Kiel bleibt in Liga, Dynamo dem Abstieg nah

Holstein Kiel hat sich durch einen Heimsieg gegen Dynamo Dresden den Klassenverbleib in der 2. Bundesliga gesichert. Dresden ist dagegen dem Abstieg ganz nah.

Mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Dynamo Dresden hat Holstein Kiel am Donnerstagabend auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt in der Zweiten Liga vertrieben. In Abwesenheit von Cheftrainer Ole Werner, der im Saisonfinale aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung steht, taten sich die “Störche” gegen das Tabellenschlusslicht zunächst schwer, doch ein Platzverweis änderte die Vorzeichen nachhaltig. So feierten die Co-Trainer Fabian Boll und Patrick Kohlmann, interimsweise in der Verantwortung, einen insgesamt ungefährdeten Sieg. “Es war ein gutes Gefühl und ein super wichtiger Sieg für die Mannschaft”, freute sich Torschütze Emmanuel Iyoha. Dresdens Rettungschancen sind derweil nur noch theoretischer Natur.

Dynamo schwächt sich selbst

Die erste Hälfte erlebte am Ende ihre Höhepunkte: Dresdens Jannik Müller war gerade erst verwarnt worden, als er an der Mittellinie Jannik Dehm abräumte und noch vor der Pause die Gelb-Rote Karte sah (39.). In der letzten Minute vor der Pause ging Kiel in Führung: Emmanuel Iyoha dribbelte in den Strafraum und erzielte mit einem Rechtsschuss das 1:0 (45.). Für Kiel war es das erste Spiel ohne Cheftrainer Ole Werner, der aus privaten Gründen bis zum Saisonende nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Kiel nutzt Überzahl schnell aus

Was wäre in der vierten Minute los gewesen, hätten Zuschauer im Holstein-Stadion die Partie verfolgt? Fabian Reese tankte sich im Strafraum durch und bekam einen Ellenbogen ins Gesicht. Doch der mögliche Elfmeterpfiff von Patrick Ittrich (Hamburg) blieb aus.

Und statt die Großchance auf dem Silbertablett präsentiert zu bekommen, mussten sich die “Störche” jede Gelegenheit hart erarbeiten. Reese blieb der Aktivposten, verfehlte aber erst das Tor (8.) und scheiterte dann an Torhüter Kevin Broll (37.). Wenngleich beim zweiten Anlauf ein Treffer wegen einer Abseitsstellung Jae-Sung Lees nicht gezählt hätte. Bei einem Kopfball von Hauke Wahl klärte Chris Löwe im Fünfmeterraum (20.).

Die besseren Gelegenheiten hatten die Gäste. Ondrej Petrak luchste Jonas Meffert vor dem Strafraum den Ball ab, scheiterte mit seinem Schuss aber am starken Ioannis Gelios (9.). Der Torhüter musste sich auch mächtig strecken, als sich bei einem Freistoß von Löwe die Mauer auflöste – und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten (31.). Sechs Minuten vor der Pause machten sich die Sachsen allerdings selbst das Leben schwer. Jannik Schmidt sah innerhalb von vier Minuten zweimal Gelb. “Die Gelb-Rote Karte hat den Spielcharakter sehr beeinflusst”, sagte KSV-Kapitän Wahl, dessen Team in Überzahl schnell eiskalt zuschlug: Iyoha drang mit Tempo von links in den Strafraum ein, zog nach innen und jagte den Ball unhaltbar für Broll ins lange Eck – 1:0 (45.+1).

Dynamo kann nicht mehr zulegen

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber auf die schnelle Entscheidung. Schon zu viele Führungen hatten die Kieler in dieser Saison bereits verspielt. Richtig gefährlich wurde es aber nicht – und so blieb es ein Vabanquespiel: Dynamo-Joker Marco Terrazzino gab die ersten Warnschüsse aufs Kieler Tor ab (66./67.). Doch in der Schlussphase konnte Dynamo in Unterzahl nicht mehr zulegen. Reese scheiterte noch an Broll (70.), zwei eingewechselte Kieler machten dann alles klar: David Atanga schickte Lion Lauberbach, und das Sturmtalent schob sicher zum 2:0 ein (80.).

Dynamo in Sandhausen, Kiel beim VfL

Beide Teams müssen nun auswärts ran: Dynamo spielt nun am Sonntag (21.06.2020, 15:30 Uhr) beim SV Sandhausen, der bereits gerettet ist. Kiel wird gleichzeitig beim VfL Osnabrück antreten, der sich noch in Abstiegsgefahr befindet.#

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