Borussia Mönchengladbach

Land
Adresse
Hennes-Weisweiler-Allee 1 - 41179 Mönchengladbach
Webseite
Gegründet
01.08.1900
Stadion
Club Foto
club kit photo
Kadergröße
31
Vereinsfarben
grün-weiß-schwarz
Mitglieder
98.000
aktueller Marktwert
192,30 Mio €
Legionäre
17
A-Nationalspieler
8
Social Media
1x
2x
5x
1x
3x
1x
1x
Kader
Transfers
Spieler & Club-Statistik
Nächste Spiele
Letzte Spiele
Vereinsinfo
In diesem Spieljahr sind keine Spieler im Kader! Bitte wähle den passenden Wettbewerb aus
Sommertransfers
Zugänge
Spieler
Letzter Verein
Geburtstag
Transferdatum
Marktwert
Letzter Verein / Transferdatum / Marktwert
player photo
Jonas Kersken
Torwart
- 01.Sep.2000
Arminia Bielefeld
01.Sep.2000
30.Jun.2024
Leihende
Arminia Bielefeld
30.Jun.2024 Leihende
Abgänge
Spieler
Neuer Verein
Geburtstag
Transferdatum
Marktwert
Neuer Verein / Transferdatum / Marktwert
player photo
Jonas Kersken
Torwart
- 01.Sep.2000
Arminia Bielefeld
01.Sep.2000
01.Jul.2024
200 Tsd. €
Arminia Bielefeld
01.Jul.2024 200 Tsd. €
Geburtstage
keine bevorstehenden Geburtstage
Borussia Mönchengladbach (Vereinsname laut Satzung: Borussia Verein für Leibesübungen 1900 e. V.) ist ein in Mönchengladbach am Niederrhein beheimateter Sportverein.Der Verein mit den Klubfarben Schwarz, Weiß und Grün hat 100.000 Mitglieder (Stand: 15. Dezember 2023) und ist der achtgrößte Sportverein in Deutschland sowie weltweit auf Rang 17, jeweils gemeinsam mit dem Hamburger SV. Der Verein zählt mit bundesweit 1000 Fanklubs (Stand: 8. Juli 2015) zu den beliebtesten Fußballklubs Deutschlands. Der VfL unterhält neben der Herrenfußball-Abteilung, die sich in einen Profi- und Amateurkader und mehrere Jugendmannschaften unterteilt, eine Frauenfußballmannschaft, eine Handball- und eine Tischtennisabteilung. Die erste Mannschaft der Fußballer stieg 1965 in die Bundesliga auf und errang bis heute insgesamt fünf nationale Meistertitel, drei DFB-Pokalsiege und zwei UEFA-Pokalsiege. In der Ewigen Tabelle der Bundesliga belegt der Verein den fünften Platz (Stand: Saisonende 2022/23). Die temporeiche und offensive Spielweise, mit der die Mannschaft in den 1970er Jahren die Bundesliga mit vorwiegend jungen Spielern dominierte, brachte der Mannschaft den Spitznamen „Fohlenelf“ ein.

Die Profifußballabteilung des Vereins wird von der Kapitalgesellschaft Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH betrieben, die sich komplett im Besitz des Vereins befindet. Die Vereinsspitze besteht aus dem Präsidenten Rolf Königs, den beiden Vizepräsidenten Stefan Stegemann und Rainer Bonhof, Hans Meyer als weiterem Präsidiumsmitglied sowie den Geschäftsführern Stephan Schippers, Roland Virkus und Markus Aretz.

Geschichte
Gründerjahre und frühe Vereinsgeschichte bis 1933

Als Vorläufer des Vereins Borussia Mönchengladbach gilt eine Gruppe von Spielern, die am 17. November 1899 nach dem Austritt aus dem Sportverein Germania in der Gaststätte „Anton Schmitz“ auf der Alsstraße im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken eine Spielgemeinschaft mit dem Namen FC Borussia gründeten. Borussia ist der lateinische Name Preußens, zu dem Mönchengladbach von 1815 an gehörte.

