Dennis Aogo

Dennis Aogo
Spielposition Abwehr
Nationalität
Geburtsort
Karlsruhe
Geboren 14. Januar 1987
Alter 33
Gewicht (kg) 83
Größe (cm) 185
Spielernummer 20
Marktwert 600 Tsd. €
Spielfuß links
Position(en): Linker Verteidiger, Defensives Mittelfeld
Einsätze
Statistik
Spiele
Karriere
Galerie
Saison: 3. Liga 2020-2021 / Alle
Einsätze
0
/ 4
Startelf
0
/ 4
Tore
0
/ 0
Vorlagen
0
/ 0
Liga

Dennis Aogo  (* 14. Januar 1987 in Karlsruhe) ist ein deutscher Fußballspieler. Er wird als Linksverteidiger oder im defensiven Mittelfeld eingesetzt, steht momentan bei Hannover 96 unter Vertrag und ist ehemaliger deutscher Nationalspieler.

Vereinskarriere

Anfänge

Aogo, Sohn eines nigerianischen Vaters und einer deutschen Mutter, wuchs in Karlsruhe-Oberreut auf und begann 1993 beim Bulacher SC mit dem Fußballspielen. Er wechselte mit sieben Jahren zum Karlsruher SC. Er trainierte in der Zeit als U15- und U17-Spieler parallel zum KSC-Training oft beim FV Grünwinkel mit. Von 2000 bis 2002 spielte er für den SV Waldhof Mannheim. 2002 wechselte er in die Freiburger Fußballschule. Am 27. Oktober 2004 absolvierte er sein erstes Bundesligaspiel für den SC Freiburg, als er beim Spiel gegen den Hamburger SV eingewechselt wurde. Für Freiburg erzielte er auch seinen ersten Bundesligatreffer, als er bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen den VfL Bochum am 19. Februar 2005 zum zwischenzeitlichen 1:2 traf.

Hamburger SV

Zur Saison 2008/09 wechselte er zum damaligen Europapokalteilnehmer Hamburger SV, bei dem er einen Vierjahresvertrag unterschrieb. Am 26. Oktober 2008 erhielt Aogo gegen die TSG 1899 Hoffenheim seinen ersten Einsatz beim Hamburger SV. Am folgenden Spieltag stand er in der Startelf, da sowohl Marcell Jansen als auch Thimothée Atouba verletzungsbedingt nicht spielen konnten. Im Laufe der Saison erarbeitete er sich einen Stammplatz. Im UEFA-Pokal erreichte er mit dem HSV 2009 und 2010 das Halbfinale. Seinen ersten Pflichtspieltreffer für Hamburg erzielte Aogo im Zweitrundenspiel des DFB-Pokals gegen Eintracht Trier am 25. Oktober 2011, das der HSV mit 2:1 gewann.

Nach dem Vereinswechsel von David Jarolím nach Frankreich und Paolo Guerrero nach Brasilien war Aogo der dienstälteste Spieler im Profikader des HSV. Dies honorierte Trainer Thorsten Fink mit der Berufung in den Mannschaftsrat.

Im August 2013 wurden Aogo und sein Mannschaftskamerad Tomás Rincón vom HSV für ein Spiel suspendiert, nachdem sie nach einer 1:5-Heimniederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim zwei trainingsfreie Tage zu einer Reise nach Mallorca genutzt hatten.

FC Schalke 04

Wenige Tage später wurde Aogo inklusive einer Kaufoption bis zum Ende der Saison 2013/14 an den FC Schalke 04 ausgeliehen. Bei den Schalkern wurde er als linker Außenverteidiger und im defensiven Mittelfeld eingesetzt. Er gehörte zu den konstanteren Spielern des Kaders in einer Phase, in der die Leistung der Mannschaft sehr schwankte. Am 29. November 2013 zog sich Aogo im Training bei einem Zusammenstoß mit Ralf Fährmann einen Kreuzbandriss im linken Knie zu und fiel für den Rest der Saison aus. Dennoch wurde er am 12. Februar 2014 von Schalke 04 fest verpflichtet. Er erhielt einen bis 2017 gültigen Vertrag mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Nach einer rund achtmonatigen Rehabilitation trat Aogo am 19. Juli 2014 bei einem Benefizspiel wieder an.

Zur Saison 2014/15 war Aogo in der Hinrunde sowohl im defensiven Mittelfeld als auch als linker Außenverteidiger im Einsatz. In der Hinrunde verpasste er nur zwei Spiele. In der Champions League bestritt er alle sechs Gruppenspiele. Im Trainingslager in Doha während der Winterpause zog er sich eine Muskelverletzung zu und verpasste den Auftakt zur Rückrunde. Nach seiner Genesung und drei Spielen in der Liga verpasste er im März 2015 alle Pflichtspiele aufgrund von Rückenproblemen. Am 5. April 2015, dem 27. Spieltag, absolvierte er sein erneutes Comeback und bestritt bis Saisonende alle Ligaspiele. Am Ende der Saison hatte er in der Bundesliga 25 Spiele bestritten, in dem er eine Torvorlage gab.

Unter Trainer André Breitenreiter sicherte sich Aogo in der Hinrunde der Saison 2015/16 seinen Stammplatz als linker Außenverteidiger. Sein zum Saisonende 2016/17 auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert.

