3:0 Befreiungsspiel gegen SpVgg Greuther Fürth

Dynamo gelingt der Befreiungsschlag gegen Fürth

Es ist manchmal so einfach im Fußball: Am Freitagabend hatte Dynamo gegen die SpVgg Greuther Fürth genau das Glück, das in den vergangenen Wochen so oft gefehlt hat. Offenbar musste erst das Kleeblatt an der Elbe eintreffen und für all den Frust der letzten Zeit büßen. Am Ende sammelte die Sportgemeinschaft mit einem deutlichen 3:0-Sieg wichtige drei Zähler ein und hat sich damit vorläufig auf Tabellenrang 14 vorgearbeitet..

Vor dem Anpfiff mahnte Stamm bei Sky: „Wenn man zu wenig Punkte hat, ist man nie zufrieden. Am Ende geht es darum, die Dinge nach Hause zu bringen. Wir sind oft nur 60, 70 Minuten gut. Es geht um Konstanz und die Konsequenz, es über 90 Minuten durchzubringen.“

Vor 30.786 Fans im Rudolf-Harbig-Stadion lagen Freud und Leid am 11. Spieltag der 2. Bundesliga nah beieinander. Während für die SGD alles lief, war ein Fürther Spieler gar nicht zu beneiden: Hendry Blank. Trainer Thomas Stamm hatte nach dem 1:2 in Hannover vier Veränderungen in der Anfangsformation vorgenommen. Für den gesperrten Friedrich Müller rückte Innenverteidiger Ahmet Muhamedbegovic in die Viererkette. Simon Straudi ersetzte Alexander Rossipal auf der linken Seite, und in der Offensive erhielten Bobzien und Vermeij den Vorzug vor Christoph Daferner und Jacob Lemmer.

Vermeij kassiert Tritt

Die Partie begann mit einem Schreckmoment: Vermeij kassierte einen Tritt von Hendry Blank ins Gesicht, spielte nach kurzer Behandlung aber weiter. Fürth zeigte sich zunächst gefährlich. Omar Sillah (16.) umspielte im Strafraum zwei Dresdner und zwang Keeper Lennart Grill zu einer Fußabwehr. Grill verhinderte kurz darauf auch gegen Felix Klaus (22.) und Sacha Bansé (24.) einen Rückstand. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der die Mittelfranken etwas mehr vom Spiel hatten und auch selbst in Führung hätten gehen können, fälschte der SpVgg-Verteidiger nämlich einen Schuss von Robert Wagner unhaltbar für seinen Keeper zum Dresdner 1:0  (31.) ab. Dynamos Motor bedankte sich – und eröffnete ausgerechnet gegen seinen Ex-Club den Torreigen. Blank lenkte kurz vor der Pause auch Bobziens Schuss (41.) ins eigene Tor. Erneut schlug der Ball am chancenlosen Kleeblatt-Keeper Hellstern vorbei im Kasten ein.

Dynamo kaltschnäuzig, Fürth glücklos

Im zweiten Durchgang erlöste sich auch noch Vincent Vermeij, der nach sieben Ligaspielen ohne Treffer endlich wieder eine Bobzien-Vorlage über die Linie drücken durfte (55.) . Vorher hätte das Team von Heiko Vogel den Anschluss mehr als verdient gehabt, aber Glücksgöttin Fortuna hatte am Freitag eben einen Dynamo-Schal um. Während die ersten beiden Treffer noch als „glücklich“ eingestuft werden konnten, war dieser das Ergebnis des beherzten Dresdner Angriffs und der halbherzigen Fürther Abwehrarbeit.

Blank erlebte einen weiteren bitteren Moment, als er Bobzien in der 62. Minute mit einer Notbremse stoppte und dafür die rote Ampelkarte sah. Die dezimierte Fürther Mannschaft kam so nicht mehr ins Spiel zurück. Mit der Drei-Tore Führung im Rücken und einem Mann mehr auf dem Platz waren die ohnehin schon lauten Dynamo-Fans auf den Rängen nun gar nicht mehr zu halten. Die Dresdner spielten mittlerweile befreit auf und ließen nichts mehr anbrennen: Der 3:0-Sieg spendet Dynamo Dresden nicht nur Zuversicht, sondern bugsiert es raus aus dem Tabellenkeller.

Heiko Vogel:„Gratulation, ich glaube, ein wichtiger Sieg für euch. Ich glaube, wenn was schiefgehen soll, dann geht es schief. Hier ist heute alles gegen uns gelaufen, wirklich. Ich glaube, die auf der Gegenseite wussten selbst nicht wie. Wir waren vorn ein bisschen zu verspielt, und dann liegst du wegen zwei abgefälschten Schüssen hinten. (…) Dann bekommen wir das Dritte, und dann haben wir gerade vierfach gewechselt und du bekommst die Rote Karte. Das ist die hässliche Seite des Fußballs.“

Vermeij: „Der Torriecher passt zum Glück wieder. Jetzt muss die Nase erstmal richtig gecheckt werden. Das erste Gefühl ist, dass sie nicht gebrochen ist!“ Hätte es sogar gleich Rot geben müssen? „Er sieht mich ja und reißt trotzdem noch den Fuß hoch. Man kann sie geben, es war eher Dunkel-Gelb. Aber er hat uns ja dann noch auf dem Feld geholfen.“

Thomas Stamm: „Jeder Erfolg tut gut, aber wir dürfen nicht so viel zulassen.“

Torschütze Bobzien fasste den Abend zusammen: „Das sind die Spiele, wo es dann zählt. Freitagabend, Flutlichtspiel, zu Hause – das macht richtig Bock. Wir haben heute eine richtig gute Reaktion gezeigt.“

 

Dynamo in Kaiserslautern, Fürth gegen Hannover

Die SGD ist am nächsten Spieltag am Sonntagmittag beim 1. FC Kaiserslautern zu Gast (13.30 Uhr). Fürth spielt am Samstagmittag bei Hannover 96 (13 Uhr).

 

2. Liga 2026-2027 | Spieltag 11
| Rudolf Harbig Stadion | 06.Nov..2026-18:30
Dynamo Dresden
U S N S N
3 : 0
Endstand
SpVgg Greuther Fürth
U N S N S
Robert Wagner
31'
Ben Bobzien
41'
Vincent Vermeij
55'
Tore
31'
Tor
41'
Tor
55'
1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'