DDR-Liga 1950-1951

Staffel Nord

Info
BSG Chemie Großräschen – BSG Einheit Wismar; Wertung: 2:0 Punkte und 0:0 Tore für die BSG Chemie Großräschen
BSG Einheit Wismar – BSG Anker Wismar; Wertung: 2:0 Punkte und 0:0 Tore für die BSG Anker Wismar
BSG Einheit Wismar – SSV Köpenick; Wertung: 2:0 Punkte und 0:0 Tore für SSV KöpenickHintergrund war laut Sportgericht des Deutschen Sportausschusses ein unsportliches Verhalten der Mannschaft von Vorwärts Wismar im Spiel gegen SSV Köpenick, welches am 17. September 1950, dem 3. Spieltag, stattfand. Die Spielgemeinschaft wurde daraufhin bis zum 2. Oktober 1950 gesperrt und die Spiele gegen Köpenick, Anker Wismar und Großräschen jeweils mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren gewertet. Dadurch fehlten Einheit Wismar in der Endabrechnung wichtige sechs Punkte.
Kreuztabelle
1950/51 Wis. Pot. Bur Gro. Hoh. Cot Sch. Tex. EWi. Köp.
1. BSG Anker Wismar 4:1 3:1 3:0 4:0 1:0 3:1 3:0 4:0 2:1
2. SG Volkspolizei Potsdam 2:1 3:0 4:3 9:0 4:2 4:2 2:0 5:2 6:1
3. BSG Einheit Burg 4:2 2:0 5:1 5:0 2:2 6:0 2:1 3:2 7:0
4. BSG Chemie Großräschen 1:1 0:3 2:1 3:3 3:0 3:1 3:0 [A 1] 2:1
5. Hohenschönhausener SC 0:0 0:0 3:4 1:4 3:2 4:0 1:1 5:2 4:1
6. BSG Lokomotive Cottbus 3:1 0:3 1:3 3:1 2:4 3:2 5:0 2:2 3:1
7. BSG Einheit Schwerin 0:2 1:2 3:1 4:2 2:2 0:1 2:1 1:1 3:1
8. BSG Textil Cottbus 1:3 0:5 0:3 3:2 1:4 2:1 2:2 5:1 3:1
9. BSG Einheit Wismar [A 2] 2:2 1:1 2:2 3:5 2:4 2:1 2:0 [A 3]
10. SSV Köpenick 0:4 3:0 1:5 0:2 3:2 1:0 0:5 0:2 0:1
Torschützen
Spieler Mannschaft Tore
1. Gerhard Hänsicke SG Volkspolizei Potsdam 18
2. Rudolf Dobritz BSG Einheit Burg 14
3. Werner Peterson BSG Einheit Schwerin 13
Heinz Minuth BSG Anker Wismar
5. Georg Morawitz BSG Einheit Burg 11
Heinz Machalinski Hohenschönhausener SC
Staffel Süd

Kreuztabelle
1950/51 ZWA ChZ EOL. Wei. Lau. Che. Jen. Lau Nhs Con.
1. BSG Zentra Wismut Aue   3:0 3:1 1:1 0:1 1:0 4:0 2:0 6:1 8:0
2. BSG Chemie Zeitz 2:0   3:1 1:1 1:0 2:1 1:2 5:3 5:0 3:0
3. BSG Einheit Ost Leipzig 2:0 0:0   3:1 1:0 3:1 3:1 6:0 10:0 5:0
4. BSG Schuhmetro Weißenfels 1:0 2:2 1:0   0:0 2:1 4:2 1:1 8:0 6:1
5. Freiheit Wismut 0:1 1:1 1:1 6:1   0:1 3:1 6:1 4:0 10:1
6. BSG Fewa Chemnitz 2:2 1:1 1:1 1:0 1:1   1:2 2:0 7:1 5:1
7. BSG Mechanik Jena 0:1 5:0 2:1 1:3 2:2 2:3   2:0 5:0 5:0
8. SG Lauscha 0:4 2:2 2:2 2:0 2:2 2:0 1:1   2:0 7:1
9. BSG Motor Nordhausen 3:7 1:4 2:4 0:5 2:1 2:3 0:2 3:3   6:0
10. Concordia Wilhelmsruh 1:5 0:3 0:4 0:3 1:2 1:4 6:2 1:5 3:0  
Torschützen
  Spieler Mannschaft Tore
1. Armin Günther Zentra Wismut Aue 17
2. Friedhold Schüller BSG Freiheit Wismut Lauter 16
3. Karl Braunert BSG Einheit Ost Leipzig 13
4. Siegfried Wolf Zentra Wismut Aue 12
Entscheidungsspiele
Staffelsieger Nord

Nachdem die Mannschaften von Anker Wismar und Potsdam punktgleich die Saison an der Spitze beendet hatten, musste nach den damaligen Regularien ein Entscheidungsspiel stattfinden, um den Staffelsieger und damit gleichzeitig auch Oberligaaufsteiger zu küren.

