Jos Luhukay

Jos Luhukay
Aktueller Verein
Stellenbezeichnung Cheftrainer
Nationalität
Geburtsort Venlo
Geburtstag 13. Juni 1963
Alter 56
Größe 170
Gewicht 74
Position als Spieler Zentrales Mittelfeld
Bevorzugte Formation 3-5-2

Karriere

Verein Stellenbezeichnung Von Bis
FC St. Pauli
Cheftrainer 10. April 2019 30. Juni 2020

Jos Luhukay (* 13. Juni 1963 in Venlo, Niederlande) ist ein ehemaliger niederländischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer. Seit dem 11. April 2019 ist er Cheftrainer des FC St. Pauli.

Karriere als Spieler

Luhukay spielte stets in der Mittelfeldposition. Er begann seine Laufbahn im Alter von 15 Jahren in seiner Heimatstadt beim niederländischen Verein VVV-Venlo. Nach vier Jahren wechselte er 1982 zu Venray SV, wo er bis 1984 blieb. Danach spielte er zwei Jahre für VOS Venlo, bis er 1986 zum VVV-Venlo zurückkehrte. 1989 wechselte er bis Juni 1991 zum SVV Schiedam. Bei seinem letzten niederländischen Verein, dem RKC Waalwijk, spielte er von Juli 1991 bis Juni 1993. Luhukay war 1989 Teil der Kleurrijk Elftal, der Mannschaft, die zum Großteil beim Surinam Airways Flug 764 ums Leben kam. Er selbst entging dieser Katastrophe nur, weil er zum Zeitpunkt des Spieltermines mit seinem Verein VVV-Venlo in der Relegation spielte.

Im Sommer 1993 wechselte er nach 15 Jahren und 139 Einsätzen in der Ehrendivision (27 Tore) und 48 Zweitligaspielen (12 Tore) in den Niederlanden nach Deutschland. Dort hatte er zwei Einsätze für den SV Straelen (1993–1995 sowie 1996–1998) und den KFC Uerdingen 05 (1995–1996). Mit Uerdingen bestritt Luhukay auch zwei Spiele in der Bundesliga. Sein größter Erfolg war der Aufstieg in die Oberliga Nordrhein mit dem SV Straelen 1996. Nach 20 Jahren beendete er im Sommer 1998 dort seine Spielerkarriere.

Karriere als Trainer

Einen Monat nach Beendigung seiner Spielerlaufbahn übernahm er den SV Straelen als Cheftrainer. Zwei Jahre später wechselte er zum KFC Uerdingen, mit dem er im Jahr 2002 in der Regionalliga Nord den fünften Platz belegte und im DFB-Pokal mit Siegen gegen Energie Cottbus und Werder Bremen für Furore sorgte. Das Ausscheiden im Wettbewerb kam für die Uerdinger erst gegen den 1. FC Köln. 2002 wechselte Luhukay in die Bundesliga, in der er an der Seite von Friedhelm Funkel (bis Oktober 2003), Marcel Koller (November 2003 bis Juni 2004) und Huub Stevens (Juli 2004 bis Juni 2005) durchgehend Co-Trainer beim 1. FC Köln war. Im November 2003 saß Luhukay beim Bundesligaspiel gegen Hannover 96 als Cheftrainer auf der Bank, da Friedhelm Funkel zuvor entlassen worden war – das Spiel verlor der FC mit 1:2. Von Sommer 2005 bis zu seinem Rücktritt am 11. August 2006 war Luhukay Cheftrainer beim Zweitligisten SC Paderborn 07.

Am 2. Januar 2007 wurde er von Borussia Mönchengladbach als weiterer Co-Trainer von Jupp Heynckes verpflichtet. Nachdem Heynckes am 31. Januar 2007 zurückgetreten war, übernahm Luhukay den Posten des Cheftrainers. Sein Vertrag bei der Borussia lief zunächst bis zum 30. Juni 2007, bereits Ende März 2007 wurde er bis Mitte 2009 verlängert. Doch Mönchengladbach musste sich im Sommer 2007 zum zweiten Mal aus der 1. Bundesliga verabschieden. In der Saison 2007/08 führte Luhukay den Traditionsverein zum sofortigen Wiederaufstieg. Mit einem 3:0-Heimsieg gegen den SV Wehen Wiesbaden sicherte sich die Mannschaft am 7. Mai 2008 zwei Spieltage vor Saisonende die Rückkehr in das Fußball-Oberhaus. Am 5. Oktober 2008 wurde Luhukay als Trainer von Mönchengladbach entlassen, nachdem die Borussen sechs der ersten sieben Spiele der Saison 2008/09verloren hatten.