Diese Spielgemeinschaft trat zu Beginn des Jahres 1900 in die katholische Marianische Jünglings-Congregation im Stadtteil Eicken ein, die bereits über einen Fußballplatz verfügte. Am 1. August 1900 gründet die Spielgemeinschaft den Fußballklub Borussia 1900. Nach ersten sportlichen Erfolgen gegen Nachbarvereine beantragte der Verein die Aufnahme in den 1898 gegründeten Rheinisch-Westfälischen Spielverband. Dies führte zu internen Unstimmigkeiten und im Mai 1903 beschloss der Verein den Schritt in die Selbstständigkeit und den Austritt aus der Congregation. Am 23. März 1910 registrierte das Amtsgericht Mönchengladbach, das zu dieser Zeit offiziell München Gladbach oder kurz M.gladbach hieß, die Borussia als Nummer 30 im Vereinsregister unter dem Namen Borussia 1900 M.gladbach.

Der Westdeutsche Spiel-Verband, wie der Rheinisch-Westfälische Spielverband nach einer Umbenennung seit 1907 hieß, wies Borussia der dritten Klasse des 2. Verbandsbezirks zu. Der Mannschaft mit Hermann Ditgens, dem Vater des späteren Borussen-Spielers Heinz Ditgens, gelang im Jahr 1909 der Aufstieg in die A-Klasse, der zum damaligen Zeitpunkt höchsten Spielklasse. Da der Westdeutsche Spiel-Verband in diesem Jahr die Verbandsliga als oberste Klasse einführte, blieb die Borussia in der A-Klasse und damit zweitklassig. In der Spielzeit 1911/12 gewann Borussia die Meisterschaft in der A-Klasse (Rheinischer Südkreis, Gruppe Nord), stieg in die Verbandsliga und damit zum ersten Mal in ihrer Geschichte in die oberste Klasse auf. Mit einem Sieg gegen den Essener SpV99 in der Kreismeisterschaft schaffte die Mannschaft den Einzug in die Endrunde der westdeutschen Meisterschaft. Das Endspiel verlor die Mannschaft gegen den Verbandsligameister Kölner BC 01, aus dem später der 1. FC Köln hervorging. Die Endrundenteilnahme steigerte die Bekanntheit des Vereins.

Im März 1914 erwarb der Verein die Sportanlage De Kull, eine ausgebaute Kiesgrube, auf deren Gelände das spätere Bökelbergstadion entstand. Da die vereinseigenen Mittel nicht ausreichten, finanzierte der Verein den Kauf durch die Ausgabe von Anteilscheinen. In die Phase des Stadionausbaus fiel der Beginn des Ersten Weltkriegs. Der Verein hielt trotz widriger Umstände den Spielbetrieb bis 1916 aufrecht. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits viele Vereinsmitglieder einberufen. Schon Ende des Jahres 1917 nahm der Verein den Spielbetrieb wieder auf. Nach dem Krieg setzte der Verein den Ausbau des Stadions fort. Es entstand durch die Mithilfe der Vereinsmitglieder ein modernes Stadion mit Einzäunung, Kassenhäuschen und Drainage. Der Verein eröffnete am 20. September 1919 die Spielstätte unter dem Namen Westdeutsches Stadion.

Im gleichen Jahr fusionierte der Verein 1919 kurzzeitig mit dem Turnverein Germania 1889 zum VfTuR 1889 M.Gladbach. Mit der westdeutschen Meisterschaft 1920 erlebte der fusionierte Verein seinen ersten großen Erfolg. Wieder standen Borussia und der Kölner BC im Endspiel, diesmal siegte die Borussia in der Verlängerung durch ein Elfmetertor des Mittelstürmers Paul Pohl mit 3:1.

Durch den Sieg in der westdeutschen Meisterschaft nahm der VfTuR an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft 1920 teil. Durch eine 0:7-Niederlage gegen die SpVgg Fürth schied die Mannschaft im Viertelfinale aus.

Als nächsten sportlichen Erfolg feierte die Borussia die Rheinbezirksmeisterschaft 1929 mit einem 1:0-Sieg über den amtierenden westdeutschen Meister SVg Köln-Sülz 07. In der westdeutschen Meisterschaft unterlag die Mannschaft jedoch dem FC Schalke 04 um den damaligen Star Ernst Kuzorra.

