Dynamo übernimmt die rote Laterne nach 1:2 gegen Kiel

Dynamo Dresden hat einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga hinnehmen müssen

Das Team von Cristian Fiel unterlag am Samstag Holstein Kiel mit 1:2 (0:2) und ist nach der neunten Saisonniederlage mit weiterhin zwölf Zählern wieder Schlusslicht im Bundesliga-Unterhaus. Emmanuel Iyoha (15.) und Salih Özcan (30.) trafen vor 24 811 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion für die Gäste aus Kiel, die mit nun 21 Punkten vorerst auf den fünften Tabellenplatz springen. Dresden Anschlusstreffer durch Florian Ballas (79.) kam zu spät.

Cristian Fiel begann mit zwei Wechseln gegenüber dem 1:2 beim HSV: René Klingenburg und Florian Ballas gingen rein, Baris Atik und Brian Hamalainen raus.

Eine Viertelstunde lang spielte sich das Geschehen mit ermüdend fehlerhaften Ballstafetten zwischen den Strafräumen ab. Doch dann initiierte Janni Serra einen blitzsauberen Spielzug, der zum 1:0 führte. Der Offensivmann schickte auf der linken Seite Jae-Sung Lee, den kein Dresdner angreifen wollte. Der Südkoreaner nutzte diese Freiheit zu einem zentimetergenauen Flachpass in die Mitte, wo Emmanuel Iyoha gedanklich schneller war als Jannik Müller und aus acht Metern vollendete (15.). Plötzlich war Dynamo wach und kam ihrerseits zu einigen guten Möglichkeiten. Allein ihrer Abschlussschwäche war es zu verdanken, dass Kiel bei den Schüssen von Dzenis Burnic (16.) und Niklas Kreuzer (18.) nicht postwendend den Ausgleich kassierte. Dann passte Serra mit dem Außenrist in die Spitze. Sali Öczan war mit Ball schneller als Florian Ballas ohne und vollendete – 0:2 (30.). Dazwischen hatten Dzenis Burnic (16.) und Niklas Kreuzer (18.) zwei Schusschancen, brachten Ioannis Gelios im Holstein-Tor nicht ins Schwitzen. Ignjovski hätte freistehend aus zehn Metern sogar auf 3:0 stellen können, schloss aber überhastet ab (38.).

Fiel reagierte zur Pause auf den Nicht-Auftritt seiner Mannen, brachte Chris Löwe und Baris Atik für Jannis Nikolaou und Niklas Kreuzer. Er stellte zudem auf Viererkette um. Die beinahe teilnahmslos wirkenden Dresdner mussten sich zur Halbzeit ein Pfeifkonzert ihrer sonst so treuen Fans gefallen lassen. Von einem couragierten Auftritt wie noch vor einer Woche beim Hamburger SV (1:2) war Dynamo meilenweit entfernt. Es wurde etwas besser, auch weil Kiel nun erschreckend schwach agierte, den Dresdnern den Ball im Spielaufbau immer und immer wieder in die Füße spielte. Doch Dynamo konnte lange Zeit nichts damit anfangen, weil sie sich selbst ständig verhaspelten und im Weg standen.  Symptomatisch die Szene in der 54. Minute, als René Klingenburg, der sich als einer der wenigen gegen die drohende neunte Saisonniederlage stemmte, freistehend aus zehn Metern kapital verzog. Nicht einmal mehr Pfiffe waren danach zu hören. Erst als Ballas mal den Hammer auspackte und die Kugel aus 22 Metern zum 1:2-Anschluss in die Maschen schweißte, wurde es eine Fußball-Partie. Da waren aber auch schon 79 Minuten um – und zu spät, um noch was zu reissen. Selbst beim fulminanten Schuss von Luka Stor war Gelios auf dem Posten (88.).

Dynamo übernimmt die rote Laterne nach 1:2 gegen Kiel

Eine Woche zuvor hatte die Mannschaft von Kiel mit 6:3 bei Wehen Wiesbaden gewonnen. Da der SV Wehen Wiesbaden sein Parallelspiel gegen Nürnberg gewonnen hat, steht die SGD am Tabellenende. Dynamo Dresden musste dagegen einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Das Team von Cristian Fiél ist nach der neunten Saisonniederlage wieder Schlusslicht im Bundesliga-Unterhaus.

Stimmen der Trainer

Trainer Cristian Fiel: “Das ist unerklärlich und unentschuldbar. Es war ein komplettes Versagen der Mannschaft! Man kann sich nur entschuldigen!”

Ole Werner (Holstein Kiel): “Wir sind zufrieden mit dem Spiel, vor allem mit der ersten Halbzeit. Viel davon, was wir uns vorgenommen haben, haben wir umgesetzt. In der zweiten Halbzeit hätten wir es besser zu Ende spielen müssen. Wie es dann so ist: Der Gegner riskiert alles, bei uns werden die Füße ein bisschen müde und wir kommen hinten raus ins Schwimmen. Wir haben leidenschaftlich verteidigt, ohne große Chancen zuzulassen. So sind wir insgesamt zufrieden.”

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