Wernesgrüner Pokal 2016-2017

1. Runde bis Finale
Die Spiele von der 1. Runde bis zum Finale

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Geschichte
Kurzinfo

Der Sächsische Landespokal 2016/17 war die 27. Austragung des Sächsischen Landespokals (Sponsorenname: Wernesgrüner Sachsenpokal) der Männer im Amateurfußball. Der Landespokalsieger qualifizierte sich für den DFB-Pokal 2017/18.

Der Titelverteidiger FC Erzgebirge Aue war in dieser Saison als Zweitligist nicht teilnahmeberechtigt. Eröffnet wurde der Wettbewerb am 5. August 2016 mit der Begegnung zwischen dem SV Liebertwolkwitz und dem SV Bad Lausick 1990 (3:0). Für das Endspiel, das am 24. Mai 2017 erstmals im Leipziger Bruno-Plache-Stadion ausgetragen wurde, qualifizierten sich der Regionalligist 1. FC Lokomotive Leipzig und der Drittligist sowie Rekordtitelträger Chemnitzer FC. Die Chemnitzer entschieden das Finale mit einem 1:2-Auswärtssieg für sich und sicherten sich somit ihren neunten Landespokalsieg.

Teilnehmer und Modus

Für den Sächsischen Landespokal 2016/17 qualifizierten sich folgende Mannschaften: Alle sächsischen Mannschaften der 3. Liga 2016/17, der Regionalliga Nordost 2016/17, der Oberliga Nordost 2016/17, der Sachsenliga 2016/17, der Landesklasse Sachsen 2016/17, sowie die dreizehn Kreis- bzw. Stadtpokalsieger der Saison 2015/16. Ausnahme sind zweite Mannschaften höherklassiger Vereine.

Der Sächsische Landespokal wird im K.-o.-Modus ausgetragen, im Falle eines Unentschiedens nach 90 Minuten folgen Verlängerung und Elfmeterschießen. Die Paarungen werden vor jeder Runde ausgelost. Heimrecht hat stets die klassentiefere Mannschaft, sonst entscheidet die Reihenfolge der Ziehung bei der Auslosung (die Mannschaft mit Heimrecht kann allerdings zugunsten der anderen Mannschaft auf das Heimrecht verzichten). Das Heimrecht im Finale wird für den Fall einer Paarung aus zwei gleichklassigen Mannschaften separat ausgelost. In der 1. Hauptrunde spielten zunächst nur die über die Sachsenliga, die Landesklasse und die Kreispokale qualifizierten Mannschaften. In der 2. Hauptrunde griffen die sächsischen Oberligisten in den Wettbewerb ein, in der 3. Hauptrunde mussten auch die sächsischen Dritt- und Regionalligisten erstmals antreten.

Das Endspiel
Info
Das Finale im Sachsenpokal - Saison 2016-2017 endete 1:2.
Sieger: Chemnitzer FC
Zweiter: 1. FC Lok Leipzig
Anstoß: Mittwoch, 24. Mai 2017, 18:00 Uhr
Stadion: Bruno-Plache-Stadion, Leipzig
Zuschauer: 6.800
Schiedsrichter: Klemm (Gröditz)

Aufstellung 1. FC Lok Leipzig
Kirsten
Krug
Zickert
Surma Gelbe Karten
Trojandt
Watahiki (78. Ziane)
Hanne
Georgi (46. Becker)
Schinke (70. Hofmann)
Maurer
Brügmann Gelbe Karten

Trainer: Scholz

Aufstellung Chemnitzer FC
Kunz
Bittroff
Reinhardt
Dabanli
Koch
Grote Gelbe Karten
Jopek Gelbe Karten
Mast
Fink (65. Hansch)
Baumgart Gelbe Karten
Frahn

Trainer: Köhler

Tore 1:1 Schinke (33.) Tore 0:1 Frahn (20.)
Tore 1:2 Frahn (74.)

