sondern vor allem im Umland. Damit wollten wir auch ‚Danke‘ sagen für die Unterstützung. Schön, dass es solche Spiele gibt„, sagte Dynamos Sportchef Sören Gonther (39) zur Pause über die Reise durchs dynamische Einzugsgebiet. Er wechselte im Winter von Kassel nach Dresden, das Spiel gehört zu seinem Abschied vom KSV dazu.

Und sein Ex-Verein präsentierte sich als kernige Truppe, die ordentlich Gegenwehr leistete. Vor allem die ersten Minuten gehörten Kassel, ab Spielminute zehn übernahm Dynamo das Kommando, wurde in der intensiven Partie aber erst in den letzten Minuten der ersten Hälfte zwingend. Nach einem langen Ball von Rückkehrer Thomas Keller legte Niklas Hauptmann auf Nachwuchsmann Nico Künzel ab, der zum 1:0 (38.) ins leere Tor traf.

Sportchef Sören Gonther mit Transfer-Ansage!

Zur Pause wechselte Dynamo komplett durch. Lange Zeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel – mit leichten Vorteilen für Dresden. Die SGD hatte auch die klareren Chancen. Eine nutzte Jonas Oehmichen zum 2:0 (73.). Nach einem Doppelpass mit Niklas Remus schob er ein. Den Deckel auf die Partie machten Kaan Inanoglu (87.) und Remus (89.).

In der Halbzeitpause bestätigte Gonther auch, dass der Keller-Transfer nicht das Ende der Aktivitäten war. „Wir werden noch ein, zwei Dinge anschieben„, erklärte er.

Ist bei diesen ein, zwei Dingen auch Vladimir Lucic dabei? „Ich kann kein Serbisch„, antwortete er lachend und mit einem Augenzwinkern. Der Mann von Roter Stern Belgrad soll im Anflug sein und mit ins Camp nach Windischgarsten fahren. Die Euphorie, die jetzt durch die bisherigen Transfers entstanden ist, will Gonther mitnehmen, ohne abzuheben. „Wir werden so etwas von mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Unser Ziel ist, dass wir uns in der 2. Bundesliga etablieren. Das heißt fürs Erste den erneuten Klassenerhalt im Wissen, das zweite Jahr ist immer das schwerste.“

Testspiele gegen Bauzen und Neustadt-Spree enden mit je 14 Toren zu Null

Testspiel

Vierfache Premiere und eine feine Geste in Richtung Lars Bünning: Der 14:0-Testpielsieg bei Oberligist Budissa Bautzen war für Dynamo Dresden der Auftakt der Vorbereitungsspiele. Zum ersten Mal überhaupt stand Winter-Neuzugang Elias Bethke zwischen den Pfosten. Das erste Tor der Saison schoss Aaron Riedel – bei seinem Profi-Debüt.

Und dann gab es noch eine überragende Aktion für den schwer erkrankten Lars Bünning, der sich nach seiner Hirnblutung in einer Hamburger Rehaklinik befindet. Ein Foto von ihm und darunter die Botschaft „Gemeinsam kämpfen!“ trug jeder Spieler auf dem rechten Arm – dort, wo sonst das Zweitliga-Logo prangt. Eine tolle Botschaft, die in Hamburg ankommen wird. Bünning ist nicht vergessen. Seine Jungs kämpfen für ihn mit und beweisen das, was sie in der Rückrunde ausmachte: bedingungslosen Zusammenhalt.  Freud und Leid liegen meist eng beisammen. Aaron Riedel zum Beispiel durfte Glückwünsche entgegennehmen. Der Junge von der „U21“, so richtig bekannt dürfte er keinem gewesen sein.

Er spielte von Beginn an und ließ sich nach vier Minuten nicht lange bitten. Er traf aus kurzer Distanz zum 1:0. Wird dem jungen Mann, der auch sonst im defensiven Mittelfeld sehr ordentlich unterwegs war, gutgetan haben – und das an seinem 20. Geburtstag! Vielleicht sollte man sich den Namen des gebürtigen Vogtländers merken.

Das 2:0 (24.) legte Alexander Rossipal nach, schmerzhaft allerdings. Er schob den Ball nach einer Ecke ein, prallte dabei heftig gegen den Pfosten, konnte aber weitermachen. Die weiteren vier Tore bis zur Pause erzielten vor 3500 Fans Jakob Lemmer (26.), Christoph Daferner (34./43.) und nochmal Riedel (45.).

Zur Pause wechselte Thomas Stamm durch. Neuzugang Kaan Inanoglu durfte gleich jubeln, erzielte das 7:0 (49.). Weiter trafen Friedrich Müller (56.), Vincent Vermeij (59./63./73.), Jonas Sterner (65.) und erneut Inanoglu (84./89.).

Nächstes Schützenfest gegen den LSV Neustadt/Spree

Wobei Team Sterner in Neustadt/Spree die „Halbzeitführung“ noch aus der Hand gab. Es gelangen im nördlichsten Sachsen nur zwei Tore in den ersten 45 Minuten. Niklas Remus (20.) und Sterner (25.) selbst trafen zum 2:0-Pausenstand. Team Hauptmann legte in Durchgang zwei richtig los und schenkte den tapferen Gastgebern zwölf Stück ein. Hauptmann (58./70./78.) schnürte dabei genauso einen Dreierpack wie Christoph Daferner (68./69./88.), Jonas Oehmichen (52./82.) und Jakob Lemmer (66./84.) trafen doppelt. Nicolai Rapp (63.) und Aaron Riedel (87.) schossen die weiteren Treffer.

Und somit siegte Team Hauptmann im internen Küchendienst-Wettstreit klar und deutlich mit 18:10.