Dieses Spiel gewann am 14. April 1951 in Stendal etwas überraschend die Mannschaft der BSG Anker Wismar mit 2:1 gegen die leicht favorisierte SG Volkspolizei Potsdam. Damit war Anker Wismar in die Oberliga aufgestiegen und hatte sich gleichzeitig für das Spiel um die Ligameisterschaft qualifiziert.

Entscheidungsspiel über den dritten Absteiger
Auch im Spiel der beiden Staffelneunten um den dritten Absteiger stand mit der BSG Einheit eine Mannschaft aus Wismar. Gegner war die BSG Motor Nordhausen, die in dem Entscheidungsspiel in Magdeburg deutlich mit 7:0 gegen Wismar gewann.
Aufsteiger zur DDR-Liga
Im Spiel um die Ligameisterschaft standen sich am 3. Mai 1951 in Magdeburg die Mannschaften von Zentra Wismut Aue und Anker Wismar gegenüber. Vor 12.000 Zuschauern sicherten sich die Erzgebirger mit 3:0 die Ligameisterschaft.
Info
Für die Ligasaison 1951/52 qualifizierten sich sportlich die Landesmeister der fünf bestehenden Länder der DDR sowie der Meister der neu gegründeten Ostberliner Landesliga.
Land Mannschaft
Ost-Berlin SV Grünau-Berlin
Brandenburg BSG Einheit Spremberg
Mecklenburg SG Volkspolizei Schwerin
Sachsen BSG Rotation Plauen
Sachsen-Anhalt BSG Stahl Magdeburg
Thüringen SG Volkspolizei Weimar
Geschichte
Info
Nachdem 1949 in der Sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, durch den Deutschen Sportausschuß die Fußballoberliga, später DS-Oberliga bzw. DDR-Oberliga, als höchste Spielklasse ins Leben gerufen worden war, folgte ein Jahr später zur Saison 1950/51 die DS-Liga. Die in den folgenden Jahren als DDR-Liga bezeichnete Spielklasse war zunächst als 2. Liga Bindeglied zwischen der Oberliga und den sechs Landesligen.
Teilnehmerfeld
Für die erste Ligasaison qualifizierten sich nach unterschiedlichen Kriterien folgende Mannschaften
BSG Einheit Wismar Mecklenburg-Vorpommern 2. West
BSG Textil Cottbus Brandenburg 1.
BSG Chemie Großräschen Brandenburg 2.
SG Volkspolizei Potsdam Brandenburg 3.
BSG Lokomotive Cottbus Brandenburg 4.
BSG Chemie Zeitz Sachsen-Anhalt 1. Süd
BSG Schuhmetro Weißenfels Sachsen-Anhalt 2. Süd
BSG Einheit Burg Sachsen-Anhalt 2. Nord
SG Lauscha Thüringen 1. Staffel II
BSG Mechanik Jena Thüringen 2. Staffel II
BSG Motor Nordhausen Thüringen 2. Staffel I
BSG Freiheit Wismut Lauter Sachsen 1. West
BSG Zentrag Wismut Aue Sachsen 2. West
BSG Einheit Ost Leipzig Sachsen 3. West
BSG Fewa Chemnitz Sachsen 2. Ost

Hinzu kamen drei Ost-Berliner Mannschaften, die sich für die zweitklassige Gesamt-Berliner Amateurklasse (bis 1950 1. Ligaklasse) qualifiziert hatten und aus dieser abgezogen worden waren (die Vertragsligisten wurden in die Oberliga eingruppiert):

Hohenschönhausener SC, 4. Staffel A
SSV Köpenick, 6. Staffel B
SG Concordia Wilhelmsruh, 7. Staffel B
Das Ligafeld komplettierten die beiden Absteiger aus der DS-Oberliga

BSG Anker Wismar
BSG Einheit Schwerin
Aus den 20 Mannschaften wurden die beiden Staffeln Nord und Süd mit je 10 Teams gebildet, wobei die dritte Ost-Berliner Mannschaft Concordia Wilhelmsruh der Südstaffel zugeordnet wurde.

Modus
Die Meisterschaft wurde in Hin- und Rückspielen ausgetragen. Bei Punktgleichheit entschied der Torquotient, lediglich für den Staffelsieg war bei gleicher Punktzahl ein Entscheidsspiel vorgesehen. Die Staffelsieger stiegen in die Oberliga auf, außerdem bestritten sie das Endspiel um die Ligameisterschaft. In die sechs Landesligen stiegen drei Mannschaften ab, automatisch die Tabellenletzten, während die beiden Neuntplatzierten zwei Relegationsspiele um den Klassenerhalt austragen mussten.