Verrücktes Spiel gegen Kaiserslautern mit 4:3 Sieg für Dynamo

Was für ein furioses Spiel

Dynamo Dresden hat sich gegen den 1. FC Kaiserslautern zweimal zurückgekämpft und in einem Tore-Spektakel die Oberhand behalten. Der FCK war ein ebenbürtiger Gegner, die SGD zeigte beim 4:3-Sieg die Qualitäten eines Spitzenreiters. Mann des Tages bei den Gastgebern war Philipp Hosiner, der mit zwei Vorlagen und zwei Toren glänzte. Nunmehr haben die Schwarz-Gelben vier Punkte Vorsprung auf Verfolger Ingolstadt.

In Dresden ging der Außenseiter durch Kenny Redondo in der 13. Minute in Führung, ehe Christoph Daferner (32.) und Philipp Hosiner (45.) die Partie noch vor der Pause zugunsten der Dresdner drehten. Nur 40 Sekunden nach Wiederanpfiff gelang Marvin Pourie per Hacke der sehenswerte Ausgleich, ein weiterer Redondo-Treffer brachte die Pfälzer erneut in Front (58.).

Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski nahm im Vergleich zum 0:1 bei Türkgücü München drei Veränderungen in der Startelf vor. Für den verletzten Robin Becker (Kreuzbandriss), Julius Kade und Pascal Sohm spielten Kapitän Sebastian Mai, der wieder zurück im Team war, Paul Will und Christoph Daferner von Anfang an. Kaiserslauterns Coach Jeff Saibene wechselte nach dem 1:1 beim SC Verl zweimal. Tim Rieder und Kenny Prince Redondo kehrten nach abgesessener Gelb-Sperre zurück, Carlo Sickinger und Daniel Hanslik saßen zunächst auf der Bank.

Dresden mit Dreierkette und dem Comeback von Kapitän Sebastian Mai (nach Knieverletzung). Und mit offensivem Beginn.

Nach dem Schneefall hatten fleißige Helfer den Platz im Rudolf-Harbig-Stadion geräumt, sodass der Partie nichts mehr im Wege stand. Nach einer kurzen Abtastphase kamen die Dresdner in Schwung und hatten durch Philipp Hosiner und Paul Will zwei gute Möglichkeiten. Die Lauterer versteckten sich aber keineswegs und spielten mutig nach vorn. Zur Belohnung gab’s für sie in der 13. Minute die Führung. Nach feinem Pass von Jean Zimmer hatte Redondo freie Bahn, schaute sich noch SGD-Schlussmann Kevin Broll aus und traf  ins linke Eck zur Gästeführung. Danach die SGD zunächst mit Problemen, zurück ins Spiel zu kommen. Der FCK steht hinten sicher, lauert auf blitzschnelle Konter. „Trotzdem haben wir den Rückstand gut weg gesteckt“, analysiert der noch verletzte Abwehrchef Marco Hartmann bei Magenta Sport.

Das Kauczinski-Team nahm es gelassen wie ein Spitzenreiter und fing an zu kreiseln. In der 33. Minute war die SGD wieder im Spiel – Daferner traf per Kopfball nach Hosiner-Flanke zum 1:1. Sekunden vor der Pause hatten die Dresdner noch ein Tor auf Lager. Wieder ging es über die rechte Seite, diesmal mit Daferner. Hosiner bekam die Kugel vor die Füße und schloss zum 2:1 ab.

Überragender Hosiner mit dem Siegtreffer

Nach der Pause ging es plötzlich Schlag auf Schlag, die „Roten Teufel“ waren teuflisch gut aus der Kabine gekommen. Nach 40 Sekunden legte Philipp Hercher für Marvin Pourie auf, der mit der Hacke und Hilfe des linken Innenpfostens den Ball ins Tor zum 2:2 bugsierte. Und damit nicht genug, den Pfälzern gelang dank Redondo sogar das 3:2 (58.).

Und nun wurde es ein Spektakel, die Dresdner spielten ihre Klasse aus. Hosiner mit dem Pass zur Grundlinie, Ransford Königsdörffer war zur Stelle und stellte auf 3:3 (74.). Und weil es gerade so schön lief, setzten die Elbestädter in der 82. Minute den Siegtreffer drauf. Wieder konnte sich der überragende Hosiner auszeichnen, der nach einem Eckball das Spielgerät in die Maschen stocherte. Danach ließen die Dynamos nichts mehr anbrennen und sicherten sich ihren zwölften Saisonsieg.

Stimmen zum Spiel

Jeff Saibene (Trainer 1. FC Kaiserslautern): „Ganz schlimm. Für die Moral extrem bitter diese Niederlage. Was ich uns vorwerfen muss: Wir müssen das 2:0 und das 4:2 machen. Nicht können, müssen. Das haben wir nicht gemacht. Es ist deshalb schwer in Worte zu fassen. Wir haben alles gegeben, gekämpft, Tore gemacht und doch verloren. Viele Sachen war gut, aber wir nehmen keine Punkt mit.“

Markus Kauczinski (SG Dynamo Dresden): „Es war wirklich wild, das hätte keiner vorher gedacht. Beide Mannschaften hatten vorher wenig Gegentore kassiert, dann kommt so ein Spiel. Es ging rauf und runter. Es spricht für das Team, dass wir in so einer umkämpften Partie nicht aufgegeben haben. Wir freuen uns über den Sieg gegen kampfstarke Lauterer, die Punkte bleiben hier. Mit der Abwehrarbeit kann ich nicht zufrieden sein, Verteidigen ist eine Sache von allen. Da haben wir uns auseinanderziehen lassen.“

Dynamos zweifache Torschütze Philipp Hosiner: „Wir haben den Rückstand zweimal gedreht und bis zum Schluss an den Sieg geglaubt. Es war wichtig, dass wir mit drei Punkten in die Englische Woche gehen.“

Am Dienstag muss Dynamo zu Waldhof Mannheim, Lautern spielt zeitgleich gegen Türkgücü München.

Rudolf Harbig Stadion 23.Jan.2021 14:00
Dynamo Dresden
4 3
1.FC Kaiserslautern
23.Jan.2021 14:00
Rudolf Harbig Stadion
SGD
4
3
FCK

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