Spielerwechsel

Wechselgerüchte bei Dynamo Dresden

Die SG Dynamo Dresden hat seit der Zweitliga-Rückkehr noch keinen Neuzugang für die kommende Saison präsentiert

.. bis jetzt. Denn nach „Bild-Informationen“ soll Morris Schröter ein heißer Kandidat sein. Für die Dresdner habe der Flügelspieler vom FSV Zwickau bereits dem früheren Interesse aus Rostock abgesagt, nun könnte der ablösefreie Wechsel nach Sachsen folgen.

Insgesamt neun Spieler haben Dynamo (alle Transfers) bislang verlassen, dagegen steigen zwei U19-Akteure zu den Profis auf. Mehr hat sich auf dem Transfermarkt noch nicht für Dynamo ergeben, doch im Hintergrund arbeitet Sport-Geschäftsführer Ralf Becker an den ersten Neuzugängen. „Wir wissen ganz genau, welche Spielertypen wir für welche Position suchen, die zugleich auch unsere Art und Weise Fußball zu spielen verkörpern„, erklärte der 50-Jährige, dass er exakte Vorstellungen und Erwartungen an den Transfermarkt hat, wie die „Bild“ berichtet. Mit Morris Schröter soll er den ersten Kandidaten gefunden haben.

Schröter, der beim FSV ursprünglich als Rechtsverteidiger anfing, wurde in den drei Spielzeiten unter Joe Enochs stets offensiver eingesetzt – und das zahlte sich aus. Der 25-Jährige fiel in der abgelaufenen Saison erneut als Top-Scorer der Zwickauer auf, kommt somit jetzt nach 72 Drittliga-Partien in den letzten zwei Jahren auf 17 Tore und 18 Vorlagen. Nun läuft Schröters Vertrag zum Saisonende aus und der Sprung in die 2. Bundesliga könnte für den Außenbahnspieler folgen. Auch Hansa Rostock war entsprechend an Schröter dran. Laut Bericht habe der 25-Jährige dem Dresdner Mit-Aufsteiger jedoch abgesagt. Die Begründung soll gewesen sein, dass sich Schröter für einen Wechsel zur SGD entschieden habe.

Sercan Sararer auch auf der „Liste“?

Man musste vor dem letztlich entscheidenden Spiel daheim gegen Türkgücü München nur zwischen den Zeilen lesen, schon wusste man: SGD-Trainer Alexander Schmidt (52) ist ein Fan von Sercan Sararer (31).

Der Coach brachte den Stürmer nach länger anhaltenden Tiefs zurück in die Spur. Sararer war es auch, der im Hinspiel den 1:0-Siegtreffer für seinen Klub gegen Dynamo erzielte – Schmidts letzter Sieg als Türkgücü-Coach.

Logisch, dass die Spuren nach einer möglichen Verstärkung mit einer Menge Erfahrung von der sächsischen in die bayerische Landeshauptstadt führen.

Auf 35 Bundesliga- und 129 Zweitligaspiele kann der in Nürnberg geborene Stürmer, er ist türkisch-spanischer Herkunft, zurückblicken.

Doch ehe Dynamo den 31-Jährigen unter Vertrag nehmen kann, muss der Verein wohl noch warten. Türkgücü zog eine Option im aktuellen Arbeitspapier, die Sararer bestreitet. Es geht vors Arbeitsgericht. Bevor das nicht geklärt ist, wird wohl nichts passieren.

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Relegation

FC Ingolstadt zurück in Liga zwei, Osnabrück steigt ab

Zu Beginn gewackelt, aber am Ende das Ziel erreicht

Im dritten Anlauf ist dem FC Ingolstadt die Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga gelungen. Nach einem 3:0-Hinspielsieg gegen den VfL Osnabrück konnte sich der ehemalige Bundesligist in der zweiten Relegations-Partie eine 1:3 (1:2)-Niederlage bei den Niedersachsen leisten, die trotz des Sieges absteigen müssen.

Dabei schnupperten die Gastgeber kurzzeitig an einer Überraschung. Nach zwei schnellen Toren von Marc Heider in der 6. und 20. Minute war der Zweitliga-16. auf dem Weg zum verspäteten Klassenerhalt. Mitten hinein in die VfL-Euphorie platzte der Anschlusstreffer durch einen Kopfball von Filip Bilbija (31.). Etienne Amenyido (81.) gelang das 3:1 für die Niedersachsen. Ingolstadts Merlin Röhl traf in der Nachspielzeit noch die Latte.

