Dynamo‘ Mega Serie reißt in Paderborn
Nach zuletzt zwei Siegen und zwei Unentschieden in Folge hat die SG Dynamo Dresden am Samstag beim SC Paderborn eine Niederlage kassiert. Und das, obwohl die Stamm-Truppe lange die Oberhand hatte. Trotz eines frühen Führungstors hat die SG Dynamo Dresden eine schmerzhafte 1:2-(1:0)-Niederlage beim SC Paderborn erlitten. Vor 15.000 Zuschauern in der Home-Deluxe-Arena verpasste die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm damit wichtige Punkte im Abstiegskampf.
Dabei hatte alles so gut begonnen: In der ersten Hälfte war Dynamo das bessere Team. Bereits nach vier Minuten setzte Jonas Sterner nach Vorlage von Kofi Amoako den ersten Akzent, verzog aber deutlich. Die Gäste hatten viel Ballbesitz, doch erst Vincent Vermeij sorgte in der 9. Minute für echte Torgefahr, ehe Paderborns Laurin Curda im Gegenzug die große Chance zur Führung vergab. Im weiteren Verlauf gab es Großchancen auf beiden Seiten, doch die Dresdner Effektivität machte den Unterschied: Nach einer Ecke köpfte Vermeij in der 32. Minute sein siebtes Saisontor zum 1:0 für Dresden.
Steffen Tigges macht beide Tore für Paderborn
Doch in der zweiten Halbzeit verpasste die SGD es trotz zahlreicher guter Gelegenheiten, den zweiten Treffer nachzulegen, und wurde dafür prompt bestraft. Doch zunächst traf Dynamo noch die Latte, nachdem sich der quirlige Ben Justus Bobzien im Eins-gegen-eins wunderbar durchgesetzt hatte (54.). Die nächste Riesenchance zur vermeintlichen Vorentscheidung vergab Christoph Daferner in der 63. Minute, als er völlig frei vor dem Tor stand – ein Moment, der sich rächen sollte. Nach reichlich einer Stunde segelt eine Flanke aus dem Halbfeld in den Dynamo-Strafraum, Schreiber eilt aus seinem Tor und kommt zu spät. Steffen Tigges köpft zum 1:1 ein.
In der Schlussphase drängte Paderborn immer stärker. Zunächst vergab Stefano Marino die hundertprozentige Chance (79.) Dann die 85. Minute: Nach einem Eckball bildet sich ein Pulk von Spielern am kurzen Pfosten. Schreiber versucht, an den Ball zu kommen, was erneut misslingt. Wieder ist Tigges zur Stelle, der nach einem Eckball mit dem Hinterkopf zum entscheidenden 2:1 einköpfte. Damit hat Paderborn hat das Spiel gedreht!. Dynamo warf in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne, doch Friedrich Müllers Kopfball nach einem Freistoß von Sterner landete in den Armen von Keeper Seimen (90.+4).
Das Fazit
Das Abfallen in der zweiten Halbzeit – wie schon so oft in dieser Saison – blieb dem Trainer der SGD aber auch nicht verborgen. „Der Unterschied zwischen erster und zweiter Halbzeit ist zu extrem bei uns. Wir haben in der Kabine gerade einige Dinge deutlich angesprochen“, erklärt er. Welche das genau sind, will er nicht verraten. Dabei schien das Problem spätestens nach der 6:0-Torgala vorige Woche gegen Preußen Münster überwunden zu sein. In Paderborn kehrte es nun zurück. „Wir sollten den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken“, sagt Schreiber zum Schluss, der beide gegentreffer auf seine Kappe nimmt. Trotz der Niederlage bleibt Dynamo in der Länderspielpause auf dem zwölften Platz. Allerdings hat es die Mannschaft verpasst, sich von den Abstiegsrängen abzusetzen. So bleibt es verdammt eng.
Thomas Stamm, Trainer Dynamo Dresden: Glückwunsch zum Sieg! Ich hab ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Sind wir heute effizienter, haben wir zur 60. Minute einen klaren Vorsprung auf unserer Seite. Wir hatten extrem gute Umschaltmomente, sind aber bei den Abschlüssen im letzten Drittel nicht so gut. Wir hatten drei richtig gute Dinger, die wir leider nicht machen. Wir haben es nicht geschafft, gegen einen sehr guten Gegner das 1:0 zu verteidigen.
Ralf Kettemann, Trainer SC Paderborn: Das waren ein bisschen unterschiedliche Halbzeiten, auch wenn ich die erste Halbzeit nicht komplett schlecht fand. Aber damit waren wir nicht zufrieden. Ich hatte den Eindruck, dass uns die Überzeugung fehlt. Wir hatten absolut Glück, Dresden konnte hier das 2:0 machen. Unsere Mannschaft hat ausgestrahlt, dass wir heute gewinnen wollen. Gegen eine sehr starke Mannschaft, die einen sehr guten Moment hat. Ich bin sehr happy, dass wir heute gewonnen haben.

