Fritz-Walter-Stadion

stadium photo
Stadt Kaiserslautern
Vereine
Adresse Fritz-Walter-Straße 1, 67663 Kaiserslautern
Kapazität 49.850
Baujahr 1920
Spielbelag Rasen
Webseite fck.de/de/stadion/
Ehemalige Namen Betzenbergstadion (1920–1985)

Das Fritz-Walter-Stadion, ehemals Betzenbergstadion und auch Betzenberg oder Betze genannt, ist ein Fußballstadion in der rheinland-pfälzischen Stadt Kaiserslautern. Es ist die Wettkampfstätte des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern.

Es war während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 Austragungsort von fünf Spielen. Seinen heutigen Namen erhielt das Stadion am 2. November 1985 anlässlich des 65. Geburtstags von Fritz Walter, Kapitän der FCK-Meistermannschaften von 1951 und 1953 und erster Ehrenspielführer der deutschen Fußballnationalmannschaft.

Zuvor wurde es schlicht Betzenbergstadion oder Stadion auf dem Betzenberg genannt. Daher wird das Stadion umgangssprachlich auch als Betze bezeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg trug das Stadion für kurze Zeit den Namen Stade Monsabert, benannt nach dem Befehlshaber der französischen Besatzungsstreitkräfte, General Joseph de Goislard de Monsabert.

Der Eigentümer des zuvor vereinseigenen Stadions ist seit 2003 die Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH, die zu 100 Prozent der Stadt gehört.

Geschichte

An der Stelle, auf der das heutige Fritz-Walter-Stadion steht, wurde 1920 der Sportplatz Betzenberg, benannt nach dem gleichnamigen Standort, eröffnet.
Es handelte sich um einen Sandplatz, an dessen Südseite Zuschauerränge und eine kleine Holztribüne errichtet worden waren.
1926 wurde der Sandplatz durch einen Rasenplatz ersetzt.

Der Betzenberg besaß spätestens ab 1931 eine arbeitsmarktpolitische und ökonomische Bedeutung, da er als Folge der Massenarbeitslosigkeit Teil der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des „Freiwilligen Arbeitsdienstes“ war.
Diese Maßnahmen waren Bestandteil einer Notverordnung von 1931, die die Mitglieder von Turn- und Sportvereinen für eine geringe Entlohnung als Arbeiter für den Verein einsetzen ließ.

Unter anderem wurde das Stadionoval erneuert und erweitert sowie die Tribüne, die Zuschauerterrasse, das Hockeyfeld und das Kassenhaus.
Dafür wurden bis zu 140 arbeitslose Kaiserslauterer eingesetzt, die hauptsächlich aus Mitgliedern des 1. FCK bestanden.

Begründet wurden diese Maßnahmen damit, dass die Sportplatzanlage der Ertüchtigung der Jugend und der Durchführung des Wehrsportes zugutekam.
Des Weiteren wollte man die Arbeitsnot durch die Eingliederung in den Arbeitsprozess lindern.

Mit der Errichtung von zwei Stehrängen und einer Tribüne im Norden wurde die Kapazität auf 18.000 Zuschauer erweitert.

Die Beteiligung der Bevölkerung machte man sich außerdem zu Nutzen, indem man sie in Kunst- und Bildungsangeboten unterwies.
Diese bestanden aus der „geistigen Betreuung“ der Arbeitswilligen, die Vorträge über Zwecke und Ziele des Arbeitsdienstes, Hygiene und Zahnpflege und eine geschichtliche Unterrichtung über die Gestaltung und Kämpfe der deutschen Nation seit 1800 bekamen. Diese Arbeitsmarktpolitik wurde auch in anderen Städten Deutschlands eingeführt.

Geleitet wurden diese Arbeiten jeweils von dem Stadtverband für Leibesübungen.

Fritz-Walter-Stadion-Sitzplan

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