FDGB-Pokal 1963/1964

1. Runde bis Finale
Ansetzungen / Spielzeiten
1. Runde Die Spiele fanden zwischen dem 7. und 11. September 1963 statt.
2. Runde Die Spiele fanden vom 6. bis 9. Oktober 1963 statt.
Wiederholungsspiele:
am 9. Oktober 1963
3. Runde Die Spiele fanden vom 20. November bis 15. Dezember 1963 statt.
Wiederholungsspiel:
am 18. Dezember 1963
Achtelfinale Die Spiele fanden am 15. und 18. März 1964 statt.
Viertelfinale Die Spiele fanden am 22. April 1964 statt.
Halbfinale Die Spiele fanden am 20. Mai 1964 statt
Finale Das Spiel fand 13. Juni 1964 vor 12.000 Zuschauern im Gerhard Kunze Stadion (Karl-Marx-Stadt) statt

In den Spielrunden kann es Wiederholungsspiele/Ausscheidungsspiele oder Zwischenrunden geben, erkennbar an Info
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Das Endspiel
So verlief das Endspiel ..
  SC Aufbau Magdeburg SC Aufbau Magdeburg – SC Leipzig SC Leipzig
Ergebnis 3:2 (1:2)
Datum 13. Juni 1964
Stadion Paul-Greifzu-Stadion, Dessau
Zuschauer Zuschauer 12.000
Schiedsrichter Gerhard Kunze (Karl-Marx-Stadt)
Tore Tore 0:1 Faber (7.)
Tore 0:2 Engelhardt (37.)
Tore 1:2 Walter (39.)
Tore 2:2 Walter (74.)
Tore 3:2 Stöcker (94.)
SC Aufbau Magdeburg Hans-Georg Moldenhauer – Reiner Wiedemann, Hans-Dieter Busch, Rolf Retschlag – Günter Kubisch, Günter Fronzeck – Joachim Walter, Günter Hirschmann, Klaus Lehmann, Günter Behne, Hermann Stöcker
Cheftrainer: Ernst Kümmel
SC Leipzig Peter Nauert – Michael Faber, Manfred Geisler, Klaus Pfeufer – Karl Drößler, Volker Trojan – Dieter Engelhardt, Reinhard Trölitzsch, Henning Frenzel, Volker Franke, Arno Zerbe
Cheftrainer: Rudolf Krause
Kurzer Spielbericht

Torfilm
7. Minute: Trölitzsch bringt einen Freistoß direkt vor das Magdeburger Tor, Torwart Moldenhauer kann den Ball nur abklatschen. Der aufgerückte Verteidiger Faber schmeißt sich in den Ball und bringt ihn über die Linie.
37. Minute: Frenzel wird von Franke angespielt, spielt Magdeburgs Innenverteidiger aus und flankt vor das Tor, wo Rechtsaußen Engelhardt vollenden kann.
39. Minute: Von der Mittellinie startet Stöcker ungehindert einen Alleinlauf, passt zu Rechtsaußen Walter, der trotz Bedrängnis den Ball mit einem harten Flachschuss ins kurze Toreck trifft.
74. Minute: Hirschmann bringt blitzschnell einen Freistoß vor das Leipziger Tor, die überraschte Leipziger Abwehr kann Walter nicht am Torschuss hindern, Torwart Nauert ist machtlos.
94. Minute: Nauert kann einen Gewaltschuss von Walter nur abprallen lassen, Stöcker stürmt heran und schießt von zwei Leipzigern noch bedrängt wuchtig das Siegtor.

Bei 35 Grad im Schatten trafen fünf Wochen nach Ende der Oberligasaison der Meisterschaftsdritte SC Leipzig und der Tabellenelfte SC Aufbau Magdeburg aufeinander. Die Leipziger rissen sofort das Spielgeschehen mit sicherer Ballführung und gekonnten Spielzügen an sich und brachten mit ihren drei Sturmspitzen die unsicher wirkende Magdeburger Abwehr in arge Bedrängnis.

Den Magdeburgern fehlte zudem das genaue Zuspiel aus dem Mittelfeld, das immer wieder in die Defensive gedrängt wurde, die Stürmer konnten die meist hohen Flanken gegen die sicher stehende Leipziger Abwehr nicht verwerten. Nach der schnellen 2:0-Führung glaubte alles an einen klaren Sieg des SC Leipzig. Walters Anschlusstor in der 39. Minute brachte jedoch die überraschende Wende. Plötzlich verloren die Leipziger ihre Sicherheit, Magdeburg begann, das Spiel umzudrehen. Nach der Pause hatte Trainer Kümmel seinen Sturm umgestellt, Walter spielte nun Mittelstürmer.

