Dynamo hat seine Tabellenführung mit einem Arbeitssieg gefestigt
Das ist ein hartes Stück Arbeit gewesen: Dynamo Dresden lag bei Hannover 96 II zwei Mal komfortabel in Führung, musste dann aber um die drei Punkte zittern. So hat die SGD, angefeuert von mehr als 8.000 mitgereisten Fans, das Auswärtsspiel bei Hannover 96 II knapp mit 3:2 (2:1) für sich entschieden.
Dominik Kother eröffnet
Dynamo-Coach Thomas Stamm vertraute fast der gleichen Anfangsformation, die vor einer Woche 2:0 gegen Wehen Wiesbaden gewinnen konnte. Lediglich Lukas Boeder musste auf der Bank Platz nehmen, für ihn rückte Mika Baur in die Startelf. Und der SGD-Übungsleiter sah sein Team von der ersten Minute weg Druck aufbauen. Hannover kam zu keinem geordneten Spielaufbau, immer wieder stand ein Spieler in Gelb nah am ballführenden Gegner. Die ersten Angriffe aber waren noch nicht wirklich gefährlich. Auch die Standards waren in den ersten 20 Minuten ausbaufähig, so kam keine echte Torgefahr zu Stande. Dafür lieferten die zigtausend Dynamo-Fans auf den einmal mehr eine spektakuläre Show mit Choreo und sangeskräftiger Unterstützung.
Da passte es irgendwie, dass die Führung durch einen Torwartfehler begünstigt wurde. Dynamo griff über die sehr starke linke Seite an, Dominik Kother dribbelte in den Strafraum und schloss aus spitzem Winkel ab. Den Schuss, der auch ein Pass hätte sein können, lenkte sich Hannover-Schlussmann Leon-Oumar Wechsel selbst ins Netz (20.). Beim 2:0 acht Minuten später war er dann chancenlos. Einen Traumpass von Baur durch die Schnittstelle schoss Kother humorlos aus 13 Metern in den Kasten.
Danach wurde plötzlich Hannover stärker und kam aus dem berühmten Nichts zum Anschluss. Nach einer Hereingabe von Robin Kalem von der rechten Seite setzte sich Valmir Sulejmani im Zentrum gegen Andi Hoti durch und verlängerte den Ball per Direktabnahme ins lange Eck (40.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff parierte SGD-Keeper Tim Schreiber glänzend. Wieder war es Sulejmani, der einen nicht geklärten Einwurf aus Nahdistanz am Keeper vorbeidrücken wollte.
Elfmeter bringt Dynamo wieder in die Spur
Auch die zweite Hälfte begann mit dem gleichen Bild: Hannover machte das Spiel und Dynamo fand kein rechtes Mittel, um selbst Chancen zu kreieren. So war es schließlich ein Elfmeter, der für etwas Ruhe sorgte. Nach einer ungestümen Aktion von 96-Torwart Wechsel an Christoph Daferner trat der Gefoulte selbst an und verwandelte, obwohl der Keeper die Ecke ahnte (55.).
Nun hatte Dresden wieder mehr Spielanteile, bei 96 war ein massiver Bruch im Spiel, der bis in die Schlussphase anhielt. Dann wurde Husseyn Chakroun im Strafraum von Lars Bünning zu Fall gebracht und es gab Elfmeter für die Hausherren. Kapitän Eric Uhlmann scheiterte erst an Schreiber, doch der Abpraller landete genau vor seinen Füßen. Im Nachschuss brachte er den Ball im Tor unter (86.).
Nun war es wie im ersten Durchgang. Bei Dynamo lief nicht mehr viel zusammen, stattdessen gab es noch ein paar Angriffe der Gastgeber. In der fünften Minute der Nachspielzeit blockte die SGD-Defensive im Verbund einen Schuss von Uhlmann von der Strafraumkante und sicherte damit die drei Zähler ab. Am Samstag ist Verfolger Cottbus bei 1860 München zu Gast, bis dahin hat Dynamo den Vorsprung erst einmal auf vier Punkte ausgebaut.