Unterhaching schlägt Cottbus und steigt in 3. Liga auf

Sandro Wagner hat seine erste Trainerstation mit einem Erfolg beendet und die SpVgg Unterhaching zurück in die 3. Liga geführt. Der Meister der Regionalliga Bayern gewann das hitzige Relegations-Rückspiel gegen Energie Cottbus mit 2:0 (1:0) und sicherte sich nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel den letzten freien Drittliga-Platz. Überschattet wurde das Spiel von Ausschreitungen der Cottbuser Fans.

„Es war ein super Spiel, sowas überlagert das halt leider. Die Polizei hat das gut im Griff. Wir müssen damit leben“, sagte der Unterhachinger Präsident Manfred Schwabl nach dem Spiel im „BR“: „Unser Zuschauer waren sensationell, ich hoffe dass wir in der dritten Liga einen ähnlichen Schnitt haben. Hut ab auch an Sandro.“

Mathias Fetsch (17.) und Simon Skarlatidis (90.+3) trafen vor 12.500 Zuschauern im Unterhachinger Sportpark für die Spielvereinigung, die ihr Comeback im deutschen Profi-Fußball nach zweijähriger Abstinenz mit einem neuen Trainer angehen muss. Nach zwei Jahren in Haching wird Wagner die Spielvereinigung wieder verlassen. Über die Zukunft des früheren Nationalspielers und Bayern-Profis ist noch nichts bekannt.

Cottbus muss hingegen ein fünftes Jahr in Folge in der Regionalliga antreten. Beim Stand von 1:0 entlud sich bei den Cottbuser Anhängern Mitte der zweiten Halbzeit der entsprechende Frust. Becher flogen auf das Spielfeld, die Polizei musste einzelne Fans davon abhalten, auf den Platz zu stürmen. Auch Trainer Claus-Dieter Wollitz versuchte, die eigenen Fans zu beruhigen. Nach einer etwa 15-minütigen Unterbrechung konnte das Spiel fortgesetzt werden.

Mit dem Aufstieg von Unterhaching ist das Teilnehmerfeld der dritten Liga für die kommende Saison komplett. Zuvor hatten sich bereits der VfB Lübeck (Meister Regionalliga Nord), Preußen Münster (West) und der SSV Ulm (Südwest) den Aufstieg gesichert. Abgestiegen waren der SV Meppen, der VfB Oldenburg, der FSV Zwickau sowie die SpVgg Bayreuth.

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