Die erste Halbzeit war vor 2000 Fans an der Bremer Brücke von Kampf und Einsatzbereitschaft geprägt. Spielerische Elemente kamen weniger zum Tragen, besonders die Mannschaft von Trainer Markus Feldhoff versuchte mit prägnanter Körperlichkeit in die Partie zu finden. Dieser Vorteil relativierte sich durch den ersten Gegentreffer.

VfL Osnabrück stemmt sich gegen den Abstieg

„Jetzt ist es nur noch eine Frage des Herzens. Unsere Spieler müssen nun alles auf dem Platz lassen“, sagte in der Halbzeitpause VfL-Geschäftsführer Benjamin Schmedes am „ZDF“-Mikrofon.

Und tatsächlich übernahmen die Gastgeber wieder eindeutig das Kommando auf dem Rasen. Prompt hätte Heider fast seinen dritten Treffer erzielt, scheiterte jedoch in der 48. Minute aus kurzer Distanz an Ingolstadts Torhüter Fabijan Buntic.

Mit dieser Spielentwicklung war Tomas Oral überhaupt nicht einverstanden. Unüberhörbar forderte der Coach der Gäste ein besseres Zweikampfverhalten seiner Schützlinge ein.

Dies setzten die Ingolstädter nach einer Stunde immer besser um. Die Norddeutschen mussten zunehmend ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Die offensiven Aktionen gerieten nun langsamer und vor allem berechenbarer.

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Relegation

1. FC Köln feiert Klassenerhalt, Kiel bleibt zweitklassig

Mit Köpfchen zum Klassenerhalt

Drei Kopfballtore binnen zehn Minuten haben den 1. FC Köln doch noch vor dem Bundesliga-Abstieg gerettet. Der dreimalige Meister gewann das Relegationsrückspiel bei Holstein Kiel ungefährdet 5:1 (4:1) und machte damit seine 0:1-Heimspielniederlage aus dem Hinspiel wieder wett.

Zwei Treffer des Schweden Sebastian Andersson in der 6. und 13. Minute waren die Basis für den verdienten Erfolg. Ebenfalls per Kopfball hatte FC-Kapitän Jonas Hector seine Mannschaft (3.) in Führung gebracht. Lee Jae-Sung glich für Kiel kurzfristig aus (4.), ehe Rafael Czichos (39.) erneut für die Gäste traf – allerdings per Volleyschuss. Ellyes Shkiri (84.) machte alles klar.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hatte auf der VIP-Tribüne kaum an seinem Bier genippt, da war die Partie eigentlich schon gegen den Zweitliga-Dritten gelaufen. Hilflos musste der Landesvater, mit beflocktem Trikot und Fanschal ausgestattet, zuschauen, wie die Platzherren den Start total verschliefen.

Jede Flanke, jeder Eckball bedeutete Gefahr, die Defensive wirkte total unsortiert. Die klassenhöheren Domstädter nutzten diese Nachlässigkeiten gnadenlos aus. FC-Coach Friedhelm Funkel klatschte sich am Spielfeldrand fast die Hände wund.

Ganz anders war die Gemütslage bei Funkels Trainerkollege Ole Werner. Immer wieder raufte sich der 33-Jährige die spärlichen Haare, seine Rufe nach mehr Konzentration verhallten weitgehend ungehört. Die Kölner zogen sich nach der schnellen Führung zurück, behielten aber dennoch die Spielkontrolle.

Janni Serra bei Kiel schmerzlich vermisst

Was auch damit zusammen hing, dass die Gastgeber Janni Serra schmerzlich vermissten. Der zu Arminia Bielefeld wechselnde Torjäger fehlte wegen einer Oberschenkelzerrung im Sturmzentrum von Holstein. Anders als beim Kieler Pokaltriumph gegen Bayern München hatte der Ex-Bremer Fin Bartels einen schwachen Tag erwischt.

