Erst einmal, nämlich am Freitag, hatte der Neuzugang Kone vom FC Zürich zusammen mit seiner neuen Mannschaft trainiert.

Uwe Neuhaus stellte in seinem 100. Spiel als SGD-Trainer die Dresdner Startelf kräftig um. Für Haris Duljevic, der bei der 0:1-Niederlage in Sandhausen die gelb-rote Karte gesehen hatte, rückte Sascha Horvath in die Mannschaft. Jannik Müller vertrat den ebenfalls gesperrten Florian Ballas nach dessen fünfter gelber Karte in der Innenverteidigung an der Seite von Marcel Franke. Niklas Kreuzer agierte statt Paul Seguin als rechter Außenverteidiger. Und da Neuhaus wieder auf den Ein-Mann-Sturm umgestellt hatte, musste Peniel Mlapa auf die Bank und Aias Aosman durfte von Beginn an ran.

Die Bochumer wurden schon nach drei Minuten kalt erwischt. Aias Aosman ließ sich im VfL-Strafraum dreist fallen, doch Schiedsrichter Christian Dietz entschied auf Strafstoß. Lucas Röser ließ sich die geschenkte Chance nicht entgehen (3. Minute).

Der Tiefschlag hinterließ Wirkung. Bochum kam bis zur Pause nicht recht in die Partie. Dresden war das dominierende Team, ohne seine Chancen allerdings zu weiteren Toren nutzen zu können.

Die frühe Führung sorgte für Sicherheit bei den Hausherren, Dynamo provozierte immer wieder Fehler im Bochumer Aufbauspiel. Die Gäste blieben über die ersten 45 Minuten ungefährlich und hatten ihrerseits Glück, dass Dynamo zu wenig aus seiner Überlegenheit machte.

Denn aussichtsreiche Kontergelegenheiten scheiterten zumeist am letzten Pass. Und so hatte die SGD kurz vor der Pause eine kleine Druckphase der Bochumer zu überstehen, Torwart Markus Schubert rettete in höchster Not.

Dynamo gefällt durch schnelles Spiel

Nach der Pause änderte sich dieses Bild nicht. Dresden war überlegen, Bochum harmlos. Torraumszenen blieben dennoch Mangelware. Das Spiel lebte bis zum Treffer von Koné, der für  Horvath kam, vor allem von der Spannung, weil beiden Mannschaften die Niederlagenserie der vergangenen Wochen anzumerken war. In der 89. Minute war der Neuzugang dann zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle und machte das spielentscheidende Tor kurz vor Spielende. Nur eine Minute zuvor rettete Markus Schubert gegen Johannes Wurtz in höchster Not.

“Wir können einfach keine Tore schießen. Das müssen wir schleunigst ändern”, sagte VfL-Torhüter Manuel Riemann nach dem Spiel: “Da fehlt die letzte Überzeugung, der letzte Wille. Anders kann ich mir das nicht erklären.”

Bochum empfängt am kommenden Freitag (09.02.2018) den SV Darmstadt 98. Dynamo Dresden ist zu Gast bei der SpVgg Greuther Fürth.

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