VfB Stuttgart

Am 9. August 2017 wechselte Aogo zum VfB Stuttgart. In der Saison 2017/18 kam er unter den Cheftrainern Hannes Wolf und Tayfun Korkut auf 29 Bundesligaeinsätze. Am Saisonende belegte der VfB den 7. Platz. In der Saison 2018/19 kam Aogo unter Korkut und dessen Nachfolgern Markus Weinzierl und Nico Willig 15-mal in der Bundesliga zum Einsatz. Der VfB belegte den Relegationsplatz und stieg nach der verlorenen Relegation gegen den 1. FC Union Berlin in die 2. Bundesliga ab. Anschließend verließ Aogo den Verein mit seinem Vertragsende.

Hannover 96

Zum Ende der Sommertransferperiode 2019/20 unterschrieb der ehemalige Stuttgarter einen Einjahresvertrag beim Mitabsteiger Hannover 96.

Nationalmannschaft

Am 23. März 2007 debütierte Aogo in der deutschen U21-Nationalmannschaft. Beim Spiel gegen Österreich stand er in der Startaufstellung. Sein größter internationaler Erfolg war der Gewinn der Europameisterschaft 2009 in Schweden unter Bundestrainer Horst Hrubesch. Im Finale gegen England kam Aogo sieben Minuten vor dem Ende zu einem Kurzeinsatz.

Am 21. Januar 2010 wurde Aogo von Bundestrainer Joachim Löw erstmals in den A-Kader der Nationalmannschaft berufen, um an einem Leistungstest im Hinblick auf die WM 2010 in Südafrika teilzunehmen. Am 6. Mai 2010 berief Löw ihn in den erweiterten Kader für die WM 2010. Am 13. Mai 2010 gab Aogo sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Beim Spiel gegen Malta stand er in der Anfangsformation. Am Ende schaffte er es in den endgültigen Kader. Bei der Weltmeisterschaft 2010 kam Aogo beim 3:2-Sieg gegen Uruguay im Spiel um Platz 3 als linker Verteidiger zum Einsatz.

Obgleich Aogo beim HSV in der Saison 2011/12 schwache Leistungen bot, hielt Löw an ihm fest und berief ihn gegen Frankreich in den Kader für das erste Testspiel im Jahr 2012. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Philipp Lahm rutschte Aogo in die Startelf und stand nach der 1:2-Niederlage im Fokus der Kritik. Für die EM 2012 in Polen und der Ukraine wurde er daraufhin nicht berücksichtigt.

Im Mai 2013 erhielt er nach einem Jahr wieder eine Nominierung für die DFB-Auswahl, als er von Löw für die Spiele im Rahmen der USA-Reise gegen Ecuador und gegen die Vereinigten Staaten nominiert wurde. Am 29. Mai 2013 hatte Aogo in Boca Raton beim 4:2-Sieg gegen Ecuador seine Rückkehr in die Nationalmannschaft nach einem Jahr. Am 2. Juni 2013 bestritt Aogo sein bisher letztes Länderspiel für Deutschland gegen die USA.

Spielweise

Aogo spielt sowohl auf der Position des linken Außenverteidigers, als auch im defensiven Mittelfeld. Geschätzt werden sein Umgang mit dem Ball am Fuß, seine läuferischen Fähigkeiten und seine gute taktische Ausbildung. Ex-Jugendbundestrainer Horst Hrubesch sagte über Aogo, er habe „einen guten linken Fuß, [sei] clever, taktisch flexibel und [könne] einen guten Diagonalball spielen“. Früher wurde sein Spiel in der Vorwärtsbewegung bemängelt. Gegenwärtig gilt er als Spieler, der gleichzeitig in der Defensive für Stabilität und in der Offensive für Akzente sorgen kann. Kritisiert wird sein manchmal langsamer, da zu lässiger Spielaufbau. Dies führt Aogo auf seine nigerianische Herkunft zurück, da in Nigeria der Fußball durch einen Mix aus technischer Versiertheit und zugleich einer gewissen Lässigkeit interpretiert werde. Aogo sticht zudem bei Standardsituationen hervor.

Erfolge

Nationalmannschaft

Dritter der Weltmeisterschaft 2010

U21-Europameister 2009

Auszeichnungen

Silbernes Lorbeerblatt: 2010

Mitglied der VDV 11: 2009/10

Sonstiges

Während seiner Zeit beim SC Freiburg leistete Aogo ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Seniorenheim ab. Seit Februar 2011 war Dennis Aogo als Darsteller der Werbespots von nutella im Fernsehen zu sehen.

Aogo, dessen Vater sehr gläubig und dessen Großvater Pastor in Nigeria gewesen war, ist überzeugt davon, dass er aus der Bibel und christlichen Büchern Kraft gewinnt. „Ich bin dabei, mich komplett zu bekehren“, erklärte Aogo, „ich möchte es von jetzt an richtig durchziehen nach christlichen Gesetzen zu leben. Konsequent. Der Glaube gibt mir sehr viel Kraft.“

Als Schalker Spieler entschied sich Aogo für eine Wohnung in Düsseldorf, um auf der Straße nicht sofort erkannt zu werden und „daher relativ in Ruhe auch etwas Privates unternehmen“ zu können. Seit Ende 2016 ist er Vater einer Tochter.

Aogo unterstützt die Initiative Common Goal.

bisherige Vereine

08/2017 - 06/2019 VfB Stuttgart Abwehr
08/2013 - 06/2017 FC Schalke 04 Abwehr
07/2008 - 08/2013 Hamburger SV Abwehr
10/2004 - 06/2008 SC Freiburg Abwehr
05/2007 - 05/2007 SC Freiburg II Abwehr
07/2004 - 06/2005 SC Freiburg II Abwehr
07/2003 - 06/2004 SC Freiburg [A-Junioren] Abwehr
07/2002 - 06/2003 SC Freiburg [B-Junioren] Abwehr
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