Am 14. April 2009 trat er seinen neuen Posten als Cheftrainer beim FC Augsburg an, mit dem er zum Ende der Saison 2009/10 auf Platz drei der 2. Liga landete. Die Relegationsspiele gegen den Drittletzten der 1. Bundesliga, den 1. FC Nürnberg, gingen jedoch verloren und Augsburg verpasste den Aufstieg. Am 8. Mai 2011 machte Jos Luhukay mit dem FCA dann durch ein 2:1 gegen den FSV Frankfurt mit Platz zwei den direkten Aufstieg in die 1. Bundesliga klar. Die erste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte schloss man auf Platz 14 ab. Bereits am 33. Spieltag erreichte das Team den Klassenerhalt. Am 5. Mai 2012, im Anschluss an das letzte Spiel der Saison, löste Luhukay seinen noch bis zum 30. Juni 2013 laufenden Vertrag auf.

Zur Saison 2012/13 wechselte Luhukay als neuer Cheftrainer zu Hertha BSC. Er unterschrieb in Berlin einen bis zum 30. Juni 2014 laufenden Vertrag und übernahm das Team von Otto Rehhagel. Dort gelang ihm als Zweitligameister 2013 zum dritten Mal der Aufstieg in die Bundesliga. Am 5. Februar 2015 trennte sich Hertha BSC von ihm und seinen Assistenten.

Zur Saison 2016/17 wurde Luhukay vom zuvor in die 2. Bundesliga abgestiegenen VfB Stuttgart verpflichtet. Er erhielt einen Zweijahresvertrag. Am 15. September 2016 trat Luhukay nach nur vier Saisonspielen von seinem Trainerposten zurück. Querelen mit Sportdirektor Jan Schindelmeiserüber die Ausrichtung und die Verpflichtung der Spieler Takuma Asano, Benjamin Pavard und Carlos Mané – Luhukay wollte für den angestrebten Wiederaufstieg stattdessen erfahrenere deutschsprachige Spieler – waren dafür ausschlaggebend.

Im Januar 2018 wurde Luhukay neuer Trainer des englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday. Der Verein war in der Sommerpause 2018 wegen Finanzverstößen mit einer Transfersperre belegt und Luhukay ging mit einer nahezu unveränderten Mannschaft in die Saison 2018/19. Am 21. Dezember 2018 wurde er entlassen, nachdem aus den vorangegangenen zehn Partien nur ein Sieg gelang, die Mannschaft stand mit 24 Punkten aus 22 Spielen im unteren Tabellendrittel, fünf Punkte über den Abstiegsplätzen.

Am 11. April 2019 übernimmt Luhukay die Zweitligamannschaft des FC St. Pauli, die nach dem 28. Spieltag der Saison 2018/19 mit vier Punkten Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz auf dem 6. Tabellenplatz stand, als Nachfolger von Markus Kauczinski.

Sonstiges

Von Juli bis Dezember 2007 nahm Luhukay am 54. DFB-Fußball-Lehrer-Lehrgang an der Deutschen Sporthochschule Köln zum Erwerb der Fußballlehrer-Lizenz teil.

Erfolge als Trainer

  • Zweitligameister: 2008 (mit Borussia Mönchengladbach), 2013 (mit Hertha BSC)
  • Aufstieg in die Fußball-Bundesliga: 2008 (mit Borussia Mönchengladbach), 2011 (mit dem FC Augsburg), 2013 (mit Hertha BSC)

Alle Vereinsstationen als Trainer

01/2018 - 12/2018 Sheffield Wednesday Trainer
07/2016 - 09/2016 VfB Stuttgart Trainer
07/2012 - 02/2015 Hertha BSC Trainer
04/2009 - 06/2012 FC Augsburg Trainer
02/2007 - 10/2008 Bor. Mönchengladbach Trainer
01/2007 - 01/2007 Bor. Mönchengladbach Co-Trainer
07/2005 - 08/2006 SC Paderborn 07 Trainer
11/2003 - 06/2005 1. FC Köln Co-Trainer
10/2003 - 11/2003 1. FC Köln Trainer
07/2002 - 10/2003 1. FC Köln Co-Trainer
07/2000 - 06/2002 KFC Uerdingen 05 Trainer
07/1998 - 06/2000 SV 19 Straelen Trainer

Vereinsstationen als Spieler

07/1996 - 06/1999 SV 19 Straelen Mittelfeld
07/1995 - 06/1996 KFC Uerdingen 05 Mittelfeld
07/1993 - 06/1995 SV 19 Straelen Mittelfeld
07/1991 - 06/1993 RKC Waalwijk Mittelfeld
07/1989 - 06/1991 SVV Schiedam Mittelfeld
07/1981 - 06/1989 VVV-Venlo Mittelfeld
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