Dynamo deklassiert Schalke und steht im Achtelfinale

Dresden straft furchtbar harmlose Schalker ab

Dynamo Dresden hat sich mit einem verdienten Sieg gegen Bundesligist Schalke 04 für das Achtelfinale im DFB-Pokal qualifiziert. Der Jubel beim Schlusspfiff war natürlich groß: Zweitligist Dynamo Dresden ist gegen den FC Schalke 04 ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Die Überraschung war perfekt. Das Team von Trainer Thomas Stamm siegte verdient mit 2:0 (0:0) gegen den enttäuschenden Ruhrgebietsklub, der wieder einmal an seiner schon mysteriös anmutenden Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor scheiterte. Dresden steht Kopf!

Das Spektakulärste in der ersten Hälfte: die Pyro-Show der Dynamo-Fans kurz vor Anpfiff.

Dynamo Dresdens Coach Stamm ließ genau die Startelf auflaufen, die am vergangenen Wochenende in Kiel mit 0:3 verloren hatte. Und klar war vor der Partie, dass die Sachsen nicht viele Räume und Chancen bekommen werden. Die Bilanz von Schalke sprach Bände: 4:7 Tore in sieben Bundesliga-Partien. Die Dresdner nahmen von Beginn an die Partie in die Hand und suchten gegen die wieder einmal sehr kompakt agierenden Schalker spielerische Lösungen.  Umso überraschender war der wilde Beginn in den ersten fünf Minuten. Dann aber bauten die Gäste ihre gewohnte und gefürchtete Mauer auf. Dynamo spielte den Ball hübsch durch die eigenen Reihen, versuchte es auch über die Außen. Doch die Lücke war kaum zu finden.

Mit zwei kleinen Ausnahmen. Zunächst lief Ben Bobzien auf der linken Seite aussichtsreich davon und such schließlich aber fest. Dann schnappte sich Vincent Vermeij einen Rückpass, schoss aber in der 20. Minute aus spitzem Winkel nicht, sondern passte quer. Da stand aber kein Dresdner. Die sehr abwartend auftretenden Gäste hatten in der 45. Minute tatsächlich eine Torchance, als Hee Chan Hwang mit einem Kopfball den Dynamo-Keeper Lennart Grill zu einer kleinen Parade zwang. Es schien, als hätten die Schalker mittlerweile jegliches Selbstbewusstsein in Sachen Offensive eingebüßt. Die Dresdner rannten sich zudem immer wieder in der gegnerischen Abwehr fest. Und so plätscherte das Spiel in der ersten Hälfte nahezu ereignislos vor sich hin.

Schalke öffnet, Dynamo schlägt zu

Nach dem Wechsel suchten auch die Schalker ab und zu die Offensive. Und sorgten dafür, dass sich für Dynamo Räume ergaben. Einen nutzte der Zweitligist in der 53. Minute. Simon Straudi flankte von der linken Seite auf den langen Pfosten, wo sich Patrice Covic aus zehn Metern flach ein Herz fasste. Der Ball schlug im Netz ein, Schalkes Keeper Loris Karius machte dabei eine unglückliche Figur. Danach hatten die Gäste, die weiterhin offensiv blass blieben, genau eine dicke Möglichkeit.

In der 75. Minute landete ein Flachpass von links am langen Pfosten, wo Edin Dzeko von Alexander Rossipal noch entscheidend am Abschluss gehindert wurde. Ansonsten verteidigten die Gastgeber die Bemühungen von Schalke locker weg. Und jubelte in der 88. Minute, als nach einem Eckball Christoph Daferner per Kopf den Endstand herstellte. Dynamo damit verdient im Achtelfinale des DFB Pokals.

Für den Club von Trainer Miron Muslic war es im sechsten Jahr hintereinander das Pokal-Aus in der zweiten Runde. Insgesamt fünfmal hat der Bundesligaaufsteiger den Pokal bereits gewonnen. Zum Auftakt in dieser Pokalrunde hatte Dresden beim Regionalligisten Westfalia Rhynern mit 6:0 gewonnen. Dynamo schaffte zuletzt 2014/2015, als man in Runde eins Schalke besiegte, den Sprung über die zweite Runde hinaus.