FDGB-Pokal 1949

Landespokale
Brandenburg
Halbfinale
Ergebnis
ZSG Welzow 6:2 BSG Synthese Schwarzheide
ZSG Wittenberge 2:6 n. V. SG Deutsche Volkspolizei Potsdam
Finale
Ergebnis
SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 3:1 ZSG Welzow
Sachsen-Anhalt
Viertelfinale
Ergebnis
BSG Kombinat Bitterfeld 2:1 n. V. SG Weißenfels-Süd
SG Eisenhüttenwerk Thale 0:1 BSG Waggonbau Dessau
BSG ECW Eilenburg 1:0 BSG Börde Alte Neustadt Magdeburg
SG Genossenschaften Halle 0:1 BSG VVB Mansfeld Eisleben
Halbfinale
Ergebnis
BSG Waggonfabrik Dessau 4:0 BSG Kombinat Bitterfeld
BSG ECW Eilenburg 2:1 SG Genossenschaften Halle
Finale
Ergebnis
BSG ECW Eilenburg 3:1 BSG Waggonfabrik Dessau
Sachsen
Halbfinale
Ergebnis
ZSG Horch Zwickau 2:1 ZSG Meißen
BSG Konsum Chemnitz 4:1 BSG Stahlwerk Riesa
Finale
Ergebnis
ZSG Horch Zwickau 4:0 BSG Konsum Chemnitz
Thüringen
Halbfinale
Ergebnis
BSG Carl Zeiss Jena 4:0 SG Eintracht Werra Breitungen
BSG Gera-Süd 3:2 SG Rheinmetall Sömmerda
Finale
Ergebnis
BSG Gera-Süd 1:0 BSG Carl Zeiss Jena
Berlin - Abschlusstabelle
1. SG Concordia Wilhelmsruh
2. ZSG Sparta-Siemens Lichtenberg
3. BSG VEB Buchholz
4. BSG BHW Johannisthal
Ausscheidungsspiel
Datum   Ergebnis  
31. Juli 1949 SG Deutsche Volkspolizei Potsdam 7:3 SG Concordia Wilhelmsruh
Viertelfinale bis Finale
Ansetzungen der Spielzeiten
Viertelfinale Die Spiele fanden am 7. August 1949 statt.
Wiederholungsspiel:
am 10. August 1949
Halbfinale Die Spiele fanden am 13. August 1949 und 14. August 1949 statt
Spiel um Platz 3 Die Spiele fanden am 20. August 1949
Wiederholungsspiele:
am 31. August 1949 und 06. September 1949 statt
Finale Das Spiel fand am 28. August 1949 vor 10.000 Zuschauern statt

In den Spielrunden kann es Wiederholungsspiele/Ausscheidungsspiele geben, erkennbar an Info
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Das Endspiel
Paarung BSG Waggonfabrik Dessau – BSG Gera-Süd
Ergebnis 1:0 (0:0)
Datum 28. August 1949
Stadion Kurt-Wabbel-Stadion, Halle (Saale)
Zuschauer 10.000
Schiedsrichter Erich Pöhner (Zwickau)
Tore Tore 1:0 Franz Kusmierek (76.)
BSG Waggonfabrik Dessau Fritz Doebler – Hans Höhne, Walter Elze – Robert Gerngroß, Paul Breitmann, Heinz Matthies – Gerhard Witte, Franz Kusmierek, Rudolf Kersten, Werner Welzel, Willy Rottmann
Cheftrainer: Johannes Manthey
BSG Gera-Süd Fritz Blumert – Helmut Sturm, Fritz Zergiebel – Max Wollenschläger, Kurt Golde, Gerhard Breitenstein – Herbert Thomas, Harry Frey, Günter Ritter, Georg Buschner, Edgar Klotz
Cheftrainer: Erich Dietel
Spielverlauf

In Halle (Saale) trafen der Pokalsieger aus Thüringen und der Pokalvize von Sachsen-Anhalt aufeinander. Bei Gera-Süd vermutete man die bessere Abwehr, die in den zurückliegenden fünf Pokalspielen nur drei Treffer zugelassen hatte. Dagegen hatten sich die Dessauer Stürmer als bisher sehr treffsicher erwiesen, sie hatten in ihren fünf Pokalspielen 20 Tore erzielt.

Lange schien es so, als würde die bessere Abwehrarbeit der Geraer spielentscheidend werden, denn es gelang den Thüringern, den Dessauer Sturm um den gefährlichen Mittelstürmer Kusmierek in Schach zu halten. Über weite Strecken entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der keine Seite die Oberhand gewinnen konnte. Letztlich entschied dann doch Dessaus Torjäger Kusmierek das Spiel, sein Tor in der 76. Minute blieb der einzige Treffer, sodass sich am Ende die BSG Waggonfabrik Dessau mit dem Titel des ersten FDGB-Pokalgewinners schmücken konnte.

Geschichte
Der erste Wettbewerb um den FDGB-Fußballpokal fand 1949 statt. Er nahm seinen Anfang in den vier ostdeutschen Ländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie in Ost-Berlin. Das Land Mecklenburg hatte auf die Teilnahme verzichtet. Teilnahmeberechtigt zum Ausspielen des vom Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) ausgeschriebenen Wanderpokals waren nur Betriebssportgemeinschaften sowie die Sportgemeinschaften der Volkspolizei.

In den vier Flächenländern wurden im üblichen Pokalmodus in einfachen K.-o.-Runden die Pokalsieger ermittelt. In Berlin gab es eine Vierer-Punkterunde, der Sieger SG Concordia Wilhelmsruh musste gegen den Pokalsieger Brandenburgs, die SG Volkspolizei Potsdam, ein Ausscheidungsspiel absolvieren.

Alle Finalteilnehmer wurden anschließend in einem Viertelfinale zusammengefasst, über das schließlich im herkömmlichen Pokalmodus der erste Sieger des FDGB-Pokals ermittelt wurde. Die Verlierer des Halbfinales spielten um den dritten Platz. Nach jeweils zwei unentschiedenen Begegnungen stand der Sieger erst im dritten Spiel fest.

Der FDGB-Pokalwettbewerb 1949 diente gleichzeitig zur Ermittlung von drei zukünftigen DDR-Oberligisten, da drei Plätze in der neuen Oberliga für Betriebssportgemeinschaften reserviert wurden. Die drei auf diesem Weg ermittelten Oberligisten waren die BSG Waggonfabrik Dessau, die BSG Gera-Süd und die ZSG Horch Zwickau.