Spielbericht (aufklappen)

im Kurzdurchlauf

Nichts als warme Worte gab es für den 1. FC Lok nach dem Sachsenpokal-Finale gegen den Chemnitzer FC. Mit 2:1-gewann der Drittligist das Endspiel, das erstmals im Bruno-Plache-Stadion ausgetragen wurde und qualifizierte sich für den DFB-Pokal. Vor 6.800 Zuschauern (ausverkauft) traf Frahn doppelt. Schinke besorgte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Hausherren, die klarer Außenseiter waren.

Lok-Präsident Jens Kesseler sprach wohl allen Fans des Probstheidaer Klubs nach dem Spiel aus der Seele. „Enttäuscht bin ich keineswegs, aber traurig.“ In der Tat: Das Sachsenpokal-Finale war nach dem zeitigen Klassenerhalt und Platz 10 in der Endabrechnung die Kirsche auf der „Saison-Torte“ für den 1. FC Lok, doch sie war schlecht. „Wir brauchen einen guten Tag und Glück, um gegen Chemnitz zu gewinnen“, hatte Heiko Scholz gebetsmühlenartig im Vorfeld des Spiels wiederholt. Lok hatte einen guten Tag, aber kein Glück.

Chemnitz machte zwei von fünf Großchancen rein, an vieren war Ex-Zweitliga-Profi Daniel Frahn beteiligt. „Wir wussten, wie gefährlich er ist, so einen Spieler haben wir eben nicht“ so Heiko Scholz nach dem Spiel. Frahn beschäftigte immer wieder die Lok-Viererkette, zog gegen Zickert und Surma ziemlich an den Ketten. Parierte Kirsten nach 19 Minuten im Eins gegen Eins glänzend, so hatte er eine Minute später keine Chance. Frahn dribbelte sich an Surma vorbei und traf zur Führung.

Leipzig hatte in der Anfangsphase viel „Ballett“ gemacht, den CFC unter Druck gesetzt, aber keinen Ball gefährlich aufs Tor gebracht. Der Ausgleich nach 33 Minuten entsprang daher auch einem Fehler im himmelblauen Spielaufbau: Brügmann, der den Verein wohl verlassen wird,  erkämpfte den Ball auf der linken Seite, Hanne und Schinke hatten Mühe, vor dem Tor den Ball unterzubringen. Schinke traf letztlich.

Der Ausgleich schockte den Drittligisten nur kurz, nach der Pause zogen die Gäste die Daumenschrauben merklich an. Nur Brügmann schnupperte im Strafraum kurzzeitig am Ball, der Rest war Chemnitzer Dominanz. Schon nach 70 Minuten hätten Frahn und Baumgart die neuerliche Führung besorgen können. Das übernahm 15 Minuten vor Schluss erneut der Ex-Babelsberger.

Auf das 1:2 fand Lok keine Antwort. Letztlich waren die Hausherren vor allem in der Offensive mittellos. Der sonst so effiziente Daniel Becker fand genauso wenig Mittel und Wege Richtung CFC-Gehäuse wie der zuletzt auftrumpfende Paul Maurer oder Regisseur Paul Schinke. Hanne und Watahiki versuchten viele Chemnitzer Angriffe „wegzulaufen“, was ihnen allerdings nur bis zur 60. Minute gelang.

„Ich bin stolz auf den Club und die Fans, auf das, was alle heute geleistet haben. Wir waren ein fairer Verlierer und unsere Fans haben für eine sensationelle Stimmung gesorgt“, freute sich Kesseler schließlich zu Teilen. Die 5.600 Lok-Fans applaudierten ihren vertränten Lieblingsspielern, die sich auf eine kleine Ehrenrunde begaben, während Sven Köhler kurz am Chemnitzer Fanblock vorbeihuschte und durch das große Stadiontor verschwand. „Ich musste einfach nur mal pullern“, gestand der scheidende Chemnitzer Trainer.

Seine nun Ex-Mannschaft kann sich auf den DFB-Pokal freuen und auf zusätzliche Einnahmen. Die braucht man in der Stadt mit dem Karl-Marx-Nischel dringend. Bis zum 2. Juni muss der Klub beim DFB 4,6 Millionen Euro an Einnahmen nachweisen. Für die Gäste war dieses Finale kein Bonus, sondern eine Pflicht.