HSV feiert 2:1 Last-Minute-Sieg gegen Dynamo

Der Hamburger SV hat die Tabellenspitze in der 2. Bundesliga erobert.

Mit einem Tor in der Nachspielzeit gegen Dresden sicherte sich der HSV den Sieg. Die direkte Konkurrenz aus Bielefeld kam hingegen über ein Remis gegen Sandhausen nicht hinaus.

Große HSV-Chance schon nach 34 Sekunden

Das Spiel im Volksparkstadion begann vielversprechend. Schon nach 34 Sekunden hatte der HSV die erste große Chance. Bobby Woods verstolperter Ball wurde zur Vorlage für Christoph Moritz, der das Tor allerdings verfehlte.

In der Anfangsphase war Tempo in den Aktionen der Hamburger, die aber schnell nachließen. Dresden befreite sich und spielte mitunter einen sehr gepflegten Ball. Es fehlte den Sachsen aber ein Offensivspieler mit Übersicht und Ruhe. So blieb der von HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes entschärfte Schuss von Max Kulke für lange Zeit die einzige gute Dynamo-Gelegenheit (11.). Die Hanseaten kamen ihrerseits erst am Ende der ersten Hälfte wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. Martin Harnik bekam bei einem Kopfball nicht genug Druck auf den Ball (40.), Dresdens Keeper Kevin Broll parierte. Dann musste sich der Schlussmann mächtig strecken, um einen Volleyschuss von Jeremy Dudziak spektakulär über die Latte zu lenken (43.).

Kittels Ausgleich zählt nach Videobeweis

Der HSV konnte mit dem 0:0 zur Pause nicht zufrieden sein und schon gar nicht mit dem Zwischenstand nach 47 Minuten: Da lag er nämlich 0:1 zurück. Niklas Kreuzer (47.) wollte vom linken Strafraumeck eigentlich flanken. Der Ball bekam aber so viel Effet, dass er hinter Heuer Fernandes einschlug. Von den Gastgebern musste eine Reaktion kommen, und sie kam. Innerhalb weniger Minuten erfuhren die Hamburger dabei Segen und Fluch des Videobeweises. Zunächst verlängerte Sonny Kittel technisch höchst anspruchsvoll ein Zuspiel von Tim Leibold ins Dresdner Tor. Der Schiedsrichterassistent hatte Abseits angezeigt, wurde aber vom Video-Schiedsrichter überstimmt - 1:1 (67.).

Kinsombi köpft den Siegtreffer

Wenig später drehte Harnik jubelnd ab, nachdem er das vermeintliche 2:1 markierte hatte (71.). Wieder kam der Video-Schiedsrichter zum Einsatz und entschied: kein Tor. Glaubt man der elektronischen Abseitslinie, stand der Österreicher ungefähr zwei bis drei Zentimeter im Abseits. Die Begegnung war nun ein Schlagabtausch. Der HSV drängte, hatte aber defensiv sehr große Lücken, die eine bessere Mannschaft als Dresden wohl zum Siegtreffer genutzt hätte. So blieb es Kinsombi vorbehalten, die Rolle als Held des Tages einzunehmen: Broll wehrte einen Leibold-Schuss in die Mitte ab, der Hamburger Mittelfeldspieler köpfte den Ball zum umjubelten Siegtreffer unter die Latte (90.+4).

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