Härtetest gegen den SC Paderborn mit 2:0 Sieg bestanden

Testspiel

Der SCP verliert 0:2 gegen Dresden und kassiert damit die erste Niederlage der Saisonvorbereitung.

Und die geht trotz der Leistungssteigerung nach der Pause in Ordnung, denn in den ersten 60 Minuten war Dynamo die klar bessere Mannschaft gewesen. Gegen die Mannschaft um Trainer Markus Anfang und den ehemaligen Paderborner Stürmer Stefan Kutschke waren vor gut 500 Zuschauern (der Großteil davon Dynamo-Fans) 2×60 Minuten zu absolvieren.

Ein Gradmesser würde das Spiel gegen den SC Paderborn werden, hatten Spieler und Sportchef vorher gesagt. Dynamo Dresden bestand zum Abschluss des Österreich-Trainingslagers am Donnerstagnachmittag auch die Bewährungsprobe gegen den Zweitligisten. Nach 120 Minuten hieß es am Ende 2:0 (1:0). Torschützen waren Dennis Borkowski, der in der 23. Minute traf, sowie Luca Herrmann kurz vor Schluss (120.).

Kein zu großer Respekt vorm Zweitligisten

Vor ca. 400 Zuschauern im Ramsbachstadion in Walchsee zeigten die Schwarz-Gelben von Beginn an wenig Respekt vorm Zweitliga-Spitzenteam aus Ostwestfalen. Wie im Trainingslager geübt, pressten sie früh und versuchten ihrerseits, von hinten heraus Pässe durch die Schnittstellen nach vorn zu spielen. Rückenwind von ihrem 4:0-Sieg vom vergangenen Wochenende gegen Kevin Brolls Ex-Club Górnik Zabrze hatten die Paderborner jedenfalls nicht mehr.

Den ersten Torabschluss verzeichnete dann auch die SGD: Panagiotis Vlachodimos schoss allerdings weit drüber. Auf der Gegenseite hatte Kevin Broll, der diesmal statt Stefan Drljaca das Dresdner Tor hütete, keine Probleme beim Versuch von Kinsombi (11.). Will (17., vorbei) und Lewald (19.) per Kopf waren ebenfalls nicht erfolgreich.

Borkowski erzielt die Führung

Das änderte sich in Minute 23.: Tom Zimmerschied passte auf Vlachodimos, dessen Schuss zunächst abgefälscht wurde. Doch der Ball landete genau vor den Füßen von Dennis Borkowski, der aus halbrechter Position vorm Tor kurzen Prozess machte und Jannik Huth im Paderborner Kasten keine Chance ließ. Jubel bei den Fans auf den schwarzen und gelben Sitzen. Nun spielte auch das Wetter mit: Hatte es vor Anpfiff noch geregnet, zeigte sich nun ab und an die Sonne zwischen den Wolken.

Die Dresdner machten auf jenem Rasen im Tiroler Ferienort Walchsee, auf dem sie bereits seit einer Woche in ihrem Trainingslager regelmäßig schwitzen, einfach weiter. Fast hätten sie ihre Führung ausgebaut, doch Niklas Hauptmann verfehlte das Gehäuse mit seinem Kopfball freistehend (37.). Auch Kapitän Stefan Kutschke hatte per Kopf diesmal kein Glück (49.). So stand beim Seitenwechsel nach wie vor eine 1:0-Führung für die Sportgemeinschaft zu Buche.

Viele Wechsel zur Pause

Zur Pause wechselte Trainer Markus Anfang alle Feldspieler durch. Nun feierte auch Lucas Cueto sein Debüt im Dresdner Trikot, der zu Beginn des Trainingscamps noch aufgrund von Achillessehnenproblemen noch nicht mittrainieren konnte. Die Kapitänsbinde übernahm Luca Herrmann. Bis auf einen kleinen Bock von Kevin Broll (66.), dem ein Ball zur Ecke durchrutschte, brannte aber weiterhin nicht viel an. Auch vom zur Pause eingewechselten Max Kruse war wenig zu sehen.

Eine der besten Chancen auf Dresdner Seite hatte Tobias Kraulich, dessen Kopfball knapp vorbei ging (74.). In der 94. Minute kamen Jong-min Seo und Tony Menzel für Manuel Schäffler und Lucas Cueto. Auch die jungen Wilden auf Dresdner Seite spielten es nun gekonnt herunter gegen Paderborn. Für Gefahr für den eigenen Kasten sorgte Kraulich mit einem etwas zu scharfen Pass auf Kevin Broll, den der Schlussmann nur per Grätsche zur Ecke klären konnte (110.). Der Schuss von Seo (117.) wurde zur Ecke geklärt.

Luca Herrmann gelingt das i-Tüpfelchen

Es blieb bis eine Minute vor Abpfiff bei der knappen Dresdner Führung. Kurz vor Schluss marschierte Luca Herrmann allein aufs Paderborner Tor zu und traf zum 2:0-Endstand. Dies hatten sich die in Weinrot und Weiß angetretenen Sachsen auch redlich verdient. Nach dem 5:1 gegen St. Pölten war dies bereits der zweite SGD-Sieg im Österreich-Trainingslager. Am Sonntag steht schon das nächste Vorbereitungsspiel auf dem Plan. Dann testet Dynamo Dresden bei Slavia Prag.

Dynamo, 1. Halbzeit: Broll – Kammerknecht, Ehlers, Lewald, Park – Will, Zimmerschied, Hauptmann – Borkowski, Kutschke (C), Vlachodimos

Dynamo, 2. Halbzeit: Broll – Lehmann, Wetschka, Kraulich, Meier – Zeil. Oehmichen, L. Herrmann – Meißner, Schäffler (94. Menzel), Cueto (94. Seo)