Nach dem Seitenwechsel gaben die Westdeutschen ihre nach dem frühen Vorsprung auf Sicherheit bedachte Spielweise auf und wurden offensiver. Die Platzherren hatten darauf keine Antwort. Wie schon zuletzt im Zweitliga-Endspurt machte sich die Belastung der zahlreichen pandemiebedingten Nachholspiele bemerkbar. Daran konnten auch die im Rahmen eines Modellversuchs zugelassenen 2334 Zuschauer nichts ändern.

Je länger die Partie dauerte, desto mehr konnten sich die Norddeutschen bei Torhüter Ioannis Gelios bedanken, dass die Niederlage nicht noch deftiger ausfiel. Der Holstein-Keeper verhinderte im Verlauf der zweiten Halbzeit weitere Gegentore.

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Spielerwechsel

Die SG Dynamo Dresden verabschiedet sich von acht Spielern

Acht auslaufende Verträge werden bei Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden nicht verlängert

Am Sonntag wurden alle Spieler, deren Verträge zum Saisonende auslaufen, offiziell verabschiedet. Dazu gehören Marco Hartmann, Niklas Kreuzer, Justin Löwe, Leroy Kwadwo, Stefan Kiefer und Maximilian Großer. Die Leihspieler Jonathan Meier (1. FSV Mainz 05) und Marvin Stefaniak (VfL Wolfsburg) kehren vorerst ebenfalls zu ihren Stammvereinen zurück.

Zudem verlässt Sportwissenschaftler Jacob Wolf nach fünfjähriger Tätigkeit das Funktionsteam des Profi-Teams der SGD und widmet sich künftig einer anderen Aufgabe.

„Es steht außer Frage, dass jeder Spieler seinen Teil zum Erfolg der gesamten Mannschaft in dieser Saison, aber auch in den Jahren zuvor, beigetragen hat. Dafür gebührt jedem Einzelnen ein ganz großer Dank. Für einige auch sehr verdienstvolle Spieler endet der Weg nach mehreren Jahren jetzt bei Dynamo Dresden. Bei dem einen oder anderen wollen wir uns noch etwas Zeit verschaffen, um über eine Weiterbeschäftigung in den kommenden Wochen in Ruhe nachzudenken“, erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker.

Das gesamte Drittliga-Aufstiegsteam inklusive Trainer- und Betreuerstab hat sich am Sonntag, dem 23. Mai 2021, in der AOK PLUS Walter-Fritzsch-Akademie zum Brunch getroffen, um die erfolgreiche Spielzeit gemeinsam ausklingen zu lassen. Anschließend verabschiedete sich das Profi-Team in den Urlaub.

„Es sind immer auch harte Entscheidungen, die mit der Kaderplanung verbunden sind. Was bleibt ist die Dankbarkeit für das, was jeder Spieler auf und neben dem Platz für Dynamo Dresden gegeben hat. Vielen Dank für euren Einsatz, Jungs, und alles Gute für euren weiteren sportlichen sowie persönlichen Lebensweg“, so Becker.

Besonders mit dem Verein verbunden sind Hartmann und Kreuzer. Der 33-jährige Hartmann war 2013 vom Halleschen FC an die Elbe gewechselt und hat alle Höhen und Tiefen in den letzten acht Jahren hautnah miterlebt. Kreuzer ist mit kleiner Unterbrechung seit 2014 bei der SGD unter Vertrag gewesen.

Bereits Mitte Juni finden Leistungstests statt, bevor die SGD dann aller Voraussicht nach am 19. Juni 2021 mit der Sommervorbereitung auf die kommende Zweitliga-Saison beginnen wird.

„Jedem Einzelnen gebührt ein ganz großer Dank“

 

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Dynamo Hintergrund 5

Ransford Königsdörffer unterzieht sich einer Meniskus-Operation

Meniskus-Operation bei „Ransi“

Dynamo-Profi Ransford Königsdörffer hat sich im Spiel in Wiesbaden eine Meniskus- und Kapselverletzung im rechten Knie zugezogen, muss operiert werden!

„Eine solche Verletzung am letzten Spieltag ist natürlich bitter. Nichtsdestotrotz überwiegen bei mir die positiven Gedanken nach dieser sowohl für den Verein als auch für mich erfolgreichen Aufstiegssaison“, sagte der Offensivmann nach der MRT-Untersuchung im Uniklinikum.

Wann und wo der operative Eingriff erfolgt, wird in den kommenden Tagen entschieden.