Die komplette Geschichte bei Wiki

Erfolge
Meisterschaften

Deutscher Meister: 1970, 1971, 1975, 1976, 1977
Deutscher Vizemeister: 1974, 1978
Meister der 2. Bundesliga: 2008
Staffelmeister der Regionalliga West: 1965
Westdeutscher Meister: 1920

DFB-Pokal

DFB-Pokalsieger: 1960, 1973 und 1995
DFB-Pokalfinalist: 1984 und 1992

Internationale Pokalspiele

UEFA-Pokalsieger: 1975, 1979
Europapokalfinale der Landesmeister: 1977, 1:3 gegen den FC Liverpool in Rom
Weltpokal-Finalist: 1977, 2:2 und 0:3 gegen die Boca Juniors
UEFA-Pokal-Finalist: 1973, 1980

Fankultur
Neben prominenten Fans wie Theo Zwanziger, Wolfgang Thierse, Sven Ottke, Kai Ebel, Mickie Krause, Matthias Opdenhövel, Peer Steinbrück, Dunja Hayali und Hannelore Kraft gibt es in vielen Ländern Fan-Clubs, bis nach Kalifornien, Südafrika und Neuseeland. Bekannte Fans des Vereins waren „Steinwegs Mamm“, die mit ihrer Trommel schon in den 1960er Jahren die Mannschaft unterstützte, und Ethem Özenrenler, bekannt unter seinem Spitznamen „Manolo“, der seit 1977 fast 25 Jahre in der Nordkurve des Bökelbergstadions die Trommel schlug.

Freundschaften und Rivalitäten

Nach dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 25. Oktober 1994, welches mit 6:4 für Mönchengladbach sehr torreich ausfiel, entwickelte sich eine Fanfreundschaft zwischen Mainzern und Borussen, die inzwischen nur noch von wenigen Anhängern gepflegt wird.

Dagegen hat die lange Freundschaft zum FC Liverpool nach wie vor Bestand, die aus gemeinsamen Zeiten stammt, als beide Mannschaften regelmäßig in internationalen Spielen aufeinander trafen. So reisen Anhänger Borussias gelegentlich nach Liverpool, um sich Spiele der „Reds“ vor Ort anzuschauen. Umgekehrt nutzen heute noch Anhänger aus Liverpool einen Besuch in Mönchengladbach, um die gemeinsame Fanfreundschaft beider Vereine zu symbolisieren. Die Fans von Mönchengladbach sammelten als einzige Faninitiative insgesamt 21.000 DM für die Hinterbliebenen der 96 Toten der Stadion-Katastrophe von Sheffield (1989) und überreichten sie den Offiziellen des FC Liverpool 1991 in Mönchengladbach. Zum 110-jährigen Vereinsjubiläum von Borussia Mönchengladbach reiste am 1. August 2010 der FC Liverpool zu einem Freundschaftsspiel an. Die Partie vor 51.515 Zuschauern im Borussia-Park konnte Mönchengladbach mit 1:0 für sich entscheiden.

Eine starke sportliche Rivalität besteht dagegen zwischen Mönchengladbach und dem rheinischen Rivalen 1. FC Köln. Das „Rheinische Derby“ zwischen den „Fohlen“ und den „Geißböcken“ ist ein Klassiker in der Fußball-Bundesliga. Im Juli 2020 kam es in der ARD-Quizshow Gefragt – Gejagt zu einem Kuriosum. Der Quizkandidat und Gladbach-Fan Claus Blümel hatte sich standhaft geweigert, den Namen des großen Rivalen 1. FC Köln auszusprechen und dafür auf einen Gewinn von 500 Euro verzichtet. Moderator Alexander Bommes hatte den Kandidaten gefragt: „Welcher Verein wurde in der Saison 2018/2019 Zweitliga-Meister?“ Statt richtig zu antworten, sagte Blümel: „Nee, das sprech ich nicht aus!“ Die Sendung war am 13. Juli 2020 ausgestrahlt worden. Sein Herzensverein und ein Sponsor des Clubs hat daraufhin ein Versprechen eingelöst und den Fan für seine standhaft gelebte gesunde Rivalität mit einem Fohlen-Trikot und einem Gutschein in Höhe der verschmähten 500 Euro bedacht.

