Walpurgis, der zuletzt den FC Ingolstadt gecoacht hatte, folgt somit auf den beurlaubten Uwe Neuhaus

Mit der Verpflichtung des 44-Jährigen endet für Dynamo eine rund dreiwöchige Trainersuche – und das obwohl Walpurgis von Beginn an ein Top-Kandidat war.

Dynamo hat lange nach einem neuen Cheftrainer gesucht und sich doch für den ersten Gesprächspartner entschieden.
Er erhält einen Vertrag bis Juni 2020, der sowohl für die zweite als auch die erste Liga gilt. Am Nachmittag leitet er bereits das Training im Großen Garten, bis zum nächsten Zweitliga-Spiel am Freitag, 18.30 Uhr, bei Jahn Regensburg bleiben ihm nur drei Übungseinheiten, um seine neue Mannschaft kennenzulernen, ihr seine Vorstellungen zu vermitteln und sie auf die Auswärtsaufgabe vorzubereiten. Stabilisierung und Entwicklung nennt Walpurgis als seine vordringlichsten Ziele.

Wer ist Maik Walpurgis?

Ein emotionaler Typ mit der für Dynamo nötigen Stressresistenz: So lässt sich die Charakterisierung durch Minge zusammenfassen. Walpurgis sagt über sich: „Vielleicht liegt es an der Haarfarbe, dass man ein bisschen explosiver ist. Aber ich denke, das ich durch Erfahrungen ruhiger und gelassener geworden bin.“ Er ist – wie Neuhaus – Westfale, seit vielen Jahren liiert, aber nicht verheiratet. Seine Karriere als Fußballer musste er verletzungsbedingt mit 18 beenden und hat danach direkt die Trainer-Laufbahn eingeschlagen. Mit der zweiten Mannschaft von Arminia Bielefeld ist er 2004 in die Regionalliga aufgestiegen, mit den Sportfreunden Lotte scheiterte er 2013 in der Relegation zur 3. Liga erst in der Verlängerung an RB Leipzig. Nach seinem Engagement in Osnabrück wurde im November 2016 überraschend neuer Chefcoach beim damaligen Bundesligisten FC Ingolstadt, konnte den Abstieg aber nicht verhindern. Nach dem Fehlstart mit drei Niederlagen und dem letzten Platz in der zweiten Liga wurde er dort vor einem Jahr entlassen.

Was wird der neue Trainer jetzt ändern?

Das ist eine spannende Frage. Walpurgis bleibt eher allgemein. „Was wir machen: an einer klaren Organisation, einer Grundordnung arbeiten und an einer defensiven Stabilität.“ Die Spieler kenne er zwar, aber was ihre Einsatzchancen betrifft, seien sie alle „ein unbeschriebenes Blatt“, meint der Coach. „Ich freue mich auf die unterschiedlichen Charaktere und guten Fußballer, die wir haben.“