Ob Königsdörffer zum Trainingsauftakt für die kommende Saison Mitte Juni schon wieder dabei sein kann, ist fraglich. „Ich werde aus der tollen Saison die Kraft für die Reha ziehen, um nach der Sommerpause so schnell wie möglich wieder mit meinen Teamkollegen auf dem Platz zu stehen“, erklärte er.

Sportchef Ralf Becker zur Verletzung des Youngsters: „Ransi hat eine fabelhafte Saison gespielt, deren Ende so natürlich nicht nur für ihn persönlich einen bitteren Beigeschmack hat. Wir sind aber froh, dass die Verletzung nicht noch schlimmer ausgefallen ist, wünschen ihm einen optimalen Heilungsverlauf und werden ihn bei seiner Reha bestmöglich unterstützen.“

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Relegation

Die Relegationsspiele zum Auf- und Abstieg

Köln erwartet „zwei schwere Spiele“ gegen Kiel

Holstein Kiel hat den direkten Aufstieg nach einem 2:3 gegen Darmstadt 98 verpasst. In der Relegation wartet nun der 1. FC Köln.

Köln hat immer noch mehr zu verlieren“, sagte Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver bei „Sky“.

Der Meister von 1912, der in den vergangenen Wochen einem Mammutprogramm beeindruckend getrotzt hatte, kämpft gegen Köln darum, als erster Klub aus Schleswig-Holstein in der Bundesliga zu spielen. 2018 hatte die KSV in den Entscheidungsspielen den Sprung nach oben knapp verpasst.

Relegation für die 1. Bundesliga

Rheinenergiestadion 26.Mai.2021 18:30
1. FC Köln
0 1
Holstein Kiel
26.Mai.2021 18:30
Rheinenergiestadion
KÖL
0
1
HSK
Holstein Stadion 29.Mai.2021 18:00
Holstein Kiel
1 5
1. FC Köln
29.Mai.2021 18:00
Holstein Stadion
HSK
1
5
KÖL

 

Relegation für die 2. Liga

Der VfL Osnabrück hat den dringend benötigten Sieg bei Erzgebirge Aue aus der Hand gegeben und muss in der Relegation um den Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga spielen.

Die Niedersachsen verloren bei den Sachsen 1:2 (1:0) und verpassten es, den direkten Konkurrenten SV Sandhausen noch zu überflügeln.

Mit einem Sieg hätte sich der VfL direkt retten können, so muss er nun in zwei „Endspiele“ gegen den FC Ingolstadt, der die Saison in der 3. Liga auf dem dritten Tabellenplatz abgeschlossen hat.

Audi Sportpark 27.Mai.2021 18:15
FC Ingolstadt
3 0
VfL Osnabrück
27.Mai.2021 18:15
Audi Sportpark
FCI
3
0
OSN
Bremer Brücke 30.Mai.2021 13:30
VfL Osnabrück
3 1
FC Ingolstadt
30.Mai.2021 13:30
Bremer Brücke
OSN
3
1
FCI

 

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Meister 3.Liga

Dynamo siegt gegen Wehen Wiesbaden und ist 3-Liga Meister

Knapper Sieg reicht Dynamo Dresden zum Meister-Titel

Der Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden verliert gegen Meister Dynamo Dresden, die bereits vor der Partie als Aufsteiger feststanden, 0:1 (0:1).
Dynamo’s Pascal Sohm (21.) erzielte das Tor des Tages nach einer Ecke, während der SVWW vor dem gegnerischen Tor zu harmlos blieb und immer wieder den letzten oder vorletzten Pass nicht anbrachte. So konnten die nie aufsteckenden Hessen das äußerst stabile Dresdner Defensivbollwerk letztlich nicht knacken.

