Christian Streich

Christian Streich
Aktueller Verein
Stellenbezeichnung
Cheftrainer
Nationalität
Geburtsort
Weil am Rhein
Geburtstag
11/06/1965
Alter
57
Größe (in cm)
180
Gewicht (in Kilo)
73
Bevorzugte Formation
4-4-2 doppel 6
Verein
Stellenbezeichnung
Vertrag vom
Vertrag bis
SC Freiburg
SC Freiburg
Cheftrainer, Co-Trainer
01/07/2007
30/12/2024

Christian Streich (* 11. Juni 1965 in Weil am Rhein) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Er ist seit dem 2. Januar 2012 Cheftrainer des SC Freiburg.

Spielerkarriere

Streich, Sohn eines Metzgers, wuchs im südbadischen Eimeldingen auf. Beim örtlichen Verein begann er auch mit dem Fußball, wechselte später in die nahegelegene Kreisstadt zum FV Lörrach und schließlich 1982 zum Freiburger FC, dessen erste Mannschaft gerade aus der 2. Bundesliga abgestiegen war.
Nach einem Jahr in der Jugend des FFC kam er zur Saison 1983/84 in den Kader der ersten Mannschaft in der Oberliga Baden-Württemberg.
In seiner ersten Saison wurde er mit der Mannschaft Meister, in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga scheiterte der Verein am FC 08 Homburg und dem VfR Bürstadt.

Schritt in den Profifußball (1. und 2. Bundesliga)

Nach einer weiteren Saison beim FFC wechselte der Mittelfeldspieler 1985 in die 2. Bundesliga zu den Stuttgarter Kickers.
Dort kam er in zwei Spielzeiten zu 21 Einsätzen. 1987 kehrte Streich nach Freiburg zurück, er wurde vom Zweitligisten SC Freiburg unter Vertrag genommen.
Hier wurde er von Jörg Berger trainiert und spielte u. a. mit Jogi Löw und Souleymane Sané zusammen.

Nach einer Saison verließ er den Sportclub und unterschrieb beim FC 08 Homburg, der gerade aus der 1. Bundesliga in die 2. Liga abgestiegen war.
Streich gelang mit seiner Mannschaft nach einer Saison im Sommer 1989 als Vizemeister der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.
In der Bundesligasaison 1989/90 kam er zu zehn Einsätzen für Homburg. Zum Saisonende belegte er mit dem Verein den letzten Platz, was den Abstieg in die 2. Liga bedeutete.

Streich entschied sich daraufhin zu einem erneuten Vereinswechsel, er kehrte im Sommer 1990 nach Freiburg zurück und unterschrieb beim FC Freiburg, der in der Oberliga Baden-Württemberg spielte.
Damit beendete Streich seine Profikarriere; er blieb bis 1994 beim Freiburger FC, bei dem er in der Saison 1991/92 mit 13 Treffern bester FFC-Torschütze wurde (Torschützenkönig der Oberliga Baden-Württemberg mit 19 Treffern wurde Fredi Bobic vom TSF Ditzingen).

Trainerkarriere

Anfänge

1995 kehrte Streich als Jugendtrainer zum SC Freiburg zurück. Mit den A-Junioren gewann er 2006, 2009 und 2011 den DFB-Junioren-Vereinspokal und 2008 durch einen 2:0-Finalerfolg über den VfL Wolfsburg die deutsche A-Jugendmeisterschaft.
Nachdem im Sommer 2007 Robin Dutt als Cheftrainer der Profimannschaft verpflichtet worden war, war Streich zusätzlich Trainerassistent, kümmerte sich aber weiterhin hauptsächlich um die A-Jugend.
Unter seiner Leitung schafften einige Jugendspieler den Sprung zu den Profis, darunter Dennis Aogo, Jonathan Pitroipa, Daniel Schwaab, Eke Uzoma, Ömer Toprak und Oliver Baumann.

Zu Beginn der Saison 2011/12 wurde Streich Co-Trainer der 1. Mannschaft unter dem neuen Trainer Marcus Sorg, der dem bisherigen Cheftrainer Dutt, der zu Bayer Leverkusen gewechselt war, nachfolgte.

Cheftrainer SC Freiburg

Streich als Graffito an der Dreisam, in der Nähe der Schwabentorbrücke, gemalt von Andreas Herre und Julian Mielke; anlässlich des Klassenerhalts 2014

Am 2. Januar 2012 übernahm Streich mit dem Beginn der Rückrundenvorbereitung die Position des Cheftrainers als Nachfolger von Marcus Sorg, der nach einer schwachen Hinrunde (nur drei Siege aus 17 Spielen) beurlaubt worden war.
Die Rückrunde unter Streich verlief für den SC erfolgreich; die Mannschaft verließ die Abstiegsränge und sicherte am 32. Spieltag den Klassenerhalt.
Durch diesen überraschenden Erfolg und durch seine unkonventionellen Äußerungen auf Pressekonferenzen erfuhr Streich eine hohe mediale Aufmerksamkeit.
Der lokale Fernsehsender TV Südbaden widmete ihm eine Videokolumne (Streich der Woche), die bald auch die Badische Zeitung aufgriff.

Aufgrund des für viele Beobachter nicht mehr für möglich gehaltenen Nichtabstieges und der insgesamt guten Leistungen des SC Freiburg in der Rückrunde 2011/12 belegte Streich bei der Wahl zum Trainer des Jahres 2012 den dritten Platz hinter Jürgen Klopp und Lucien Favre.
Nachdem der SC Freiburg in der darauf folgenden Saison 2012/13 überraschend den fünften Tabellenplatz belegt und sich damit für die Europa League qualifiziert hatte, erreichte Streich bei der Wahl zum Trainer des Jahres 2013 hinter Jupp Heynckes den zweiten Platz, noch vor Klopp.

Am 10. Mai 2013 verlängerte er seinen bis 2014 laufenden Vertrag beim SC Freiburg langfristig.
Sein ursprünglich im Juli 2016 auslaufender Vertrag wurde am 19. Februar 2016 ebenso wie die Verträge des gesamten Trainerteams erneut verlängert.

Nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga in der Saison 2014/15 sicherte sich Streich mit seiner Mannschaft den direkten Wiederaufstieg am 32. Spieltag nach einem 2:1- Auswärtssieg gegen den SC Paderborn 07.
Am 33. Spieltag wurde er mit der Mannschaft durch einen 2:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim Meister der 2. Fußball-Bundesliga 2015/16.

In der Saison 2016/17 erreichte der Verein den 7. Platz in der Abschlusstabelle, welcher zur Teilnahme an der dritten Qualifikationsrunde für die Europa League berechtigte.
Für diese Leistung wurde Streich zum Mann des Jahres gewählt.

Zum Beginn der Saison 2017/18 schied der SC Freiburg in der Europa-League-Qualifikation gegen den NK Domžale aus. In der Liga befand man sich bis zum Ende im Abstiegskampf, konnte die Saison aber auf dem 15. Tabellenplatz drei Punkte vor dem Relegationsplatz beenden.

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