Bedingt durch die Verletzung beider Leipziger Mittelfeldspieler baute Magdeburg einen Druck auf, dem die gegnerische Abwehr nicht mehr gewachsen war. Stöcker und Walter wirbelten gefährlich durch den Leipziger Strafraum, der Ausgleich in der 74. Minute war völlig verdient. Die durch die Verletzungen der Leipziger Spieler entstandenen Zeitverzögerungen nahm Schiedsrichter Kunze für eine mehrminütige Nachspielzeit zum Anlass. Diese nutzten die Magdeburger vier Minuten nach der regulären Spielzeit mit einem kraftvollen Spielzug zum Siegestreffer.

Torjäger
# Spieler Mannschaft Tore (11m)
1. Manfred Schnaase  SC Dynamo Berlin 5 (0)
2. Joachim Hall  SC Dynamo Berlin 4 (0)
  Günter Hirschmann  SC Aufbau Magdeburg 4 (2)
  Helmut Müller  SC Motor Jena 4 (0)
  Reinhard Trölitzsch  SC Leipzig 4 (1)
6. Klaus Ernst  BSG Empor Neustrelitz 3 (0)
  Henning Frenzel  SC Leipzig 3 (0)
  Erhard Hörold  SG Dynamo Eisleben 3 (0)
  Hans-Joachim Steinfurth  SC Neubrandenburg 3 (0)
  Hans-Joachim Walter  SC Aufbau Magdeburg 3 (0)
11. Wolfgang Barthels  SC Empor Rostock 2 (0)
  Peter Ducke  SC Motor Jena 2 (1)
  Dieter Engelhardt  SC Leipzig 2 (0)
  Michael Faber  SC Leipzig 2 (0)
  Otto Fräßdorf  ASK Vorwärts Berlin 2 (0)
  Frank Gune  SC Leipzig 2 (0)
  Horst Jura  BSG Motor Zwickau 2 (0)
  Dieter Karow  BSG Lokomotive Stendal 2 (0)
  Eberhard Kempe  BSG Chemie Wolfen 2 (0)
  Klaus Lehmann  SC Aufbau Magdeburg 2 (0)
  Wolfgang Meißner  SC Chemie Halle 2 (0)
  Peter Niebuhr  ASG Vorwärts Neubrandenburg 2 (0)
  Jürgen Nöldner  ASK Vorwärts Berlin 2 (0)
  Gennadi Petrow  BSG Empor Neustrelitz 2 (0)
  Günther Queck  BSG Motor Steinach 2 (0)
  Fritz Schattauer  BSG Wismut Gera 2 (0)
  Chérif Souleymane  SC Neubrandenburg 2 (0)
  Ulli Sperrschneider  BSG Motor Steinach 2 (0)
  Hans Speth  BSG Motor Zwickau 2 (0)
  Hermann Stöcker  SC Aufbau Magdeburg 2 (0)
  Gerhard Vogt  ASK Vorwärts Berlin 2 (0)
  Arno Zerbe  SC Leipzig 2 (0)
33. Hans Ackermann  Fortschritt Weißenfels 1 (0)
  Günter Behne  SC Aufbau Magdeburg 1 (0)
  Arthur Bialas  Stahl Eisenhüttenstadt 1 (0)
  Erich Böhnki  BSG Motor Weimar 1 (1)
  Friedhelm Boldt  ASG Vorwärts Neubrandenburg 1 (0)
  Peter Cebulla  BSG Motor Nordhausen 1 (0)
  Georg Dimanski  BSG Motor Zwickau 1 (1)
  Roland Ducke  SC Motor Jena 1 (0)
  Klaus-Peter Fenk  BSG Wismut Gera 1 (0)
  Dieter Fischer  SC Leipzig 1 (0)
  Volker Franke  SC Leipzig 1 (0)
  Eberhard Franz  BSG Motor Zwickau 1 (0)
  Werner Gase  SC Leipzig 1 (0)
  Rainer Geserich  SC Dynamo Berlin 1 (0)
  Lothar Haack  SC Empor Rostock 1 (0)
  Walter Hartel  BSG Lokomotive Stendal 1 (0)
  Erhard Heilemann  BSG Chemie Wolfen 1 (0)
  Peter Henschel  BSG Motor Zwickau 1 (0)
  Hartmut Hoffmann  BSG Motor Bautzen 1 (0)
  Herbert Holtfreter  SC Empor Rostock 1 (0)
  Helmut Hunger  ASG Vorwärts Neubrandenburg 1 (0)
  Dieter Ihlenfeld  BSG Empor Neustrelitz 1 (0)
  Gisbert Job  BSG Chemie Zeitz 1 (0)
  Klaus Kappes  BSG Motor Weimar 1 (0)
  Jürgen Kern  BSG Motor Bautzen 1 (0)
  Heino Kleiminger  SC Empor Rostock 1 (0)
  Gerhard Körner  ASK Vorwärts Berlin 1 (1)
  Dieter Lange  SC Motor Jena 1 (0)
  Lehmann  BSG Lok Zittau 1 (0)
  Werner Lehrmann  SC Chemie Halle 1 (1)
  Klaus Lisiewicz  BSG Chemie Leipzig 1 (0)
  Wolfram Löwe  SC Leipzig 1 (0)
  Joachim Lüder  ASG Vorwärts Rostock 1 (0)
  Manfred Maaß  BSG Empor Neustrelitz 1 (0)
  Günter Madeja  SC Empor Rostock 1 (0)
  Klaus Marowski  ASG Vorwärts Rostock 1 (0)
  Horst Meyer  Fortschritt Weißenfels 1 (0)
  Waldemar Mühlbächer  SC Dynamo Berlin 1 (0)
  Hans-Jürgen Naumann  SC Leipzig 1 (0)
  Werner Neumann  BSG Lokomotive Halberstadt 1 (0)
  Lothar Pacholski  BSG Chemie Leipzig 1 (0)
  Arnold Pahlitzsch  Dynamo Dresden 1 (0)
  Peter Prell  Fortschritt Weißenfels 1 (0)
  Peter Rößler  ASG Vorwärts Cottbus 1 (0)
  Schenke  BSG Lok Zittau 1 (0)
  Achim Schimpf  SC Chemie Halle 1 (0)
  Erhard Schmidt  ASG Vorwärts Rostock 1 (0)
  Helmut Schmidt  SC Aufbau Magdeburg 1 (0)
  Jürgen Schülbe  SG Dynamo Eisleben 1 (0)
  Manfred Schütze  ASK Vorwärts Berlin 1 (0)
  Martin Skaba  SC Dynamo Berlin 1 (0)
  Heinz Stamer  ASG Vorwärts Neubrandenburg 1 (0)
  Helmut Stein  SC Chemie Halle 1 (0)
  Gerd Strehmel  ASG Vorwärts Neubrandenburg 1 (0)
  Wilfried Trümpler  SC Dynamo Berlin
SG Dynamo Eisleben
1 (0)
  Meinhard Uentz  SC Neubrandenburg 1 (0)
  Siegbert Vogelsang  ASG Vorwärts Neubrandenburg 1 (0)
  Heinz Wajandt  BSG Aktivist Zwickau 1 (0)
  Günther Wirth  ASK Vorwärts Berlin 1 (0)
  Günter Witzger  BSG Motor Zwickau 1 (0)
 