Pascal Sohm machte Dynamo Dresden somit in Hessen zum Titelträger der 3. Liga. Getrübt wurden die Feiern von der schweren Knieverletzung von Ransford Königsdörffer. Alle nicht zum Spieltagskader gehörenden Spieler saßen auf der Tribüne, außer Marco Hartmann, er hatte Kinderdienst. Tim Knipping fehlte in Wiesbaden aus privaten Gründen. Dafür rückte Paul Will in die Abwehrzentrale und agierte, als hätte er noch nie woanders gespielt. Das war souverän.Das war im Grunde der gesamte Auftritt der diesmal in Gelb und Weiß spielendenden Dresdner. Die machten mit ihrer Aggressivität schnell klar, dass die Luft nach dem Aufstieg noch nicht raus war.Dynamo wollte mindestens mit einem Remis die Meisterschaft in Liga drei sichern. Beide Mannschaften waren dementsprechend noch voll im Wettkampfmodus und es entwickelte sich zu Beginn eine intensive Partie, in der Panagiotis Vlachodimos (10./direkter Freistoß) und Jonathan Meier (12.) erste Chancen für die Dresdner hatten. Ehe der Aufsteiger und kommende Zweitligist nach einer Ecke zuschlug, am Ende war es wohl Sohm, der seinen Fuß reinstellte und den Ball ins SVWW-Tor lenkte – Dresden führte 1:0 (21.).

Auch in der Folge hatte Dynamo in Hessen alles im Griff, hätte gut und gern höher führen können. Nach einer Meier-Flanke sprang Jakov Medic (26.) der Ball im Strafraum an die ausgestreckte Hand. Schiri Patrick Hanslbauer pfiff nicht.

Boss verhindert gedankenschnell das 0:2

Und dann hätten sich die Wiesbadener das Ei fast selbst ins Netz gelegt. Florian Carstens (39.) Rückgabe von der Strafraumgrenze auf seinen Keeper Tim Boss ging an diesem vorbei und trudelte gemächlich an den Innenpfosten, Boss schlug den Ball von der Linie. Durch einen missglückten Rückpass wäre Florian Carstens beinahe ein kurioses Eigentor unterlaufen, doch der Ball trudelte an den Pfosten und der gedankenschnelle Keeper Tim Boss klärte – es blieb beim verdienten 0:1 zur Pause.

Die Aufgabe für den SVWW in Halbzeit zwei: Mehr Torgefahr entwickeln. Meier, Sohm und Christoph Daferner blieben in der Kabine. Sechs Minuten später muss Trainer Alexander Schmidt zwangsläufig wechseln: Ransford Königsdörffer blieb im Rasen hängen, wurde mit der Trage weggebracht. Das riecht leider nach einer schwereren Verletzung im rechten Knie. Bitter! Für ihn kam „Agy“ Diawusie.
Kapitän Johannes Wurtz (49.) rutschte an einer Hereingabe zunächst knapp vorbei, die Angriffe des SVWW – der durch Gianluca Korte (60.) beste Chance hatte – wurden etwas zielstrebiger. Doch auch der Versuch von Phillip Tietz (71.) wurde geblockt. Dresden ließ aber keine Großchancen zu. Der Aufsteiger arbeitete sich aber wieder rein und zog das Geschehen wieder an sich. Eine gute Gelegenheit zum 2:0 hatte Löwe (64.), dessen Direktabnahme aus 13 Metern zischte knapp drüber.

In den letzten Minuten rückte Wiesbaden noch einmal an, doch die Schmidt-Serie hielt. Seit er im Amt ist, kassierte Dynamo kein Gegentor mehr.

Dynamo Dresden durfte nach dem Spiel den Pokal zur Drittligameisterschaft in Emfpang nehmen und den verdienten Aufstieg feiern.

Die weiteren Entscheidungen am letzten Spieltag

Neben Dresden ist Hansa Rostock direkt aufgestiegen, der FC Ingolstadt zieht erneut in die Aufstiegsrelegation ein – dem TSV 1860 München bleibt nur Platz vier. Derweil müssen Unterhaching, Lübeck, Bayern II und Meppen den bitteren Gang in die Regionalliga antreten.
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Vertrag verlängert

Dynamo verlängert mit Aufstiegscoach Alexander Schmidt

Dynamo Dresden hat nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga den Vertrag mit Cheftrainer Alexander Schmidt verlängert.

Der Klub stattete den 52-Jährigen mit einem Kontrakt bis bis 30. Juni 2023 aus. Im Zuge der Vertragsverlängerung mit Schmidt unterschrieben auch die beiden Co-Trainer Ferydoon Zandi und Heiko Scholz jeweils einen Zweijahresvertrag bis 2023.

