Bitterer Nachgeschmack eines sonst friedlichen Zweitliga-Sachsenderbys

Einige Dynamo-Fans randalierten im Gästebereich. Die Polizei ermittelt bereits.

Schäden in fünfststelliger Höhe

Der gastgebende Verein hat bereits Anzeige gestellt. Wir haben die Ermittlungen aufgenommen“, sagte Polizeisprecher Andrzej Rydzik am Montagmorgen. Laut Rydzik sind Sanitäranlagen beschädigt und Papierkörbe in Brand gesetzt worden. Peter Höhne, Pressesprecher von Erzgebirge Aue, sprach von Schäden in fünfstelliger Höhe. “Der Toilettenbereich ist komplett zerstört und muss vollständig erneuert werden“, erklärte Höhne am Montag dem MDR.

Bei Twitter sind Videos und Bilder zu finden, auf denen das Ausmaß der Zerstörungen deutlich wird: So wurden auf den Gästetoiletten Waschbecken, Toiletten und Türen zerstört. Zudem sind heruntergerissene Rohre der Entlüftungsanlage und umgeworfene Mülltonnen zu sehen.

Dynamo will für die Kosten aufkommen

„Wir werden den entstandenen Schaden in kompletter Höhe übernehmen und zusammen mit den Auer Verantwortlichen und der Polizei alles in unserer Macht stehende tun, um die Täterermittlung in vollem Umfang zu unterstützen“, so der kaufmännische Geschäftsführer Dresdens Michael Born, der gleichzeitig die Fans bittet, Fotos, „die zur Identifikation dieser Randalierer führen könnten“, an den Verein zu schicken.

Getrübt sah sich Born außerdem durch den entstandenen Schaden im Hinblick auf die Außenwirkung des Vereins.  „Erneut haben es einige Wenige durch ihr kriminelles Verhalten geschafft, dass am Tag nach dem Spiel nicht ausschließlich über ein Fußballfest gesprochen wird“, so der Geschäftsführer.

Born betonte zudem, dass das Verhalten bei weitem nicht auf alle Anhänger zurückzuführen sei. „Die SG Dynamo Dresden und alle friedlichen Fans werden dadurch einmal mehr auch in ihrem Ansehen beschädigt. Wir sind über die rohe Gewalt dieser Personen entsetzt und verurteilen dieses Verhalten auf das Schärfste.“

Laut einer Pressemitteilung der Sachsen können Fans sachdienliche Hinweise an die Mailadresse verein@dynamo-dresden.de richten. Der Hinweisgeber bleibe dabei „strikt anonym“, wie es in der PM weiter heißt.