Kein Sieg beim Scholz-Debut gegen Sandhausen

Wieder kein Sieg für Dynamo Dresden

Das Schlusslicht der 2. Fußball-Bundesliga wartet auch nach der Entlassung von Cristian Fiel weiter auf den vierten Saisonsieg, erkämpft sich aber unter Interimstrainer Heiko Scholz zumindest ein Remis gegen den SV Sandhausen.

Beide Teams trennten sich am Sonntag vor 26 019 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion 1:1 (1:1). Alexander Jeremejeff (5.) brachte die Scholz-Elf zunächst in Führung, Sandhausen kam durch Robin Scheu (30.) zum verdienten Ausgleich.

"Der Punkt ist auf jeden Fall zu wenig, wir wollten einen Sieg. Wir sind gut ins Spiel gekommen, führen und kriegen dann den Elfmeter", sagte Niklas Kreuzer: "Wenn der Gegner trifft, wirft uns das aus der Bahn. Das war das beste Beispiel. Wir haben uns am Ende einen Lucky Punch gewünscht, aber der kam nicht."

Scholz nahm zwei Veränderungen im Vergleich zur Heimniederlage vergangene Woche gegen Holstein Kiel vor. Baris Atik und Chris Löwe ersetzten Max Kulke und Dzenis Burnic. Dynamos Interims-Coach wollte zweckmäßigen und einfachen Fußball spielen lassen, stellte dafür taktisch unter anderem auf eine Viererkette in der Abwehr um. Zudem setzte Dynamo im letzten Heimspiel des Jahres zunächst auf eine stabile Defensive und versuchte über lange Bälle schnell zum Erfolg zu kommen. Der Ballbesitz-Fußball von Fiel scheint Vergangenheit.

Das ließ sich zunächst gut an und zahlte sich bereits nach fünf Minuten erstmals aus, als sich Atik einen langen Ball auf der linken Außenbahn erlief und anschließend den Torschützen Jeremejeff im Strafraum bediente. Der Schwede schob mühelos zu seinem vierten Saisontor ein.

Noch nie in dieser Spielzeit ging Dynamo so früh in Führung, Sicherheit brachte das 17. Saisontor allerdings nicht. Die Gäste kamen nun besser ins Spiel und durch Scheu zum verdienten Ausgleich. Sandhausens Mittelfeldspieler schaltete am schnellsten und staubte ab, nachdem Dynamos Torwart Kevin Broll einen Foulelfmeter von Aziz Bouhaddouz pariert hatte. Doppeltes Pech für Dresden, denn Schiedsrichter Bejamin Cortus hatte nach einem Foul von Florian Ballas an Kevin Behrens erst auf Eingreifen des Video-Schiedsrichters auf Elfmeter entschieden.

Sandhausens Ausgleichtreffer war dennoch verdient. Denn die Gäste waren das bessere Team und hatten 17 Minuten zuvor ihrerseits Pech, als das vermeintliche 1:1 durch Behrens aufgrund einer minimalen Abseitsstellung des Torschützen aberkannt worden war.

Im zweiten Durchgang blieben beide Teams vieles schuldig. Torraumszenen oder gar Einschussmöglichkeiten waren lange Zeit nicht geboten. Erst sieben Minuten vor dem Ende hatten Moussa Koné und der eingewechselte Luka Stor im Nachschuss zwei gute Gelegenheiten. Beide scheiterten jedoch an Sandhausens Torwart Martin Fraisl. So blieb es beim Punkt, der letztlich zu wenig für Dynamo ist.

Mit lediglich 13 Zählern aus 16 Partien steht die SG Dynamo Dresden auf einem Abstiegsplatz. Der Elf von Heiko Scholz muss man vor allem fehlende Durchschlagskraft im Angriff attestieren: Kein Team der 2. Bundesliga markierte weniger Treffer als die Heimmannschaft. Dresden verbuchte insgesamt drei Siege, vier Remis und neun Niederlagen. In den letzten fünf Spielen hätte durchaus mehr herausspringen können für Dynamo, sodass man lediglich vier Punkte holte.

Der SVS holte auswärts bisher nur sieben Zähler. Nach 16 absolvierten Begegnungen nimmt das Team von Coach Uwe Koschinat den achten Platz in der Tabelle ein. Fünf Siege, sieben Remis und vier Niederlagen hat der Gast momentan auf dem Konto. Sechs Spiele ist es her, dass der SV Sandhausen zuletzt eine Niederlage kassierte.

Als Nächstes steht für die SG Dynamo Dresden eine Auswärtsaufgabe an. Am Sonntag (13:30 Uhr) geht es gegen den VfL Osnabrück. Sandhausen empfängt parallel den Hamburger SV.

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