FDGB-Pokal 1949/1950

1. Runde bis Finale
Ansetzungen / Spielzeiten
1. Runde Die Spiele fanden am 6. August 1950 statt.
Wiederholungsspiele:
am 9. August 1950
2. Runde Die Spiele fanden vom 13. August 1950 statt.
Info:
Die ZSG Industrie Leipzig wurde am 16. August 1950 in BSG Chemie Leipzig umbenannt.
Achtelfinale Die Spiele fanden am 18. – 20. August 1950 statt.
Wiederholungsspiele:
22. August 1950
Viertelfinale Die Spiele fanden am 23. August 1950 statt.
Wiederholungsspiel:
am 26. August 1950
Halbfinale Die Spiele fanden am 27. und 29. August 1950 statt
Finale Das Spiel fand am 3. September 1950 vor 15.000 Zuschauern statt.

In den Spielrunden kann es Wiederholungsspiele/Ausscheidungsspiele geben, erkennbar an Info
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Das Endspiel
so verlief das Endspiel
Paarung SV Stahl Thale SG Eisenhüttenwerk Thale – BSG KWU Erfurt Rot-Weiss Erfurt
Ergebnis 4:0 (1:0)
Datum 3. September 1950
Stadion Walter-Ulbricht-Stadion, Berlin
Zuschauer 15.000
Schiedsrichter Gerhard Schulz (Berlin)
Tore Tore 1:0 Weitkuhn (1.)
Tore 2:0 Wlassny (65.)
Tore 3:0 Oberländer (80.)
Tore 4:0 Gropp (87.)
SG Eisenhüttenwerk Thale Heinz Bernhardt – Heinz Bake, Hans Grützemann – Walter Klapproth, Otto Trolldenier, Helmuth Feuerberg – Günter Weitkuhn, Gerhard Apel, Werner Oberländer, Rudolf Wlassny, Willy Gropp
Cheftrainer: Kurt Vorkauf
BSG KWU Erfurt Heinz Senftleben – Wilhelm Hoffmeyer, Hans Machts – Werner Brock, Helmut Nordhaus, Jochen Müller – Eduard Francke, Heinz Hammer, Wolfgang Nitsche, Winfried Herz, Helmut Lipper
Cheftrainer: Ludwig Wieder
Verletzt ausgeschieden Heinz Senftleben (58., Wolfgang Nitsche nahm den Platz des verletzten Torhüters ein)
Spielverlauf

Die Erfurter gingen als klarer Favorit in das Spiel. Mit den späteren DDR-Nationalspielern Helmut Nordhaus und Jochen Müller hatten sie die neu eingeführte Oberliga, die nun höchste Fußballklasse der DDR, als Vierter abgeschlossen, während die SG EHW Thale gerade erst in die Oberliga aufgestiegen war. Diese hatte mit ihrem Mittelstürmer Werner Oberländer nur einen überdurchschnittlichen Spieler in ihren Reihen.

Doch von Beginn an nahm die Begegnung einen überraschenden Verlauf. Bereits mit dem ersten Angriff erzielte Thale in der 1. Spielminute durch den Rechtsaußenstürmer Günter Weitkuhn das Führungstor. Danach erwies sich die Thaler Abwehr gegenüber den Erfurter Stürmern als stellungssicher. Immer wieder liefen sich Erfurts Torjäger Wolfgang Nitsche und Winfried Herz auf dem Weg zum gegnerischen Tor fest. Doch verließ sich Thale nicht allein auf die Sicherung des 1:0. Nachdem es Erfurt über eine Stunde nicht vermocht hatte,

Thales Torwart Bernhardt zu überwinden, schlugen die Harzstädter in der 65. Minute erneut zu und erzielten durch Rudolf Wlassny das 2:0. Danach war der Widerstand der Erfurter endgültig gebrochen, die Mannschaft konnte das Ruder nicht mehr herumreißen. Erschwerend für sie kam hinzu, dass ihr Torwart Senftleben in der 58. Minute verletzt ausschied und durch den Feldspieler Wolfgang Nitsche ersetzt werden musste. Thale hingegen spielte sich in einen wahren Rausch, der vermeintliche Außenseiter setzte weiter nach, und durch zwei weitere Tore durch Oberländer und Willi Gropp sicherte er sich überraschend deutlich den Pokalsieg.

Geschichte
Kurzinfo

Der zweite Wettbewerb um den FDGB-Fußballpokal wurde 1949/1950 durchgeführt. Ausgangspunkt waren die Landespokalwettbewerbe der fünf DDR-Länder und Ost-Berlins, aus denen sich die 1949 ermittelten 96 Achtelfinalisten für den DDR-weiten Pokalwettbewerb qualifizierten.

Über eine Qualifikationsrunde blieben schließlich 50 Mannschaften übrig, die am 5. August 1950 zusammen mit den 14 DDR-Oberligisten die 1. Hauptrunde des FDGB-Fußballpokals bestritten. Das Endspiel fand bereits nach vier Wochen am 3. September 1950 statt.