Fanprojekt

Im Jahre 1983 schlossen sich verschiedene Fanclubs von Borussia Mönchengladbach zu einer Interessengemeinschaft zusammen. Das Projekt entwickelte verschiedene Aktivitäten, wie eine „Deutsche Meisterschaft der Borussia Mönchengladbach Fanclubs“, sowie seit 1986 die Ausgabe des Fanzines Nordkurve. Das Fanprojekt organisierte den Fan-Umzug vom Bökelberg zum Borussia-Park im Jahr 2004. Im Jahre 2006 eröffnete das Projekt das Fan-Haus in der Nähe des neuen Stadions. Seit 1997 ist das Fanprojekt Mönchengladbach ein eingetragener Verein und wird als gemeinnützig im Sinne der Jugendhilfe und Jugendpflege anerkannt. Die Zahl der Mitgliedsclubs stieg von 105 Clubs 1984 auf 348 Clubs im Jahre 1999, die Zahl der Mitglieder von anfangs 75 nahm auf über 2700 zu.

Lieder

Als offizielle Vereinshymne gilt das Lied Die Elf vom Niederrhein, die vor jedem Heimspiel gesungen wird. Text und Musik wurden 1995 von Rüdiger Nau geschrieben und erstmals von der Band Borussia Fans Marburg veröffentlicht. Nau trat die Rechte an die Gruppe B.O. ab, eine Gruppe des Fanprojekts. Diese nahm die heute bekannte Version 2012 auf. Daneben haben die Lieder Wir sind Borussia und Die Seele brennt einen festen Platz bei den Fangesängen. Die ursprüngliche Liverpool-Hymne von Gerry & the Pacemakers, You’ll Never Walk Alone, wird öfters angestimmt.

Die Torhymne, die nach jedem Heimspieltor der Borussia erklingt, ist der Refrain des Liedes Maria (I Like It Loud) der Gruppe Scooter. Begleitet wird sie von der sonoren Ansage „Tor für die Borussia“, die von Rolf Göttel stammt, der jahrzehntelang als ehrenamtlicher Stadionsprecher der Borussia im Bökelbergstadion arbeitete.

Maskottchen

Ein erstes Maskottchen wurde von Manager Helmut Grasshoff kreiert und hieß Bumsi. Der Kopf bestand aus einem an den Telstar angelehnten Ball mit Augen und schwarzen, krausen Haaren. Das offizielle Maskottchen des Vereins ist seit der Saisoneröffnung 1998 das Fohlen Jünter, dessen Name sich an den aus Mönchengladbach stammenden und langjährigen Borussen-Spieler Günter Netzer anlehnt. Das Maskottchen trägt das Trikot des Vereins mit der Nummer 10 aus dem Jahr 1973. Im gleichen Trikot schoss Günter Netzer die Borussia in seinem letzten Spiel für den Verein zum Pokalsieg gegen den 1. FC Köln. In der seit dem Jahre 1965 zu jedem Heimspiel erscheinenden Stadionzeitung FohlenEcho, ursprünglich von Günter Netzer herausgegeben, hat Jünter eine eigene Kolumne, in der er zu aktuellen Themen im Umfeld des Vereins humoristisch Stellung nimmt. Darüber hinaus erscheint zweimal im Jahr Jünters Welt – Das Magazin, welches an alle Vereinsmitglieder unter elf Jahren versendet wird. In kindgerechten Fotostories trifft sich Jünter mit Spielern Borussias und berichtet über ihren Alltag. Das Magazin bietet Einblicke in den Verein und enthält Bastelanleitungen und Malvorlagen. Außerdem gibt es einen Jünter-Tag, zu dem jüngere Mitglieder im Sommer zu einem Heimspiel am Borussia-Park eingeladen werden. An diesem Tag organisiert der Verein Mitmachaktionen für Kinder und Spieler und Vorstandsmitglieder des Vereins stellen sich vor. Abschließend führt das Maskottchen die Kinder zu Besuch eines Heimspiels.

P