Geschichte
Kurzinfo
Der 13. Wettbewerb um den Fußball-FDGB-Pokal fand in der Saison 1963/64 statt.

Am Anfang stand eine Vorrunde mit den 65 Mannschaften der zum Ende der Spielzeit 1962/63 abgeschafften II. DDR-Liga und den dort nicht vertretenen 17 Finalisten der Bezirkspokal-Wettbewerbe. Die 32 Vertreter der I. DDR-Liga stießen in der 1. Hauptrunde hinzu, die 14 Oberliga-Teams spielten ab Hauptrunde 3 mit, in der nur noch jeweils zwei Mannschaften der Bezirkspokale und der II. DDR-Liga mitspielten.

Das Achtelfinale bestand aus elf Oberligisten, vier Mannschaften der I. DDR-Liga und Empor Neustrelitz als letztem Bezirksvertreter. Die Neustrelitzer schieden nach einer Heimniederlage gegen SC Motor Jena mit 1:2 aus, ebenso wie der letztjährige Pokalfinalist Chemie Zeitz, der beim SC Aufbau Magdeburg mit 0:2 unterlag. Von den DDR-Ligisten kam nur die ASG Vorwärts Neubrandenburg in das Viertelfinale.

Im Viertelfinale kam dann das Aus für Neubrandenburg durch eine hohe 2:7-Niederlage beim SC Leipzig. Der SC Leipzig schaltete anschließend im Halbfinale auch den Pokalsieger des vergangenen Jahres Motor Zwickau mit einem 3:2-Auswärtssieg nach Verlängerung aus. Als zweiter Finalist qualifizierte sich der SC Aufbau Magdeburg mit einem 3:2 gegen den SC Motor Jena.