Dynamo siegt sich einen Schritt weiter Richtung 2. Liga

Dynamo Dresden nach Sieg gegen Viktoria Köln vor Zweitliga-Rückkehr

Bei Spitzenreiter und Aufstiegs-Favorit Dynamo Dresden gab’s für das Team von Coach Olaf Janßen (54) beim 0:2 nichts zu holen. Die Dresdner nutzten derweil die Patzer der Aufstiegs-Konkurrenz und bauten den Vorsprung auf den dritten Rang auf vier Zähler aus. Vor dem Anpfiff sorgte derweil ein unerwarteter „Stadiongast“ für Wirbel. Es war eine richtig kuriose Szene: Denn auf den Rängen des Dresdner Rudolf-Harbig-Stadions war vor dem Anpfiff ein Fuchs unterwegs!

Die SG Dynamo gewann das erste von drei Endspielen gegen Viktoria Köln mit 2:0, nach einer vor allem in der ersten Halbzeit aufstiegsreifen Leistung. Am kommenden Wochenende kann Dynamo mit einem Heimsieg gegen Türkgücü München bereits den Aufstieg perfekt machen. Mit 69 Punkten führt Dynamo das Klassement zwei Spieltage vor dem Ende souverän an.

Ransford Königsdörffer und Heinz Mörschel standen im Vergleich zu Verl-Spiel neu in der Startelf. „Er machte einen guten Eindruck und soll alles reinwerfen„, sagte Dynamo-Coach Alexander Schmidt vor dem Anpfiff bei Magenta Sport. Einen guten Eindruck machten die Gastgeber dann auch ab der ersten Minute. Agyemang Diawusie hatte früh die Führung auf dem Fuß. Doch nach einem starken Solo brachte er den Ball nicht an Keeper Sebastian Mielitz vorbei.

Heinz Mörschel (23) in der zehnten und Philipp Hosiner (31) per Foulelfmeter nach etwas mehr als einer halben Stunde (31.) schossen die Sachsen mit ihren Treffern zum Sieg.

Schon nach elf Minuten jubelten die Schwarz-Gelben: Mörschel spitzelte die Kugel aus 14 Metern ins rechte untere Eck, der Ball wurde noch einen Hauch abgefälscht. Und Dresden blieb dran, ließ die Viktoria – immerhin seit zehn Spielen ohne Niederlage – nicht einmal richtig gefährlich vor das Tor von Kevin Broll kommen. Nach 28 Minuten war der Tank bei Königsdörffer aber schon leer, es kam Panagiotis Vlachodimos. Und der holte nur zwei Minuten später den Elfmeter, als er das ausgestreckte Bein von Kai Klefisch dankend annahm. Philipp Hosiner verwandelte sicher ins rechte Eck zum 2:0.

Dynamo spart Energie – Köln hat wenig Ideen

Mit zwei frischen Leuten, Niklas Kreuzer und Luka Stor, startete Dynamo in die zweite Halbzeit. Die Marschroute war klar: Es mussten nach den kräftezehrenden Spielen zuletzt Kräfte gespart werden. Köln übernahm nun die Szenerie, Dynamo hielt den Laden hinten dicht, es gab am Ende nur zwei Schüsschen, die Broll vor keine Probleme stellten. Viktoria mühte sich bis vor den Strafraum, fand aber keine Lösungen gegen den nun dichten Riegel der SGD.

Im vierten Spiel holte er den dritten Sieg, dabei haben die Dynamos unter Schmidt noch kein Gegentor kassiert. Der Spitzenreiter hat bei noch zwei ausstehenden Spieltagen nun beste Karten im Aufstiegsrennen, schon am kommenden Samstag (14 Uhr) kann im Heimspiel gegen Schmidts Ex-Verein Türkgücü München die Zweitliga-Rückkehr perfekt gemacht werden. „Ich freu mich drauf“, sagte der Dynamo-Coach.

Die Kölner die den Klassenerhalt längst gesichert haben, bleiben in der Drittliga-Tabelle im gesicherten Mittelfeld auf Rang neun.

Und die Verforger?

Verfolger Hansa Rostock kam gegen den FSV Zwickau über eine Nullnummer nicht hinaus und weist jetzt zwei Punkte Rückstand auf Dresden auf. Dritter ist 1860 München mit 65 Punkten nach dem 1:1 (0:1) beim SV Wehen Wiesbaden. Rang vier belegt der FC Ingolstadt nach dem 0:0 gegen den 1. FC Saarbrücken.

Die Schanzer (65) haben ebenfalls vier Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter. Heinz Mörschel (11.) und Philipp Hosiner (31., Foulelfmeter) trafen für Dresden gegen Viktoria. Johannes Wurtz (32.) traf für den SVWW gegen die Münchner Löwen zum 1:0, Phillipp Steinhart (80.) glich für die Gäste aus. Zwickaus Davy Frick (85.) sah die Gelb-Rote in Rostock.

Stimmen zum Spiel

Olaf Janßen (Köln): „Es war schön, wieder nach Dresden zu kommen. 30.000 haben aber gefehlt. Ich war gerne hier. Es war ein anderes Spiel als sonst. Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen, dass ich mir das anders vorgestellt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns Halbchancen erspielt. Das waren wir in der ersten nicht, haben da verdient die Tore bekommen. Wenn man nicht mit der Einstellung reingeht, wird man bestraft. Ich gönne dem Verein, der Stadt und den Fans den Aufstieg.“

Alexander Schmidt (Dresden): „Die Mannschaft ist sehr willig. Sie geben jeden Blutstropfen. Königsdörffer hat angezeigt, dass nichts mehr geht. Bei der Spielweise, die wir an den Tag gelegt haben, kann ich nicht lange warten und muss einen Frischen bringen. Ich schaue nur auf meine Mannschaft. Wir haben es in der Hand. Wir haben die Ergebnisse und die Tabelle gesehen, das pusht uns noch mehr. Jeder weiß, was hier los ist, wenn wir aufsteigen. Der Druck ist automatisch da. Man muss es drehen, nur auf das nächste Spiel schauen.“

Niklas Kreuzer: „Wir haben am Wochenende eine große Chance, das muss jedem bewusst sein. Da mache ich mir keine Sorgen, wenn wir die Mentalität an den Tag legen wie heute. Vor dem Spiel hat der Trainerstab ein Video gezeigt, als wir nach Magdeburg nach Hause gefahren sind, Dresden unter Feuer stand. Ich habe jedem der Jungs erzählt, was los ist, wenn du das erreichst. Nach dem Sieg heute vor ausverkauftem Haus, das will sich keiner vorstellen, was da los gewesen wäre. Der Druck hier in Dresden ist sehr hoch. Da kann man auch mal eine Träne verdrücken.“

Rudolf Harbig Stadion 08.Mai.2021 14:00
Dynamo Dresden
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Viktoria Köln
08.Mai.2021 14:00
Rudolf Harbig Stadion
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