Dynamo verpasst den Einzug ins Achtelfinale knapp

Hertha BSC jubelt nach wildem Spiel gegen Dynamo

Dabei spielen die Berliner beim 8:7-Sieg nach Elfmeterschießen (3:3 nach 120 Minuten) gegen Dresden im eigenen Stadion. Aber die Dynamo-Fans machen das Pokal-Duell im Olympia-Stadion zur Heimspiel-Party.

Der Wahnsinn in Zahlen: 35000 Dresden-Anhänger in der Hauptstadt. Darunter sogar Fans aus Schweden, Österreich und Luxemburg. 10000 PKW rollen nach Berlin. Kurios: Für die Mega-Karawane wird sogar ein Parkplatz des unfertigen Flughafens BER genutzt.

Das Hochsicherheits-Spiel bewachen mehr als 1000 Polizisten. Dazu 500 weitere Sicherheitskräfte. Eine spektakuläre Dresden-Choreo inklusive Pyro-Show gibt's trotzdem.

Der gelbe Wahnsinn zeigt Wirkung.

Hertha beginnt ordentlich, muss nach sieben Minuten in Führung gehen. Aber Kalou haut den Ball aus kurzer Distanz drüber. Danach findet Dynamo ins Spiel und geht in Führung.

36. Minute: Nach einem Hertha-Eckball spielt Dresden über Atik schnell nach vorn. Moussa Koné taucht frei vor Kraft auch und schiebt den Ball rein – ein Bilderbuchkonter!

Dafür erwischen die Berlin einen Blitzstart in den zweiten Durchgang. Hertha kommt nach einem Broll-Abschlag schnell an den Ball. Duda schickt Wolf, der schiebt den Ball in die Mitte zu Lukebakio – 1:1 (48.)!

Danach spielt fast nur noch Hertha. Innerhalb von drei Minuten scheitern Dilrosun und Kalou am Aluminium (56./59.). Ein Duda-Elfmeter (85.) scheint die Partie spät zu entscheiden, aber dann bekommt auch Dresden einen Foul-Elfer.

Ex-Hertha-Mann Ebert schießt Dynamo mit Glück in die Verlängerung (90.).

In der macht sich eingewechselte Luka Stor zum Helden. Zumindest kurzfristig. Die erneute Dynamo-Führung (107.) reicht trotzdem nicht.

Hertha kommt in letzter Sekunde zurück. Torunarigha schweißt den Ball in der Nachspielzeit der Verlängerung rein, rettet Berlin ins Elfmeterschießen.

Torunarigha rettet Berlin - Stor darf zweimal ran

In einer über weite Strecken ereignislosen ersten Hälfte der Verlängerung wagte sich keines der Teams aus der Deckung. In Hälfte zwei geschah dann alles umso schneller: Dynamo-Joker Luka Stor traf zum 3:2 für die Gäste (107.). Kurz vor Ende der Verlängerung sorgte Jordan Torunarigha noch im letzten Moment per traumhafter Volley-Direktabnahme ins lange Eck für das 3:3 (120.+2).

Im Elfmeterschießen behielt Berlin die Nerven und siegte dort mit 5:4. Kurios: Stor durfte nach seinem verschossenen Elfmeter noch einmal ran - Kraft hatte sich zu früh von der Linie bewegt, dafür sah er Gelb. Im zweiten Versuch traf Stor sicher. Kevin Ehlers' Elfmeter lenkte Kraft an den Pfosten, es war nach der Parade gegen Jannik Müller sein zweiter gehaltener Elfer. Marko Grujic machte für die Hertha dann alles klar. "Wir haben zwei Helden, Jordan und Thomas", beteuerte Grujic nach Abpfiff.

Keiner hatte dem Team aus Dresden nach den schwachen Partien zuvor solch eine Schlacht zugetraut. 1:0 zur Pause, 2:2 nach 90 Minuten, 3:3 nach 120.

Im Elfmeterschießen 7:8 gegen den Bundesligisten verloren und doch haben die Dresdner gewonnen - nämlich die Herzen ihrer Fans!

Dieser Schulterschluss ist nicht ganz ohne, wichtig für die Meisterschaft! 35.000 im Olympiastadion und weitere Tausende daheim an den Bildschirmen waren begeistert. Das kann, das sollte für die Zukunft tragen - schon am Sonntag in Stuttgart.

Für die Berliner war es drei Tage vor dem Bundesligaduell mit Stadtrivale Union Berlin (02.11.2019, 18.30 Uhr) der erste Pokal-Heimerfolg seit knapp acht Jahren. Dynamo tritt in der 2. Bundesliga am Sonntag (03.11.2019, 13.30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart an.

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