Tabellenführung ausgebaut, Sieg gegen Wehen Wiesbaden

Dynamo Dresden hat sich im enger werdenden Aufstiegsrennen an der Tabellenspitze behauptet

..und die Position sogar noch ausgebaut. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski gewann ihr Nachholspiel aus der Hinrunde gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 (1:0). In einem an Höhepunkten armen Spiel traf Pascal Sohm früh zum Sieg. Warum Dynamo die beste Defensive der Liga stellt, war beim 1:0-Sieg gegen Wiesbaden zu sehen. Vorn war bis auf den Treffer von Pascal Sohm zu wenig los, hinten dafür waren alle zu 100 Prozent da.

Durch den Punktverlust der Ingolstädter beim 1:1 in Verl war der „Dreier“ gegen die Hessen doppelt wertvoll. Dynamo führt die Tabelle jetzt wieder mit vier Punkten Vorsprung an. Bereits 13 Punkte liegen die Sachsen nun vor einem Nichtaufstiegsrang.

Kauczinski nahm vor Spielbeginn nur eine Änderung in der Startelf gegenüber dem 1:1 gegen Saarbrücken vor: Pascal Sohm erhielt nach seinem Joker-Tor den Vorzug vor Philipp Hosiner. Sein Treffer und Hosiners mäßige Leistung gegen die Saarländer waren aber nicht die einzigen Gründe für den Wechsel, denn Sohm ist etwas größer und körperlich robuster als der Österreicher und das sollte den Dresdnern gegen die physisch starken Gäste helfen, ihnen einen Tick mehr Wucht verleihen. SVWW-Coach Rüdiger Rehm stellte gegenüber der 1:2-Niederlage gegen Ingolstadt dreimal um. Statt Florian Carstens und den jeweils gesperrten Moritz Kuhn und Dennis Kempe liefen zum Anfang Jakov Medic, Lucas Brumme und Phillip Tietz auf.

Sohm mit früher Führung zum 1:0

Dynamo Dresden nahm sofort Fahrt auf und ging mit Vollgas in die Partie. Bereits nach zwei Minuten lag die SGD-Führung in der Luft, doch der Heber von Christoph Daferner über SVWW-Keeper Tim Boss hinweg wurde von Sascha Mockenhaupt in höchster Not geklärt. Dann ein schnell vorgetragenen Angriff über Kevin Broll, Kevin Ehlers und Ransford-Yeboah Königsdörffer landete der Ball bei Christoph Daferner. Der flankte von rechts in die Mitte, Heinz Mörschel verlängerte und Sohm köpfte am zweiten Pfosten zum 1:0 ein (11.).

Wehen Wiesbaden ungefährlich

Eine sehenswerte Aktion der Gastgeber, die deutlich mutiger in die Partie gegangen waren als noch gegen Saarbrücken. Sohm hatte auch bald die nächste Chance, doch diesmal konnte der anfangs nervös wirkende Ex-Dynamo Tim Boss im Tor der Gäste den Kopfball nach Vorarbeit von Daferner halten (21.).

Der anfängliche Schwung der Gastgeber ließ aber dann merklich nach, Wehen Wiesbaden fing die Dresdner im Mittelfeld früher ab, unterband gegnerische Torchancen und suchte selbst den Weg nach vorn. Oft waren es lange Bälle, die die Hessen spielten. Philipp Tietz kam auch einmal zum Schuss, doch er verzog deutlich (33.). Danach versäumten es aber die Schwarz-Gelben, mit einem zweiten Treffer für mehr Sicherheit zu sorgen. Wehen Wiesbaden verschaffte sich immer mehr Luft, zu hochkarätigen Torchancen kamen sie aber nicht.

Dynamo hat starke Abwehrleistung gezeigt

Das setzte sich in der zweiten Halbzeit zunächst fort, aber dann war Hakan Gustaf Nilsson plötzlich frei und Dynamo musste sich bei Broll bedanken, der das 1:1 mit einer starken Parade verhinderte (63.). Von den Hausherren war in der Offensive immer weniger zu sehen, die Pace gaben die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste vor. Dresden stand aber im Zentrum sicher und konnte alles klären, was Richtung eigenes Tor kam. Der Spitzenreiter setzte auf gelegentliche Nadelstiche, letztendlich reichte das 1:0 für drei Punkte.

Das reichte am Mittwoch, weil Dynamo in jedem Zweikampf präsent war. Ist das der Modus, den Dynamo für den Zweitliga-Aufstieg braucht? „Zu 100 Prozent„, sagte so Mai, „Man hat es gesehen, wir haben uns gegenseitig gepusht. Wir waren extrem heiß, das Ding zu gewinnen. Das müssen wir mitnehmen für die nächsten Spiele„.

Stimmen zum Spiel

Rüdiger Rehm (Trainer Wehen Wiesbaden): „Die Niederlage sitzt natürlich tief, weil wir in den ersten zehn Minuten das Spiel verloren haben. Wir haben dann 80 Minuten dominiert. Aber bis wir uns in den ersten Minuten sortiert hatten, war das 1:0 schon da. Trotzdem kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Ich glaube, es gab selten eine Mannschaft, die in Dresden so dominiert und so wenig zugelassen hat.“

Markus Kauczinski (Trainer Dynamo Dresden): „Wir waren diesen einen Tick, dieses eine Tor auch besser. Am Anfang haben wir richtig gute Chancen gehabt, richtig gut kombiniert. Danach war es ein absolutes Kampfspiel. Den einen oder anderen Konter hätten wir am Ende sicher besser fahren können. Wir sind gut drauf, das hat man gesehen. Die vier Tage reichen, um für 1860 München wieder topfit zu sein.“

Pascal Sohm (Dynamos 1:0-Schütze): „Wir haben eine phänomenale Abwehrleistung gezeigt. Wir haben uns in jeden Ball reingeworfen, gekämpft. Das gehört auch dazu. Am Ende gehen wir als verdienter Sieger vom Platz.“

Dynamo muss nun im nächsten schweren Spiel bei 1860 München ran (Montag 22.03.2021-Anstoß 19:00 Uhr), Wehen Wiesbaden spielt einen Tag vorher beim FSV Zwickau.

Rudolf Harbig Stadion 17.Mrz.2021 19:00
Dynamo Dresden
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SV Wehen Wiesbaden
17.Mrz.2021 19:00
Rudolf Harbig Stadion
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SVW

 

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