Alexander Schmidt hat uns mit seinen fachlichen Fähigkeiten sofort weitergeholfen und das Projekt Wiederaufstieg mit einer tadellosen Bilanz in den unter seiner Leitung absolvierten sechs Spiele bereits einen Spieltag vor Saisonende erfolgreich zu Ende geführt„, sagte Sportgeschäftsführer Ralf Becker: „Gemeinsam wollen wir den eingeschlagenen Weg auch in den kommenden zwei Jahren gehen und uns in der 2. Bundesliga etablieren.

Schmidt hatte in Dresden erst Ende April die Nachfolge von Markus Kauczinski angetreten.

 

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Sachsenpokal

Lok Leipzig schlägt Dynamo 4:0 im Sachsenpokal

Lok Leipzig steht im Finale des Sachsenpokals

…spielt am 29. Mai in der Sportschule Egidius Braun gegen Titelverteidiger Chemnitzer FC um den Pott. Im Halbfinale wurde Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden leicht und locker 4:0 bezwungen. Aber: Mit dem künftigen Zweitligisten hatte Dynamo diesmal wenig zu tun.

Nur fünf Profis stehen in der Startelf, ansonsten Talente aus A- und B-Jugend. Die machen das nicht so schlecht, sind letztlich aber chancenlos. Lok, zuletzt zweimal im Halbfinale gescheitert, mit einem doppelten Doppelpack im Endspiel. Viertliga-Rivale Chemnitz wird dann aber sicher ein ganz anderes Kaliber als es die Dynamo-Talente waren.

Rein statistisch hatten bisher die Messestädter die Nase vorn – zumindest was K.o.-Wettbewerbe betrifft. Im FDGB-Pokal feierte Leipzig zwischen 1967 und 1987 sechs Siege, Dresden nur drei. Hinzu kommt Loks Erfolg in der 2. DFB-Pokal-Runde 1992.

Darauf können sich die Probstheidaer aber nicht mehr berufen. Schließlich kommen sie quasi aus der Kalten auf den heimischen Platz zurück und haben den absoluten Topfavoriten auf den Pokalsieg vor der Brust.

Stefan Kiefer, Max Kulke, Maximilian Großer, Jonas Kühn und Kapitän „Leo“ Löwe – das waren die bekannten Namen. Die anderen Spieler sind sonst in der U17 und U19 beheimatet. Sie standen einem gestandenem Viertligisten gegenüber, der absolut heiß war und sofort Nägel mit Köpfen machte.

Die Führung für Lok schon nach 22 Sekunden. Ein langer Pass von Luca Sirch, im Zweikampf setzt sich Djamal Ziane gegen Lorenz Hollerbach durch, dann schiebt der Torjäger zum frühen 1:0 ein. Begleitet von einem lauten Feuerwerk der Leipziger Fans aus der angrenzenden Gartenanlage heraus. Fans im Stadion waren ja nicht erlaubt.

Dynamo ruckt immer mal wieder an, aber für Lok-Torwart Jeroen Gies, der überraschend den Vorzug vor Stammkeeper Jannes Tasche bekam, gab es eigentlich nix zu tun.

Nach 27 Minuten ist es wieder Ziane, der eine Flanke von Tom Nattermann mit der Brust annimmt und dann volley aus zwölf Metern zum 2:0 nachlegt. Lok verpasst gegen Ex-Trainer Heiko Scholz, der Dynamo diesmal betreut, eine höhere Führung zur Pause.

Einzig die Stadionuhr ist in den letzten sieben spiellosen Monaten im Plache-Stadion offenbar eingerostet, funktionierte nicht mehr.

In Durchgang zwei machte es Lok noch schneller. Der eben eingewechselte Kenny Weyh grätschte im Strafraum Ziane um. Elfmeter nach sieben Sekunden! Ex-Dynamo Sascha Pfeffer bedankte sich artig, traf vom Punkt zum 3:0 (46.). Glaubte zuvor schon kaum noch einer an eine Wende, so war die Partie jetzt durch. Das war in der Folge auch zu merken. Dresden mühte sich, nicht völlig unterzugehen, Keeper Kiefer konnte sich noch zwei-, dreimal auszeichnen.

Sein Gegenüber Jereon Gies blieb aber beschäftigungslos. Den 4:0-Endstand markierte dann Pfeffer (86.) nach einem Konter. Zieht man die beiden ersten Sequenzen jeder Halbzeit ab, so war es nicht so verkehrt, was die Junioren boten. Sie haben aber auch gesehen, dass es im Herrenbereich anders zur Sache geht.

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