Heimsieg für Dynamo, 2:1 gegen 1860 München

Dynamo kann auch anders! Dynamo Dresden gewinnt das Heimspiel gegen 1860 München mit 2:1

Erster Dreier gegen ein Spitzenteam. Und zum ersten Mal einen Rückstand noch gedreht.  Dynamo Dresden hat mit seinem fünften Saisonsieg den Anschluss an die Tabellenspitze der 3. Fußball-Liga hergestellt

Dresden im Vergleich zum Saarbrücken-Spiel mit zwei Änderungen: Hartmann rückt für Ehlers in die Verteidigung, Weihrauch für Will ins Mittelfeld. Trainer Kauczinski lässt im 3-4-1-2-System etwas offensiver spielen. Bei Dynamo stand erwartungsgemäß Marco Hartmann wieder in der Startelf und sortierte sich zentral in der Fünferkette ein. Zudem sollte Patrick Weihrauch in der Offensive für die besonderen Momente sorgen. Paul Wille und Kevin Ehlers mussten deshalb zunächst auf die Bank. Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende durfte Dynamo Dresden jubeln.

Die erste knappe halbe Stunde vor diesmal komplett leeren Rängen ist schnell erklärt: Umkämpftes, verbissenes, hektisches Spiel zwischen den Strafräumen. Aber auf beiden Seiten keine Chancen, nicht mal ein Torschuss.

Beiden Teams merkte man an, dass sie ohne große Umwege nach vorne spielen wollten, jedoch kamen die Angriffe nicht wirklich durch – zumeist war kurz vor dem gegnerischen Sechzehner Schluss. Marvin Stefaniak hatte dann mit einem etwas zu hoch angesetzten Freistoß von der Strafraumkante den ersten nennenswerten Abschluss der Partie (20.). Die Hausherren hatten leichte Vorteile bei den Spielanteilen, doch wie so häufig in solchen Situationen machte der Gegner den ersten Treffer. Philipp Steinhart bekam bei einem Angriff den Ball vor die Füße, Stefaniak konnte ihn nicht richtig stören und der Linksaußen brachte mit dem ersten 60er-Abschluss sein Team in Führung (27.). Dabei rutschte ihm der Ball noch etwas über den Außenrist, so dass er unhaltbar für Kevin Broll im rechten Eck einschlug.

Dynamo hatte aber die richtige Reaktion parat. Keine fünf Minuten nach dem 0:1 wurde der ehemalige Münchner Yannick Stark nicht angegriffen und zog aus rund 20 Metern ab. Diesmal war “Löwen”-Schlussmann Marco Hiller ohne Chance. Dynamo wollte noch vor der Pause nachlegen. Kapitän Sebastian Mai versuchte es ähnlich wie Stark aus der Distanz – diesmal konnte Hiller aber parieren (42.). Die anschließende Ecke landete am Querbalken – wieder war es Mai, von dessen Kopf der Ball kam.

Danach ist auf dem Platz endlich mehr los, was vor allem an der SGD liegt. Gleich zweimal steht Mai im Blickpunkt. Seinen 24-Meter-Kracher entschärft 1860-Keeper Hiller, die anschließende Ecke schweißt der Dynamo-Kapitän per Kopf an die Latte (41.).

Auch Hosiner schnuppert danach zweimal an der Führung (44./45.). Aber zur Pause bleibt’s beim 1:1.

Königsdörffer sichert den Sieg nach der Pause

Kurz nach dem Seitenwechsel stand SGD-Schlussmann Broll im Scheinwerferlicht. Münchens Torjäger Mölders, bis dahin kaum zu sehen, zieht im Strafraum ab, aber Broll mit einem Mega-Reflex (48.). Auf der anderen Seite verzieht Meier knapp (49.).

Danach war lange Zeit offensiver Leerlauf angesagt. Hitzig wurde es nur als der Ex-Dresdner Dennis Erdmann den am Boden liegenden Ex-Münchner Christoph Daferner anbrüllte und somit eine Rudelbildung auslöste. Zuvor war Daferner mit tiefem Kopf Richtung Ball gegangen und hatte einen Elfmeter gefordert. Erdmann und Dynamos Innenverteidiger Tim Knipping sahen daraufhin die Gelbe Karte (61.). Aber der Elfer-Pfiff von Schiri Florian Lechner bleibt aus. Wohl, weil der Dynamo-Stürmer den Kopf zu tief hatte.

Knapp zehn Minuten später durfte Dynamo wieder jubeln. Nach einer Ecke von Weihrauch macht ausgerechnet Sechzig-Stürmer Mölders den Ball wieder scharf. Youngster Königsdörffer sagt Danke, nagelt den Ball am kurzen Pfosten unter die Latte (70.). Nun war Dynamo noch einmal 20 Minuten in der Defensive gefordert und tat das sehr gut. Zum einen waren die Löwen nicht zwingend genug in der Vorwärtsbewegung, die vielen hohen Bälle ins Zentrum köpften die langen Kerle aus Dresden zumeist wieder aus der Gefahrenzone. Dynamo kam auch noch einmal gefährlich vor den gegnerischen Kasten, aber Pascal Sohm stand bei seiner Liga-Premiere für die Sachsen hauchzart im Abseits (84.).

Diesmal lässt sich die SGD die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, bringt den verdienten Sieg Dank konzentrierter Defensivleistung souverän nach Hause!

Stimmen zum Spiel:

Michael Köllner (München): “Jedes Spiel schreibt seine eigene Geschichte. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und in der ersten Halbzeit gut Druck aufgebaut. Wir haben sehr kompakt gespielt und Dynamo nicht zur Entfaltung kommen lassen. Die Führung war nicht unverdient, wir haben dann aber die ein oder andere Umschaltmöglichkeit liegen lassen. Das 1:1 war zunächst kein Problem für uns. In der zweiten Halbzeit haben wir gleich eine Riesenchance von Mölders, die der Torwart gut hält. Bei der Ecke war es dann ein bisschen Slapstick von uns, danach war es schwer, gegen so eine große Mannschaft noch zu Torgelegenheiten zu kommen.”

Markus Kauczinski (Dresden): “Es waren heute alle voll drin, deswegen haben wir ein gutes Spiel gemacht. Die Mannschaft war gefordert und ich habe schon unter der Woche gemerkt, dass da eine gute Energie drin ist. Die Mannschaft wollte das Saarbrücken-Spiel abschütteln und endlich konstant werden. Den geforderten Elfmeter hätte ich auch nicht gepfiffen, da war der Kopf doch schon sehr tief, auch wenn Hosiner da getroffen wird.”

Mit 16 Zählern steht Dresden auf Rang sechs und muss in der kommenden Woche beim Vierten Hansa Rostock antreten. 1860 bleibt trotz der Niederlage Zweiter, hat nun aber bereits fünf Punkte Rückstand auf Aufsteiger und Überraschungsteam Saarbrücken.

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