Dynamo Dresden hat in der 2. Fußball-Bundesliga seinen zweiten Saisonsieg knapp verpasst. Beim 1:1 (1:0) am 7. Spieltag bei Aufsteiger VfL Osnabrück kassierten die Dresdner in der 87. Minute durch Robin Fabinski den Ausgleich. Bis dahin hatte Dynamo die Gastgeber weitgehend vom eigenen Tor ferngehalten, der Führungstreffer von Niklas Hauptmann (38.) reichte aber nicht zum Sieg. Die Mentalität stimmt wieder einmal bei Dynamo Dresden, das Ergebnis aber nicht. Die Elbestädter haben damit in dieser Saison bereits 15 Punkte nach Führungen verspielt.
Für Dynamo Dresden geht das Warten auf den ersten Sieg seit Ende August weiter. Dresdens Trainer Thomas Stamm hatte am Samstag für eine Überraschung gesorgt, indem er den bisherigen dritten Torwart zwischen die Pfosten stellte. Lennart Grill verdrängte Tim Schreiber auf die Bank, die Maßnahme sollte defensiv für mehr Stabilität sorgen. Zuvor hatte Dynamo in sechs Spielen 14 Gegentore kassiert – das war der schlechteste Wert der Liga.
Raschl leitet Führung ein
In der ersten Hälfte verteidigte Dresden vor 15.741 Zuschauern tatsächlich diszipliniert, Osnabrück allerdings auch. Die Folge war eine ereignisarme erste halbe Stunde. Die erste große Möglichkeit hatte aber Osnabrück durch Robin Meißner (4.). Sein Schuss im Dresdner Strafraum wurde aber von Jonas Sterner geblockt. Danach dominierten die Dresdner die Partie. Osnabrück stand die meiste Zeit tief in der eigenen Hälfte. Dynamo biss sich lange die Zähne am Osnabrücker Bollwerk aus. In der 27. Minute gab es dann den ersten Durchbruch. Patrice Covic kam aus etwa zehn Metern zum Abschluss, scheiterte aber an VfL-Keeper Jonas Krumrey. Am Dresdner Führungstor hatte Tobias Raschl einen großen Anteil. Mit der Sohle streichelte er den Ball zurück in den Lauf von Jonas Sterner, der dadurch auf rechts Platz hatte. Nach schöner Kombination stocherte der SGD-Kapitän den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 (38.) ins Tor.
Osnabrück drängte im Anschluss auf den schnellen Ausgleich. Den hatte VfL-Stürmer Adrian Beck in der 42. Minute auf dem Fuß. Nach einer hohen Flanke kam er aus kurzer Distanz zum Schuss, traf den Ball aber nicht richtig, sodass Grill parieren konnte.
Lennart Grill wenig geprüft
Mit der etwas glücklichen Führung im Rücken kontrollierte Dresden die Anfangsphase der zweiten Hälfte. Robert Wagner verfehlte das Osnabrücker Tor kurz nach Wiederanpfiff mit einem Schuss von der rechten Strafraumkante nur knapp. Nach einem offensiven Dreifachwechsel der Gastgeber wurde die Stamm-Elf immer defensiver. Der bis dahin wenig geprüfte Grill leistete sich bei einem Befreiungsschlag eine kleine Unsicherheit, sie blieb aber unbestraft.
Osnabrück übernahm die Spielkontrolle und warf in der Schlussphase nochmal alles nach vorne. Grill konnte zunächst noch die Abschlüsse von Meißner (83.) und Joker Ismail Badjie (85.) parieren. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld verpasste zunächst Osnabrücks Niklas Wiemann den Ball am ersten Pfosten, zog dabei aber alle Aufmerksamkeit auf sich. So konnte Robin Fabinski am zweiten Pfosten problemlos einnicken. Dynamo drängte in der Nachspielzeit zwar noch auf den Siegtreffer, fand offensiv aber keine Mittel mehr, um noch den Lucky Punch zu setzen.
Osnabrück in Bielefeld, Dresden gegen Magdeburg
Am 8. Spieltag ist Osnabrück am Sonntagmittag bei Arminia Bielefeld zu Gast (13.30 Uhr). Dresden empfängt zur selben Zeit den 1. FC Magdeburg zum Elb-Clásico.

